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Gast / „Gast“

„Komm, Herr Jesus, sei du unser Gast,

und segne was du uns bescheret hast,

amen.“

So hörte ich als Kind zweimal täglich das Tischgebet unserer Mama. Ich nahm Teil. Ich lud Joshua im Geiste ein, freute mich, ihn mit-einladen zu dürfen, freute mich, dass er unser Gast war.

Gast?

Ja, Gast. Gast ist ein Wesen, welches von anderen Wesen bedient wird, vom Herzen gesteuert bedient wird.

So. Und was nun?

Ist der Hotelgast ein Gast?

Eben nicht. Der Hotel“Gast“ ist Hotelkunde.

Da ist ein Vortrag. Der Eintritt kostet. Sind die Hörer Gäste? Nein, sie sind zahlendes Publikum – und doch sagt so mancher Redner einleitend, dass er die Gäste begrüsse.

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Ich erlebe das nun seit 50 Jahren. Menschen werden als Gäste angesprochen, welche in der Tat Kunde oder zahlendes Publikum sind, und ich habe mich immer noch nicht daran gewöhnt. Und ich mache mir ein Kompliment, dass ich mich nicht daran gewöhnt habe, lese daraus, dass ich mindestens einen Rest von Sorgfalt im Umgang mit Wahrhaftigkeit in mir trage.

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Bist du, guter Leser/Kommentator auf bb Gast? Ja, hier bist du Gast, nicht Kunde und nicht zahlendes Publikum. Wir, Admin und Autoren, wir bieten etwas an, wir tun es herzlich gerne, und ein Jeder darf sich lesenderweise frei bedienen oder und seinem Bedürfnis nachkommen, selber etwas beizutragen. Ich dürfte dich füglich als „Gast“ ansprechen.

Sobald das Runterladen von Artikeln kostenpflichtig ist, bist du nicht mehr Gast, sondern Kunde.

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Was macht der Thom Ram hier grad, hat er für bb nichts Wichtigeres in der Pipeline?

Oh je. Täglich lese und höre ich. Venezuela, Haiti, Jemen, Afghanistan und endlos so weiter. Täglich kommt mir der weltweite Deep State in irgend einer Form auf den Schirm, ins Hirn und, leider, oft auch ins Gemüthe.

Sollte ich täglich davon rapportieren? Nö. Ich rapportiere stets etwas von dem, was mich gerade beschäftigt.

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Wortmissbrauch ist Teil der weltweiten Verrücktheit.

Wenn du dich bei mir einmietest, und ich heisse dich als Gast willkommen, so verhöhne ich dich damit. Dem beisst die Maus keinen Faden ab. Ja, und wenn ich es tue, so mache ich mit.

Mitmachen? Ja, wenn ich eine der Millionen täglicher Täuschungen betoniere, dann mache ich mit, dann gehe ich in die Rolle dessen, der die Machtpyramide stabil hält.

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Wir ringen hier täglich darum, was zu tun sei, um unsere Welt gesunden zu lassen. Wir stossen immer wieder auf die Tatsache, dass die Machtpyramide ausschliesslich dessentwegen intakt ist, weil 99% der Menschen mitmachen, im Lehramt, als Jurist, als Politiker,  in der Krankheitsmedizin, als Arbeiter in Pharma, Bank, Waffenschmiede, mitmachen. Streng genommen mache ich schon mit dann, wenn ich Elektronik kaufe und benutze, einen Flug buche, Inazuma statt Fahrrad fahre.

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Und wir machen mit bei einer jeden kleinen Täuschung, die wir übernehmen und selber anwenden.

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Rede ich beispielsweise davon, dass die Schweiz eine Demokratie sei, so täusche ich damit, denn wohl haben wir immerhin viele Volksmehrheitsentscheide, doch was in Bern alles angestellt wird, ohne dass das Volk Einfluss nehmen kann, das schliesst den Ausdruck „Demokratie“ aus. Nicht zu reden von Vasallen wie die BRD oder verkappten Diktaturen wie die US.

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Also. Ich will aus den Lügen aussteigen, und ich will in der Pyramide so wenig mitmachen als es mir nur möglich ist.

Darum verwende ich das Wort „Gast“ nur im korrekten Sinne.

Als minikleines Beispiel.

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Schönen Tag dir, lieber Gast!

Thom Ram, 20.02.07

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17 Kommentare

  1. eckehardnyk sagt:

    Lieber Ram! Du sprichst mir aus der Seele – darf ich das sagen ohne irgendwo insgeheim der Machpyramide auf den Leim gegangen zu sein? Du wirst richtigerweise bemerkt haben, dass vor „meiner“ Pyramide ein kleines Te fehlt. Der Grund ist ein gewisser Mach, der in der frühen Stalinära eine Sprache der Revolution ins „Sowjetische“ implantieren wollte. POLIVANOV, ein anderer Kommissar, Erfinder der kyrillischen Alfabete der asiatischen Sprachen in der SU, hat ihm zwar widersprochen und dem CHEF gesagt „Sprache entzieht sich der organisierten Verwaltung“, wurde jedoch in den 30ern „gesäubert“.
    Als der deutsche Bundeskanzler durch ein Weib geinnewohnt wurde, schrieben alle von „Bundeskanzler“, obwohl im Grundgesetz nachwievor steht: Der Bundeskanzler ernennt und entlässt die Minister. Mein entsprechendes Schreiben an Frau Dr. Merkel blieb, ganz im Stil der feministischen Revolution ohne Beachtung ( Briefe vor 2004 wurden wenigstens beantwortet).
    In einem Leserbrief ans Badische Tagblatt, der die Überschrift trug: Amtlich falsch gesprochen, habe ich auf diese Zustände aufmerksam gemacht.
    In deutschen Kalendern steht zur Tag und Nachtgleiche 21. März „Frühlingsanfang“. Auch ein Missgriff, bei den Meteorologen beginnt Frühling am 1. März und nach R. Steiner „im Erdenatem“ am 24. Februar, also nächsten Sonntag. Man wird es spüren können.
    Komm Herr Jesus sei unser Gast…

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  2. HansL sagt:

    Sei be dank t (_und Inazuma be tankt_) edler Gast-geber, denn soeben verweilte ich in Erwins Badezimmer und laß von Rudimer, welchen ich nur deine Um kreier ung erspäht –wunnebaa–. Der kleine Holzwurm benötigt eben einiges an Zeit sich durch all die spannenden, interessanten und nötigen Themen zu beißen_-und vor allem zu verdauen, bzw. korrekt und sorgfältig tsu spajchern, so daß bei Bedarf abgerufen werden kann.
    Glücklicher weise finde ich auf bb immawida gute Kost__denn der Wurm lebt nicht von der täuschen Ajche nur, er bedarf sanfteres des Gebeißes wechen__ (due) mille gracie

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  3. Mujo sagt:

    Absolut Richtig erkannt. Es ist immer mal gut wenn man zu den Dinge Distanz bekommt um wahrzunehmen wie weit wir eingebetet sind im Lebenskarusell und kaum noch merken das vieles was wir tun im wiederspruch zum Leben steht.
    Und so einfach Aussteigen ist nicht. Letzte Konsequenz wäre wieder in Höllen Leben und sein Mittag Essen mit Pfeil und Bogen Jagen. Nur wenige Naturvölker Pratizieren es, und die sind durch immer größeren Flächenfrass auch vom Aussterben bedroht.
    Danke für das bereitstellen dieser hervorragende Seite und uns die möglichkeit gibt uns Sinnvoll Auszutauschen. Es ist mir eine Ehre hier Gast zu sein.

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  4. haluise sagt:

    DANKE, ………..
    dass ich gelegentlich GAST hier SEIN DARF …
    dein beriesel rebloggen darf
    luise

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  5. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  6. Thom Ram sagt:

    Ecki

    „Als der deutsche Bundeskanzler durch ein Weib geinnewohnt wurde, schrieben alle von „Bundeskanzler“, obwohl im Grundgesetz nachwievor steht: Der Bundeskanzler ernennt und entlässt die Minister.“

    Was spielst du an, Eki? Hätten sie Bundeskanzlerin schreiben sollen? Das?

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  7. Thom Ram sagt:

    Louise 19:17

    Mit den Gästen ist es so eine Sache. Es gibt Gäste, die geben Gastgeber durch ihre gute Anwesenheit mehr zurück, als was der Gastgeber zu geben imstande ist. Dann gibt es denne ooch gelegentlich Gäste, welche die Angebote des Gastgebers nicht erkennen können, zum Beispiel dann, wenn der Gastgeber 4 Stunden geköchelt hat und ein Supergericht kredenzt, und die Gäste das essen wie ’ne Currywurst.

    Deine Präsenz freut mich immer.

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  8. Thom Ram sagt:

    Mujo

    Ja. Das Aussteigen.

    DET zum Beispiel zeigt noch und nöcher auf, wie das Spinnennetz aussieht. Das begrüsse ich. Doch erkenne ich keinen auch kleinen Vorschlag von ihm, was ich denne zu tun hätte, um das von ihm wahrlich Beschriebene hinter mir zu lassen.

    Und so kommen wir nicht weiter. Erkennen, was gespielt wird, das ist Voraussetzung dafür, um die Spielregeln zu ändern oder innerhalb des Spieles sich zu verhalten wie Maradona oder so, einfach so clever, dass der Gegner verliert. Wem ist das gegeben? Sogar dem Genie Peter Fitzeck (Königreich Deutschland (für Mitleser)) gelingt es nicht wirklich.

    Muss man ganz aussteigen, eben mit Ffeil und Boogen in den Wäldern pirschen und in der Hölle (wie du zu schreiben beleibetetest) schlafen?

    Gibt es eleganteres Vorgehen?

    Du hast mich angetriggert, etwas über das Thema zu verfassen. „Wie aussteigen“ oder „Wer wird übrigbleiben“ oder so. Steckt mir in der Päipläin.

    Kleine Nebenfrage, Mujo. Liesest du deinen Text vor dem Abschicken? Es wäre schick, würdest du es bitzeli frehlerfeiler schreiben.

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  9. eckehardnyk sagt:

    Nur zu Ram 19:38 Die Dame Merkel lässt und ließ sich bewusst (vom Bundestag) „zur Bundeskanzlerin“ wählen, obwohl diese Amtsbezeichnung nicht existiert(e). In dieser Art ging es landauf landab. Manche Gemeinden haben ihr Ordnungsvokabular angepasst, sodass nun manche Oberbürgermeisterin de jure möglich sein wird. Doch meistens wird darüber hinweg gegangen. Warum wohl!?
    Sei’s drum!
    Die Frage ist halt, ab wann schadet man sich oder anderen durch Fehlbezeichnungen (eine solche ist z. B. juristisch abgesichert der „Verteidigungsminister“, der vor WK2 sachlich korrekt Kriegsminister hieß.)
    Gegenbeispiel: Ich sag auch am Telefon gern Auf Wiedersehen. Es ist ein schönes Wort, viele sagen nur noch Tschüß ohne dass man per Du wäre. Sprache ist eben abstrakt und weißt durch ihren Zeichenstatus immer über sich hinaus, also der einzelne Ausdruck meint mehr als er bezeichnet. Was dich beim Beispiel GAST vermutlich gestört hat, ist das WENIGER. Gast ist eben mehr als Kunde und wird durch die „Bezahlfunktion“ reduziert, also semantisch, ethisch, moralisch abgewertet.

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  10. Hawey sagt:

    @ THOM RAM

    Ja gute Beschreibung. Kann man aber vielleicht auch anders sehen. Thom schmeißt einen Köder aus und viele beißen an. Der Gast, der am Haken hängt. Aber ja, natürlich muss er den Köder ja nicht schlucken, den Thom da ausgeworfen hat aber die Neugierde treibt einen da ja auch noch, was schreibt er da denn wieder unser guter Thom und schwuppdiwupp hängt man an der Angel. Na ja ist schon gute Arbeit die Du da machst Thom und sehr zeitintensiv wie ich ja aus eigener Erfahrung weiß. Wie viel Jahre, wie viel Stunden haste damit zugebracht und in wieweit hat das echte Leben darunter gelitten vor allem hat es was gebracht? Doch ja kann ich sagen es sind immer wieder Perlen dabei und das Humorige kommt auch nicht zu kurz. Nur schade das so wenig davon in die Praxis gebracht wird. Wie heißt es doch so schön und grau ist alle Theorie. Ja das Spektrum ist breit gefächert, für jeden was dabei. Also warten wir auf den nächsten Köder. In diesem Sinne vielen Dank für Deine doch unermüdlich Arbeit.

    LG Hawey

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  11. Thom Ram sagt:

    Hawey 20:49

    Kurz hast du mich ins Grübeln gebracht mit „Thom schmeisse Köder aus“.

    Richtig ist, dass ich meine Senfereien so betitele, dass Interesse möglichst viel geweckt werde. Richtig auch ist, dass ich so formuliere, dass das, was ich sagen will, möglichst leicht verköstigt werden könne.

    Doch sehe ich mich nicht als Fischer. Siehst du mich als Fischer? Ich fische nicht. Weder fische ich nach Anerkennungsfisch noch nach Berühmtheitsfisch.

    Danke für deine Anerkennung meines Aufwandes, Hawey. Es waren bis heute um die 10000 Stunden wohl. Ich habe sie nicht gezählt, denn ich rechne sie niemandem auf. Ich blogge aus freiem eigenen Willen, einfach so, weil es angesagt ist.

    In die Praxis gebracht werde kaum? Hawey, da bin ich wesentlich optimistischer. Menschen, welche sich auf Blogs wie bb bewegen, die setzen in die Praxis um tonnenweise, das vermute ich nicht nur, das weiss ich. Du zum Beispiel gehörst doch dazu? Alle meine Freunde gehören dazu, die deinigen gewiss auch.

    Weil uns genau das widerfährt täglich, weil uns genau das widerfahren wird auch in Zukunft, was wir in Wirklichkeit wollen und brauchen bin ich zuversichtlich. Ich las Berichte von Menschen, welche überlebten inmitten von dicht niederhagelnden Bomben. Warum überlebten sie? Weil es so in ihrem Lebensplane stand, weil sie es (wohl unbewusst) so wollten.

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  12. Thom Ram sagt:

    Ecki

    Detail.
    Am Feleton sage ich nie „auf Wiedersehen“. Ich sage „auf Wiederhören“. Weil ich wahr sprechen will. Uf Schwiizertüütsch klingt es in meinem Ohr netter: „Uf Widerlose.“
    Lächel.

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  13. Hawey sagt:

    @ THOM RAM
    Ich weiß das Du kein Angler bist, obwohl wäre vielleicht doch mal des Probierens wert. Wasser in der Nähe. Frühstück, Mittag, Abendbrot gesichert. 🙂

    Der Satz gefällt mir sehr gut. „Ich las Berichte von Menschen, welche überlebten inmitten von dicht nieder hagelnden Bomben. Warum überlebten sie? Weil es so in ihrem Lebensplane stand, weil sie es (wohl unbewusst) so wollten.“
    Wahrscheinlich stimmt das für alle.
    Ach das mit dem Angeln und dem Köder gefällt mir und hat für mich auch keinen negativen toutch und bei einem guten Hinweis oder Artikel bin gerne der Gast an der Angel. Mach nur schön brav weiter es werden immer weniger von Deinem Schlage.😊👍💖

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  14. Thom Ram sagt:

    Hawey 21:31

    Yepp. Also wir nicht angelnden Angler werden wie wo auch immer überleben und dortens neue feine Brötchen backen und schmausen.

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  15. eckehardnyk sagt:

    Hawey, Ramses Satz mit den vom Hagel der Abwürfe Ausgesparten weil sie’s denn so wollten, finde ich auch der Anerkennung wert. Und dass doch viele, die hier reinschauen Wichtiges für uns vollbringen, stimmt auch, wenn auch auf der Basis vom Sauerteig Gleichnis.
    Den ersten Aspekt, GAST, sollten wir nicht aus den Augen lassen.
    Ich dazu 20:39, das aufs Kundesein einschränkende „Abwerten“ mache die Verletzung aus, auf die uns Ram aufzumerken ermuntert.
    Dazu gibt es von mir eine vergriffene Arbeit von 1974, in der ich ein Verfahren darstellte die Inhalte von doppelbödigen (dbd) Wörtern zu trennen. GAST ist ein dbd-Wort. Man sieht es den Ableitungen an: Gast 1 > Gastfreund(schaft), (un)gastlich, gastfrei/ Gast 2 > gastieren, Gasthaus, Gaststätte, Gastgewerbe, Gastbetrieb, Gaststättenverband.

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  16. petravonhaldem sagt:

    Sehr sehr sinnvolle feine Betrachtung und Anregung.

    Und hiermit segne ich alles, was mir hier bescheret wurde und wird mit großem Dank!

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  17. petravonhaldem sagt:

    ….übrigens wurde bei uns immer ein Gedeck mehr hingestellt bei Tisch als wir Familienmitglieder waren.
    Und es kam damals nach dem Krieg vor, dass um die Mittagszeit erwerbslose Männer um Arbeit baten*, die wurden dann zu Tisch gebeten.

    *Holz hacken, Hof aufräumen oder anderes. Mein Vater hatte begonnen, eine leerstehende Fabrik wieder zum Leben zu erwecken und das sprach sich herum……

    Gefällt 3 Personen

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