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Was wollen die Menschen in der Ukraine

Ich bedaure täglich, dass ich keine Lokalkorrespondenten meines Vertrauens in vielen Ländern der Welt habe.

Es ist ätzend, Berichte aus dritter bis achter Hand zu lesen und allenfalls einzustellen und nie zu wissen, wieviel Verfälschung des Geschehens darin enthalten ist.

Soeben hatte ich ein Gespräch mit einem Russen, dessen zwei Brüder in Kiew (Ukraine) bzw. Sewsastopol (Teil der Ukraine: Krim) leben.

Ich: Was wollen die Menschen in der Ukraine. Wer will sich der EU, wer will sich Russland anschliessen?

Russe: Der Ostteil der Ukraine will zu Russland, der Westteil will zu der EU.

Ich: Was erhoffen sich die Menschen von den gewünschten Einflusssphären?

Russe, lacht: Die Ukrainer arbeiten nicht. Sie erhoffen sich von den Schutzmächten den Lebensunterhalt.

Ich: Wie, sie arbeiten nicht?

Russe: Ja, sie wollen nicht arbeiten, und darum arbeiten sie nicht.

Ich: Warum dann diese Zweitteilung, die einen wollen zur EU, die andern zu Russland?

Russe: Im Ostteil wohnen mehrheitlich Menschen russischen Ursprunges, im Westteil ist das nicht der Fall.


Für mich ist diese Information besser als Abgeschriebenes, so platt / plakativ / verallgemeinernd sie auch sein mag.

Ich habe EINE Info EINES Menschen erhalten, der aus zweiter Hand erzählt. Nie und nimmer kann diese Info als gesichert gelten.

Leise aber erlaube ich mir die Frage:

Kann es sein, dass ein Volk, dessen Bürger „nicht arbeiten“, sondern auf Manna von EU bzw. Russland hoffen, leicht zum Spielball der üblen Mächte wird?

Anders rum.

Könnte es sein, dass ein Volk, dessen Bürger eigenverantwortich leben, kaum Gefahr laufen, zum Spielball übler Mächte zu werden?

thom ram märz2014

 

 


10 Kommentare

  1. Petra von Haldem sagt:

    *Könnte es sein, dass ein Volk, dessen Bürger eigenverantwortich leben, kaum Gefahr laufen, zum Spielball übler Mächte zu werden?*

    Wenn ich eigenverantwortlich zu werden mich traue, jawohl, mich traue, dazu braucht es durchaus Mut und Ver-trauen ( in was auch immer),

    dann habe ich einen großen Teil meiner sogenannten Existenzängste entweder tollkühn übersprungen
    oder irgendwie schon angeschaut und damit begonnen, sie, die Ängste anzunehmen.

    Was ich anschaue, kann nicht mehr unbewußt wirken.

    Das System, in dem wir hier unser TransformationsArbeitsfeld haben, ist systembedingt auf Angst angewiesen.

    Wenn ich keine Angst mehr produziere (die produzieren wir!), kommt das System in eine Ernährungsschieflage,
    da es diese produzierten Ängste als Nahrung benötigt!
    Es wird alles dafür tun, diese seine Grundnahrungszufuhr aufrecht zu erhalten.

    Eigenverantwortung heisst eigentlich, das eigene System füttern zu wollen 😉 hier brauche ich nicht weiterzuschreiben, da jeder aufmerksame Mitleser eigenverantwortlich weiter….darf 🙂

    Eigen(ver)antwort(ung) sollte eigentlich Eigenantwortung heissen.
    Hier eröffnet sich das nächste Feld.

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  2. jauhuchanam sagt:

    Manche Menschen haben ein sehr schönes Weltbild, nämlich ein EINFACHES Deppen doofes Bunzel Weltbild: „Die einen, die sklaven wollen und die anderen die das nicht wollen. Und wer nicht sklaven will, möchte nach „Europa“, die anderen nach Russland. Herrlich.
    Die Geschichte der Ukraine ist ähnlich komplex, wie die der übrigen Völker, die sich mehr oder weniger erfolgreich gegen den Handels-Konzern aus Rom zur Wehr setzten konnten, wie etwa Finnland, die Baltischen Staaten und Russland selbst.

    Ich möchte einige Punkte hervorheben.

    Das Gebiet nördlich des Schwarze Meeres und nördlich des Kaukasus (zwischen dem Schwarzen Meer und dem Kaspischen Meer gelegen) gilt als Heimat aller „europäischen“ Völker. Aufgrund der seit tausenden von Jahren anhaltenden Erwärmung der unteren Luftschichten, waren die Völker in diesem Bereich immer wieder gezwungen, ihr Habitat zu verlassen. Grob kann gesagt werden, es ist die Heimat aller Arischen und Slavischen Völker und dort entstand die INDO-Germanische Sprachfamilie.

    Kiew gilt als Ort der Gründung Russlands (862 n. Chr.)

    Von 1657 bis 1686 fand ein ein ähnlich verheerender Krieg wie in Deutschland von 1618 bis 1648 statt. Russland, Polen (meist mit Schweden alliiert), das Osmanische Reich und die Kosaken kämpften um die Vorherrschaft. 1686 teilten sich Polen (westlicher Teil) und Russland (östlicher Teil) schließlich die „Ukraine“ auf.

    Yo^^ klar doch.

    Der „Westen“ der Ukraine will nicht arbeiten, wahrscheinlich weil im „Osten“ der Böse Russe sitzt und die kleinen Kinder frisst.

    Meine Fresse, meine Fresse! Europa ANNO 2014. Meine Fresse, meine Fresse!

    Aber irgendwann wird ein Papst sicher ein Buch schreiben können, das mit den Worten Cäsars beginnen wird:


    Als ich die Völker Europas Befriedete. 😉

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  3. Petra von Haldem sagt:

    Danke, Juhu, für die gute Kurzfassung in eurogeschichte.

    Und wo urständet der komische Gedanke der „Eigenverantwortlichkeit“?

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  4. jauhuchanam sagt:

    Deine Frage geht an mich?
    Leider habe ich sich nicht verstanden.

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  5. Petra von Haldem sagt:

    Na ja, Juhu, anmoderiert war ja folgende Frage:

    *Könnte es sein, dass ein Volk, dessen Bürger eigenverantwortich leben, kaum Gefahr laufen, zum Spielball übler Mächte zu werden? *

    und das hatte ich in Deinem Beitrag oben nicht finden können, also eine Art „Stellungnahme“, Du verstehen?

    Oder bitte hilf mir, dass ich es sehen kann, falls ich es übersehen haben sollte.

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  6. jauhuchanam sagt:

    Eigenverantwortlich lebende Menschen sind die Bedrohung des Systems der Lüge, denn das sind ja die Freien und nicht die Sklaven.

    Und für mich gibt es sowieso nur eine Üble Macht, versinnbildlicht und „personifiziert“, „Fleisch und Blut“ geworden im Papst und seiner gewalttätigen Sekte mit ihrem überaus erfolgreichen Schuldkult, das noch jedes eigenverantwortliche und freie Volk auf die eine oder andere Weise unterworfen hat.

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  7. Petra von Haldem sagt:

    Juhu,danke für Deine Antwort und Ausführung.

    so sehe ich das ähnlich, mit dem Unterschied,
    dass ich auch die von Dir genannte/n „Person“ oder „Personen“ schon als irregeleitete Marionette/n sehe.
    Den Strippenzieher sehe ich im Geistigen, klar mit den Handlungspfoten im von Dir Genannten und noch mehr.

    Der Mensch hat sich eben zu entscheiden, was und wohin er will, da beißt die Maus kein‘ Faden ab, und darf die jeweiligen Folgen erleben.
    Anders geht Frei Werden nicht.
    Zumindest nicht in meinem Koppe und meiner Erfahrungeswelt, und andere habe ich nicht, eben Eigenwelt, eben Eigenantwort.

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  8. luckyhans sagt:

    @ thomram:

    Da ich insgesamt fast fünf Jahre in der (damals noch sowjetischen) Westukraine (Lviv) als Student zugebracht habe, fühle ich mich angesprochen – so kann ich die Pauschalaussage deines Bekannten absolut nicht bestätigen. Aber der Reihe nach.

    Die Ukrainer sind ein slawisches Volk und die Sprache ist so nahe am Russischen wie die weißrussische – nichtdestotrotz sind es alles verschiedene Sprachen, und auch die Kulturen und Mentalitäten unterscheiden sich. Allerdings ist auch die ukrainische Sprache im Osten und Süden mehr russisch durchsetzt, während im Westen und Norden polnische und deutsche Einbringungen zu verzeichnen sind (Papier = /w-ukr/ papir) – nicht unbedingt homogen.

    Allerdings hat die Ukraine eine sehr wechselvolle Geschichte hinter sich – die Wurzeln des ukrainischen Volkes liegen eigentlich im Gebiet Saporozhe – richtig, wer sich jetzt an das schöne Gemälde „Die Saporozher Kosaken schreiben dem türkischen Sultan einen Brief“ erinnert, der hat einen Volltreffer gelandet.

    Dagegen ist die ukrainische Hauptstadt Kiew ganz offiziell „die Mutter der russischen Städte“ – schon daran ist erkennbar, daß es dort historisch recht wechselhaft hergegangen sein muß, wobei auch die Differenzen zwischen den Völkern sich öfter und immer mal wieder ausgeglichen haben. Eine unabhängige Ukraine hat es nur wenige Jahre gegeben – meist waren die Landesteile verschieden besetzt.

    Die Westukraine war zum Beispiel auch das galizische Fürstentum, das später zu Österreich-Ungarn gehörte – die galizische Haupt-Stadt Lemberg = Lwow (russisch) = Lviv (ukrainisch) ist eine sehr europäische Stadt, mit einem Marktplatz gebaut nach Magdeburger Recht und wunderschönen Häusern und Gotteshäusern der verschiedensten Glaubensgemeinschaften im Zentrum – auch der erste slawische Buchdruck kam aus Lviv – natürlich vor Gutenberg. 😉

    Die ukrainische Mentalität ist slawisch (also nicht unbedingt superfleißig, sondern in Maßen arbeitsam – „arbeiten um zu leben“), aber auch ein wenig „bauernschlau“ – man achtet sehr auf den eigenen Vorteil und nutzt auch gern mal die Verhältnisse aus, wenn es sich machen läßt.
    Die Westukrainer haben von jeher immer den kleinen Grenzverkehr mit den sehr handelstüchtigen Polen gepflegt – auch sind in den ukrainischen Karpaten durchaus Gebiete bzw. Dörfer mit deutscher, ungarischer, polnischer, slowakischer oder rumänischer Bevölkerung zu finden – ein recht heterogenes und eigenwilliges Stück Land also.
    Viele „Akteure“ in Kunst, professioneller Kultur, Handel, Justiz und Hochschullehrer kamen im ukrainischen Westen lange Zeit aus jüdischen Familien – soweit ein kurzer Eindruck von meinen persönlichen Erfahrungen in den 70ern und der vorhergegangenen dortigen „Heimatgeschichte“ – alles andere kann man in guten Büchern nachlesen.

    Die Ost- und Südukraine wird zu gleichen Teilen oder mehrheitlich von Russen bewohnt, auch die Krim – die Krimtataren spielen kaum noch ein Rolle – da hat Stalin damals sehr heftig aufräumen lassen.

    Wirtschaftlich war früher der Osten/Süden die Zugmaschine und der Westen/Norden hing dran – das hat sich in den vergangenen Jahren etwas verändert – die Anteile an der Industrieproduktion sind etwa ausgeglichen, weil der Westen sich deutlich dynamischer entwickelt hat.
    Einen Eindruck geben die recht anschaulichen politischen und Wirtschafts-Grafiken aus diesem (in russisch geführten) Gespräch:
    http://www.onlinetv.ru/video/1340/?utm_source=echo.msk.ru&utm_medium=widget&utm_content=title_link&utm_campaign=1340&autostart=1
    Allerdings ist der interviewte „Fachmann“ vom „Freedom House“ bezahlt, d.h. wahrscheinlich sind seine Daten tlw. auch einseitig „geformt“.

    Die englischen und VS-Medien sind übrigens sowohl im russisch- wie auch im ukrainisch-sprachigen Internet außerordentlich aktiv und können, wegen der relativ einfachen politischen Bildung der meisten Menschen, dort mit ihren „Kampfparolen“ von „Freiheit, Demokratie und Menschenrechten“ noch recht viel erreichen, auch bei den gebildeten Schichten – alles andere machen die frischgedruckten Scheinchen.
    Es sind ja nach eigenen VSA-Angaben über die sog. NGOs der Herren Soros und anderer zwischen 3,3 und 5 Mrd Dollar in den vergangenen Jahren dort „investiert“ worden – und wie ich die VS-Amerikaner kenne, investieren diese ausschließlich dort, wo sie von einem Rückfluß ihres eingesetzten Geldes überzeugt sind…

    Soweit mal für heute – bei konkreten Fragen kann ich gern ausführlicher werden.

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  9. luckyhans sagt:

    P.S. das wichtigste fast vergessen – was wollen die Menschen in der Westukraine?

    Sie wollen nach Europa, und zwar nach einem Europa, das sie hier vermuten und wie es ihnen von den westlichen Lügenmedien (BBC etc.) im Netz in ihrer Heimatsprache vorgegaukelt wird – ein einheitlicher Wirtschaftsraum, mit demokratischen Gepflogenheiten, wo die Starken den Schwachen finanziell helfen und die Menschenrechte gewahrt sind – kurz: in ein Europa, wie wir es vielleicht auch ganz gerne hätten.
    Leider sind meine Argumente und Hinweise auf die Entwicklung im Baltikum und anderen Neu-Mitgliedern „im Sande versackt“ – gegen die geballte Macht der Lügen-Medien kommt man als Einzelner nicht an – vor allem wenn jemand etwas glauben will, dann kannst du mit ihm reden wie mit einem kranken Pferd – er wird das glauben, was seinen Wunschvorstellungen am nächsten kommt – egal wie unlogisch daran vieles sein mag…

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  10. thomram sagt:

    @Lucky
    Danke!!
    Mein Kurzartikel ist primitiv und zeichnet ein Schwarz – Weiss – Bild und soll als Köder für mehr Info dienen.

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