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Veränderte Wahrnehmung von Menschen / Kennst Du das auch?

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Immer mal schau ich mir a bisserl Spitzentennis an, da ich vor Urzeiten auch mal ein Jahr lang versucht hatte, den Ball zu treffen. Grad begab ich mich auszugsweise hinein in das Viertelfinale Sampras-Agassi, US Open 2001.

Zu beleuchten, was Spiel, da der Eine gewinnt, der Andere verliert, das wäre auch mal ein Thema. Die Frage lautet, ob dem in Wahrheit lustigen Spiel vielleicht etwa das nicht lustige „einer verliert definitiv“ eine wenig wünschenswerte Geisteshaltung zu Grunde liegt. Hier laß ich dette ma, ok?

Will wad jans Anderes feststellen.

Als ich damals Pete Sampras gelegentlich beäugte, also vor ungefähr 20 Jahren, da gefiel er mir nicht. Nicht hätte ich etwas gegen ihn haben können, wie auch. Mir gefiel seine leicht vorübergebeugte Haltung nicht so recht, und sein Gesicht, bitte verzeih und verstehe auf höherer Ebene, lieber Pete, die Lippen waren mir zu locker, und wenn, vor Anschlag, dann noch die Zunge auf die Unterlippe gelegt wurde, dann war meine Reaktion „So was von affig.“ Bitte weiterlesen, lieber Pete.

Also heute habe ich wieder Deine Körperhaltung und Dein Gesicht beobachtet, von von damals, vor 20 Jahren.

Und was sehe ich heute?

Ich sehe einen Menschen, der mir grundsympathisch ist. Einfach so, als wie Du damals warst, so erscheinest Du mir heute grundsympathisch.

Es kann Dir, Pete, und es kann dem gesamten Kosmos scheißegal sein, ob Du mir heute von damals sympathisch oder unsympathisch vorkamst/vorkommst.

Ich ziele auf die Veränderung der Interpretation dessen, was mein Auge ersperbert. Ich sehe Dich, Pete Sampras, heute anders als damals, und ich frage Dich, Leser, ob Dir Analoges widerfährt.

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Zweites Beispiel, diesmal mit Actio.

Ira ist Mieterin einer 11m2 Wohnung. Der Vermieter ist Balinese, in den 30ern und einer von denen, welche nicht helfen Mietern, welche keinen Kohl haben. Dessen Papa aber, von dem will ich was sagen. Der hockt an der Straße, Benzin verkaufend in 2l Flaschen, mit nacktem Oberkörper, gut bebaucht, und…mit Narbengesicht. Sogar meine Allerbestfreundin, wahrlich Lebenserfahrene, mehr als Beleckte, hier zu Besuch, sie sagte mir, daß „sie mit „dem“ lieber nichts zu tun haben wollte“. Was mich erstaunte, es war von vielleicht 5 Jahren. Erstaunen tat mich ihre Entschiedenheit, doch, damals, vor 4 oder 5 Jahren, da fand ich den Inhaber dieses Gesichtes auch noch wenig äh anziehend, dies schon.

Und was?

Ich ließ denne aber nicht locker seit Jahren. Analog zu unserem Freund Hawey als Buschauffeur, der auch dem verrammeltest verschlossen einsteigendem Gesicht ein frohes „guten Morgen“ zurief (mit Erfolg, nach Monaten, rührende Re Actio erfolgte), analog tat ich.

Und was? Heute, wenn ich komme, da lächelt das vormals unbewegte Narbengesicht und fragt, wie es mir gehe.

Und grundsympathisch ist mir dies Narbengesicht heute.

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Ist da also Zweierlei.

Typen, die ich früher als saublöde beurteilte, zum Beispiel Muhammad Ali, die sehe ich heute als flammend gute Menschen. Einfach wohl darum, weil ich ihr Äusseres und das, was sie sagten oder taten, anders filterte damals. Damals: „Wer Faust im Spiel dem Gegenüber in die Fresse hauen will, kann nur schlecht sein.“ Heute: Spiel, runtergezogen auf erstens 3D und zweitens auf „wer gewinnt“…so what?

Keineswegs muß Wesen, das Solches tut, dessentwegen sowas wie schlecht sein. Finden sich zwei Wesen auf Augenhöhe, wollen Dasselbe, anerkennen die Regeln. Was sollte daran schlecht sein? Nichts daran ist schlecht. Das Paradies ist es nicht, es ist eine Phase der Spielerei, ich sach ma „weit unten“. Es ist perfekt in Ordnung. Und der Muhammad, genau so wie Mike Tison, die waren/sind gute Menschen, die konnten keiner Fliege was zuleide tun. Da lege ich meine Hand ins Feuer. Bah. Einen verachteten Menschen, den hätten sie schon zusammengeprügelt. Hätten aber triftigen Grund gehabt, diese beiden so verschiedenen liebenswerten Fäustlinge.

Uff, ich rede su fiel. Stoppe mich.

Gesichter, Beispiel Pete Sampras, Beispiel den Pockennarbigen, die ich früher abgelehnt hatte , auf Grund von Schablonen in mir „wenn so aussehen, dann ich mag / wenn so aussehen, dann ich nicht mag“, heute sehe ich die dahinterstende Liebenswürdigkeit. Vielleicht auch die hässlichste Teufelsfratze wird mir liebenswert erscheinen eines Tages. So ist es, noch kann ich es nicht, doch wird es so sein.

Wie war das doch gleich? Liebe ist der Stoff, aus dem das Universum geschaffen ist.

Schluß mit Senf.

Thom Ram, 16.07.NZ9, als das ist das Jahr Neun mit Beginn A.D.2012)

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7 Kommentare

  1. Martin Bartonitz sagt:

    Jo, das mit Ali geht mir ähnlich 🙂
    Ich werde mich mal dahingehend beobachten, wie das mit meiner Verurteilung damals heute ausschaut. Allerdings hatte ich mich schon früh bemüht, nicht vorzeitig zu verurteilen sondern einfach mal was stehen zu lassen …

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  2. Mujo sagt:

    Es ist ja nicht nur die eigene Wahrnehmung die sich Verändert, auch der andere kann sich wandeln und somit auf uns unbewusst eine andere Wirkung haben. Das Gesetz der Resonanz Spielt auf allen Tastaturen uns jeden Tag neues zu 🙂
    So wie wir die Musik zu Unterschiedlichen Zeiten anders aufnehmen oder noch etwas bemerken das uns vorher völlig unbekannt war 😉

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  3. mkarazzipuzz sagt:

    Lieber Thom,
    es wäre schlimm, wenn es anders wäre. Auch der Geruch eines Menschen ändert sich, so wie deine Sinne.
    Wenn man starr unveränderlich wäre, könnte man niemals um Verzeihung bitten und anders herum auch nicht verzeihen.

    Und dennoch gibt es Dinge, die bleiben…

    Gefällt 3 Personen

  4. ...ter sagt:

    Ich möchte hier die Ernsthaftigkeit dieses Themas keisnesfalls in Frage stellen,
    aber mir fällt schon auf, dass nach dem zweiten oder dritten Glas Wein oder auch Weißbier ( da brauch ich ein Glas mehr) sich meine Wahr?nehmung deutlich verändert. Is natürlich rein subjektiv.
    Spass muss sein, nicht böse sein ;-))

    Gefällt 2 Personen

  5. ...ter sagt:

    Da gehts schon los mit der Wahr?nehmung.
    keisnesfalls ? ts,ts
    keinesfalls natürlich, 🙂 ist gemeint

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  6. Mujo sagt:

    @…ter
    17/07/2021 UM 01:48

    Haha, der war gut. Was meinst woher das Sprichwort kommt „Die muss ich mich erst schön Trinken“ bevor ich sie Heirate.

    Bewusstseins Veränderung oder Erweiterungen schaffen Künstliche wie natürliche Substanzen auch. Die Schamanen der Welt haben ihre eigene Gebräue mit den sie Trance ähnliche zustände oder Visionen bekommen. Danach ordnest du dein Weltbild völlig neu.

    Gefällt 1 Person

  7. muktananda13 sagt:

    Es gibt zwei Arten von Realität:
    a) relative oder illusorische Realität, die ein transformierbarer und pur subjektiv- gedanklicher Zustand ist, vergängliche subjektive Existenz ständiger Phasen und karmischer Bedingungen darstell, innerhalb der Raumzeit-Blase;
    b) absolute oder vollkommene Realität, der Zustand absoluter und überpersönlicher Zustand ist, unvergängliche unpersönlicher, transindividueller Existenz , aber jenseits von Sein und Nichtsein,d. h. jenseits karmischer Bedingungen und von Raumzeit.

    Nun: die zweite Art kann man einzig und alleine mittels tiefer Meditation wahrnehmen, jedoch mittels Mantras und /oder chemische Stoffe/ elektromagnetische Geräte/ natürliche, angeborene Veranlagung dank karmischer Vorbedingungen, bestimmte Einblicke höherer Bewusstseinsebenen gewinnen.

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