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Trotzphase und Pubertät / Essay

Die zwei Kinder hier, der Agus und die Ninggsi, ich kenne sie seit Geburt. Die Familie wohnt seit sieben Jahren hier, im Häuschen unterhalb meines Gehäuses, wir leben zusammen, tun dies und das zusammen, wir sind eine kleine Gemeinschaft.

Für die Kinder bin ich wohl so etwas als wie Großvater, Kumpel, Vorbild – und auf jeden Fall Freund.

Hatten die beiden Trotzphase?

Nicht, daß ich wüßte.

Hatten meine eigenen Kinder Trotzphase und pubertären Abgrenzungsimpuls? Nicht, daß ich wüßte.

Stopp.

Möchte etwas klarstellen.

In einem jeden Menschen stecken die Programme „ich trotze (lehne mich auf)“ und „ich pubertiere (grenze mich ab)“. Diese Programme wohnen einem jeden einzelnen Menschen inne, bis zum Tode, ausgenommen davon vielleicht Joshua, der inkarnierte Christusgeist, und einige wenigen mehr in den vergangenen paar Jahrtausenden.

Und so überkommt es einen jeden Menschen ab und an, trotzen oder sich abgrenzen zu wollen. Dir passiert das nie? Gratuliere, Du lebst abgehoben der Dir innewohnenden Programme, sozusagen Schiises Kreist II. Also mir passiert es: Trotzreaktion kommt hoch / Mich abgrenzen will sich etwas in mir.

Unser Einer weiß damit umzugehen. Erkennt, was da innen grad abgeht, im weitesten Sinne ist es unser treues Ego, welches uns am Leben hier erhalten will, und wir fahren die Schoose runter.

Hatten meine eigenen Kinder Trotzphase? Ich könnte mich nicht daran erinnern, ich wiederhole. Lehnten sie sich gegen uns auf mit 13,14,15? Nicht eine Erinnerung an sowas zeigt sich mir.

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Ich mache es kurz und bündig.

Erzieher,

der will das ihm anvertraute Kind in bestimmte Richtungen ziehen. Das Kind wird sich wehren mit Trotz als Kleinkind und mit Abgrenzung im sogenannten Pubertätsalter.

Ein Kind begleitender und betreuender,

der bespricht mit seinem Kinde auftauchende Probleme, und Probleme tauchen auf, da und dort und immer wieder, er bespricht das Problem mit dem Kinde, und zwar auf Augenhöhe, ja, auch mit dem Vierjährigen.

Der Vierjährige will ums verrecken diesen Schoggistängel oder jenes Schlauchboot, und Spinat essen, das will er ums verrecken nicht. Tja.

Wenn der Begleitende dem Kinde freundlich sagt, daß Apfel und Banane ihm gut tun, Schoggistängel aber seinen Zähnen schade, ein jedes Kind wird einwilligen, feinen Appl oder Banane zu bekommen statt des Stängels.

Wenn der Begleitende dem Kinde sagt, daß Schlauchboot grad das Budget übersteige, doch daß da beim Autohaus Auto Rad Schläuche, Gebrauchte seien, günstig zu erwerben, ein jedes Kind wird eingehen und nicht in Trotz verfallen.

Und was den Spinat betrifft…ich hatte da einen kleinen Trick. Ich sagte dem Kind, daß Kinder Spinat eigentlich nicht essen dürfen, Spinat nur für Erwachsene sei…Neugierde geweckt, Kind wohl Spinat will, verabreicht in kleinster Dose sodann.

Der sogenannt Pubertierende will wohl Ausgang bis Mitternacht. Weil Party. Ich zeige Verständnis, verstehe in der Tat. Frage ihn, wie es ihm denn nächsten Morgens gehen wird, wenn er um Sechse aus den Federn muß, da Schul um sieben ist, stelle ihm anheim, bis um Zwölfe zu schwoofen, um dann nächsten Morgens ein Problem zu haben, stelle ihm anheim, zu schwoofen bis um die Neune, ohne morgens Problem mit den Augen zu haben, und dabei bleibt es.

Wenn er sich entscheidet für die kurze Nachtruhe, nächsten Tages dafür bezahlend, ok, seine Erfahrung. Es kostet nicht sein Leben. Musste er sich von mir abgrenzen? Musste er nicht. Von wegen Pubertät.

Und von wegen Initiation. Jugendliche in DACH, sie werden nicht gefordert. Man läßt ihnen die Zügel hirnlos, oder aber man bremst sie , ebenso hirnlos.

Mal was von Initiation, zum Beispiel in Afrika gehört? Da werden 13 jährige Jungs gefordert bis auf das Blut. Auf daß ihnen vergönnt sei, Männer zu werden. Ich räume ein, von Entsprechendem bei Mädchen nichts zu wissen.

Gut.

Ich mache es anders. Ich zeige 13 jährigem die zwei Wege. Er darf entscheiden. Entscheidet er so, dann wird er leiden. Entscheidet er anders, er wird er erfahren seiner eigenen Klugheit.

Ende Senf, äh, Essay

Thom Ram, 26.06.NZ9

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2 Kommentare

  1. Mujo sagt:

    Na ja ganz so ohne trotz ist es ja nicht. Das hat auch Biologische Gründe. Mädchen bekommen ihre Tage und Jungs bekommen ihren ersten Samenerguss. Das macht was mit den Körper. Ich bemerke besonders zu den Vollmond Phasen sind sie etwas mehr hippelig als sonst, und mehr als früher. Zudem schauen sich Kinder viel unter ihren Gleichaltrigen um und Freunde werden langsam Wichtiger als die Eltern. Alles Normale Entwicklungen zum Erwachsen werden.
    Da gibt es dann Tage wo die Eltern Peinlich sind, lach**…….und es ganz anders machen wollen auch wenn es voll in die Hose geht noch mehr lach**….
    Die Eltern sind da oft das Problem weil sie mit den heran wachsen der Kinder nicht klar kommen. Da braucht es viel Ruhe und Gelassenheit und eine riesige Portion Humor. Mit letzteres kann ich fast alle Stürme wieder Glatt bekommen, und dann Lachen wir alle gemeinsam.

    Gefällt 3 Personen

  2. palina sagt:

    fragte mich meine Tochter als sie 7 Jahre war, was ist Pupertät?
    Sagte ihr, dass ist, wenn viel „gemeckert“ wird.
    Kam sie und meinte, der Papa ist in der Pupertät, der ist im Keller und meckert, weil die Schrauben nicht passen.

    Gefällt 2 Personen

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