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Das Menschentier

(LH) Der nachfolgende Beitrag ist vorwiegend hypothetisch, daher bitte sehr genau lesen und bei eventuellen Äußerungen beachten:
Hypothese = (grch. „Unterlage“) Unterstellung, Voraussetzung; in der Logik angenom­mener, nur auf Wahrscheinlichkeit beruhender Satz, durch welchen etwas zunächst nicht Erweisliches erklärt werden soll; in der Naturwissenschaft unzureichend bewiese­ner Erklärungsgrund für Naturerscheinungen; daher hypothetisch = ungewiß, auf bloßer Voraussetzung beruhend…
(Meyers Handlexikon des allgemeinen Wissens, Bd. 1, Leipzig, 1888)

Luckyhans, 19./23. März 2019
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Es gibt das wunderschöne Bild vom Gottesfunken, das beinhaltet, daß der Schöpfer unserer grobstofflichen Welt, um entgegen der Natur-Vorgabe („erschaffe etwas und laß es los“) doch in den Genuß des direkten Erlebens seiner Schöpfung zu kommen, einen Teil seines Wesens in eine riesige Anzahl winziger Gottesfunken aufgespalten hat, de­nen er die Fähigkeit zur Seelenbildung mitgab und die still im Herzen eines jeden Lebe­wesens glimmen.

So kann der Schöpfer durch jedes Lebewesen konkret das Wirken seiner Schöpfung viel­fältig miterleben, denn jeder Gottesfunken ist – als Teil von ihm – mit dem Schöpfer nach wie vor unmittelbar verbunden.
Und wenn die Seele einen bestimmten Entwicklungsstand erreicht hat oder wenn es der Schöpfer für gegeben hält, kann diese dann mit ihrem Gottesfunken und dem angesam­melten Erlebnisschatz ihrer vielen tausend Leben zu ihm zurückkehren und ihn in sei­nem Detailwissen über seine Schöpfung bereichern.

Dieses Bild – als Voraussetzung – soll nun ergänzt werden durch die konkrete Umsetzung im Menschenwesen. Damit die Seele die für sie vorgesehenen Prüfungen des jeweiligen Lebens in der Grobstofflichkeit absolvieren kann, wird ihr ein komplettes grobstoffli­ches irdisches Lebewesen zur Verfügung gestellt.
Im Falle des Menschen eben jenes Menschentier, das die grobstoffliche Hülle für das je­weilige Leben, den physischen Leib, bereitstellt, mit allen seinen (tierischen) Instinkten und Lebensfunktionen, mit all den erforderlichen Symbiosen des ständigen Zusammen­wirkens mit Milliarden von Kleinstlebewesen, die durch ihre Lebenstätigkeit für das ge­regelte Funktionieren des Menschentieres sorgen, und mit all den natürlichen Trieben, die ein jedes Tier hat (Ernährung, Vermehrung, Glücklichsein).

Eine weitere Funktion des Menschentieres ist das Ausleben der seelischen Konflikte im physischen Leib. Unerwartete erschütternde Ereignisse, welche die Seele schädigen könnten, werden in das Menschentier „abgeleitet“ und treten dort als Funktionsstörun­gen auf – je nach Art des Konfliktes an ganz bestimmten Stellen.
Wobei das, was wir landläufig als Krankheiten bezeichnen, bereits die Heilungsphase zu der jeweiligen Erschütterung darstellt (mehr dazu hier).

Die genaue Ausformung der physischen Eigenschaften für das jeweilige Menschen­tier wird der Seele im Ätherkörper mitgegeben, der die „Blaupause“ für den physischen Leib enthält.
Auch wenn durch Einschnitte im Leben das Menschentier eine Gliedmaße verliert, so ist die „Blaupause“ immer vollständig – dies ist auch der Grund für die sog. Phantom­schmerzen, die in nicht mehr vorhandenen Gliedern auftreten können.
Und dies gibt auch Grund zu der Annahme, daß eine Regeneration von verlorengegan­genen Gliedern von Natur aus auch beim Menschen möglich ist.

Das Menschentier weist durch seine natürliche Organisation als Säugetier eine Reihe von Eigenschaften auf, die anderen Wesen, wie zum Beispiel den Reptilien, nicht eigen sind.
Das ist die besondere Liebesfähigkeit, die aus der engen Verbindung der Generationen entsteht, bedingt durch die erforderliche Fürsorge der Eltern für ihre Kinder über einen langen Zeitraum hinweg.

Eine Reptilie dagegen legt ihre Eier ab, überläßt das Ausbrüten meist der Sonne, und die kleine Nachkommenschaft ist von Anfang an vollständig lebensfähig und muß, nur mit ihren Instinkten ausgestattet, von der ersten Sekunde ihres Lebens an schon allein den Anforderungen des Überlebens gerecht werden.
Brutpflege findet da nur selten statt, und dem entsprechend ist die Reptilie dann auch sehr ichbezogen (egoistisch) und ist es gewohnt, vollständig auf Kosten der Umgebung sein Leben zu gestalten.

Es ist durchaus denkbar, daß auch andere Tierarten als das Menschentier als Grundlage für die seelische Entwicklung per Gottesfunken ausgewählt wurden – wem fallen da nicht die Delphine und Wale ein, die erstaunliche Gedächtnis-, Intelligenz- und Kommu­nikationsleistungen vollbringen – und auch Säugetiere sind.
Aber auch reptile Lebensformen können leicht als grobstoffliche Basis für die Seelen-Entwicklung dienen.

Wie wirkt sich nun die seelische Entwicklung auf das Menschentier aus?

Nach den üblichen Vorstellungen wächst die Seele durch „gute Taten“, das heißt durch das Ausführen von vorwiegend uneigennützigen Handlungen zugunsten anderer und der Gemeinschaft.
Beispiele können sein: Mitgefühl und tätige Unterstützung der Mitmenschen, Pflege zeitweilig hilfloser Mitmenschen, praktische Fürsorge für die eigenen und fremde Kinder, aber auch Schutz und Pflege der Natur als Lebensgrundlage für alle Wesen, Tierliebe und das Hegen von verletzten und kranken Lebewesen.

Hilfreich für die seelische Entwickelung sind wohl auch Taten, die der kulturellen Wei­terentwicklung der Gemeinschaft dienen, wie das Schöpfen von Liedern, Gedichten, Musikstücken, Büchern usw., und deren gemeinsame Verbreitung.
Gewiß sind auch die Verrichtungen, welche der natürlichen Ernährung und Lebensge­staltung der menschlichen Gemeinschaft dienen (Ackerbau, Forstwirtschaft, Viehzucht – aber alles im Einklang mit Mutter Natur!) in diesem Sinne nützlich.
Und natürlich gehören auch alle Aktivitäten der Weitergabe menschlichen Wissens und von praktischen Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten dazu, soweit sie reinen Herzens und ohne den Hintergedanken der hemmungslosen Bereicherung erfolgen.

Jeder mag selbst überlegen, welche Taten, Gedanken und Worte dazu führen, daß es anderen und der Gemeinschaft besser geht – sie alle sind es, die das natürliche Wachstum der Seele bewirken.
Und selbstverständlich sind alle diese Taten nicht gegen das eigene Wohlergehen zu richten, sondern damit in Einklang zu bringen. Allerdings in dieser Reihenfolge: Gemeinsinn geht vor Eigensinn.
– – – –

Allen, die jetzt innerlich heftig protestieren und sich strikt dagegen verwehren, sich selbst hintenan zu stellen, und mit dem angeblichen Jesus-Satz kommen „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ und dementsprechend argumentieren, daß man nur zuerst sich selbst, und erst dann die anderen „richtig“ lieben könne, denen sei gesagt, daß sie damit einer der schlausten und hinterhältigsten Manipulationen der Menschenlenker verfallen sind.

Denn was nützt es dem Einzelnen, wenn er sich vornanstellt und im Zweifel die Gemein­schaft hintenan?
Kann der Einzelne ohne Gemeinschaft leben?
Wohl kaum länger als einige Zeit, ohne zu degenerieren – Beispiele kennt jeder.

Die Gemeinschaft kann sehr wohl ohne den Einzelnen leben, auch wenn jeder Einzelne einmalig und besonders ist, und das Fehlen eines jeden die Gemeinschaft ärmer macht.
Aber eine gesunde Gemeinschaft kann jeden Verlust ausgleichen, wenn alle Mitglieder sich in den Dienst derselben stellen – dann (und nur dann) hat sie unendliche Kraft.
Und nur dann ist sie auch (über-)lebensfähig.

Bevor also die Emotionen wieder hochschlagen, bitte ich jeden, nochmals seine diesbezüglichen Gedanken zu prüfen und – ehrlich sich selbst gegenüber – zu überlegen, wie es denn nun tatsächlich richtig ist.
Der gesammelte Erfahrungsschatz der Menschheit und unseres Volkes jedenfalls spricht eine eindeutige Sprache.
– – – –

Betrachte ich nun das, womit ich mich und meine Mitmenschen sich heute tagtäglich befassen, und vergleiche das mit den Wachstumsfaktoren der Seele, so fällt doch auf, daß der größte Teil unserer Zeit und Tätigkeit auf ganz andere Ziele gerichtet ist.
Was tue ich, und was tust du, um seelisch zu wachsen?

Denn jedem ist bekannt, daß auch ein neutrales Verhalten, also ich stelle mich auf dieselbe Stufe wie die Gemeinschaft und tue mir Gutes, auf daß es allen besser gehe (eine weitere tiefe Manipulation! denn noch nie wurde bewiesen, daß dies tatsächlich irgendwie funktioniert), stets dazu führt, daß ein Wachstum nicht geschehen kann.
Denn in der Tat ist dies schon ein Rückschritt und führt zum Abbau von „Seelenstoff“.

Und je stärker ich mich (gedanklich, in Worten, Wollen und Taten) über die Gemeinschaft erhebe, desto größer wird der Verlust.
Und je schlimmer ich mich mit dem Gegenteil von Nächstenliebe, Mitgefühl, Freundlich­keit, Hilfsbereitschaft, tätiger Unterstützung anderer, Rücksichtnahme usw. befasse, desto schneller und tiefgreifender verläuft jener Prozeß, den man nur mit seelischer Degeneration bezeichnen kann.
– –
Schon fühle ich wieder die negativen Schwingungen derjenigen, denen diese Sichtweise so gar nicht paßt, weil sie ihnen den Spiegel ihres selbstsüchtigen Verhaltens vorhält, von dem sie sich doch schon längst gelöst geglaubt hatten.
Nein, ich bin selbst kein Heiliger und weit entfernt von jeglicher Perfektion im Sinne des seelischen Wachstums. Aber ich habe erkannt, was gut und richtig ist und bemühe mich nach Kräften und Möglichkeiten darum, dies zu leben.
Und das berechtigt mich dazu, diese Zeilen zu schreiben.
Wenn ich warten sollte, bis ich selbst „perfekt“ bin, dann wird es wohl noch recht lange dauern, bis ich „berechtigt“ wäre, das zu tun – wem würde das helfen?
Keinem.

Mensch, sei ehrlich zu dir selbst. Befrage dein Gewissen, was gut und richtig ist.
Und tu das, was du als gerecht und wichtig erkannt hast.
– –

So schließe ich den Kreis und komme auf das Menschentier zurück.
Denn nun wird völlig klar, was zur Wirkung kommt, wenn der Mensch sich seelisch nicht weiterentwickelt, sondern degeneriert: das Menschentier übernimmt die Führung.
Der Mensch wird dem Menschentier immer ähnlicher, er reagiert instinktiv und ohne seelischen Halt. Er wird langsam, aber unaufhaltsam zum Tier.
Genau das ist es, was ich jeden Tag um mich herum sehen kann.
Leider.

Und nun darf sich jeder den ganzen Beitrag nochmal durchlesen und selbst für sich überlegen, wo der Ausweg aus der jetzigen Lage ist und wie er selbst dahin gelangen kann.

Es wird nicht angenehm, das kann ich versprechen. Jeder wird sich ein wenig aus seiner gewohnten Bequemlichkeit herausschälen, ein wenig von dem süßen Leben aufgeben, sich und sein Leben etwas verändern müssen, wenn das weitere Abrutschen der Menschheit in das Tierreich aufgehalten werden soll.

Denn jeder kann nur sich selbst und sein Denken und Tun verändern.
Aber genau darin liegt seine Verantwortung.

Ich umarme dich, lieber Leser – fühle dich fest an mein Herz gedrückt.
Sei mein Freund und hilf mit, auf daß wir beide unseren Kindern und Enkeln wieder in die Augen blicken können.
Weil wir genug getan haben, damit sie in einer wirklich besseren Welt leben.


17 Kommentare

  1. Security Scout sagt:

    Danke für Deinen Beitrag LH!!!

    Zitat: Der Mensch wird dem (Menschen)-Tier immer ähnlicher, er reagiert instinktiv und ohne seelischen Halt. Er wird langsam, aber unaufhaltsam zum Tier.

    Die Lösung ist einfach.
    Ändere Dich SELBST und Du änderst die Welt (als Vorbild)

    Was um Uns herum passiert ist eine Reinigung. So viele Menschen wie noch nie auf der Erde haben sehr (junge) unreife Menschen-Wesen
    hervor gebracht, welche sehr wenige Inkarnationen hatten.
    Der materielle Überfluß im Westen, vor allem Deutschland, hat die Menschen Glauben gemacht, sie brauchen den anderennicht und ein
    „Individuum“ erschaffen, welches egoistisch nur an sich selbst denkt.
    Zum Vergleich, die Türken in Deutschland halten sehr viel mehr zusammen als Deutsche.

    Dadurch wird nicht nur der Einzelne geschwächt, sondern auch die gesamte Gesellschaft. Beispielsweise durch abschieben „der Alten“ in
    Sterbe-Häuser, genannt Alters-Heime.

    Eine solche Gesellschaft muß und wird degenerieren und aussterben.
    Beschleunigen kann man diesen Prozeß, indem man Fremde in ein Land bringt, welche sich nicht anpassen, sondern die Kultur des Landes
    zerstören.

    Erst dann hat man ein Land wirklich besiegt!

    NOCHMALS
    Die Lösung ist einfach.
    Ändere Dich SELBST und Du änderst die Welt (als Vorbild)

    Erwachte Menschen sind derzeit die Ausnahme. Es sind weniger als 1% in Deutschland.

    Meine persönliche Lösung ist es, mit einem Bein in Deutschland und mit dem anderen in Asien zu stehen.
    Kippt die Lage in Deutschland, breche ich innerhalb von 72 Stunden meine Zelte dort ab!
    Das geht aber nur, wenn man in beiden Ländern ein laufendes(!) Business hat, sodaß man jederzeit wechseln kann.

    Gefällt 3 Personen

  2. „Allen, die jetzt innerlich heftig protestieren und sich strikt dagegen verwehren, sich selbst hintenan zu stellen, und mit dem angeblichen Jesus-Satz kommen „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ und dementsprechend argumentieren, daß man nur zuerst sich selbst, und erst dann die anderen „richtig“ lieben könne, denen sei gesagt, daß sie damit einer der schlausten und hinterhältigsten Manipulationen der Menschenlenker verfallen sind.“

    Ja, das sehe ich auch so, allerdings möchte ich noch einflechten, daß eine gewisse Grundlage des „sich selbst Liebens“ mit dabei sein sollte.
    Sonst haben wir immer noch das, was uns die Kirchen und sozialistische Regimes vorbeten.

    Solange es nicht aus freiem Herzen und einem wirklich ehrlichen Grundgedanken und Motivation entspricht, sehe ich da wenig Erfolg.

    In meiner Berufstätigkeit als Helferlein Tier weiß ich das nur zu genau.
    Bei jedem Einspringen in einen Dienst, bei dem Kollegen krank geworden sind ( nur zu oft in den letzten Jahren ) gehören da wahrlich nicht nur Kollegen hinzu, die wirklich „krank“ sind. Es gibt so Einige die sich voran stellen und dann ein verlängertes Wochenende haben.
    Vor Allem die Jüngeren haben nicht mehr dieses, ich sag mal übetriebene Gemeinschaftsbewusstsein mehr, wie die ältere Generation.
    Doch was ist geschehen ?
    Die ältere Generation hat geackert und geackert, waren noch voll im Geminwohldenken drin, aber die Strukturen haben sich geändert.
    Man verlangte zwar von den Leitungen daß Gemeinwohldenken weiterhin seinen Platz hatte, aber man tat das Gegenteil um es weiter zu stabilisieren.
    Man privatisierte und installierte ein System welches mir in letzter Zeit oft wie ein DDR Regime anmutet, aber alles in privater oder Stiftungshand.
    Kommunale Einrichtungen gibt es ja nicht mehr. Gelder fliessen nicht zurück in Gemeinwohlhand, sondern hinein in den großen Topf der Privaten.
    Die jüngere Generation der Pflegekräfte, da sind ca. 75% ( eigene Schätzung ) sich selbst am nächsten.
    Da wir viele Mitarbeiter haben aus anderen Ländern, sehe ich da besonders den „ich bin mir selbst der Nächste“ Stil.

    Für mich als Helferlein Tier bedeutet das eine permanente Gratwanderung des „wann springe ich ein und für Wen, oder verneine ich den Dienst“
    Manchmal frage ich so ganz nebenbei „wer ist denn jetzt schon wieder krank“ und entscheide dann, denn ich weiß wer wirklich schwere Erkrankungen hat und wer nicht. Ich weiß auch wer dicke private Themen hat, doch da kann der Einspringende ja nun auch nichts dafür, da muss schon der Einzelne ran ans Thema.
    Ist aber auch mühsam.

    Das Gemeinwohlprinzip funktioniert nur wenn fast alle sich daran halten; vereinzelte FaulTiere kann man kompensieren, aber ab 50 % wird’s schwierig.

    Kleines Beispiel aktuell: in einer Woche wurde ich dreimal angerufen im Frei um Dienste anderer zu kompensieren.
    Da heute sogar zwei Dienste fehlten, müssen jetzt insgesamt vier Kollegen krank geworden sein.
    Die Hütte brennt, es geht um Menschen, Betten werden aus Finanzgründen nicht mehr gesperrt, die kranken Menschen wollen und sollen aber dennoch menschenwürdig behandelt werden.
    Nun springe ich doch wieder ein………

    Einen Ausweg aus der Misere sehe ich kaum……meine Kraft ist ziemlich erschöpft.
    Ich gehe mehr und mehr in den Tenor „jetzt bin ich mir mal die Nächste“

    Habe dieses Beispiel gewählt weil es mir am nächsten steht.
    Vielleicht gibt es ja Beispiele aus eurer Berufswelt um auch da die Dinge erkennen zu können.

    Gefällt 3 Personen

  3. Piet sagt:

    Auch der Imperativ: „Gemeinwohl vor Eigennutz“ springt zu kurz. Ein Mitglied einer Gemeinschaft, das nicht auf sich selbst achtet und sich stärkt, kann früher oder später der Gemeinschaft nicht mehr nützlich sein, sondern fällt ihr im Gegenteil zur Last bis hin zu parasitärem Verhalten. Viele junge Leute aus dem linken Szene verhalten sich schon so, schnorren ist zum Hype geworden.

    Die Ansage der Stewardess, für den Fall, daß die Sauerstoffmasken aus den den Klappen purzeln, gilt noch immer: „Ziehen Sie sich die Maske über Mund und Nase und helfen sie DANN mitreisenden Kindern. Wie kann ich Anderen helfen, wenn ich selbst nicht mehr atmen kann ?

    Eine Gemeinschaft funktioniert nur dann, wenn sie nicht aus einem Kollektiv, sondern aus starken Individuen besteht, die jeweils ihr Bestes nach ihren Fähigkeiten geben. Und diese Fähigkeiten bei sich selbst pflegen und weiter entwickeln. Und auch mal „nein“ sagen können und dürfen.

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  4. Thom Ram sagt:

    Ich bin euch dankbar, dass ihr den guten Geist auf bb pflegt, da ich heute keinen Streich gemacht habe, also auf bb keinen Streich gemacht habe.

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  5. enoon sagt:

    Lucky, du fragst:
    „Was tue ich, und was tust du, um seelisch zu wachsen?“

    Sisyphos gleich übe arbeite kämpfe ich, meine inneren Widerstände und Unzulänglichkeiten zu überwinden und aufzulösen. Getragen und ermutigt von gelegentlichen Anwandlungen unerklärlicher Herkunft, durchaus erquickend, jedoch von viel zu seltener Art, auf dass daraus das „wieso, weshalb, warum“ ersichtlich wäre oder sei.

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  6. Thom Ram sagt:

    enoon 18:29

    Was ich an Unzulänglichkeit überwinden, ja gar auflösen will, wird wachsen, wird dick und fett.

    Was ich an sogenannten(!)Unzulänglichkeiten freundlich akzeptiere, kann abflauen und hochwahrscheinlich die andere Seite ihrer Medaille aufblühen lassen.

    Beispiel: Ich bin so ein stinkfauler Mensch. Schrecklich. Das muss ich unbedingt überwinden.

    Quark mit Sauce.

    Akzeptiere ich meine Stinkfaulheit freundlich, Tag für Tag für Tag, so gebe ich der anderen Seite der Stinkfaulheit die Chance, wirksam zu werden: Ich bin einerseits stinkfaul – anderseits bin ich ruhig und strahle Ruhe aus. Wie wohltuend für mich und viele Wesen meiner Umgebung, dass ich so wundervoll ruhig bin!

    Und….akzeptiere ich meine Stinkfaulheit freundlich, Tag für Tag für Tag, gebe ich sogar der nochmal anderen Seite der Medaille die Chance, sich zu entfalten: Es kann sein, dass da plötzlich ein Impuls kommt, aufzustehen und was zu tun. Einfach so, aus mir heraus, urplötzlich.

    Solange ich meine Stinkfaulheit „überwinden“, gar „auflösen“ will…..prost Mahlzeit, es ist wie du es erlebst: Kampf gegen Windmühlen, Sisyphussituation.

    Jeder von uns hat so Zeugs, das zu akzeptieren schwer fällt. Sag ma in Thom ramschem Undeutsch: je akzeptierer desto freier.

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  7. Vollidiot sagt:

    Was hier fehlt, ist der Gedanke der 3 Wirkungen im „Dreieinigen Gott“.
    Wer nur beim Schöpfer bleibt, gibt sich der Anschauung des Monotheismus hin (AT, Islam).
    Die Wirkung des Geistes ist bestrebt aus dem Menschentier, incl. aus dem Determinusmus zu führen, den freien Menschen, eben kein Tier mehr, zu machen.
    Die Schöpfung ist dem Menschen gewidmet, aus dem Determinismus der Schöpfung in die Freiheit, in die Vergeistigung (Freisein von Materie) soll der Weg gehen.
    Dazu ist es notwendig, daß der Funke der Freiheit entzündet wird; die Anlage gab der Schöpfer, das Entzünden geschah durch die 3. Wirkung, die kraft des „Sohnes“ den Freiheitsgeber, den Ichfunkengeber.
    Diesen glimmenden Funken muß der Mensch verwenden um den Determinismus zu verwandeln in den freien Menschen.
    Das alles auf seinem irdischen Weg.
    Das Zerstören des Jerusalemer Tempels durch die Römer war das Ende des A“lten Jerusalem“. Seitdem wird das „Neue Jerusalem“ durch den freier werdenden Menschen erbaut. Je freier, desto mehr Geistwirkung.
    Darum entsteht das „Neue Jerusalem“ auch von „öben“.
    Das Alte J. war von unten, aus dem Determinismus, erbaut.

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  8. luckyhans sagt:

    zu mariettalucia 24/03/2019 um 15:13
    Liebe Ma-lu,
    vielen Dank für Deine Schilderung aus Deinem Alltag.
    Selbstverständlich ist mit dem im Artikel gesagten NICHT gemeint, daß jetzt nur noch die wenigen arbeiten sollen, die noch ein wenig Ehrgefühl und Kollektivgeist im Leibe haben. Das Nassauern der Faulen und Ichbezogenen zu unterstützen wäre der falsche Weg.
    Wie sagte das ein guter Freund recht drastisch: „Auf eines fremden Mannes Arsch ist leicht durch’s Feuer reiten“ (pardon) – dazu sollte sich niemand hergeben.
    Und wenn in Deinem Kollektiv das so ist, daß man nur ausgenutzt wird, und Gespräche nicht helfen, das zu ändern, dann wäre es höchste Zeit, sich zu überlegen, ob man nicht woanders besser aufgehoben ist – auch wenn die Arbeit Dir Freude macht. Es nützt ja nichts, wenn Du selbst dabei kaputtgehst.
    Wenn sich der Geist des Teams (ist ’ne Abkürzung – TEAM = Toll Ein Anderer Macht’s) nicht ändern läßt, sollte man sich einen anderen Wirkungskreis suchen, wo dieser Geist „paßt“.

    Gefällt 4 Personen

  9. luckyhans sagt:

    zu Piet 24/03/2019 um 16:01
    Lieber Piet,
    zweifellos hast Du recht mit Deinen Anmerkungen – es gelingt halt nicht immer, alle Facetten eines Themas ausgiebig zu beleuchten.

    Wenn Du den Artikel aufmerksam gelesen hast, dann ist Dir aufgefallen, daß es NICHT darum ging, IMMER sich der Gemeinschaft unterzuordnen, sondern „IM GRENZFALLE“, d.h. wenn es hart auf hart kommt.
    Im täglichen Leben gelingt es in aller Regel, die individuellen und die kollektiven Interessen in Übereinstimmung zu bringen, d.h. als Einzelner so zu handeln, daß man selbst Freude und „Gewinn“ daran hat und die Gemeinschaft auch ihren Nutzen.
    Am schönsten ist es, wenn der Nutzen gleichmäßig verteilt ist – dann fühlt man sich am wohlsten… 😉

    Und selbstverständlich wird eine Gemeinschaft nur dann stark sein, wenn sie aus möglichst vielen starken Einzelpersönlichkeiten besteht, klar… 😉

    Gefällt 4 Personen

  10. luckyhans sagt:

    zu enoon 24/03/2019 um 18:29
    Liebe/r enoon,
    mir bleibt nur, Thomram zuzustimmen: es geht einfacher, sich selbst zu verändern, wenn man „mit sich selbst zusammenarbeitet“, d.h. wenn man sich akzeptiert wie man ist und achtet, und seine Schwächen lächelnd und „mit leichter Hand“ bearbeitet, d.h. locker und „flockig“.
    Denn verkrampft erreicht man meist weniger… 😉
    Veränderung soll Freude bereiten – nicht nur im Ergebnis, sondern auch schon im Prozeß… 😉

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  11. luckyhans sagt:

    zu Vollidiot 25/03/2019 um 00:44
    Lieber Volli,
    vielen Dank für Deinen Kommentar.
    Allerdings frage ich mich, ob es nicht auch ohne den Verweis auf irgendwelche -ismen und fragliche historische und/oder Glaubens-Theoreme möglich ist, die Dinge in den richtigen Zusammenhang zu bringen… 😉

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  12. Ja luckyhans, das wäre schön…..nur leider ist es mittlerweile überall so.
    Zu viele Jahre haben sie das Niveau nach unten geschraubt, haben reduziert und reduziert, haben keinerlei personellen Puffer mehr sich aufgebaut.
    Jetzt rächt sich das.
    Selbst in den alternativen Bereichen ist es so.

    Ich arbeite auf Rente hin und schau wie ich mich da durchlaviere.
    Setze Grenzen, nur so geht es für mich und für andere ebenso.

    Gefällt 2 Personen

  13. Vollidiot sagt:

    Luck

    So kann mans sagen.
    Ich sage mir, daß hinter allem der Geist wirkt, der leider nicht mit Händen zu greifen ist.
    Wenn ich den ausschließe, dann erhalte ich etwas, was unter einer gewissen Unvollständigkeit leidet („richtiger Zusammenhang“)
    Das hat nix mit Ismen, Historizismen oder Theoremen zu tun.
    Schon immer zieht durch die Menschheit diese Verbindung zum Geistigen, ob in den Mysterienstätten oder in Geheimlehren oder „neurdings“ in der Christologie.
    Die islamisch geprägte Naturwissenschaft erkennt selbstredent nur die Natur an, allerdings ohne deren geistigen Hintergründe.
    Daraus den Schluß zu ziehen alles darüber hinausgehende seien Ismen, Historizismen oder Theoreme zeugt von mangelndem Verstehenwollen dieses Gebietes.
    Man kann über den Glauben hinausgelangen, der auch ein Weg ist.
    Das schlichte Aberkennen, heutzutage als intellektuelles Muß definiert, des Geistes wird ja schon durch seine Substituierung durch Feinstoff, Energie und Schwingung, relativiert.
    Die andere Schiene ist die nesbittsche VSA-Esoterik, die dem Menschen vorgaukelt durch dösen und hoffen auf den plötzlichen Eintritt des Allgutseins
    trete das irdische Paradies ein.
    Daß hinter den historischen Vorgängen Geistiges wirkt sollte auch angenommen werden.
    Ein nettes Büchlein, u.a., zu diesem Thema ist Steiners: Die geistigen Hintergründe des 1. Weltkrieges.

    Gefällt 2 Personen

  14. Johannes Anunad sagt:

    hmmm…
    Viele Ansätze in Artikel und Kommentaren, mit denen ich sehr gut gehen kann.
    Anderes sehe ich eben auch etwas anders…
    EIN Aspekt allerdings fehlt mir bisher in jedem Falle:
    Ich habe selber lange daran geknobelt, WIE es wohl dauerhaft, natürlich, also „automatisch“ funktionieren kann mit einer Gemeinwohleinstellung, ohne die eigenen Bedürfnisse stets ausdrücklich hervorzukehren, damit sie ebenfalls Berücksichtigung finden – oder eben zu unterdrücken.
    Also suchte ich nach dem – leichten – „Automatismus“.
    Einsicht 1:
    Es wird wohl keinesfalls mit dem Verstand lösbar werden, der hier zuweilen auch mit dem Begriff „Geist“ verwechselt wurde, den ich schlicht anders fülle. Die Lösung liegt für mich vielmehr im Ebenenwechsel der Betrachtung. Damit außerhalb von Strukturen oder erlernbaren/veränderbaren Mustern etc.
    Einsicht 2:
    NATÜRLICH sich Anderen zuwenden bedeutet für mich, mit sich selber zunächst einen gewissen Grad von Gleichklang, von „Aufgeräumtheit“ erreicht zu haben. Um Andere natürlich wahrzunehmen – selber frei, ohne „soziale Druckmechanismen“.
    Weiter wird erst dann wohl die Möglichkeit entstehen, dass ich mich mehr und mehr in meinen (echten!) Bedürfnissen überhaupt selber wahrnehme – AUCH und ganz entscheidend im Bedürfnis meines Selbstausdrucks – z.B. Andere zu unterstützen oder meinen ganz persönlichen Beitrag zum Gmeinwohl zu leisten. Natürlicher Selbstausdruck ist also für mich eine eigene Art Bedürfnis in sich.
    Ich sehe das als eine Art stetiges „Frage-Antwort-Spiel“ zwischen
    „Was brauche ich/was ist mein momentaner – natürlicher – Ausdruck) und
    „Was braucht die Gemeinschaft, Gruppe…“
    Das justiert und belebt sich also wechselseitig.
    Die Gemeinschaft ist damit nicht nur Befriedigung meiner Bedürfnisse, sondern zugleich auch „Kunde für meine eigenen Ausdruckswünsche“ – gewissermaßen.
    Daraus erhalte ich ALLE nötigen Impulse für meine jeweilige Entscheidung.
    Ich rede dabei weder vom ausdrücklichen DIENEN im heutige oft üblichen Sinne, das für mich leicht nach Unterwerfung unter die Interessen der Gemeinschaft „riecht“, noch vom gewöhnlichen, „selbstlosen SCHENKEN“, das ich eher als eine bewusste „Gebe-Handlung“ betrachte, sondern lediglich von intrinsischem AUSDRUCK. Denn DAS ist für mich natürlich und kann daher nachhaltig geschehen – in Anlehnung an alle uns umgebenden natürlichen Kreisläufe.
    Dafür entscheide ich lediglich „Ich (also das innewohnende Wesen, der MENSCH) stehe zur Verfügung – MIR (dem „Menschen-Tier“) UND DEM GEMEINWOHL“.
    JEDEN Tag, jede Stunde… in jeder Situation, soweit es mir eben jeweils gelingt…

    Gefällt 3 Personen

  15. Luckyhans sagt:

    zu Vollidiot 25/03/2019 um 15:04
    Lieber Volli,
    Was den von Dir so vehement verteidigten Geist angeht, der natürlich NICHT mit dem Verstand gleichzusetzen ist, so gibt es im oben dargelegten Denkmodell nur den einheitlichen Weltgeist, an dem – analog zum Gottesfunken – ein jedes denkende Wesen seinen kleinen Anteil hat: per selbstischem Zugang zum selbigen.
    Das gilt solange wir uns hier in der Grobstofflichkeit befinden.

    Wenn wir danach in die geistige Welt zurückkehren, so hat jeder – je nach Entwicklungsstand seiner Seele – dort einen dem entsprechenden Zugang zum Weltgeist. Plus natürlich Zugang zur kompletten Erinnerung an seinen seelischen Werdegang, d.h. alle bisherigen „Leben“.

    Wo Du dort den „Glauben“ und Religionen bzw. Ideologien unterbringen willst, ist mir nicht ganz klar geworden.

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  16. Luckyhans sagt:

    zu Johannes Anunad 26/03/2019 um 02:40
    Lieber Johannes,
    es ist schon verwunderlich, wie tief wir in den Denk-Vorgaben der „Jetzt-Unter-Welt“ stecken, daß hinter jedem guten Gedanken immer gleich ein Machtspiel („unterwerfen“ usw.) vermutet werden muß.
    Sind wir tatsächlich nicht in der Lage, uns daraus zu lösen und unvoreigenommen (!) an uns selbst und alle anderen heranzutreten?
    Nicht in Gedanken immer wieder einen Gegensatz zwischen mir selbst und der Gemeinschaft zu konstruieren oder vorauszusetzen?

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  17. Johannes Anunad sagt:

    @ Luckyhans
    27/03/2019 um 04:07

    Nun, ich habe ja MEINE Auffassung davon, wie Dies funktionieren wird, schon mehrfach und auch in meinem Kommentar genau ausgeführt.
    Ich denke daher gar nicht in diesen Kategorien, sondern ziehe sie lediglich – als „gewohnt“ und „üblich“ mit in Betracht.

    Liken

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