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Nachschlag zum Sonntag / Katarina Witt / Ein Zeitdokument

Ist hier jemand, der nicht weiß, wer Katarina Witt war?

Ist hier jemand, der weiß, wer Frau Katarina Witt heute ist?

Sogar ich, der ich an Stars nie interessiert war, konnte den Namen augenblicks mit „Eiskunstlauf-Olympiasiegerin“, „DDR“, „Hübscher geht nicht“ verbinden.

Und heute, in diesem biografischen Film, da tritt mir ein ausbalancierter, intelligenter Mensch mit starker, ruhig fließenden Ausstrahlung entgegen, der herzgesteuert kristallklar denkt und spricht. Was ich der Rede eines solchen Menschen gerne lausche. Mannmann, äh Fraufrau.

Da ist noch sehr viel mehr.

Der Film ist ein Zeitdokument, aus meiner Sicht saumäßig gut gemacht, jedenfalls ich schwelge im steten Wechsel von klar Autobiografischem und Deutschland-Historischem.

Wie war das damals in der DDR. Wie entwickelte es sich weiter?

Thom Ram, 01.11.NZ8 (Neues Zeitalter, Jahr acht)

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1:01:00 Ein Beispiel für Schnittstelle zwischen Mensch und von dunklen Kräften verhängten Fesseln.

Würde es besser ausdrücken können wollen.

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10 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. mkarazzipuzz sagt:

    Diese Frau war immer eine Systemschnalle und hat sich prima umorientiert.
    Ich sag es mal so:

    Die sich bei Zeiten umgestellt
    die sich zu jedem Staat bekennen
    das sind die Praktiker der Welt
    man sollte sie die LUMPEN nennen

    Genau das ist diese Frau. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    Sie geht mir am Arsch vorbei.

    krazzi

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  3. mkarazzipuzz sagt:

    Noch Eines hinterher:
    Schön ist einfach relativ. Mit der, angenommen man hätte sie mir geschenkt, wäre ich nie ins Bett gegangen. Ich hätte mich zu oft übergeben müssen, weil ich ein Ossi bin.
    krazzi

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  4. Thom Ram sagt:

    Lieber Krazzi,

    hast du ein wenig hineingekuckt ins Vid? Nein oder nein?

    Ich habe eine heilige kleine Bitte, Bruder. Tue es. Bitte höre dir ein halbes Dutzend Sequenzen an, da die heutige Kati selber spricht.

    Du nimmst unter anderem Bezug darauf, dass sie mit der stasi zusammengearbeitet habe, als Systemhure? Wie, Freund, wenn das pure üble Nachrede wäre?

    Sehr klar äussert sie es selber: Sie war komplett privilegiert, beschreibt sich selber : Versessen auf Eislaufen, gewinnen wollend, privilegiert und doch eingesperrt, weil permanent überwacht auch, ein Gemisch von teils qualvollem Training, Zielorientiertheit, Sorglosigkeit.

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  5. Wolf sagt:

    Mir hat damals der Hackl Schorsch am besten gefallen.
    Der beste Rodler aller Zeiten.
    Ging ab wie die Sau.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Hackl

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  6. Wolf sagt:

    [Wolf 09:01]

    …wie eine gesengte Sau.

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  7. Leserin sagt:

    Als Kontrast empfehle ich Gundermann, Film oder Doku.
    https://www.rbb-online.de/doku/f-g/gundermann-revier.html

    Den hab ich im Konzert erlebt und war echt überrascht, was dann im Film
    über ihn erzählt wurde.
    Er hat mit der Stasi zusammen gearbeitet. Trotzdem, seine Lieder sind zeitlos
    und ich höre sie immer noch oft.
    Kati Witt ist nur wenig jünger als ich, klar habe ich sie für die sportliche Leistung bewundert,
    später wurde es ruhiger um sie.
    Die Doku ist gut gemacht. Sie hatte quasi nie ein Privatleben,
    keine Kinder. Eigentlich traurig.

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  8. Bettina März sagt:

    Bekannte und Kollegen aus den neuen Bundesländern haben immer nur abwertend über Kati Witt gesprochen. So in der Art, wie in dem Beitrag von Krazzi, Wendehals, Honniliebchen und Systemh…

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  9. Stephanus sagt:

    Sie hatte in einer Zeit Erfolg, als wir damaligen KA’ler (kapitalistische Ausländer) glaubten, im Westen liefe es richtig und im Osten falsch.
    Heute wissen wir, daß dem nicht so war. Sportler ihres Kalibers wurden eben gehätschelt – wer konnte denn als Normalo in Ost-Berlin damals einen Bungalow als Wohnung kriegen und West-Autos (von denen sie wohl nicht nur eines zu Schrott gefahren hat). Mit Bescheidenheit wird man nicht Weltmeisterin und Olympiasiegerin, sie hat eben zugesehen, daß sie von ihren Gönnern das rausholt, was rauszuholen war.
    Katarina Witt wirkt heute geläutert und nicht großkotzig.
    Ich fand die Doku gut – es schien mir alles recht authentisch.

    Gefällt 1 Person

  10. Thom Ram sagt:

    Kati Witt war im Schnittpunkt zweier Kräfte.
    Sie wollte Eislaufen und sie wollte siegen.
    Sie wurde vom Regime als Aushängeschild missbraucht, wurde im Zuge dessen materiell verwöhnt, und staatssicherheitlich exaktestens überwacht.

    Hahaha. Ist das etwa nur lustvoll?

    Der DDR Pöbel nahm und nimmt ihr noch heute übel, dass sie Villa und Mercedes (oder was weiß ich) besaß und dass sie in das den 99,999% Normalos verschlossene Ausland konnte…übersehend, dass sie dortens das Ausland nicht erforschen konnte, sondern in engst geschnürtem Mieder sich zu bewegen hatte.

    Der DDR Pöbel erwartete von ihr, und er erwartet es offenbar noch heute, dass sie damals gefälligst im Plattenbau hausen und mit Trabi hätte rumfahren sollen. Aus Solidarität. Oder so. Genau so, wie heute jeder wohlgenährte Europäer aus Solidarität mit Hungers verreckenden Indern das Essen stehen lässt und auf der Strasse liegend, zum Skelett abgemagert, den Restkörper verlässt.

    Mein Gott.

    He.

    DDR Pöbler. Bereinige dein Inneres.

    Was sagte Joshua? Wer ohne Fehl ist, werfe den ersten Stein.

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