bumi bahagia / Glückliche Erde

Ein einheitliches Weltmodell (2)

Im ersten Abschnitt hatten wir den Vorgang als Grundbestandteil des gesamten Geschehens erkannt.
Nun wollen wir uns nach und nach den Konsequenzen unseres Ansatzes widmen.
Denn es geht geht ja um nicht weniger als eine vollständige Neuorientierung unseres Denkens.
———————–

Wir denken in Worten – die meisten jedenfalls – nur wenigen ist es vergönnt, in Bildern, räumlich oder gar multiplex denken zu können – noch seltener ist die Fähigkeit zum Denken in Prozessen.
Es sind also vor allem die Worte, welche die Inhalte unseres Denkens bestimmen und unsere Denkweise verdeutlichen – mit den Begriffen, die wir verwenden, zeigen wir, was und wie wir denken.

Wenn also jemand von „Teilchen“, „Realität“ und „objektiv“ spricht, dann beweist er, daß hinter seinen Aussagen ein Weltmodell steht, das in hohem Maße statisch ist.
Wenn wir also unser Weltmodell umdenken wollen, sind als erstes konsequent die Begriffe in dynamische umzusetzen und diese durchgängig zu verwenden.
Es sollte also fürderhin die Rede von „Prozessen“, „Wirklichkeit“ und „wahrgenommen“ sein. Klingt einfach, ist es aber nicht – davon wird sich jede/r im weiteren überzeugen können.

Das Denken in Prozessen wird sich also vor allem mit Abläufen, deren Phasen und dem von uns Wahrgenommenen befassen. Ein natürlicher Vorgang, wie das Leben einer Pflanze oder eines anderen Lebewesens, besteht aus der Aktivierung des Lebens-Prozesses, der Wachstumszeit (meist mit mehreren Phasen), dem Reifen und dem Vergehen, bis hin zum Prozeßabschluß, der Rückkehr in „anorganische“ und feinstoffliche Vorgänge.
Ob diese Phasen übergreifend bestimmte zeitliche Beziehungen zum Gesamtprozeß aufweisen, ist auch eine interessante Frage – der wollen wir uns später widmen.

Recht schnell stellt sich auch heraus, daß es durchgängig periodische Vorgänge auf Dauer nicht gibt – da alles im Werden und Vergehen ist, kann es nur eine Frage der charakteristischen Zeitdauer eines Prozesses sein, bis die Wiederholungen sich ändern werden.
Auch ist eine höhere Genauigkeit der Bestimmung von Prozeßparametern eine Möglichkeit, welche sog. periodische Abläufe recht schnell in ziemlich einmalige umwandeln kann.
Denn Wirklichkeit und unsere Vorstellung davon sind immernoch zwei verschiedene „Dinge“ (gar nicht so einfach, ohne statische Begriffe auszukommen, oder?). 😉

Zurück zur Wahrnehmung – „etwas wird als wahr (an)genommen“.
Auch dies (natürlich) ein Vorgang, bestehend aus den (hier formalisierten) Etappen:
+ Wechselwirkung mit unserer Sensorik oder Meßtechnik,
+ Signalentstehung,
+ Weiterleitung zu einem Verarbeitungsschritt und
+ Umsetzung/Einordnung in die bekannte Denk-Systematik –
+ Schlußetappe: Erkenntnis, Erweiterung des geistigen Netzwerkes.

Auch hier nochmal der Hinweis, sauber zu unterscheiden zwischen der Wirklichkeit und unserer Interpretation derselben – nach dem Durchlauf eines solchen Vorganges der Wahrnehmung haben wir eine Vorstellung, ein Denkmodell vom Wahrgenommenen – es ist nicht die Wirklichkeit.
Denn Wirkungen lassen sich immer auf unterschiedliche Weise erklären… 😉

Betrachten wir nun die ersten Etappen der Wahrnehmung und deren Akteure.

Daß jeder Beobachtungsvorgang mit einer Wechselwirkung zwischen dem Vorgang und der Sensorik des Beobachters (einschließlich seiner Meßtechnik) beginnt, ist uns schon seit längerem klar – auch daß sich diese Wechselwirkung auf den beobachteten Vorgang merklich auswirken kann.

Ebenso ist uns geläufig, daß eine solche Wechselwirkung auf mehreren Ebenen ablaufen kann, wie zum Beispiel beim Sehen mit den Augen parallel in einem recht engen Bereich des elektromagnetischen Spektrums und mit einem feinstofflichen Sehstrahl.

Die Tatsache, daß wir uns umdrehen, wenn wir von hinten von einem solchen Sehstrahl getroffen werden, beweist, daß wir über eine (großteils noch unbewußte) feinstoffliche Sensorik (wahrscheinlich über unsere Auren) verfügen.
Ganz offensichtlich ist diese feinstoffliche Sensorik in ihrer Reaktionszeit und Empfindlichkeit von Mensch zu Mensch verschieden, und sicherlich läßt sie sich auch „trainieren“, d.h. in ihrer Funktion vervollkommnen.

Wenn wir also unsere wahren Sinne aufzählen wollen, dann kommen wir mit dem primitiven Modell der „fünf Sinne“, das uns seit Jahrhunderten aufgezwungen wird, bei weitem nicht aus.
Denn neben dem Hören, Sehen, Fühlen/Tasten, Riechen und Schmecken sind wir mit der Haut empfindlich für bestimmte Wärmestrahlen (Infrarot), verfügen wir über einen Sinn für das Gleichgewicht, der uns meist aufrecht hält (oder auch nicht mehr so richtig, wenn er durch Alkohol oder Alterungsvorgänge beeinträchtigt worden ist), einen sehr präzisen Sinn für Temperatur-Differenzen (bis herunter zu einem halben Kelvin fühlen wir den Temperatur-Unterschied), einen Sinn für Gewichtsunterschiede (teilweise im einstelligen Prozentbereich!), einen Sinn für räumliche Orientierung (vor allem die Männer) und einen Sinn für zeitliche Abläufe.

Sodann reagiert unser Körper auf uns noch unbewußte Weise auf verschiedene Einflüsse aus unserer Umwelt – über unsere Auren oder über unser endokrines (Drüsen-)System: wir fühlen uns an bestimmten Stellen in der Natur „wohl“ bis hin zur Euphorie oder auch „unwohl“ bis hin zum Bewußtseinsverlust.

Es könnten noch weitere „Sinne“ aufgeführt werden – denn auch Rutengänger reagieren auf bestimmte Einflüsse aus der Umgebung, die absolut „wirklich“ und durch andere Menschen „wiederholbar“ sind.

Und da unser Körper vor allem elektromagnetisch gesteuert wird (über sog. Skalarwellen) ist es sehr wahrscheinlich, daß wir auch elektrische und magnetische Felder erfühlen können – manche Menschen fühlen beim Vorbeiführen an Stromleitungen mit den Nagelbetten der Fingernägel einen fließenden Wechselstrom.

Und es ist doch durchaus möglich, daß unsere diesbezüglichen Sensoren einfach „verschüttet“ oder von anderen Einflüssen überdeckt sind und nur ein wenig „sensibilisiert“ werden müssen, damit wir diese Einflüsse auch bewußt wahrnehmen können.

Ein gewisser Herr Geheimer Rat hat denn auch seinerzeit gewiß nicht grundlos geäußert:

„Der Mensch an sich selbst, insofern er sich seiner gesunden Sinne bedient,
ist der größte und genaueste physikalische Apparat, den es geben kann.“

Um das noch einmal klar zu verdeutlichen:
wir können uns nicht einmal völlig sicher sein, was denn alles in unsere jeweilige Signalentstehung eingegangen ist an äußeren Signalen und (unbewußten) Einflüssen, denn zu weit über 99% laufen ja unsere Körpervorgänge über das sog. Unterbewußtsein ab, d.h. die werden unabhängig von unserem Wachbewußtsein gesteuert und geregelt.

Wer will da mit Sicherheit behaupten, er kontrolliere seine Wahrnehmung? 😉

Luckyhans, 29. Mai 2015


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