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Deutschlands Städte vor der Zerstörung

Solche Architektur lässt mich bewundernd verstummen. Die Statik stimmt. Die Proportionen erlaben und die Details verzücken mich.

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Dann kommt die Erinnerung: Es war geplant, es war gewollt. Sie sollten zertrümmert werden. Die Manifestation deutscher Baukunst wurden mit Absicht zerstört. Die Bombardierungen der Städte war kriegstechnisch unsinnig. Sie fanden statt, um Zivilisten zu töten, den Ueberlebenden das Dach zu fauben, und…… um einen Teil der Manifestation der Kultur zu löschen. Wenn ein Volk vernichtet werden soll, muss man ihm seine Identität nehmen. Die Zerstörung deutscher Architektur war Teil davon.

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Und dann kommt die Bange. Wer die Bilder betrachtet und weiss, dass diese Gebäude mutwillig ruiniert worden sind, geht leicht in Hass auf die Täter. Ich auch, da ist keiner Gefeit dagegen. Bringt mich aber nicht weiter, dich nicht weiter, niemanden weiter. Denke ich destruktiv (möchte Churchill nicht auf dem Reichskanzlei-Stuhl Hitlers fetten sehen, sondern am Ast baumelnd), ziehe ich Destruktion an.

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Deutschlandbilder_66

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Danke, Bange, dass du mich gemahnt hast. So lass uns neue Gebäude denken und planen und errichten! Die Basis dazu, sie liegt in Schutt und Asche, doch sind Bilder da! Lasst uns von den Bildern inspirieren für eine Zukunft, da wir Menschen menschenfreundlich konstruktiv bauen, hier durchaus in materiellem Sinne gemeint.

Danke, Gernotina, für den Hinweis auf die wunderbare Sammlung!

thom ram, 29.03.0004 (A.D.2016)

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P.S. Eine dritte Bange ist da auch noch. Wieviel des gezeigten Wohlstandes beruht auf Unterdrückung und Ausbeutung?

Deutschlandbilder_88.

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http://kommentararchiv.de/category/deutschlandbilder/

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http://kunstmuseum-hamburg.de/wp-content/uploads/2015/08/Deutschlandbilder_30.jpg

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Das Kunstmuseum hat uns geschrieben und eine schöne Botschaft gebracht:

„Alle Bilder aus dem Artikel können hier besichtet und auch herunter geladen werden.

http://kunstmuseum-hamburg.de/deutschlandbilder/

Grüße aus dem Kunstmuseum Hamburg“

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14 Kommentare

  1. Senatssekretär Freistaat Danzig sagt:

    Hat dies auf behindertvertriebentessarzblog rebloggt.

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  2. luckyhans sagt:

    Den richtigen Todesstoß hat man der schönen deutschen Architektur (Bauhaus u.a.) allerdings erst mit den lieblosen und angrundtief häßlichen Zweckbauten der jüngeren Vergangenheit angetan – gipfelnd in den sog. Schlafstädten weit außerhalb der Stadtzentren…
    Wie bunt-freudig-quirlig dagegen die Hundertwasser-Häuser – zumindest als Kontrast und Protest gegen die dröge Einheitsbauweise…
    Aber auch dieser Zustand der heutigen Bauweise (das Architektur zu nennen, verbietet der Anstand) ist ein Ergebnis der heutigen Nur-Wirtschaftlich-Denkweise: je mehr sog. Ökonomen (BWLer, VWLer u.a.) in Führungspositionen gelangen, desto schneller geht es mit der Gesellschaft und den Unternehmen bergab, denn es zählen nur noch Zahlen – „wer Visionen hat, sollte mal zum Arzt gehen“ ist ein beredter Ausdruck dieser Flachdenke.

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  3. thomram sagt:

    @ Lücki

    Das, worauf du hinweisest, zeugt von intaktem Funktionalitätsdenken. Und es zeugt von der Lebenslust eines schweizerischen Geldtresors.

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  4. Skeptiker sagt:

    Eine Reise in das Deutsche Kaiserreich (1871 – 1918 (Heute)

    Gruß Skeptiker

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  5. Vollidiot sagt:

    Schiller: Das Alte bricht, es ändern sich die Zeiten………………

    Damit kein neues Leben aus den Ruinen blüht, dazu wurde massivst umerzogen.
    Die Architektur der 50iger. Dann die 60iger.
    Grauenvoll.
    Die Siebziger?
    Da begann die Ökonomisierung der Architektur.
    Die bis heute immer schlimmer wird.
    Wie die Seelen – so die Architektur.
    Heute Glas und Metall, baufysikalischer Nonsens oder Beton und Nagelbinder.
    Tragendes nicht mehr erkennbar, wie der Seelen Verwirrung.
    Dschasd vor Phan, Hedonismus in brachialer Gestalt, dazu die leise kirchliche Untermalung, irgendwas von Liebe, vom guten Menschen, incl. Brot für die Welt.

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  6. Skeptiker sagt:

    @Vollidiot

    Deutschland heute.

    Gruß Skeptiker

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  7. Skeptiker sagt:

    Ich sehe gerade, in Indonesien ist ja schon Mitternacht.

    http://www.zeitverschiebung.org/west-indonesien.php

    Gruß Skeptiker

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  8. Skeptiker sagt:

    Logischerweise kommen alle Bilder nicht mit.

    Warum?, hier der Bericht.

    Ich bin nicht würdig über Adolf Hitler mit lauter Stimme zu sprechen…

    Posted by Maria Lourdes – 13/06/2013

    …und zu irgendwelchen rührseligen Redereien laden sein Leben und sein Wirken nicht ein.

    Er war ein Kämpfer für die Menschheit und ein Verkünder der Botschaft vom Recht für alle Nationen. Er war eine reformatorische Gestalt von höchstem Range und sein historisches Schicksal war, dass er in einer Zeit beispielloser Niedertracht wirken musste, die ihn am Ende zu Boden schlug.

    (Knut Hamsun, norwegischer Schriftsteller und Literatur-Nobelpreis-Träger 1920)

    “…In einer großen älteren Villa vor den Toren von Wien gibt es über den Weinbergen am Kahlenberg einen netten Keller, in dem sich nach dem Zweiten Weltkrieg die höheren amerikanischen Offiziere sehr gerne abends versammelten. Eine Trinkstube, hätte man auch sagen können rings herum zwischen dem Gebälk mit Ornamenten ausgemalt.

    Die Besitzerin, die schöne Fürstin Wittgenstein, führte mich da hinein und bat mich, die Malereien kritisch zu betrachten und erst danach die kunstvoll dazwischen gemalten Sprüche zu lesen. Ich sah mir alles sehr genau an und sagte, ohne irgendwie informiert zu sein: “Mir scheint, dass der Maler zugleich ein Gefühl für Architektur – besonders für gewisse Naturgesetze, zum Beispiel den “Goldenen Schnitt”, hat, denn das passt alles so großartig zusammen.” – “Das ist sehr interessant”, sagte die Fürstin, “und nun sollst du die Sprüche lesen.”

    Ich las – wörtlich kann ich es nicht mehr wiedergeben aber sinngemäß ganz genau:

    “Ich weiß, dass mein Leben ein ganz ungewöhnliches, außerordentliches sein wird, aber das Ende wird eine Katastrophe sein!”

    Die Fürstin, übrigens keineswegs eine Nationalsozialistin, sagte mir nun: “Das alles hat ein Lehrling gemalt und geschrieben. Auch die Worte, so erstaunlich sie sind, stammen ausschließlich von ihm. Und hier ist die quittierte Rechnung, die ich in den alten Akten gefunden habe, auf welcher geschrieben steht, dass alle Arbeiten von einem Malerlehrling namens Adolf Hitler ausgeführt wurden.

    Das waren Ornamente, Worte und Gedanken, welche nicht das Geringste mit Gewalt zu tun haben – dass war der Ausdruck eines sehr tiefen Gefühlslebens – oder wenn wir es absolut beim rechten Namen nennen wollen: es war etwas Faustisches (faustisch: tief forschend; ringend; genial) in diesem letztlich immer rätselhaften Menschen…” (Quelle: Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg-Lippe – War Hitler ein Diktator – S 14)

    Bitte alles Lesen.
    =>

    https://lupocattivoblog.com/2013/06/13/ich-bin-nicht-wurdig-uber-adolf-hitler-mit-lauter-stimme-zu-sprechen/

    =====================================

    Gruß Skeptiker

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  9. Kunstmuseum Hamurg sagt:

    Alle Bilder aus dem Artikel können hier besichtet und auch herunter geldane werden.

    http://kunstmuseum-hamburg.de/deutschlandbilder/

    Grüße aus dem Kunstmuseum Hamburg

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  10. thomram sagt:

    Oh, welch hohe Ehre! Nun tritt schon das Kunstmuseum Hamburg mit bb in Kontakt.
    🙂
    Danke, liebes Kunstmuseum, und klar, ich hänge deinen guten Hinweis oben rauf in dern Artikel!

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  11. Kunstmuseum Hamburg sagt:

    Zuviel der Ehre!

    In einer verstaubten Ecke des Kunstmuseums habe ich noch einen großen Schatz herum liegen. Und zwar die „Baumseele“, aus einem alten Buch von 1875. Diesen ersten Abschnitt würde ich gerne bei Dir auf dem Blog einstellen, sofern er Dir zusagt.

    http://kunstmuseum-hamburg.de/die-baumseele/

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  12. Vollidiot sagt:

    Nach anderen, vermutlich falschen, Quellen hatte der Adi guten Kontakt zu dem, damals noch jungen, offenbar etwas neurasthenischen, Filosfen Wittgenstein.
    Warum dann die Fürstin abwertend vom „Lehrling“ spricht – nun ja, kann man nach Jahren nachvollziehen.

    Diese Fotos, gepaart mit Friedrichs „Der Brand“ und der Geschichte des 20. Jahrhunderts – mindestens 116 Jahre des Wirkens der vereinigten Römer und Londoner (im Wesentl.).
    Große Aufgaben erforden für ihr Gelingen Großes – von allen Beteiligten oder Mitwirkenden oder Eingebundenen.
    Und immer darf man auf die Hilfe der Unwissenden rechnen.
    Wenn sie denn entsprechend gehalten werden.
    Und – vor allem – wenn sie sich so halten lassen.

    Wenn man Goethe schon lächerlich macht, dann ist es nicht mehr weit das eigene „Gehaltenwerden“ als der eigenen Weisheit Höchstes zu nehmen und Erkenntnis und Freiheit auf dem Altar des Zeitgeistes zu opfern.

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  13. Vollidiot sagt:

    Danke an das Kunstmuseum Hamburg und den Kunstdirektor!

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  14. Vollidiot sagt:

    Der Baumseele weitere Abschnitte würden mich auch interessieren.
    Ganz der gierige BRD-Konsumdschankie.

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