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(4) Ein einheitliches Weltmodell

In unserer Betrachtung dieses Vorganges fehlt nun noch der gesamte Bereich der Signalverarbeitung – dieser soll uns heute beschäftigen.
Nach der Sensorik und deren Eigenschaften ist der erste Teil des Prozesses der Wahrnehmung nun einigermaßen klar.

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Die Umwandlung der von den Sinnesorganen aufgenommenen Eindrücke aus der Umgebung in Signale, die sich in unserem Körper weiterleiten und verarbeiten lassen, erfolgt unmittelbar in den Sinnesorganen – in einem eher mehr als weniger komplizierten Prozeß – entweder direkt in den jeweiligen hochspezialisierten Sensorzellen, wie im Auge, oder durch den Gesamtaufbau des Sinnesorgans, wie im Ohr.

Auf jeden Fall werden nicht die äußeren Einflüsse selbst (Licht- oder Schallwellen etc.) weitergeleitet, sondern elektrische Signale (sog. Skalarwellen), deren störungsarme Weiterleitung in unserem Körper durch den entsprechenden Aufbau der Organe zum Signaltransport gewährleistet wird.

Die Transportleitungen (Nervenfasern) sind mit Einschnürungen versehen, die bestimmte Signalarten per Resonanz bevorzugt hindurchlassen und stets vorhandene äußere Einstrahlungen ähnlicher Schwingungen ausblenden.

Diese elektromagnetischen Skalarwellen kommen also im Gehirn an und müssen dort in „verständliche“ (wir sagen dazu dann:) „Farben“, „Bilder“, „Töne“, „Gefühle“ etc. umgesetzt werden.

Und das Ganze in Höchstgeschwindigkeit, hängt doch von der Reaktionszeit auf einen heißen Gegenstand, den wir berühren, ganz konkret ab, wie heftig die Folgen für das berührende Körperteil ausfallen werden.
Wenn wir also die menschliche Reaktionszeit von 0,1 bis 0,15 Sekunden, die ja nicht nur die Signalerfassung und Verarbeitung, sondern auch noch den gesamten Komplex der „richtigen“ Reaktion („zurückzucken“ beim Berühren des heißen Gegenstandes) umfaßt, dann können wir schon ganz sicher davon ausgehen, daß hier keine chemische oder hormonelle Weiterleitung der Signale zugrunde liegen kann – dies käme viel zu spät für ggf. lebensrettende Reaktionen…

Somit ist auch die Vorstellung vom Menschen als hormonell/chemisch gesteuerte „hochkomplizierte Maschine“ hinfällig – es spielen eine ganze Reihe anderer Prozesse eine Rolle, die auf das Gesamtsystem Mensch (einschließlich seiner Drüsen und Organe) einen Einfluß haben – von den feinstofflichen Auren bis hin zur Psyche und dem Soma – es ist alles hochkomplex miteinander verbunden und wirkt aufeinander ein.

Jetzt haben wir aber noch nicht betrachtet, wie diese Umsetzung in Farben, Töne, Bilder etc. erfolgt – wie macht das Gehirn aus den verschiedenen Skalarwellen genau diese (wie wir wissen höchst präzise differenzierten) „Sinneseindrücke„?

Das kann nur durch Vergleich geschehen – durch den Vergleich mit gespeicherten ähnlichen Informationsmassiven, nach denen uns diese Sinneseindrücke „vorspiegelt werden“.

Wie kommen diese gespeicherten Informationsmassive zustande?

Klar – durch Lernen – durch das lebenslange Lernen. Beginnend beim Säugling, der vorwiegend feinstoffliche Eindrücke verarbeitet (die Nähe der Mutter „fühlt“), bis hin zu alten Menschen, die weiterhin jeden Tag neue Eindrücke abspeichern zwecks Vergleichsmöglichkeit – denn auch ihr Leben verändert sich täglich.

Und hier merken wir auch, wie wichtig es ist, geistig rege und flexibel zu bleiben: sonst ist die Vergleichbarkeit der Signale gestört, und wir erkennen den gestern neu eingezogenen Nachbarn heute nicht mehr.
Bis hin zu den Demenz genannten Störungen in den Vergleichen auch mit älteren Sinneseindrücken – ob diese durch „Verdeckung“ der gespeicherten Vergleichs-Informationen oder durch mangelnde Frische der „Verdrahtungen“ der Informationsmassive untereinander (im Netzwerk) zustande kommen?

Wie auch immer: Alles dies sollte also regelmäßig und möglichst mit Freude ausgeführt werden
– alte Gedächtnisinhalte abrufen und somit „auffrischen“,
– einspeichern und abrufen von neuen Informationen,
– Auffrischen der Verdrahtungen des Netzwerkes durch immer neue „komplexe“ Betrachtungen von zusammenhängenden Signalen,
– vielseitiges Ansprechen der unterschiedlichen Sensoriken

und so weiter – jede/r darf selbst mal überlegen, was davon zu ihrem/seinem täglichen Lebensablauf gehört… 😉

Wie wir leicht feststellen können und die Hirnforschung inzwischen auch intensiv bestätigt, gelangt ausschließlich das wirklich dauerhaft in den Langzeitspeicher, was umgehend in einen vorhandenen Zusammenhang eingeordnet wird, und zwar wieder mit Freuden – der Genuß der Erkenntnis und ein vielfältig entwickeltes, reichhaltiges Vorstellungsmassiv sind also Voraussetzung für die dauerhafte Speicherung von Informationen.

Eine Erweiterung des geistigen Netzwerkes aus Informationsmassiven steht also unter zwei Grundprämissen:
erstens – dem Vorhandensein und der ständigen Weiterentwicklung eines möglichst weit gefaßten detaillierten Informations-Systematisierungs-Netzwerkes, und
zweitens – der Begeisterung bei allen Tätigkeiten, die zu Erkenntnissen führen sollen.

Dementsprechend darf jeder Mensch seinen „persönlichen“ Wahrnehmungsprozeß nochmal überprüfen, inwieweit privater „Nachholebedarf“ besteht… 😉

Luckyhans, 1. Juni 2015


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