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Globalisierung auf chinesisch

Und da wir gerade von Bagdad, pardon, China sprechen… rund um den Besuch in China des russischen Präsidenten Putin, der auch, wie bereits hingewiesen, auf dem Forum „Ein Gürtel – ein Weg“ zum Projekt „Neue Seidenstraße“ gesprochen hat, erörtert Rostislaw Ishhenko von „Rußland heute“ dieses Thema. Seine Betrachtung, deutlich gekürzt, folgt hier.
© für die Übersetzung aus dem Russischen by Luckyhans, 17. Mai 2017
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Wie die „Weltfabrik“ aufgebaut ist: Globalisierung auf chinesisch

14. Mai 2017

Die chinesische Idee … einer neuen Großen Seidenstraße soll Eurasien zu einem einigen Wirtschaftsraum zusammen führen.
Für China ist diese Idee, die in der maximalen Entwicklung von Land- und See-Verbindungen des Westens und des Ostens Eurasiens besteht, strategisch wichtig. Der freie Zugang, mit minimalen Transportkosten, der chinesischen Waren zu den Märkten der Europäischen Union und der chinesischen Wirtschaft zu den erforderlichen Ressourcen (in Rußland – d.Ü.) ist wohl die einzige Methode, mit deren Hilfe Peking eine stabile wirtschaftliche Entwicklung erhalten, die soziale Stabilität festigen und einen Neustart der Weltwirtschaft unterstützen kann.

Der wesentliche, tiefgreifende Unterschied Chinas von Rußland besteht darin, daß China, das Europa und den VSA den Status der „Weltfabrik“ abgenommen hat, kritisch auf einen Zugang zu zahlungsfähigen Märkten angewiesen ist.
(hier bräuchten wir eigentlich nicht mehr weiterlesen, denn der bb-Stammleser weiß, wie extrem wackelig der Status des Westens als „Verbrauchermarkt“ ist – er hängt völlig vom kaum noch haltbaren Erhalt des Dollars, samt seinem Anhängsel Teuro, als unendlich generierbare Kredit-“Schulden“-Weltwährung ab, denn nur die südlichen Länder des Vereins „EU“ haben in den vergangenen 20 Jahren die Nachfrageseite gestärkt, und zwar nicht auf Basis einer gesunden wirtschaftlichen Entwicklung, sondern weitgehend „auf Pump“ – d.Ü.)

Die von Rußland auf dem Weltmarkt angebotenen Waren (Atomkraftwerke, Raketen- und Kosmostechnik, Waffen, spezielle Technik, Lebensmittel und Rohstoffe) (oh, da trickst Herr I. aber gewaltig, denn die Reihenfolge lautet richtig: bisher vor allem Rohstoffe und Waffen, sowie neuerdings auch industrielle Nahrungsmittel – d.Ü.) sind in vielem einmalig und werden unter den Bedingungen einer eingeschränkten Konkurrenz und ungebremster Bedürfnisse immer nachgefragt.
(richtig, unter genau diesen Bedingungen, die sich recht bald, mit dem anstehenden Zusammenbruch des verlogenen Kredit-Zins-Schein-Geld-Systems, sehr stark verändern werden – d.Ü.)

China dagegen, das vor allem Konsumgüter produziert (von Handtüchern und Bekleidung bis zu Tablets und Autos), braucht ständige Absatzmärkte. Deshalb trifft die System-Krise, die welche die verwestlichte globale Wirtschaft eingetreten ist, die Interessen Chinas viel härter als diejenigen Rußlands.
(wieder oberflächlich: chinesische Autos sind qualitativ nach wie vor ausschließlich für den Binnenmarkt geeignet, ihr Anteil am dortigen Export ist extrem gering – d.Ü.)

Флаги России и Китая. Архивное фото

Unter den Bedingungen, da die Zahlungsfähigkeit der traditionellen Verbraucher chinesischer Produkte in EUropa und den VSA sinkt, und das Projekt der Schaffung einer milliardenstarken Mittelschicht in Südostasien noch weit von seiner Realisierung entfernt ist (im besten Falle noch 10 zähe Jahre), ist die Verringerung der Kosten für die Aufrechterhaltung des Verbrauchsniveaus der hergestellten Produkte für die chinesische Wirtschaft kritisch wichtig.
(diese „Logik“ erschließt sich mir nun gar nicht – abgesehen davon, daß niemand plant, eine asiatische „Mittelschicht“ zu schaffen, sondern auch dort werden die Gewinne schön fleißig von den ganz Wenigen einkassiert, stellt sich die Frage: wie soll bei katastrophal sinkender „westlicher“ Zahlungsfähigkeit allein durch Senkung der sowieso schon durch einen sensationell geringen Ölpreis subventionierten Transportkosten die Nachfrage merklich „angekurbelt“ werden? 2 plus 0,1 gleich 3?
Die weiteren, an den Haaren herbeigezogenen „Argumentationen“ kann man sich schenken, da sie immernoch von „nationalen“ – also staatlichen – Interessen ausgehen, während die ganze Welt längst zu Firmenkonstrukten umgebaut wurde, die nur noch EIN egoistisches Interesse kennen… – d.Ü.)

In dieser Beziehung stimmen die
(kurzsichtigen – d.Ü.) Interessen Pekings und Moskaus überein.

Человек на фоне экрана с флагом Китая, Пекин. Архивное фото

(auch die Hoffnungen auf die Belebung der regionalen Infrastrukturen durch die neuen Handelswege sind maßlos überschätzt – Roboter und hochzuverlässige fahrerlose Transportsysteme sind weltweit auf dem technologischen Vormarsch, da bleibt kaum noch Arbeit übrig – man frage mal die Anlieger einer Autobahn oder einer ICE-Strecke: außer Lärm und Dreck ist da nix… d.Ü.)

Das wichtigste – das Einnehmen einer zentralen Position im System des Welthandels garantiert politischen Einfluß. Alle Partner sind daran interessiert, mit dir Freundschaft zu halten.
(ja, die alte Denkweise der jüdischen Händler, die sich Jahrtausende lang hemmungslos dadurch bereichert haben, daß sie den Fleiß und die Arbeitsamkeit der Völker ausgenutzt haben, indem die mit Betrug, Hinterlist und Ausnutzung die Handelswege unter ihre Kntrolle gebracht haben – genau diese Denkweise ist gerade am Absterben – sie hat sich mit den sog. Globalisierung ihr eigenes Grab ausgehoben und macht es sich gerade darin bequem.
„Freundschaft halten“ ist dabei nur die kindische Rezeption von „ausnutzen“: in dem Moment, wo die Möglichkeit entsteht, Macht auszuüben, war im bisherigen System mit Freundlichkeit und Handel augenblicklich Schluß…
Und so belauern sich die heutigen Akteure der Weltpolitik angeblich gegenseitig, während hinter ihrem Rücken die vollständige Kommerzialisierung der Gesellschaft weiter vorangetrieben wird – bis zu jenem Punkt, da alle ganz offen von den ganz Wenigen gelenkt werden – d.Ü.)

Вид на Пекин. Архивное фото

Im Prinzip ist der Plan DeGaulles von der Schaffung eines einigen Europas vom Atlantik bis zum Ural nur von Putin erweitert worden zum einigen Eurasien von Atlatik bis zum Pazifik, und der aktiv von Xi Zinping umgesetzte Plan einer neuen Großen Seidenstraße ist nur eine neue Interpretation derselben Idee, welche
den Eurasischen Kontinent zum Zentrum der Weltpolitik und -wirtschaft machen wird.

Quelle: Источник

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Ja, die „Macher“ scheinen wieder unterwegs zu sein, mit tollen Zukunfts-Visionen von eigener Macht und Einfluß – nicht bemerkend, welche Prozesse tatsächlich ablaufen in der Welt, und daß sie allesamt nur Vogelscheuchen hinterherlaufen, die sich bei künftiger Betrachtung als völlig nutzlos erweisen werden.

Denn egal wie sich die Ereignisse konkret entwickeln werden: so wie es jetzt läuft, wird es nicht mehr weitergehen.

Das auf Betrug, Ausbeutung und Unterdrückung aufgebaute Sklavensystem geht seinen letzten Tagen entgegen – entweder durch Erwachen der Massen, oder durch deren weitgehende Vernichtung.
LH


2 Kommentare

  1. Vollidiot sagt:

    Allüberall altes Denken.
    Fressen, Saufen, Schießen, Spielen.
    Menschen auspressen, Macht, Geld.
    Auch die Religionen sind mitten drin.
    Solche Veröffnetlichungen sind Sinnschärfer.

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  2. luckyhans sagt:

    zu Volli um 14:35
    „Sinnschärfer“ – ja, sie zeigen vor allem, wie tief die Menschen sich in den Fehlinterpretationen der sog. bürgerlichen Ökonomie verrennen können, auf allen Ebenen, in allen Ländern… – aber sie verstehen sich gegenseitig dabei recht gut, weil alle dieselbe falsche Leere „kennen“.

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