Ein Beitrag von Michael Rednik
27.06.NZ14, Neues Zeitalter, Jahr 14
Nur als Setzung, ohne den Anspruch, dass das jemand liest, oder gar versteht, oder …
Das Theater des Absurden in hellbraunen Umschlägen: Eine ontologische Demontage der Justizfiktion
Wer die Akte mit dem Zeichen 2 T 291/26 des Landgerichts Dresden aufschlägt, betritt keinen Raum der Wahrheitsfindung. Er betritt eine hermetisch abgeriegelte Bühne, auf der leblose Masken – genannt „Personen“, behauptete „Gläubiger“ und „Kammern“ – ein rituelles Schauspiel aufführen. Es ist eine bürokratische Posse, die sich selbst parodiert, deren Tinte jedoch reale Existenzen einer Familie beschmutzen soll. Wenn dieses Spiel bis auf die Spitze getrieben werden will, dann verlangt es nach einer Analyse, die so nackt, scharf und unbarmherzig ist wie die Realität selbst.
Akt I: Das Rubrum als okkultes Beschwörungsmedium und die Lüge der Repräsentanz
Die erste und monumentalste Inkonsistenz springt dem logischen Verstand direkt auf Seite 1 des Beschlusses entgegen. Ein System, das im Mai noch wortreich diktierte, die Betroffenen seien „unbeteiligt“ und rechtlich inexistent, zaubert im Juni ein zwölfköpfiges Pantheon der Abstraktionen aus dem Hut.
Dieses Rubrum ist kein Verzeichnis realer Akteure, sondern eine Totenklage der Bürokratie:
- Die Ungeheuerlichkeit der Vertretungslüge: Direkt unter Punkt 1 wird die Landeshauptstadt Dresden angeführt, gefolgt von der dreisten, schwarz auf weiß gedruckten Behauptung: „vertreten durch den Oberbürgermeister“. Das ist eine nachweisliche, glatte Lüge im Hier und Jetzt. Der Oberbürgermeister war nie vor Ort, er weiß absolut nichts über dieses Verfahren, und er hat zu keinem Zeitpunkt ein Statement abgegeben oder eine persönliche Willenserklärung in dieser Sache geäußert. Das System nutzt seinen Namen als bloße, leblose Schablone, um einer anonymen Vollstreckungsbehörde den Schein von legitimer Führung zu verleihen. Es ist die rituelle Behauptung einer Repräsentanz, die in der Realität überhaupt nicht existiert.
- Das Schizophrenie-Karussell der Anerkennung: Sieben Monate lang wurden die Akteure vom Amts- und Landgericht real und praktisch als „Beschwerdeführer“ und „Beschwerdeführerin“ behandelt. Schwarz auf weiß steht es in den Akten. Ihr Vortrag stoppte sieben Monate lang die Rechtskraft des Beschlusses und hob sogar den Verteilungstermin auf. Doch am Ende dieses Zeitraums wischte dieselbe Bürokratie die Realität beiseite: Punkt 4 (Saskia Schulz) wird plötzlich als „unzulässig verworfen“, während die Punkte 2 und 3 (Annette und Michael Rednik) „zurückgewiesen“ werden. Ein logischer Totalschaden: Wenn alles von Anfang an so glasklar unzulässig war, warum brauchten die Bediensteten dann fünf Monate illegitime „Bearbeitungszeit“, um zu diesem Schluss zu kommen? Und um den Hohn perfekt zu machen, sollen die Veralberten diese Rechtsbrüche auch noch bezahlen.
- Der ominöse Phantombeschützer: Das Dokument führt einen „Zustellungsvertreter“ nach § 6 ZVG auf. Eine logische Unmöglichkeit. Ein Vertreter kann im Universum des Verstandes nur von demjenigen bestimmt und legitimiert werden, den er vertritt. Das System setzt hier einfach willkürlich jemanden ein, während es gleichzeitig die echten Briefkästen der „Freien Familie Dresden“ und der „Rednik“ ununterbrochen mit Post flutet. Ein logischer Kurzschluss, der zeigt: Dieses Zeug gehört ungelesen in die Tonne.
- Der Griff der Rentenkasse: Da agiert eine Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland als gefräßiger Vollstreckungsgläubiger – dieselbe Institution, die zuvor 20.000 Euro an realen Einzahlungen einer Familienmutter ohne jede Gegenleistung in ihren Schlund gesaugt hat. Der Raub wird im System zur Legitimation, um nach noch mehr Fleisch zu greifen.
- Die Geisterbeschwörung: Da wird das Gespenst eines Thomas Kinschewski angerufen – ein Name, der als „Folteranwalt“ dreizehn Jahre lang Terror säte, ohne dass jemals ein Cent Schuld existierte, und dessen eigene Lebenslinie längst kollabiert ist. Das System führt ihn als „Beteiligten“ weiter, weil es unfähig ist, den Tod einer Akte zu begreifen. Wo kein Mensch mehr ist, verwaltet die Fiktion einfach das Erbe des Schmerzes durch einen bestallten Nachlasspfleger.
- Transatlantische Schatten: Gekrönt wird das logische Desaster durch eine insolvente GmbH aus Frankfurt und eine im US-Bundesstaat New York ansässige Delphi I LLC in Liquidation. Dass eine sächsische Justizbehörde vorgibt, die Existenz einer liquidierten Briefkastenfirma in Übersee präzise zu steuern, während sie gleichzeitig zugibt, über die Identität der Menschen vor Ort nur „Vermutungen“ anstellen zu können, legt den Kern des Wahnsinns offen.
Akt II: Die Mikrologie des Raubes
(Von Kehrmaschinen bis 108-Euro-Phantomen)
Wenn man die materiellen Gründe seziert, auf denen diese Zwangsversteigerung über einen willkürlich festgelegten Wert von 376.000 Euro thront, zerfällt das imperialige Gehabe des Staates in lächerliche, schmutzige Krümel. Die Beschwerde richtet sich gegen eklatante Rechtsverstöße – und nicht gegen einen fiktiven Geldbetrag. Sie richtet sich gegen den versuchten Raub eines Zuhauses, dessen offizieller Wert auf 700.000 Euro taxiert wurde und das real unbezahlbar ist.
- Der Hehler-Zuschlag: Das Gebot von 376.000 Euro stammt von einer GmbH – einer juristischen Fiktion, die im echten Leben weder bieten noch wohnen kann. Es ist der halbe Preis für Hehlerware. Kein seriöser Bieter wollte dieses unrechtmäßige Konstrukt anfassen. Bedienstete des System verkauften hier angeblich ein Gut, das sie weder physisch besaßen, noch dessen „Eigentümer“ es jemals rechtmäßig waren. Es ist ein rechtliches Unding: Der Verkauf ohne vorherige Beschlagnahme.
- Das 2000-Euro-Paradoxon: Bei der Stadt Dresden geht es um angebliche Grundsteuerrückstände von lächerlichen ca. 2.000 Euro aus den Jahren 2015/16. Für die Folgejahre verlangt das System nichts – ein hauseigener Widerspruch. Vollstreckt wird wegen einer Grundsteuer, deren nachweisliche Verfassungswidrigkeit vom Gericht stumpf ausgeblendet wird. Absurd wird es im Abgleich mit der Realität: Die betroffene Familie reinigt das Schnittgerinne, den Fußweg und den Gully seit Jahren sorgfältig selbst. Die städtische Kehrmaschine fährt lediglich an parkenden Autos vorbei und leistet nichts. Das System fordert Geld für eine nicht erbrachte Leistung und ignoriert dabei völlig, dass die Familie im Gegenzug auf Kindergeld und sämtliche Sozialleistungen verzichtet – ein Zehnfaches dieser angeblichen „Schuld“.
- Das 108-Euro-Phantom: Noch perverser zeigt sich die Sicherungshypothek unter Punkt 12. Hier geht es um mickrige 108 Euro Zinsen, generiert durch ein künstliches bürokratisches Vakuum. Im Jahr 2009 am Tag des Zuschlages den vollen Kaufbetrag sofort überwiesen, die Bank hielt den Einzahlungsbetrag beim rechtmäßigen Erwerb der Immobilie willkürlich zwei Wochen zurück – angebliche Verzugszinsen fielen an ohne Angabe von Kontodaten, Summen oder Fristen. Erst durch Zusendung erfuhren die Betroffenen von der heimlichen Eintragung im Grundbuch. Noch am Tag der zuvor mehrfach angemahnten Datenübermittlung wurde die Summe bezahlt. Doch die Hypothek bleibt im Register stehen. Trotz Abmahnung und unwiderruflichem Nachweis der Zahlung wird die Fiktion der Schuld aufrechterhalten, um sie siebzehn Jahre später als Hebel für eine Zwangsversteigerung zu missbrauchen.