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Eltern Kind und Kinderstube – 2. von 144 – Die Einstellung entscheidet *

Warum bin ich ich?

Eckehardnyk

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Wo beginnt eigentlich ein Kind? – Darüber gibt es zwar Diskussionen, doch ihr habt euch dazu entschlossen, ein Kind in die Welt zu setzen, und mit dem Entschluß beginnt es auch für euch zu existieren. Es gehört also zu jedem Elternpaar ein anderer, eigener Anfang seiner Elternschaft. Vom Entschluss an beginnt es für sein Kind zu denken, zu fühlen und zu handeln. Erinnert sei nur an Strickarbeiten, die manche Mütter beginnen, ohne dass die medizinische Indikation einer Schwangerschaft vorliegt.

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In dem Moment, wo du beginnst, dein Kind gedanklich zu umhegen, beginnen auch unwillkürlich Veränderungen, genauer gesagt: Du schaffst dir deine Einstellung zu diesem Kind. Man hält heutzutage die Einstellung für erfolgentsscheidend. Bei sportlichen Wettkämpfen, auf der Karriereleiter. Eine genauso wichtige Rolle sollte die Einstellung in der Erziehungkunst spielen, um die Kinder achtsam in ihr Leben zu begleiten.

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„Die Einstellung entscheidet“ ist zwar gut gesagt, aber letztlich entscheidest du über deine Einstellung zu was auch immer. Hältst du das für überflüssig, dann bekommst du Einstellung unbewußt, gewissermaßen zum Nulltarif, ohne dein aktives, bewußtes Zutun. Die Folge davon werden Schuldzuweisungen sein wenn etwas nicht geklappt hat. Dann waren es zu strenge Eltern, ungerechte Lehrer, gemeine Kollegen, ein cholerischer Chef und zualleroberst der Gott, der das alles zuläßt.

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Aber der erste Schritt zum Erfolg beginnt bei sich selbst: Beim sich die eigene Einstellung oder Gesinnung Bekannt machen! Du denkst, dazu brauche man einen Seelsorger, Psychiater oder Therapeuten? Wenn du einen kennst, geh ruhig zu ihm, er wird dich anregen, auf gute Gedanken zu kommen. Was du aber auch könntest, ist nachzudenken über dich selbst: Wer bin ich denn, daß mir das und jenes passiert?

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Danach werden sich schon einige Dinge in deinem Leben anders anfühlen. Durch diese erste Frage bekommst du ein anderes Gespür für dich selbst. Es ist, meine ich, das älteste Gefühl, das für den neuzeitlichen Menschen existiert. Für manche ist es eine (innerliche) Aussage wie: „Das bin ich“ oder für andere eine (innerliche) Frage: „Warum bin ich ich? Dieser Vorgang hat sich in deiner Kindheit mit Sicherheit abgespielt und wird sich in jedem Kind irgendwann, irgendwo und irgendwie wiederholen und sich doch bei jedem völlig neu ereignen.

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Indem du das aus deiner Sicht nachvollziehst, wirst du nochmals auf die eigene Kindheit zurückgeworfen. Damit verbindest du dich aber auch mit allen Kindern, die zu sich selbst erwachen. Auch und besonders mit deinem eigenen Kind; denn dies lebt ja anfangs symbiotisch mit dir, in Lebensgemeinschaft, wobei es von dir mehr mitbekommt, quasi erbt, als du zu wissen glaubst.

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Es gehört also Mut dazu, werdet ihr gemerkt haben, sich auf die Spur zu kommen und zu sehen, woher und wie Einstellungen gewachsen sind und was man selbst dazu beigetragen hat. Eine veränderte Einstellung macht zwar neugierig: Wie erlebe ich jetzt die mir vertrauten Dinge und Vorgänge? Sie ruft aber auch Gegner auf den Plan, die sich gegen jede Veränderung an und in euch heftigst wehren. Das können Leute von außen sein, aber auch all eure „Iche“, die an den festgestellten Werten und an eurer Lebensweise hängen und dort resistent (haften) bleiben wollen. Wenn ihr euren Hausschlüssel immer in eine bestimmte Tasche gesteckt habt, wird euer „Hausschlüssel-Ich“ daran festhalten und protestieren, wenn ihr plötzlich eine andere Tasche bevorzugen wollt.

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Doch das stärkt Bewusstsein. Ihr werdet merken, Gewohnheiten lassen sich so schnell nicht ändern, obwohl sie von euch selbst gemacht sind. Allerdings habt ihr mit der Gewohnheit „den Lehrer aller Dinge“ bei euch, den ihr als Schlüssel zur Existenz eurem Kind übereignen werdet.

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©️🦄 (eah) Oktober 1998 und 19. Juli 2020

* Für treue und neue Leser seien auch Anfangskapitel eingebaut. Gepostet in der Gruppe Eltern, Kind und Kinderstube auf https://www.facebook.com/groups/667905050382907/von EA Hilf · 6. September 2019. Der Text dort spiegelt das nie publizierte „Abenteuer Erziehung“ (1998/99), 144 Seiten. Die laufende Serie schreitet im nächsten Beitrag mit „Walter – 61. von 144″ weiter voran.

2 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

    Gefällt 1 Person

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