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Rußland im Wirtschaftskrieg

Wir hatten hier schon mehrfach uns mit der Zentralbank Rußlands (ZBR) beschäftigt.
Einerseits war nachgewiesen worden, daß diese auf VSA- bzw. FED-Geheiß und nach deren Vorgaben als rothschild-gelenkt erschaffen worden war. Anderseits waren vielfältige Bemühungen um die Nationalisierung dieser von allem Russischen unabhängigen Einrichtung deutlich geworden.
Der von den VSA mit den neuen Sanktionen Anfang August erklärte Wirtschaftskrieg gegen Rußland hat das russische „Establishment“ ziemlich aufgeschreckt…

© für die Übersetzungen aus dem Russischen by Luckyhans, 14. August 2017 – Kommentare von mir, Hervorhebungen wie im Original.
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Die Zentralbank Rußlands hat sich unter Führung der Nabiullina im „russischen Roulette“ verspielt

08. August 2017

Центральный банк России под руководством Набиуллиной «доигрался в русскую рулетку»
Elvira Nabiullina, Zentralbankchefin der RF und internationale „Bankerin des Jahres 2016“

Wenn die Zentralbank der RF (Russische Föderation) nicht aus den VSA die Wertpapier-Schuldverschreibungen über die Summe von 109 Milliarden Dollar herausholt und in Wert-Obligationen anderer Länder eintauscht, dann wird der Föderationsrat gezwungen sein, sie zu nationalisieren.
(mal wieder eine sehr laute Ankündigung, die jedoch kaum durchführbar sein wird – weil laut „russischem“ Zentralbank-Gesetz dem Föderationsrat die Kompetenz zu einem solchen Schritt gar nicht gegeben ist)

Über Rußland schwebt die direkte Gefahr des Einfrierens eines Viertels der internationalen Aktiva, welche in der Staatsverschuldung der VSA angelegt sind. Denn Washington hat die RF auf eine Stufe mit dem Iran und der KNDR (der Koreanischen National-Demokratischen Republik) gestellt, als es die neuen Sanktionen verkündet hat.

In dieser Situation ist die Meldung darüber, daß die Zentralbank Rußlands im Jahre 2017 in amerikanische Wertpapiere mehr als 100 Milliarden Dollar investiert hat, für viele Politiker und Experten einfach heftig aufregend, schreibt die Ausgabe „Version“. Alle sind zu der Schlußfolgerung gelangt, daß augenblicklich gehandelt werden muß.
(auch diese laute Aufregung zeigt nur, wie wenig diese russischen „Politiker“ und „Experten“ von den wahren Verhältnissen im Lande eine Ahnung haben: denn nach wie vor kann die ZBR nur dann Rubel ausgeben, wenn sie vorher im Gegenwert dazu FED-Wertpapiere gekauft hat – so geht das Spiel bei den abhängigen Ländern weltweit…
Ob allerdings die ZBR im Jahre 2017 so viele Rubel ausgegeben hat oder ob ein Großteil der „Investition“ nicht doch eine Gefälligkeit für die FED-Oberen gewesen ist, wäre noch zu prüfen)

Der Senator Igor Morosow äußerte die Meinung, daß die ZB unter Führung der E. Nabiullina „sich im russischen Roulette verspielt“ hätte.

Und der Abteilungsleiter für internationale Kapital-Märkte im Institut für Internationale Beziehungen der Russischen Akademie der Wissenschaften Jakow Mirkin berichtete von seinem Eindruck, daß diese Geldmittel ganz zielgerichtet in die VSA-Wirtschaft investiert wurden, und daß dies alles einer geplanten Affäre zugunsten der „Partner“ übern großen Teich sehr ähnele.

Der Ökonom Michail Deljagin erzählte davon, daß die in Treasuries (Staatsschuldverschreibungen der VSA) angelegten Geldmittel jederzeit eingefroren werden können, daher drohe eine Verzögerung bei der Herausführung der Mittel der Wirtschaft Rußlands mit „ungeheuren Verlusten“.
Notwendig sei ein Verkaufsvorgang der Treasuries.
(der sofortige negative Auswirkungen auf den Preis der Wertpapiere hätte – mit herben Verlusten für die RF…)

Der Fachmann auf dem Wirtschaftsgebiet Michail Chasin ging in seinen Überlegungen noch weiter und schlußfolgerte, daß die Vertreibung der „fünften Kolonne“ aus der Zentralbank und der Regierung Rußlands die beste Antwort auf die Sanktionen Washingtons sei.
Nach seiner Meinung rieche es jetzt in den Machtstrukturen nach vielzähligen Rücktritten.
(welch kindische Annahme – als ob jemand freiwillig seinen warmen Platz am Futtertrog räumen würde)

Der Berater des Präsidenten Rußlands Sergej Glasjew hat überhaupt eine asymmetrische Antwort vorgeschlagen: die VSA auch zum Aggressor zu erklären und ein Verbot für den Kauf amerikanischer Schuldverschreibungen zu erlassen, und nach der Annahme eines solchen Gesetzes würde die ZB aufhören, die amerikanischen Wirtschaft zu finanzieren.
(klar, ein solches Gesetz soll natürlich die Duma erlassen, die sich allerdings einen feuchten Käse um die Ratschläge des „Beraters“ kümmert – sie bekommt davon täglich Hunderte…)

( Quelle )
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In dieselbe Kerbe haut aber auch der bekannte russische Ökonom Waleri Katasonow mit seinem Artikel, aus dem wir nachfolgend einige Auszüge zitieren werden.

Unter der Überschrift „Die internationalen Reserven Rußlands retten“ hat er am 10. August 2017 ausführlich begründet, daß nun ganz schnell gehandelt werden müsse.

Es gilt als Axiom, daß beliebige Wirtschaftssanktionen einen Bumerang-Effekt aufweisen. (nun, das klingt aber nicht sehr überzeugt, oder? „gilt“… „Axiom“…)
Darunter auch solche wie das Einfrieren internationaler Reserven. Wir werden jetzt über ein mögliches Einfrieren der internationalen Reserven Rußlands reden, nachdem uns Washington den Wirtschaftskrieg erklärt hat.

Manche Experten meinen, daß die Gefahr des Einfrierens unserer Reserven rein hypothetisch sei. Und es gehe auch nur um ein Viertel der Reserven – die Staatsschuld-Papiere der VSA (109 Mrd. Dollar).
Das muß präzisiert werden.

Neben den Staatsschuldverschreibungen der VSA hat Rußland in den VSA auch noch Valuta-Reserven in Form von Depositen in amerikanischen Banken. Die ZBR gibt uns da kein detailliertes Bild. Sie führt nur die Gesamtsumme im Artikel „Valuta-Barbestand und Valuta auf Konten“ an: 77,64 Mrd. USD. Ohne Aufteilung, wieviel davon Barbestände und wieviel Kontenbestände sind.
(warum diese Differenzierung? klar, der bb-Stammleser weiß, daß Bargeld gesetzliches Zahlungsmittel mit Annahmezwang ist, während Bestände auf Bankkonten lediglich Forderungen an die konkrete Bank darstellen, mithin kein „Geld“ sind)

Um so mehr als wir nicht wissen: bei welchen Banken befinden sich unsere Valuta? Nach den lückenhaften Angaben ausländischer Massenmedien kann ich vermuten, daß unter Berücksichtigung der Valuta auf Konten amerikanischer Banken sich im Bereich der Jurisdiktion der VSA nicht weniger als ein Drittel unserer Valuta-Reserven befinden.

Международные резервы России пора спасать, Катасонов

Und es sollten auch keine Illusionen darüber genährt werden, daß die restlichen Valutareserven sich etwa außerhalb des Zugriffs Washingtons befänden.
Zum einen, weil Washington im Falle eines Einfrierens unserer Reserven auch seine Verbündeten heranziehen wird – die Länder Westeuropas, Kanada, Australien, Japan. Wie im Jahre 2011, als Washington das Einfrieren der Aktiva Libyens verkündete und dazu seine Verbündeten heranzog.
Sogar wenn die Verbündeten aus irgendwelchen Gründen das Einfrieren ablehnen würden, wird Washington direkt einwirken. Was meine ich damit?“

Es folgt eine Darlegung, wie genau der Zugriff erfolgt: mit Strafen für EU-Banken usw. – war ja alles schon mal da…

Es sollte also keine Illusionen darüber geben, daß Washington auf Wunsch alle unsere Reserven einfrieren kann, mit Ausnahme des Goldanteils.
Zum 1. Juli 2017 betrugen die internationalen Reserven Rußlands 412,24 Mrd. Dollar, darunter in Form ausländischer Valuta 343,47 Mrd. (83% aller Reserven).
Der Rest ist monetäres Gold (68,77 Mrd. oder 17% der RF-Reserven). Physisch ausgedrückt sind das Goldbarren mit einem Gesamtgewicht von 1717 t.

Es wird stillschweigend vorausgesetzt, daß sich unser monetäres Gold auf dem Territorium der RF befindet, aber 100%ige Sicherheit darin gibt es nicht.
Bekannt ist, daß Dutzende Länder einen Teil ihrer Goldreserven in den VSA lagern, in den Kellern der FED in Manhattan, NY.

Zweifellos sollte die ZBR der Staatsduma eine Information über die Goldreserven geben, einschließlich der Lagerorte des Metalls. Und ggf. ist auch ein Audit der Goldreserven durchzuführen.“

Es folgt eine Betrachtung zur Wahrscheinlichkeit eines Einfrierens, mit Verweis auf bereits erfolgte: Irak, Libyen, Syrien, Iran – die Summe der eingefrorenen Reserven sei zusammen nicht geringer als die der russischen. Allein beim Iran sind es laut IMF 115 Mrd.
Das Risiko für Rußland wird als sehr hoch eingeschätzt
, und eine Umverteilung in andere ausländische Wertpapiere sei wenig sinnvoll, da das Weltfinanzsystem so aufgebaut sei, daß es kaum ein Entrinnen gäbe. Außer indem man in metallisches Gold investiert… China z.B. kaufe mindestens 700 t pro Jahr, zusätzlich zur Eigenerzeugung von 400 t p.a.
Allerdings wird das nicht so schnell gehen – was also tun?

Es folgt eine ausführliche Betrachtung des Kapitalexports und der Verpflichtungen gegenüber ausländischen Investoren.

Internationale Invest-Position der RF zu bestimmten Zeitpunkten (Mrd. Dollar)
Международные резервы России пора спасать, Катасонов
Aktiva
Verpflichtungen
Reine Invest-Position (Differenz)

Rußland weise eine positive Differenz zwischen Aktiva und Verpflichtungen auf: zu Beginn des 2. Quartals von 244 Mrd. Dollars. Man könne also im Wirtschaftskrieg auch Schach spielen mit den ausländischen Investitionen in Rußland – mit dem Ziel eines Remis.
Dazu müsse man aber schnell und entschlossen agieren, nicht wie bisher.

Man könnte auch gleich die Nationalisierung der ausländischen Aktiva durchführen. Denn gemäß dem Gesetz über die Wirtschaftssanktionen hat man uns ja als „Feind“ und „Aggressor“ benannt. Das ist eine Kriegserklärung. In solchen Fällen, nach den Regeln des Genres, wird nicht eingefroren, sondern das Eigentum des Gegners konfisziert oder nationalisiert. Damit könnten wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen:
– eine würdige „Antwort an Chamberlain“ (d.h. Washington) geben;
– die nationale Wirtschaft, die in die Hände des ausländischen Kapitals gelangt ist, dem Volk zurückgeben.

Darüber, daß das ausländische Kapital einen bedeutenden Teil unserer Wirtschaft kontrolliert, hatte ich bereits im Artikel „Die Investitions-Okkupation Rußlands“ geschrieben. Die Hälfte der Wirtschaft des Landes gehört ausländischem Kapital.“

( Quelle )

– – – – – – – –

Ja, damit hat der Leser einen Eindruck davon, wie man in Rußland die momentane Lage einschätzt.
Nach dem jahrelangen Informationskrieg hat nun der Wirtschaftskrieg gegen Rußland begonnen, der wohl recht ernst zu werden scheint. Denn es ist ja durchaus schon vorgekommen, daß „Einfrieren“ auf ewig geschah…

Und dieser Krieg gegen Rußland ist Bestandteil des weltweiten Krieges der Parasiten gegen die Menschheit.

Je nach Verschärfung wird dieser Wirtschaftskrieg jedoch ganz andere Ergebnisse zeitigen als diejenigen planen, welche diesen Krieg begonnen haben.
Genauso wie in der KVDR (meist fälschlich Nordkorea genannt, mit einer Bevölkerung von gut 24 Millionen) sich über 3 Millionen Menschen für den Militärdienst im Falle einer VSA-Aggression gemeldet haben, genauso wird dieser zunehmende Druck auf die Menschen in Rußland einen Gegendruck von deren Seite erzeugen.

Nun waren die Russen nicht einer 70jährigen Umerziehung unterworfen – sie haben ihren Nationalstolz und ihre Würde weiter gepflegt, ihre Kultur bewahrt und werden ihr Land verteidigen.
Warum nicht ein Beispiel nehmen daran?

Wir Deutschen, so meinen viele, haben den Zeitpunkt aufzustehen, schon verpaßt.
Aber ich meine: es ist nie zu spät, und selten zu früh. (
© Alf)
Jeder kann jeden Tag sein Leben verändern – erst in kleinen Schritten, dann immer besser.
Wieder Mensch werden. Wieder selbst denken. Wieder menschlich handeln, ständig. Dauerhaft.

Egal was andere darüber denken – wieder man selbst sein.

Seid gegrüßt, Landsleute, die ihr jetzt aufsteht. Deutschland lebt!


4 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

    Gefällt mir

  2. Richard d. Ä. sagt:

    „Man könnte auch gleich die Nationalisierung der ausländischen Aktiva durchführen. Denn gemäß dem Gesetz über die Wirtschaftssanktionen hat man uns ja als „Feind“ und „Aggressor“ benannt. Das ist eine Kriegserklärung. In solchen Fällen, nach den Regeln des Genres, wird nicht eingefroren, sondern das Eigentum des Gegners konfisziert oder nationalisiert.“

    SIND WIR NICHT IN EINER VERGLEICHBAREN SITUATION?

    Nach wie vor sind wir UNO-Feindstaat (und das gewiß nicht zufällig, auch wenn man uns anderes weismachen will – man denke an jenes Roosevelt-Zitat), und offensichtlich war der Krieg gegen uns 1945 wohl nur hinsichtlich der Militäraktionen beendet, auf zahlreichen anderen Ebenen jedoch weitergeführt worden:

    – anfangs z.B. „Rheinwiesenlager“, dann Umerziehung, Gehirnwäsche etc.,
    – bis heute angloamerikanische Besatzung
    – gezielte Massenimmigration (die begann ja schon in kleineren Schritten 1953 – wenn man „Frösche kochen will“, muß man die Temperaturen langsam erhöhen; inzwischen hat die Schrittgröße unübersehbar zugenommen) – läuft auf GENOZID hinaus,
    – auf wirtschaftlicher Ebene (systematische Wirtschaftsspionage, Übernahme unserer Spitzenindustrie, VW-Abgasskandal, Dieselskandal, erzwungene Rußlandsanktionen, …)
    – Gender-Ideologie (Marcuse & Co.: Willst du eine Gesellschaft zerstören, so zerstöre ihre Sexualmoral),
    – Zerstörung der Familie, unserer Sprache, unserer Bildung und Kultur (Ethnozid),
    – u.v.a.

    KÖNNEN DIE FRÖSCHE NOCH HERAUSSPRINGEN???

    Gefällt 2 Personen

  3. SecurityScout sagt:

    Richard d. Ä.
    14/08/2017 um 06:11
    KÖNNEN DIE FRÖSCHE NOCH HERAUSSPRINGEN???

    Selbstverständlich!!!
    Global gesehen, verändert sich das gesamte Feld auf der Erde.
    Dieser „Aufwachungs-Prozeß“ wird ALLES hinweg fegen.

    Es geht momentan aber nicht darum zu kämpfen, sondern um zu widerstehen!

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  4. Luckyhans sagt:

    zu SecurityScout 14/08/2017 um 14:33
    „Es geht momentan aber nicht darum zu kämpfen, sondern um zu widerstehen!“ –

    es geht eher darum, sich zu besinnen.
    Zu überlegen wer ich bin und was ich hier will.
    Wozu ich hergekommen bin.

    Und zu all den guten Dingen der Vergangenheit zurückzukehren, die man uns in den letzten 30 – 70 – 130 – 350 Jahren genommen hat.
    Zu Herzens- und Geistesbildung, Belesenheit, Kulturbesessenheit, geistiger Freiheit, Klugheit, Weisheit, menschlichem Verhalten immer und überall…

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