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Die Nato auflösen?

Gute Idee, meinen viele, und es ist nicht nur Donald Trump, der da mit ein paar ketzerischen Gedanken an die Öffentlichkeit getreten ist – natürlich nicht mit dem ernsthaften Vorschlag, die Nato tatsächlich aufzulösen, sondern primär mit dem Ansinnen, die Europäer mögen doch bittesehr für den Schutz durch die VSA mehr bezahlen – der ganze lesenswerte Text von Eric Margolis folgt weiter unten.

Aber es war auch die Zeitschrift „The National Interest“, die vor einigen Tagen mit einem ähnlichen Ansinnen aufmachte und die Nato in Frage stellte, weil sich die VSA diese hohen Ausgaben angeblich nicht mehr leisten könnten.
Zum einen könnten die Europäer auch ganz gut allein für ihre Sicherheit sorgen, zum zweiten sei nach dem Wegfall des Gegenpols und der unbedachten Osterweiterung nun im Konfliktfalle laut Artikel 5 des Statuts für jeden dieser Staaten einzustehen, was für die VSA als recht riskant erachtet wird und die Beziehungen zu Rußland merklich belaste, und schließlich habe sich die internationale Lage deutlich verändert – daher sei auch eine Überlegung, ob die VSA die Nato noch benötigten, sinnvoll.
(Quelle: http://vpk.name/news/152452_national_interest_ssha_pora_vyiiti_iz_nato.html)

Abgesehen vom Mangel an formaler Notwendigkeit einer Nato, der nach der Auflösung des Warschauer Paktes überdeutlich geworden ist: natürlich ist die Nato – solange TISA/ TTIP/ CETA noch nicht voll wirksam sind – das einzige funktionierende Instrument, um die Europäer von Rußland fernzuhalten – wer erinnern uns: „die Deutschen unten, die Russen draußen und uns (Amis) drinnen halten“ war die erklärte Aufgabe der Nato in Europa…

Wie sind also diese „neuartigen“ Sprüche zu bewerten?
Zum einen ist das die klare Forderung an die europäischen „Partner“, mehr Geld für das Militär auszugeben – natürlich zugunsten der VSA-Rüstungskonzerne, „damit auch mit einheitlichem Gerät gekämpft“ werden kann – ein letzter Versuch, nochmals Geldquellen für den letzten verbliebenen einigermaßen vollwertigen VSA-Wirtschaftszweig zu erschließen, die nicht zu einem höheren Haushalts-Defizit führen.
Angesichts der malladen Haushaltslage in fast allen Ländern der Eurozone wird das wohl ein frommer Wunsch bleiben…

Und zum anderen versucht man hier wohl mal „vorzufühlen“, wie ein wirtschaftlich nicht mehr zu haltender politischer Anspruch möglichst mit wenig Gesichtsverlust und Schaden mittelfristig aufgegeben werden könnte (weil nicht mehr bezahlbar, denn sobald der Petro-Dollar tatsächlich fällt, können die Leistungsdefizite der VSA-Wirtschaft nicht mehr über die Notenpresse und die virtuellen Computerzahlen „ausgeglichen“ werden – nicht nur mit der Konsequenz, daß die Truppenpräsenz rund um den Globus nicht mehr aufrecht zu erhalten sein wird…).

Und natürlich will man nicht unbedingt in die dank selbst ausgelöster Migrantenwellen wahrscheinlich anstehenden Bürgerkriege in Europa hineingezogen werden, denn es ist durchaus denkbar, daß manch cleverer Geheimdienst hier mal per „false flag“ einen Konflikt internationalisiert und dann auf den „Bündnisfall“ drängt… da will man sich zurückziehen können, ohne mitmachen zu müssen (und sich erneut die Finger zu verbrennen).

Genauso stellt sich die Frage, wer denn wohl „protokollarisch“ dazu ausersehen ist, nach der Demontage des Weltpolizisten VSA die militärische Führungs- und Unterdrückungsrolle weltweit für die selbsternannten „Spitzen“ zu übernehmen – die Augen werden immer schmaler… 😉

Wir sehen, daß wie immer viele Varianten im Kalkül sind. Es bleibt also interessant.
Luckyhans, 3. April 2016
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Bulldozer Trump will die NATO loswerden

Eric Margolis

Donald Trump hat viele revolutionäre Vorschläge gemacht. Leider wurden sie oft durch die Aufregung über seine ungeschickten Bemerkungen über Abtreibung und den pulsierenden Hass der herrschenden Kreise der amerikanischen Rebublikaner verschleiert.

Die Medien attackierten Trump wie ein Schwarm aufgeregter Piranhas. Ein vom harten rechten Flügel arrangierter Vorfall versuchte, seinen Wahlkampfleiter Corey Lewandowski wie einen Frauenmissbraucher dastehen zu lassen. Ich traf Lewandowski vor zwei Wochen in Palm Beach. Er ist ein zurückhaltender Mensch und gewiss kein Frauenschänder.

Letzte Woche sagte Trump, dass die Vereinigten Staaten von Amerika zuviel bezahlen, um die NATO aufrecht zu erhalten.Es sei Zeit, sagte er, die finanzielle Unterstützung der Vereinigten Staaten von Amerika zu kürzen und Europa dazu zu bringen, seinen gerechten Anteil zu bezahlen, um „sich selbst vor Gefahren zu schützen“.

Mehr Aufregung schlug Trumps Attacke auf den allgemeinen Zustand seit dem Zweiten Weltkrieg entgegen. Aber er hatte ganz Recht. Die Vereinigten Staaten von Amerika tragen rund 73% der gesamten militärischen, wirtschaftlichen und sozialen Kosten der NATO. Die europäischen Mitgliedsländer der NATO wenden dafür nur rund 1% ihres Bruttosozialprodukts auf.

Trump lag allerdings daneben, was die westliche Allianz betrifft. Erstens steht die NATO keiner auswärtigen Bedrohung gegenüber, wenn auch Washingtons republikanische Kriegspartei und Neokonservative versuchen, die Konfrontation mit Russland aus dem Kalten Krieg wiederzubeleben.

Die einzige reale Gefahr für Europa kommt von ISIS und kann von Polizei und Geheimdiensten bewältigt werden. Wie auch immer, Washington hat lange versucht, die NATO zu einer offensiven Militärallianz umzuformen, die als Hilfstruppen für die Streitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika im Mittleren Osten und in der Dritten Welt agieren kann, aber nur mit bescheidenen Erfolgen.

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben seit 1945 die westeuropäischen militärischen Angelegenheiten besetzt und geleitet – und heute genauso die osteuropäischen. Eine neue Brigade der Vereinigten Staaten von Amerika wird in die baltischen Staaten und ehemalige Mitglieder des Warschauer Pakts einziehen.

Wichtiger jedoch ist, dass die NATO für die Vereinigten Staaten von Amerika ein riesiges militärisches und politisches Plus ist. In Wirklichkeit hält die NATO Europa unter dem militärischen Einfluss der Vereinigten Staaten von Amerika. Der alte sowjetische Warschauer Pakt spielte die gleiche Rolle für Moskau. Wie mir der Stratege Zbigniew Brzezinski vor langer Zeit sagte, dient die NATO als „Sprungbrett“ für die anhaltende geopolitische Kontrolle Europas durch die Vereinigten Staaten von Amerika. Kein Wunder, dass sie nicht nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wie der Warschauer Pakt aufgelöst wurde.

Die durch den Zweiten Weltkrieg stark geschwächten Staaten Europas akzeptierten nach dem Krieg zum größten Teil die NATO als ihren Oberherrn. General Charles DeGaulle warf die NATO aus Frankreich hinaus und lehnte die amerikanische Vormundschaft ab.

Seine Nachfolger jedoch stellten die Vorherrschaft der Vereinigten Staaten von Amerika über Frankreich wieder her. Der zähe deutsche Verteidigungsminister Franz Josef Strauss sagte „wir werden nicht die Fusssoldaten für die amerikanischen Atomritter spielen,“ aber seine Versuche, eine mehr unabhängige Politik aufzubauen, scheiterten.

Amerikanische Politiker einschließlich Trump bezichtigen Europa gerne, dass es „nicht seinen gerechten Anteil an der Verteidigungsbelastung trägt.“ Was sie in Wirklichkeit meinen, ist dass Europa nicht genug für die Unterstützung des amerikanischen Imperiums bezahlt. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind in Europa und Asien nicht aus humanitären Gründen – diese bilden die beiden Schlüsselbereiche der Weltmacht Vereinigte Staaten von Amerika.

Ich habe schon lange das Ende der überflüssigen NATO-Allianz befürwortet. Diese machte Sinn, als die Sowjets 50.000 Panzer gegen Europa aufgestellt hatten, sozusagen mit laufenden Motoren. Heute ist ihr „Daseinszweck“ verschwunden. Dennoch hält die NATO Europa unter amerikanischer Leitung und behindert ernsthaft die Vereinigung Europas – etwas, was die Vereinigten Staaten von Amerika und ihr feudaler Vasallenstaat Britannien zu verhindern suchen.

Europa braucht dringend seine eigenen vereinigten bewaffneten Kräfte. Wie kann die Europäische Union eine erfolgreiche Union sein ohne integrierte militärische Kräfte und strategisches Kommando? 71 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs akzeptieren wir noch immer diese befremdliche Situation. Eine ähnliche imperiale Nachkriegskontrolle üben die Vereinigten Staaten von Amerika über Japan und Südkorea aus.

Niemand in den Vereinigten Staaten von Amerika hat es gewagt, diesen imperialen Status Quo seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Frage zu stellen, bis der Bulldozer Mr. Trump aufkreuzte. Kein Wunder, dass er so gehasst und verteufelt wird. Trump bedoht direkt Amerikas militärisch-industriellen-Wall Street-Komplex und seine Rolle als Welthegemon. Trump hinterfragt die Blankovollmacht für Israel und Amerikas gesamtes Regierungssystem, das durch Ozeane voller Geld durch und durch korrumpiert worden ist.

Trump gehört niemandem. Das ist praktisch unamerikanisch. In den Vereinigten Staaten von Amerika ist Politik Geschäft unter einem anderen Namen. Es ist zu befürchten, dass der Abweichler Trump von den höheren Mächten auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden wird.

erschienen am 2. April 2013 auf > www.ericmargolis.com

(Quelle: http://www.antikrieg.com/aktuell/2016_04_02_bulldozer.htm)


2 Kommentare

  1. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  2. Avatar von Dude Dude sagt:

    „und es ist nicht nur Donald Trump, der da mit ein paar ketzerischen Gedanken an die Öffentlichkeit getreten ist“

    https://dudeweblog.wordpress.com/wichtiges-zum-aktuellen-zeitgeschehen/comment-page-58/#comment-10027
    letze empfehlung…

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