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Sandmännchen / Lamborghinis / Ferraris / Ampeln

Heute ist etwas sehr lustiges passiert. Der Bossi ist strahlend durch die Gegend gelaufen, er hat geschmunzelt und gelacht.

Also das war so:

Heute morgen fuhr Bossi…

hoppla, Bossi will selber an die Tasten, ja, das ist gut, er kann viel besser reden als ich und er kann viel schneller schreiben. Ich wünsche dir einen ganz schönen Tag, lieber Leser!

Dein Sandmännchen, am 22.09. im Jahr Nummer fünf im Neuen Zeitalter.

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Ja, da fällt schreiben wirklich leicht, nach solcher Begebenheit!

Alsooo

Sequenz I

Gestern bat ich den Mieter einer der kleinen Wonigli, die Musik runterzuschrauben. Der wurde so wütend darüber, dass er stante pede auszog und sich bei Nachbarn einquartierte. Bei uns wurde also ein Wonigli leer. Leerstand ist schlecht.

 

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Sequenz II

Heute fuhr ich ins Städtchen um Besorgungen zu machen, und unterwegs kam mir entgegen, was ich so liebe und so hasse. Lieben tue ich butterweichultrastarke Motoren und hassen tue ich, wenn etwelche Art von VIP per Polizeischutz 9/10 der Strasse in Anspruch nimmt so, dass der kleine Balinese und der kleine Schweizer sich an die Böschung verkrümeln müssen.

Entgegen kam mir eben das: Ein in der Strassenmitte fahrendes Polizeigefährt mit Christbaumbeleuchtung und Martinshorn, dahinter ein knappes Dutzend wunderbarst gröhlende röhrende wummernde kreischende flappsende jaulende fauchende tobende Lamborghinis und Ferraris.

Ich machte denen unnette Grimassen, und vorbei war der Spuk.

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Sequenz III

Kaum wieder zuhause, meldete sich ein Einheimischer, er suche Dach für fünf Leute für zwei Nächte. Na also, prima, wir haben ja ein Wonigli leer. Ich sagte: 100’000, und er glaubte es nicht, ich dachte, es sei ihm zu teuer (7 Euro). Er aber war verblüfft, weil er es so billig fand. Na wunderbar, passt, wenn beide Teile zufrieden sind. Der Mann war ausgesprochen angenehm im Umgang, offenen Blickes. Er mietete dann gleich noch ein Moped für zwei Tage. Nochmal 3,5 Euro, auch gut.

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Soweit so langweilig.

Jetzt kommt die Puäänte.

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Sequenz IV

Gleich darauf wurde mir kundgetan, dass die fünf Männer Chauffeure seien. Chauffeure? Ja, Chauffeure von Lamborghinis und Ferraris!

So dumm habe ich selten aus der Wäsche gekuckt. Hier wimmelt es von Wonigli – Angeboten, aber was? Kommen doch die Herrscher der Massen PS zu uns, ausgerechnet zu uns! Wo ich mich soeben über die Art des (natürlich nicht von ihnen inszenierten) Auftrittes geärgert hatte. Also mich lauste eine ganze Affenfamilie aufs Mal.

Klar, dass ich stracks zu ihnen runter ging, und dann schwafelten und palaverten wir über Vor – und Nachteile von tiefliegenden Wagen, scherzten über die begeisternden aber leider doch nicht ganz genügenden 500 PS auf den kleinen Landsträsschen und davon, dass auch nur eine der Karren soviel kostet wie hierzulande zwei Protzenvillen zusammengenommen, nämlich vier Milliarden.

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Sie werden sich dafür einsetzen, dass ich kurz mal mitfahren darf. „Voegeli fährt in Bali Lamborghini.“ LoL. Kommt nicht häufig vor. Ich liebe es eben, wenn die Rückenlehne dezidierten Vorwärtsschub zelebriert. Na ja, wird kaum was werden draus. Welcher der Besitzer möchte schon einen Vogel in seinem Edelteil hocken haben.

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Also wenn ich schon dran bin an so hübschen RaumZeitWunschKoinzidenzien, dann möchte ich noch ein Beispiel sagen.

Fuhr dieser Tage wieder mal nach Java. Gesamt 400km. Per Töff, mit was denn sonst.

Verkehrsampeln, ich habe sie gezählt: 45.

Davon auf Rot, also mit richtigem warten so, wie es mir an Tropensonne im Töffanzug lange genug vorkommt: 4.

Davon von mir bei Rot überfahren, also ohne anzuhalten, weil ich die Situation genau kenne: 2.

Davon auf Grün:  39. Entweder waren sie schon aus der Ferne betrachtet auf grün, oder sie schalteten präzise so auf grün, dass ich bloss ein bisschen verlangsamen musste, um nicht ganz anhalten zu müssen.

39 von 45 waren auf Grün.

Dinge gibt es, die gibt es nicht. Und es gibt sie doch.

Ich sage: Wenn ich generell gut im Fluss bin, dann bietet sich mir dank (mir noch unbewusster) innerer Führung freie Fahrt, und ich meine nicht nur auf dem Töff.

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Sandmännchen ruft, ich solle dir nochmal ganz liebe Grüsse schicken, guter Leser.

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2 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

    Gefällt mir

  2. chaukeedaar sagt:

    He, he, Koinzidenzien. Grad diese Woche bin ich „zufällig“ über diese Videos von dem Typen gestolpert, der alte Edelkarossen aus meiner Kindheit auf YT präsentiert und bespricht – so oberflächlich und unpassend das in Anbetracht der äusseren Realität ist, habe ich doch die Reise in die Fasnzinationen meiner Kindheit sehr genossen. Ich mein: Ich konnte die Karren aus dem Gedächtnis zeichnen, hab eigene Modelle entworfen und wollte mal ein Pininfarina, also Autodesigner, werden. Hatte ich irgendwie alles nicht mehr so präsent…


    Gefällt 1 Person

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