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Iran IV / Umgangsformen

Iran IV ist eine Vertiefung von Iran III / Businessknigge. In Iran IV erfahren wir Genaueres über iranische Umgangsformen und darüber, was hinter den Formen steht.

Ich werde bei der Lektüre an meine derzeitige Wahlheimat erinnert, an Bali. Auch hier entstehen zwischen Nichtindonesiern und Indonesiern viele Missverständnisse, weil Gesprächspartner Wendungen der Rede und der Geste nicht zu deuten wissen, sie falsch auslegen.

Starte ich den Versuch, die hier beschriebenen iranischen Formen des Umganges miteinander mit denjenigen von DACH Menschen zu vergleichen, so sage ich:

Unser Einer befleissigt sich (wenn er gute Absicht hegt), direkt alle Karten auf den Tisch zu legen, und er erwartet, dass sein Gesprächspartner Dasselbe tut.

Häufig ist ein Gespräch dadurch klar, doch tendenziell „kalt“. Es geht weniger darum, dass sich zwei Menschen begegnen, im Fokus steht das besprochene Thema.

Iraner, so entnehme ich dem mit Sorgfalt aufgesetzten Text, denkt und fühlt entgegengesetzt. Hauptfokus ist die Begegnung von zwei Menschen, das gehandelte Thema steht im Hintergrund. Damit die Begegnung eine Angenehme ist, werden sehr differenzierte Taktiken eingesetzt. Im Regelfall wissen Iraner unter sich die wahre Botschaft zu deuten. Im Regelfall. Damit ein Westler und ein Iraner sich nicht permanent missverstehen, müssen beide Seiten willens sein, die wirklich andere Sprache (Sprache im weitesten Sinne ist gemeint) des Gegenübers kennenzulernen.  Dies braucht lange Zeit, braucht viele Erfahrungen, denn: Welcher Westler findet es natürlich, dass ein besprochenes Thema im Dienste harmonischer menschlichen Begegnung locker auch ein bisschen verbogen und verfälscht werden kann? Für den Iraner ist das Gewohnheit, ist nicht unschicklich. Und welcher Iraner ist erfreut, wenn der Westler als (aus seiner Sicht) komplett unhöflich, ungeschliffen, arrogant, beleidigend daherkommt?

Soweit ich erkennen kann, entspringen iranische Umgangsformen gleicher Bestrebungen wie diejenigen von Indonesiern. Ich meine, dass die iranischen Gepflogenheiten differenzierter und reichhaltiger sind als die indonesischen. Fallen Westler schon in Indonesien schon durch Eigenarten auf, welche hier als Unhöflichkeit gelten, so vermute ich, dass Westler im Iran noch mehr zu lernen haben, auf dass sie geachtet werden als anständiger, guter Mensch.

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Anfügen will ich ein Wichtiges.

In Iran III und im vorliegenden Artikel ist die Rede von Umgangsformen.

Da gibt es jedoch eine übergeordnete Ebene, eigentlich eine andere Dimension. Es ist die Herzlichkeit.

Ich meine, dass 999Promille der Menschen Formfehler eines Fremden innerlich schmunzelnd geflissentlich übersehen, wenn der Fremde sich von seinem Herzen steuern lässt. Tägliches Ueben macht Spass.

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Ich stelle hier eines der 15 Kapitel aus  „Kulturstandarts in Iran“, verfasst von Michael Gorges MA vor.

Sollte dein Interesse geweckt sein, lieber Leser, so findest du die ganze Arbeit hier.

Thom Ram, 04.03.06

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3.6 Tarof
„Eine Lüge, die einem guten Willen entspringt, ist besser als eine Wahrheit, die aus
einer böswilligen Absicht erfolgt.“
(Scheich Saadi aus Schiraz, 1258 n. Chr.)
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In jeder Gesellschaft müssen Menschen in der Interaktion mit anderen bestimmte
Regeln beachten und anwenden können. Jede Gesellschaft schreibt ihren Mitgliedern
darüber hinaus bestimmte soziale Rollenmuster zu. In einer stark differenzierten
Gesellschaft wie der iranischen sind diese Rollenzuschreibungen viel ausgeprägter und
komplizierter als in der deutschen.
Der Kulturstandard Tarof (im Persischen Ta’arof) ist
eines der sonderbarsten Kommunikationsmuster in Iran. Tarof ist ein Phänomen,
dessen wahre Bedeutung ausländischen Besuchern meist verborgen bleibt, weil sie den
sozialen Kontext nicht kennen.
Diese Erfahrung musste auch die Amerikanerin Betty
Mahmoody machen, die in ihrem fragwürdigen Buch
Nicht ohne meine Tochter
die iranische Kultur und Gesellschaft nicht nur verzerrt darstellt, sondern abfällig beschreibt.
Für Mahmoody ist Tarof „… ein iranisches Gesprächsverhalten, in dem man höfliche, aber nicht ernst gemeinte
Angebote macht.“
(Mahmoody, 1990, S. 110)
Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Ausländer halten Tarof für eine typisch persische
Höflichkeitsform, für eine soziale Etikette. Das ist insofern richtig, als Tarof in Situationen
eingesetzt wird, in denen jemand nicht unhöflich sein und den anderen kränken will. Der
Reisende Herman Vambéry, der Persien im 19. Jahrhundert mehrmals bereiste,
beschrieb dieses Phänomen etwas überspitzt:
„Über Etikette in gegenseitigen Besuchen, Korrespondenzen und Konversationen
könnte man Bände voll schreiben. Einer will den Andern übertreffen (an) hyperbolischen
Ausdrücken der Zartheit und Höflichkeit …“
(Vambéry, 1867, S. 97)
Tarof ist vielgestaltig
Tarof ist jedoch weitaus mehr. Auf der einen Seite ist es ein Komplex stark ritualisierter
Verhaltensweisen, andererseits ist es eine bestimmte Strategie, mit der jemand ein Ziel
verfolgt. Einfach übersetzt bezeichnet Tarof zunächst Kompliment, Geschenk, Angebot
und gutes Benehmen. Wenn Iraner sich gegenseitig mit Komplimenten überhäufen, sich
Geschenke machen oder jemandem etwas anbieten, dann ist Tarof im Spiel. Als
Strategie jedoch benutzt ein Iraner Tarof, wenn er sich zum Schein in die Position des
Unterlegenen begibt, um den anderen in Sicherheit zu wiegen. Es ist eine Art
Täuschung, durch die sich die eigenen Ansprüche besser durchsetzen lassen. Eine
weitere wichtige Funktion von Tarof dient dem Schutz der eigenen Identität, indem
jemand die eigene Meinung verborgen hält. Durch wohlüberlegte Zurückhaltung
vermeidet man, anderen Ärger zu bereiten, und gewinnt so ihren Respekt. Wie äußert
sich Tarof im Alltag?
Praxisbeispiel
Tarof ist im einfachsten Fall die von einem Gastgeber an seine Frau gerichtete Bitte,
einem Gast etwas zur Bewirtung anzubieten. Eine andere Variante ist, jemanden
einzuladen, von dem man weiß, dass er nicht kommen wird. Komplizierter wird es, wenn
ein Besucher z.B unerwartet und kurz vor dem Abendessen eintrifft. Zwar wird der
Gastgeber ihn zum gemeinsamen Essen mit der Familie einladen. Beiden ist allerdings
bewusst, dass dieses Angebot kaum ernst gemeint sein kann, noch erwarten sie, dass
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es angenommen wird. Der Gast hält das Angebot lediglich für eine Geste der
Höflichkeit. Er weiß, dass der Gastgeber aus Gründen der gesellschaftlichen Konvention
dazu verpflichtet ist, will er nicht sein Ansehen verlieren. Der Gastgeber meint die
Einladung nicht ehrlich und erwartet daher nicht, dass sie angenommen wird. Er hat mit
dieser Geste seine gesellschaftliche Verpflichtung erfüllt und einen unerwarteten Gast
eingeladen. Der Gast weist die Einladung mehrmals höflich zurück, um den Gastgeber
nicht in Verlegenheit zu bringen. Sein Zurückweisen wird meist erst nach einer äußerst
höflichen und umständlichen Konversation akzeptiert. Gast wie auch Gastgeber wahren
so ihr Gesicht.
Missverständnisse durch Tarof
Im Alltag führt Tarof erwartungsgemäß zu
vielen Missverständnissen. Oft ist es selbst für Iraner schwierig, zu erkennen, wann eine bestimmte Verhaltensweise wirklich
eindeutig ist oder ob es sich nur um Tarof handelt. In Zweifelsfällen werden Sie
aufgefordert, ehrlich zu sein. Meinen Sie etwas ernst, antworten Sie einfach:
Tarof nemikonam (ich mache kein Tarof). Mit dieser Aussage unterstreichen Sie Ihre wahren
Beweggründe. Wenn jemand sich mit dieser Etikette nicht auskennt, und das trifft auf
die meisten Ausländer zu, empfiehlt es sich, ungewollte Einladungen mehrmals höflich,
aber bestimmt abzulehnen. Dieses Verhalten wird ohne weiteres akzeptiert, auch wenn
Iraner häufig noch einen letzten Versuch unternehmen. Man kann schließlich nie sicher
sein.
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Die ganze Arbeit —–> hier.
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8 Kommentare

  1. Wolf sagt:

    Danke für den interessanten Beitrag. Das Thema des sozialen Rollenspiels (kulturelle Umgangsformen und Konventionen) beschäftigt mich immer wieder. Sogar zwischen Europäern und zwischen den Geschlechtern stößt man dabei auf beachtliche Unterschiede. Für Übersetzer sind solide Kenntnisse dieser wichtigen Kommunikationsebene unerläßlich.

    In deutschen Firmen ist der Umgangston in der Regel deutlich und effizient. Arbeitsanweisungen werden meist als Befehle klar formuliert. Als Höflichkeitssfloskel genügt dabei das Siezen und das schlichte Zauberwort „bitte“. Humor sollte grundsätzlich klar erkennbar sein, damit es nicht zu Mißverständnissen kommt. („Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps.“)
    Holländer legen dahingegen Wert auf Humor. Außerdem verzichtet man meist auf die Formalität des Siezens und läßt sich mit dem Vornamen anreden. Arbeitsanweisungen sollten allerdings nicht in Befehlsform sondern grundsätzlich als Vorschläge formuliert werden. Die Höflichkeit verlangt vom Vorgesetzten, daß er stets den Schein wahrt, der Untergebene hätte bei allen Anweisungen ein Mitbestimmungsrecht.

    Auch in den USA sind nicht ernst gemeinte Einladungen zu Hausbesuchen bei flüchtigen Bekanntschaften Gang und Gäbe. Als Faustregel gilt: Wenn der Gastgeber es ernst meint, nennt er ein Datum und eine Uhrzeit.

    Die speziesübergreifende Kommunikation ist dahingegen ein wenig erforschtes Gebiet. Zwar gibt es heutzutage sogenannte „Hundeflüsterer“ und „Pferdeflüsterer“, doch kaum einer hört den Hunden und Pferden wirklich zu.

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  2. Georg sagt:

    Ein sehr ehrlicher Text.. Umgangsformen.. ich werde lernen damit umzugehen 😉

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  3. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  4. jpr65 sagt:

    Kulturelle Unterschiede gibt es zwischen allen möglichen Gemeinschaften. Firmen, Vereine, …

    Im Ruhrgebiet ist es üblich, einem alles direkt zu sagen. Sozusagen gleich mit der Keule in den Schädel. Man streitet sich und verträgt sich schnell.

    Das muss wohl vom Bergbau und ähnlich gefährlichen Tätigkeiten stammen. Wer da zarte Andeutungen macht, der lebt nicht lange.

    Außerhalb vom Ruhrgebiet ist man deutlich zurückhaltender. Das musste ich erst lernen. Auch, weil ich mich damals überhaupt nicht in andere hineinfühlen konnte, mit meinem Herzen. Sonder total verstandgesteuert war.

    Es ist auch eine Anerkennung des anderen und der anderen Kultur, wenn man sich über die Gepflogenheiten informiert. Höflichkeit für Geschäftsleute (falls nur wegen des Erfolgsziels beachtet) und Herzlichkeit für Menschen.

    Deutsch ist eine klare, eindeutige Sprache und man kommt sehr direkt auf den Punkt. Deshalb war und ist Deutschland immer noch so erfolgreich.

    Als Japaner muss man die Schwingungen des Gesprächs richtig deuten, um zu verstehen. Da gibt es viele Missverständnisse. Haben mir meine Japanischen Kollegen erzählt.

    Als Chinese kann man keinen Fehler zugeben, weil man sonst das Gesicht verliert. Deshalb kommunizieren Tester und Entwickler anonym über Fehler-Verwaltungstools. Nicht sehr effektiv. Bei Einladungen sollte man immer etwas auf dem Teller übrig lassen, damit der Gastgeber sieht, dass man satt ist.

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  5. jpr65 sagt:

    Auch in Deutschland gibt es Tarof:

    „Wir schenken uns dieses Jahr nichts zu Weihnachten.“ Soll heißen: Mach dir nicht so viel Mühe damit wie letztes Jahr oder gib nicht so übertrieben viel Geld aus.

    Frauen verstehen das als Tarof und viele Männer nehmen das wörtlich.

    Was dann passiert, wenn die Geschenke für die Ehefrau fehlen, das kann sich jeder selbst ausmalen…

    Und nicht ganz ernst gemeinte Einladungen sind ja auch nicht so ungewöhnlich.

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  6. Vollidiot sagt:

    Wenn der Dütsche in der Schwiiz sagt was Sache ist, wird er scheitern.
    Er sollte Seinsach in Vorschlagsform bringen, so als halbblöde Möglichkeit (Tschuldigung, bin es bizzeli unterbeleuchtigt).
    Daraufhin wird in der Runde ein Abwägen und Begutachten einsetzen.
    Jeder wird sein Bestes dazugeben und nach einer Weile sind sich alle einig.
    Und die Meisten werden denken, einer von den ganz wenigen Dütschen, die net überheblich sind.
    Dabei ist der gar net überheblich.
    Und so entstehen Kriege.

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  7. jpr65 sagt:

    Wolf
    04/03/2018 um 23:27

    Sonst müssten sie ja auch „Hundeversteher“ und „Pferdeversteher“ heißen. Und dann würden sie vom Leid der Tiere hören oder es sogar fühlen.

    Doch solche Menschen gibt es. Aber die machen nicht so ein tamtam um sich.

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  8. Kunterbunt sagt:

    Meine Erinnerungen an Iran und Iraner/innen

    Habe zwei Jahre in Nachbarschaft mit einer Iranerfamilie gelebt: Mutter, Vater und zwei erwachsene Söhne.
    Vitalität. Lautstärke. Freundlichkeit. Hübsche, dynamische Mutter hat zuhause die Hosen an; zwischen den drei Männerstimmen hört man ihre Frauenstimme und ihr Lachen am meisten heraus. Vater relaxter Pascha, wegen Folterungen via Türkei geflüchtet. Tägliches indoor Spucken beim Warten auf den Lift. Bemerkenswert: Als erdbebengewohnte Iraner registrieren sie das Erdbeben nicht, welches 2005 unser Hochhaus hin und her schwanken lässt; ihre Musik und ihr angeregtes Schwatzen übertönen es.

    Bin ca. zur gleichen Zeit in einer Zen-Gruppe aus DACH drei Wochen lang durch Iran gereist. Leitung: Farsin, DACH-kundiger, deutschsprechender Systemkritiker im Exil. In Teheran beinahe überfahren worden, eine knappe Sekunde hat mich davon verschont, der Autofahrer hätte es nicht getan (das Verschonen – sein Gaspedal war ihm näher und lieber). Alles genossen: die Kontakte, das Essen, die Landschaft, die Städte, die Architektur, die Moscheen (wow!), eine armenische Liturgie mit ihren wunderschönen Gesängen. Den ungemütlichen Shah Palast in Teheran besichtigt mit den goldenen Wasserhähnen; nichts passt zu nichts! https://www.google.ch/search?q=schah+palast+teheran&client=firefox-b&dcr=0&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwir05v-6d3ZAhVMOBQKHRx1AX4QsAQIJg&biw=1022&bih=496 . Angeblich soll Reza Pahlavi einen Bäcker erschossen haben, weil er ihm kein Brot mehr verkaufen konnte (ob Mohammed-Reza wohl selber einkaufen ging…; vielleicht will man damit seinen Charakter veranschaulichen). Durch die Wüste gewandert und Berge hochgekraxelt. Politische und religiöse Stätten besucht, auch Stätten von bekannten Religionsführern. Mit Religiösen jeder Couleur gesprochen via Farsin, auch im ultraorthodox unheimlichen Ghom – schüttel. Wurden in Iran die meisten Religionen gegründet? Während 98 % Muslime im Land leben (89 % Schiiten und 9 % Sunniten), gibt es auch armenische und syrische Christen, Juden, Zoroastrier (die Zoroastrier überliessen früher ihre Leichen dem Aas), Baha’i, Derwische, Feuerreligionsanhänger in den Bergen. Der Koran bildet die Basis für das geltende Rechtssystem, der Scharia. Die Bevölkerung in Iran lebt nach drei verschiedenen Kalendern. Iraner mögen Kontakt mit Touristen, Iranerinnen suchen Kontakt zu Touristinnen und fragen sie, ob sie das obligate Kopftuch mögen – ohne aufdringlich zu sein. Moderne städtische Iranerinnen machen aus der Not des Kopftuchzwangs eine Tugend: sie tragen nur die allerschönsten, sie zierende Hidschabs, denn Iranerinnen ziehen sich (eigentlich) gerne schick an. https://www.welt.de/debatte/kolumnen/Iran-aktuell/article6061666/Wie-die-Zwangsverschleierung-im-Iran-eingefuehrt-wurde.html – Auszug: „Ausgerechnet ein Tag vor dem Weltfrauentag, am 7.3.1979, gab der ‘Revolutionsführer Khomeini‘ den Befehl, dass ‘Frauen nicht nackt in islamischen Ministerien arbeiten dürfen. Frauen dürften zwar in staatlichen Bürokratien arbeiten, aber nicht ohne islamischen Hijab.‘ Gleichzeitig wurde im staatlichen Fernsehen propagiert, der 8. März stünde in einer westlichen Tradition. Auf den Straßen wurden Frauen von islamistischen Männern und Frauen beschimpft: ‘Ja Rusari, ja tusari‘, was so viel bedeutet, wie ‘entweder Kopftuch oder ein Schlag auf den Kopf‘. Sie wurden auf offener Straße angegriffen und mit Steinen beworfen.“ Picknickende Iranerfamilien oder Männergrüppchen oder Frauengrüppchen gehören zum Landschaftsbild – wenigstens etwas, das nicht verboten ist. Das iranische Temperament liebt Musik und Feste, was hinter Privatmauern verbannt werden muss. Iraner zählen sich nicht zu den Arabern, eher zu den Italienern 🙂
    Die Reise durch Iran gehört zu den schönsten meiner Reisen.

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