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Vom Problemchen, das auszog, ein Problem zu werden

von Angela, 23.10.2022

Es war einmal ein Problemchen, das sich danach sehnte, groß und stark zu werden wie sein Vater. Es bewunderte ihn über alles, denn er hatte es fertig gebracht, sich jahrelang bei ein-und demselben Menschen aufzuhalten, und das ist immerhin eine beachtliche Leistung.

Nun wollte das Problemchen es ihm gleichtun und sich ganz allein an einen Menschen heranwagen. Deshalb ging es zu seinem Vater und erzählte ihm von seinem Vorhaben.

Der Vater hörte ihm geduldig zu und beschloss dann, dass die Zeit gekommen war, seinem Sohn das wichtigste Rüstzeug mit auf den Weg zu geben.

„Mein lieber Sohn“, begann er deshalb. Horche mir gut zu. Ich werde dir das Geheimnis meines Erfolges und Richtlinien für dein Überleben kundtun.

Zuallererst musst du dir einen geeigneten Menschen suchen. Am besten eignen sich diejenigen, die alles negativ sehen, sich selbst gern bemitleiden und stundenlang jammern können. Bei diesen hast du die beste Chance, ihre Aufmerksamkeit zu fesseln und auf dich zu lenken.

Merke dir eines: Je besser es dir gelingt, die Aufmerksamkeit eines Menschen zu gewinnen, desto größer und stärker wirst du werden.

Schleiche dich also zuerst vorsichtig in die Gedanken eines solchen Menschen ein und klammere dich dort mit aller Kraft fest. Wenn du genügend Geduld und Ausdauer hast, kommen bald heftige Gefühle bei diesem Menschen auf, mit denen du dich verbünden kannst.

Unsere besten und verlässlichsten Partner sind Frau Angst und Herr Zorn, die eine ganze Schar von Gehilfen, nämlich die Entmutigungs, -Sinnlosigkeits-und Hoffnungslosigkeitsgefühle hinter sich haben.

Vergiss auch nicht deine Sandsäcke: An jedem Morgen, wenn der Mensch erwacht, legst du ein paar Kilo mehr auf sein Gemüt. Lass ihn verzweifelt darum kämpfen, dich loszuwerden; er schenkt dir dabei seine ganze Aufmerksamkeit, und das ist deine Nahrung!

Jetzt kennst du die wichtigsten Bedingungen deines Wachstums. Nun muss ich dich aber auch noch vor den Gefahren warnen, die dich schrumpfen lassen, ja, deinen Tod bedeuten können.

Es gibt die Sorte von Menschen, deren Auren voll Licht sind. Sie sind geistig rege und seelisch kreativ, sie lachen und singen gern und verstehen es zu lieben.

Um sie mach einen großen Bogen, denn an sie kommst du nicht heran. Du erkennst sie an einem unsichtbaren blauen Stern auf der Stirn.

Es hat sich unter unseren Mitproblemen herumgesprochen, dass Menschen, die diesen blauen Stern tragen, ganz schreckliche Dinge mit uns tun. Stell dir vor, sie betrachten uns kurz, aber distanziert, so dass Herr Angst und Frau Zorn auf Abstand bleiben müssen, setzen sich mit uns auseinander und übergeben uns dann dem blauen Licht, in dem wir uns auflösen.

Oder sie leisten uns, was genauso schlimm ist, überhaupt keinen Widerstand, von dem wir doch so sehr leben, sondern drücken uns großmütig an ihr Herz, wo uns der sichere Tod gewiss ist.

Auf jeden Fall ist es aussichtslos, deine Kräfte mit ihnen zu messen, denn ohne die Entmutigungs-, Sinnlosigkeits- und Hoffnungslosigkeitsgefühle hast du keine Chance, und auch diese Gehilfen flüchten weit weg von solchen Menschen.“

Damit entließ der Vater sein flügge gewordenes Problemchen, das seinen Ratschlägen gespannt gelauscht hatte, und wenn er nicht gestorben ist, dann lebt er heute noch –  hoffentlich nicht bei Dir!

Geschrieben von Marianne Kenyon, modifiziert von Elisabeth Lukas, entnommen aus „Yoga und Kinesiologie“ .

Angela


6 Kommentare

  1. helmutwalch sagt:

    Ja schön 🤩

    das wird Groß!

    Das von Dir ! mit Schöpfer-Energie ! be-dacht wird !( geschöpft )

    Was bekommt demzufolge Wachstums-Energie?

    Wenn du über die Guten! Und die weniger Guten!

    Erzählst,denkst,sprichst,liest………….! 🤔🤔

    In der Schöpfung gilt eine Maxime die ,wenn du es schaffst ,Sie permanent im Bewusstsein zu halten,

    Dich gerade-wegs ins Paradies auf Erden führt !

    „Es gibt nur dafür“ KEIN „nicht dafür“ !

    Also benenne,sprich……. Nur über das ,mit dem du auch leben willst !

    Wenn du Sachen………. Benennst die du nicht willst !

    Bekommst Du das Wanduhr nicht willst !

    Da auf der Frequenz der Schöpfer -Energie !

    In diesem Frequenzbereich!

    Nie die Lüge Einzug finden sollte!

    Auf gut deutsch!

    Ursprünglich davon auszugehen war !

    Das jeder Funke aus der Quelle!

    Die Betriebsanleitung !

    „Schöpfen aber richtig“

    Intus hat !

    Du bist der Beobachter 🤩🤩🤩❤️❇️🙏👆

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  2. Ausgezeichnet!
    Ein selten schönes Gleichnis!
    Das mich so richtig zum Schmunzeln brachte.

    Mit meinen Worten:
    Wenn jemand unglücklich werden will,
    baucht er ein Problemchen nur so richtig füttern,
    dann wird es groß, stark, mächtig und wächst einem über den Kopf.
    Probiere es aus. 😉 … und erlebe dein blaues Wunder! 😉

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  3. Thom Ram sagt:

    Wieder ein schöner und bedenkenswerter Beitrag von Angela. Danke!

    Und auch hier gilt, ich Oberlehrer kann das Lehren nicht lassen, haha, daß wir gerufen sind in relativer Friedenszeit unsere Messer zu wetzen. Relative Friedenszeit? Genauer: Es gilt, Problemchen des kleinen Alltages die Kraft zu entziehen.
    Beispiel:
    Ich will meine Lieblingsspaghettisorte kaufen, fahre los, und … der Laden ist geschlossen. Hand aufs Herz, welcher Mensch reagiert in der ersten Zehntelssekunde nicht mit unangenehmer Entzugs-Emotion? Diese Emotion im ersten Schritt voll und ganz anzunehmen, sie in der Folge eingehend zu betrachten und sie lächelnd in die Ecke zu stellen oder anzulachen oder herzlich auszulachen, darum geht es.

    Nochmal. Wir haben täglich die Gelegenheit, Probleme in sich selber zusammensacken zu lassen, gut tun wir daran, wenn wir es fleißig praktizieren, denn….
    es kommt vor, daß sich größere Probleme melden.
    Mein zeitlebens größt durchlebtes Problem war aufgebrochene Verlassenheitsangst, im Jahre 2000, angetriggert von meiner damaligen brandheiß Geliebten. Ich brauchte damals ein volles halbes Jahr, um dies mein Problem abzuarbeiten. Und ich bin der Meinung, daß es mir nur deshalb gelang, weil ich zuvor schon immer mich befleißigt hatte, Probleme nicht zu füttern sondern auszuhungern. Hätte ich nicht schon Übung in dieser disziplin gehabt, möglicherweise wäre ich seit 2000 Permanentaufenhalter in der Klapse, denn……was sich mir innerlich damals als Problem aufbaute, es war gewaltig, es war allumfassend, es griff in jedes Detail meines Tagesgeschehen hinein, nichts konnte mich erfreuen, alles war einfach nur schrecklich.

    Also, lächel. Laßet uns fleißig üben. Wer weiß, was unser Einer der nächsten Monate bevorsteht. Schon nur zwangsweise alleine in einem viereckigen Raume zu hocken kann sich zum Großproblem aufpumpen. Kann. Muß nicht.

    Gefällt 3 Personen

  4. Mujo sagt:

    Schöne Geschichte, wie wahr.

    Da passt der Spruch aus meinen Weisheitskalender von Laotse.

    „Nimm dir jeden Tag eine halbe Stunde Zeit für deine Sorgen und in dieser Zeit mache ein Schläfchen.“

    Danach wendest du dich wieder dem Leben zu.

    Gefällt 3 Personen

  5. zunäcst für Angela:
    auf den Punkt gebracht – danke dir!!

    Für alle sonst kommentierenden Seelen:
    Ich möchte immer wieder ein „gefällt mir“ anbringen bei so vielen Gedanken dazu, auch bei anderen Beiträge sonst – – wordpress liebt mich nicht oder so ähnlich. hm, hm, …..
    Dicke „gefällt mir“ für so viele Kommis – Herzen verteilt.

    Eine schöne Woche wünscheich Uns Allen hier!

    Gefällt 3 Personen

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