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ELTERN KIND UND KINDERSTUBE: EIN KIND GEHT NIEMALS IN DEN RUHESTAND

 

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14. von 144: Was haben wir gelernt?

Von Eckehard

Bis hier und heute haben wir einige Gedanken ausgetauscht und neue Gefühle dabei kennen gelernt. Damit sind wir nicht mehr die gleichen Menschen wie vorher, wenn auch dieselben. Wir haben uns verändert. Auch dein Kind verändert sich ständig, es bleibt nicht das gleiche, ist aber durch all die Zeit seines Lebens derselbe Mensch, dasselbe Individuum mit seiner unergründlichen Eigenart: Voller Fragen, aber auch voller Antworten und – voller Befehle!

Wenn du es zuläßt, kommandiert dich dein Kind bis ans Ende der Welt, weil es auch selbst bereit ist, bis dorthin zu gehen. Einige Märchen berichten davon, beispielsweise das vom Borstenkind. Es befindet sich vom ersten Atemzug an auf Welteroberung und du bist seine Soldaten. Hast du schon mal gezählt, wie viele Befehle du von deinem Kind am Tag erhältst? Du würdest erstaunt sein. Und wenn wir das vorige Kapitel richtig verstanden haben, zählen die Warum-Sätze ebenfalls zu den Befehlen, auch wenn sie in Frageform gekleidet sind. „Warum, wieso, weshalb“ enthalten aus Kindermund vor der Pubertät den Befehl: Zeichne mir die Welt, damit ich sie in Besitz nehmen kann!

Dazu gehört ein Maß an Selbständigkeit, um auf eigene Faust etwas erreichen zu können. Dazu gehört Macht, die in Kindesbeinen steckt, die an sich selbst aber nicht über andere erfahren wird. Dadurch entsteht die Gewißheit: Ich kann alles! Wünsche helfen immer! Ganz im Innern „weiß“ jedes Kind, daß das, was es werden will, im Keim schon bei ihm angelegt ist.

All diese hier zusammengetragenen Erkenntnisse stammen aus der Erfahrung im Umgang mit Menschen. Du selbst kannst sie haben und für dich neu formulieren. Ich fasse hier deshalb keine Schriften zusammen, obgleich vieles, das ich hier sage, gewiß auch woanders schon jemand geschrieben hat. Aber sieh mal, wenn wir eine Bergtour zusammen machen, können wir uns zwar von anderen, die diesen Weg schon gegangen sind, erzählen lassen, aber um ans Ziel zu kommen, müssen wir die eigenen Füße bewegen. Darum hier und jetzt der Verzicht auf Zitate aus anderen Büchern.

Wir wissen, daß ein Kind mal ausruht, um Kräfte zu sammeln, aber niemals in den Ruhestand geht. „Kindheit“ kannst du ein Leben lang bei dir haben. Das ist nur nach zählbaren Jahren etwas Abgeschlossenes. Denn solange du in jeder Lebenslage deine Kindheit bist, wirst du erfolg-reich sein, das heißt: Erfolg haben und reich sein. Für deine Umgebung ist es ein Glück, daß du existierst und viele werden gerne etwas für dich „übrig haben“. Das „pflegeleichte“ glückliche Kind bleibt in dir stets gegenwärtig. Du weißt, daß dir dies kein äußerer Besitz sein kann, sondern innerlich dir angehört. In jede Welt kannst du diesen Reichtum mitnehmen. Dieses Angehörigsein erfährt auch dein Kind bei dir. Letztlich bist du dir selbst angehörig und damit echt oder authentisch. Mit dieser Einstellung erfährst du alles, was du wissen willst.

Eingangs lasen wir, daß es viele Ratgeber gibt. Du hast dich entschlossen, diesem hier zu trauen, und möchtest auch erkunden, was dich noch erwartet. Wir werden alle sieben Seiten einen Überblick halten und dazwischen die Stufen höher steigen. Auf den nächsten Seiten werden wir die Lebensabschnitte mal genauer betrachten. Was lernt man in welcher Phase eines Menschenlebens am besten? Welcher Lernstoff gehört wie ein Vitamin dazu und wird wann in den Organismus einer (menschlichen) Existenz am leichtesten eingebaut? Wenn du willst, so etwas wie ein Lehrplan, nur daß er vom Leben selbst geschrieben ist.


 


6 Kommentare

  1. Mujo sagt:

    „EIN KIND GEHT NIEMALS IN DEN RUHESTAND“

    Wie war wie war 😉

    Man Spricht auch von dem inneren Kind das man sich stehts bewahren soll bis an sein Lebensende.

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  2. Bettina März sagt:

    Ja,
    aber auch Kinder können stressig sein. Besonders, wenn sie sich trotz kindergerechtem Spielzeug langweilen und sich mit ihrem Geschwister ständig kloppen. Oder wenn sie Erwachsene brauchen, als Animateur. Es gab mal einen Pädagogen, weiß nicht mehr, wie er heißt, bekomme ich aber raus, beim kuckeln, der meinte, Kinder soll man nicht sehen oder hören.
    Mittlerweile wird auch ein hype gemacht. Bevor wieder alle über mich herfallen, ich bin für den goldenen Mittelweg. Ich mag keine Helikopter-Eltern und natürlich auch keine wohlstandsverwahrlosten Kinder.
    Es geht mir in erster Linie um Diskussionen.

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  3. eckehardnyk sagt:

    Vorzug des Erwachsenseins ist sich „kind“ fühlend sich öffnen können und Zugang zu (stressigen) Kinderchen bekommen.

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  4. palina sagt:

    die Kinder merken genau wie deine Einstellung ist.
    Der Erwachsene sollte Vorbild sein. Auch im Denken.
    Humor ist dabei unausweichlich und sehr hilfreich.

    Kindererziehung ist immer Selbst-Erziehung.

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  5. Bettina März sagt:

    genau Paline,
    Kinder merken, wie deine Einstellung ist und wie du tickst. Und sie versuchen es, dich herauszufordern. Wie weit können sie gehen. Und wenn ich keinen Humor hätte, wäre mir schon mal ein anderes lautes Wort über die Lippen bekommen.
    Habe selber Kinder großgezogen, aber bei meinen Enkeln, die einerseits sehr guterzogen sind, aber andererseits ein bissle wohlstandsüberversorgt sind, mache ich mir Gedanken. Sie bekommen einfach zu viel Spielzeug geschenkt und schuld sind natürlich die Erwachsenen.
    Alle, außer mir, schenken wie die Blöden, egal ob Ostern, Geburtstag oder Weihnachten. Schon zu Ostern dachte ich, was bekommen die dann zu Weihnachten? Absolut übertrieben. Und ich möchte das nicht mitmachen. Es muß dann ja zwangsläufig immer eine Steigerung geben und wo hört die dann auf?
    Die Kinder sind mittlerweile 8 und 6 Jahre alt. Jungs.

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  6. palina sagt:

    ist bei den Kindern meines Sohnes ähnlich. Mädchen 7 J, Junge 5 Jahre.
    Mache den ganzen Klim-Bim nicht mit.
    Von mir gibt es immer nur Kleinigkeiten, meistens ein schönes Bilderbuch.

    Meine Enkelin bekam zum letzten Geburtstag einen Schulwebrahmen von mir geschenkt. Sie hat sich eine kleine Tasche gewebt, nachdem wir uns erstmal ein kleines Muster gemacht hatten. Sie war ganz begeistert.
    Das nächste Geschenk sind dann 2 Knäuel Wolle für ihren Webrahmen.
    Ich möchte, dass sie auch ins Tun kommen.

    Bienenwachskerzen rollen ist eine schöne Arbeit, die ich letztens mit dem Jungen gemacht habe.

    Mit beiden zusammen ernteten wir im Sommer Sauerkirschen und der Saft hat super gut geschmeckt.
    Sie arbeiten wirklich gerne, wenn sie auch für sich Erfolge sehen.

    Sie freuen sich immer, wenn sie mich besuchen dürfen und wissen genau, dass es wieder was Schönes zu tun gibt.

    Dafür lassen sie gerne den anderen Krims Krams liegen, mit dem sie eh nichts anfangen können.

    Bei den Spaziergängen sammeln wir auch gerne Kräuter, die wir dann als Tee zubereiten. Der Rest wird getrocknet und aufbewahrt. Auch das können sie schon sehr gut.

    Der Gipfel war für sie, als wir uns selbst Pommes gemacht haben. Das kannten sie gar nicht. Sehr lecker und sie lieben das.

    Du siehst, man kann auch mit Kleinigkeiten die Kinder beglücken.
    Nimmt man sie nur ernst genug.

    Die meisten Erwachsenen wollen von den Kindern „geliebt“ werden und meinen, das mit Geschenken zu bewerkstelligen zu können.
    Das ist ein fataler Fehler.

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