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Schein und Sein / Illusion und Realität

Heute laufen Menschen rum und sagen: Erkennet doch endlich, dass eure Realität Illusion ist.

Gleichsam als Golddeckung können sie sich auf östliche Weisheit berufen, welche vom Schein, von Maya spricht, dem wir besser nicht verfallen sollten.

Bei allem Respekt vor ihrem Streben und vor ihrer guten Absicht, sie haben nichts begriffen, diese Menschen.

Da steht ein Tisch. Und dort ist das Hologramm eines Tisches. Wenn  man es lustig findet, kann man sagen, der Tisch sei real und das Hologramm des Tisches sei Illusion. Meinetwegen. Aber unklar gedacht.

In beiden Fällen ist die Idee des Tisches Realität.

In beiden Fällen nimmt das Auge den Tisch als Realität wahr.

Der Unterschied ist taktil. Beim ersten Tisch kann ich Mensch draufhauen, beim zweiten Tisch haue ich durch nichts hindurch.

Ist nun der holographische Tisch deswegen keine Realität?

Ich kann nicht unterscheiden zwischen Nichtexistent und Existent. Nichtexistent gibt es nicht. Alles was ist, ist, alles was ist, existiert, ist real, in welcher Art auch immer.

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Ich unterstelle, dass östliche Weise vor Maya warnen, weil sie sehen, dass Mensch das uns hier so real scheinend Grobstoffliche als wahrere Realität einschätzt als so vage Dinge wie Gedanke, Absicht, Idee, Jenseits, Seele, Geist. Ich unterstelle, dass sie keineswegs denken oder behaupten, dass der Tisch vor mir weniger real sei als die Idee „Tisch“. Sie fordern indirekt dazu auf, die Realität dessen zu erkennen, was Mensch in den letzten Jahrtausenden als nicht real erlebt und bewertet hat.

Den Schluss zu ziehen, dass der Tisch vor mir nicht real sei, entspringt fehlgeleiterer Schöngeisterei. Ei ei ei.

thom ram, am fantastischen Datum 04.04.04

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9 Kommentare

  1. Angela sagt:

    @ ThomRam

    Ich würde sagen, es handelt sich um verschiedene Ebenen. Natürlich erscheint uns unsere Welt, ebenso wie seelische Zustände, Kummer und Leid, Freude und Glückseligkeit als völlig real.

    Der westliche Mensch kann sich sehr schwer vorstellen, dass alles Illusion – Täuschung, „Form“ oder eben Maya – und im höchsten Grade der Veränderung unterworfen ist . Dieses Maya-Denken kommt ja aus dem Vedanta. Dort gibt es Brahman, das Absolute – Eine – Göttliche, Unveränderliche.Und aus Brahman heraus entsteht die Welt der Täuschung. Sie erscheint uns wie eine Fata Morgana und gaukelt uns alles Mögliche vor.

    Der Anfangs-Text aus „ein Kurs in Wundern weist darauf hin: Nichts Wirkliches kann bedroht werden. Nichts Unwirkliches existiert. Hierin liegt der Frieden Gottes. “
    Es gibt also nur das Wirkliche, Maya existiert nicht, ist eine Täuschung oder Illusion.

    Nun stellt sich natürlich die Frage : WOZU das alles ? Warum erschafft das Göttliche eine Welt der Illusion? Vielleicht, um sich selbst zu erfahren ? Ich glaube nicht, dass ein Mensch das wirklich beantworten kann. Es wird ein Geheimnis bleiben- und vielleicht ist das auch gut so.

    LG von Angela

    Gefällt 1 Person

  2. Ludwig der Träumer sagt:

    Meine inzwischen monetär empfohlene motorisierte Gehilfe, der Smart pur – die Rumpelkiste, gaukelt mir inzwischen vor, ich sitze wie früher im dicken Volvo, wenn ich das hohle ProGramm / Hologramm in meinem Kopf aktiviere. Mein Steiß bedankt sich nach einer halben Stunde Schlaglochterror auf deutschen Straßen mit der philosophischen Antwort meines Ischias Nervs. Ich schmerze, also bin ich Maya. Der unwissende Geist ist für die Täuschungen und Illusionen verantwortlich. Der wissende nimmt an, was ist und macht das Beste daraus. Verliert sich nicht mehr in Guru- und Pfaffengeschwurbel. Macht was er machen kann, das dreidimensionale Leben auf der Erde so angenehm wie möglich zu gestalten. Das ist wissender Geist für mich. Alles andere ist Ablenkung meines Selbts. Befreit sich von dem Geschwurbel einer höheren Ordnung. Was bringt die, wenn sie im Jetzt versagt oder nicht direkt umgesetzt werden kann? Hier spielt die Musik und nicht irgendwo bei Arschlochgöttern. Daß der Mensch nicht einem höheren Ziel bestimmt ist, möchte ich nicht Infrage stellen. Der Zieleinlauf kann jedoch nur auf der Erde stattfinden. Wozu wurde sie sonst geschaffen? Um nach unendlichem Leid wieder in Gottes Schoß zurückzukehren? Welch einem Sadismus müßte er sich hingeben um so eine Scheiße zu kreieren? Leid, Elend, Mord und Totschlag kreieren um uns zurückholen, damit wir sehen, daß er der Größte, der Chef ist. Gott ist groß! Welch ein Wahnsinniger macht so was?

    Wir haben unsere Aufgabe auf der Erde im Jetzt und nicht irgendwo anders. Höhere Ziel verfolgen? Wir haben das beste Ziel vor Augen, das uns zuteil werden konnte. Von wem auch immer, ist wurscht. Das Ego wird immer wieder rausgezerrt für das Übel in der Welt. Dummes Zeug. Es ist nur einzupflegen in eine gesunde Gemeinschaft, die leider erst noch gefunden werden muß. Wir werden sie finden.

    „Warum erschafft das Göttliche eine Welt der Illusion?“

    Liebe Angela, woher weißt Du, daß das Göttliche die Welt der Illusion erschafft? Die erschaffe ich mir selbst, wie ich meine.

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  3. Skeptiker sagt:

    @Ludwig der Träumer

    Frage mich mal!

    Ich ganz früher.

    Hier ich ganz später, im Vergleich zu ganz früher.

    Gruß Skeptiker

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  4. Vollidiot sagt:

    Vielleicht haben die Veden zu den Menschen und ihrer Konfiguration, damals halt, gepaßt.
    Gelten die immer noch?
    Mensch nix verändert?
    Hat jetzt Papst.
    Und der irrt nixht.
    Waren die Veden so vorausschauend, daß sie den Papst ahnten?
    Und cogito sum, oder so, deshalb das Konzept der Maya/Illusion erschufen?

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  5. Skeptiker sagt:

    @Vollidiot

    Am Anfang war das Wort.

    Hier das erste menschliche Wort!

    Ohne uns Männer, würde unsere Sprache gar nicht existieren.

    So gesehen müssten uns die Frauen immer dankbar dafür sein.

    ==================================
    Mittlerweile gibt es ja die verrücktesten Thesen:

    =>
    Das gibt ja die These, das Frauen intelligenter sein müssen als Männer, weil ganz früher mussten die Macker mit der Keule aus der Hohle rausgehen um was zum Fressen zu besorgen, sprich unter primitivsten Bedingungen eben, wobei die Frau auf die Kinder und auf das Feuer aufpassen mussten, was wohl eine höhere Intelligenz voraussetzt.

    Und seit dem es Kreditkarten gibt, brachen Frauen im eigentlichen Sinne kein Mann mehr.

    =>Zumindest können Männer rückwärts das Auto besser einparken.

    Das soll was damit zu tun haben, weil die Männer ja früher nach der Jagt, auch zur Höhle zurückfinden mussten.

    Gruß Skeptiker

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  6. Lisam sagt:

    Ich denke, die materielle Welt ist ein Medium, in dem z.B. Menschen mit ihrem (noch) beschränkten Zugang im Bewusstsein Erfahrungen sammeln. Es ist möglicherweise alles eine Frage der Schwingung und Frequenz, so wie man nur in einem bestimmten Bereich Töne hören oder Farben sehen kann. Erhöht sich die Schwingung, so wird sich auch die Wahrnehmung verändern und ich halte es durchaus für möglich, dass ab einem bestimmten Punkt die materiellen Erscheinungen leicht veränderbar sind, ganz ohne Hilfe von Technik oder Zeit. Deshalb halte ich die Materie für virtuell, die Erfahrungen aber für sehr real. Oder anders gesagt:
    Das Bewusstsein ist konkret, die Materie virtuell.

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  7. muktananda13 sagt:

    Denkanstösse an den Autor und die interessierten Leser :

    WIE REAL IST ETWAS, WAS SICH BEWEGT UND ÄNDERT?
    WIE REAL IST DAS, WAS SICH NUR ÄNDERT?
    WAS IST REALITÄT?
    WIE REAL IST DIESE STETS ÄNDERNDE REALITÄT?
    WELCHEN PLATZ BELEGE ICH IN DER REALITÄT?
    HAT REALITÄT ÜBERHAUPT PLÄTZE?
    KANN ICH ERSCHEINEN UND VERGEHEN?
    WIE VIEL “ICH” PASST IN DEM “ICH”?
    WAS BIN ICH?

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  8. muktananda13 sagt:

    Weitere Reflexionsthemen:

    – Entstehung und Vergehen als Faktoren der verformten Wahrnehmung
    – Betrachtungswinkel als allgemeiner Illusionspunkt der Subjektivität
    – Optische Illusion im Alltag als Referenz der eigenen Wahrnehmung
    – Individuelle Zeit -und Raumwahrnehmung infolge subjektiver Interpretation
    – Sinne und Denken als Rezeptoren subjektiver Wahrnehmung

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