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Eltern, Kind und Kinderstube – 66. von 144 – Macht

Die Macht der Seele

Eckehardnyk

1

Heiligabend wird’s und überall werden Predigten gehalten, in denen von der „Macht der Liebe“ die Rede ist. Warum diese Tour „alle Jahre wieder?“ Warum überhaupt jedes Mal ein Ausbruch von „Betroffenheit“ bei jedem Akt von Zerstörung, an Grabsteinen oder Heimstätten gewisser Persönlichkeiten? „Fassungslos“ ringen allerhöchste Figuren in Staat und Kirche um Worte und finden nur „Heu und Stroh“. Auf diesem liegt dann zur Weihnachtszeit gebettet „das Kindlein“.

2

Was würde dein Kind denn anders machen? Wenn durch eine Bombe in X oder Y „unschuldige Passanten“ zerfetzt oder durch einen attentäterischen Flugzeugabsturz Menschen zu Tode kommen, würde dein Kind das natürlich schrecklich finden, sich mit den Betroffenen und Angehörigen verbündet fühlen und mit den Tätern ins Gericht gehen wollen. Es könnte weinen und überhaupt an all dem teilnehmen, wo seine Gefühlen mitkönnen.

3

Wo ist der Unterschied, warum können wir meist „dem Kind“ sein Mitgefühl glauben, dem „großen Tier“ jedoch nicht? Das hängt wohl mit dem Machtbesitz zusammen. Ein Kind ist so mächtig, wie seine Gefühle reichen. Das ändert sich in dem Moment, wo äußere Macht hinzukommt. Der Apparat (dieser Macht) hat selbst keine Gefühle, so wenig, wie ein Fernsehgerät etwas von dem Programm in sich aufnimmt, das es auf seinem Monitor aufflimmern lässt. Spricht nun ein Mandatsträger von einem schrecklichen Ereignis, dann begibt er sich auf vermintes Gelände. Einerseits drängt die Menge draußen, daß er etwas dazu sagt. („Paule, sag doch wat!“ wie Jürgen von der Lippe in seinen Sendungen damals gerne einflocht). Andrerseits schämt sich Politiker, seine Gefühle, falls er sie hat, öffentlich Preis zu geben. Heraus kommt dann ein Mischmasch, den man in Deutschland mit einem sogenannten Unwort als „Betroffenheitskultur“ bezeichnet. Man hat sich anscheinend schon damit abgefunden, daß angesichts von Unglück auf der Welt mit Worthülsen um sich geworfen werden muß.

4

Muß das sein? Sieh mal, ein Mensch, der Macht besitzt, muß ja an sich noch kein Lügner sein, obwohl in vielen Ländern das für die Regel gehalten wird. Sollte dein Kind eines Tages mit den „Insignien der Macht“ ausgezeichnet sein, wendest du dich dann von ihm ab und sagst: Du bist ab heute für mich kein Mensch mehr!? Oder schmeichelst du ihm (oder fühlst dich geschmeichelt)? Für beide Benehmensarten gibt es zwar Gründe; aber keine, zu denen du dich hergeben solltest. Ein Mensch mit äußerer Macht bleibt ein Mensch wie du und ich, mit Bedürfnissen, Ideen, Gefühlen. Er muß sie aber weitgehend mit anderen (und Anderem) teilen und sie in Entscheidungen kleiden, die andere betreffen, auch dich und mich, ohne zu fragen. Er kann keine Rücksichten nehmen. „Macht aber, die weichet nicht!“ hat uns Hölderin gelehrt. Das haftet vielen Machthabern an, die damit nicht fertig werden und einen Teil dieses Umgangs mit Macht in ihr menschliches Wesen und in ihren Umgang mit Menschen aufnehmen. Das Ergebnis hat uns Shakespeare in seinen Königsdramen wissen lassen.

5

Beherrschbarkeit ist das Schlüsselwort: Solange ein Kind um sich kreist, kann es die Fähigkeit erlangen, sein Wesen zu kennen und mit diesem alles, was es will, zu können. Es kann überall sein, wo es sich auskennt (wie wir gesehen haben, braucht das nicht physisch lokalisiert zu werden.) Mit der Eigenschaft, sich kundig zu machen, ist seine Seele von Grund her ausgestattet. Kenntnis und Fähigkeit besitzen setzt seine Seele in den Stand, den Leib, wie Sammy Molcho sagen würde, wie einen Handschuh zu bedienen; auch über diesen hinaus zu wachsen, und Verantwortung zu übernehmen. Das macht endlich auch den Politiker zum Staatsmann, daß er sich für Geschehnisse verantwortlich fühlt, in die er persönlich oder privat nie verwickelt worden wäre; die jedoch mit den Anmaßungen des „Apparates“ zu tun haben, in dem er walten und den er beherrschen muß. Aber in ihm (so er denn Mensch ist) lebt eine Seele, die sich aller Dinge annimmt, die ihm der „Apparat“ zuträgt (wie die beiden Raben Odin oder Wodan, dem „Allvater“). Die Seele delegiert nicht, sie spaltet nichts ab; sie entscheidet in alle Ewigkeit selbst (so sie frei ihr eigenes Denken einsetzt).

©

(eah) 22. Dezember 1998 und 14. August 2020

Zum fünften Abschnitt kam die zweite Seite von Encounter Education dazu:


Peter E. Harting
ENCOUNTER EDUCATION (2/40)

When psychoanalysis came to exist something
beyond the physique emerged seeming independent of
the body. It was probably the first time that
a scientist was occupied with the soul. Still
Sigmund Freud was not esoterian he suffered
the negation of (the soul by) science. Psychoanalysis
wouldn’t become a university faculty. On the
other hand experts of the esoteric knowledge
like Rudolf Steiner emphasized psychoanalysis as
a description of spiritual world with inexact, unsuitable, non-appropriate means or terms.
2
What do you think, that psyche is? We won’t be
silly. It’s idle here to discuss the nature of the soul.
What is evident to us needs not evidence. Either
dreams, either thoughts, either emotion or
psyche itself: All is inherent to one self and
none of that all serves ever as a proof. The
non-evidence is or must be or must really go for every independent
existence. And from what do we have knowledge
of some existent being?

3

We become acquainted with its power. Though a baby seems helpless it is not powerless at all. Everyone bothering about it means it exists! Existence
creates bother, and care lets come to exist power. Mastery seems
to be the clue: So long as a child is revolving around itself or „cruising its premises“ it is experiencing its self and all what it could master within of itself. It is capable of doing anything and of being anywhere where it knows its way around. Its soul is equipped with the ability to explore. Possessions of knowledges and capacities is a human condition enabling soul to attend to the body like a glove as Sammy Molcho would say.

(c) eah 15.-20. März 2005 und 14. August 2020


1 Kommentar

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

    Liken

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