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Wasserprivatisierung 2 / Die Vermählung der Firma Nestlé mit afrikanischem Trinkwasser

Im zweiten Teil des Filmes, ab 10:30, verlassen wir Bolivien und gehen nach Südafrika. Die Geschichte ist simpel.

Es gibt gutes Wasser. Die liebe Firma Nestlé sichert sich diese Quellen im Einvernehmen mit der auch lieben „Regierung“.

Das war’s.

Ich finde kein passendes Wort für Sesselwärmer, welche so tun, als würden sie für ihr Volk sorgen, welche in der Tat das tun, was ihrem Volk schadet – darum „Regierung“.

Die liebe Firma Nestlé hingegen, die tut etwas Gutes! Sie nimmt gutes Wasser und transportiert es in alle Welt, auf dass Menschen gutes Wasser trinken mögen! Sie verwendet dafür hochwertige Kunststoffflaschen. Sie nimmt dafür weite, weite Transportwege auf sich. Und nicht nur achtet sie auf Qualität ihre „Produktes“, nein, viel mehr tut sie! 

Für die nur wenigen Tausend Einheimischen, welche unmittelbar neben dem eingezäunten und vermutlich ziemlich sehr gut bewachten Areal mit der Quelle und den Betriebsgebäuden wohnen, für diese Einheimischen hat die liebe Firma Nestlé eine Wasserleitung gelegt! Gratiswasser für die Bevölkerung!! Ein Gartenhahn für Tausende!!!

Das ist Schweizertum! Selbstlosigkeit! Wir sind eben die Nachfahren des Henri Dunant!

Also, jetz wämmer emool luege, gäll. Was hämmer jetz do z Afrika? Isch jo wiit ewägg, aber mir händ doch au e gwüssi Verantwoortig wohrznäh, oder.

Die Leute haben die Wahl: Schwer vergiftetes Gemeindewasser saufen und dahinsiechen und elendiglich zugrundegehen. Oder den Grosslastern nachschauen, welche das gute Wasser ihres Dorfes nach Nirgendwo abtransportieren, das vergiftete Wasser ablehnen und damit den schnellen Weg des Verdurstens gehen. So ist das.

Aber Nestlé ist eine Schweizer Firma!

Flagge Schweiz

In der Schweiz wird alles ordentlich und richtig gemacht! Die Wasserflaschen entsprechen strengsten Vorschriften, darauf mache ich eine hohe Wette, und die LkWs, die haben Tüv und alles, und die Chauffeure, die dürfen ganz sicher nicht besoffen fahren und haben stets Fahrnachhilfekurse, und der Stacheldraht um das Gelände der Firma Nestlé ist garantiert aus rostfreiem Stahl, auf dass sich niemand daran verletze, und der Sessel des Direktors oben ist aus Bio – Rindsleder, ganz sicher, und er selber trinkt ausschliesslich das schwer vergiftete Wasser der gewöhnlichen Leute.

thom ram, 26.05.0004/2016

 

 

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4 Kommentare

  1. Hawey sagt:

    Hat dies auf meinfreundhawey.com rebloggt.

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  2. […] Bei 10:30 ist Themawechsel. Zum zweiten Teil des Filmes sage ich auch etwas, denn dort geht es um eine der lieben Grosskonzerne meines Vaterlandes Schweiz, nämlich um die sehr liebe Firma Nestlé:  —-> hier. […]

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  3. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  4. haluise sagt:

    und sie haben den versuch der „Konzernverantwortungsinitiative“
    … gönnt mer go luege

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