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Russe / Ukrainer / Schlaglicht

In meinem Stammlokal hatte ich soeben die Begegnung mit einem ranghohen russischen Kriminalpolizeioffizier. Ein ganz und gar offener Mensch, seine Partnerin war dabei, eine Begegnung der best menschlichen Art. 

Ich gebe von seiner Sicht der Dinge ein paar Ausschnitte, kursivgedruckt und sinngemäss wieder.

– Putin macht, was ihm nützt. Was ihm schadet, das meidet er. 

Mein Kommentar: Das ist jedes Menschen gutes Recht. Es schliesst nicht aus, dass eben derselbe Mensch Vieles tut, was anderen Menschen zu ihrem Wohle gereicht. 

– Wenn Ukrainer nach Moskau kommen, werden sie von den Menschen willkommen geheissen und gastfreundlich aufgenommen. Russen sind in der

(West!-)ukraine zurzeit etwas zwischen nicht willkommen und an Leib und Leben gefährdet. 

Mein Kommentar: Die russischen Medien machen die Ukrainer nicht schlecht. Die von den Westukrainern zugänglichen Medien machen die Russen zu Teufeln.

– Wer in Russland über 100’000 Dollar und mehr verfügt, der ist frei. Wer weniger hat, der ist unterdrückt.

Mein Kommentar: Das mag zutreffen. Dass sich die Regierung Putin einer grossen Zustimmung erfreut, das mag möglicherweise daran liegen, dass sich die „Unterhunderttausdender“ von ihm erhoffen, bald zu den „Ueberhunderttausendern“ zu gehören.

– Die Korruption in den oberen Rängen ist gravierend, der Klüngel zwischen gewinnsüchtigen Wirtschaftsbossen und Politikern ist dicht.

Mein Kommentar:  Ich weiss nicht, ob das des Polizisten einseitige Sicht ist, weil er sich täglich mit den bestehenden Klüngeln befasst, oder ob es tatsächlich beherrschend grassiert.

– Es ist einfach genial. Der Schweizer und der russische Polizist treffen sich in Bali und erkennen sich gegenseitig als gute, friedliebende, umgängliche Menschen. Solche Erfahrungen habe ich in anderen Ländern Westeuropas auch gemacht.

Mein Kommentar: Ja. Die meisten Menschen, welche reisen, machen eben diese Erfahrung. Man trifft in andern Ländern selten auf Menschenfresser, sondern in der Regel auf Menschen, welche ehrlich ihr Brot verdienen und mit dem Nachbarn in Eintracht leben wollen. Menschen, welche nicht reisen und sich TV verirrblöden lassen, meinen, ausserhalb des von ihnen begangenen Reviers lauern vorwiegend Kannibalen und Vampire und Vergewaltiger. Voller Erfolg der Chorknaben und Sirenen (für Nachzügler: Grosse Blätter und TV).

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Es war eine herzliche Begegnung. Mit einem russischen ranghohen Kriminalpolizeioffizier. 

Lieber Leser, ich wünsche dir einen herrlichen Abend.

thom ram, 15.07.2015

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3 Kommentare

  1. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  2. MURAT O. sagt:

    Hat dies auf D – MARK 2.0 rebloggt.

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  3. luckyhans sagt:

    „Wer in Russland über 100’000 Dollar und mehr verfügt, der ist frei. Wer weniger hat, der ist unterdrückt.“ —
    „Die Korruption in den oberen Rängen ist gravierend, der Klüngel zwischen gewinnsüchtigen Wirtschaftsbossen und Politikern ist dicht.“ —
    Beides für meine Begriffe klare Kennzeichen des momentan weltweit herrschenden Wirtschaftssystems des Kapitalismus – kann auch gar nicht anders sein, wenn jeder nach Profit auf Kosten der anderen strebt.

    Ist doch bei uns nicht anders – ich kenne keinen einzigen richtig geldreichen Menschen, der sich sein Vermögen auf ausschließlich ehrliche Weise selbst erarbeitet hätte: Betrug, Korruption, Ausbeutung sind dieser Gesellschaft wesenseigen.
    Und ich wiederhole mich gern:
    solange sich genug Menschen finden, die bereit sind, für eine „Position“ unter den „Mittleren“ in der Machtpyramide ihre Mitmenschen zu betrügen, zu belügen, auszubeuten und zu unterdrücken, wird sich kaum etwas ändern lassen – ob in Rußland oder anderswo ist egal.

    Einziger Ausweg für die Massen aus den unteren Etagen: raus aus der Machtpyramide, raus aus dem Hamsterrad, ein selbstbestimmtes autarkes Leben anfangen.
    Das ist es (auf der materiellen Ebene).

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