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VSA-Küstenwache verlangt Freigabe des Nördlichen Seeweges

Ob sich solche Ansprüche noch lange werden verfolgen lassen? Die Ausbreitung der VSA-Gesetze auf die ganze Welt? Und deren Interpretation ausschließlich im Interessen der VSA bzw. der dahinterstehenden Globalisten?
Denn kaum einer hier im Lande kennt sich ja aus mit der angelsächsischen „Gesetzlichkeit“: dort sind Gesetze nur Richtlinien, die von Fall zu Fall vom Richter „ausgelegt“ werden – es ist eine reine „Einzelfall-Justiz“.
Wobei sich trefflich darüber streiten läßt, ob sowas überhaupt die Bezeichnung „Justiz“ verdient, denn von Gerechtigkeit (en. „justice“) kann in einem ausschließlich Profit- und Interessen-gelenkten Wirtschaftssystem ganz sicher kaum die Rede sein…
© für die Übersetzung aus dem Russischen by Luckyhans, 20. April 0006Kommentare und Hervorhebungen von mir.
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Die VSA-Küstenwache verlangt von Rußland den Nördlichen Seeweg – Береговая охрана США требует у России Севморпуть

Noch im Guten.
08:00 – 13.04.2018 (aktualisiert: 14:29 – 13.04.2018) – Autorin

Doch, man muß die hegemonistische Selbstsicherheit der VSA anerkennen.
Hier hat sich unlängst der Kommandeur der Küstenwache der VSA, Admiral Paul Zukunft, mit Journalisten unterhalten.
(eigentlich heißt es ja: „nomen est omen“ – „der Name ist Vorbestimmung“, aber hier scheint genau das Gegenteil der Fall zu sein – was wieder ein deutliches Licht auf diese „römischen“ Sprüche wirft…)
Den amerikanischen Journalisten, versteht sich, waren die „örtlichen“ Probleme interessanter und die Hauptaufmerksamkeit wurde auch ihnen gewidmet.

Zum Beispiel nannte der Admiral die Idee des Baus einer Mauer zwischen den VSA und Mexiko „nicht weitsichtig“. Nach seiner Meinung führt das lediglich dazu, daß wegen der Unmöglichkeit, auf dem Festland in die VSA zu gelangen, die Migranten einfach „Umwege“ benutzen werden (also über das Meer).
Völlig verständlich, daß Hn. Zukunft da der Enthusiasmus fehlt zu dieser Frage: denn wenn dies geschieht, dann bekommt die Küstenwache diese Kopfschmerzen…

Außerdem teilte der Kommandeur seine finanziellen Probleme mit, denen sein Amt gegenübersteht. Im Verlaufe vieler Jahre war der Dienst stark unterfinanziert worden.
(was auch wieder eine Frage der Sichtweise ist: selbstverständlich wird, gemäß dem Peter-Prinzip, jeder Behördenchef seine Einrichtung stets nur „unterfinanziert“ sehen)
Erst das Budget für die Jahre 2018-2019 hat diese traurige Sachlage endlich beendet, allerdings hat die Küstenwache nun erstmal die Aufgabe, die Löcher zu stopfen, welche in den vergangenen Jahren aufgerissen wurden.

Ein besonderes Problem für die Küstenwache sei der Eisbrecherbau.
Die VSA verbirgt auf allen Ebenen – von den Medien bis zur höchsten Führung des Landes – nicht ihre Besorgnis bezüglich des Zurückbleibens der VSA gegenüber Rußland in der Arktis.

Dies gilt in vollem Maße auch für die Eisbrecherflotte. Während in Rußland 40 Eisbrecher-Schiffe in Dienst stehen und der Bau der Eisbrecher-Flotte einer neuen Generation aktiv betrieben wird, stehen in den VSA ein bis drei Eisbrecher im Dienst (je nachdem, wie man rechnet) und umfassende Pläne zum Bau von neuen in absehbarer Zukunft fehlen.
Im Detail setzt sich Hr. Zukunft aktiv für die Planung des Baus von drei schweren und drei mittleren Eisbrechern ein.
Allerdings ist der Zeitplan für den Bau sehr amorph. Die Amis hoffen, den ersten Eisbrecher Ende 2019 auf Kiel legen zu können.

© RIA Novosti / Michail Fomitschew – Der nördliche Seeweg. Der Hafen Pewek

Zum Vergleich dazu ein paar Neuigkeiten aus Rußland. Zum Beispiel wurde im September vergangenen Jahres im Baltischen Werk (eine bekannte Schiffswerft) in Petersburg der Eisbrecher „Sibir“ (Sibirien) zu Wasser gelassen, welcher der stärkste Eisbrecher der Welt sein wird.
Außerdem wird daselbst der Bau des Prototypen-Atomeisbrechers „Arktika“ vorangetrieben, und auch schon des zweiten, serienmäßigen: „Ural“.
Und im Januar ist bei der Nordmeerflotte der neue diesel-elektrische „Ilja Muromez“ eingetroffen.

Es kann nun die berechtigte Frage entstehen: was haben die Schwierigkeiten der VSA in der Arktis mit deren hegemonistischem Anspruch zu tun?
Das ist alles ganz einfach.

Es ist so, daß im Rahmen desselben Gespräches mit den Journalisten Admiral Zukunft erklärt hat: die VSA meinen, daß der Nördliche Seeweg ein Transportkorridor sein muß, welcher für die Weltgemeinschaft offen ist.
(ein interessanter Standpunkt: ob man den auch auf andere Seewege, die vollständig auf dem Territorium eines Landes liegen, anwenden kann? wohl je nachdem, was man unter „Weltgemeinschaft“ verstehen will…)
In der Übersetzung in die Umgangssprache bedeutet dies, daß
Rußland sich von seiner strategischen Ressource zugunsten des freien Marktes lossagen soll.
(interessant wo die Autorin einen „freien Markt“ verortet hat: hier im Westen gibt es jedenfalls nur solange einen „freien Markt“, bis die entsprechenden Mono- oder Oligo-Pole sich etabliert haben – alle andere, einschließlich der „Antimonopol-Behörden“, sind doch nur Feigenblätter für die Deppen-Öffentlichkeit)
Die vergangenen Jahrzehnte haben keine Illusionen darüber übriggelassen, was diesen Euphemismus und dessen realen Inhalt betrifft.
(aha, etwas Einsicht scheint schon vorhanden zu sein – sehr gut!)

© RIA Novosti / Roman Denissow – Der Atomeisbrecher „Arktika“

Wie bekannt, ist die Realität den Wünschen und Träumen Amerikas direkt entgegengesetzt.
Rußland entwickelt nicht nur in ganz aktiver Weise die unterschiedlichsten arktischen Projekte und hat faktisch die Arktis zu einer der Hauptprioritäten des Landes in diesem Jahrhundert gemacht.
(man beachte dazu bitte auch diesen Vorgang, über den überall fein säuberlichst geschwiegen wird!)
Übrigens wird schon ab 2019 des Verbot wirksam sein, Frachten von russischem Erdöl, Erdgas und Kohle auf dem Nördlichen Seeweg auf Schiffen ausländischer Produktion zu transportieren.
(dieses etwas sonderbar erscheinende Verbot hat zwei sehr gewichtige Gründe: zum einen ist mit dem Nördlichen Seeweg trotz aller Eisbrecher nicht zu spaßen; da kann leicht mal ein Schiff, das nicht entsprechend verstärkte Bereiche hat, vom Eis zerdrückt werden; und zum anderen ist das natürliche Gleichgewicht in dieser Region hochempfindlich, viel empfindlicher als anderswo, und „Umwelt“-Schäden werden erst in viel größeren Zeiträumen wieder „naturalisiert“ – was gerade Rußland bei seinen Erdgas-Erkundungen auf der Halbinsel Jamal bitter erfahren mußte; insofern gründet sich dieses Verbot in erster Linie auf die Sorge um drohende Umweltkatastrophen, die von profitgeilen Reedern – wie bekannt – leicht in Kauf genommen werden; die russischen Vorschriften für Schiffe, welche für den Nördlichen Seeweg zugelassen werden, sind hart und bauen auf den jahrzehntelangen Erfahrungen auf, die man in diesem Bereich gesammelt hat)

Nicht weniger wichtig ist auch, daß Moskau enorme Anstrengungen und Ressourcen in die Landesverteidigungsmaßnahmen in dieser Region investiert.
Wobei der Kommentar des Admirals Zukunft faktisch direkt die Richtigkeit und Unveränderlichkeit jenes alten Prinzips der Weltpolitik bestätigt: wenn du etwas Wertvolles hast, dann mußt du in der Lage sein, dieses zu verteidigen, sonst nimmt man es dir einfach weg.

Gleichzeitig beeindruckt der ungetrübte Glaube der Amis daran, daß alles in der Welt genau so sein muß, wie sie es wollen, aber die offensichtliche Diskrepanz zwischen Wollen und Möglichkeiten stellt keinerlei Hindernis dar, daß sie Wünsche äußern, von denen einige mehr eine versteckten Drohung gleichen.
(nun, auch hier sind die Amis oft nur vorgeschobener Vorposten, hinter den meisten „Wünschen“ stehen die dort den „tiefen Staat“ regierenden zionistischen Globalisten)

© Foto : Paul Nicklen/National Geographic Stock / WWF-Canada – Der Nördliche Seeweg verläuft nahe an den Wohngebieten der geringzahligen Völker des Nordens.
(hier liegt eine große Gefahr für den Mißbrauch dieser eh schon stark dezimierten Volksstämme durch die Globalisten: man kauft sich ein paar Stammesführer, und diese „fordern“ dann die Internationalisierung des Nördlichen Seeweges, unter dem Vorwand der „gerechten Entwicklungsteilhabe“ oder so…)

Zum Beispiel hat Admiral Zukunft festgestellt, daß „gegenwärtig es keinen Plan gibt, der darauf gerichtet ist, Manöver zur Gewährleistung der Freiheit der Seefahrt in der Arktis durchzuführen“.
Die Gewährleistung der Freiheit der Seefahrt auf dem Nördlichen Seeweg, der (vollständig) durch die Territorialgewässer Rußlands führt?

Offenbar wird vorausgesetzt, daß Moskau hier erleichtert aufatmen soll, weil „gegenwärtig“ die amerikanischen Militärs solcherlei Pläne noch nicht haben…

Allerdings ist schon allein der oben angeführte Sachstand zu den Eisbrechern – wobei es noch eine Vielzahl anderer Faktoren gibt, bei denen die VSA den Wettlauf um die Arktis verlieren – einen Anfall von Bosheit hervorruft, und den Wunsch, sich an ein gewisses Sprichwort vom Fuchs und den Trauben zu erinnern…

( Quelle )
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Bonus-Video zum Thema:

Freiheit für die Eisbären!

Man erkennt deutlich, daß der Nördliche Seeweg mit gut 6.000 km von Asien nach Murmansk deutlich kürzer ist als die „traditionelle“ Route im Süden mit rund 13.000 km.
Und auch von Asien nach Europa ergibt sich ein deutlicher Vorteil gegenüber bisherigen südlichen Frachtrouten…

Auch die Gasverflüssigungsanlagen auf den Halbinsel Jamal sind den Amis ein Dorn im Auge, denn sie konkurrieren sowohl in Asien wie auch in EUropa mit dem sog. Fracking-Flüssiggas (wobei böse Zungen behaupten, daß der größte Teil des sog. Fracking-Gases aus den Daesh-Quellen in Syrien und dem Irak stammte).


2 Kommentare

  1. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

    Gefällt mir

  2. Texmex sagt:

    Ja, ja, die Freiheit der Meere.
    Soll nicht gerade in der Ostsee eine Rohrleitung verlegt werden, die Gas unpolitisch transportiert?
    Ohne dass etwas illegal abgezweigt werden kann oder ein Schieber geschlossen wird, weil man gerade wieder mal auf Anordnung seiner verdeckt agierenden Chefs Krach hat?
    Und wie war das noch mal mit der Bahnlinie von China nach Duisburg? Ach ja, halt, die hat ja nicht durchgängig die selbe Spurweite.
    Aber sie könnte sie haben.
    Bloß wozu in der Zukunft?
    Wenn die Völker des Westens ( dem Totenreich) dann nix mehr erfinden, konsumieren sie auch nix mehr.
    Zu blöd aber auch, saublöd.
    Und Schröder schreibt auch in „wirst case“, dass Amerika den Ureinwohnern zurück gegeben werden wird. Brauchen die dann den nördlichen Seeweg? Vielleicht macht sich der Herr Zukunft ja um jene Gedanken. Oder heißt er gar nicht Zukunft sondern Reiner zu Fall?

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