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Das Geheimnis der Indianer

Wie wohltuend.

Auftauchend aus dem chaotischen Gewimmel von Schein, Lug, Trug, Uebervorteilung und Machtmissbrauch, welches dem Truther im Netz entgegenschlägt, die Szene zu wechseln und einzutauchen in die Stille.

thom ram, 25.11.2015

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Der Ureinwohner Amerikas verband seinen Stolz mit einer außergewöhnlichen Demut. Überheblichkeit war seinem Wesen und seiner Lehre fremd. Er erhob niemals den Anspruch, dass die Fähigkeit, sich durch Sprache auszudrücken, ein Beweis für die Überlegenheit des Menschen über die sprachlose Schöpfung sei; ganz im Gegenteil, er sah in dieser Gabe eine Gefahr. Er glaubte fest an das Schweigen – das Zeichen vollkommener Harmonie. Schweigen und Stille stellten für ihn das Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele dar.

Wenn du den Indianer fragst: „Was ist Stille?“, wird er dir antworten: „Das Große Geheimnis.“

„Die heilige stille ist Seine Stimme“.

Und wenn du fragst: „Was sind die Früchte der Stille?“, so wird er sagen:

„Selbstbeherrschung, wahrer Mut und Ausdauer, Geduld, Würde und Ehrfurcht.“

„Hüte deine Zunge in der Jugend“, sagte der alte Häuptling Wabashaw, „dann wirst du vielleicht im Alter deinem Volk einen weisen Gedanken schenken.“

Als ich ein Kind war verstand ich zu geben und zu teilen; seit ich zivilisiert wurde, habe ich diese Tugenden verlernt. Ich lebte ein natürliches Leben, jetzt lebe ich ein künstliches. Damals war jeder hübsche Kieselstein für mich kostbar, und ich hatte Ehrfurcht vor jedem Baum.

Ehrfurcht

Im Leben eines Indianers gab es eine Pflicht, auf deren Erfüllung er nie vergaß – die Pflicht, jeden Tag im Gebet das Ewige und Unsichtbare zu ehren. Wann immer er auf seiner täglichen Jagd auf ein Bild ehrfurchgebietender Schönheit stößt – eine Regenbogenbrücke vor einer schwarzen Gewitterwolke über den Bergen; einen weißschäumenden Wasserfall im Herzen einer grünen Schlucht; eine weite Prärie, vom Sonnenuntergang blutrot angestrahlt – , verharrt der rote Jäger einen Augenblick in anbetender Haltung.

Alles, was er tut, hat für ihn religiöse Bedeutung. Er spürt den Geist des Schöpfers in der ganzen Natur und glaubt, dass er daraus seine innere Kraft erhält. Er achtet das Unsterbliche im Tier, seinem Bruder, und diese Ehrfurch führt ihn oft so weit, dass er den Kopf eines erlegten Tieres mit symbolischer Farbe oder mit Feder schmückt. Dann hält er die gefüllte Pfeife hoch – als Zeichen, dass er auf ehrenhafte Weise den Geist seines Bruders befreit hat, dessen Körper zu töten er gezwungen war, um selber weiterzuleben.

Ohuyes, Dakota Indianer (Charles Alexander Eastman), Arzt und Schriftsteller aus dem Volk der Dakota, arbeitete nach seiner Promotion drei Jahre als Arzt in der Pine Ridge Reservation in Süddakota und war Zeuge des Massakers von Wounded Knee. Als er gegen die Missstände in der Reservation auftrat, wurde er gezwungen, seine Stelle aufzugeben. In seinen Büchern wollte er Wert und Würde der indianischen Lebensart aufzeigen und den weißen Lesern bewusst machen, dass die Ureinwohner Amerikas keine „Wilden“ waren.
Stille

Erziehung zur Stille, zum Schweigen begann schon sehr früh. Wir lehrten unsere Kinder, still zu sitzen und Freude daran zu haben. Wir lehrten sie, ihre Sinne zu gebrauchen, die verschiedenen Gerüche aufzunehmen, zu schauen, wenn es allem Anschein nach nichts zu sehen gab, und aufmerksam zu horchen, wenn alles ganz ruhig schien. Ein Kind, das nicht stillsitzen kann, ist in seiner Entwicklung zurückgeblieben.

Hier geht es weiter zum ganzen Artikel in gehvoran.com

Quelle des Artikels: Aus dem Buch „Weisheit der Indianer“ von Käthe Recheis und Georg Bydlinski, eine Zusammenstellung von Texten und Zitaten der Indianer

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4 Kommentare

  1. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  2. Gravitant sagt:

    LANGSAMER TANZ
    Hast du je Kindern
    Auf einem Karussell zugeschaut?

    Oder zugehört,wenn der Regen
    Auf den Boden klatscht?

    Bist du jemals dem unberechenbaren Flug
    eines Schmetterlings gefolgt?

    Oder hast durch die verblassende Nacht
    in die Sonne geschaut?

    Mach lieber langsam.
    Tanze nicht so schnell.

    Die Zeit ist kurz.
    Die Musik wird nicht ewig weiterspielen.

    Rennst du durch jeden Tag
    Wie im Fluge?

    Wenn du jemanden fragst:Wie geht es dir?
    Hörst du auf die Antwort?

    Wenn der Tag vorüber ist,
    Liegst du dann im Bett

    Und die nächsten Hundert Pflichten
    Gehen dir schon durch den Kopf?

    Mach lieber langsam
    Tanze nicht so schnell.

    Höre die Musik,
    Bevor das Lied vorüber ist.

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  3. Garten-Amselina sagt:

    *JaH!*
    Tanze lieber langsam und Genuß-voll.
    Frag nicht immer, wozu das gut sein soll.
    Sieh immer wieder und immerzu
    das verborgene *ICH* auch im *DU*.

    Lächle gern und tief
    dem zu, der Dich hierher rief,
    der Dich immer wieder
    duch Töne und Lieder
    auf-muntert zum Tanz.
    Liebe *IHN* ganz.

    Sing *IHM* Dein Danke-Lied,
    was auch geschieht.
    Es ist ALL-ES durch Seine Hände gegangen,
    die Dich im Falle des Falles auf-fangen,
    Dir Trost spenden
    und Dir einen Engel senden.
    *JaH!*
    Es IST
    ALL-ES schon da !
    *JaH!*
    😉

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  4. Gravitant sagt:

    Küchlein feilt,Henne pickt.
    Küchlein erwacht Schale ist weg.
    Küchlein,Henne,beide vergessens.
    Folgen der Fügung,fehlen sich nicht.
    Gleichen Weges,gemeinsamer Sang.
    Wunder der Tiefe,ein einziger Fuß.

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