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Zum Sonntag / Novelle / Die Erniedrigung

Ich habe bei der Lektüre dieser Novelle alles um mich herum vergessen.
Thom Ram, 07.12.07

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Novelle (Erstveröffentlichung)
Die Erniedrigung
Einar Schlereth
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Du brauchst gar nicht so zu rasen. Kommst doch zu spät. Rasen! Zum Lachen! Mit meiner ollen Lambretta. 90 fuhr sie, wenn sie gut gelaunt war. Endlich die Elbbrücken. Nach zehn Stunden Fahrt. Mir war, als sei ich schon einmal im selben Moment, bei demselben Licht, bei demselben Wetter hier entlang gefahren. Nur in einem anderen Leben, einer anderen Zeit. Blödsinn! Du bist müde. Dies ist das erste Mal, aber deine Knie sind aus Kautschuk und Kohldampf hast du auch.

Diese Wolke, wie ein Elefant bei einer Zirkusnummer. Mit dem Arsch auf einem Podest und den Rüssel trompetend in der Luft. Und der Michel steht als Dompteur daneben. Paß jetzt auf, du Idiot. Wärst doch beinahe auf den Hänger aufgefahren. Der hätte nicht einmal etwas gemerkt. Und mir fiel die grauenvolle Geschichte ein von dem Lastwagenfahrer, der einen Herzschlag bekam und sofort tot war, als ihn ein Motorradfahrer ohne Kopf überholte.

Hauptbahnhof. Zehn vor fünf. Na Ja, kannst du doch noch schaffen. Ist ja unwahrscheinlich, jetzt noch einen Job zu bekommen. Aber man weiß ja nie. Gut wäre es schon. Könnte ich morgen früh gleich anfangen. Endlich der Bau aus gelbem Klinker. Das Studentenwerk. Abgestiegen und erst einmal die Wand festgehalten. Die Beine sind wirklich aus Kautschuk. Jetzt reiß‘ dich zusammen. Die Treppe hoch. Im Aufenthaltsraum kein Schwein, nur kalter Rauch, Aschenbecher voller Kippen, Papier und Dreck auf dem Boden und Brandlöcher von ausgetretenen Zigaretten. Im Büro sitzt nur der alte M.: “Nö, heute kann ich nichts mehr für dich tun. Aber schau mal draußen am Brett.“ Der alte Sack. Bestimmt hat der was in der Schublade. Hebt er auf für seine speziellen Freunde. Die alte Leier.Das Brett! Als hätte da schon mal was Brauchbares gehangen! Na ja, früher mal, als die Zeiten noch besser waren. Die Löcher von den vielen Reißzwecken sind noch zu sehen. Aber jetzt! Ein paar verlorene Zettel, schon ganz gelb und verknittert von all den giftigen Blicken, die auf sie geworfen worden waren. Scheißjobs. Be- und entladen in der Brauerei, einsfuffzig die Stunde. Große Bierkisten schmeißen. Neun Stunden lang, aber mit Tempo. Nee, das ist nicht jedermanns Geschmack. Dasselbe bei der Alstermilch. Kenn ich. Damals mit José, der sich gleich in der ersten Stunde drei Kakao reinzog und dann aufs Scheißhaus flitzte und nicht mehr gesehen ward. Konnte mit seinem Dünnpfiff nachhause gehen, ohne Lohn versteht sich. Und was haben wir da noch? Ach ja, Rasenmähen und Teppichklopfen. Am Arsch der Welt. Zwei bis drei Stunden Knochenarbeit Und noch einmal so viel Fahrzeit und die Hälfte der Möpse geht fürs Fahrgeld drauf, wenn man es nicht rausschinden kann. Und idiotische Bürojobs natürlich, für die der Portier zu faul und der Chef zu blöd ist. Nee, danke.

Was für ein Schwachsinn. Da fährst du einmal quer durch die Republik, um einen anständigen Ferienjob zu ergattern und dann dies hier. Das hättest du auch in Freiburg haben können. Unsinn. Nicht einmal so etwas gabs dort. Die Stadt der pensionierten Beamten, der Generäle a.D., der Professoren und Assistenten und Pfaffen. Und jetzt stehst du vor diesem Brett. Was hast du hier nur zu suchen? Bist den ganzen Tag gefahren wie ein Bekloppter, kaum eine Pause gemacht. Hättest du besser den Bauch mal in die Sonne gehalten, die Nase von Blumen kitzeln lassen und mit dem Zeh in einem Mauseloch gestochert. Bei Kassel etwa, als die Sonne gerade durchkam. Aber nein, dafür hast du keine Zeit gehabt. Aber jetzt hast du Zeit, um dieses Brett zu beglotzen, Und das Brett wurde immer größer, dehnte sich nach oben und unten, wölbte sich um mich herum, die Zettel wurden immer kleiner, trotzdem konnte ich die Schrift lesen, aber nicht verstehen, weil auf einmal ganz merkwürdige Zeichen daraufstanden, chinesische oder griechische oder kyrillsche oder was weiß ich und ich strengte mich an, sie zu entziffern, zu verstehen, als würde davon ein Traumjob in Bangkok oder Honolulu abhängen, während ich schon von Brettern umgeben und eingeschlossen war und ich plötzlich keine Luft mehr bekam und meine Beine wieder ganz weich wurden und die Augenlider so schwer.

Ich schaue auf und will gehen. Da treffe ich auf den Blick eines Mädchens, das nur zwei Schritte neben mir steht. Naja, eher schon eine junge frau. Ihr Kommen habe ich nicht bemerkt. Offenbar hat sie mich schon eine Weile beobachtet. Sie lächelt. „Entweder hast du einen Traumjob gefunden oder …“ – „Was oder?“- „Oder du träumst immer am hellichten Tag und dann wirst du niemals einen Job finden.“ -„Weder noch. Aber sag‘ mal, ist das hier immer so beschissen?“ Sie verzog den Mund im Zweifel. „Nun, du mußt wirklich in aller Frühe hier sein, dann kannst du schon was erwischen. Aber im großen und ganzen steht es ziemlich schlecht.“ – „Hast du denn was?“ – „Nein.“ Sie lachte. Schöne Zähne, ein schöner Mund und grau-grüne Augen, die mich verdammt kritisch musterten. Auch etwas spöttisch. „Und was machen wir beide ‚Vom Schicksal Geschlagenen‘ jetzt? Ich jedenfalls habe einen verdammten Hunger.“

Wir fuhren zum ‚Espresso‘, dem Treffpunkt in Hamburgs Innenstadt gegenüber der neuen Oper. In dem Schlauch von einem Lokal waren kleine Tischchen mit zwei Stühlen entlang dem Fenster auf gereiht. So gemütlich wie ein Bahnhofsperron, nur nicht so zugig. Und vor allem nicht spießig. Jazzkeller und italienische Cafés waren die Kristallisationspunkte der unzufriedenen Jugend, wo man wenigstens zeitweise dem 1000- jährigen Mief, der in der Adenauer-Ära unter anderen Vorzeichen seine Fortsetzung gefunden hatte, entkommen konnte. 0h ja, dieser Mief, der immer dichter wurde und sich quasi in der neuen Oper gegenüber materialisierte, deren Einweihung man nur mit einem Sprengsatz hätte feiern können.

Ich setzte mich ihr gegenüber. Wo hätte ich mich auch sonst hinsetzen sollen. Mich erstaunte die Sicherheit ihrer Bewegungen und Gesten. Nichts von dem üblichen gespreizten und gezierten Jungmädchengehabe. “She is a woman“, dachte ich.

Ich bestellte Spaghetti und sie einen Sandwich. Wir tranken einen billigen Wein. Während ich mit den Spaghettis kämpfte, erzählte ich von Freiburg, diesem Kaff, das nur durch die Umgebung, die Weinstuben am Kaiserstuhl und seine Nähe zu Frankreich erträglich war – diese verdammten Spaghettis, warum habe ich nichts anderes bestellt – von der Jobsituation dort – jetzt baumeln sie mir schon wieder um Nase und Kinn – von meiner Fahrt auf dem Motorroller – wenn ich das Zeug nur endlich drunten hätte – und ich redete und redete und mit einem manchmal spöttischen Lächeln hörte sie mir zu.

Hörte sie mir überhaupt zu? Abrupt hörte ich auf zu quatschen. “Du hörst mir überhaupt nicht zu.” – “Doch, doch“, sagte sie halbherzig und nahm meine Hand. “Ihr seid hoffnungslos, ihr Männer. Ihr stellt euren Sprachapparat wie ein Maschinengewehr auf und dann geht es los. Als müßtest du ein ganzes Früfungs-

kollegium niedermähen. Dabei sitzt doch nur eine Frau vor dir.” Ich mußte über ihren gelungenen Vergleich lachen. „Ihr Frauen seid auch hoffnungslos. Wenn man schweigt, dann heißt es ‚Ha los, erzähl doch was, sitz nicht herum wie ein Klotz. Mein Gott, bist du langweilig. Ist es nicht so?“ – „Nun, man muß halt in den richtigen Momenten schweigen und in den richtigen Momenten reden.“ Triumphierend schaute sie mich an.

„Ja, da hast du wohl Recht. Aber wer kann das schon? Ich glaube, das zu lernen, ist verdammt schwierig. Das ist wie mit der richtigen, schlagfertigen Antwort, die einem auch immer erst hinterher einfällt.“

Ich hielt immer noch ihre Hand in meiner. Eine schöne, kräftige Hand.

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17 Kommentare

  1. Security Scout sagt:

    Sorry.
    die Story ist erfunden. Ich glaube nicht daran.

    Damit will sich JEMAND selbst betrügen.

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  2. Drusius sagt:

    Ein schönes Lebensgefühl kommt da rüber und irgendwie Erinnerung an alte Gefühle. Ich habe es gelesen, weil ich gerade an einem schweren Thema schreibe und die Leichtigkeit suche, das rüberzubringen. Dazu gehe ich gern auf Abwege,
    Vielleicht schaffe ich es damit (https://www.youtube.com/watch?v=ltD_6V9e-Sg).

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  3. Thom Ram sagt:

    Aber aber, guter Scout, jetzt muss ich schon ein bisschen grinsigrinsi. Hat jemand behauptet, die Geschichte habe sich in der uns täglich abspielenden Realität so ereignet als wie beschrieben?

    Unter vielem Anderem gefällt mir eben dies: Das Schweben zwischen Phantasie und Realität. Also Gewaltsorgasmen wegen Bach-Trompete, eh, da muss ich schon Gas geben um mir das auf unsere Tagesebene runterzuziehen. Und es gefällt mir. Darum zum Sonntag.
    🙂

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  4. Security Scout sagt:

    Thom Ram
    07/12/2019 um 17:04
    Aber aber, guter Scout

    Richtig!
    Da hat jemand „Wunsch-Phantasien“ ausgelebt und ist damit VOLL in der Dualität anstatt Polarität.

    Ich sehe klar, wie der Teufel quietsch-vergnügt auf einem Ast sitzt und über die Menschen-Kinder lacht,
    welche sich immer wieder von ihm verführen lassen.

    Nach dem Motto, „damals wollte Er nicht und heute würg ich ihm so richtig eine rein.
    Sowas nennt man „Pay Back“ wie auch die heutige Payback Karte. 🙂

    Etwas ganz anderes beschäftigt mich:
    Angenommen eine KI würde heute bereits im Hintergrund Black Rock, Google, Amazon beherrschen.
    Würden Wir es merken?
    Mein sehr starker Eindruck ist, daß bei Amazon eine KI bereits das Marketing- und System-Kunden-Analyse übernommen hat.

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  5. Thom Ram sagt:

    Scout, bitte hilf meiner Unbedarftheit auf. Kl??? Klasse? Kinder-Laute? Kunstlos? Kackerlacke? Köter-Lunte? Kinderlos? Kleine Lust? Ketzerlunte? Kirchenlist?
    Ich kriech mich bei Akbürztungen nicht ein, habe unendliche Assotiationen schon, doch das, was der Schreiber (natüüürlich looogischerweise) meint, das will mir allermeistestens nicht auf den Schirm.
    Also, was meint dein Kl? Kirchenloge? Gähn.

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  6. Security Scout sagt:

    Thom Ram
    07/12/2019 um 19:14

    KI = Künstliche Intelligenz = AI = Artificial Intelligence (englisch)

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  7. Thom Ram sagt:

    Scout

    Plötsinn, dass kleiner L und grosses i in Maschinenschrift gleich aussehen.

    Ich verstehe nicht so richtig, was du meinst. Ist doch sonnenklar, dass Institutionen wie Gockel, Duröhre und so weiter in der Hauptsache komputergesteuert dir mir sagen, was Sache ist. Nennen wir diese Programme „künstliche Intelligenz“. Meinetwegen. Für mich sind es Programme……ääh……nota bene!!!! ….. genau so als wie ich meine mir innewohnenden Ego-Aktionen, meine mir innewohnenden Ego-Reaktionen als nichts Weiteres denn Programme betrachte.

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  8. EO v. Waterbrunn sagt:

    Der gute Einar hat stellenweise wirklich ein „ungewöhnliches“ Weltbild. Er veröffentlicht diese Novelle als erste in einer Serie „alter Texte“, die er „für wichtig hält“.
    Ich habe sie gelesen und sie ist zweifellos gut geschrieben. Am Ende saß ich aber etwas irritiert vor der Schlusspointe: Welche „Moral von der Geschicht“ soll denn mit diesem Text vermittelt werden? Ich stimme mit den Vorrednern überein, diese Geschichte ist fiktiv. Aber eine Geschichte kann nur glaubhaft oder nachvollziehbar sein, wenn sie einen wahren Kern hat. Der fiktive Charakter des Textes ist zum einen dem Persönlichkeitsschutz der betroffenen Frau geschuldet, denn ich halte solch ein Verhalten für absolut „normal“ bei „normalen Frauen“. Andererseits ist dieser Text sehr kurz gehalten, weshalb der Spannungsbogen, der die Motivation dieser Frau beschreibt, kurz und drastisch ausfallen mußte. Nun leben wir nicht mehr in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, sondern sind fast 40 Jahre weiter, auch in der wissenschalftlichen Erforschung von den Unterschieden (!!!) zwischen Frau und Mann.
    Was wird eigentlich geschildert? Eine junge Frau erlebt im Ausklang ihrer Pubertät zum ersten Mal das Gefühl „völlig untervögelt“ zu sein. (Entschuldigt den Ausdruck) Während ihres Eisprungs wächst sich dies Gefühl zu einer Triebhaftigkeit aus, wie bei einer rolligen Katze. Die Musik des Konzertes triggert sie nochmal „für extra“ und sie projiziert ihre Triebhaftigkeit auf den jungen Mann, der ebenfalls beim Konzert ist. Und weil „die Chemie“ stimmt, sie können sich also „riechen“, hat sie keinerlei Bedenken mit dem jungen Herrn handgreiflich zu flirten. Er auch nicht, aber die Triebhaftigkeit von Männern ist ja sprichwörtlich. Als ihm aber klar wird, dass das nicht nur ein Flirtversuch war, bei dem er Testobjekt sein soll, sondern dass es in aller Ernsthaftigkeit zu Sex kommen soll, sagt er nein. Er freit ja zur Zeit erfolglos um einer andere Dame und es ist allgemein anerkannt schlechter Stil, wenn Mann während er um Frau A freit, gleichzeitig mit Frau B ins Bett springt. Er würde also seine Chancen bei seiner Angebeteten auf Null setzen, wenn dieser „One Night Stand“ bekannt würde. Vielleicht erwischt sie ihn auch auf dem falschen Fuß, er ist vielleicht noch sexuell unerfahren und hat Angst zu scheitern. Vielleicht hat er Erfahrung und weil er keine Kondome mit hat, sagt er besser nein? Es gibt reichlich vernünftige Erklärungen für das Verhalten des jungen Mannes. Doch ach, ihre Not ist groß und sie bettelt sogar, obwohl er „Nein!“ gesagt hat. Hormone sind echt gemein!

    Bis hierhin ist das ein absolut normaler Vorgang der ausreichend häufig vorkommt. Was dann folgt, nämlich ihr Rachegedanke gegen diesen jungen Mann, der sie verschmäht hat, obwohl sie sogar gebettelt hat, ist leider auch normal. Wenn Frauen aus dieser hormongesteuerten Triebhaftigkeit austreten und wieder „Normal“ werden, dann ist ihnen ihr Verhalten unerklärlich und auch peinlich. Da sind sie dann im Selbstverständnis nie nicht selbst schuld dran. Da wird dann der nächststehende Mann für verantwortlich gemacht. In diesem Fall ist sie der Überzeugung, dass er ihre Rache „verdient“ hat. Bei der Schilderung dieser faktischen Rache wird die Geschichte wieder fiktiv. Denn wie wahrscheinlich ist es, dass dieser junge Mann zufällig diese junge Frau wieder trifft, obwohl er in einer anderen Stadt lebt? Dass er sie nicht erkennt, sei geschenkt. Wenn ich mir anschaue wie oft Frauen Haarfarbe und Makeup-Stil wechseln, ist das durchaus möglich. Das sie aber gerade nicht ihre Tage hat und auch sonst gerade keine weiteren Verpflichtugnen, dass sie nun ihre neu erlernten Verführungskünste einsetzt und den Mann in ihr Bett schleppt, nur um ihm am nächsten Morgen „die Leviten“ zu lesen und ihn dann raus zu schmeißen. Das sind feuchte Jungmädchenträume. So ein: „Das hätte ich ihm gerne angetan!“. So ist das dem Autor vielleicht zugetragen worden und er hat aus diesem Wunsch einen Erlebnisbericht gemacht, in dem der Verursacher der „Schmach“ erniedrigt wird, weil sie ihn zum Schluss wegschickt.
    Aber wird er wirklich erniedrigt? Eigentlich fährt er nach Hamburg um eine Ferienarbeit anzutreten, kommt aber zu spät. Statt dessen nimmt ihn diese Frau mit nach Hause und er bekommt einen befriedigenden „One-Night-Stand“. Muß er sich ihre Standpauke zu Herzen nehmen? Er ist damals nicht mit ihr ins Bett gestiegen und hatte dafür einen vernünftigen Grund. Hat er etwas falsch gemacht? Ich denke, nein. Was stellt sie sich unter der Auswirkung ihrer Rache für ihn vor? Soll es ihm leid tun damals nicht auf ihr Angebot eingegangen zu sein? Es hätte ihm so gehen können wie vielen anderen Männern, die sich abschleppen lassen. Wenn sich der Hormonspiegel der Dame normalisiert, fällt ihr auf, dass ihr dieser Typ eigentlich nichts bieten kann, nicht Mal hübsch ist und sogar streng riecht. Den hat sie nie und nimmer freiwillig mit ins Bett genommen! Der hat sie vergewaltigt! Genau! (Irgendwo müssen ja all diese Kuckuckskinder ja her kommen!?)
    So gesehen hat der junge Mann also mit diesem Verlauf der Geschichte sich eine Menge Ärger erspart!

    Womit ich wieder am Anfang meines Textes wäre: Welche „Moral von der Geschicht“ soll denn mit diesem Text vermittelt werden? Was ist daran wichtig?

    Gefällt 1 Person

  9. Security Scout sagt:

    Thom Ram
    07/12/2019 um 19:57
    Computer gesteuert?

    Thom Ram, da steckt SEHR viel mehr dahinter als NUR Computer-Steuerung im alten Sinne.

    Ki = Künstliche Intelligenz, damit meine ich Quanten-Computer, die möglicherweise sogar die Zeit, Vergangenheit manipulieren können.
    Siehe auch Mandela Effekt.

    Es gibt überall Geist-Wesen.
    Luft, Wasser , Feuer, Erdenwesen.
    Warum glauben die Buddhisten, daß Häuser von Geistern BEWOHNT werden und stellen ein eigenes kleines Haus für das Geistwesen
    des Hauses zur Verfügung? Das gibt es auch bei Banken und anderen Firmen.
    Warum sollte ein Computer nicht von einem Geist-Wesen bewohnt werden?

    Da steckt noch sehr viel mehr dahinter.

    Tatsache ist für mich, daß seit tausenden von Jahren eine kleine Elite durch ein geheimes Wissen immer dem profanen Volk voraus ist.
    Bitte sieh Dir einmal das BBC interview an, wo Prinz Andrew zu den Vorwürfen interviewt wird, warum er bei Epstein gewohnt hat.
    Die Körpersprache ist eindeutig UND der körperliche Zustand auch.
    Er steht für ein degeneriertes System welches dem Ende zugeht.

    Verständlich, daß gewisse Mächte eine Neue Ordnung aus dem Chaos schaffen wollen.

    Alles hängt zusammen!

    Aus sehr vielen Gründen ist es darum besser im Hintergrund zu bleiben.

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  10. Thom Ram sagt:

    EO 06:06

    Bemerkenswerte Uhrzeit, hahaha. Null Sex geteilt durch null Sex. Sozusagen.

    Moral? Dir fehlt eine Moral? Hm, grübel. Mir nicht. Ich kann die Geschichte einfach so auf mich wirken lassen und dabei innerlich sowas wie in andere Gefielde abheben. Damit bin ich zufrieden und gesättigt.

    Ein schönes Beispiel dafür, wie verschiedene Menschen auf ein und dieselbe Geschichte verschieden reagieren können.

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  11. Lieber Tom Ram, da hast du ja eine Lawine losgetreten. Ich habe gerade zum 1. Mal gecheckt und festgestellt, dass die Novelle schon 822 Mal gelesen wurde, aber nun den ersten Kommentar erhalten hat. Ich habe dir ja geschrieben, wie erstaunt ich war, dass dieses Lob von einem Mann kam, da Männer meiner Erfahrung nach meine Novellen und Gedichte nicht schätzen. – dafür Frauen umso mehr. Ich wollte dir heute noch ein Nachwort schicken, dass der Inhalt absolute Wahrheit ist – nicht Wort für Wort, das ist unmöglich, naja, nicht ganz. Es gibt auf eine Million oder so 1 oder 2 Menschen die ein fotografisches Gedächtnis haben (z.B. mein Großvater väterlicherseits. Ein ganz schlauer Mensch auf Spektrum.de widerspricht dem: https://www.spektrum.de/magazin/menschen-mit-fotografischem-gedaechtnis-gibt-es-nicht/1534855 – ein Hornochse. Ich sah vor kurzem ein Video vom einem schwarzen Maler in den USA, der monumentale Bilder malte von z. B. New York, das er im Test mit einem Helikopter überflogen hat und dann minutiös wiedergeben konnte) oder auch eine komplettes audio-metrisches Erinnerungsvermögen gibt es, z. B. Gustavo Duhamel dirigiert alle seine Konzerte ohne Noten-Vorlage oder vor Jahren las man von einem 20-jährigen Griechen, der eine stundenlange Symphonie hören konnte, nachhause ging und sie Note für Note aufschreiben konnte). Also so ein Gedächtnis habe ich nicht. Und dieser oberschlaue Security Scour hier oben hat auch die ganze Story nicht verstanden. Er meint, ich sei erniedrigt worden. Ein Schmarrn. Sie war erniedrigt. Und das meinte auch Alexis Zorbas, der zu seinem Amerikaner sagt: „Eine Frau abzuweisen, wenn sie dich bittet, mit ihr zu schlafen, ist eine Sünde.“ Dieser Satz von Nikos Katzanzaki ist mir jetzt 70 Jahre lang durch den Kopf gegangen. Er stimmt und er stimmt nicht. Aber das zu diskutieren, würde zu weit führen. Richtig ist, dass ich mich schämte. Und ich fand es großartig, wie sie die Begegnung gemanagt hat und dass sie trotzdem nicht ihre Spontanität verloren hat. Das zeigt, dass sie eine starke, in sich gefestigte Person gewesen ist.

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  12. Thom Ram sagt:

    Einar Schlereth 17:36

    Schön, von dir, vom Autor der Geschichte, hier zu hören.
    Ich selber neigte während der ersten Hälfte der Geschichte dazu, sie als real erlebt zu nehmen, beim zweiten Teil dachte ich null nicht über die Frage, ob real oder erfunden, nach,und beim äusserst knapp gefassten Schluss vermutete ich dann eher, das Ganze sei Fiktion.

    Dass Scout (ein tüchtiger Bursche, der!) den Mann als den sich erniedrigt fühlende deutete, erstaunte mich. Für mich war es die Frau, welche unten durch „musste“.

    Bah, ich habs einfach genossen. Aber wirklich nun, mein Juter, ausgerechnet Bach habe es sein sollen, welche das Mädel so zusätzlich aufgeheizt, also jetzt, da du sagst, dass die Geschichte im grossen Bogen tatsächlich stattgefunden habe, will ich’s wissen. Ihre saumässige frauliche Hitze im Konzert…erfunden? Und wenn wahr, dann war es wirklich Bach?????
    Dann hätte ich was dazugelernt, nämlich was Bach auch noch bewirken kann, LoL.

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  13. Thom Ram sagt:

    Einar, zu deinen 800 kömmen noch 200 bb-Anklicker dazu. Tausend Ankicks für deine Novelle in einem oder zwei Tagen…sehr schön.

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  14. Mein Guter, ich sage dir doch, dass alle wesentlichen Punkte absolut authentisch sind. Es wurden die Brandenburgischen Konzerte gegeben u. a. das 2. mit dem guten Scherbaum, der damals ein GROßER Star war. Und du bezweifelst, dass eine Frau einen Orgasmus haben kann, ohne dass du
    äußerliche Bewegungen wahrnehmen kannst? Dann hast du viel versäumt. Was mich erstaunt, denn gerade Asiatinnen sind darin Meister. sie könnten sehr gut ihre vaginalen Muskeln spielen lassen. Ein scharfer Beobachter kann aber sehen, was sich in ihrem Gesicht abspielt. Wenn die Bäckchen roter werden und ein abwesender Ausdruck im Angesicht zu bemerken ist. Nun, ich will das nicht weiter ausführen und ob es jemand glaubt oder nicht ist mir auch scheißegal. Damit outen sie sich nur.
    Aber ich habe ja noch mehr Stories rumliegen. Aber es macht halt alles Arbeit. Neu tippen, auflegen etc. Aber sag mal , kennst du eine Methode, dass man die Geschichten auf dem blogg einaroldies rotieren lassen könnte?
    Alles Gute.

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  15. Thom Ram sagt:

    Einar 03:59

    …jetzt will er die Geschichten rotieren lassen. Grübelgrübel. Du meinst, dass per Automat täglich eine andere Geschichte oben steht? Wenn du das meinen solltest, dann gibts nur Eines: Finde eine hübsche Sekretärin!

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  16. Hilke sagt:

    Jau, wie beim CD-Player, random-Taste drück und los gehtet, wär schön, wenns sowas gäb.

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  17. eckehardnyk sagt:

    Hamburg September 1963: Peter (der Icherzähler auf https://www.facebook.com/groups/310198579455750/?ref=bookmarks) im Immatrikulationsbüro, hätte mangels „Nummernklaus“ auch die Möglichkeit gehabt, trotz 2,6 Durchschnittsabi, sich medizinisch zurückzumelden, aber nach Aussage seiner Mutter wäre er „sozial“ zum Arztberuf nicht geeignet. Der Uni-Beamte drängt. Peter nimmt „Slawistik“ als Haupt- und Mittelaltergeschichte als Nebenfach und „gut ischs“ (er stammt aus Freiburg). Annelotte weiß davon nix, kam medizinisch immatrikuliert aus Tübingen und studiert medizinisch weiter in Hamburg. Sie wohnt in Othmarschen, er in Blankenese. Treffen sich mangels Fächerübereinstimmung nicht. Aber die Oberleitung hat sie bemerkt. Die Wege trennen sich, er wieder in das inzwischen von seiner Mutter bewohnte Berlin, heiratet dort, heiratet doch nochmal und nochmal, kommen zwei Kindlein dort zur Welt und Frau Drei zieht auf die Filder bei Stuttgart, er dort als Lehrer. Annelotte examiniert und zieht verheiratet nach Stuttgart. Wieder kein Treffen. Dann Rastatt, dann Bühl. Schlussendlich nach Baden-Baden. Flieht vor gewalttätigem Mann (Chirurg) und gründet eigene Praxis (Pädiatrie). Peter inzwischen Job verlustig geworden und ohne Familie „sucht neue Herausforderung“, findet sie als Goldschmied Azubi in Pforzheim, doch wegen „Nicht mehr der Jüngste“ nicht schnell genug in solchem Handwerk, wechselt die Branche, verkauft Krankenversicherungen und findet in seinem Bestand frisch gebackene Praxisinhaberin zu Baden-Baden, die ihr Tagegeld auf „selbständig“ umstellen will. Verliebt sich in deren Gestalt. Ein Sommer vergeht, der Herbst kommt, das Antrags-Geschäft war in eine Gesundheitsfragen zu klärende Warteschlange geraten und nimmt endlich Gestalt in Form von Antrags-Unterschrift an. Der 11. September 1988 wird als Datum auf einem Brief vermerkt, den Peter mit der Schlussbemerkung über nun privater Unterschrift bekommt, er möge doch kein so „widerlicher Voyeur“ (aufgrund zur Ansicht bekommener Gesundheitsantworten) sein, das Geschäft abzuschließen und zu verschwinden, es bestehe nämlich die als irgendwie wütend so zu bezeichnende unbändige Lust auf Wiedersehen. Darauf er, dass die beiderseits heftigen Terminnöte sicher an einem Abend überwindbar seien. Und so kam es. erstes Ende: Sie zogen nach einem Dreivierteljahr zusammen in ein selbes Haus und fünf Jahre später in eine selbe Wohnung, nun verheiratet. Sie Frau Vier und er Herr Zwei. Zweites Ende: nach zwölf Jahren Bestand scheitert terrestrisch gesehen der Bund an unerwartetem Tod ihrerseits kurz nach Verkauf ihrer Praxis.
    „Zweite Chance“ gibt es mehr als einmal. Oberleitung weiß, wo und wann die „Triebwägen“ zusammen zu bringen sind, Zeit und Ort spielen die Hauptnebenrolle. Nächstes Treffen in irgendeinem Jahrhundert später auf selbigem Planeten, das gilt auch für die beiden „Erniedrigten“ des Leitartikels von Schlereth, der von Anfang an auf mich authentisch wirkte. Wie Phantasie sich zwischen real erlebtem Geschehen sich anfühlt beim Lesen, findet ihr in oben genanntem Link im Bericht „Vorwiegend Frankreich“ 8.1 und 4.2 „Musketiere“.

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