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Encounter Education 13/40

Zu Eltern, Kind und Kinderstube 78. von 144 – Leute, Volk und Sprache

Eckehardnyk, 7. Oktober NZ8

A)

Please don’t misunderstand! I didn’t want you be hurt by your children’s expressions. Only the words which they pick up are to be ranged. So the further utilization can be managed by them. In opposite, you may show the impression made by such “fucking words“ and, I recommend you, react unequivocally. Children should learn the use of different levels, of distictive bounds in language and wording. That’s only a little branch of the linguistic education, which in all is florishing in the daily contacts. Mainly your speeches are to be embeded in a correctly sounding atmosphere. Where ever you are in the situation to speek a dialect, do it as perfectly in pronounciation and grammar-facts as possible. A dialect is an own language and lacks only writing standards and high literature, but contains all possibilities to touch the heart: You are able to put in more varieties of life, of order, of wishes and witness, dreams or desasters in the emotionally warm enclosure which only this idiom of language can offer. One the other hand tolerance against others, non-family , non-village-, non my folk-members will grow if the child adapts the use of the written language by learning the standard in kindergarten and primary school. So children grow up already bilingually trained long before the “foreign languages“ cross their horizon.

B)

Learning the language of the others means first of all breeding a tolerance generation. Evading xenophobia comes to exist in early childhood where the motivating humors are incorporated in a rich choice of linguistic education.

C)

One of the distinctive features of man is his ability to speak in a lot of different languages. One of them may be a so called lingua franca, an idiom in which different speakers of different native languages may share in order to communicate, as it happened in ancient Greek, medievan Latin, classical Arabic, and is standard in modern countries of a number of different states.

D)

AngehörigeThe better a child practices useful forms of its dialect at home, the better it will use the standard and any idioms to the sake of the international understanding. Children of small tribes as the Swiss Rato Romanians give us a good example. They speak their home idiom, the Swiss dialect of Grissons, the standard German or Italian and school-learned English or French too (as a basic equipment, so to speak).

E)

An empire can only exist if it’s inhabitants are allowed to speak their native language, their dialect, and this what is understood throughout the whole country. What a pity that the only real „empire“ in that way in Europe is Switzerland, for the European Union refers to the mainly written languages of their member states, but does not even converse in a eurolinguistic wording, let alone conversation.

© (eah) May24, 2005 & November 6, 2020

Übersetzung von Encounter Education 13/40

a)

AngehörigeAngehörigeAngehörigeAngehörigeBitte versteh mich nicht falsch, ich möchte nicht, dass dich die Ausdrücke deiner Kinder beleidigen. Die Stilart der von ihnen aufgespießten Wörter sollte geordnet werden und zwar so, dass die Kinder ihren Gebrauch in Zukunft verantwortungsbewusst anwenden können. Im Gegensatz dazu könnte stehen, dass du dich durch solche Fäkalsprache (“fucking words“) beeindruckt zeigst, ja, ich empfehle dir sogar eindeutig zu reagieren (aber „überpersönlich“). Kinder sollten die verschiedenen Stilebenen, die abgrenzbaren Bereiche in Sprache und Wortgebrauch bewusst kennen lernen. Es ist ohnehin nur ein kleiner Zweig sprachlicher Erziehung, die sonst hauptsächlich unterbewusst in den täglichen Kontakten blüht. Es ist dabei wichtig, dass deine Reden im Klang zur Wirklichkeit passen. Wo immer du noch das Glück hast einen Dialekt zu können, mach es in Aussprache und in Dialektgrammtik so natürlich wie möglich und so korrekt wie nötig. Ein Dialekt ist eine eigene Sprache, der lediglich Schriftstandard und hohe Literatur fehlen; aber Dialekt verfügt über die Möglichkeit, lebendig und mit Herz die Dinge zu berühren: Du kannst in dieser Sprache mehr Varianten des Lebens, der Ordnung, von Wünschen und Weistümern, von Träumen, von Glück und Unglück in warmer Atmosphäre zur Sprache bringen. Auf der anderen Seite können Toleranz gegen Andere, gegen Nicht-Familien-, -Dorf-, -Volks- oder -Stammes-Genossen dort für das Kind geläufig werden, wo es im Kindergarten oder in der Volksschule die Schriftsprache und die allgemeinen Umgangs-Standards lernt. Auf diese Weise wachsen praktisch alle Kinder bilingual trainiert heran, lange bevor sie mit „Fremdsprachen“ ihren Horizont erweitern.

b)

Eine Sprache der Anderen zu lernen bedeutet so etwas wie eine Toleranz-Brutstation (im eigenen Mund) einzurichten. Fremdenhass zu entrinnen heißt bereits in der frühen Kindheit gut gelaunt einer reichen Auswahl sprachlich oraler Bildung begegnet zu sein.

Angehörigec)

Ein abgrenzbares Zeichen des Menschseins ist seine Fähigkeit, in verschiedenen Sprachen zuhause zu sein. Eine davon mag man mit Verkehrssprache oder Lingua franca bezeichnen, ein Idiom das von diversen Sprechern verschieden muttersprachlicher Herkunft zu Verständigungszwecken geteilt wird, wie das alte Griechisch, das mittelalterliche Latein (als Schrift-, Kirchen und Gelehrtensprache), das Hocharabische und was eben so Standard in verschiedenen modernen Staaten oder Staatsgemeinschaften geworden ist.

d)

Je besser ein Kind in den gebräuchlichen Formen des Dialekts zu Hause lebt, desto sicherer wird es andere Idiome zu Gunsten weltweiter Verständigung verwenden.1 Kinder von kleineren Stämmen oder Völkern wie des Rhäto-Romanischen geben ein gutes Beispiel. Ich hörte dort im Land außer ihrer Muttersprache: den Bündner deutschen Dialekt, Standarddeutsch, oder Italienisch und Schulenglisch oder Französisch in guter Aussprache als Grundausstattung der Familien.

e)

Ein Reich kann nur bestehen, wenn seine Bürger darin ihre Muttersprache, ihren Dialekt, reden dürfen, neben dem, was im ganzen Land als Verkehrssprache verstanden wird. Was für ein komischer Zufall ist es, dass das einzige (aus dem Römischen-Deutschen) übrig gebliebene Reich in Europa die Schweiz ist, denn die Europäische Union bezieht sich gezwungenermaßen auf die Haupt-Schriftsprachen ihrer Mitgliedsstaaten und macht keine Anstalten sich um eine eurolinguistische Wortgebung zu versammeln, geschweige denn auf eine allen umgänglich zu lernende Versammlungssprache wissenschaftlich zuzugehen (was durchaus menschenmöglich und wünschbar wäre).2


1 Das steht in völligen Gegensatz zu der erfolgreichen Vertreibung des Dialekts aus den heutigen Kinder- und Schulstuben. Der Fehler lag in der falschen Meinung, Dialektsprecher hätten in der Zivilisation weniger Chancen. Dann müssten die Schweizer und alle noch Dialekt redenden Völker völlige Hinterwäldler geblieben sein.

2 Die Grenzgebiete zwischen den Sprachen haben eigene Mixturen von Idiomen entwickelt, wie im Elsass und im Stettiner Raum. Der Balkan hat in den „Balkansprachen“ ganz verschiedene Sprachstämme zu Gemeinsamkeiten geführt. Dies für eine Reichssprache und Reichsschrift auszuwerten und attraktiv zu machen, wäre sinnvoller als Genderforschung zu finanzieren. Beispeilsweise machen die chinesischen Schriftzeichen zwei bekanntlich total verschiedene Sprachen wie Chinesisch und Japanisch immerhin so „verwandt“, dass ein Japaner in China die dortigen Speisekarten, wenn auch nicht die Kellner, verstehen kann.

(c) eah 7. November 2020


4 Kommentare

  1. Natali Anam Àire sagt:

    „To learn a foreign language means to bow before a foreign culture“ is what I write on the blackboard for new students… I teach English for Germans of all age groups and my mother longue is Schwäbisch, then English and then German (which seems more foreign than English as long as I speak), writing is wonderful in German (I call it Schriftdeutsch und vermeide das hoch- bzw. niedrig für die Dialekte!!)

    Der Artikel hat mir sehr gut gefallen – entspricht auch meiner Wahrnehmung!!
    Licht&Liebe,
    Natali

    Gefällt 2 Personen

  2. eckehardnyk sagt:

    Die Reihenfolge des Spracherwerbs von Natali gefällt mir. Danke für den Kommentar! Bei mir war die Reihenfolge Standarddeutsch (ohne Akzent), Baseldütsch, Nordtirolerisch, Englisch, Berlinerisch. Aber den Breisgaudialekt von Freiburg, wo ich geboren bin, habe ich nur vom Hören, nie Reden gelernt, weil die aus Norddeutschland 1941 zugezogenen Eltern ihn nie gesprochen haben. Dafür konnte meine Mutter aus ihrer Geburtsstadt Chemnitz noch ein sächsisches Gedicht (14 Töchter), wodurch ich als Kind die Mundstellung für Sächsisch lernen konnte. Jahrzehnte später konnte ich von einem Leipziger Büro aus im Herzen Sachsens die besten Geschäfte mit den Sachsen abschließen. Ich habe zwar nie so geredet, aber der Klang dieses Dialekts war mir vertraut und das hat sich wohl beim Gegenüber bemerkbar gemacht.
    Ein anderes „Sprachwunder“ erlebte ich in England. In der Gegend von Petersfield, nördlich der Isle of Wight, war ich mit acht Jahren in den Sommerferien auf einer Farm. Die erwachsene Tochter der Farmersfamilie führte mich eines Abends ins Englische ein und ab dem nächsten Tag hatte das Radebrechen mit dem einzigen Buben in meinem Alter auf dem Gelände ein Ende, wir redeten fortan miteinander. Das war 1950. Als ich 2003 dieses Dorf besuchte, fragte ich in einer Kneipe in Harting nach dem Weg. Obgleich oder weil der Mann die Antwort in der dort gewöhnlichen Sprache gab, verstand ich alles. Noch besser war, dass der noch dort lebende Farmerssohn, ein inzwischen über Achtzigjähriger, mit mir drei Stunden reden konnte, ohne das ich ermüdete, was mir sonst immer in Fremdsprachkonversationen schon nach zehn Minuten passiert, und die Worte ausgehen.

    Gefällt 1 Person

  3. Wolf sagt:

    Der englische Text strotzt vor Fehlern. Für den Schriftverkehr ist so etwas nicht geeignet. Ich musste öfters im deutschen Text nachschauen, um zu verstehen, was gemeint war. Wenn man einem Menschen gegenübersteht, dürfte dies jedoch kein Problem darstellen, da das Gegenüber im Zweifelsfall nachfragen kann.

    Nur eines solltest Du auch im Gespräch von Mensch zu Mensch tunlichst vermeiden, lieber Ekehard:
    Bezeichne ein Kind niemals als „it“ Ein Kind ist ein menschliches Wesen und somit im Englischen grundsätzlich immer ein „he“ oder „she“.
    (Ich hab mir mal den Zorn einer Mutter zugezogen, weil ich ihr Baby „it“ nannte.)

    Gefällt 2 Personen

  4. eckehardnyk sagt:

    Deine Kritik ist mir sehr willkommen, vielen Dank Lieber Wolf, den englischen Text möchte ich dennoch so bringen, weil er den daraus folgenden deutschen erst möglich macht, den werde ich jedoch künftig darzustellen. Beides sind wie auch EKK in der hier gezeigten Form Erstpublikate.
    Die anfangs geübte Gegenleserei ist zu kompliziert gewesen.
    Ich glaube.von Ausländern gemachte Gebrauchsanweisungen und Speisekarten gehören ins gleiche Genre wenn auch wegen des Betroffenen Bauches eine Etage tiefer,

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