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Erdogan out / Ekrem Imamoglu in

Wahlen bringen neuerdings Ueberraschungen. So nun auch in der Türkei.

Reduzierte Träume vom osmanischen Reich? Mehr Mit- als Gegeneinander? Offenerer Geist?

Thom Ram, 26.06.07

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Quelle: Infosperber

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Geht die Ära der starken Männer in der Türkei zu Ende?

Amalia van Gent / 25. Jun 2019 – Die türkische Zivilgesellschaft feiert den Wahlsieg des Oppositionspolitikers Imamoglu in Istanbul als «Sieg der Demokratie».

«Ihr habt der ganzen Welt gezeigt, dass die Türkei die Demokratie zu schützen versteht», sagte Ekrem Imamoglu kurz nach seinem Wahlsieg zum Oberbürgermeister Istanbuls vor Journalisten und Anhängern sichtbar bewegt. Und: «Das ist kein Sieg, sondern ein Neuanfang».

Von einer «Saga der Demokratie» sprach auch der Vorsitzende der Republikanischen Volkspartei (CHP) Kemal Kilicdaroglu. Jene, «die an die Demokratie glauben und für die Demokratie eintreten, sind stolz auf Dich», gratulierte er Ekrem Imamoglu. Der CHP-Kandidat hat am Sonntag bei einer Wahlbeteiligung von rund 85 Prozent 55 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen können. Dieses Resultat ist für die türkische Metropole am Bosporus absolut einmalig. Seither feiert die türkische Opposition und ein Grossteil der Zivilgesellschaft wie in Trance den «Sieg der Demokratie» und spricht von einer Zäsur in der Geschichte des Landes.

Herbe Niederlage für Erdogan

Soweit ist eines klar: Das Wahlresultat stellt eine demütigende, eine persönliche Niederlage für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan dar. Die Wahlen wurden zu einem Referendum über diesen Politiker, der seine Karriere mit dem Versprechen nach „mehr Demokratie für alle“ begonnen und sich allmählich zu einem Autokraten avanciert hatte. Erdogan wähnte sich am Zipfel seiner Macht, als er gegen den ausdrücklichen Willen des Kandidaten seiner Regierungspartei AKP Binali Yildirim die erste Bürgermeisterwahl in Istanbul am 31. März mit fragwürdigen Argumenten annullieren liess und eine Neuwahl für Istanbul verordnete. Noch konnte und wollte er offenbar nicht wahrhaben, dass seine seit 2002 regierende AKP-Partei die wichtigsten urbanen Orte des Landes, etwa die Hauptstadt Ankara und das Tourismuszentrum Antalya oder das industrielle Adana an die Opposition verloren hatte. Noch hoffte er, den Wind in Istanbul, in dem beinahe ein Fünftel der türkischen Gesamtbevölkerung lebt und ein Drittel des türkischen Wohlstands generiert wird, drehen zu können.

Das war wohl die grösste Fehlkalkulation seiner politischen Karriere. Die Istanbuler Wähler haben für den Kandidaten der Opposition Ekrem Imamoglu gestimmt und so den Mythos der Unbesiegbarkeit Erdogans zu Fall gebracht. Erdogan ist heute politisch schwächer und seine AKP gespaltener als je zuvor. Und die Opposition hat nach einer Serie von jahrzehntelangen, bitteren Niederlagen in Ekrem Imamoglu erstmals einen jungen, dynamischen Kandidaten, der mit seiner ruhigen und versöhnlichen Art breite soziale Schichten der Bevölkerung, darunter fromme Muslime und Kurden, anspricht und glaubhaft einen politischen Wandel auf demokratischem Weg verspricht.

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11 Kommentare

  1. eckehardnyk sagt:

    Wenn dieser Sieg der Demokratie das bleibt, was man zu Recht bejubelt, bleib ich erfreut. Doch das Schiff „Weltoffenheit“ der „Demokraten“ hierzulande hat Schlagseite. Ich wünsche diesem Mann die innere Stärke, die er braucht, um das Ideal, das ihm zum Sieg verhalf, auch in der Tat wirken zu lassen.

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  2. Nun,
    ich halte es gerne weiter mit dem Herrn K. Tucholsky,
    „Wenn Wahlen …“
    und stelle mein Fernglas etwas schärfer.

    Erlauben wir uns wachsam zu sein, bei diesem Welt-Theater,
    Raffa.

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  3. Diktator Erdogan,
    Diktator welches eine Wahl erlaubt,
    Welches eine Wahl verliert.
    Hmm passt nicht so als Diktator oder?

    Ach ja,
    Binali Yildirim hat verloren
    und nicht Recep Tayyip Erdogan.
    Es mag seine Partei sein, jedoch war Binali Yildirim der Auftretende.

    Schlussendlich ist immer noch der Diktator Präsident oder.

    Nie reden Türken über Angela Merkel oder sonst jemand.

    Aber der Westen versuchts und versucht die Islamische Welt zu bedrecken.
    JA kommst sagt dem Iranischen Präsidenten Ruhani auchwas
    Erdogan und allen anderen.
    Immer dasselbe.
    Islamhass auf höchsten Niveau
    Liest mal bisschen den Islam
    dann kennt ihr ihn
    Und nicht aus den Medien.

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  4. Thom Ram sagt:

    Furkan 19:12

    Erst mal ein freundliches Willkomm auf bb für dich, Furkan.

    Wir sind uns einig? Wenn eine Gruppe der ganz besonders Lieben beschliesst, dass es vonnöten sei, eine Gemeinschaft – welcher Art sie auch immer sei – zu verteufeln, dann tun sie es. Sie verfügen in den westlichen Hemisphären über die Mittel dazu: Grossklopapiere, Chorsänger TV, und mittlerweile schneiden sie im Netz einfach raus, was ihnen nicht gefällt.
    Und so beschlossen sie: Der Westmensch soll „erkennen“, dass der Islam des Teufels und dass Muslim schlechter Mensch sei, so schlecht, dass er zu fürchten sei.
    Und weil sie weitgehend über die „Regierungen“ verfügen, die „Regierung“ an der umgeleiteten Spree allen voran, können sie dafür sorgen, dass die These „Muslim = Gefahr“ konkretisiert wird, indem sie Europa aktuell äh nicht von nur äh besten Muslimen überschwemmen lassen.

    Ich lebe zusammen mit Hindus und Muslimen, je hälftig etwa. Alles normale Menschen, welche mit dem Nachbarn in Frieden leben wollen.
    Ich hatte einen Muslim zu Gast, einen Türken, Fotograf, wir unterhielten uns königlich über Gott und die Welt, und insbesondere über die Lebensverhältnisse und -gewohnheiten in seinem angestammten türkischen Dorf.
    Ich kannte einen, der hatte die weiss Gott islamische Türkei bereist, war also nicht „nur“ in Istanbul. Er war des Lobes voll über „den gewöhnlichen Türken“.

    Es würde mich freuen, wolltest du bei passenden Gelegenheiten Schlaglichter werfen, hier auf bb, den Islam und Muslime betreffend, Furkan.

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  5. Guten Abend Herr Ram,

    Es freut mich von Ihnen zu hören, dass Sie sich ein bisschen über den Islam informiert haben,
    wie Sie betont haben vom Umfeld und Nachbarn.

    Es freut mich auch zu hören, dass Sie sich bewusst sind, dass die Medien nur schlechtes verbreiten…

    Es wäre mir ein Vergnügen Ihnen „Schlaglichter“ beizutragen.

    Bei allmählichen Fragen zum Islam stehe ich Ihnen gerne bei.

    Danke sehr für Ihren Respekt zu allen Religionen!
    Gruss Furkan

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  6. Thom Ram sagt:

    Furkan 00:39

    Ich halte von dem, was Menschen aus Lehren von Weisen gemacht haben, wenig bis nichts. Heisst, was heute unter dem Label „Religion“ segelt, interessiert mich nur insofern, als ich dortens für menschliche Verhaltensweisen Erklärungen finde. Einfaches und krasses Beispiel: Die Verstümmelung von Knaben. Kompliziertes Beispiel: Die heilige Zweier-Ehe (bis dass der Tod euch scheide…niemand sollte solch Eid leisten).

    Wenn es Ihnen recht ist, bleiben wir beim hier üblichen DU, ok?

    Ich habe bezüglich Islam eine Frage, ja.
    Mir kommt zu Ohren, dass arabische Muslime, VIPS, in Indonesien unter den hiesigen Kirchenfürsten heftig dahingehend weibeln, man möge hier muslimische Verhaltenskodexe verschärfen. Weisst du etwas davon?

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  7. Über in Indonesien weiss ich nur, dass die Bevölkerung grösstenteils Muslimisch ist.
    Und das Sie eine gewisse art strikt sind.
    Mehr weiss ich leider auch nicht.
    Um ehrlich zu sein habe ich die Frage die Sie mir gestellt haben auch nicht ganz verstanden.

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  8. Thom Ram sagt:

    Furkan 16:13

    In Indonesien werden Frauen nicht gesteinigt. Dieben werden keine Hände abgehackt.
    Wenn ein Kindesräuber erwischt wird, wird er zu Tode geprügelt. Auch von balinesischen Hindus.
    Knaben werden verstümmelt.
    Frauen sind an Ritualen im Hintergrund.
    Muzzahedin haben Lautsprecher. Das Getöse ist sagenhaft. Täglich mehrere Male Allah und so weiter.
    Auf Bali wurde traditionell null geklaut. Auf den islamischen Inseln kommt nachts weg alles, was nicht niet und nagelfest ist. Mopeds: Allesamt in der Stube, nie vor der Türe.

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  9. Im Islam gelten verschiedene Regeln der Scharia.
    Zum Beispiel Hände abschneiden, besteinigen undso weiter.
    Nicht jedes Land praktiziert es aber gleich.
    Die Osmanen hatten nie jemanden gesteinigt zum Beispiel.

    Das mit dem Geklaue.
    Im Islam ist das Klauen verboten.

    Die Muslime die klauen sind wohl schlecht erzogen worden. Oder wissen die Pflichten und Verbote des Islams nicht.

    Oder ihnen werden falsche Thesen über den Islam verbreitet.
    Sowie die Briten es an den Indischen Muslimen gemacht hatten.

    Einem Diebe sollte die Hand abgeschnitten werden laut dem Koran.
    Aber dieses abschneiden geht nicht so schnell.
    Ja der Junge hat mein Stift geklaut schneidet mal seine Hand ab‘
    so schnell geht das nun auch nicht.
    Es erfolgt nach einem Gerichtsverschluss.

    Kinder zu todeprügeln gibts im Islam nicht.

    Muazzinen müssen den Gebetsruf machen, dass ist bei allen Islamischen Länder gleich, genau wie die Kirchenglocken jeden Sonntag.

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  10. Thom Ram sagt:

    Furkan 18:05
    Muazzinen müssen im Grunde genommen so wenig, als du und ich etwas müssen.
    Sie unterwerfen sich dem, was überliefertermassen üblich ist.

    Ich persönlich hätte nichts gegen die Allahpreiserei, würde sie per Stimme erfolgen. Werden aber 500 Watt Booster zwischengeschaltet, und da hasde noch in 300m Entfernung die volle Kanne im Haus.

    Wieso erwähnst du „Kinderzutodeprügeln“? Gibt es Gemeinschaften, da Solches als heilig betrachtet wird? Ich nehme die Eliten, welche bekanntlich gerne Kinder fressen im Moment grad hierbei aus.

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  11. Der erste Muezzin war Bilal-i Habesi

    Er machte den Gebetsruf, damit Leute die arbeiteten die Zeit des Gebets wussten und zur Moschee kamen.

    Früher wusste nicht jeder die Gebetszeiten auswendig. Ausdem grunde gab es Muezzins.
    Und damit heute die dichtbevölkerten Stadtteile Istanbuls zum Beispiel auch überall den Gebetsruf hören. Ist es so laut.

    Die Muezzins müssen nicht nur den Gebetsruf machen. Sondern auch vieles mehr!.
    Während dem Gebet verschieden gebete aufsagen undso weiter.

    Jeden Sonntag klingeln die Glocken um 10:00, und jetzt? man muss die Gläubigen und den Religionen respektieren.

    Nein. Keine einzige Gemeinschaft betrachtet Kinder zu prügeln als heilig.

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