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„Mein Herr, wie sind die Menschen in dieser Stadt?“ // „My lord, what are the people like in this city?“

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Sass ein alter Mann an der wärmenden Sonne auf einem Stein vor der Stadt, und es kam gegangen des Weges ein Jüngling.

„Guter Herr, darf ich Sie etwas fragen, bitte?“ hub er an und fragte, nach einem aufmunterndem Lächeln des Alten: „Sicher kennen Sie diese Stadt. Wie sind die Menschen hier?“

Fragte der alte Mann:“Ja, mein Junge, wie waren denn die Menschen in der letzten Stadt, die du besucht hast?“

„Oh, schrecklich waren sie. Unfreundlich waren sie, wahrlich.“

„Tjaa, mein Guter, ich habe dir eine schlechte Nachricht. Auch in dieser Stadt ist es so. Lauter unangenehme Zeitgenossen wohnen hier.“

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Kam ein anderer Jüngling gegangen und stellte dem alten Mann dieselbe Frage: „Sicher kennen Sie diese Stadt. Wie sind die Menschen hier?“

Dieselbe Gegenfrage stellte der Mann: „Ja, mein Junge, wie waren denn die Menschen in der letzten Stadt, die du besucht hast?“

„Oh, ich kann nicht klagen, im Gegenteil! Ueberall wurde ich freundlich empfangen, und Freunde habe ich gewonnen!“

„Aha“, erwiderte der Mann schmunzelnd und ergänzte: „Gute Botschaft habe ich dir, Junge. Auch in dieser Stadt wohnen gute, freundliche Menschen.“

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Ich weiss, die Geschichte ist bekannt, doch möchte ich etwas dazu sagen. 

Als 18jähriger hätte ich mir über diese Geschichte an den Kopf gelangt. Ich hätte die Botschaft und die einfache Lebensweisheit nicht herauslesen können. Ich lebte in einem materialistisch – mechanistisch geprägten Weltbild. Zwar kannte ich schon damals den weisen Spruch:

„Wie du in den Wald rufst, so schallt es zurück“,

doch hätte ich den Bogen von diesem eigentlich vorhandenen Wissen zur Geschichte nicht zu schlagen vermocht. Gedacht hätte ich „Blöder Unsinn.“

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Heute weiss ich Dreierlei.

A Tendenzen

Ausnahmslos immer reagiert mein Gegenüber auf das, was ich ausstrahle.

Ich war 38, hatte tiefe Sorgen und fühlte mich als Nichts. Ich machte eine Pause beim Orgelüben, ging in mein Stammrestaurant, wollte mich mit einem Kaffee trösten. Ich setzte mich an den gewohnten Platz, doch…die Serviertochter sah mich nicht. Sie kannte mich, wir hatten schon einige Schwatzs gehabt, und sie sah mich nicht, auch nicht beim nahen Vorbeigehen.

Im selben Jahr kam ich nachts um 11, per Motorrad natürlich, direkt von meinem herrlich gelungenen Orgelkonzert. Bester Laune. Bah, grad nach der Kurve stand die Polizei. Mit flottem Schwung stoppte ich, zog den Helm aus und rief: „Oh, wie schön, dass ihr da seid!“ Die amtlich ausdruckslosen Gesichter öffneten sich, sie lachten, schauten sich an und sagten: „Sowas hören wir selten. Bitte zeigen Sie aber trotzdem Ihren Ausweis, Sie verstehen, wir müssen das.“ Pro Forma steckte einer die Nase hinein, indes wir gegenseitig die für Mopedfahrer wunderbar laue Nacht lobten. Einer erzählte einen guten Witz. In eine Lachalve eingehüllt stülpte ich den Becher über und fuhr sanft davon.

Tendenzen gibt es. Ich kann eine Stadt mit Sauertöpfen nicht umstülpen zu einer heiteren Gesellschaft. Doch die Tendenz, die kann ich stark beeinflussen. Komme ich sauer, sind die Sauren noch saurer, komme ich froh, vital und heiter, wird jeder, der mir begegnet, etwas von seiner Säure verlieren und etwas auftauen. Ist mein Gegenüber gar in ähnlicher Verfassung, kommen wundervolle Begegnungen zustande.

B Anziehung

Es ist nicht Eso Geschafel. Es ist so. Es gibt das Gesetz der Resonanz, und uns inne wohnt eine höhere Führung. Bin ich sauer, sorgt meine höhere Führung dafür, dass ich auf eine erlesene Auswahl besonders Saurer stosse. Bin ich gesund selbstbewusst und heiter, so werden meine Schritte, ohne dass ich mir dessen gewahr bin, zu frohen Menschen gelenkt.

C Ausnahmen

Wir haben einen Lebensplan. Steht darinne, dass ich in diesem Leben aus triftigem Grunde mich oft mit Sauertöpfen herumschlagen muss, so ist meine Fähigkeit, frohe Menschen zu treffen, eingeschränkt. Und umgekehrt. Steht in meinem Lebensplan leichtes Lernen, im Schwung, sprühend kreativ, so kann ich auch mal niedergeschlagen sein, ohne dass ich damit mir im Aussen allzuviel Niedergeschlagenheit anziehe.

Und wir haben das Gesetz der Verantwortung. Alles hat seine Konsequenzen.

Ich könnte jetzt aus meinem Leben vier Geschichten erzählen, da ich Seich gemacht hatte, schön abgestuft von einem Kleinen, da ich eine Institution um 60 Franken betrog, was zur schlichten Folge hatte, dass ich drei Monate später, in ganz anderer Situation, um exakt 60 Franken betrogen wurde (wahr!), bis zum Vierten, dieser Brunz war schon happig. Mit dem Happigen zog ich mir unangenehme Folgen an über ein ganzes halbes Jahr. Vieles, was mir in diesem Leben üblicherweise leicht gelingt, wollte nicht zustandekommen. Unlustig. Doch wusste ich, warum. 

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Lieber Leser, vertraue, pflege Deinen Mut und bewundere Deine Witzigkeit!

Thom Ram, 12.09.06

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An old man sat at the warming sun on a stone in front of the city, and a young man came along the way.

„Good Lord, may I ask you a question, please?“ he raised and asked, after an encouraging smile of the old man: „Surely you know this city. What are the people like here?“

The old man asked: „My boy, how were the people in the last town you visited?“

„Oh, they were terrible. They were unfriendly, truly.“

„Well, my dear, I have bad news for you. It is also the same in this city. All unpleasant contemporaries live here.“

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Another young man came and asked the old man the same question: „Surely you know this city. How are the people here?“

The man asked the same counter question: „My boy, how were the people in the last town you visited?“

„Oh, I can’t complain, on the contrary! Everywhere I was welcomed in a friendly way, and I made friends!“

„Aha“, the man replied with a smile and added: „I have good news for you, boy. Good, friendly people also live in this city.“

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I know the story is known, but I would like to say something about it.

At the age of 18, I would have gotten my head through this story. I could not have read the message and the simple wisdom of life. I lived in a materialistic – mechanistic world view. Even then I knew the wise saying:

„As you call into the forest, so it resounds back“,

but I would not have been able to bridge the gap between this actually existing knowledge and history. I would have thought „Nonsense.“

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Today I know three things.

A Tendencies

Without exception, my counterpart always reacts to what I radiate.

I was 38, had deep worries and felt like nothing. I took a break from practicing the organ, went to my regular restaurant, wanted to console myself with a cup of coffee. I sat down at the usual place, but…the waitress didn’t see me. She knew me, we had already had some chats, and she didn’t see me, not even walking by.

In the same year I came at 11 at night, by motorbike of course, directly from my wonderful organ concert. Best mood. Bah, just after the curve the police stood. With a brisk swing I stopped, took off my helmet and shouted: „Oh, how nice that you are there!“ The officially expressionless faces opened, they laughed, looked at each other and said: „We rarely hear such things. But please still show your ID, you understand, we have to.“ At first sight one stuck his nose in, while we praised each other for the wonderfully warm night for moped riders. One told a good joke. Wrapped in a laughing gale I put the cup over and drove off gently.

There are tendencies. I can’t turn a town with sour pots into a cheerful society. But I can strongly influence the tendency. If I get angry, the acids are even more sour, if I come happy, vital and cheerful, everyone who meets me will lose some of his acid and thaw a little bit. If my counterpart is even in a similar condition, wonderful encounters come about.

B Attraction

It is not Eso business. It is so. There is the law of resonance, and we have a higher leadership within us. If I am angry, my higher guidance ensures that I come across an exquisite selection of especially sour. If I am healthy, self-confident and cheerful, my steps are directed to joyful people without me being aware of it.

C Exceptions

We have a life plan. If it says that in this life I often have to struggle with sour pots for good reason, then my ability to meet happy people is limited. And vice versa. If in my life plan there is easy learning, in swing, sparkling creative, I can sometimes be dejected without attracting too much dejectedness on the outside.

And we have the law of responsibility. Everything has its consequences.

I could now tell four stories from my life, because I had made mistake, nicely graduated from a little one, because I had cheated an institution by 60 francs, which had the simple consequence that three months later, in a completely different situation, I was cheated by exactly 60 francs (true!), up to the fourth, this mistake was already steep with unpleasant consequences on over a whole half year. Much of what I usually manage easily in this life did not want to come about. Unhappy. But I knew why.

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Dear reader, trust, nurture your courage and admire your wit!

Thom Ram, 12.09.06

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Translated with http://www.DeepL.com/Translator

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8 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. mayaste sagt:

    Super Text, ich sehe das ganz genauso.
    Verantwortung könnte man auch Karma nennen, das Gesetz von Ursache und Wirkung. Meine Mutter sagte immer, wenn ich Mist gebaut hatte und die Folgen spürte: kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort, sei froh, dass es keine Große war 😉
    Wir können mit unseren guten wie schlechten Taten, Gedanken unser jetziges und kommende Leben beeinflussen

    Das mit der Resosanz empfinde ich zunehmend, aktuell bei mir, wenn ich mich mit irgendeinem Thema beschäftige, kommt prompt ein passender Text, Mensch etc. …so bin ich auch auf dieser Seite gelandet

    Noch ein Beispiel, was bei mir hängenblieb: vor ca. 25 Jahren bin ich vom Osten(D) in den Westen gezogen und hatte so ein Schiß vor dem neuen Jobanfang, alles war neuer, moderner, ich kannte mich in vielen Dingen dort nicht aus…aber ich habe mir gesagt, ich fange jetzt hier mutig an, werde freundlich und wohlwollend aufgenommen und verhielt mich ebenso. Es funktionierte, der Neuanfang war kein Problem, ich fand sogar meine bis heute immernoch „Beste Freundin“ eine Seelenvertraute 🙂

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  3. makieken sagt:

    Ich liebe solche Texte, besonders im Verbund mit eigenen Erfahrungen. 🙂

    Einen ähnlichen Vorfall mit einer Kellnerin hatte ich auch vor einigen Jahren. Ich war nach längerer Autofahrt mit meiner damals 4-jährigen Tochter in dem Hotel (ein sehr schönes ehemaliges Kloster) angekommen, von welchem aus wir unseren Ausflug ins Legoland machen wollten. Nachdem wir uns das Hotel und die nähere Umgebung angesehen hatten, wollten wir im zugehörigen Restaurant zu Abend essen. Von meinem Blick auf den Aushang vor dem Restaurant wusste ich bereits, dass die Preise ziemlich hoch waren und zudem kaum etwas für mein (mäkeliges) Kind auf der Karte stand. Wir setzten uns trotzdem, weil ein weiteres Restaurant gab es in dem kleinen Ort nicht und Auto war ich an diesem Tag schon genug gefahren… Nun ja, die beiden Kellnerinnen schienen meinen Widerwillen (Preise & Auswahl) zu ahnen, da sie es tatsächlich schafften, mich eine halbe Stunde lang zu ignorieren (obwohl sie an den Nebentischen bedienten bzw. abräumten). Daraufhin verließen wir das Restaurant und ich setzte mich doch noch mal hinters Steuer.

    Zwei Ortschaften weiter wurden wir dann fündig: Ein typisch bayerisch-uriger Biergarten mit einfacher Küche, moderaten Preisen und dem Bonbon des Tages – die örtliche Blaskapelle probte just an diesem Abend dort. Am langen Biertisch unter einer schönen Linde fanden wir noch Platz bei bereits dort sitzenden Einheimischen. Meine Tochter bekam ihren heiß-geliebten Leberkas und spielte und tanzte den ganzen Abend mit den einheimischen Kindern. Für mich gab es derweil entspannte Gespräche und Schunkeln zur Blasmusik. Diesen tollen Abend hätten wir ohne die Ignoranz der Kellnerinnen nicht erlebt. 🙂

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  4. Thom Ram sagt:

    makieken 22:09

    Yepp. Soisses.
    Du hättest ja auch wutschnaubend im Kloster Ueberteuertes fressen (weil in Wut) fressen können. Dein Vierjähriges wäre in der Oednis gewesen. Du liessest dich leiten. Dann war der Abend gerettet.

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  5. Thom Ram sagt:

    Mayaste 21:19

    Ich sage nix, doch sehe ich grad so aus: 🙂

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  6. mayaste sagt:

    🙂

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  7. Wolf sagt:

    Der erste Jüngling war vermutlich ein Schwarzseher, wohingegen der zweite eine rosarote Brille trug. Der alte Mann erkannte dies natürlich sofort und verhieß jedem das, was derjenige ohnehin sehen würde.

    Ich habe festgestellt, daß man die „Grundeinstellung“ des eigenen Gemütszustandes (ganz ohne Drogen) mit recht einfachen Mitteln positiv beeinflussen kann. Man muß sich allerdings selbst die Erlaubnis dazu geben.


    Lachyoga für jedermann – 7 einfache Tips

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  8. Angela sagt:

    Danke, Wolf für dieses tolle Video! Ich sitze hier und lache, lache, lache…..
    Zu schön!
    Ich habe selbst mal Lachyoga praktiziert und fühlte mich hinterher ganz wundervoll.

    LG von A n g e l a

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