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Atombomben-Mythen – 1

Dies ist ein weiterer Artikel über Atomwaffen und deren Anwendung. Wissen darüber schadet nicht, sofern man sich nicht in irrationale Ängste hineinsteigert – im Gegenteil: es bewahrt davor.
Aber: es ist angebracht, auch diesen Mitteilungen (wie allen!) hinreichend kritisch gegenüberzutreten. Denn schon in den Begriffsverwendungen (z.B. Strahlung – Teilchen) werden Widersprüche deutlich, die einer Lösung harren.
Und je mehr wir uns dabei auf unseren gesunden Menschenverstand verlassen und die manipulativen Beeinflussungen hinter uns lassen, desto eher werden wir auch zu einem der Wirklichkeit nahen Abbild dessen gelangen, was uns umgibt – und was geschehen ist.

Beispiel: Wenn nach den Atombombenabwürfen in Japan 1945 die Zahl der genetischen Mutationen bei den Nachkommen der Opfer nicht signifikant erhöht ist, dann läßt dies nur 2 Schlußfolgerungen zu: entweder sind die mutierenden Strahlungseinwirkungen auf die DNS viel geringer als uns bisher eingetrichtert wurde.
Oder es waren damals keine Atombomben im Einsatz – vielleicht
weil es gar keine gibt?

Jeder strenge bitte sein eigenes Hirn an…
© für die Übersetzung aus dem Russischen: Luckyhans, 5.8. 2016


Der Atomschlag gegen uns ist schon erfolgt (1)

Alexej Artjemjew, 25. Januar 2012

Es ist an der Zeit, Klarheit in der Frage der Anwendung von Atomwaffen zu schaffen. Wenn wir unsere heutige Situation richtig einschätzen wollen, dann müssen wir unsere Vergangenheit deutlich erkennen und auch einige „Errungenschaften“ der „heimatlichen“ Partei und Regierung…

Wir und die Strahlung

Heutzutage ist die Bevölkerung so dressiert, daß sie in den Zustand einer verschreckten Herde verfällt, sobald jemand an „die Atombombe“ erinnert, und noch mehr wenn es um die Explosion und die radioaktiven Verunreinigungen geht.
Da werden wieder die verschiedensten Mythen unterstützt. Zum Beispiel über die Unmöglichkeit der Anwendung von Atomwaffen in modernen Kampfhandlungen – als ob das ein Selbstmord wäre und niemandem einen Vorteil brächte.
Und so erscheint es uns auch unmöglich, daß jemand kühl einen massierten Atomschlag gegen unsere Städte planen könnte. Aber genau solche Pläne werden erarbeitet!
Atomwaffen wurden bereits in militärischen Konflikten eingesetzt, und sogar gegen die eigene Bevölkerung (
Die Zerstörung der Zwillingstürme“).

Der finstere Mythos, der die fürchterlichen Einwirkungen der Reststrahlung auf alles Lebende nach einer Atomexplosion ausmalt, unterdrückt jeden Willen zum Widerstand. Und mehr noch, er schließt von selbst aus unserer Wahrnehmung die Spuren der Anwendung dieser Waffen aus.
Wir denken doch, daß das viel zu schrecklich ist, um Wirklichkeit zu werden. Und wie könnte man solches auch
nicht bemerken?

Aber das wirkt nur bei unaufgeklärten Menschen. Die Atom-Fachleute leben in einer realistischeren Welt. Sie fühlen, wie wir alle, die Strahlung nicht, aber dafür wissen sie sicher, woher sie kommt, wieviel davon an konkreten Stellen ist, und womit uns das bedroht.
Sie sind sozusagen Sehende. Wollen wir uns nicht auch dieses „besondere Sehen“ zulegen? Dann werden wir die Welt tiefer betrachten köennen. Um so mehr, als daß für die Bewertung der interessanten Fakten, die im weiteren aufgeführt sind, nur minimale Basiskenntnisse erforderlich sind.
Lesen wie also bitte geduldig die nächste halbe Seite und freunden uns mit einigen Begriffen und Einheiten an.

Radioaktivitätdas ist die Instabilität der Atomkerne einiger Atome, die sich in deren Zerfall ausdrückt, die ist begleitet von der Ausstrahlung ionisierender Strahlung.

Strahlungsarten:

Alpha-“Teilchen“ – relativ schwere positiv geladene „Teilchen“ (Helium-Kerne). (falsch: Protonen, d.h. Wasserstoff-Kerne – d.Ü.)

Beta-“Teilchen“das sind einfach Elektronen. (was sind Elektronen – Wellen oder Teilchen? – d.Ü.)

Gamma-Strahlung (nahe der Röntgen-Strahlung) – hat dieselbe Natur wie auch sichtbares Licht, verfügt allerdings über eine viel größere Durchdringungsfähigkeit (und warum? wie genau wirken sie auf due Zellen und Gewebe? wie genau gehen die Resonanzprozesse vor sich?)

Die Einwirkung der Strahlungen auf den Menschen nennt man Bestrahlung. Das ist die Übergabe von Energie an die Zellen des Organismus.
Bei großer Dosis ruft die Bestrahlung Störungen im Stoffwechsel hervor, Infektionskomplikationen, Leukose und bösartige Geschwüre, Strahlungsunfruchtbarkeit, Strahlungskatarakte, Strahlungsverbrennungen und die sog. Strahlenkrankheit.

Was die genetischen Mutationen betrifft, so konnten solche bis heute noch nie beoachtet werden. Sogar bei den 78.000 Kindern jener Japaner, welche die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki überlebt haben, wurde keine Erhöhung der Fälle(zahl) von Erbkrankheiten festgestellt (siehe das Buch der schwedischen Gelehrten S. Kullander und B. Larsson „Das Leben nach Tscherlobyl“).

Erinnern wir uns daran, daß auch heutzutage noch ein viel größerer realer Schaden der Gesundheit der Menschen durch die ständigen Emissionen der Werke der chemischen und Stahlerzeugungs-Industrie zugefügt wird; um so mehr als der Mechanismus des Entstehens von bösartigen Geschwüren in den Geweben durch äußere Einwirkungen bis heute der Wissenschaft nicht genau bekannt ist.

Gemessen wird die Radioaktivität als Intensität des Zerfalls (Aktivität) in Becquerel (Bq); ein Bq entspricht einem Zerfall pro Sekunde in einer bestimmten Menge Stoff – als Bq/kg oder als Bq pro Kubikmeter ausgedrückt. Dasselbe mißt auch die Einheit Curie – allerdings ist das eine sehr große Einheit, denn 1 Curie ist gleich 37 Mrd. Bq.

Wenn ein Stoff eine bestimmte Aktivität hat, so sendet er eine ionisierender Strahlung aus. Als Maß für die Einwirkung dieser Strahlung auf Stoffe oder Lebewesen dient die Strahlungsdosis (Expositionsdosis). Die Maßeinheit der Leistung der Expositionsdosis ist Milli-Röntgen pro Stunde (mR/h).
Wenn ein Mensch also 10 Stunden lang einer Strahlung von 0,150 mR/h ausgesetzt war, dann beträgt die reale Strahlungsdosis, welche er erhalten hat, 1,5 mR (Milli-Röntgen = Tausendstel Röngten).
Es gibt noch einige kleine Besonderheiten, und auch weitere Maßeinheiten (1 ber = 0,01 Sievert, 1 Sv = 100 Röntgen), aber für das Verständnis der Prozesse ist das erstmal ausreichend.

Strahlung ist eine sehr verbreitete Eigenschaft der Materie. Die Sonne ist faktisch eine gigantische Wasserstoffbombe. Sie strahlt nicht nur in einem breiten Spektrum Photonen ab, sondern auch eine Masse von Ionen, sowie auch Gamma-Strahlung.
Den Kosmonauten ist das gut bekannt. Die Wände der Raumschiffe sind nicht in der Lage, sogar in einer solchen Entfernung gegen die Macht der Strahlung der Sterns zu schützen.
Auch die Kraft, welche die Erde von innen erwärmt, hat mit dem Zerfall der schweren transuranen Elemente zu tun.
(dem aufgeklärten Leser sind natürlich auch andere Vorstellungen betreffs der Sonne und der Erde bekanntd.Ü.)

Also, Strahlung gibt es überall.

Aus dem Kosmos kommen bis zu 14% der Dosis, die wir ständig erhalten (stellen Sie sich vor, wieviel durchaus reale Strahlung wir mitbekommen haben, als sich im Jahre 2010 die Ozon-Schicht um die Hälfte verringerte). (auch hier kennt der aufgeklärte Leser ganz andere Faktend.Ü.)
37 % kommen von Baumaterialien und radioaktiven Gasen, die aus der Erde aufsteigen (Radon); 19% von der Radioaktivität des Bodens selbst; 17% von unseren Körpern und der Nahrung, und 13% von medizinischen Behandlungen.
Wir baden also von der Geburt bis zum Tode in Strahlung und senden auch selbst welche aus. Strahlung gibt es immer – die Frage ist nur nach deren Intensität.

In der einen Stadt zeigt das Dosimeter 0,015 mR/h, in der anderen 0,15 mR/h. Und wieviel sind es in der Stadt Kurtschatow, die nur 60 km vom Semipalatinsker Atom-Testgelände entfernt ist? Und wie gefährlich ist das für die dortigen Einwohner?
Meist geht es in diesen Fälle um die sog. natürliche Hintergrundstrahlung, die für den jeweiligen Ort typisch ist.
Hier steckt schon ein Fehler, denn „typisch“ bedeutet eben nicht „natürlich“. Das Gestank einer städtischen Müllkippe ist auch „typisch für diesen Ort und sehr stabil, aber was hat er mit der Natur zu tun? Das ist menschengemacht.
Leider gibt es oft Grund für solch „schwärzeste Verdachtsmomente“…

Der Atomschlag der Fünfziger Jahre

Niemand kann negieren, daß in der Zeit von 1949 bis 1963 auf dem Territorium der UdSSR ein Schaden durch 209 Atombomben mit einer summaren Leistung von ca. 250 Mt (das sind Megatonnen = Millionen t gemeint ist das sog. TNT-Äquialent, in dem allgemein die Mächtigkeit einer beliebigen Sprengung ausgedrückt wird: „wieviel Trinitrotoluol hätte man gebraucht, um ein vergleichbares Ergebnis zu erzielen?“ – zum Vergleich: die Welt-Jahresproduktion an sog. konventionellen Sprengstoffen beträgt ca. 10 Mt – d.Ü.) entstanden ist.
Haben Sie jemals davon gehört? Sonderbar, nicht wahr?
Denn diesen durchaus realen Atomschlag haben wir uns selbst zugefügt, indem wir diese Atombombentests gemacht haben. Genauso wurde es übrigens auch in anderen Staaten gehandhabt – wovon man sich
in dieser Visualisierung aller Atombombentests der Welt überzeugen kann.

Es ist schwer zu entscheiden, ob das unter jenen Bedingungen berechtigt gewesen ist, aber das wichtigste jetzt ist doch die quantitative Bewertung dessen, was dort geschehen ist. Diese gesprengten Atomladungen entsprechen 16.600 jener Bomben, wie sie auf Hiroshima abgeworfen wurde.

Einen ähnlichen Schaden könnte England anrichten, wenn es sein gesamtes Atomwaffenarsenal auf Rußland abfeuern würde. Mit der einzigen Bedingung, daß nicht zielgerichtet, sondern „nur“ auf Wälder und Felder geschossen wird, ohne Zerstörung der Infrastruktur und ohne Massenopfer. Interessant wäre, wie wir, wie das Volk Rußlands insgesamt, ein solches Ereignis bemerken würden? Bei entsprechender Abdeckung durch die Massenmedien vielleicht gar nicht…

So etwas erscheint uns unwahrscheinlich, aber lassen Sie uns mal betrachten, wie das alles tatsächlich abgelaufen ist. Bei uns waren die Tests auf 2 Gelände konzentriert – Semipalatinsk (in Ost-Kasachstan – d.Ü.) und Nowaja Semlja (eine Inselgruppe im arktischen Meer – d.Ü.). Die haben beide etwa gleichviel abbekommen.
Bemerkenswert ist das Semipalatinsker Testgelände, denn das ist ja eine bewohnte Gegend. 500 km bis zur Stadt Barnaul, 250 km bis Pawlodar, Ekibastus und Karaganda.
Die erste Atomladung wurde dort im Jahre 1949 gezündet. Zu diesemZeitpunkt gab es 60 km vom Testgelände entfernt schon die 2 Jahre vorher gegründete Stadt Kurtschatow. Und 1954 wurde in 80 km Entfernung die Stadt Tschagan gegründet
(damals als „Semipalatinsk-4“, heute eine Geisterstadt – d.Ü.).

Nun stellen Sie sich das mal vor – in 60 km Entfernung von der Stadt wurden innerhalb von wenigen Jahren etwa 100 atmosphärische (nicht unterirdische!) Atombomben- und Wasserstoffbomben verschiedener Mächtigkeit gezündet – von 1 Kilotonne bis mehrere Megatonnen, mit einer Frequenz von durchschnittlich einmal pro Monat.
Wenn man die Erdkrümmung beachtet, dann kann ein Beobachter in der Stadt Tschagan alles sehen, was sich über 500 m über dem Testgelände erhebt. Und sogar eine Kleinstladung von 1 kt erzeugt einen charakteristischen Atompilz von ca. 3 km Höhe.
Und bei 1 Megatonne erreicht der Pilz eine Höhe von 19 km.
Solch ein Test ist tags wie nachts in Tschagan in seiner vollen „Schönheit“ zu betrachten, und in Kurtschatow erst recht.

Das klingt schrecklich, aber die trockenen Zahlen sind nicht so schlimm. Die atmosphärischen Tests auf dem Semipalatinsker Gelände hatten eine summare Leistung von angenähert 100 Mt (nun ja: etwa die Hälfte von 250 Mt sind also ca. 100 Mt? soso… – d.Ü.) .
Wenn sie sogar in relativ kurzer Zeit
(gemeint ist wie ein Flächenbombardement – d.Ü.) wären durchgeführt worden, so hätte die Fläche der vollständigen Zerstörung etwa 8500 qkm betragen – das ist ein Quadrat mit der Kantenlänge von 92 x 92 km. Die komplette Brandzone wäre nochmals ein Quadrat von 107 x 107 km (nur ist in der Wüste nichts, was brennen könnte). Also wäre all das durchaus im Rahmen des Testgeländes geblieben, und nicht des halben Landes.
Wenn man noch berücksichtigt, daß die Tests sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren erstreckt haben, dann ist das durchaus auszuhalten. Dann sind das also gar nicht solche Fanatiker, die Atomleute, die so ruhig in der ruhmreichen Stadt Kurtschatow leben.

Da gibt es nur ein ABER – die Strahlung. Denn das ist ja, wie uns immer eingeblasen wird, das schrecklichste und schädlichste. Ein überall eindringender unsichtbarer Feind.
In unserem Falle hätte bei gleichzeitiger Auslösung mittlerer Ladungen der genannten summaren Leistung, ein Quadrat mit den Abmessungen 240 x 240 km eine Strahlung mit tödlicher Dosis von 30 Sv (Sievert) erhalten. Sogar ein Mensch mit einer Dosis von 0,05 Sv gilt schon als bestrahlt. Jedoch relativiert die zeitliche Trennung der Explosionen auch für diesen Wirkfaktor die Kraft.

Was die radioaktiven (strahlenden) Isotope betrifft, so muß man erstmal verstehen, woher sie kommen. Die Atomladung hat eine gewisse Masse, welche Uran, Plutonium usw. enthält, aber in geringen Mengen (einige Dutzend kg).
Wenn die Explosion erfolgt, verwandelt sich das alles in Dampf und wird zum Träger der Isotope. Das was verdampft und nicht in der Kettenreaktion verbrannt ist, stellt in der Folge die radioaktive Verunreinigung dar.
Außerdem zerfällt ein Teil der Ladung, welcher an der Reaktion teilgenommen hatte, in leichtere radioaktive Isotope. Das bringt auch radioaktive Verunreinigungen.
Und zuletzt bombardiert die von der Explosion ausgehende Gamma-Strahlung die Atome der Umgebung, und verwandelt einen Teil von ihnen in Isotope. Das ist die sekundäre Radioaktivität.

Es ist festzustellen, daß bei atmosphärischen Atomexplosionen (mehr als 30 – 50 m über der Erdoberfläche) der größte Teil der radioaktiven Isotope hoch in die Atmosphäre geschleudert wird. Natürlich verteilen die sich und verunreinigen ungeheuer weite Gebiete, manchmal verteilen sie sich über den gesamten Planeten. Aus der Stratosphäre fallen die Isotope überhaupt erst nach einigen Jahren wieder herunter. Deshalb, je nach Wetterbedingungen, kann man auf einem Testgeländer relativ sicher arbeiten.

Es gibt noch einen abschwächenden Faktor, das ist die Konstruktion der Wasserstoffladungen. Denn solche wurden vorwiegend getestet. Der Auswurf an Isotopen ist dort pro Leistungseinheit bedeutend geringer. Und auch dies wird für den Krieg gemacht, denn ein verseuchtes Territorium braucht kein Feind.
Insgesamt kann als realistisch angesehen werden, daß im Ergebnis der Semipalatinsker Atomtests die strahlenden Isotope sich über eine Fläche von mindestens 9 Mio qkm verteilt haben.
Die summare zusätzliche (zur Hintergrundstrahlung) Radioaktivität von einer Sprengung mit 100 Mt kann auf einem solchen Territorium 58,4 Curie pro qkm erreichen, was nicht tödlich wäre. Wobei im realen Leben die Zerstreuungs-Fläche um einiges größer sein kann.
(Anmerkung des Übersetzers: da haben wir sie wieder – die fiktive Präzision „58,4“ – nicht „ca. 60“, mit der uns „Kenntnis“ und deshalb „Sicherheit“ vorgegaukelt wird – die Annahmen des Autors beruhen worauf? auf Meßergebnissen? oder auf Schätzungen? da dies nicht gesagt wird, sind sie in jedem Falle mit großer Vorsicht zu genießen!)

Zum Vergleich, die Emissionen beim Tschernobyler Atomunfall ergaben eine um das 10fache geringere Verschmutzung, aber deren Dichte war sehr ungleichmäig verteilt.
In den nahegelegenen Territorien von einigen Kilometern war eine sehr hohe Aktivität, und in der Peripherie der Zone, welche bis Brjansk und Pensa reicht, waren die Werte nicht sehr hoch. Der wichtigste Unterschied besteht darin, daß in Tschernobyl es keinen mächtigen nach oben gerichteten Luftstrom gegeben hat, welcher einen Atompilz bildet und die Isotope in die oberen Schichten der Atmosphäre hinaufjagt.
Der größte Teil ist in unmittelbarer Nähe niedergegangen. Und aufgeschreckt wurden alle durch
die Tschernobyler Havarie nicht wegen der Strahlungsfolgen, sondern wegen der Gefahr der Explosion der kritischen Masse des Kernbrennstoffes – dem Vorgefühl des Endes für alles Leben auf dem Planeten.
(Moment mal, darüber lohnt es sich mal nachzusinnen – habe ich das richtig verstanden: ein einziger Atomkraftwerksblock kann mit seinen Mengen an Kernbrennstoff zur Vernichtung des gesamten Lebens auf dem ganzen Planeten führen?
und wir riskieren in diesem „vereinigten Europa“ mit über 400 Kraftwerksblöcken einen „lokalen“ Atomkrieg? indem wir die Stationierung und Modernisierung von VSA-Atomraketen weiterhin dulden? ja sind wir noch zu retten? – d.Ü.)

So ist also verständlich, daß die Atom-Fachleute in Kurtschatow-Semipalatinsk durchaus keine Selbstmörder sind, obwohl sie sich in nur 60 km Entfernung von dem Testgelände angesiedelt haben. (nein, sie morden lieber andere mit ihren Tests – und angesiedelt WURDEN sie dort, „Väterchen“ Stalin fragte damals gewiß nicht nach Wünschen – d.Ü.)
Parallel ist anzuerkennen, daß sie die Atomgefahr real einschätzen, weil sie mehr darüber wissen. (?) Und wir neigen dazu, in unseren Vorstellungen die einwirkenden Eigenschaften und Folgen der Anwendung von Atombomben zu überschätzen. (wirklich? – d.Ü.)

Der Einfluß der Atomexplosionen auf das Klima

Das bedeutet aber nicht, daß diese gigantische Portion (strahlender) Isotope, Wärme und Staub, die durch die Explosion von 530 Atomsprengladungen in die oberen Schichten der Atmosphäre geschleudert wurden, keine Auswirkungen auf das Klima und die „natürliche Hintergrundstrahlung“ gehabt hätten.
VOR diesen Ereignissen hat ja niemand die Hintergrundstrahlung gemessen, daher können wir mit nichts vergleichen. Im Rahmen
seiner ersten Konferenz hat Alexej Kungurow Fotos von Baumstümpfen gezeigt. Dort konnte man an den Jahresringen deutlich die Veränderungen des Klimas in den 60er Jahren erkennen. Die Jahresringe nach dieser Zeit sind dünner geworden. Der jährliche Zuwachs hat sich stark verringert.

baum ringe 599

Meine Eltern zum Beispiel haben die Veränderung des Klimas in diesen Jahren bestätigt. Sie waren damals Jugendliche und lebten in Tschuwaschien. Nach deren Worten waren vor den 60er Jahren die Winter dort sehr kalt. Praktisch jeden Dezember waren dort 2 – 3 Wochen Fröste von minus 25 °C zu verzeichnen. Die Sommer dagegen waren sehr heiß. Dementsprechend war der jährliche Baumzuwachs groß – denn wachsen tun die Bäume doch im Sommer.
Danach wurden die Winter milder, mit -15°C, und die Sommer kühler. Der jährliche Zuwachs verringerte sich. So setzte sich das fort, bis zu den letzten „
Klimaattraktionen.

Und siehe da – es fällt so zusammen, daß die maximale Anzahl der atmosphärischen Atomtests genau in den letzten Jahren vor dem Jahr 1963 stattfand. Und genau in jenem Jahr haben die Atommächte vereinbart, weitere Tests nur noch unterirdisch durchzuführen.
Warum dieses? Offensichtlich haben sie damals reale globale Veränderungen des Klimas festgestellt und
sind erschrocken. Ich denke, daß dies die am meisten wahrheitsnahe Erklärung für die Verlangsamung des jährlichen Baumzuwachses seit den 60er Jahren ist.

Quelle: http://ru-an.info/news/1335/

– – – – – – – – – – – –
P.S. selbstverständlich sind die im Artikel geäußerten Ansichten nur die Ansichten des Autors; sie erheben keinen Anspruch auf „letztendliche Wahrheit“, falls es sowas überhaupt gibt – sie wollen zum eigenständigen Nachforschen und selbständigen Überlegen anregen.
Allerdings: solange es keine umfassend aufklärende und nachvollziehbare Erklärung für die Vorgänge gibt, hat erstmal jede Theorie eine Daseinsberechtigung.
Ignoranz gegenüber Andersdenkenden schadet immer – dem Ignoranten, nicht dem Andersdenkenden.

Und noch ein Tip: tief unterirdische Atomexplosionen haben andere Charakteristika als bodennahe, auch was die Folgestrahlung betrifft…

LH, 30. April 2017


4 Kommentare

  1. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  2. […] Fortsetzung unseres ersten Teils der Übersetzung hier nun der zweite Teil und Schluß dieses Beitrages. Wie schon angemerkt, […]

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