Hiobsbotschaft vorweg: Total danebenes Werbedreingeschwatz bis Sekunde 43. Danach – haaaaaahhh.
Es gibt Weltspitzenpianisten. Und dann gibt es noch Leute wie Lang Lang oder die Aimi. Wenn ich Lang Lang höre, denke ich IMMER: Besser gehts nimmer. Wenn die Aimi ihre gute Stunde hat, dann haargenau so: Wie ist das menschenmöglich? Es ist unmöglich.
Wer selber kein Instrument auf hohem Level gespielt hat, dem möchte ich erklären: Sauschwere Stücke zu spielen so, dass die richtigen Töne zum richtigen Zeitpunkt kommen, ist schon ein irres Ding. Nun, jeder Roboter kriegt das hin, und es gibt Musiker, die spielen virtuos, doch mit wenig Gestaltung – und der Nährgehalt ist trotz vieler schneller Töne gering.
Solche Stücke virtuos und DURCHGESTALTET zu spielen, das ist nicht 20, nicht 50% schwieriger, es ist 500% schwieriger. Lang Lang’s und Aimi’s machen das. Unglaublich. Jenseitig. Hier unmöglich. Und ich höre staunend – doch. Es gibt es…
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Ich stelle diese Etüde hier jetzt ganz speziell für einen glühenden bumi bahagia Leser ein. Er glüht für Leben und für Hier- Jetzt- Das- Tun, was schlicht zu tun angesagt ist. Er ist kein Kommentarschreiber, doch ist er auf seine äusserlich bescheidene Weise einer derer, welche bumi yang bahagia (Erde welche glücklich – so wäre es indonesisch korrekt) nicht nur wünscht, sondern schafft.
…bin grad wieder mal geführt worden, diesmal auf einen hochinteressanten Blog. Der Blockwart scheint sich anfang des Jahres verabschiedet zu haben und gab seinen Lesern die Liste der Filme, welche ihn faszinieren und ihm in seiner Entwicklung geholfen haben, als Geschenk. Gerne leite ich diese Empfehlungen einfach so weiter.
🙂
Unbekannterweise Dank an Blockwart VV (so nennt er sich, Irrtum vorbehalten) und ich hoffe, dass die Filme im Netz aktiv seien.
[Artikel] VVs Top 20 Wake Up Movies – Die besten „spirituellen“ Filme
Es gab eine Zeit in meinem Leben, in welcher „spirituelle“ Spielfilme eine große Rolle einnahmen. Ich rede hier nicht von ‚Little Buddha sitzt unter dem Walnussbaum‘, ‚Der verfickte Dalai Lama – die Verfilmung seines Lebens‘ oder ‚Ugu Ugu, der heilsame Delphin des Herzens‘. Mir geht es um Werke, die uns wahrlich herausfordern, die uns teilweise eine harte Lehrstunde sind und uns den Spiegel vorhalten. Filme, die uns etwas abverlangen. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich bestimmte Streifen dazu nutzte, meine eigene Transformation und Befreiung anzupeitschen; ich war gierig nach Titeln, die mich desillusionierten, mich zum „Denken“ inspirierten und mir Wahrheiten offenbarten. Es gibt nicht sehr viele von ihnen, genau deswegen möchte ich euch meine Top 20 offenbaren. Die hier vorgestellten Filme sind die, welche mich am meisten beeindruckt haben und genau zur richtigen Zeit kamen, um bestimmte Themen für mich zu klären. Man kann diesen magischen Zeitpunkt nicht erzwingen oder forcieren, doch vielleicht ist nun auch der Moment für euch gekommen, einen oder mehrere dieser Titel anzuschauen, weil das Universum euch dadurch etwas aufzeigen möchte. Wenn ich zurückblicke, wurden mir stets die richtigen Bücher und Filme vor die Nase gehext – was im Gesamtbild ein beeindruckendes Muster ergibt, vor welchem man regelrechte Hochachtung empfindet: Das Universum arbeitet in dieser Hinsicht mit einer atemberaubenden Schönheit. Es sind Kräfte am Werk, die uns aufwecken möchten – und das mit den verschiedensten, wundersamsten Mitteln. Also… schauen wir uns doch an, was für Werke einen großen Eindruck beim VV hinterlassen haben; gegliedert sind sie nach subjektivem Empfinden, nicht nach einer objektiven Bewertung. Die Beschreibungen fallen meistens eher knapp aus, da ich euch einen eigenen Raum des Entdeckens geben möchte. Auf geht es!
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Platz 20: V für Vendetta
Wir fangen recht harmlos an. Ohne Weiteres ein Machwerk, welches dazu motiviert, zu „rebellieren“. In diesem 1984-mäßigen Szenario sind die Parallelen zur aktuellen Lage offensichtlich. Und es gibt nur ein Mittel, die Versklavung der Menschheit zu stoppen: Aufstehen, nicht mehr mitspielen, Gesicht zeigen und zu seinen wahren Werten stehen. Guy Fawkes wird hier zu einem wahren Leitstern und reißt uns mit in seinen Ungehorsam. Seine radikale Art, die Umstände transformieren zu wollen, geht bis hin zur Selbstaufopferung. Krasser Hoschi, dieser V.
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Platz 19: Die Geister, die ich rief
Genau wie Platz 18: Ein Anti-Arschloch-Film, der das Leben bejaht und uns das Positive schmackhaft macht. Immer, wenn ich diesen Film gesehen habe, nehme ich mir vor, weniger arschlochig zu sein. Es wird auch wunderbar deutlich gemacht, dass hinter jedem Verbitterten ein „verletztes Kind“ steckt. Neben ‚Die Muppets Weihnachtsgeschichte‘ meine liebste Version von ‚Scrooge‘ und ein Pflichtprogramm für die X-Mas-Zeit.
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Platz 18: Und täglich grüßt das Murmeltier
Wenn man diesen Film aufrichtig anschaut und sich mit dem Hauptdarsteller identifiziert, dann hagelt es eine regelrechte Backpfeife: Mr. Universum klatscht uns heftig ins Gesicht, um uns aufzuwecken und fragt uns, wo wir bleiben… denn das Leben wartet bereits auf uns. „Was kann man alles aus einem Tag herausholen?“ ist hier die Frage. Bill Murray erlebt mit seiner unverwechselbaren Art und Weise immer wieder den gleichen Tag aufs Neue – bis er herausfindet, worauf es wirklich ankommt und sein Dasein darauf ausrichtet, was zu einem wahren Ansturm an Wundern führt. Wenn du ein Arschloch bist… schaue dir diesen Film an und ändere deine Mentalität. Es lohnt sich.
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Platz 17: Magnolia
Puh… aus irgendeinem Grund übt ‚Magnolia‘ Faszination auf mich aus und ich habe den Drang, das Teil in diese Liste aufzunehmen. Belassen wir es dabei!
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Platz 16: Revolver
Viele meiner Leser haben mich gefragt, ob ich diesen Film kenne und ständig wird er mir empfohlen. Ja: Ich habe ihn gesehen! Und ja, er ist nicht übel! Besonders das Finish zeigt wunderbar, wie erbärmlich das falsche Ego doch arbeitet und wie arm dran die meisten Menschen sind, die sich nach außen hin aufpumpen und versuchen, durch Gewalt und Terror an Macht zu gelangen, damit die innere Leere gestopft wird. Empfehlenswert ist auch der Zusatz am Ende des Films, bei dem sich Wissenschaftler und Philosophen zum „künstlichen Ich“ und dessen sinistren Methoden zur Selbstmanipulation äußern.
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Platz 15: They Live
Sie leben! Der ultimative Film für alle David Icke-Liebhaber. Wir erleben, wie eine Handvoll Rebellen gegen eine ungeheure Verschwörung ankämpft. Was mich dabei durchgeschüttelt hat, ist die wunderbare Darstellung der heutigen Gehirnwäsche und die treffende Verbildlichung der interdimensionalen Einflüsse, die dabei eine Rolle spielen. Hier geht es nicht um unser Ego, sondern um die eiskalte Wahrheit über unser System. Wem spielt die Menschheit wirklich in die Hände? Die Antwort ist schockierend und man braucht ein wenig Eier, um sie zu akzeptieren. ‚They Live‘ besetzt einer der letzten Plätze meiner Rangliste, weil er trotz allem sehr oberflächlich ist und nur die Verschwörung an sich bloßstellt. Dennoch ein Klassiker im Wake-Up-Bereich der flackernden Bildflächen.
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Platz 14: Der Club der toten Dichter
Ein Movie, der zum Ausbrechen motiviert. Zum Ausflippen. Zum Anders-Sein. Zum Aufstehen und Leben. Hier wird gegen den Status Quo marschiert: Ein neuer Lehrer (genial in seiner Rolle: Robin Williams) mischt das Internat der elitären und aalglatten Welton Academy auf und inspiriert eine Gruppe von Schülern dazu, den grauen Schulalltag mit Farbe zu beschmutzen. Meine Lieblingsszene ist jene, in der Williams auf seinen Lehrerpult steigt und den Schülern rät, alles von oben zu betrachten. Muss man gesehen haben! Fazit des Films: CARPE DIEM!
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Platz 13: Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen
Mich hat der Film einfach tief berührt. Es gab viele Szenen, bei denen ich drauf-losweinen musste. Hier wird verdeutlicht, dass alles, was passiert – auch die schrecklichsten Dinge – einen wundersamen und sogar wunderschönen Hintergrund haben und einen kosmischen Zweck erfüllen. Die Zusammenhänge der verschiedensten Schicksale zeigen ein Muster auf, welches ans Herz geht und die Botschaft lautet: Das Leben ist ein zauberhaftes Geschenk und alle Menschen, die dir über den Weg laufen, begegnest du nicht umsonst. Wer am Ende dieses Films keine Träne vergießt, hat eine Blutpumpe aus kühlem Stahl. By the way: Der Soundtrack alleine verursacht bei mir Gänsehaut. Magic Movie!
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Platz 12: Der Pfad des friedvollen Kriegers
Um Universen schlechter als das Buch, auf dem der Streifen basiert, aber dennoch empfehlenswert. Bei mir hat die Szene im Park bleibenden Eindruck hinterlassen, welche buchgerecht inszeniert wurde – ein „Aha-Erlebnis“ für das ganze Leben. Sokrates scheint ein stinknormaler Tankwart zu sein, doch als er durch Zufall auf den jungen Dan Millman trifft, beginnt eine unterhaltsame, erleuchtende und interessante Lehrer- und Schülerbeziehung, die immer mehr die Ohnmacht und Macht von Dan aufdeckt. Es ist zu empfehlen, sich bei den meisten Filmen in den Hauptdarsteller zu versetzen und mit ihm die Lektionen zu durchleben, die er auf sich nehmen muss: Dann wird ein simpler Steifen zu einer wahren Lehrstunde, eine Art Workshop, den man sich selbst im Kopf erschafft.
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Platz 11: Gespräche mit Gott
Auch dieser Titel hat einige unersetzbare Momente, die bei mir wie ein Blitz eingeschlagen sind. Wir erleben den Fall von Neale Donald Walsch, dessen Leben plötzlich in Tausend Teile zerbricht, bis er sich letzten-endlich fragt, wie er sein beschissenes Dasein ändern kann und wie das Leben tatsächlich funktioniert. Unvergesslich: Die Szene, in der „Gott“ zum ersten Mal mit Neale spricht. Da macht es Klick!
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Platz 10: Requiem For A Dream
Um es klar auszudrücken: ‚Requiem For A Dream‘ führt uns eindrucksvoll vor Augen, wie abgefuckt Menschenleben sein können. TV-Zombiismus, Drogensucht, sexuelle Perversion – und alles explodiert am Ende in einem ekelhaften Finale. Optisch und musikalisch ein kreatives Meisterwerk. Am Ende ist man dankbar dafür, dass man nicht in der Haut der Darsteller steckt und lernt das zu schätzen, was man hat. Ich habe mir damals gedacht: „Holy shit… so soll mein Leben nicht enden. Ich muss clever sein und die Fallstricke dieser Realität umgehen. Ich muss stark bleiben, damit ich nicht ende, wie die Opfer im Film“. Eine gute Lektion.
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Platz 09: Vanilla Sky
Uhhh! Habe gerade nach einem Trailer zum Film gesucht und beim Anschauen sofort eine gewaltige Gänsehaut bekommen, auch ein leichter Schub Tränen machten sich bemerkbar. Geiler Soundtrack und geniale Botschaft! Zwar wird nicht mit Weisheit um sich geworfen, aber auch hier findet man einige Schlüssel-Momente, die einem wahrlich die Augen öffnen. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber erinnert euch an meine Worte, falls ihr ‚Vanilly Sky‘ anschaut: Realität ist eine Illusion und ihr seid der Meister dieses Schauspiels.
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Platz 08: American Psycho
Es ist vielleicht ein wenig merkwürdig, dieses Werk als „spirituell“ zu bezeichnen, aber in meiner Ego-Reduzierungsphase schlug es ein wie eine kleine Bombe. Ich kann nicht wirklich genau erklären, warum mich dieser Film so fasziniert hat. Vielleicht deswegen: Nirgendwo sonst findet man solch effektvolle Veranschaulichungen des fragilen Egos und des menschlichen Schauspielerkostüms. „Es gibt eine Vorstellung von einem Patrick Bateman (der Hauptcharakter), die abstrakt ist. Aber es gibt kein wahres Ich. Nur eine Entität, etwas Illusorisches.“
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Platz 07: Mind Game
Bunt ist das Dasein und granatenstark: So kann man ‚Mind Game‘ zusammenfassen. Es ist schlichtweg ein erfrischender Film, welcher für mich persönlich die Macht der Kreativität aufgezeigt hat und mich dazu motivierte, selbst diese Kraft zu entfalten. Überall lauern Überraschungen. Bei diesem Anime weiß man nie, was als Nächstes passiert. Hier waren wirklich unfassbar göttliche Kreativlinge am Werk. Der Film besitzt zwar Weisheiten – besonders die Darstellung von Gott ist verblüffend treffsicher, doch der größte Eindruck hat bei mir die schiere Innovation hinterlassen, die in der Story und den Zeichnungen steckt. Am Ende dachte ich mir nur: „Wow, Menschen sind cool. Das ist ein Meisterwerk. So bunt und wunderschön. Ich habe das Gefühl, ich habe in die Unendlichkeit geblickt“. Klingt übertrieben? Schaut doch selbst den Film an und öffnet euch für das Genie, welches in ihm steckt! Viel Spaß!
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Platz 06: Moby Dick (1956)
Der inoffizielle Blockbuster zu der Erleuchtungs-Trilogie von Jed McKenna. Begleitet Captain Ahab in seinem Kampf gegen den „weißen Wal“ und entziffert die geheime Botschaft des berühmten Klassikers. Ich gebe zu: Es ist schwierig, herauszufinden, worum es wirklich bei ‚Moby Dick‘ geht. Hier ist eine kleine Hilfe: Link
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Platz 05: Batman: The Dark Knight
Die Faszination „Joker“. Auch in diesem Fall erwarte ich nicht, dass ihr unbedingt nachvollziehen könnt, was mich am diesem Batman-Movie so begeistert. Damals hielt ich den Joker für erleuchtet, weil er so spielerisch mit der Realität umgeht und keine Grenzen kennt. Seine Art empfand ich als befreiend. Er symbolisiert die Würze der Dualität. Er ist der Gegenpart zu Batman, er symbolisiert regelrecht die Angst, welche sich manifestiert. Man kann sehr viel in die geniale Darbietung von Heath Ledger hineininterpretieren und es macht Spaß, über diese historische Filmfigur zu philosophieren. Hier ist eines meiner liebsten Joker-Zitate: „Do I really look like a guy with a plan? You know what I am? I’m a dog chasing cars. I wouldn’t know what to do with one if I caught it. You know, I just… do things. The mob has plans, the cops have plans, Gordon’s got plans. You know, they’re schemers. Schemers trying to control their little worlds. I’m not a schemer. I try to show the schemers how pathetic their attempts to control things really are.“
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Platz 04: American Beauty
Erneut ein Film über das Ausbrechen aus alten Mustern und das Streben nach wahrer Freiheit. Wir begleiten einen amerikanischen Familienvater, der die Schnauze vom heuchlerischen Dahinsiechen voll hat und ein neues Leben anfängt. Einfach nur ein frischer Wind, der dazu ermutigt, eigene Ketten zu sprengen und seine eigene Freiheit zu entdecken. Warnung: Nach dem Anschauen dieses Werkes kann es passieren, dass ihr euren Drecksjob hinschmeißt und lieber kiffend in eurer Garage zu Pink Floyd’s ‚The Wall‘ Gewichte stemmt. Lets get free!
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Platz 03: Waking Life
‚Waking Life‘ bietet so viele Anregungen und Inspirationen, dass es schwer fällt, darüber einen passenden Text zu schreiben. Meine Güte… stellt euch vor, solche Filme würden tagsüber im Fernsehen laufen! Hier gibt es Tiefsinn – direkt in die Fresse. Ein Fest für alle Mavericks, Träumer, Erwachte, Freigeister und spirituell Interessierte. Das Leben ist ein Traum – bist du bereit, zu erwachen?
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Platz 02: Matrix I
Muss man zu diesem filmischen Giganten noch etwas sagen? Hier wird eine ganze Palette von Wahrheiten serviert: Realität ist eine Illusion, die Menschheit wird als Batterie missbraucht, wir haben gottgleiche Kräfte, mit denen wir die 3D Welt beeinflussen können, Liebe ist die Kraft, die alles aus den Angeln hebeln kann und so weiter und so fort. Wir sind alle Neos und die meisten warten nur darauf, die Matrix zu rocken. That’s it.
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Platz 01: Fight Club
Für mich bündelt dieses Kunstwerk so viele Elemente des individuellen Erwachens – und das garniert mit viel Witz und Kreativität, dass es einfach auf Platz 1 landen muss… und sogar Matrix I überholt. Ich habe diesen Film mehrere Male hintereinander angeschaut und war immer wieder aufs Neue verblüfft, wie facettenreich und genau die Transformation beschrieben wird, die so viele von uns durchmachen. Tyler Durden ist der Ausbrecher schlechthin und übertrifft meiner Ansicht nach sogar Captain Ahab oder den Joker. Da muss man schon einige illusionäre Ärsche treten, um das zu bewerkstelligen! Hier geht es um den knallharten Kampf gegen das eigene Ego – ein Gebiet, welches wohl das unangenehmste ist, das es gibt. In diesem Film wird einfach alles zerstört. Aua! Spirituelle Selbstverdauung pur. ‚Fight Club‘ ist ein Juwel.
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Nicht in meine Top 20 haben es folgende Filme geschafft, welche trotzdem zu empfehlen sind: K-Pax, Powder, Equilibrium, 1984, Metropolis, Avatar, The Fountain, Dark City, Blade Runner, The 13. Floor, The Man From Earth und Donnie Darko.
Viel Spaß beim Augen-Aufmachen und viele erleuchtende Momente, euer
25 schwerelose Kilo Humor und Komik in 25 Minuten Gemisch von Impressionismus, Jazzelementen, Expressionismus, schrägen Quitschern, Zwischenbumsern, alles in der einzigartigen Klangwelt Ravels, von den Münchnern (wie immer) toll und von Alice Sara Ott (wie immer) zack hingelegt. Ich gestehe zu meiner geringen Ehre – äh – wie heisst der prima Dirigent?
Viel Spass.
Und dann noch die gängige Stile verballhornende Drübereingabe, Leute, lasst uns unseres Humors entsinnen 🙂
Was das Internet doch für eine unglaublich schöne Sache sein kann. Finde ich das c – moll in einer Fassung, die mich völlig aus der Fassung bringt.
Wie soll ich es nur sagen? Ah, ich hab’s. Die Körpersprache. Jansonss Körpersprache. Uchidas Körpersprache. Der Orchestermusiker Körpersprache. Ist ja noch nicht Musik, die Körpersprache, aber wer mit seinem Körper zeigt, was die Musik mitteilt, der hat die Musik verstanden.
Und ob dieses Team Beethovens Welt verstanden hat! Viel zu oft kommt es vor, dass man aus Beethoven “den Titanen” herauszuquetschen versucht. Beethoven ist durchtränkt von Mozarts reiner Schönheit, und das bringen diese wundervollen Künstler, allesamt zusammen, zum Tragen.
Fanny Mendelssohn, 1805 in Hamburg geboren, ältere Schwester von Felix Mendelssohn, stand nicht nur Zeit ihres Lebens im Schatten der Musik ihres Bruders, vielmehr wurde sie von ihrem Vater, später auch von Bruder Felix konsequent dahingehend verbogen, dass sie als Frau Musik allenfalls “zu ihrer Zierde im kleinsten Kreise”, niemals jedoch ernsthaft als Beruf auszuüben habe.
In der Tat waren – Felix Mendelssohns Werke in hohen Ehren – ihre Werke denen ihres Bruders ebenbürtig und überlegen.
Um Vergleiche herzuziehen: Sie komponierte waschechte, dicht dramatische Romantik, getragen von der freien Inspiration eines Mozarts und der Kraft eines Brahms.
Nimm dir diese Kostprobe! Und wenn es dir gefällt, geh weiter zu ihrem Oratorium! Das Oratorium von Fanny hat die gleiche Schuhgrösse wie die grossen Chorwerke von Bach, Mozart, Verdi, Brahms und Fauré. Es wird dich beglücken.
Auf der Suche nach einer fröhlichen Musik habe ich mich meines alten Freundes Hannes Meyer erinnert, und siehe da, seine Schanfigger Hochzeit ist in der Tube, auf ner guten Orgel gut gespielt von Markus Kühnis. Freude aber auch!
Und da klick ich weiter und sehe, dass Hannes Meyer gestorben ist. Das hat mir einen Stich versetzt. Ich war Musikstudent, er war Meister. Er war Vollblutmusiker, konnte auch in besoffenem Zustand noch spielen, und natürlich auswendig. Er war der erste Mensch, dem ich in meinem Leben begegnete, welcher SEIN Leben lebte, sich um Konventionen einen Dreck scherte, seine Mitmenschen mit seiner einmaligen Art, Dinge darzustellen, beglückte und verzauberte. Ein Hannes Meyer Orgelkonzert, da ging man hin, und zwar ging man nicht hin, weil man gesehen werden wollte, sondern weil Hannes die Menschen durch seine Sprache und seine Musik wie ein Magnet anzog.
Ich weise Hannes im Himmel einen paradiesischen Platz zu, mit tollen Orgeln, tollen Frauen, tollen Menschen überhaupt, und ich weise die Diener an, den lieben Gott immer zu den Konzerten einzuladen.
Ich habe ein Jahr lang gezögert, Bruckner einzustellen. Bruckner war damals total verkannt, stand im Schatten von Bruder Johannes Brahms, wurde von den Kritikern (Hanslik) dauernd schlecht gemacht. Originalton: „Riesige, aber leere Kathedralen“.
Bruckner führte ein gottgefällig bescheidenes Leben, und er schuf mit seinen 9 Symphonien ein Monument künstlerischen Ausdruckes ersten Ranges, steht in einer Linie mit den Spitzenwerken von Bach, Mozart, Beethoven, Brahms, Dvorak, Chopin, Mendelssohn, Fanny Hensel, Hermann Suter, Petr Eben, um mal einen netten Strauss aufzufächern 🙂 🙂
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Und nun unser Spezi, der Herbert. Ja, der Karajan. (mehr …)
Ich finde dieser Tage, da so Vieles einen umwerfend beschäftigen kann, grad immer wieder Halt und Mittung in den Gaben unserer grossen Brüder.
Mitsuko Uchida spielt unnachahmlich, oh geplagte Seele, Ruhe und Labsal findest du, und wenn es in Dramatik geht, dann stets in vollendeter Klarheit, oh Gott, wie macht die Frau das nur, Danke!
Meister Mariss Jansons und die (vermutlich) Londoner Musiker, herrlich, sie sind ein Guss, zeigen Details, welche ein so grosses Orchester eigentlich gar nicht zeigen kann, doch, sie tun es. Was für eine herrliche Wiedergabe.
Ingolf Wunder! Horowitz! Lang Lang! Aimi Kobaiyashi!
Lassen wir doch mal einen Wettbewerb spielen mit der herzerfreuenden Chopin Etude No5 !
Was es auf Mutter Erde nicht alles gibt. Ich hab dies Zeug selber auch gespielt. Die Leuts spielen in einer andern Liga, die haben alle einen andern Chip im Hirn, mir wackeln nur die Ohren.
Na, und welcher geht dir am meisten unter dein Häutchen?
Wenn wir heutzutage von „fern sehen“ sprechen, dann meinen wir fast immer das Sehen auf die „Mattscheibe“ des Gerätes „Fernseher“. Daß dies genau das Gegenteil von „in die Ferne sehen“ ist, soll Hauptgegenstand dieses Beitrags sein – von Luckyhans.
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Daß das Fernsehgerät in der heutigen Zeit mehrere Funktionen erfüllt, ist bekannt. Am bekanntesten sind die hirnbeeinflussende und die körperlähmende Funktion – sie sind recht offensichtlich.
Ich habe Fugen Gespielt und weiss, was ein dreifachverminderter Septakkort ist. Besagt nix. Es gibt Keith Jarret, ja, es gibt Mozart, ja, es gibt Jackson ja, alles genial, und … in der Einfachheit ist all das auch drin. ? Ja.
Ruby Chou spielt eines meiner damaligen Leibstücke vom genialen Bruder Johannes Brahms. Was ich hier äussere, ist für eine kleinste Minderheit nachvollziehbar, denn – wer hat dies Stück selber gespielt, oder wer kennt dieses Stück wenigstens vom Hören aufs Genaueste? Was mich grad ein tausendstes Mal beschäftigt:
Janos Starker mit Gyorgy Sebok spielen lupenrein, gesanglich, und sie halten das Werk klanglich in hellen Bereichen. Ich wünschte mir an den Kraftstellen mehr Leidenschaft, doch das ist pure Geschmackssache. Einen guten Toningenieur haben sich die beiden gegabelt, 1959!
Wie haben die Ingenieure das hingebogen, dass die Aufnahme wie von heute wirkt? Toll!
Mit Vergnügen erinnere ich mich an Berlin – Zeit, wo ich dieses Werk zusammen mit einem jungen Cellisten als Hauskonzert spielte. Für mich steht es auf Augenhöhe mit den Klavierkonzerten von Brahms. Uff, macht das Spass, sowas zu spielen…..wenn die unendlichen Zeiten des Lernens ihre Früchte tragen……
Orgelmusik. Zeugs, welches ich in meinem letzten Leben, das heisst bis vor 14 Jahren, selber mit Leidenschaft gespielt habe.
Ich möchte dich, lieber Hörer, mit Petr Ebens Moto Ostinato beglücken, welches dich in Heiterkeit und zum Lachen bringen kann.
Ich habe in der Tube x Interpretationen durchgehört und bin gefrustet. Orgel und grosses Orchester aufzunehmen ist so schwierig, wie Klavier leicht. Die Orgel wirkt mit dem Kirchenraum zusammen, und sie hat ein schwirrendes Obertonspektrum. Ersteres ist mit Mic schwer einzufangen und Zeiteres macht die Mics kirre.
Noch frustiger sind die Interpretationen. Da sind ultraviruose Orgenisten am Werk, aber der Eine spielt mir viel zu langsam, der andere spielt mir über den Inhalt hinweg und ich habe keinen gefunden, welcher das Ding ganz so bringt, wie ich es im Detail haben will. Halt, da ist eine Ausnahme – hör selber, die Dame spielt impécable.
Die Freunde Luckyhans und Adoph Bermpohl haben in meinem Hirni ein „Klick“ ausgelöst.
„Demokratie“ war für mich bis gestern schlicht „Volksherrschaft“, das bedeutete:
Alle Menschen einer Gemeinschaft, zum Beispiel der Gemeinschaft „Schweiz“ haben die gleichen Rechte, die gleichen Pflichten, und vor allen Dingen haben alle Menschen die Möglichkeit, Regeln des Zusammenlebens selber zu bestimmen und gemeinsam zu schaffende Projekte zu initiieren. (mehr …)
Wir leben in einer irre schnellen Zeit. Und wir werden durch die verschiedensten „Mechanismen“ dazu veranlaßt, uns in die sich immer mehr beschleunigenden Abläufe „einzupassen“- sonst sind wir „nicht in“, sonst werden wir scheel angeschaut, sonst „gehören wir nicht dazu“.
Wozu gehören wir dann nicht?
Und ist das wirklich so wichtig, „dazu zu gehören“?
Was geben wir dafür auf, und was gewinnen wir dadurch?
Ist es wirklich erstrebenswert, da „dazu zu gehören“?
Bei dem „galoppierenden Irrsinn“, der täglich rund um uns abläuft?
Warum soll es falsch sein, ab und zu mal richtig zur Ruhe zu kommen – ohne ständige Belastungen des Gehörs in Form von Musik, Fernsehton, Straßenlärm, Nachbarsradau, ständiger Gespräche, Auto-, S-Bahn- oder Motorradlärm – ganz für sich zu sein und in die Stille hineinzuhören?