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Ukraine-Chaos (2)

Erneut einige Neuigkeiten aus der Ukraine, da „unsere“ Massenmedien kaum darüber berichten.
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Allein am 26. März haben unter völliger Ignoranz der Minsker Vereinbarungen die ukrainischen Streitkräfte 41 mal das Territorium der Donezker Volksrepublik beschossen, darunter den Donezker Flugplatz, die Grube „Oktjabrskaja“, die Ortschaften Gorlowka, Zhabitschewo und Spartak. Dabei wurden Artillerie, Panzer, Granatwerfer, Fla-Geschütze, schwere Maschinengewehre und Schützenwaffen eingesetzt. Dies teilte der DVR-Pressedienst mit.
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Der „Rechte Sektor“ (zu großen Teilen die Privat-Armee des Oligarchen Kolomojskij) will die konkreten Weisungen des ukrainischen Generalstabes auf Rückzug aus dem sog. ATO-Gebiet bei Mariupol nicht ausführen.
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Sogar in der Partei „Block des Petro Poroschenko“ ist man beunruhigt, daß real nichts gegen die allfällige Korruption getan wird. „Das Volk will Brot und Spiele, und es fehlt am Brot,“ so der Abgeordnete Barna. „Aber die Frage der Korruption – das ist die Frage gesetzwidriger Handlungen, in erster Linie diese Tatenlosigkeit der Regierung Jazenjuk, die im ganzen Jahr noch keine einzige Reform in den Hauptrichtungen der Staatsentwicklung durchgeführt hat.“ –
Nun, wir erinnern uns, daß diese „Regierung“ ja nie gewählt wurde…

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Der Streit der Oligarchen setzt sich fort. Poroschenko verkündete, daß sich Kolomojskij weiterhin mit wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Tätigkeit befassen werden. K. sein ein „echter Patriot“, aber er als Präsident könne nicht zulassen, daß private Firmen von Waffen Gebrauch machen würden.

Der Oligarch K. seinerseits beteuerte, daß es „keinen Konflikt mit der Truppe des Präsidenten“ gäbe.
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In der ihm eigenen Art hat Kolomojskij in einem Interview für die „Financial Times“ erneut den russischen Präsidenten Putin angegriffen; dieser sei „genauso ein Raider wie wir“ (d.h. er selbst), wobei er diese Bezeichnung eher als Kompliment aufgefaßt wissen wollte.

Gleichfalls sagte er, daß in der Ukraine die „Epoche der Oligarchen“ zu Ende sei und nun die „Epoche des einen Oligarchen“ begonnen habe.
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Mitten in Donezk wurde heute der Kommandeur eines Volkswehr-Bataillons und Abgeordnete der DVR, Roman Wosnik, in seinem Auto erschossen, zusammen mit einem seiner Leibwächter. Beobachter vemuten u.a. eine gezielte Spec-Op einer ukrainischen Diversionsgruppe.
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Verlinkte Quellen:
http://www.regnum.ru/news/polit/1909107.html
http://www.regnum.ru/news/polit/1909124.html
http://www.regnum.ru/news/polit/1909333.html
http://www.regnum.ru/news/polit/1909318.html
http://www.regnum.ru/news/polit/1909292.html
http://www.regnum.ru/news/polit/1909494.html
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Luckyhans, 27.3.2015


5 Kommentare

  1. Petra von Haldem sagt:

    @ Lucky
    bitte weiterinformieren und auch gleich Danke dafür.

    Jetzt wissen wir wenigstens, wofür das mitteleuropäische neinilewwn in Szene gesetzt werden mußte.

    Übrigens hat die NYT schon morgens um achte gewußt, dass der Co einen Alpenausflug gemacht hat!!!!

    Damit interessiert auch schon keinen hier mehr, was so im Jemensland abgeht.

    ABER Sandkörnchen sind im Getriebe……………….

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  2. luckyhans sagt:

    @ PvH:

    Ja, gewiß kein „Zufall“, daß wir eine ganze Woche lang von früh bis nachts mit Betroffenheitsübungen konfrontiert werden – da wird von sehr vielen anderen Brennpunkten abgelenkt: Ukraine – Nichteinhaltung der Minsker Vereinbarungen durch die illegitime Kiewer Junta, Jemen – realer Kriegszustand und Städteeinnahmen durch die Rebellen, … und auch davon, daß innerhalb dieser Woche fast doppelt soviele Menschen in der Brd an ärztlichen „Kunstfehlern“ verstorben wurden.

    Abgesehen davon, bei allem Mitgefühl für die Hinterbliebenen, haben wir immernoch ein stark gestörtes Verhältnis zum Tod.
    Denn für die aus dem Leben Geschiedenen ist die Sache sowieso beendet, und die Hinterbliebenen müssen vor allem den Schock des plötzlichen „Verschwindens“ der physischen Erscheinung ihrer geliebten Menschen überwinden. Aber der Tod ist der logische und unausweichliche Abschluß eines jeden Lebens, wie die Geburt der logische Beginn war.

    Ein langes Leben ist jedem von Herzen zu wünschen und zu gönnen; ein ewiges Leben hat momentan nur wenig Sinn – dies würde erst wirklich „interessant“ werden, wenn wir hier auf Erden das Paradies „erreicht“ hätten (was ein Widerspruch in sich ist, denn es gibt keine Zustände, sondern nur Prozesse, Veränderung)…

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  3. […] unseren vorigen Ukraine-Infos hatten wir mitgeteilt, daß der “Rechte Sektor”, zum großen Teil die […]

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  4. […] unseren vorigen Ukraine-Infos hatten wir mitgeteilt, daß der “Rechte Sektor”, zum großen Teil die Privatarmee […]

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