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Das Loch in der Straße , eine Biographie

von Angela, 11. 03. 2019

 

Eine Biographie in 5 Kapiteln

1. Kapitel

Ich gehe die Straße entlang.

Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.

Ich falle hinein.

Ich bin verloren … Ich bin ohne Hoffnung.

Es ist nicht meine Schuld.

Es dauert endlos, wieder heraus zu kommen.

 

2. Kapitel

Ich gehe dieselbe Straße entlang.

Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.

Ich tue so, als sähe ich es nicht.

Ich falle wieder hinein.

Ich kann es nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.

Aber es ist nicht meine Schuld.

Immer noch dauert es sehr lange, heraus zu kommen.

 

3. Kapitel

Ich gehe dieselbe Straße entlang.

Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.

Dieses Mal sehe ich es.

Ich falle hinein … aus Gewohnheit.

Meine Augen sind offen.

Ich weiß, wo ich bin.

Es ist meine Schuld

Ich komme sofort heraus.

 

4. Kapitel

Ich gehe dieselbe Straße entlang.

da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.

Ich gehe darum herum.

 

5. Kapitel

ICH GEHE EINE ANDERE STRASSE!

 

aus: Sogyal Rinpoche, Das tibetische Buch vom Leben und Sterben

gefunden bei  :https://www.neue-wege-4you.de/startseite/geschichten-weisheiten/12-das-loch-in-der-stra%C3%9Fe/

 

Angela

Nachtrag:

Angela

Toll, eure Deutungen! Besonders über Makiekens und Vollis Interpretationen habe ich ja gelacht! Soo witzig!

Da bleibt mir gar nicht mehr viel zu sagen…

Kapitel 1

beschreibt einen Menschen, der halb blind durch die Gegend läuft, unachtsam- und wenn das „Schicksal“ ihn darauf aufmerksam macht, ist nie er selbst, sondern sind immer nur die Anderen schuld. In dieser Situation verharren sehr viele Leute, jammern und klagen über andere Menschen, die böse Gesellschaft, das Wetter…. …..

Kapitel 2

Der Mensch will „das Loch“ einfach nicht wahrhaben, obwohl er im Grunde schon davon weiß. Er findet es unerhört, dass eine solche Situation überhaupt besteht und kämpft trotzig dagegen an. Immer noch fühlt er sich als ein Opfer der Umstände und entkommt ihnen damit auch lange Zeit noch nicht. Aber es gibt kein richtig und falsch, das Leben ist einfach ein Lernprozess.

Kapitel 3

Die Gewohnheit, so wie bisher zu handeln, ist noch stark, aber erstmalig übernimmt der Mensch die Verantwortung für sein Tun. Und das ist der Wendepunkt. Niemand kann etwas für das Loch in der Straße, ( die Situationen kommen auf uns zu…. – aber wir haben die Verantwortung, wie wir damit umgehen. Niemand schließt dieses „Loch“ für uns, es bleibt weiterhin bestehen, aber können es als Herausforderung sehen….

Kapitel 4

„Darumherumgehen“ Wir fallen nicht mehr in alte Verhaltensmuster, wir erkennen sie als das, was sie sind- teilweise sind es konditionierte Reaktionen unseres Verstandes , teilweise auch pure, unbewusste Gewohnheit .

Kapitel 5

Nun sind wir frei von alten Konditionierungen und bereit, neue Wege einzuschlagen.

Die neuen , noch unbekannten „Löchter“ warten dort schon auf uns…. 😀

Doch letztlich dient das alles nur unserem Reifeprozess.

Lg A n g e l a

 


10 Kommentare

  1. palina sagt:

    vermute mal, Angela, dass du damit sicher was anderes meinst.
    Mit offenen Augen umher zu laufen, bedeutet nicht immer, alles sehen zu können.
    Aber wer ein Loch auf der Straße sieht und trotzdem hineinfällt, iss ganz schön deppert.

    Gefällt mir

  2. Angela sagt:

    @ Palina

    Zitat: „… vermute mal, Angela, dass du damit sicher was anderes meinst…. “

    Ja, ganz sicher… Aber „gemeinerweise“ 😀 warte ich mit der Enthüllung erst, bis einem von Euch etwas dazu eingefallen ist…. 😀

    Lg A n g e l a

    Gefällt mir

  3. Pieter sagt:

    Angela
    11/03/2019 UM 19:24
    Ja no Angela, wie Du es beschreibst macht man üblicherweise, wenn man nicht schon gewahr ist immer wieder die gleichen Erfahrungen, mindestens bis es weh tut.
    Passt man dann in ähnlicher Situation wegen weh tun tatsächlich mal auf macht man immer noch das gleiche, vermeidet aber das „Reinfallen“.
    Hat man es dann wirklich kapiert geht man die Sache anders an. Das ist dann das Stadium wo man tatsächlich in der Lage ist die Dinge, Geschehnisse, Handlungen, schon vorher aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann.
    Bis dahin muss es halt weh tun bis man gewahr wird. ;-), zumindest wars bei mir so :_)

    Gefällt 4 Personen

  4. Mujo sagt:

    Symbolisch haben wir alle unsere Löcher wo wir reinfallen. Sie heißen zb. Destruktives Denken, Neid, Missgunst usw. und liegen in unsere Verhalten und Mustern die wir ewig wiederholen bis wir sie als solches erkennen. Dann braucht man noch eine Gewisse Zeit bis wir ein neues Verhalten verinnerlicht haben mit dem man sich selbst und andern nicht mehr Schaden zufügt. Das ist dann die Weisheit zu haben gleich eine andere Strasse zu nehmen weil man auf die Löcher garnicht mehr herrein fällt 😉

    Gefällt 1 Person

  5. makieken sagt:

    6. Kapitel
    Die Straße ist neu, doch aus Gewohnheit hefte ich meinen Blick fest auf den Boden des Gehsteigs. Sicher ist sicher.
    Da steht ein Pfosten mitten auf dem Gehsteig.
    Ich knalle dagegen.
    Es tut ganz schön weh.
    War wohl die Schuld desjenigen, der den Pfosten mitten auf dem Gehsteig platzierte.

    7. Kapitel
    Ich gehe dieselbe Straße entlang.
    Beim Loslaufen ermahne ich mich noch, ja nicht den Pfosten zu vergessen, der mitten auf dem Gehsteig steht.
    Was für ein schöner Tag. Ach, einkaufen müsste ich noch. Und Klaus-Dieter hat doch am Wochenende Geburtstag, da brauche ich noch ein…
    Boing.
    Ich knalle gegen den Pfosten.
    Es tut schon wieder ganz schön weh.
    Welcher Vollpfosten setzt auch einen Pfosten mitten auf den Gehsteig?
    Wenn ich den erwische…

    8. Kapitel
    Ich gehe dieselbe Straße entlang.
    Beim Loslaufen ermahne ich mich wieder, ja nicht den Pfosten zu vergessen, der mitten auf dem Gehsteig steht.
    Was für ein schöner Tag. Nein, Achtung, da steht ein Pfosten mitten auf dem Gehsteig! Ein Pfosten mitten auf dem Gehsteig…
    Ich sehe den Pfosten mitten auf dem Gehsteig und weiche ihm geschickt aus.
    Ich falle in das Loch, welches sich direkt hinter dem Pfosten befindet.
    Tut noch mehr weh, als gegen den Pfosten zu laufen.
    War vielleicht doch meine Schuld?
    Werde mich bei dem umsichtigen Menschen bedanken, der den Pfosten mitten auf dem Gehsteig platzierte.

    Gefällt 4 Personen

  6. Vollidiot sagt:

    9. Kapitel

    ich gehe wieder die Straße mit Pfosten und Loch..
    Ich fokussiere zu 100%, daß die Straße pfosten- und lochfrei sei.
    Und Tatsache – es passiert nichts.
    Stolz lobe ich die Kraft meines Fokussierens, habe aber nicht bemerkt, daß ich auf der anderen Straßenseite gelaufen bin.
    Was lernen wir daraus?
    Das Fokussieren hilft dann besonders, wenn ich Gewohnheiten ablege…………

    Gefällt 6 Personen

  7. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

    Gefällt mir

  8. Angela sagt:

    Toll, eure Deutungen! Besonders über Makiekens und Vollis Interpretationen habe ich ja gelacht! Soo witzig!

    Da bleibt mir gar nicht mehr viel zu sagen…

    Kapitel 1

    beschreibt einen Menschen, der halb blind durch die Gegend läuft, unachtsam- und wenn das „Schicksal“ ihn darauf aufmerksam macht, ist nie er selbst, sondern sind immer nur die Anderen schuld. In dieser Situation verharren sehr viele Leute, jammern und klagen über andere Menschen, die böse Gesellschaft, das Wetter…. …..

    Kapitel 2

    Der Mensch will „das Loch“ einfach nicht wahrhaben, obwohl er im Grunde schon davon weiß. Er findet es unerhört, dass eine solche Situation überhaupt besteht und kämpft trotzig dagegen an. Immer noch fühlt er sich als ein Opfer der Umstände und entkommt ihnen damit auch lange Zeit noch nicht. Aber es gibt kein richtig und falsch, das Leben ist einfach ein Lernprozess.

    Kapitel 3

    Die Gewohnheit, so wie bisher zu handeln, ist noch stark, aber erstmalig übernimmt der Mensch die Verantwortung für sein Tun. Und das ist der Wendepunkt. Niemand kann etwas für das Loch in der Straße, ( die Situationen kommen auf uns zu…. – aber wir haben die Verantwortung, wie wir damit umgehen. Niemand schließt dieses „Loch“ für uns, es bleibt weiterhin bestehen, aber können es als Herausforderung sehen….

    Kapitel 4

    „Darumherumgehen“ Wir fallen nicht mehr in alte Verhaltensmuster, wir erkennen sie als das, was sie sind- teilweise sind es konditionierte Reaktionen unseres Verstandes , teilweise auch pure, unbewusste Gewohnheit .

    Kapitel 5

    Nun sind wir frei von alten Konditionierungen und bereit, neue Wege einzuschlagen.

    Die neuen , noch unbekannten „Löchter“ warten dort schon auf uns…. 😀

    Doch letztlich dient das alles nur unserem Reifeprozess.

    Lg A n g e l a

    Gefällt 3 Personen

  9. Eine wundervolle Diskussion……kann dem nichts mehr hinzufügen 🙂

    Die neuen, unbekannten Löcher warten auf uns……SO ISSES

    Vielleicht sind sie aber nicht mehr ganz so riesig, sondern nur kleine Kuhlen in der Erde.

    Gefällt mir

  10. Thom Ram sagt:

    Ja, die neuen und uns noch unbekannten Löcher. Und Pfosten.
    Irgend jemand in mir sagt Dasselbe, was Marietta vorsichtig antippt. Ich denke auch, dass Viele heute keine Tieflöcher und eiserne Pfosten mehr benögiten, um, aufgeschreckt, sich auf sich selber zu besinnen. Ich denke wohl, dass ich und Viele heute noch nicht ganz aufgeräumt haben, dass da noch eine Kuhle ist und ein Pfosten, doch der sagen wir mal aus Hartgummi, was nicht allzusehr schmerzt.

    Anderseits schliesse ich nicht aus, dass ich und Viele noch in den Fleischwolf von IHNEN geraten können. Da wir eben noch nicht ganz aufgeräumt haben. Doch erwarte ich, dass wir diesen Fleischwolf nicht so erleben wie damals als Hex auf Heiterschaufen oder als Krist am Kreuz von amoR, äh Roma.

    Letzte Gewissheit ist mir verwehrt. Doch fühle ich mit Vollis Kommentar in vollem Einklang im Sinne von: So ist es für mich und für Viele.

    Gefällt 1 Person

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