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Strawinsky Petruschka / Yuja Wang / Khatia Buniatishvili

Welche spielt besser? Ich winde mich und würde, Logik vermeidend, sagen: Beide spielen sie besser. 

Petruschka, das war das Musikstück, bei welchem unsere erste Tochter damals als Kleinkind strahlte und lachte und jauchzte. Petruschka, eine herrliche Kreation Igor Strawinskys, aus seiner ersten Schaffensperiode, da er noch mit Harmonien arbeitete, hier in Klavierfassung.

Nun, die Khatia, die haut schon gelegentlich mal daneben. Sie spielt eben ohne Angst vor Grenzen, ohne Rücksicht auf Verluste, virtuoser als virtuos. Das macht ihre Virtuosität sowas wie menschlich liebenswert.

Der Yuja passieren Fehlgriffe nie, ich jedenfalls höre keine. Und ihre irre Virtuosität steht derer der Khatia in nichts nach. Alles bei ihr ist kristallklar durchsichtig.  1:0 für Yuja.

Die innigen Stellen nun, die bringt Yuja wunderschön, die Khatia aber – so in meinen Ohren, meist einen Zacken inspirierter und noch inniger, unvergleichbar innig, möchte ich sogar sagen. 1:0 für Khatia. 

Beidesamt Topsterne am Himmel der Topbegnadeten. Keine ist besser. Beide sind besser.

Viel Spass beim vergleichenden Horchen. Gucken auch erlaubt.

😉

thom ram, 24.09.2015

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Ach ja, hier spielen die beiden Holden ssusammn.

Bin ja eingefleischter Brahmsfan, aber lieber möchte ich von den beiden ein Bach- oder Mozartdoppel hören, statt des oberflächlichen ungarischen Tanzes.


1 Kommentar

  1. Vollidiot sagt:

    Eine Variation über das Thema ARD-Wettbewerb
    (stellvertretend für die allermeisten anderen Wettbewerbe).
    Es war einmal eine gestrenge Jury und vor ihr wollten 38 Jungklavierspieler sich zu Gehör bringen.
    Es war ein Fest für die Ohren, zumal die perlenden Läufe so schnell, glasklar und perlend durch den Saal klirrten.
    Die vollsten Griffe beim Nachtgespenst und den Pelerinages in aberwitzigsten Tempi.
    Skriabin hämmerte und Rubinstein donnerte.
    Wer sollte da nicht in die Endausscheidung?
    Zuguterletzt, alle waren schon etwas angegriffen von den rauschenden Klängen, spielte einer den langsamen Satz der Hammerklaviersonate zur Kür. Er ist lang, der Satz, aber kaum einer konnte eine austretende Träne verdrücken, da perlte, hämmerte, donnerte fast nichts und schnell wars auch nicht. Und dann, bei dem Tempo, auch gelegentlich vergriffen. Aber die Innerlichkeit – das wars, was die Gestrengen jäh und immer stärker in eine andere Welt versetzte.
    Danach war die Runde beendet. Die Prämissen des Wetbeweres drängten zurück in der Richter Hirn.
    Wie sagte schon das neue Testament und wie oft bestätigt sich das, die Letzten werden die Ersten sein.
    Wegen der Prämissen schied der Letzte als Erster aus.

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