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Eine Woche „Putins“ Rußland

Und hier Teil 2 der neuen Diskussion um den russischen Präsidenten Wladimir Wladimirowitsch Putin und seine wahre Rolle in der Weltpolitik.
Um eine differenzierte Meinung anzuregen, soll hier eine Sammlung willkürlich ausgewählter Neuigkeiten aus der soeben vergangenen Woche in Kurzform nachdenklich machen.
Unsere Kommentare und Bewertungen sind jeweils farbig kursiv gesetzt.
Luckyhans, 17. April 2016
———————————-

2.
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder umfassende Darstellung folgen hier, einfach „auf gut Glück“ ausgewählt, ein paar dieswöchige Meldungen aus russischen Medien, mit der Bitte ein wenig „darauf herumzudenken“.
Dabei werden bewußt alle Reaktionen und Repliken auf
die in Teil 1 genannte Sendung „Der direkte Draht zu Putin“ nicht berücksichtigt.

Und bitte keine „einfachen Lösungen“ dazu ausdenken: in unserer heutigen hochkomplexen Welt gibt es sowas nicht. 😉

a) Zum Thema Syrien:

vorab Paul Craig Roberts zu den dortigen Wahlen, welche am Donnerstag in Syrien stattgefunden haben: http://www.antikrieg.com/aktuell/2016_04_14_diewahlen.htm

– in den russischen Fachmedien wird die „Analyse“ der zurückliegenden 1. Etappe des russischen Einsatzes der Luft-Kosmos-Streitkräfte fortgesetzt, verschiedene Fachleute bringen ihre Sichten ein:

der Militärwissenschaftler Sokolow kommt u.a. zu dem Schluß, daß solche militärischen „Stabilisierungs“-Interventionen zur Lösung eines inneren militärischen Konfliktes in einem souveränen Staat hinführen (können) und als Gegenmaßnahmen zu fremdorganisierten „Farbenrevolutionen“ und „gelenktem Chaos“ geeignet seien.
Klingt erstmal ganz gut, aber: was ist das, wenn nicht das „Betteln“ um internationale Anerkennung solcher Kriegseinsätze, die noch vor Jahresfrist von Putin als „Einmischung in die inneren Angelegenheiten“ gebrandmarkt wurden?
Wenn „wir, die Guten“ das tun, und für die „legitime „Macht“ (egal wie diese sich etabliert hat), soll es „richtig“ und hilfreich sein?
Etwas viel Beliebigkeit, findet ihr nicht?

– der Pädadoge (!) Mirkjukow feiert den Sieg der politischen Taktik, daß Putin sowohl mit seiner Entscheidung für den Einsatz und dessen Eskalation (nach dem Abschuß des russischen Bombers durch die Türkei) als auch mit dem Beschluß des teilweisen Rückzuges jeweils für den Westen völlig unerwartete Schritte getan habe und somit durch die Militärtaktik der „reflexiven Steuerung“ den Gegner jeweils überrascht habe. Damit liege die strategische Initiative bei Rußland und der Westen könne nur reagieren.
Da fragt man sich doch: warum nach den recht präzisen Angaben, wieviele Flugzeuge welcher Art jederzeit im Einsatz waren, nun keinerlei genaue Zahlen über das verbliebene Kontingent mehr veröffentlicht werden: am Ende bleibt von dem lauten „Rückzug“ nicht viel übrig?

itar-TASS bringt die Meldung des WSJ, daß die VSA erklärt haben, sie wollten die (teilweise genauso blutrünstige wie ISIS) sog. „gemäßigte“ Opposition verstärkt mit Luftabwehrraketen, aber auch (wie bereits geschehen) mit reaktiven Werfern und anderen Waffen aus der Türkei und Saudi-Arabien ausstatten, falls der Waffenstillstand nicht halten sollte.
Dies wird als „Plan B“ der VSA interpretiert, die strategische Initiative in Syrien wieder an sich zu reißen.
Denn solche Störungen der Waffenruhe lassen sich ja in dem chaotischen Land problemlos als „false flag“ organisieren.
Daß diese Taktik durchaus durchschaut wird, zeigt u.a. auch ein Interview mit dem Präsidenten Assad, der vor kurzem erklärte, daß man dem Westen in keiner Beziehung trauen könnte.

– Und natürlich finden sich auch in Rußland wieder Stimmen (wie der Militärjournalist Korotschenko oder andere „Experten“), die mehrere „Ausrüstungslücken“ der russischen Streitkräfte infolge des Syrien-Einsatzes „entdeckt“ haben, deren schnelle Schließung erforderlich sei: Tankflugzeuge fehlten, andere Technik sei verbesserungsbedürftig.
Nicht nur daß nun ganz offen dafür geworben wird, daß ausschließlich im Kriegseinsatz man die Waffentechnik „realistischen Tests“ unterziehen könnte (was weitere Einsätze „erfordert“) – auch hier wird (wie genauso unlängst in den VSA bei der Diskussion des Militär-Budgets im Kongreß) ganz unverhohlen gefordert, mehr Steuergeld für Waffentechnik einzusetzen – unter den Bedingungen der weltweiten Wirtschaftskrise ein mehr als fragliches Unterfangen.

b) zum Spannungsfeld Rußland-VSA:

– wie schon vom russischen Vertreter bei der NATO, Alexander Gruschko unlängst ausführlich begründet, „gibt es keine positive Tagesordnung“ zwischen beiden – die Atmosphäre kühlt sich weiter ab.

– davon zeugt auch die komplette (!) Nichtteilnahme Rußlands an der Kernwaffen-Abrüstungskonferenz in Washington, da man „von der jetzigen Administration Obama keine reale Abrüstung erwarte“, wie aus dem russischen Institut für die VSA und Kanada verlautete.
Von einer „Vertrauenskrise“ ist die Rede, als Argumente werden der undurchsichtige VSA-Umgang mit dem Waffen-Plutonium, die weiterhin forcierte VSA-Raketen“abwehr“ in Osteuropa und neuerdings auch in Asien sowie das von den VSA nie ratifizierte Kernwaffen-Teststopp-Abkommen angeführt.
(das Abkommen nicht unterzeichnet haben u.a. die „Atommächte“ Indien, Nordkorea und Pakistan, nicht ratifiziert haben es die Unterzeichner VSA, China, Ägypten, Israel und Iran)

– Rußland sei „bereit zur Verschärfung der Lage“, läßt man den Direktor des russischen Instituts für Strategische Forschungen Reschetnikow verlauten, der die russische nationale Sicherheitsstrategie ausführlich kommentiert und von „außerplanmäßigen Bedrohungen“ spricht –
freilich ohne dies genauer auszuführen, denn der angeführte Terrorismus ist ja wohl nichts wirklich Neues…

Ria-Novosti zitiert aus London den Nato-Vertreter Roberto Zadra, daß „die NATO sich von Rußland bedroht fühle“: Medwedjew habe zuerst (in München) von einem neuen „Kalten Krieg“ gesprochen, und die Raketen“abwehr“ in Europa sei technisch nicht geeignet, das „hochentwickelte“ russische strategische (Raketen-)Potential merklich zu beeinflussen und man werde daran festhalten; die Krim-Besetzung habe Rußlands „Aggressivität“ gezeigt.
RIAN führt dazu die Ergebnisse des Krim-Referendums an, wo ca. 96% der Einwohner freiwillig die Rückkehr nach Rußland gewählt hätten.
Außerdem wäre dazu zu sagen, daß in der NATO-Strategie als Hauptfeind Rußland durchaus verzeichnet ist, wogegen in der russischen Sicherheitsstrategie die NATO nicht als Hauptfeind genannt ist.

– die Londoner NATO-Konferenz scheint noch mehr interessante Aussagen offengelegt zu haben, denn itar-TASS zitiert auch den Pentagon-Vertreter Brian McKeon mit seiner Aussage, Rußland würde mit seinen Flügelraketen-Entwicklungen das Abkommen über die Kurz- und Mittelstreckenwaffen von 1987 verletzen, und die NATO sähe sich gezwungen, Gegenmaßnahmen zu ergreifen – konkrete Fakten wurden jedoch nicht vorgelegt, kritisiert Außenminister Lawrow und ruft zum Dialog auf, um das Abkommen zu erhalten;
offensichtlich haben die Raketenschläge aus der Kaspi-See und dem Mittelmeer nach Syrien die VSA-Militärs doch mehr beunruhigt als sie bisher zugegeben haben – und ganz nach dem NATO-üblichen Verfahren, daß alle Arten von Flügelraketen von allen Abschußrampen zu starten sind (also auch von landgestützten, die im Abkommen verboten wurden), unterstellt man Rußland einfach selbiges.

– die Wirtschaftszeitung „Vzgljad“ zitiert den U.S.-States Secretary Frank Rose, der das Raketen-“Abwehr“-System der VSA in Europa und Asien verteidigt und „begründet“, warum die VSA nicht die von Lawrow bereits 2011 geforderte verpflichtende schriftliche Garantie dafür abgeben wollten, daß dieses System nicht gegen Rußland gerichtet sei: „man wolle sich in seiner Mobilität nicht einschränken lassen in den Möglichkeiten“;
mit anderen Worten: so wie man es gerade „braucht“, wird man das System auf jeden Fall gegen Rußland einsetzen…

– der russische Außenminister Lawrow erklärte die intensiv zunehmenden Aktivitäten Rußlands in der Arktis – er begründete sie u.a. mit der Absicherung des (deutlich kürzeren) Nördlichen Seeweges von Europa nach Asien sowie mit der notwendigen Reaktion auf außerordentliche Situationen, wie Terrorismus, Drogenhandel, Kontrabande, organisierte Kriminalität – man „stelle lediglich die in den 90er Jahren verloren gegangene Infrastruktur wieder her“;
nun, das ist ein wenig „hinterfotzig“, wie der gute Sergej da argumentiert, zumal er das neu entdeckte arktische Erdölfeld „vernachlässigt“ hat – Rußlands Arktis-Aktivitäten gehen meilenweit über das Gesagte hinaus: da wird spezielle Militärtechnik für Arktis (und Antarktis!!!) entwickelt, getestet und in Luftwaffe, Marine und Heer eingeführt, es wurde ein spezielles „Oberkommando Arktis“ gegründet, es werden Radarstationen auf- und ausgebaut, um diese mögliche Angriffsrichtung besser abzudecken u.v.a.m. – es würde mehrere Seiten füllen, nur diese Aktivitäten zu beschreiben.
Aber der Drogenhandel in der Arktis hat natürlich enorm zugenommen… 😉

– Als „Nachtisch“ zu diesem Thema nun eine kurze Meldung von RIANovosti, daß sich die Außenminister Rußlands, Indiens und Chinas in der kommenden Woche in Moskau treffen werden, um u.a. „über das dreiseitige Zusammenwirken und die Reform der UNO“ zu beraten, wie Sergej Lawrow erklärte – besonders zur UNO-Reform „hätten China und Rußland eine einige Position – wir treten ausschließlich ein für solche Entscheidungen, welche Gegenstand breitester Zustimmung sind. Wir wollen nicht, daß über Abstimmungen irgendwelche Projekte aufgedrängt werden, die in der UNO keine breite Zustimmung haben und drohen, die Organisation zu spalten.“
Da trapst doch ganz heftig die Nachtigall:
zum einen zeigt es, daß die Spaltung der BRICS und die finanz-wirtschaftliche Niederzwingung von Brasilien und Südafrika keinesfalls den von den Inzis gewünschten Effekt hat, daß von dort keine weiteren Aktivitäten mehr ausgehen – im Gegenteil: die neue BRICS-Entwicklungsbank hat gerade über die ersten ausgereichten Kredite berichtet, und nun machen auch noch die starken Länder einfach zu dritt als RIC weiter – die traun sich was.
Und zum anderen wird angedeutet, wie die „Feindstaaten-Organisation“ UNO zu einem Instrument der internationalen Stabilität und der Einhaltung des Völkerrechts umgebaut werden soll; aber dieses zweischneidige Schwert kann dann sowohl FÜR als auch GEGEN die NWO benutzt werden – es bleibt also spannend!

c) der Kosmos:

erneut in den Blickpunkt gerieten dieser Tage die Lieferungen von weiteren 18 russischen Raketentriebwerken vom Typ RD-180 an die VSA bis 2018: damit sollen nun ganz offiziell militärische Satelliten in den Orbit gebracht werden, wie Pentagon-Vertreter Robert Work erklärte – denn die VSA-eigenen Triebwerke werden nicht vor 2018 zur Verfügung stehen – dagegen solle China vorerst nicht mit solchen Treibwerken beliefert werden;
hier seien kurze Auszüge aus dem Blog-Kommentar eines russischen Fachmannes zitiert:
„… wie sich das moderne Rußland benimmt, indem es den VSA die RD-180 und das Plutonium verkauft, hat schon lange aufgehört zu verwundern … Rußland ist politisch und wirtschaftlich abhängig von den VSA, vor allem lagert es seine Valutareserven in amerikanischen Wertpapieren, die vom Dollar abhängen… die gesamte russische Elite hat ihre privaten Gelder in amerikanischen Banken oder in europäischen, aber von den VSA kontrollierten… und solange wird Rußland den VSA unter beliebigen Vorwänden die RD-180 liefern und seinem strategischen Partner und Nachbarn China nicht …“
ergänzen könnte man noch, daß die sog. „Eliten“ Rußlands ihre Kinder weitgehend in westlichen privaten Internaten erziehen und dortigen Hochschulen studieren lassen – was da herauskommt, kann sich jeder selbst ausrechnen.

Kein Wunder auch, daß der bekannte Militärexperte Siwkow anläßlich des 55. Jubiläums des ersten Raumfluges von Juri Gagarin von einer „Degradation der russischen Kosmosindustrie“ spricht, von „Stagnation“ und „Verfrühstücken des königlichen Erbes“ – aber das beziehe sich nicht nur auf Rußland…
ja richtig, denn es bleibt nach wie vor logisch völlig ungeklärt, warum seit 48 Jahren von keinem Land ernsthafte Versuche unternommen wurden, die angebliche 69er „Heldentat“ der VSA-Astronauten zu wiederholen und auszubauen – und warum neue Mondabenteuer von Rußland und China erst für die Zeit „nach 2030“ (mithin 60 Jahre nach „Apollo“) angekündigt werden – man schwafelt über den Mars und hat nicht mal den Mond richtig erreicht… alles „Zufall“????

Und nun soll noch Putin selbst darüber entscheiden, ob das 96 Mrd Rubel (!) schwere Projekt Mondrakete „Angara A5W“ bis 2025 gestartet werden soll oder nicht, obwohl diese „nur“ 38 t Nutzlast in eine sehr niedrige Umlaufbahn (200 km Höhe) bringen können soll – die VSA planten derzeit eine Rakete mit 70 t.
Zum Vergleich: Die Apollo-Rakete „Saturn-5“ von Wernher von Braun habe seinerzeit angeblich 141 t auf dieselbe Umlaufbahn bringen können.
Das ist doch alles sehr merkwürdig, findet ihr nicht?
Sind die heutigen Ingenieure und Konstrukteure (vielleicht dank ihren modernen 3D-Computersystemen?) tatsächlich soweit verblödet, daß sie nicht mal in der Lage sind, fast 50 Jahre zurückliegende Ergebnisse zu wiederholen?
Angeblich haben doch „Wissenschaft und Technik“ seitdem ungeheure Sprünge nach vorn gemacht… aber wohl extrem selektiv…

d) „sonstige“ Kurzmeldungen:

– das Ritual der Siegesparade“ auf dem (fälschlicherweise sog.) Roten Platz am 9. Mai dieses Jahres wird – obwohl kein „rundes“ Jubiläum und daher mit weniger Technik – schon jetzt intensiv vorbereitet und geübt – allerdings wird auch wieder landesweit paradiert werden.
So sollen
in 8 Städten im Süden Rußlands weitere Paraden stattfinden: in Rostow, Wolgograd, Noworossijsk, Wladikawkas, Astrachan, Stavropol, Sewastopol und Kertsch.
Auch im Fernen Osten finden Militär-Paraden am 9. Mai statt: es sollen insgesamt 7000 Militärangehörige und über 300 Einheiten Militärtechnik defilieren, so in Waldiwostok, Ussurijsk, Belgorod, Tschita, Ulan-Ude, Juzhno-Sachalinsk – die größte Show dort wird in Chabarowsk stattfinden, mit 1700 Mann.

Wie lange wird Putin wohl dieses überkommene Ritual noch am Leben erhalten – heute, da die Waffenruhe nun schon über 70 Jahre zurückliegt und kaum noch Menschen leben, welche damals gekämpft haben?
Aber „die Deutschen“ sind ja diejenigen, welche militaristische Traditionen pflegen – andere sind halt nur patriotisch…

Rußland beliefert die sich im militärischen Konflikt um die Region Berg-Karabach (Нагорный Карабах) befindlichen ehemaligen Sowjetrepubliken Armenien und Azerbaidzhan beide mit Waffen, wie die Zeitung „Vzgljad“ berichtet.
Man verweist offiziell auf bestehende Verträge und gewachsene Verbindungen sowie das „übliche“ Argument, daß sonst andere (Türkei oder Israel) die Waffen liefern würden.
So stellt sich Rußland in eine Reihe mit allen anderen Kriegsfinanzierern der Welt, denn „das sei gewöhnliche allgemeine Praxis weltweit“ –
Moral ist nicht gefragt, wenn die Kasse klingeln soll – auch in Putins Rußland…

– auf den Kurilen, einer Reihe unwirtlicher Felseninseln zwischen Japan und der Halbinsel Kamtschatka, sind – so berichtete RIANovosti – 466 militärische Kampf-Objekte im Bau – offensichtlich besteht seitens Rußland keinerlei Interesse daran, mit Japan dazu einen Kompromiß zu suchen.
Das wohl im Gegensatz zu Putins ständigem „Handausstrecken“ zu allen möglichen Leuten – aber Japan versinkt gerade wirtschaftlich in der Bedeutungslosigkeit und hat auch noch das Fukushima-Problem am Hals: da kann man schon mal die Hand zurückziehen…
Oder gibt’s auf den Kurilen etwa auch Erdöl? Von der geologischen Struktur her sollte das so sein… 😉

– das „friedliebende“ Rußland erprobt eine neue Überschall-Rakete für die Flotte – sie soll ab 2020 die „Onyx“-Rakete ersetzen, die nur 500 km Reichweite hat und „nur“ die 3fache Schallgeschwindigkeit erreicht – nun sind 5 – 6 Mach geplant, das sind fast 7000 km/h.
Mit dieser Rakete soll dann laut Admiral Tschirkow eine „Gruppierung der strategischen nichtatomaren Eindämmung“ ausgestattet werden, die aus den modernsten U-Booten der russischen Flotte bestehen wird.

Alles in allem ist zu erkennen, daß Rußland zunehmend militarisiert wird, und das betrifft nicht nur die staatliche Industrie, sondern auch Berufsausbildung, Studium und andere Bereiche. So sind inzwischen an den Hochschulen sog. „Wissenschaftliche Rotten“ tätig, wo junge Leute ihren Wehrdienst parallel zum Studium – natürlich zu wehrtechnisch interessanten Themen – ableisten, genauso wie immer mehr junge Leute ihren Wehrdienst in Wehrtechnik-Betrieben als Arbeitsdienst und gleichzeitige Ausbildung tun.
Soldat („Landesverteidiger“) zu sein, hat in Rußland wieder „Prestige“, Offiziere werden wieder gut entlohnt und deutlich besser als früher mit Wohnungen versorgt u.a.

Zusammenfassung:

Wir sehen, daß es eine ganze Reihe von Entwicklungen gibt in Rußland, die sich in die eine wie auch in die andere Richtung interpretieren lassen: einmal als „berechtigte“ Reaktion auf die NATO-Osterweiterung und die weiteren aggressiven Handlungen des Bündnisses, einschließlich der Wirtschafts-Sanktionen, der Finanz-, Terroristen-, „Farben“- und Medien-Aggression des Westens u.a.

Andererseits kann vieles aber auch als Entwicklung hin zu einem militaristischen, nicht gerade freiheitlichen „Ordnungsstaat“ betrachtet werden, ganz im Sinne der NWO…

Wie gesagt: einfache Wertungen sind meistens falsch – Schwarz-Weiß-Malerei ignoriert nicht nur die vielfältigen Grau-Schattierungen, sondern auch die ungeheure Zahl von sonstigen Farben und Farbtönen.
Und solche Holzhammer-Sätze wie: „wer nicht mein Freund ist, der ist mein Feind“ oder „wer nicht mit mir ist, ist widerlich“ 😉 können nicht als Grundlage für ein wahrheitsnahes Erkennen der Wirklichkeit dienen.

So wir das Gute pflegen und diesem dienen, können wir das „Schlechte“ gelassener betrachten. NOCH gehört es zu dieser Welt, aber dadurch wird es auch nicht „besser“…


28 Kommentare

  1. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  2. Avatar von Rolf Finger Rolf Finger sagt:

    Diese Art und Weise geht mit großem Schritt an der Realität vorbei….nicht weiter zu empfehlen!!!!

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  3. Avatar von luckyhans luckyhans sagt:

    @ Rolf:
    Was bitte ist daran „unrealistisch“?
    Es sind doch überall die Quellen angegeben – bitte lesen Sie nach und sagen Sie uns, wo da etwas falsch dargestellt wurde – bin sehr gespannt.

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  4. Avatar von Anna Anna sagt:

    Die Welt ist komplex, aber nicht kompliziert! Eine Aneinanderreihung von subjektiven Meinungen ergibt noch keine Objektivität (die es sowieso nicht gibt). Das Beste, was man erreichen kann, ist Einblick in komplexe Zusammenhänge, die man aber nicht verkomplizieren sollte und kompliziert wird es immer, wenn man sich auf Meinungen anderer verlässt … oder auf die eigene Angst.

    Es ist richtig, dass Russland aufrüstet. Das würde ich auch tun, denn die offen ausgesprochenen Bedrohungen liegen auf dem Tisch. Aber ein Blick auf die Landkarte müsste eigentlich jedem bewusst machen, dass Russland keine Bedrohung für den Rest der Welt ist. Was sollten sie mit noch mehr Land machen? Das ganze Geschwätz der NATO Länder, die ganze Propaganda und die Umtriebe der NGOs, sind einzig und allein die Vorbereitung für einen eventuellen Angriff auf Russland. Hätte dieses keine schlagkräftige Armee, wären sie schon längst vereinnahmt worden und die Ressourcen gehörten jetzt auch dem 1%.

    Trotzdem streckt Russland ohne Unterlass die Hand aus, um durch Gespräche zu Lösungen zu kommen. Das kann man von den Blockpolitikern (der sogenannte Westen) nicht behaupten. Und noch ein wichtiger Punkt. Seit Ende des 2. Weltkrieges hat Russland kein anderes Land angegriffen, obwohl auch die Sowjetunion stark bewaffnet war. Die VSA dagegen haben 70+ Länder angegriffen.

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  5. Vielen Dank Lucky, für den Überblick. In meinem Kontext, der komplizierten Welt „fühlen“ sich aber fast alle Meldungen eher positiv an.

    Das Russland aufrüstet ist meiner Meinung nach seitdem die neuen Verträge mit den nordischen geschlossen wurde völlig verständlich. Die Art und Weise, wie sie die neuen Techniken einsetzen, spricht auch dafür, das ihnen die wissenschaftlichen Grundlagen nur gegeben wurde, um diese als reine Verteidigungswaffen einzusetzen.

    Die Verstrickungen der Elite und des Kapitals ist ebenfalls nichts neues. Die 1% haben niemals geschlossen in einem Land agiert oder in einem geschlossenen Block. Selbst im dritten Reich war die Unterwanderung bereits im Vorfeld implementiert. Das die VSA (da muss ich mich noch an eure schweizer schreibweise gewöhnen 🙂 ) noch nicht offiziell in Konkurs gegangen ist, liegt auch vor allem an dem Umstand, das der Großteil der Schulden von China und auch Russland gehalten werden. In diesem Zusammenhang geht es ja um die Schuldenrückzahlungen der VSA, die durch die Auseinandersetzungen in allen Ebenen dazu gezwungen werden soll, ihren Elitären Machthabern (Kabale) die gestohlenen Gelder abzunehmen, um so das Finanzsystem auf eine „sanfte“ Art zurück in Goldbasierte Währungen zurückzuführen. Durch die Tilgung der Schulden, sollen somit die Gelder für die globalen Infrastrukturprojekte der AIIB bereitgestellt werden. Damit das funktioniert ist ein Umbau und Reinigung von korrupten Marionetten in den Vereinten Nationen, der UNO usw. auch zwingend erforderlich.

    Letztendlich bleibt es ein weites Feld, die Entwicklung wird uns zeigen, wie weiß/grau/schwarz die ganze Angelegenheit in Russland defakto ist. Ich bin Optimistisch, das wir dieses Jahr da noch eine Menge mehr Input bekommen werden 🙂

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  6. Avatar von rolf rolf sagt:

    @luckyhans
    von @Anna
    „Die Welt ist komplex, aber nicht kompliziert! Eine Aneinanderreihung von subjektiven Meinungen ergibt noch keine Objektivität (die es sowieso nicht gibt). Das Beste, was man erreichen kann, ist Einblick in komplexe Zusammenhänge, die man aber nicht verkomplizieren sollte und kompliziert wird es immer, wenn man sich auf Meinungen anderer verlässt … oder auf die eigene Angst.“
    sollte ausreichen….man kann ihre subjektiven Darstellungen drehen wie man möchte….deshalb @Anna AW ist ausreichend…
    Ahoi….

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  7. Avatar von Vollidiot Vollidiot sagt:

    Das ist doch der alte Trick der Angelsachsen (das sind die, die das Programm haben, daß die Welt englisch sprechen soll), den Gegner mit der eigenen Aufrüstung zur Aufrüstung zwingen und dies mit lauten Gekeife über den kriegsgeilen Aufrüster (z.B. Deutschland, Japan, Rußland) begleiten.
    Das gehört immer zu den Zeiten vor den Kriegen.
    Kriege sind Geldvernichter , sie regen den Wiederaufbau an – das Kapital darf wieder arbeiten.
    Oh – wie ist das schön – die Deutschen haben viel Kapital – 5,3 Bio.€.

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  8. Avatar von luckyhans luckyhans sagt:

    @ Anna:
    „Seit Ende des 2. Weltkrieges hat Russland kein anderes Land angegriffen“ –
    Klar KANN frau das so sehen.
    Man kann es auch anders sehen.
    Für mich ist der sowjetische Einmarsch in Afghanistan genauso fragwürdig wie die Syrien-Operation. Eigene Truppen in einem fremdem Land sind nicht Landesverteidigung. Punkt.
    Und „einmal ist keinmal“ gilt nur im Kindesalter – wenn andere noch schlimmer sind, ist das keine Rechtfertigung.

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  9. Avatar von luckyhans luckyhans sagt:

    @ Rolf & Anna:
    Offensichtlich liest jeder das (heraus), was er lesen WILL.
    Wenn Sie die Einführung für Teil 2 richtig gelesen hätten, dann wäre klar geworden, daß es KEINESFALLS um eine Darstellung „komplexer“ Sachverhalte gehen sollte – dazu sind Meldungen aus nur einer einzigen Woche per se nicht geeignet.
    Also bitte nächstes Mal: Scheuklappen weg … 😉

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  10. Avatar von luckyhans luckyhans sagt:

    Lieber Hannes,
    du irrst – es geht bei den sog. Staatsschulden doch gar nicht um „Rückzahlung“, sondern ausschließlich um die jährlichen Zinszahlungen!
    Sie engen den Spielraum der Regierung ein, Politik zu gestalten, da sie das Steueraufkommen signifikant schmälern, und machen so die Regierenden von den Banken abhängig.
    Und es geht dann später, beim möglichen Staatsbankrott, weil die Zinszahlungen nicht mehr aufgebracht werden können, um die „Sicherheiten“ (Ackerland, Bodenschätze/Schürfrechte, Staats-Unternehmen usw.) – wie bei einem normalen Kredit – die dann den Bankstern „zufallen“.

    Kein Land der Welt ist jemals in der Lage, seine „Staatsschulden“ vollständig zurückzuzahlen – ist ja auch gar nicht gewollt, das würde ja das ganze Geld wieder vernichten, da dadurch entstanden ist.

    Und bei Lichte besehen gründen sich die sog. „Staatsschulden“ auf ein klares Verbrechen: auf die veruntreuende Handlung einer ReGIERung, die vormals staatliche Geldemission in die Hände privater (!) Bankster (FED) zu geben.
    Siehe auch hier: http://n8waechter.info/2016/04/bernankes-ehemaliger-berater-die-menschen-waeren-verbluefft-zu-erfahren-in-welchem-ausmass-die-fed-in-privatbesitz-ist/ und hier: http://www.gegenfrage.com/fed-berater-fed-dient-den-banken-nicht-den-buergern/

    Die UNO wurde in San Francisco gegründet als Organisation der Staaten, welche im sog. WK2 dem Deutschen Reich den Krieg erklärt haben – bis heute gültig, denn die Feindstaatenklauseln sind nach wie vor in der UN-Charta drin. Erst wenn diese tatsächlich gestrichen würden, wäre der UNO vielleicht zu trauen. Daher Vorsicht!

    Und beide Rußland-Artikel: mit dieser „Momentaufnahme“ sollte zum eigenen Denken und recherchieren angeregt werden… 😉

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  11. Avatar von Anna Anna sagt:

    „Für mich ist der sowjetische Einmarsch in Afghanistan genauso fragwürdig wie die Syrien-Operation. “ luckyhans

    Ah ja, das habe ich ganz vergessen und ich kenne auch den Grund nicht. Dass Russland aber auf Einladung der syrischen Regierung in den Krieg eintrat, war eher ein Segen als ein Fluch. Oder soll man diese Terrorgruppe einfach machen lassen?

    Du magst die Russen nicht besonders. Stimmt’s!

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  12. Avatar von luckyhans luckyhans sagt:

    @ Anna:
    Selbstverständlich hast du mich nun vollständig „enttarnt“: ich kann nur ein ganz pöser Russenhasser sein.
    Habe zwar über 10 Jahre (als Erwachsener) dort verlebt und bin seit über 40 Jahren mit einer Russin verheiratet, aber TROTZ ALLEDEM… 😉

    Mir geht es darum, daß man nicht ständig seine Bewertungsmaßstäbe ändern kann, je nachdem wie „sympathisch“ oder nicht einem der jeweilige Vorgang, das jeweilige Land oder Volk gerade ist.
    Aggression ist und bleibt Aggression, und wenn die eigene Armee die Heimat weit weg von deren Grenzen „verteidigt“, dann gibt es dafür keine Rechtfertigung.
    Weder für die Bundeswehr am Hindukusch noch für die WKS in Syrien.
    Alles andere ist Propaganda oder, wie der moderne Russe so nett sagt: „Piar“ – womit natürlich die englische Abkürzung PR gemeint ist. 😉

    Und nochmal:
    Bei der Beurteilung, wie „berechtigt“ eine Armee im Ausland auf Wunsch der „legitimen“ Regierung tätig ist, darf nicht außer acht gelassen werden, woher diese Regierung ihre Legitimation nimmt, d.h. ob sie wirklich den Interessen des Volkes in seiner Mehrheit und mit seinen Minderheiten verpflichtet ist und diese vertritt (und nicht nur die eigenen oder ausländische Profitinteressen).

    Das beste Beispiel, daß dies unumgänglich ist, sind wir selbst in diesem Land:
    wenn die von den alliierten Besatzern eingesetzte und durch seit 1955 nachgewiesenermaßen (vom sog. Bundesverfassungsgericht bestätigt) grundgesetzwidrige (!), aber bis heute nicht korrigierte, und durch viele Beispiele ebenfalls nachgewiesenermaßen regelmäßig gefälschte „Wahlen“ eben NICHT korrekt legitimierte sog. „Bundesregierung“ heute eine ausländische Armee (z.B. eines NATO-Landes entsprechend dem Statut des Bündnisses) oder Polizeitruppe (z.B. die Eurogendfor der Brüsseler Bürokraten) „zur Hilfe“ gegen die aufständischen deutschen Völker rufen würde:
    wäre das dann eine nach deiner Meinung „gesegnete Einladung“?
    Oder doch ein Verbrechen gegen das „deutsche“ Volk?

    Damit ich nicht erneut falsch verstanden werde: mir sind die Verhältnisse in Syrien leider nicht aus eigener Erfahrung bekannt, und daher kann ich kaum eine gültige Bewertung vornehmen.
    Aber soweit ich weiß, ist der jetzige Präsident Assad nicht unbedingt auf „demokratischem“ Wege an die Macht gekommen.
    Daß er inzwischen wohl von der Mehrheit der Bevölkerung als „das kleinste Übel“ akzeptiert ist, ändert daran nichts.
    Auch daß es für Herrn Putin recht bequem ist, die islamistischen Terroristen nicht im eigenen Land bekämpfen zu müssen, sondern daß er dies woanders tun lassen kann, darf dabei keine Rolle spielen

    Denn wenn wir nicht lernen, alles mit dem gleichen Maß zu messen, sondern da auch in Beliebigkeit verfallen wie viele andere, dann sind wir keinen Deut besser als die Volksverführer, Menschenbetrüger und deren Marionetten… Wahrheit muß wahr bleiben und wir dürfen sie nicht nach unserem Gusto verbiegen: das wäre keine Wahrheit mehr.

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  13. Avatar von Anna Anna sagt:

    @luckhans

    Das mit dem „gleichen Maß“ messen ist schwierig, weil die Prämissen sehr unterschiedlich sind. Auf der einen Seite gibt es z.B. Russland, das keine Angriffskriege führt und auf der anderen Seite gibt es den Block oder die Kabale, welche durch zahlreiche Angriffskriege ganze Völker ermordet und auf die Flucht zwingt. Das eine ist Selbsterhaltung und Verteidigung und das andere ist Angriff und Zerstörung. Ich kann das nicht mit „gleichem Maß“ messen.

    Ich weiß nicht, wie Assad Präsident wurde (durch Vererbung?), aber die letzten Wahlen haben ihn üppig im Amt bestätigt. Die Alternative – Kopfabschneider und andere Mörder – wäre doch zu schrecklich, zumal es keine „gemäßigte Opposition“ gibt. Es ist auch kein Bürgerkrieg in Syrien, sondern ein extrem bösartiger Angriff der Kabale mit ihren Söldnern, die man auch von anderen Angriffen kennt, z.B. Libyen… Und ich halte es für legitim, dass Russland einem befreundeten Land hilft und bei der Gelegenheit Terroristen bekämpft, bevor sie sich in Russland einnisten. Die EU, allen voran Deutschland, hat das zugelassen und täglich kommen neue Terroristen nach Westeuropa. Vielleicht sind es schon 5 – 10% der Invasoren. Es ist eine Katastrophe!

    “… zur Hilfe” gegen die aufständischen deutschen Völker rufen würde: wäre das dann eine nach deiner Meinung “gesegnete Einladung”? Oder doch ein Verbrechen gegen das “deutsche” Volk?“ luckyhans

    Ja, das wäre ein Verbrechen, genau so wie diese Invasion, die jetzt stattfindet und die Merkel-Regierung wird dafür hoffentlich zur Rechenschaft gezogen. Aber in Syrien wird nicht gegen das „syrische Volk“ gekämpft, sondern gegen Söldner. Es ist kein Bürgerkrieg! Ein Bürgerkrieg gibt es in der Ukraine, der aber, wie alle aktuellen Kriege, von der Kabale angezettelt wurde.

    Also, Du magst Russland. Wahrscheinlich magst Du nur Putin nicht…

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  14. Avatar von Anna Anna sagt:

    Großartiges Video über die Schönheit und Kultur Europas, natürlich inklusive Russland

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  15. Avatar von luckyhans luckyhans sagt:

    @ Anna:
    Danke, ich find es sehr in Ordnung, daß Du zugibst, daß es Dir (noch?) nicht möglich ist, überall mit gleichem Maß zu messen. Es ist auch zweifelsfrei nicht leicht…
    Das ist aber nötig, wenn wir etwas „besser machen“ wollen als die bisherigen.
    😉

    Zitat: „Wahrscheinlich magst Du nur Putin nicht“ – solche Aussagen versteh ich nicht: meinst Du, man bräuchte immer ein Feindbild, um zu wissen, wo man „hingehört“?

    Und damit das klar ist:
    Ich habe absolute und uneingeschränkte Hochachtung vor dem Menschen Wladimir, der sich für diese Aufgabe wirklich aufopfert.
    Und ich bewundere den cleveren Slalomkurs des Präsidenten Putin, auch wenn er nach meinem Verständnis noch so einiges zu „lernen“ hat und manches anders machen könnte… 😉
    Aber weder möchte ich an seiner Stelle diese riesige Verantwortung tragen noch möchte ich sonst mit ihm tauschen… ist ja auch nicht gefragt, denn jeder hat seinen eigenen „Weg“ und „seine eigenen“ Schritte zu tun.

    Und am Beispiel D merkt man sehr klar, daß es IMMER erforderlich ist, genauer und differenzierter hinzusehen und nie seinen Maßstab von Emotionen ver-leiten zu lassen, egal worum es geht… 😉

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  16. Avatar von diwini diwini sagt:

    Hat dies auf diwini's blog rebloggt.

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  17. Avatar von Anna Anna sagt:

    „Und am Beispiel D merkt man sehr klar, daß es IMMER erforderlich ist, genauer und differenzierter hinzusehen und nie seinen Maßstab von Emotionen ver-leiten zu lassen, egal worum es geht…“ luckyhans

    Der analysierende Intellekt ist sicher ein gutes Werkzeug des Menschen, aber nur dann, wenn er alle Informationen zulässt, und damit meine ich nicht nur irgendwelche Nachrichten, sondern die anderen Werkzeuge des Menschen, wie z.B. Emotion, Intuition, Impulse oder Impression und vor allem die Kenntnis der eigenen Definitionen. Ohne diesen „Input“ von innen ist der Intellekt behindert und bringt armselige Resultate in der Bewertung irgendwelcher Umstände. Dieser behinderte Intellekt sieht man z.B. im Westen im ganzen Politikbetrieb. Eigentlich sollten diese Leute Behindertenausweise bekommen.

    Besonders Emotionen werden verteufelt, dabei sind sie eines der zuverlässigsten Instrumente. Emotion – wie der Name schon sagt, zeigt die Bewegung des Bewusstseins an und wird mittels Gefühlen dem Menschen mitgeteilt. Wenn man aufmerksam ist und zumindest einige der eigenen Definitionen kennt und Ängste überwinden konnte, wird man auch den Gefühlen trauen können. Auf den einfachsten Nenner gebracht zeigen sie „gefällt mir“ oder „gefällt mir nicht“ an. Und wenn man diese Information erkennt und zulässt, erspart man sich einiges an Leiden.

    Oder wie Goethe so schön sagte:
    „Wenn ih’s nicht fühlen könnt, ihr werdet’s nicht erjagen.“

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  18. Avatar von luckyhans luckyhans sagt:

    @ Anna:
    Geleitet von den Emotionen, verkommt die Weltsicht zur Beliebigkeit.
    „Du hast jemanden erschlagen? Den Y.? Ach, das war eh ein Ekel – bist ein feiner Kerl…“ 😉

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  19. Avatar von Vollidiot Vollidiot sagt:

    Anna

    „Der analysierende Intellekt ist sicher ein gutes Werkzeug des Menschen, aber nur dann, wenn er alle Informationen zulässt, und damit meine ich nicht nur irgendwelche Nachrichten, sondern die anderen Werkzeuge des Menschen, wie z.B. Emotion, “
    Was hat der Mensch net alles.
    Aber was macht der Zweenbeener – die 7 Todsünden sind sein Leitstern – als erstes kommt das Fressen……………
    Er läßt sein Hirn, seine Kompetenz verkümmern – soviel Intellekt oder Emotion muß schon sein.

    Jede Art von Einseitigkeit ist mängelbehaftet.
    Den Killer (jede Form) könnte die Emotion stören.
    Der Gefühlige verachtet den Intellekt.

    Eines ist aber ist gut belegt: Konditionieren läuft über die Emotionen, also auch Manipulieren.
    Darum bedenke Deine These: „Besonders Emotionen werden verteufelt, dabei sind sie eines der zuverlässigsten Instrumente.“
    Diese Aussage freut die Manipulatoren, sie erhalten eine Bestätigung für ihr Instrument auf dem Weg aus Menschen Tiere zu machen.
    Sie können dann ganz naturwissenschaftlich verbrämt sagen: haben wirs nicht schon immer gesagt, der Mensch ist eine Tierspezies.
    Kumm Fiffi, hasche die Glogg g’heert?
    Dei Lefzjer dun drobbe, do hinne schdehd dei Schisselsche mit Fläschbreggscher.

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  20. Avatar von Skeptiker Skeptiker sagt:

    @Vollidiot

    Meinst Du das mit Fiffi ab der Minute 4 und 50 Sekunden ?

    Extra in Klammern.
    (https://www.youtube.com/watch?v=bgvDPQkX7oA)`

    Wenn nicht, bin ich wohl im falschen Film.

    Skeptiker

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  21. Avatar von Vollidiot Vollidiot sagt:

    Skepti

    Das Kotbällchen kommt später, klar.
    Zuerst Fleischbröckli spiese, dann Kotbällchen.
    Ist’s Dir verständlich?

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  22. Avatar von Anna Anna sagt:

    „Geleitet von den Emotionen, verkommt die Weltsicht zur Beliebigkeit.“ luckyhans
    Ein auch nur einigermaßen bewusster Mensch würde niemand totschlagen, auch keine Tiere. Ich verstehe nicht, was deine Aussage mit Emotionen zu tun hat.

    „Diese Aussage freut die Manipulatoren, sie erhalten eine Bestätigung für ihr Instrument auf dem Weg aus Menschen Tiere zu machen.“ Vollidiot

    Nichts ist leichter, als einen stumpfen Intellekt zu manipulieren!

    Und dazu habe ich noch ein Zitat von Goethe (Goethe ist einfach gut):
    „Es ist nichts schrecklicher als eine tätige Unwissenheit.“

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  23. Avatar von luckyhans luckyhans sagt:

    @ Anna:
    Eine nette Art, den Sinn des Geschriebenen gewollt mißzuverstehen.
    Wer nicht verstehen will, der wird es auch nicht tun…

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  24. Avatar von Skeptiker Skeptiker sagt:

    @luckyhans

    Kannst Du Dich noch daran erinnern?

    Gruß Skeptiker

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  25. Avatar von Anna Anna sagt:

    @ luckyhans

    Also, ich bin in mich gegangen und habe mein Maß geeicht und mache einen einfachen „Body Count“ seit 1945:

    VSA: The major wars the United States has fought since the surrender of Japan in 1945 — in Korea, Indochina, Iraq and Afghanistan — have produced colossal carnage. For most of them, we do not have an accurate sense of how many people died, but a conservative estimate is at least 6 million civilians and soldiers.
    https://www.washingtonpost.com/opinions/why-do-we-ignore-the-civilians-killed-in-american-wars/2011/12/05/gIQALCO4eP_story.html

    Russland: Keine bekannten Zahlen

    Du siehst, ich bin lernfähig!

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  26. Avatar von luckyhans luckyhans sagt:

    @ Anna:
    Ja, fein – ein Schritt in die richtige Richtung.
    Allerdings ist ein „Body count“ auch wieder ein Mittel der quantitativen Erhebung.

    Wir haben die qualitative Seite des Lebens weitgehend aus dem Blick verloren (damit bist natürlich nicht du gemeint, das ist eine allgemeine Feststellung).

    Wenn wir also jeden einzelnen Menschen als das ansehen, was er wirklich ist – eine einmalige, unverwechselbare Individualität, die durch nichts zu ersetzen ist, – dann ist es gleich, ob nur relativ wenige Inkarnationen (obwohl allein der Einsatz in Afghanistan soll einige -zig Tausend russische Soldaten das Leben gekostet haben, von den Invaliden, zerstörten Schicksalen, Familien und den Getöteten in der örtlichen Zivilbevölkerung ganz zu schweigen) oder Millionen Leben gewaltsam abgebrochen wurden… 😉

    Wann werden wir wieder jeden einzelnen Menschen, egal wie er aussieht und was er tut, schätzen lernen?
    Aber nicht im Sinne von:
    was könnten wir aus ihm herausholen, wie das die NWO tut, sondern ihn als einen wahren Schatz ansehen… 😉

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  27. Avatar von Anna Anna sagt:

    Ja, man kann ein Menschenleben nicht mit einer Million Menschenleben vergleichen. Jeder Einzelne ist wichtig und unersetzlich. Aber man kann eine äusserst bösartige Macht, welche Genozide verübt, erkennen und entmachten. Also, das Maß an Schrecken ist für die VSA + Vasallen schon übergelaufen und das Maß Russlands ist gewissermaßen leer.

    Denn… Du argumentierst mit einem oder vielen Menschenleben, wobei jedes ungeheuer wichtig ist und ich stimme zu. Aber, hier geht es um massenmordende Regierungen und da macht es eben schon einen Unterschied, welcher Staat das macht und welcher nicht. Also Russland ist – qualitativ und quantitiv – nicht mit den Psychopathen der westlichen Regierungen zu vergleichen.

    „Ja, fein – ein Schritt in die richtige Richtung.“ luckyhans
    Gibst Du mir demnächst Noten? -)

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  28. Avatar von luckyhans luckyhans sagt:

    @ Anna:
    „Gibst Du mir demnächst Noten?“ – nein, der Oberlehrer ist hier jemand anderer. 😉
    Nein, ich wollte Dich nur ein wenig aufmuntern – leider fehlt mir mangels Übung inzwischen jegliches Talent für Nettigkeiten… 😦

    Außerdem habe ich hier KEINE Vergleiche gezogen, sondern lediglich darauf hingewiesen, daß man verschiedene Ereignisse aus verschiedenen Sichten betrachten kann, und daß sich daraus – zumindest momentan – noch keine eindeutige, konsistente Bewertung ableiten läßt… 😉

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