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Der junge Russe, welcher das Feuer auf sich lenkte

Alexander Prochorenko.

Alexander Prochorenko hatte die Aufgabe, den Standort von IS Zentren an die russische Luftwaffe zu melden, zwecks Vernichtung der feindlichen Einrichtungen. Er geriet in aussichtslose Lage, war von IS umzingelt und ergab sich . Er forderte Bombardierung seines eigenen Standortes an.

Kein Mensch kann mit Gewissheit von sich sagen, wie er sich in der gleichen Situation verhalten würde. Komme ich in extreme Gefahr des Ertrinkens, so klammere ich mich vielleicht an den Strohalm. Sein Strohhalm wäre gewesen: Irgendwie überlebe ich es, wenn die IS Männer kommen.

Am Schreibtisch kann man leicht sagen, diese Variante wäre töricht gewesen. Es braucht einen ganzen Mann, um die Bombe auf den eigenen Leib abwerfen zu lassen. Alexander Prochorenko war ein ganzer Mann. Das ganze Dorf trauere. Man nenne ihn einen Helden. Zu Recht.

thom ram, 04.04.0004

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Quelle:

http://www.fit4russland.com/kriege/1659-ueber-einen-bei-der-eroberung-von-palmyra-gefallenen-einen-ganz-normalen-russischen-helden

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Über einen bei der Eroberung von Palmyra Gefallenen, einen ganz normalen russischen Helden 

Russische und ausländische Medien berichten respektvoll und zugleich bewundernd über die Heldentat eines Offiziers der Russischen Spezialeinheiten in Syrien: Er zog das Bomber-Feuer auf sich selbst. Vom Verteidigungsministerium wurde zwar die Tatsache an sich bestätigt, aber der Name des Helden noch nicht genannt. Der so ehrenhaft gefallene Offizier ist Alexander Prochorenko. Er war 25 Jahre alt.

2 Sascha Prochorenko Der offizielle Kommentar erfolgte von Vertretern des Russischen Luftwaffen-Stützpunktes Hmeimim:

„Bei der Ausführung einer speziellen Aufgabe zur Koordination der Angriffe russischer Flugzeuge auf Ziele der Terroristen von ISIS fiel ein russischer Offizier unserer Spezialeinheiten. Dieser Offizier führte in der Nähe von Palmyra im Laufe der Woche Speziallaufgaben durch. Die Ermittlung wichtiger Objekte des ISIS und er gab die genauen Koordinaten für die Angriffsschläge der russischen Flugzeuge durch. Unser Militär starb heldenhaft, indem er einen letzten Feuerschlag auf seine eigene Stellung aufrief, nachdem er entdeckt und von den Terroristen umzingelt worden war.“

Seine militärische Karriere begann der Junge direkt nach der Schule in der Militärakademie der Luftverteidigung der Streitkräfte der Russischen Föderation. Sie endete weniger als nach 10 Jahre danach auf leider so tragische Weise.

Sascha sieht auf Fotos nicht wie ein Rambo aus. Ein schlanker, lächelnder Bursche. In sozialen Netzen teilte er gerne seine Fotos von dem Studium an der „Militärakademie der Luftverteidigung der Streitkräfte der Russischen Föderation“ in Smolensk. Sascha schloss sein Studium mit Auszeichnung ab. Überall dort, wo er in Uniform abgebildet ist, sieht er glücklich aus.

3 Sacha Prochorenko

Alexander wollte von Kindheit an Militärkarriere machen. In seiner Familie sind viele Militärs, auch sein jüngerer Bruder Ivan studiert derzeit an derselben Militärakademie in Smolensk.

Die Eltern und die Ehefrau von Alexander Prochorenko haben es bereits am 19. März erfahren. Diese Botschaft kam am 19. März an, erzählten die Dorfbewohner. In die Gemeinde kamen Vertreter aus dem Verteidigungsministerium. Sie haben nicht wirklich gesagt, was passiert ist, aber wie es beim Militär üblich ist, bedankten sich bei den Eltern dafür, dass die einen solchen großartigen Sohn erzogen haben.

Im Haus Prochorenko herrscht tiefste Trauer. Ein Foto von Alexander in einem schwarzen Rahmen steht auf dem Nachttisch, daneben eine Ikone. Mutter Natalya weint die ganze Zeit. Der Vater von Sascha sagte nur:

„Wir wissen nicht genau, wie unser Sohn starb. Man sagte uns nur, dass es bei einem Kampfeinsatz gewesen wäre. Das ist alles sehr schwer zu fassen“.

Freunde nannten Sascha Prochorenko liebevoll „Procha“. Er war sehr offen, liebte das Leben, vor anderthalb Jahren haben Katja und er geheiratet. Als Sascha nach Syrien ging, wussten die Eheleute bereits, dass sie ein Kind erwarten können. Darüber, wo genau die Reise hinginge, sagte er seiner Frau nichts, wollte ihr keine Angst um ihn machen.

Katja war besorgt, ob Sascha rechtzeitig zur Geburt des Kindes zurückkäme, erzählen Saschas Freunde. Er hat es nicht geschafft…

Zusammen mit seinen Angehörigen trauert das ganze Dorf Gorodki (Orenburg Gebiet, 130 Kilometer von Orenburg entfernt), besonders seine engeren Freunde, Klassenkameraden und Militär-Kollegen des russischen Offiziers.

1Sascha ProchorenkoDie Schulleiterin der Dorfschule Gorodki, Frau Natalja Meschkowa berichtet:

„Wir trauern im ganzen Dorf um ihn. Niemand wusste genau, wo Sascha seinen Dienst durchführte. Man hörte nur, in einer Spezialeinheit. Er schloss unsere Schule mit einer Silbermedaille und die Militärakademie mit einer Goldmedaille ab. Ich bin mir sicher, wir erziehen und haben in unserer Schule nur solche Jungs, die in einem so schwierigen Moment keine lähmende Angst haben, nichts kläglich bedauern sondern wahre Größe zeigen.“

„Ein sehr fleißiger Schüler war er…  Wir werden nie im Stande sein, uns mit der Tatsache abzufinden, dass es ihn nicht mehr gibt“, sagen die Lehrer von Sascha, Peter und Nadeschda Rusinow. Sie sind sich einig, dass anscheinend tragischerweise wirklich immer nur die ausgerechnet Besten von uns gehen, „aber hätte er denn Anderes, Kleineres tun sollen“?

„Ich bin mir ganz sicher, dass er nicht pompös und dass er ohne Wichtigtuerei begraben wird, obwohl das Militär mitteilte, dass er postum den Titel eines „Helden Russlands“ bekommen hat. Und unserer Schule möchten wir, wenn die Dorfbewohner und Behörden nichts dagegen, seinen Namen verleihen. Denn nicht Jeder wäre in der Lage gewesen, menschlich-charakterlich so groß, das Feuer auf sich selbst zu ziehen. Wir werden auch anhand seines heldenhaften Beispiels die jüngeren Generationen erziehen“, sagte Lehrerin Nadeschda Rusinowa.

Die traurige Nachricht verbreitete sich im Dorf schnell wie der Wind… die Militärs hatten gesagt, dass der Sarg mit der teuren Last frühestens in einer Woche eintreffen würde, aber die Woche verging, und der Körper von Sascha wird von Hunderten Menschen aus den verschiedensten Städten – Verwandte und Freunde des verstorbenen Helden – immer noch sehnlichst erwartet. Alle harren wehmütig auf das offizielle Datum der Beerdigung. Um nach Gorodki zu kommen und Sascha auf seinem letzten Weg zu begleiten. Einem Ehrenweg.

31.03.2016

Quellen- und Bilderquellenverweise:

www.orenday.ru

www.kp.ru


14 Kommentare

  1. Vollidiot sagt:

    Er wußte was auf ihn zukommt, wenn der IS ihn kriegt.
    Also lieber ein Ende mit Schrecken.
    Das erinnert mich an den Beginn des „Unternehmen Barbarossa“ und an die deutschen Soldaten, die von Russen „gefangen“ wurden (nicht an allen Frontabschnitten). Als die vorrückenden deutschen Truppen diese „Gefangenen“ dann fanden gefror ihnen das Blut in den Adern.
    Sowas geht natürlich nur mit Ehrenburgs (mit Straßennamen in der BRD geehrt) usw..
    Änderungen haben kaum stattgefunden.

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  2. gabrielbali sagt:

    Ein wunderschoenber Nachruf. Er koennte sogar zu Traenen ruehren. Jedoch, was haben wir von den schoensten Nachrufen, in welchen wir der Gefallenen Heldenmut belobigen?

    Fuer mich waere Alexander Prochorenko, der gute Mann, nur dann ein Held, waere er NICHT hingegangen, um seinen Moerderjob auszuueben. Oder ist es kein Moerderjob, wenn man den Standort derjenigen preisgibt, welche man dann aus dem Hinterhalt zu killen gedenkt und dies auch hundert- oder gar tausendfach und „sehr erfolgreich“ tut bzw. tun laesst? Aber das Leben des „Feindes“ ist ja nichts wert, den „Feind“ muss man sogar toeten, ja? Das ist dann heldenhaft. Sorry, aber mir wird gerade uebel…

    Bei mir loest dieser Nachruf etwas, wie ich meine, Wesentliches aus. Den unbaendigen Willen, noch deutlicher darzustellen und verbreiten, weshalb der Krieg (und der Kampf), der gar NICHT gefuehrt wird, der einzig moegliche Krieg ist, der fuer mich akzeptabel ist, denn der auch nur angedachte Krieg ist bereits uebel genug.

    Zugleich wundere ich mich, dass Moerder ganz schnell zu Helden gestempelt werden, wenn sie brav diejenigen umbringen, die man uns zuvor erfolgreich als Feind praesentiert hat. Fuer mich ist und bleibt Alexander Prochorenko ein Moerder, wie alle anderen auch, die absichtsvoll und geplant toeten bzw. toeten lassen. Ja, und fuer Mord bin ich nicht bereit zu applaudieren oder gar Heldenorden fuer gelungenes Toeten zu beklatschen, auch bei ganz offenbar sehr netten Moerdern wie Prochorenko nicht.

    Ich nehme den, von vielen als durchaus tragisch empfundenen Tod von Alexander Prochorenko zum Anlass, deutlich die Frage in die Runde zu stellen, wie lange wir noch so weitermachen sollen, statt endlich und laut und deutlich NEIN zu jeglichem Morden zu sagen (und das weltweit!)?

    Alexander Prochorenko mag grundsaetzlich ein netter und herzensguter Mensch gewesen sein, er ist jedoch auf tragisch-unglueckliche Weise zum Moerder geworden, wahrscheinlich sogar zu einem Massenmoerder. Eigentlich hat sich der Kerl schon als Junge heillos verirrt. In Folge hat der Mann auch mit seinem Leben und mit seinem Selbstmord bezahlt. Das sollte genuegen.

    Einen Heldenorden haette Alexander Prochorenko verdient, haette er den Moerderdienst verweigert. Ich rege an, allen Verweigerern von Militaerdiensten und Kriegseinsaetzen Heldenorden zu verleihen und niemals irgendwelchen Militaerfanatikern und Moerdern und seien diese „netten Menschen“ noch so „erfolgreich“ in ihrem Toeten. Ein grosser Heldenorden der Klasse I fuer all jene Mutigen, die dem Militaer, dem Krieg, den Waffen mit einem entschlossenen „NEIN“ entsagen. Dafuer brenne ich!

    Die kleine Traene aus meinem linken Auge widme ich heute Alexander Prochorenko, die, welche aus dem rechten Auge quillt, gilt seinen bedauernswerten Opfern. Moegen all jene, die ihre Kriegsspiele mit dem Leben bezahlen, ihren Frieden finden.

    Waere es fuer uns, die noch Lebenden, nicht endlich an der Zeit, das Tal der Traenen ein fuer alle Mal hinter uns zu bringen?
    .

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  3. Vollidiot sagt:

    GaBa

    Dein Text ist mir zu plakativ.
    So einfach ischt Menschsein nicht, zumindest z.Zt..
    Was Du sagst ischt natürlich durch und durch christlich durchdrungen, aber das zu verallgemeinern ist beim derzeitigen Zustand der Evolution zwar löbelich aber nur in bestimmten Refugien locker zu verwirklichen.
    Ich empfehle Dir Deine Wohnstatt in einem Lande zu nehmen, in dem frische Freiheit herrscht.
    Frisch gebracht von den Demokratie- und Freiheits- und Wertebringern, das da z. B. wäre: Irak, Syrien, Libyen.
    Dort kannst Du Deine Gesinnung frei entfalten – als Friedensbringer z.B..
    Wahrscheinlich würde das von allen Seiten verstanden und dieser Friedensvirus griffe rasant um sich.
    Berechtigterweise wärest Du ein Held und nobelpreisverdächtig.

    Dein letzter Satz: „Waere es fuer uns, die noch Lebenden, nicht endlich an der Zeit, das Tal der Traenen ein fuer alle Mal hinter uns zu bringen?“ erinnert mich an Esoterik, rosa Zeiten für unbewußt existierende Menschen.
    Das funzt erst, wenn der Mensch gelernt hat bewußt zu leben, allso Erkenntnis zu betreiben.
    Erkenntnis in sich, in seiner Seele und diese reifen zu lassen im Leben, meintswechen auf Bali, aber halt auch dort wo es nicht so gemütlich zugeht.
    Gemütlich fördert Bequemlichkeit.
    Und in den nächsten Inkarnationen hängt mancher in weniger hübschen Umständen ab.
    Ob er sich dann wohl auf die Socken macht?

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  4. Sehr geehrter Herr gabrielbali!

    Schon vor ihnen hat Kurt Tucholsky Soldaten als Mörder benannt. damit stehen Sie mit Ihrer leidenschaftlichen Stellungnahme in allerbester deutscher Tradition. Dass sie dem „Hinterhalt/Spotter/Mörder“ Alexander Prochnorenko trotzdem noch eine winzige Träne widmen, erscheint Ihnen das bei der Verwerflichkeit seines Tuns nicht inkonsequent?
    In Thomrams Western

    steht ja Ähnliches auf der Agenda. Eine mordlustige Meute wild gewordener Farmer meucheln bis auf den letzten Mann eine Gruppe hoffnungsvoller junger sympathischer, testosterongeladener Männer. Nicht mal, wie sonst im Film üblich, aus Rache, sondern aggressiv angreifend.
    Obwohl ich Ihre edle pazifistische Haltung, Herr gabrielbali, sehr achten muss, ist bei mir persönlich selbst Einiges aus dem Ruder gelaufen:
    – Ein Freund von mir aus vergangener Zeit, ein ausgesprochener Brutalo, hatte sich (von hinten!!!) auf einen am Boden liegenden liebevollen jungen Mann gestürzt, ihn mit der Nagelfeile seines Winzigtaschenmessers mit der Taktfrequenz einer Nähmaschine einige dutzende Male in den Rücken zu hämmern. Der Zerstochene hatte meinen Freund zuvor hilfreich ins Land der Träume befördert, um anschließend dessen Freundin, (die meines Freundes.) engagiert mit erigiertem Körperteil zu beglücken, auch wenn sie wohl damit nicht so ganz einverstanden war. Später bei der Gerichtsverhandlung stellte sich heraus, dass der Zerstochene für immer teilweise gelähmt Krüppel bleiben würde. Hatte also mein Brutalo-Freund seine Mordabsicht mit einem untauglichen Nagelreiniger als Werkzeug verfehlt. Und da wurde ich das allererste Mal mißtrauisch.

    – Auch die zwei freiheitsliebenden jungen Männer, die in ihrer Sehnsucht nach Freiheit einem anderen Freund von mir (und meinem Judo-Vorbild zugleich) vorbeugend in den Bauch schossen, um anschließend unbehelligter Geiseln nehmen zu können, (er war einer von diesen selbst Kleinigkeiten übelnehmenden Streifenpolizisten, partout für Ruhe und öffentliche Ordnung sorgen wollend,) haben mich noch weit stärker beeinflusst. Nachhaltiger deswegen, weil der gezielte Warnschuss in den Bauch nach langem, qualvollen Leiden zum Tod meines Freundes führte.

    So kam ich dazu, die von Ihnen geehrter Herr gabrielbali, gezeigten Ideale zwar als die ebenso meinen zu erklären, aber die von Ihnen als solche genannten „Mörder“ vollstens motiviert gar selbst auszubilden. Ich war nicht nur Helfer, Helfershelfer sondern Hauptverantwortlicher für „Mordausbildung“ in der Berliner Zentrale derjenigen Herrschaften, die hier so frech in die Kameras und Mikrofone lachen:

    Uns so unterscheiden wir Beide uns, Herr gabrielbali. Sie sind prinzipiell gegen den Krieg, wollen nicht, dass „Mörder in Uniform“ halsabschneidende Mörder morden, vielleicht möglichst noch die gefährlich zweischneidigen Notwehrparagaphen in den Strafgesetzen der Staaten und Länder abschaffen.

    Und ich hasse genau wie Sie Krieg, Unrecht, Gewalt aber ich heule mir beim Lesen der Übersetzung in fit4russland.com förmlich die Seele aus dem Leib. Bin nicht mehr Weltmeister, sondern nur noch kleines heulendes Bündel Elend. Erinnere mich an Videos aus der Ukraine:
    – wo ein Kommunist gefesselt aufgehängt wird, mich zwei Augenpaare maskierter Gesichter beifallsheischend anstarren, mir ein Schild mit viel ukrainischer Schrift vorzeigen, an das Video
    – wo ein anderer „Separatist“ am Holzkreuz lebend verbrannt wird, das Video, wo ukrainische Gerechtigkeitskämpfer von Asow eine hochschwangere Frau und einen (ihren?) Mann per Abschleppseil über Querstamm gelegt und Anfahren ihres Autos erhängen,

    und an noch viel , viel mehr Videos aus Syrien, wo „moderate Rebellen“ vor meinen Augen Herzen aus Körpern soeben noch gelebt Habender heraustrennen, Köpfe abschneiden, morden, morden, morden.

    Warum bin ich stolz, „Mörder“ ausgebildet zu haben, warum bin ich stolz, Alexander Prochnorenko Bruder im Geiste zu sein, warum bin ich so voller Hoffnung, dass aus diesem Holz auch die Großen da oben in Russland geschnitzt sind, warum erscheint mir mein vorgeblicher „Anti-Amerikanismus“ so sehr auf Tatsachen begründet, nicht zufällig auf Verdacht . . .

    Bin ich zu einseitig parteisch, zu primitiv, zu ungebildet, zu moralisch verkommen? Was mache ich falsch, dass ich Sie Herr gabrielbali trotz Ihrer erwiesensten Ehrhaftigkeit wegen der Bezeichnung eines so ganz unaufgeregt stinknormalen russischen Helden als „verirrter“ und „Mörder“ so deprimierend ekelhaft zum Kotzen finden muss?

    Klaus-Peter Kostag
    kostag@gmx.net

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  5. luckyhans sagt:

    @ Gab-i und KPK:
    Eure beiden Kommentare zeigen deutlich, wie weit aufgespannt momentan unser Verhältnis zur Mars-Kraft „Aggression“ ist.
    Einerseits ist es wenig sinnvoll, einen gewaltbereiten Selbstmordattentäter per „Bewurf mit Wattebäuschchen“ von seinem Vorhaben abbringen zu wollen.
    Andererseits ist die Gefahr immer gegeben, bei der Interpretation dessen, was einen solchen „gewaltbereiten Täter“ charakterisiert, sich von falschen (ideologisierten oder religösen) Vorstellungen leiten zu lassen und damit unmenschliches Verhalten gutzuheißen.
    Es ist ein sehr schwieriges Gebiet, voller Fallen und Fußangeln…

    Gehen wir mal davon aus, daß Aggression und Gewalt natürliche Kräfte sind – Urkräfte, ohne die es ganz offensichtlich in der Natur nicht geht. Bestimmte natürliche Vorgänge BRAUCHEN Gewalt, Druck, kraftvolle Einwirkung, damit sie überhaupt vor sich gehen können.

    Wenn sich der Trieb einer Pflanze durch das Erdreich hindurcharbeitet, um an die Oberfläche in die Sonne zu kommen, dann geht das nicht ohne Kraft und Gewalt.
    Ein weiteres Beispiel dafür wäre, wenn Pflanzen sich durch die Generierung von Giftstoffen gegen ihre Freßfeinde schützen, das ist ein Akt der Gewalt. Wie auch umgekehrt, die fressenden Insekten sich „aggressiv“ an geschwächte Pflanzen heranmachen. Weitere Beispiele kann jeder leicht selbst auffinden.

    Wer sich nun darauf verläßt, daß ihm in seinem Leben keine Gewalt begegnen würde, weil er selbst die Gewalt „transzendiert“ hat, der könnte durch die Praxis (auch körperliches Geschehen) da ganz schnell mal eines Besseren belehrt werden – auch wenn das niemandem zu wünschen wäre. Aber das Leben funktioniert hier in der Materie nun mal so, daß wir immer genau die Lernaufgaben bekommen, die wir noch nicht gelöst haben – solange, bis wir es schaffen…

    Andererseits ist es ganz stark von den eigenen Überzeugungen abhängig, wann man Gewalt „gutheißt“, weil sie „gerecht“ ist. Diese „Überzeugungen“ haben aber die unangenehme Eigenschaft, sich mit der Zeit zu verändern – je nachdem, was das „Schicksal“ einem als Lernaufgaben präsentiert. So kann man sehr oft im Nachhinein vielen „negativen“ Geschehnissen eine positive Gesamtwirkung abgewinnen, während man sich für „positiv“ gesehene eigene Handlungen durchaus später schämen kann.

    Will sagen: es ist eine Sache der konkreten Umstände und Gegebenheiten, wie jeder Einzelne zu jedem Zeitpunkt mit dieser Urkraft „Gewalt“ umgeht – da wird sich jeder jederzeit von seinen ganz eigenen Vorstellungen leiten lassen – und wenn das Ziel und der Sinn des Lebens – die spirituelle, seelische Weiterentwicklung – fest im Blick ist, dann kann da auch nur wenig „falsch“ gemacht werden… 😉

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  6. Lieber Luckyhans,

    Danke für Deine philosophische Einordnung, ich ergänze leidenschaftslos durch erlesene Zitate:
    In Österreich, dort wo Herr gabrielbali herstammt, wird Notwehr wie folgt klassifiziert:
    Notwehr
    § 3. (1) Nicht rechtswidrig handelt, wer sich nur der Verteidigung bedient, die notwendig ist, um einen gegenwärtigen oder unmittelbar drohenden rechtswidrigen Angriff auf Leben, Gesundheit, körperliche Unversehrtheit, Freiheit oder Vermögen von sich oder einem anderen abzuwehren. Die Handlung ist jedoch nicht gerechtfertigt, wenn es offensichtlich ist, daß dem Angegriffenen bloß ein geringer Nachteil droht und die Verteidigung, insbesondere wegen der Schwere der zur Abwehr nötigen Beeinträchtigung des Angreifers, unangemessen ist.
    (2) Wer das gerechtfertigte Maß der Verteidigung überschreitet oder sich einer offensichtlich unangemessenen Verteidigung (Abs. 1) bedient, ist, wenn dies lediglich aus Bestürzung, Furcht oder Schrecken geschieht, nur strafbar, wenn die Überschreitung auf Fahrlässigkeit beruht und die fahrlässige Handlung mit Strafe bedroht ist.

    Das Notwehrrecht leitet sich von alters her ab aus dem römischen Rechtsgrundsatz Vim vi repellere licet[1] (lat., dt. Gewalt darf mit Gewalt erwidert werden). Im modernen Sprachgebrauch wird oft die Grundsatzformel „Das Recht braucht dem Unrecht nicht zu weichen“ (auch Rechtsbewährungsprinzip genannt) gebraucht. Damit soll einerseits das Notwehrrecht überhaupt begründet werden. Es ist aber auch bereits ein erster Grundsatz festgehalten: Es ist einem Angegriffenen grundsätzlich gestattet, sich mit Gewalt zu wehren, auch wenn ihm eine Flucht als „mildestes Mittel“ der „Notwehr“ möglich wäre; er kann sich also wehren und braucht nicht zu weichen.

    Objektive Tatbestandsmerkmale
    Notwehrlage
    Voraussetzung für die Rechtmäßigkeit einer Notwehrhandlung ist eine Notwehrlage in Form eines gegenwärtigen und rechtswidrigen Angriffs. Dies ist auch das wesentliche Unterscheidungskriterium zur (rechtfertigenden) Notstandslage, welche nur eine Gefährdung voraussetzt (und dann als Folge die dortige Güterabwägung notwendig macht).
    Angriff
    Als ein solcher Angriff gilt jede Bedrohung rechtlich geschützter Interessen (Rechtsgüter) durch menschliches Verhalten. Ein solcher kann auch in einem Unterlassen bestehen, sofern eine Garantenstellung zwischen dem „Angreifer“ und dem Opfer besteht. Erfasst sind nur „Individualrechtsgüter“, keine „Rechtsgüter der Allgemeinheit“ (wie etwa die Sicherheit im Straßenverkehr). Ein Angriff liegt nicht vor, wenn der Fall in einem rechtsförmigen Verfahren zu klären ist. (Ggf. wäre in einer solchen Situation anstatt dem Notwehrrecht die Anwendbarkeit der zivilrechtliche Selbsthilfe zu prüfen.)
    Beispiel: Vermieter V kann den vertragswidrigen Mieter M nicht durch Notwehr aus der Wohnung zum Auszug zwingen. Es ist vielmehr ein Räumungstitel in einem Gerichtsverfahren zu erwirken.
    Gegenwärtigkeit des Angriffs
    Ein Angriff ist gegenwärtig, sobald diese Bedrohung unmittelbar bevorsteht, gerade stattfindet oder noch andauert.
    Grundsätzlicher Maßstab für das „unmittelbare Bevorstehen“ ist hier die Wertung (unmittelbares Ansetzen zur Tatbestandsverwirklichung) des § 22 StGB (Versuch). Die Verteidigung ist bis zur Beendigung der Tat möglich (z. B. Verfolgungsrecht beim flüchtenden Dieb). Ein fehlgeschlagener oder untauglicher Versuch berechtigt diesbezüglich zu keiner Notwehrhandlung (mehr).
    Siehe Abschnitt: Extensiver Notwehrexzess
    Rechtswidrigkeit des Angriffs
    Umstritten ist, ob rechtswidrig bedeutet, dass ein strafbewehrter Widerspruch zur Rechtsordnung erkennbar sein muss (Erfolgs- und Handlungsunwert), oder dass, so die herrschende Meinung, bereits der (drohende) Erfolgsunwert des Angriffs ausreicht.
    Beispiel: Autofahrer A erleidet einen Herzinfarkt und steuert daher sein Auto (ohne Handlungswille, d. h. ohne Vorsatz) auf eine Menschenmenge zu. Lastkraftfahrer B könnte durch Nothilfe zur Abdrängung (und ggf. auch Tötung) des Fahrers A gerechtfertigt sein.
    Die Rechtswidrigkeit des Angriffs entfällt, wenn sich der Angreifer selbst auf einen Rechtfertigungsgrund berufen kann. So kann insbesondere der tätliche Angreifer sich seinerseits nicht selbst auch auf Notwehr gegen die gegen ihn gerichtete (rechtfertigende) Notwehrhandlung berufen.
    Bei Notwehr gegen hoheitliche Diensthandlungen verwenden die Rechtsprechung[2] und Teile der Literatur[3] den „strafrechtlichen Rechtswidrigkeitsbegriff“, wonach eine Amtshandlung strafrechtlich schon dann als rechtmäßig anzusehen ist, wenn der Beamte die sachliche und örtliche Zuständigkeit sowie wesentliche Förmlichkeiten einhält und entweder auf bindende Weisung seines Vorgesetzten oder aufgrund eigener pflichtgemäßer Ermessensausübung tätig wird.[4]
    Objektive Tatbestandsmerkmale
    Notwehrlage
    Voraussetzung für die Rechtmäßigkeit einer Notwehrhandlung ist eine Notwehrlage in Form eines gegenwärtigen und rechtswidrigen Angriffs. Dies ist auch das wesentliche Unterscheidungskriterium zur (rechtfertigenden) Notstandslage, welche nur eine Gefährdung voraussetzt (und dann als Folge die dortige Güterabwägung notwendig macht).
    Angriff
    Als ein solcher Angriff gilt jede Bedrohung rechtlich geschützter Interessen (Rechtsgüter) durch menschliches Verhalten. Ein solcher kann auch in einem Unterlassen bestehen, sofern eine Garantenstellung zwischen dem „Angreifer“ und dem Opfer besteht. Erfasst sind nur „Individualrechtsgüter“, keine „Rechtsgüter der Allgemeinheit“ (wie etwa die Sicherheit im Straßenverkehr). Ein Angriff liegt nicht vor, wenn der Fall in einem rechtsförmigen Verfahren zu klären ist. (Ggf. wäre in einer solchen Situation anstatt dem Notwehrrecht die Anwendbarkeit der zivilrechtliche Selbsthilfe zu prüfen.)
    Beispiel: Vermieter V kann den vertragswidrigen Mieter M nicht durch Notwehr aus der Wohnung zum Auszug zwingen. Es ist vielmehr ein Räumungstitel in einem Gerichtsverfahren zu erwirken.
    Gegenwärtigkeit des Angriffs
    Ein Angriff ist gegenwärtig, sobald diese Bedrohung unmittelbar bevorsteht, gerade stattfindet oder noch andauert.
    Grundsätzlicher Maßstab für das „unmittelbare Bevorstehen“ ist hier die Wertung (unmittelbares Ansetzen zur Tatbestandsverwirklichung) des § 22 StGB (Versuch). Die Verteidigung ist bis zur Beendigung der Tat möglich (z. B. Verfolgungsrecht beim flüchtenden Dieb). Ein fehlgeschlagener oder untauglicher Versuch berechtigt diesbezüglich zu keiner Notwehrhandlung (mehr).
    Siehe Abschnitt: Extensiver Notwehrexzess
    Rechtswidrigkeit des Angriffs
    Umstritten ist, ob rechtswidrig bedeutet, dass ein strafbewehrter Widerspruch zur Rechtsordnung erkennbar sein muss (Erfolgs- und Handlungsunwert), oder dass, so die herrschende Meinung, bereits der (drohende) Erfolgsunwert des Angriffs ausreicht.
    Beispiel: Autofahrer A erleidet einen Herzinfarkt und steuert daher sein Auto (ohne Handlungswille, d. h. ohne Vorsatz) auf eine Menschenmenge zu. Lastkraftfahrer B könnte durch Nothilfe zur Abdrängung (und ggf. auch Tötung) des Fahrers A gerechtfertigt sein.
    Die Rechtswidrigkeit des Angriffs entfällt, wenn sich der Angreifer selbst auf einen Rechtfertigungsgrund berufen kann. So kann insbesondere der tätliche Angreifer sich seinerseits nicht selbst auch auf Notwehr gegen die gegen ihn gerichtete (rechtfertigende) Notwehrhandlung berufen.
    Bei Notwehr gegen hoheitliche Diensthandlungen verwenden die Rechtsprechung[2] und Teile der Literatur[3] den „strafrechtlichen Rechtswidrigkeitsbegriff“, wonach eine Amtshandlung strafrechtlich schon dann als rechtmäßig anzusehen ist, wenn der Beamte die sachliche und örtliche Zuständigkeit sowie wesentliche Förmlichkeiten einhält und entweder auf bindende Weisung seines Vorgesetzten oder aufgrund eigener pflichtgemäßer Ermessensausübung tätig wird.[4]
    Notwehr- bzw. Verteidigungshandlung
    Mit Notwehrhandlung bezeichnet man die Handlung, die der Verteidiger zur Abwehr des Angriffs vornimmt. Diese darf nur gegen den Angreifer selbst oder dessen Rechtsgüter gerichtet sein. Werden andere in die Notwehrhandlung einbezogen, so kommen lediglich andere Rechtfertigungs- oder Entschuldigungsgründe (z. B. Notstand) in Betracht.
    Erforderlichkeit der Notwehrhandlung
    Notwehr berechtigt nur zur erforderlichen Verteidigung (Erforderlichkeit). Eine Verteidigung ist dann erforderlich, wenn sie das mildeste aus allen möglichen und gleichwertig effektiven Mitteln darstellt, die geeignet sind, den Angriff sicher und endgültig zu beenden.
    Die Notwehrhandlung ist geeignet, wenn durch die Verteidigung die Abwehr des Angriffs voraussichtlich erreicht oder zumindest gefördert werden kann.
    Der Notwehrübende hat zwar das relativ mildeste Mittel zu wählen, muss sich aber nicht auf Risiken bei der Verteidigung einlassen. Ebenso wenig ist er zu einer „schimpflichen Flucht“ verpflichtet, da das Recht dem Unrecht nicht weichen muss. Eine Abwägung der widerstreitenden Rechtsgüter findet – anders als beim rechtfertigenden Notstand nach § 34 StGB – nicht statt. Das heißt, dass der in Notwehr Handelnde keine Verhältnismäßigkeitsprüfung durchführen muss.[5] So muss beispielsweise niemand eine Körperverletzung hinnehmen, falls diese nur durch eine tödliche Abwehrhandlung zu verhindern ist.
    Bei Einsatz von gefährlichen Verteidigungsmitteln ist eventuell je nach Intensität des Angriffs ein abgestuftes Verteidigungsverhalten zu fordern und das entsprechende mildere Mittel zu wählen. So soll z. B. beim Schusswaffeneinsatz, sofern die Situation es zulässt, wie folgt vorzugehen sein:
    1. Androhen des Schusswaffeneinsatzes
    2. Warnschuss
    3. Schuss in weniger gefährliche Bereiche
    4. Finaler Schuss nur als ultima ratio

    Aus vorstehenden Zitaten folgt ein begründeter Verdacht, der im nächsten österreichischen Strafrechts-Paragraphen beschrieben ist: 

    § 111 StGB Üble Nachrede

    (1) Wer einen anderen in einer für einen Dritten wahrnehmbaren Weise einer verächtlichen Eigenschaft oder Gesinnung zeiht oder eines unehrenhaften Verhaltens oder eines gegen die guten Sitten verstoßenden Verhaltens beschuldigt, das geeignet ist, ihn in der öffentlichen Meinung verächtlich zu machen oder herabzusetzen, ist mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen.
    (2) Wer die Tat in einem Druckwerk, im Rundfunk oder sonst auf eine Weise begeht, wodurch die üble Nachrede einer breiten Öffentlichkeit zugänglich wird, ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen.
    (3) Der Täter ist nicht zu bestrafen, wenn die Behauptung als wahr erwiesen wird. Im Fall des Abs. 1 ist der Täter auch dann nicht zu bestrafen, wenn Umstände erwiesen werden, aus denen sich für den Täter hinreichende Gründe ergeben haben, die Behauptung für wahr zu halten.

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  7. Vollidiot sagt:

    „Klugerweise“ wird hier der soziale Fall fokussiert.
    Beredterweise schweigt sich der demokratische Rechtsetzer aus über etwas was nicht kann sein.
    Nämlich: welche Rechte hat der Einzelne bei institutioneller Gewalt, etwa von Seiten des Staates oder von Firmen, z.B. Monsanto oder Nestle oder kriminelle Vereinigungen (z.B. die Koproduktion von Farma, Ärzten, Krankenkassen oder Billag/GEZ).
    Auch hier ließe sich sagen: das, was gegen Natur und Leben geht, muß bestraft werden.
    Leider geben uns die Rechtssetzer keine Handhabe (warum wohl?).
    Leben die Rechtssetzer und ihre Spezln im rechtsfreien/geschützten Raum?
    Daraus wird deutlich was Rechtssetzer, ihre Rechtsvorstellungen und das von ihnen geschaffene Recht ist.
    Ja – und – das von den Kirchen gerne in Anspruch genommen wird.
    Leute – das ist ein Augiasstall.
    Von diesen charakterlich auf den Hund Gekommenen ist ja nichts mehr zu erwarten.
    Was bliebe – das Recht an höheren Werten orientieren und demgemäß handeln!

    ……………
    Untergang der Lügenbrut
    Drum schließt den heilgen Zirkel dichter
    Und schwört bei diesem goldnen Wein
    dem Gelübde treu zu sein
    Schwört es bei dem Sternenrichter.

    (Schillers Ode, die letzten 5 Zeilen.)

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  8. luckyhans sagt:

    @ Volli:
    Ergänzung: Der Staat war geschaffen worden, UM den Einzelnen vor der Gewalt der jenigen zuschützen, gegen die er sich allein nicht ausreichend schützen kann: Großunternehmen, Kriminelle, Vereinigungen, organisierte Kriminalität, Banden, Armeen usw.
    DAS war ursprünglich seine Hauptaufgabe, und genau DAFÜR nimmt er das Gewaltmonopol in Anspruch, genau DAFÜR nimmt er Steuern ein – um diese Aufgabe zu erfüllen.

    Sobald er dieser Aufgabe nicht mehr gerecht wird (zum Beispiel weil er sich selbst in eine Firma verwandelt hat), hat der Einzelnen immer das Recht zum eigenen Widerstand, auch mit Gewalt, auch gegen den Staat und seine Organe – das ergibt sich schon allein aus dem Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen und dem Natur-Recht auf Leben (da braucht es kein „Grundgesetz für …“).

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  9. Muck Fonsanto sagt:

    @KPK
    Gelöscht. thom ram

    @Lucky
    „Es ist ein sehr schwieriges Gebiet, voller Fallen und Fußangeln“…
    NEIN, ist es nicht! Einfach nicht mehr akzeptieren! Keine Soldaten, keine Armeen, keine Panzer, keine Raketen/Bomben..! Keine Verherrlichung von solchen „Kriegshelden“..!!! – In BB sind solche Sachen nicht mehr existent! –

    @Gabi
    Da bin ich einmal voll deiner Meinung! 😉

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  10. gabrielbali sagt:

    Alte Kriegsorden aus dem WK2 als „Wertvolles Geschenk“ zu bezeichnen ist so etwas von krank, dass man schier verzweifeln koennte. Jedoch der Witwe des sogenannten „Kriegshelden“ finanzielle wie auch moralische Unterstuetzung zukommen zu lassen finde ich ehrenhaft. Dies sollte allerdings auch mit den anderen Witwen und all den Kriegsopfern so geschehen, die unter dem Imperialismus des Westen und deren Bomben zu leiden haben.

    Aber was geschieht diesbezueglich wirklich? Wo ist der laute Aufschrei der Milliarden (!), zumindest finanziell meist noch immer gut versorgten Menschen in all den imperialistisch agierenden Laendern, was die bestialisch unterdrueckten Menschen in Palaestina betrifft?

    Es gibt viel zu tun und wie ich finde es gibt weit Wichtigeres als zweifelhafte Kriegshelden zu feiern und damit wieder und wieder naive, junge Menschen zu motivieren, auch in den Krieg zu ziehen, um derartige Helden werden zu koennen…

    Ein Held ist nur der, der NICHT in den Krieg zieht und der JA zu auschliesslich friedlichen Loesungen sagt. Ja, es gibt die friedlichen Loesungen, aber sie kommen erst dann, wenn wir unseren Fokus von Kriegen als Loesung und auch von den gefeierten, zweifelhaften Kriegshelden wegbringen!

    Das derzeit praktizierte Motto „Bomben fuer den Frieden“, das von mehreren westlichen Regierungen verfolgt und brutal umgesetzt wird, ist der Beweis dafuer, wie gefaehrlich geisteskrank die Regierenden und deren Volk, das das alles zulaesst und finanziert, inzwischen geworden sind.

    FRIEDEN, die Beschreitung humaner Wege bei den diversen Zielsetzungen und die von jedermann und von jeder Frau praktizierte hundertprozentige Verweigerung jeglichen Militaerdienstes sollte die einzig akzeptable Alternative sein!

    .

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  11. Killerbee / Der Soldat

    Vor 2,5 Jahren erläuterte Killerbee seine Sicht auf Soldat, Waffe, Angriff und Verteidigung. Auch heute deckt sich seine Sicht mit der Meinigen.

    Jedes Wesen hat das göttliche Recht, sich zu verteidigen, wenn jemand danach trachtet, es in die Unfreiheit zu schlagen, sei es durch Erniedrigung, sei es durch Sklaverei, sei es durch Mord.

    Dank an den Autor Ki11erbee!

    thom ram, 28.04.0004 (neues Zeitalter! Alte Rechnung: 2016)

    .

    .

    Sind Soldaten Mörder?

    12. Dezember 2013 von ki11erbee

    .

    Viele Menschen beurteilen Leute aufgrund ihrer Bezeichnung, ihrer Urkunde oder ihrer Kleidung (“Hauptmann von Köpenick”).

    Wenn ein Mensch einen Kittel und ein Stethoskop hat, ist er ein Arzt.

    Wenn ein Mensch eine Robe anhat, ist er ein Richter.

    Wenn ein Mensch eine Polizeiuniform hat, ist er ein Polizist.

    Wenn ein Mensch eine Uniform mit “schwarz-rot-senf” trägt, ist er ein Soldat.

    Das ist natürlich falsch!

    Man wird ja auch kein Auto, nur weil man in der Garage steht.

    .

    Ein Arzt ist eine Person, die die richtigen Diagnosen stellt und den Patienten korrekt behandelt.

    Ein Richter ist jemand, der die bestehenden Gesetze gerecht anwendet.

    Ein Polizist ist jemand, der das Volk beschützt und ihm dient.

    Ob die Person eine Uniform trägt oder in Jeans rumläuft, ist egal.

    Geht ihr lieber zu einem kompetenten Arzt in Jeans oder zu einem inkompetenten Arzt mit schönem, weißem Kittel?

    .

    Kommen wir nun zum Soldaten.

    Genau wie bei den anderen Berufsgruppen sind es die Taten, die den Soldaten definieren.

    Nicht seine Kleidung, nicht sein Dienstgrad, nicht das Sprechen des Gelöbnisses; sondern einzig und allein, was er TUT!

    Betrachten wir den Diensteid eines Berufssoldaten; er lautet:

    „Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe.“

    .

    Ich persönlich finde den Text stark verbesserungsfähig, denn die oberste Instanz sollte für einen Soldaten das Volk sein und nicht irgendeine abstrakte “Bundesrepublik Deutschland”.

    Was, wenn die Bundesrepublik Deutschland zu einer Diktatur geworden ist, die das Volk knechtet und plündert?

    Muss ein Soldat ihr dann auch treu dienen oder wäre es nicht viel eher die oberste Pflicht eines Soldaten, diese BRD zu bekämpfen, um seinem Volk die Freiheit wiederzugeben?

    Ist derjenige, der dem Bösen treu dient, gut oder böse?

    .

    Nichtsdestotrotz ist ein wichtiges Prinzip des ehrenhaften Soldatentums enthalten; es ist das Wort verteidigen!

    Der gute Soldat verteidigt also etwas, er greift nicht an.

    Wie kann man nun in einem Kampf Angreifer und Verteidiger unterscheiden?

    Als Faustregel gilt, daß der Angreifer derjenige ist, der den Krieg erklärt oder die Grenzen des Gegners zuerst überschreitet.

    Normalerweise würde man also erwarten, daß der deutsche Soldat nur in Deutschland kämpft, weil ein Gegner zuvor dort eingefallen ist.

    Es gibt allerdings die Ausnahme, daß man einen Gegner bereits auf seinem Gebiet angreifen darf, wenn dieser ganz klare Angriffsbestrebungen hat.

    Man muss als Verteidiger nicht den Erstschlag des Feindes abwarten, sondern darf ihn bereits am Erstschlag hindern.

    Diese Situation war im 2. Weltkrieg gegeben:

    Deutschland musste Frankreich angreifen, weil die Franzosen/Engländer immer mehr Truppen an der Westfront aufmarschieren ließen und wir wollen uns auch daran erinnern, daß Frankreich dem Deutschen Reich den Krieg erklärte; nicht umgekehrt!

    Ebenso war der Angriff Deutschlands auf die UdSSR ein Präventivkrieg; die Deutschen sind dem sowjetischen Angriff nur wenige Wochen zuvorgekommen.

    Der Grund für die Erfolge der Wehrmacht beim Russlandfeldzug sind eben darauf zurückzuführen, daß die russische Armee sich nur für den Angriff gerüstet hatte und daher auf eine Verteidigung nicht vorbereitet gewesen ist.

    .

    Kommen wir nun zum konkreten Fall “Afghanistan”.

    Gibt es eine Kriegserklärung Afghanistans an die BRD?

    Gab es konkrete Hinweise darauf, daß Afghanistan die BRD mit U-Booten, Flugzeugträgern, cruise missiles oder Panzerverbänden angreifen wollte?

    Oder wollte die High-Tech-Weltmacht Afghanistan die BRD vielleicht mit seinen Stealth-Bombern und Laserwaffen aus dem Weltraum pulverisieren?

    Nein?

    Nun, dann ist der Fall also klar:

    Die Bundeswehr-Soldaten haben völlig unprovoziert und grundlos die Grenze zu Afghanistan überschritten und waren im selben Moment keine Soldaten mehr, sondern nur noch Auftragsmörder für die BRD, die von Steuergeldern bezahlt werden.

    Denn das wichtigste Element des Soldatentums, die Verteidigung, war nicht gegeben.

    Die Deutschen in Afghanistan sind Aggressoren, Invasoren, Räuber, Plünderer, Massenmörder.

    .

    Afghanistan

    (Dieser Söldner bewacht den eigentlichen Grund für die Invasion in Afghanistan: die Mohnfelder)

    .

    Der Satz “Soldaten sind Mörder” ist so gesehen völliger Unsinn.

    Soldaten sind Verteidiger und es mag in manchen Fällen notwendig sein, einen Angreifer zu töten, um den Angriff zu stoppen.

    Nennt man “Notwehr”.

    Notwehr jedoch ist kein Mord.

    Soldaten können also niemals Mörder sein, die Armee ist im Idealfall eine Notwehr-Institution des Volkes.

    ABER es ist durchaus möglich, daß Menschen in Uniform andere Länder angreifen und dort morden.

    Nur: im selben Moment, in dem sie Unschuldige angreifen, hören sie auf, Soldaten zu sein, weil sie ja niemanden verteidigen!

    Einen Soldaten, der Unschuldige ermordet, weibliche Zivilisten vergewaltigt, Unbewaffnete erschießt, gibt es also nicht.

    Genausowenig wie es fleischessende Veganer, nymphomane Jungfrauen, schwarze Schimmel oder ehrenhafte Verräter gibt.

    Entweder er ist ein Soldat, dann ist er ehrenhaft und verteidigt sein Volk gegen einen Aggressor,

    oder er ist selber ein unehrenhafter Verbrecher, dann ist er aber kein Soldat mehr!

    Beides zusammen geht nicht.

    Ob die Person eine Uniform trägt oder nicht, ist völlig belanglos!

    .

    Nehmen wir nun den konkreten Fall in Afghanistan und drehen einfach mal die Nationalitäten um, damit der Schwachsinn offenbar wird:

    Im Jahr 2001 fliegen ein paar Holländer und Schweden mit Flugzeugen in zwei Wolkenkratzer in Saudi-Arabien.

    Der saudische Geheimdienst findet heraus, daß die Anschläge von Hans Müller koordiniert wurden, der in einer Höhle im Schwarzwald lebt.

    Kurze Zeit später wird Deutschland von einer Allianz der Türkei, Libanon, Marokko und Saudi-Arabiens angegriffen und zerbombt.

    Daraufhin wird in Berlin eine neue Regierung gebildet, die aber der Türkei unterstellt ist.

    Der Himmel ist voller Drohnen und Apache-Kampfhubschraubern, die nach Belieben Deutsche töten, die sie für gefährlich halten.

    Überall fahren Türken, Libanesen, Marokkaner und Araber durch Deutschland; wer etwas dagegen hat, wird erschossen.

    .

    Was, dieses Szenario ist absurd? Ungerecht?

    Nun, es ist nicht ungerechter als das, was beim Afghanistankrieg passiert ist!

    Mohammed Atta war Ägypter, die meisten Flugzeugentführer von 9/11 waren Saudis (Hier irrte Killerbee. Bei 9/11 waren keine Flugzeuge. rhom ram) und die einzige Begründung für die Bombardierung Afghanistans war, daß sich Osama bin Laden dort in einer Höhle aufhalten solle.

    Stünde Deutschland auf der Abschussliste der USA, sprengen die Amis das nächste Mal irgendein anderes Hochhaus und behaupten einfach, daß sich der Drahtzieher im Schwarzwald versteckt hält!

    .

    Als Fazit:

    Wäre es so, daß afghanische Truppen in Deutschland eingefallen wären und Oberst Klein hätte einen Angriff auf sie befohlen, würde ich nichts sagen.

    Die Afghanen sind bei uns eingefallen, wir verteidigen uns und wenn sie sich verziehen, lassen wir sie wieder in Ruhe.

    Aber so ist es nicht!

    Stattdessen ist es so, daß WIR in Afghanistan eingefallen sind, die Afghanen ihr Land verteidigen und auch jedes erdenkliche Recht haben, deutsches Söldnergeschmeiß zu erschießen, damit die Deutschen endlich lernen, sich in ihrem Land um ihre eigenen Angelegenheiten zu kümmern!

    Wenn also ein deutscher Bundeswehr-Söldner in einem Sarg aus Afghanistan zurückkommt, denke ich nur:

    “Selber schuld. Was hast du dort gesucht? Jetzt musstest du halt auf die harte Tour lernen, daß man fremde Länder nicht ungestraft angreifen darf!”

    Denn dieser Mensch ist nicht “für Deutschland gefallen”.

    Er war lediglich ein Söldner für US-amerikanische/BRD-Wirtschaftsinteressen und es gehört nunmal zum Berufsrisiko von Söldnern, daß ihre Opfer sich manchmal wehren!

    Warum soll ich Mitleid mit Söldnern haben, die in fremde Länder einfallen und dort die Bevölkerung terrorisieren?

    Nur, weil er “Deutscher” ist? LOL!

    Ich bin kein Rassist, ich schaue auf die TATEN eines Menschen, wenn ich ihn beurteile!

    Und mit Söldnern kann ich nunmal kein Mitleid empfinden; egal welche Nationalität.

    .

    German soldiers carry the coffin of a comrade of the ISAF (International Security Assistance Force) during a farewell ceremony at the Cologne-Bonn military airport

    (Berufsrisiko, wenn man ungefragt in fremde Länder einfällt. Es gibt auf dieser Welt eben noch Völker, die sich gegen ihre Versklavung wehren, statt ihren Peinigern die Stiefel sauberzulecken und Dreck über seine Vorfahren zu kippen, wie es in der BRD leider üblich geworden ist!)

    .

    LG, killerbee

    .

    PS

    Soldaten sind also keine Mörder, sondern ehrenhafte Verteidiger des Volkes.

    Aber das, was in der jetzigen Bundeswehr rumkriecht, sind keine Soldaten!

    Die letzten Soldaten, auf die Deutschland stolz sein kann, waren in der Wehrmacht.

    Für die Bundeswehr muss man sich als Deutscher schämen.

    Und es ist nur natürlich, daß in einem kaputten Staat wie der BRD die Denkmäler echter Soldaten ungestraft beschmiert werden dürfen,

    während veritable Massenmörder ausgezeichnet, beschützt und befördert werden.

    Weil hier einfach alles verkehrt ist!

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  12. thomram sagt:

    Klaus Peter

    Der Text steht in
    https://bumibahagia.com/2016/04/28/killerbee-der-soldat/
    vor zwei Tagen rausgehängt.

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