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Militarist oder Beschützer?

„Soldaten sind Mörder“ war mal ein sehr umstrittener Ausspruch, mit dem immer mal wieder – wenn es grade gebraucht wurde – der Beruf des Vaterlandsverteidigers in den Schmutz gezogen wurde.
Man mag dazu stehen wie man will: solange es auf der Welt Krieg gibt, sind leider Armeen (noch) notwendig.
Luckyhans, 6. Mai 2017
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Allerdings wären die Kriege weltweit auch schon längst Geschichte, wenn sich die Armeen (und vor allem deren Führungen!) auf die Aufgabe der Verteidigung des Vaterlandes konzentrieren würden.

Aber noch gibt es Armeen, und auch die nach wie vor besetzte BRvD hat eine solche – freilich ohne Generalstab und damit ohne eigene Führung – eine amputierte Bundeswehr, noch dazu in technisch recht trostlosem Zustand.
Und von den wahren Befehlshabern (den Nato-Generälen, die meist aus einem gewissen Land kommen) wird diese amputierte Armee gerne für unliebsame Einsätze genutzt – sowohl das KSK wie auch die BW als solche – „Kanonenfutter“ nennt man das wohl.
Wir wollen aber nicht oberflächlich bleiben, sondern uns mal in die Tiefe begeben. Da will ich – ihr Einverständnis voraussetzend – hier einen Kommentar von Bettina anführen, als Denkstupser Nr. 1:

Mir ist gerade das Gerede, das Schlechtreden der Bundeswehr ein großes Anliegen!
Nach dem Skandal um den Franco Albrecht ist es ja auch in den Boulevard-Medien ein absoluter Startschuss!

Bei der Killerbiene hab ich folgenden Beitrag gepostet, er ist noch in der Moderation und wartet auf Freischaltung:

Danke ki11lerbee, das du dieses Thema weiterverfolgst.

Mich lässt es grad gar nicht los, ich spüre, dass es sehr wichtig ist und alles Dahergewesene in den Schatten stellt.

Die Bundeswehr ist bisher noch die einzige Insitution, die sich auf Ehre und Kameradschaft beruft.
Sie wird unterwandert, ja, diese Jene haben auch große Erfolge (gefakte Karriere) zu verzeichnen, aber schlussendlich ist es doch ein Schuss nach hinten.

Ich lese gerade ein Buch: „Die unsichtbaren Veteranen“ und muss gestehen, dass es der absolute Augenöffner ist.
Wenn der Inhalt dieses Buches in aller Wahrheit an die Öffentlichkeit geraten könnte, dann wäre Polen offen!
Es wäre ein Pulverfass ohnegleichen.

Gerade, weil du kb weiter oben behauptest, dass es dort in dem Verein keine Whistleblower geben würde, muss ich dir da sehr widersprechen.
Es gibt genügend Soldaten, die nach schlimmsten Erlebnissen die schonunglose Wahrheit sagen.
Ich würde gerne ein paar Sätze aus dem Buch zitieren, vermeide es aber, wegen dem Copyright, dazu würde ich auch gerne vermeiden, dass mir der Emahdeh oder Behendeh ins intimste meiner Sphäre eindringt.

Mein Bruder ist dort bei diesem Verein und daher kenne ich auch die auferlegten Tabus, oder vor allem die Überwachung der gesammten Familie nicht nur während eines Auslandeinsatzes.
Telefon wird ständig abgehört, sie wissen alles über dich, sie überprüfen alle Familienangehörige, aber auch alle Verbindungen die diese tätigen.
Nicht nur für die Soldaten ist es ein Spießrutenlauf, auch für die komplette Familie.

Bei mir z.B. hatte mal einer meiner Söhne (damals ca. 15 Jahre) die ersten Erfahrungen mit Haschisch, es war nichts Tragisches, auch nichts Stafbares, aber sofort wurde der Vorgesetzte meines Soldaten-Bruders informiert.
Dazu kam auch ganz schnell ein Anruf vom Bruder des Vaters, der als Onkel (Polizist) sofort unter Generalverdacht gestellt wurde, er hat leider wohl doch eher um seine Beförderung gebangt.

Das mit der Knarre in Wien, da denke ich eher, dass er die (im Darknet gekauft) und nicht selbst hinterlegt hat.
Er dann evetuell reingelegt wurde beim Abhohlen.

Meiner Meinung nach ist ein Soldat, der sein Leben einsetzt für dieses Land und leider auch für diese irre Politik, fehl am Platz, wenn er keinerlei völkisches Denken hat, dieses was ja dem Franco Albrecht angelastet wird.

Die Soldaten werden geschult, müssen auch geschult werden und dadurch kann die reale Erfahrung vom zweiten Weltkrieg nicht ausgespart werden.
Im Buch vergleicht jemand, die Manschaftsstärke in Afghanistan mit der Manschaftstärke damals an der Front 39 in Polen.
Ja, ist der jetzt ein Nazi, nur weil er begangene Erfahrungen ins hier und jetzt als Unterstützung beruft?

Auch wird im Buch sehr stark die Politik kritisiert und das Extrem. Es werden die Besuche an der Front, zwecks politischer Interessen beschrieben, diese uninformierten Kasperlpuppen entlarvt, als genau das was sie sind.

Dazu haben wir ja gerade eine Kriegsministerin, die eigentlich von Beruf Ärztin ist und vorher als Familienminsterin gnadenlos versagt hat.
Warum ist diese Frau heute nicht mehr als Ärztin tätig?
Warum gibt diese MUTTER von 7 Kindern alle ihre Kinder ins Internat?
Sollte diese Frau erfolgreich gewesen sein in ihrem Beruf, warum ist sie da nicht mehr tätig?

Dann haben wir dazu heute noch eine Kanzlerin, die eigentlich (wegen ihrer Stasivergangenheit) gar nicht dazu taugt als Führerin eines Landes zu dienen.
Ein Führer, das steht auch genau in dem Buch, sollte immer ein Führer sein, also immer vorneweg als Führerperson respektiert werden muss und niemals hintendran stehen darf.
Genau das macht diese Frau Merkel, sie steht jetzt hinter der Ursel, ganau so wie sie hinter ganz vielen Politikfratzten stand und diese Anderen hat sie mit Absicht in den Abgrund gestoßen!

Alles liebe euch
Bettina

Ich seh es nach der ersten Hälfte von dem Buch als ein Muss, dieses unbedingt zu lesen.
Ich leih es auch aus, wenn jemand es sich gar nicht leisten kann!

Es zeigt diese unsägliche Schizophrenie auf, dieses krankhafte Neo dingsens, was jegliches Menschliche zerstören soll.
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Soweit also die liebe Bettina.
Nachtrag dazu von german-foreign-policy.com:

In der Bundeswehr ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums ein extrem rechtes Netzwerk aktiv. Dies wird unter Berufung auf Unterlagen des Ministeriums berichtet. Demnach hätte Oberleutnant Franco A., der vergangene Woche unter Terrorverdacht festgenommen wurde, mehrere Mittäter. A. soll Mordattentate auf eine Bundestagsabgeordnete der Linkspartei, auf eine antirassistische Organisation sowie womöglich auch auf Ex-Bundespräsident Joachim Gauck und auf Bundesjustizminister Heiko Maas erwogen haben. Eine der zentralen Fragen im Fall Franco A. ist nach wie vor, wieso der Mann nach der Erstellung einer Masterarbeit, die laut Experten an NS-Propaganda erinnerte, von den zuständigen Stellen der Bundeswehr von jedem „Zweifel an der erforderlichen Einstellung zur Werteordnung“ freigesprochen wurde. Die Frage stellt sich umso dringlicher, als rechtsgerichtete Kräfte in den Streitkräften aktiv sind – auch an einflussreicher Stelle, etwa an der Münchner Universität der Bundeswehr. In „Denkzirkeln“ junger Offiziere und Offiziersanwärter wird beispielsweise eine „umfassende mentale Revolution“ gefordert, die eine „Reinigung des Offiziersstandes“ von „falsch verstandene(r) Toleranz und liberale(n) Auffassunge(n)“ bewirken soll.
(mehr dazu hier – allerdings nur 2 Wochen lang – bitte auch auf die „Kampfrhetorik“ achten gegen alles, was irgendwie fortschrittlich oder auch nur „anders“  ist: es wird automatisch in die „rechte“ Ecke gestellt – ganz egal ob die Ansichten wirklich „rechts außen“ sind oder nicht!)

– – – – – – – – – – –
Ich will das gar nicht weiter kommentieren, sondern jeder möge sich bitte selbst dazu seine Gedanken machen.
Im Gegenteil, ich möchte einen weiteren Anstoß geben, von ganz anderer Seite – hier also Denkstupser Nr. 2:

Es gibt nicht wenige „Aufklärer“ hier im Lande, welche Herrn Putin nur an einem Kriterium messen: wie geht er mit dem sog. Zweiten Weltkrieg um, d.h. ist er bereit, die historische Wahrheit ans Licht treten zu lassen, indem er ALLE Archive öffnet, oder bedient er weiterhin den Mythos vom „Großen Vaterländischen Krieg gegen die aggressiven Hitler-Faschisten“ und von dem großen Sieg, der auch dieses Jahr wieder mit einer Militär-Parade gefeiert wird.
Momentan tut er letzteres.
Und warum diese Siegesfeier so wichtig ist – das erklärte vor 2 Jahren der Petersburger Dichter Anton Tschornyj (Anton der Schwarze), dessen Text hier übersetzt folgt (© by Luckyhans):

Für so manchen ist es nicht sehr verständlich, warum 70 Jahre danach das immernoch so breit begangen wird. Muß da tatsächlich noch irgendjemanden etwas bewiesen werden? Denn die Russen haben die Deutschen besiegt, das ist doch sonnenklar.

Aber ich sage euch was. Wenn du am Vorabend dieses Feiertages in einen amerikanischen Supermarkt gehst, um die bürgerliche Wurst zu kaufen, dann sind alle Regale vor den Kassen mit thematischen Ausgaben von Journalen bepflastert, welche dem V-E-Day, dem Tag des Sieges gewidmet sind.
Und in diesen Zeitschriften wird die UdSSR gar nicht mehr erwähnt, höchstens ganz klein am Ende.

Was mich besonders getroffen hat, sogar auf dem Foto von 1945 haben sie Stalin akkurat weggeschnitten, nur ein Stück Ärmel ist noch zu sehen. Als ob Roosevelt und Churchill zu zweit konferiert hätten.

США: почему надо обязательно праздновать День Победы

Und natürlich sind Fotos von allen Siegesparaden zu sehen – außer der von Moskau. Wenn man diese Zeitschriften liest, dann entsteht der Eindruck, daß die Russen gar nicht am Krieg teilgenommen haben, nicht gesiegt haben und also auch nichts zu feiern haben.

Deshalb: wenn euch jemand anfängt zu überzeugen, daß wohl auch ohne große Feier und ohne daß wir daran gedenken, die ganze Welt sowieso unsere Großväter in Erinnerung behalten wird, dann seid überzeugt: keinesfalls!
Außer uns gibt es niemanden, der daran erinnern wird! Mehr noch, sie werden bewußt aus der Geschichte herausgestrichen.

Das heißt: wenn ihr NICHT wollt, daß von eurem Großvater nur ein Zipfel vom Ärmel im Bild bleibt, dann feiert soviel es geht. Schreibt euch ein in das „Unsterbliche Regiment“, erzählt euren Kindern und Enkeln vom Sieg und geht zum ewigen Feuer, auch wenn es in eurer Stadt klein und unscheinbar ist.

Erinnert euch, denn außer euch tut es keiner!

Quelle: https://news-front.info/2017/05/05/pochemu-nado-obyazatelno-prazdnovat-den-pobedy/
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Es wird da jetzt ganz unterschiedliche Meinungen dazu geben, beginnend mit „nicht die Russen haben die Deutschen besiegt, sondern sie wurden aufeinandergehetzt, um sich gegenseitig zu dezimieren“ und so weiter – je nach Sichtweise.
Vielleicht ist es aber auch Anregung, sich mal von der „nationalen Nabelschau“ zu lösen und den Blick zu heben, auf die laufenden historischen Prozesse,  die hinreichend komplex sind…
LH


21 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. Richard d. Ä. sagt:

    FALL „FRANCO ALBRECHT“

    CUI BONO? Wem nutzt dieser Fall?
    Vermutlich soll er als Werkzeug zur Säuberung der Bundeswehr verwendet werden. Man ist ja kein „ERDOGAN“ und „schmeißt“ so mir nichts dir nichts massenweise Offiziere und andere systemkritische Soldaten aus der Armee, zumal nicht zu einem Zeitpunkt, als man gerade deshalb über ERDOGAN hergefallen ist.

    Durch diesen Fall habe ich nebenbei gelernt, daß auch „Bundeswehrler“ Masterarbeiten schreiben, im Falle des F.A. sogar rechtsEXTREMEN Inhalts. Mit der Bekanntgabe konkreter Passagen der „Masterarbeit“, die das belegen, war man zunächst sehr zögerlich.

    Vom 3.5.2017 stammt das Video über den Besuch von Frau von der Leyen in Albrechts Kaserne in Illkirch:
    https://www.youtube.com/watch?v=4Yejp5Zo5Es 1:37 min

    Im Video wird berichtet, daß dieser Franco A. doch sage und schreibe so rechtsextrem ist, daß er die anhaltende massenhafte Einwanderung nach Deutschland und den damit verbundenen Genozid des deutschen Volkes infolge der Mischehen kritisiert. Das klingt ja fast so schlimm wie der rechtsextreme SPD-Mann Thilo Sarrazin in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“. Wenn alle Bundeswehrsoldaten so denken würden, könnten sie am Ende noch, in Korrektur der Haltung der meisten deutschen Politiker, die falschen Schlußfolgerungen ziehen.

    FALL „KRIEGSMINISTERIN VON DER LEYEN“:
    KMvdL besichtigte Franco A.‘s Zimmer und fand – Sie werden es nicht glauben – doch, sie fand tatsächlich das Bild eines Wehrmachtsangehörigen (meines Wissens handelte es sich aber nicht um Helmut Schmidt), was sie natürlich umgehend kommentierte:
    „Die Wehrmacht ist in keiner Form traditionsstiftend für die Bundeswehr.“

    Leopold von Ranke (1795-1886), einem deutschen Historiker, wird die Aussage zugeschrieben:
    „Den Charakter eines Volkes erkennt man daran, wie es seine Soldaten nach einem verlorenen Krieg behandelt.“ Adenauer hatte seinerzeit noch eine Ehrenerklärung für die deutschen Soldaten abgegeben (3.12.1952). (https://conservo.wordpress.com/2017/05/06/soldatenehre-ministerin-von-der-leyen-unter-druck/ ).

    Mittlerweile kommt mehr und mehr an die Oberfläche, daß das den Deutschen seit 1945 von den Siegermächten aufgedrückte und perpetuierte Geschichtsbild nicht nur bezüglich des 1. Weltkrieges inkorrekt ist, sondern daß auch der 2. Weltkrieg und dessen Ursachen in einem Schwarz-Weiß-Bild entsprechend „hier die Guten, dort die Bösen“ falsch wiedergegeben wäre. Diese Erkenntnis verwundert natürlich nicht angesichts der zahlreichen Lügen der Siegermächte bezüglich der von ihnen nach 1945 geführten Kriege einschließlich der geplanten „Operation Northwoods“ und des ausgeführten „Nein-Ilewwen“-Dramas. Warum sollten die, die eigentlich über jeden ihrer Kriege gelogen und betrogen haben, ausgerechnet über WK1 und WK2 die Wahrheit und nichts als die Wahrheit sprechen und dies gerade gegenüber den Besiegten?

    Das bedeutet natürlich nicht das die Wehrmacht nicht mit Grausamkeiten und Fehlhandlungen in Verbindung zu bringen wäre, vermutlich unter dem Strich aber nicht mehr als die alliierten Truppen. Insofern zeugt die Aussage der KMvdL aus meiner Sicht dafür, daß sie vor lauter ministerialen Verpflichtungen bislang nicht die Zeit gefunden hat, sich über das, wovon sie spricht, ausreichend nach dem neuesten Stand zu informieren. Aus solchen Fehlinformationen bzw. fehlenden Informationen resultierende ministeriale Handlungen sind gefährlich für unser Volk.

    GROSSER VATERLÄNDISCHER KRIEG
    „… Das heißt: wenn ihr NICHT wollt, daß von eurem Großvater nur ein Zipfel vom Ärmel im Bild bleibt, dann feiert soviel es geht. …“
    Die Aussagen vom Anton Tschornyj kann ich insgesamt gut nachvollziehen. Ob er aber das mit dem Großvater (Väterchen Stalin) auf dem Bild, von dem man mehr als nur den Ärmel sehen wolle, wirklich auf Stalin als Person beziehen will? Oder meint er das doch eher symbolisch? Oder haben wir Deutschen ein falsches Bild von Stalin?

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  3. PM sagt:

    „Man mag dazu stehen wie man will: solange es auf der Welt Krieg gibt, sind leider Armeen (noch) notwendig.“

    Das ist wie die Frage: Was war zuerst da die Henne oder das Ei ?

    In diesem Fall kann man wohl klar sagen die Armeen, denn wer würde einen Krieg beginnen ohne Armee? Das wäre nur eine marodierende Meute. Schlußfolgernd stand hier wohl der Eroberungsdrang im Vordergrund u. nicht die Verteidigung.

    Was hier heute passiert betreffs d. Bundeswehr ist schlichtweg Verleugnung der eigenen Historie/Geschichte o. Bemühen diese zu vernichten.Die deutsche Militärgeschichte beschränkt sich schließlich nicht auf 12 Jahre.

    Der Versuch jegliche Erinnerung an die Vergangenheit pauschal als Rechtsradikal einzustufen spricht nur für die degenerierte Geisteshaltung der derzeit agierenden Protagonisten.
    Stattdessen befürworten einige wahrscheinlich die Schaffung von Kitas in Kasernen, was folgt als nächstes ? Eigene Nachzucht des militärischen Nachwuchses innerhalb der Truppe ?

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  4. SecurityScout sagt:

    Franko ist Teil einer verdeckten Operation des Staates.
    Der Sachbearbeiter im Bundesamt für Migration BAMF, welcher für Franko zuständig war, ist ebenfalls Soldat und „abkommandiert“ worden von der Bundeswehr ans BAMF.

    Die Sache ist einfach in Wien schief gelaufen und die Deckung flog auf.

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  5. Jochen sagt:

    „der Beruf des Vaterlandsverteidigers“

    Vaters Land ist überall, nur begriffen wird es leider nicht. Vergessen wurde von den Menschen leider auch, wer der wahre Vater ist. So kam es, daß sich jemand für seinen Stellvertreter ausgeben konnte, also für jemand, der er nicht ist, und dieser selbsternannte heilige Vater ist ein Spalter und Kriegstreiber, gleichso wie sein von ihm erfundener Sohn.

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  6. luckyhans sagt:

    Es darf auch mal an die kurze Zeit erinnert werden, in der das Deutsche Reich und die Sowjetunion GEMEINSAM handelten: vom Molotow-Ribbentropp-Vertrag bis zur Siegesparade in Brest am 22. September 1939.

    Leider verstanden beide Führer es nicht, diese Zusammenarbeit zum Wohle ihrer Volksstämme weiterzuführen…

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  7. Bettina sagt:

    Lieben Dank @Luckyhans!
    Ja, es hat mich sehr beschäftig das Thema, irgendwie hab ich gespürt, dass es ein ganz heißes Eisen ist.

    Nun, nachdem ich mich wieder etwas geerdet und meinen schönen Garten in Ordnung gebracht habe, hatte ich heute endlich die Kraft den Compy hochzufahren.

    Wir hatten doch erst im März die Übung mit der Bundeswehr im Inneren:
    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-03/innere-sicherheit-bundeswehr-polizei-antiterroreinsatz-uebung

    Schon da brodelte es gewaltig und der Duft eines Militärpusches lag deutlich in der Luft.
    Erst diese Übungen Mitte 2013 gegen Volks-Aufstände, dann die Flüchtlingswelle, wo auch Soldaten eingesetzt wurden und nun diese Antiterrorübung!
    Das Fass war voll, fast am Überlaufen.
    Dazu haben sich die letzten Jahre auch einige hochrangige Pensionäre der Wehr zu Wort gemeldet, die ja alle sehr klare Worte fanden für den Rechtsbruch und sich klar positioniert haben gegen die Zuwanderung.

    Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit haben folgenden Diensteid zu leisten:
    „Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe.“

    Dieser Eid wurde ja 1965 erlassen, es war nach der Teilung Deutschlands, da gab es auch ganz viel Ärger, weil die Soldaten durch ihren Eid sich verpflichtet fühlten das ganze Deutsche Volk zu verteidigen. Ich hab da einen alten Zeitartikel von 1968 gefunden, da steht drin:
    „Die … Verpflichtung der Bundeswehr, ‚Recht und Freiheit des deutschen Volkes zu verteidigen‘, unterstreicht, daß wir das ganze Deutschland als unser Vaterland betrachten…“ Zu diesem Zeitpunkt war jedoch schon das Kapitel 1 der neuen Zentralen Dienstvorschrift für die Bundeswehr erlassen, wenn auch noch nicht an die Truppe verteilt. Am 3. September 1966, wenige Wochen vor seinem Rücktritt, hatte Kai-Uwe von Hassel als Verteidigungsminister angeordnet, die alten Richtlinien für die Vereidigung zu vernichten.

    Aber wieder zurück zur Jetztzeit, da ist obiger Artikel von der Zeit dazu recht aufschlussreich.
    Zitat:
    Der bewaffnete Einsatz der Bundeswehr im Inland ist sehr umstritten, die Übung könnte die Debatte um ein neues Gesetz verschärfen.

    Und tataaa, schon am 27.03.2017 wurde an dem Soldatengesetz geschraubt, geändert, verdreht.

    Und dazu steht da auch noch drin in dem Artikel:
    Zitat:
    „Das Grundgesetz schreibt vor, dass die Bundeswehr problemlos Amtshilfe leisten kann, also technische oder logistische Unterstützung, wie beispielsweise in der Flüchtlingskrise: Tausende Soldaten halfen beim Aufbau von Zelten oder bei der Essensausgabe.“

    Es wird Unterschlagen, dass Soldaten eingesetzt wurden nicht nur zum Aufbau und Essensausgabe, sondern auch zur Registrierung und dass diese Registrierungen nicht Soldatendisziplinarisch durchgeführt wurden, das haben wir ja nun schon an so vielen Stellen erlebt.

    Zum Schluss möchte ich euch gerne etwas Aniquarisches mitgeben, es ist aus einem Büchlein das sich „Der junge Offizier“ nennt.

    Über den preußischen Offiziersgeist

    Die Offiziere denken königlicher als der König, wenn es darauf ankommt.
    1848 nach den Märztagen bildeten sich förmliche Komplotts. Es fehlte sehr wenig, daß es zur Ausführung kam, daß achzig Offiziere der Postsdamer Garnison nach Berlin gingen, um dem König „mit Gewalt“ und „selbst gegen seinen Willen“ zu befreien und nach Potsdam zu bringen.
    Schon das „Wie“, nur noch nicht der Tag war verabredet, als der König im Marmorsaal des Potsdamer Schlosses unter den Offizieren erschien und unter dem Murren, Entsetzen, Mitleid und Weinen der Offiziere vor Wut und Eerregung erklärte, „er sei in Berlin frei und fühlte sich unter dem Schutze der Bürger so sicher als in unserer Mitte.
    „Königlicher als der König zeigten sich die Offiziere auch bei den Wahlen zum Landtag 1858 gleich nach der Einsetzung des lieberalen Ministeriums der Regentschaft. Sie stimmten fast durchweg gegen die vom Ministeruum vorgeschlagenen Kandidaten, also gegen den Willen des, wenn auch mißbrauchten Regenten.

    Königlicher als der König und ihre Vorgesetzten handelten die jüngeren Offiziere im Jahre der Auflösung 1848, als sie von den meisten höreren Vorgesetzten nicht unterstützt, ja, deshalb gewarnt und mißbilligt, die Disziplin und treue der Armee erhielten und förderten. Die Kompaniechefs und Leutnants haben dies bewirkt; unsere Kommandeure und Generale hatten den Kopf verloren und vertuschten alles, nicht nur politisch gefährliche Kundgebungen einzelner Soldaten, sondern auch gewöhnliche Disziplinarvergehen, die damals sehr häufig waren.
    Überhaupt scheint mir in dem preußischen Offizierskorps ein ungewöhnlicher Sinn nach Unabhängikeit von Oben und ein Aufsichnehmen der Verantwortlichkeit, wie in keiner anderen Armee sich herangebildet zu haben.
    Wie einst ein Stabsoffizier einen einen erhaltenen Befehl ausführte, wurde er von einem hochgestellten General mit den Worten angelassen: „Herr dazu hat sie der König zum Staatsoffizier gemacht, daß sie wissen müssen, wann sie nicht zu gehorchen haben.“

    Auch auf unsere Schlachtentaktik hat diese Sinnesart unbestreitbaren Einfluss geübt. Die preußischen Offiziere vertragen nicht die Einengung von Regeln und Schema wie in Rußland oder England.
    Mit unseren Offizieren ist es nicht möglich, so regelrecht eine Defensivschlacht zu schlagen, wie Wellington es, den einzelnen durch Methode und Regel eingehend eingeführt hatte. Wir lassen dem Ingenium des einzelnen freieren Lauf.

    Prinz Friedrich Karl von Preußen, 1860

    Alles liebe
    Bettina

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  8. Richard d. Ä. sagt:

    Nochmal zu „Väterchen Stalin“, dem man auf dem Foto oben neben Roosevelt und Churchill nur noch ein Stück seines linken Armes gelassen hatte.

    In der Interpretation russischer Historiker fällt mir eine Revision seines Geschichtsbildes auf. Während man sich bislang vor allem im Westen darüber streiten konnte, wer eigentlich der furchtbarere Verbrecher war, Stalin oder Hitler, hört man aus Rußland: Das mit den vielen Millionen Toten, die Stalin auf dem Gewissen habe, würde nicht stimmen, es hätte sich maximal um 700.000 gehandelt (an denen andere, wie z.B. Chruschtschow, größeren Anteil als Stalin gehabt hätten). Trotzki sei der Mann Großbritanniens gewesen, das für die Finanzierung und Auslösung der Oktoberrevolution verantwortlich gewesen sei mit dem Ziel, die riesigen russischen Ressourcen der angloamerikanischen Hochfinanz zugänglich zu machen. Stalin habe Rußland letztendlich vor dem Zugriff der Angloamerikaner gerettet (das würde vielleicht auch die 1937er Schauprozesse und die Säuberungen im Militär verständlicher erscheinen lassen). Als Stalin 1929 Trotzki aus der Sowjetunion geworfen habe, hätte die Hochfinanz eine Alternative zum „Plan Trotzki“ gebraucht und hätte sich dafür entschieden, Hitler und Deutschland für einen erneuten Krieg gegen die Sowjetunion herzurichten: deshalb seit 1929 die massive finanzielle Unterstützung Deutschlands durch die angloamerikanische Hochfinanz … Die im Februar 1945 erfolgte scheinbar sinnlose und verbrecherische Bombardierung Dresdens sei wegen Stalin erfolgt, dessen Rote Armee bereit stand, den östlichen Teil Restdeutschlands zu übernehmen – die Bombardierung sei eine Warnung an Stalin und seine künftigen Pläne gewesen („Sieh her, so können wir es auch jederzeit mit dir machen“) …

    Etliche der Interpretationen von Nikolai Starikow sind für mich nachvollziehbar:

    Wer finanzierte Hitler? https://www.youtube.com/watch?v=IQ_nD_e1mS0 (22 min)

    Sie hätten auch die Atombombe auf Dresden abgeworfen, wenn sie die gehabt hätten: https://www.youtube.com/watch?v=b4pCc4iz6Ao (9 min)

    Interessant auch Prof. Andrej Fursow: Psychohistorischer Krieg: https://www.youtube.com/watch?v=j4Qb1BN3aA4&feature=youtu.be (21 min)

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  9. luckyhans sagt:

    zu Bettina 11/05/2017 um 01:41

    „„Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“ –
    Ob die jungen Leute bei ihrem Schwur wohl wissen, daß sie einer ausländischen (!) Organisation die Treue schwören?
    Und daß sie einer nationalsozialistischen Definition des Volkes („deutsch“ vom 5. Februar 1934) anheimfallen, die sie zu verteidigen schwören?
    Ob man ihnen wohl gesagt hat, daß die Armee, in der sie dienen, unter ausländischem Kommando (Nato, d.h. VSA-General) steht?

    Sollte man ihnen das nicht mal „verklickern“?

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  10. luckyhans sagt:

    zu RdÄ um 06:36
    Ja, es wird in Rußland inzwischen sehr vieles neu aufgerollt, was dem aufrechten Menschen Stalin, der sich selbst überhaupt nicht bereichert hat, und der im März 1953 gerade noch rechtzeitig ermordet werden konnte (kurz vorher, im Dezember 1952, hatte man seinen Leibwächter, Nikolaj Wlasik, unter bösartigen, erdachten Vorwänden aus dem Amt gejagt, damit die Vergiftungsaktion überhaupt durchgeführt werden konnte) tatsächlich zuzuschreiben ist, und was durch den Verräter Chrustschow (der Krim-Verschenker und Selbst-Bereicherer, wie alle seine Nachfolger) einfach ausgedacht und ihm zugeschrieben wurde (um die eigene Unfähigkeit zu bemänteln).
    So bleibt auf Josefs Haben-Seite auf jeden Fall die Industrialisierung des bürgerkriegszerstörten, von den Angelsachsen zum Rohstoffanhängsel bestimmten multinationalen Riesenlandes in den 1930er Jahren, der letztendliche Sieg im opferreichen Existenzkampf gegen Hitlerdeutschland, der schwindelerregende Wiederaufbau des iun weiten Teilen stark zerstörten Landes nach dem Krieg mit alljährlich sinkenden (!) Preisen für Grundnahrungsmittel und Gebrauchswaren bis 1953 (ein Nachweis der Überlegenheit der Planwirtschaft) und vieles andere mehr, was manche heute gern „unbekannt“ sähen…

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  11. Vollidiot sagt:

    Noch wird in Flandern täglich von Briten des WK1 gedacht.
    Die Siegesparaden der 4 Signatarmächte/Versaillesgauner (WK1 und WK2) sind existentiell für den geplanten Verlauf.
    Warum sollte sich also auch nur einer nicht daran halten?
    Waren doch ALLE darin eingebunden – warum darüber streiten wer das größere Schwein war.
    Die aktuellen Gauner prägen unsere Zeit, also auch so kleine Rehpinscher wie deutsche Kapos (z.Zt. Weiberpauer) in Berlin, die meinen mit den großen Doggen schiffen gehen zu können (da hilft auch kein Handstand).

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  12. Vollidiot sagt:

    Ganz wichtig (von Wicht): die Antonio-Amadeu-Stiftung hat auch schon was zu den BW-Vorkommnissen gesagt.
    Weil eine ihrer Aufgaben die Beobachtung rechtsextremer Tendenzen usw. ist.
    NSU und Franco – immer wieder die gleiche Sau aufm Marktplatz.
    Lästig und langweilig diese Inszenierungen – und teuer – und für Rückgraterweichungen, nicht nur bei Richtern und Staatsanwälten, immer gut.

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  13. Peter S. sagt:

    Zitat: „Die Bundeswehr ist bisher noch die einzige Insitution, die sich auf Ehre und Kameradschaft beruft.“

    Also das Schild wird ja tatsächlich immer gerne hochgehalten aber Anwendung findet es, nach meinen Erfahrungen aus erster Hand, nur als Druckmittel.
    So nach dem Motto: „Hey Kamerad, kannst du meine Wache am WE übernehmen, weil [beliebige Ausrede hier]?“
    Sagst du nein wirst du als nächstes „Kameradenschwein“ hören, sagst du ja bist du der einfach nur der Dumme der demnächst sehr oft am WE Wache haben wird – oder das Bier von „Kameraden“ bezahlt die er eigentlich garnicht kennt usw.
    Ich bin damals sehr früh auf die Schnauze gefallen (was direkt zu meiner ersten Befehlsverweigerung führte) weil ich an das Konzept Kameradschaft (in Verbindung mit Loyalität) geglaubt habe.
    Danach habe ich das ganze nurnoch beobachtet und immer wieder als bloße Manipulation bestätigt gefunden.

    Das obige gilt zumindest für Mannschafts- und die unteren Unteroffiziersdienstgrade im Rahmen der damaligen Wehrpflicht (AGA/SGA).
    Man könnte jetzt spekulieren das es ab SAZ anders läuft aber das wage ich zu bezweifeln, denn wahre (also nicht einseitige) Kameradschaft zeigt sich, so glaube ich, nur in Extremsituationen, und auch da nicht Flächendeckend.

    xxxxxx

    Zitat: „(…)und vorher als Familienminsterin gnadenlos versagt hat.“

    Hat sie das?

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  14. luckyhans sagt:

    zu Pe-S um 22:01
    „Komm, Kamerad, nimm du die Knarre, und laß mich hintern Baum“… so etwa?
    Nein, das ist keine Kameradschaft, sondern Ausnutzen anderer.
    Und das ist in dieser Gesellschaft allgegenwärtig, WEIL es Grundprinzip ist:
    Egoismus in Reinkultur und Betrug/Ausbeutung des anderen sind die wahren „Triebkräfte“ des Kapitalismus – das kann man überall beobachten.

    „Ehre“ ist ein Konzept, wie auch „Erfolg“ oder „Schuld“ – es wird von außen dem Menschen aufgenötigt.
    „Hast du keine Ehre im Leib?“ – da wird meistens etwas als „Ehre“ angesprochen, das höchstens Ansehen in den Augen gewisser anderer beinhaltet.
    Tatsächlich „ehrlich seiend“ wird der Mensch in der jetzigen Gesellenschaft immer „der Dumme“ bleiben – so ist diese konstruiert und aufgebaut.

    Ich brauche keine „Ehre“, die mir andere zumessen nach ihrem Gutdünken.
    Ich habe eine Würde, die ich in mir trage und die ich selbst bestimme – wie auch, wenn mich jemand unwürdig behandelt – mehr brauche ich da nicht…

    Und genauso ist „Erfolg“ für mich, wenn ich mit mir und meinem Handeln (denken, fühlen, reden, wollen und tun) im Gleichklang bin – auch da muß mir niemand sagen, ob er mich für „erfolg-reich“ (reich = Erfolg?) hält oder nicht – denn seine Maßstäbe können mir auch mal völlig egal sein… 😉

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  15. Peter S. sagt:

    @LH
    „Und das ist in dieser Gesellschaft allgegenwärtig, WEIL es Grundprinzip ist:
    Egoismus in Reinkultur und Betrug/Ausbeutung des anderen sind die wahren „Triebkräfte“ des Kapitalismus – das kann man überall beobachten.“

    Stünde da statt Kapitalismus Neoliberalismus würde ich dir vom ersten bis zum letzten Wort zustimmen, weil das von dir geschriebene genau das ist was ich denke und fühle – nur das du es deutlich besser in Worte gefasst hast. 😀

    Warum unterscheide ich Kapitalismus und Neoliberalismus?
    Weil das heutige System schon lange kein Kapitalismus mehr ist – der Kapitalismus braucht hohe Löhne um (Waren-)Absatz zu schaffen. (Und die Löhne ziehen an den „Rändern“ nach weil die Produktivität immer weiter gesteigert wird so lange der Müll an den Mann gebracht werden kann)
    Wenn sich den Scheiß, den eigentlich eh keiner braucht, niemand leisten kann passiert das was man heute überall sehen kann, Zerfallserscheinungen in Form von Stagnation und immer stärkerer (noch verschleierter) Inflation begleitet vom verarmen und zerfallen der Gesellschaft wohin man schaut. (weiter unten kommt der Rest der Effekte)

    Ich möchte klarstellen daß hiermit keine Lanze für den Kapitalismus brechen will denn:
    Klar ist das der Kapitalismus sich am Ende IMMER selbst auffrißt – nachdem er die Umwelt und damit die einzig relevante Lebensgrundlage der Menschen zerstört hat … aber bis dahin ist der Kapitalismus (überspitzt formuliert) eben doch nur eine perverse Version des Sozialismus.

    Der Liberalismus dagegen will die Löhne ins Bodenlose senken weil das in die sogenannte „Privatwirtschaftliche Rationalitätsfalle“ (wenn ausdrücklich gewünscht erkläre ich die Begrifflichkeit) führt welche, dank Schuldenbremse, sehr schnell alles außer den Konzernen zerstört (siehe 1929 + Sparpolitik der WR) und dann die Konkursmasse billig aufkaufen können.
    Die Konzerne wollen, als Lobbyverein der NeoL sowieso „zurück“ zur Sklaverei welche, wenn man ehrlich ist, nie wirklich ganz weg war und schon lange in einer modernisierten Form wieder da ist, nur heutzutage sind die Sklaven weitgehend ausgelagert – man muß sie nichtmal mehr selber durchfüttern und ihnen Lager bauen, was dem verschleiern der Wahrheit vor der breiten Masse sehr zuträglich ist.
    Nur geht es den Neoliberalen noch nicht weit genug weshalb sie (leider sehr erfolgreich) daran arbeiten ihre kranke Ideologie weiter voran zu treiben.

    Was den „Spaß“ (-.-) ganz offen und sehr viel direkter Menschenfeindlich macht, die Zerstörungsreihenfolge ist, vereinfacht gesagt, auf den Kopf gestellt.

    Und auch hier ist wieder eine Sache offensichtlich: Wenn das ganze nicht als Endlosschleife konzipiert ist, was meiner Meinung nach nur Oberflächlich logisch scheint – tatsächlich aber reichlich sinnlos wäre, steht am Ende auch der Untergang zumindest der allermeisten Konzerne selbst.
    Das Ziel, wenn es ein solches (außer NWO, das wirkt aber irgendwie zu dünn) gibt, erschließt sich mir noch nicht, wenn überhaupt jemals – ich weiß das du, LH, hier irgendwo noch ein paar Artikel erstellt hast die das Thema („Endziel“) auch beleuchten, ich muß da, wenn ichs wiederfinde, nochmal reinschauen – hab das meiste nur flüchtig überflogen und auf später vertagt.

    Tjo wieder mehr geschrieben als ich eigentlich wollte – finde aber das Thema geht nich in kurz, naja vielleicht seh ich die Abkürzung auch einfach nur nicht. 😉

    PS: Ich möchte zum Abschluß; nur für den Fall das es in Vergessenheit geraten sein könnte; nochmal daran erinnern das ich, von der einen Kleinigkeit mal abgesehen, haargenau bei dir bin.

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  16. luckyhans sagt:

    zu Pet-S um 08:15
    Da, meine ich, bist du leider im Irrtum: Der sog. Neoliberalismus, der nebenbei gesagt mit wirklich „liberal“ soviel zu tun hat wie eine Kuh mit der Raumfahrt („wir lassen heute mal die Kuh fliegen“), ist nur der klare und offene Ausdruck des Kapitalismus.
    Denn alle Kapitalismus-Wirtschafts-Theorien bisher haben irgendwelche Teile „ausgespart“ und nicht betrachtet – dazu ist das Buch von Bernd Senf „Die blinden Flecken der Ökonomie“ sehr aufschlußreich.
    Und über den „Charakter“ dieses Systems, das – entgegen allen Be-teuer-ungen – nur auf Charakterlosigkeit, Betrug, Ausbeutung anderer, Egoismus und Ellenbogengebrauch beruht, waren wir uns wohl schon einig (siehe unsere www-Serie)… 😉

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  17. Vollidiot sagt:

    Der Neoliberalismus (ist auch, typischerweise ein -mus) trägt in sich das Konzept der Befreiung von materiellen Zwängen, also z. B vom gesellschaftlichen Zwang ein eigenes Haus haben zu müssen, oder einen Q7 oder eine Badewanne oder ein Schlaufon oder einen Wintermantel oder Wollsocken oder ein Medikament oder einen eigenen Grabplatz. Der Mensch zum freien Gebrauch – ex und hopp.
    Der Kapitalismus, bleiben wir bei Mordechai Marx, bietet uns die Religion des Gegensatzes von Arbeitgeber und -nehmer und dem Mehrwert und der unterschlagenen Geldfrage.
    Auf diesen ganzen Schlagwortscheiß verzichten – weil dieser Scheiß, ganz typisch für westliche Wertedemokratien, der Vernebelung und Manipulation dient. Alles bekommt einen knappen Namen, eine Konnotation – damit kann Homo Blödis alles locker und leicht abspeichern und bequem darauf zurückgreifen.
    So ähnlich wie beim Wahl-o-mat.
    Demokratie, wie man leicht wieder sehen kann, ist die Endform des Staates.
    Wir können warten bis sich dieser Blödsinn in seiner Hohlheit, dem schwarzen Loch der Demokratie, verschwindet.

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  18. thom ram sagt:

    Volli 17:47

    Ich möchte doch sehr unterschieden haben zwischen Demokratie, so, wie ich sie auch heute verstehe, nämlich als Herrschaft des Volkes (die Geschichten von Griechenland, da die Demokratie auch schon eine Form der Kasten war, ist mir egal), und Demokratie, so, wie sie zum Bleistift in der Bunzelrebbublick getätigt wird, nämlich als reine Diktatur unter dünnem Deckmäntelchen von Scheingefechten in Parlamentarium, welches ein einziges Theater ist, dessen ich mich auch als kuhschweizerischer Nichtdeutscher schneidend fremdschäme.

    Ich verfechte Demokratie. Aber holla. Demokratie heisse Herrschaft des Volkes. Wer anders sollte denn herrschen, denn das Volk?

    Und wenn das Volk aus Menschenfressern besteht, so mögen sie ihre Menschenfresserei in ihrem Lande pflegen. Und wenn das Volk aus Menschen besteht, welchen die Kreatur heilig ist, so mögen sie die Macht ausüben, die Kreatur zu heiligen.

    So.
    Das war aus der alten Welt geplaudert.

    Wenn ich das Neue Zeitalter herhole, so läuft das nicht mehr so oberflächlich logisch linear. Im NZ, da läuft alles, aber alles anders. Das Individuum ist sich seiner Einzigartigkeit und Eigenverantwortlichkeit bewusst, und gleichezeitige ist es sich bewusst, dass alles in einem, eines in allem ist. Mein heutiger Verstand kommt da noch nicht mit, doch weiss ich halt Zeugs, was mein Verstand vergeblich zu fassen versucht. Das Miteinander läuft im NZ anders. Die tatsächlichen Verbindungen untereinander wirken sich positiv kreativ aus, teils immer noch unbewusst, teils bewusst.

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  19. Vollidiot sagt:

    Thom

    Demokratie ist „Herrschaft des Volkes“.
    Wo und wie?
    So wie im Bundes-Bern oder in Glarus?
    Oder im Clo bel Offiß?

    Der Begriff Demokratie ist eine Hülse, abgereichertes Uran.

    In der NZ braucht es keine Demokratie mehr.

    Warum und wie soll das „Volk herrschen“?
    Indem es Mehrheiten bildet, die dann bestimmen bis zur nächsten Wahl?
    Die Idee hinter der Worthülse ist entscheidend.
    Finger heben – Mehrheit – Klugheit – Machen?
    Demokratie ist kumulierendes Elend, gelegentlich wellenförmig sich ausprägend, aber immer interessendurchdrungen. Hier ist Max Weber zu nennen mit seiner Aussage der geistigen Kräfte, die um die Macht gedrängt sind. Seit der vielgerühmten Entstehung der modernen Demokratie, bezeichnenderweise in England, ist ihr Wirken beobachtbar.
    Bitte den Kopf demokratiefuselfrei machen und nüchtern die Historie der modernen Demokratien betrachten.
    Cui bono?
    Diese geknechteten, deformierten Völker (vorneweg das engl. Volk) sollen herrschen?
    Klar doch, sie wählen das Ober- und Unterhaus, Parlamente allüberall – und es geht ihnen prächtig – freie Menschen in einer freien Welt.
    Noch mehr blöde Sprüche?
    Nie gab es mehr Verbrechen und Schäbigkeiten als in den und heraus aus den „demokratischen Volksherrschaften“.
    Die Strukturen der Demokratien mit Parteien, Ausschüssen, Entscheidungen, Wahlen sind dem Mißbrauch völlig ungeschützt ausgesetzt, weil die Veruchung der Macht direkt und breit wirkt.
    Und immer ist es eine Minderheit die leidet – warum muß sie das?
    Diese Demokratien schufen und schaffen Revolutionen, Kriege, Ströme von Blut – weil die Völker das wollen?
    So hat das engl. Volk den WK1 gewollt – oder?
    Und die Franzosen Indochina, Algerien, Libyen, Syrien?
    Und die Amis – bringen Freiheit nach Nigeria, Sudan, Jugoslawien, Iran, Irak und und und..
    Und die Superdemokraten in der calvinistischen Schweiz ……………………………………………..
    Demokratien an solchen Kriterien gemessen sind so ziemlich das Letzte.
    Immer überlegen sie sich als Wolf welches Schaf als nächstes verspeist wird.
    Als Mitteleuropäer kann ich ein Lied davon singen, wenn ich das Aas BRD betrachte und die Geier der demokratischen „Volksherrschaften“.
    Sirenengesänge – locken – töten – fressen.
    Das Volk herrscht in der selbst gewählten Endform des Staates – frei darf es nie werden – nur frei wählen – am besten am Wahlautomat.
    Leider verwechseln zu viele den demokratischen Wackelpudding mit Hirn in der Birne.
    Die Idee der Demokratie gaukelt das Gegenteil vor von dem was sie anrichtet im Individuum.

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  20. thom ram sagt:

    Ach Volli, immer bin ich dumm und meine, Hörer oder Leser können in mein Hirni schauen, wenn ich eine Kurzfassung rauspupse.

    Mit „herrschen“ meine ich nicht „beherrschen“. Treffender jedoch hätte ich „bestimmen“ schreiben sollen: Das Volk soll so leben, wie es leben will. Und als Zelle sehe ich die Sippe. Mit grösstmöglicher Eigenbestimmung. Und eines höher das Dorf. Mit grösstmöglicher Eigenbestimmunge. Und so weiter. Habe das schon mehrfach gerufen, werde es noch mehrfach tun voraussichtlich. Keine Sau scheint das zu begreifen. Schier allesamt gefangen im stieren Blick auf die herrschende Schein Demo Kracke, die was? die nix als frisst.

    Visionen sind gefragt, Volli, Visionen. Wenn du einen Bau dir denkst, was machst du? Visionieren tust du. Visioniere für unser Zusammenleben, alter Weiser.

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