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92. von 144 – Was meinte Pilatus? – ELTERN, KIND UND KINDERSTUBE – Was bringt das Opfer dem Täter?

Eckehardnyk, 24. Februar NZ9

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Du wirst einige Male in deinem Elternleben Zeuge einer Handlung sein, wo du mit ansehen musst, daß deinem Kind Schmerz zugefügt werden muß. Manchmal musst du es sogar selber tun. So beim Kinderarzt, Zahnarzt, im Krankenhaus, beim Herausdrehen einer Zecke, Einlauf machen oder Versorgen einer Wunde. Immer geht es dabei auch um dich. Dir geht nah, was mit deinem Kind passiert. Kannst du aber wirklich nichts tun? Könntest du ihm das Kreuz abnehmen oder musst du die Hände in Unschuld waschen?

2

Einerseits kannst du zulassen und beobachten, wie sich alles zuträgt. Dann hättest du die Position dessen eingenommen, der seine Hände in Unschuld wäscht 1). Andrerseits kannst du die Bürde lindern, die der Schmerz bereitet, durch Trost und liebevoll gutes Halten 2). Das entspräche dem, der das Kreuz tragen hilft. Nur eines kannst du nicht: Dich anstelle deines Kindes pieksen lassen, weil das keinen Sinn ergäbe. Es ergibt so wenig Sinn wie die kirchliche Behauptung, Jesus habe sich „für uns“ ans Kreuz schlagen lassen. Er hat uns aber etwas sehr Sinnvolles hinterlassen, indem er gezeigt hat, wie man mit Geißelung 3) und Tod umgeht, wenn es einem denn zugemutet wird. Aber musst du deshalb abseits stehen, die Hände in die Taschen stecken oder gute Miene zum bösen Spiel machen? Du stehst wortwörtlich an einer Schnittstelle der eigenen Wahrheit.

3

Dein Kind schreit zum Gotterbarmen und du hältst es gut fest, damit der Doktor die Spritze setzen kann, oder musst vielleicht selbst die Spritze geben. Nun aber gehst du mit hinein, in den Schmerz, siehst dann, daß er unvermeidlich, „notwendig“, doch nur von kurzer Dauer sein wird und überträgst diese (Über-)Sicht gefühlsmäßig auf dein Kind. Es wird dann in der zuvor (91. von 144) genannten Art entweder erst recht los brüllen oder sehr still werden. Nur, es wird den Widerstand aufgeben und das Unvermeidliche annehmen; es wird „sein Kreuz auf sich genommen“ und diesen „Tod“ überstanden haben. Dafür bist du Zeuge. Du wirst der Fels, der erste Apostel deines Kindes sein, auf den es „seine Kirche“ 4) baut. Es vertraut dir – immer wieder nach solchen Szenen – sein Leben an. Bist du dabei und kannst das das annehmen? So erhältst du ein Denkmal im unauslöschlichen Bereich seiner Seele.

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Pilatus hat mir als Kind immer leid getan, und jede Legende, die etwas Licht auf diese tragische Gestalt warf, hat mich mit dem mir als ungerecht erscheinenden Urteil der sich christlich nennenden Nachwelt etwas versöhnt. Wir stehen alle immer wieder da wie er und wollen wissen, was Wahrheit ist. Im Fall deines Kindes, dessen Schmerz du begleitest, hast du Wahrhaftiges gefunden.

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Leider haben auch Sadisten diesen Bereich des Lebens entdeckt. Ein Grund, warum auf der Welt trotz aller moralisch anders lautenden Imperative noch ausgiebig gefoltert wird, ist das Gewahr werden von Leben am Gequälten. Im Opfer selbst steigert sich unter Angst und Schmerzen das Leben, der oder die Geschundene geht, oder gehe, wenn Gegenwehr nicht mehr möglich ist, den Weg nach innen, zu sich selbst. Der Quäler, der das aufmerksam verfolgt, wächst dabei über sich hinaus und – erfreut sich bester Gesundheit, kalt lächelnd, auf Kosten seiner Unterworfenen. Verstehst du, warum Täter und Opfer in eine Art von unauflösbarem Zirkel geraten? Folterknechte sorgen dafür, daß ihre Opfer niemals sterben, weil allein das sie groß sein läßt. Das Opfer, wenn es überleben möchte, ist angesichts dieser auf seine Pein bauenden Unterwelt gezwungen, mit seinen Peinigern gemeinsame Sache zu machen.

6

Nur durch Exitus des Opfers oder mit Macht von außen, mitunter nach blutigen Rettungsaktionen gegen die Täter, kann dieser circulus vitiosus genannte Teufelskreis, zerschlagen werden. Du als Leser dieser Seiten wirst dich kaum jemals an einer bewußten Quälerei deines Kindes beteiligen oder beteiligt haben. Aber was ist mit den ungezählten anderen, die sich aus Gier oder Unverstand der Qual ihres Kindes bedienen, um selbst zu ein bißchen Mehr an Gefühl zu kommen?

© eah,


1 ) Oder leugnet, bevor der Hahn kräht, dazuzugehören. 2 ) Und Mitdenken – es hilft und heilt tatsächlich, wie ich viel später selbst als 76 Jähriger erfuhr. 3 ) Also Auspeitschung nennt man das heute. 4 ) Sein Vertrauen!


2 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

    Gefällt mir

  2. Bettina März sagt:

    Pilatus hat mir nie leid getan, als ich Kind war. Ich fand ihn total feige.

    Gefällt mir

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