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Abhaengigkeit / Freiheit

 

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Von Angela, 24.07.06

Wenn wir an „Sucht“ denken, tauchen in unserem Geist meist Süchte wie „Drogensucht, Alkoholabhängigkeit, Tabletten- Nikotin-oder Esssucht auf , doch es gibt noch eine weitere Art von Sucht, die nicht so schnell zu erkennen ist, nämlich die SUCHT NACH  EMOTIONEN, welche ständig durch unsere Gedanken neu gefüttert wird.

Deutlich unterscheide ich hier zwischen GEFÜHLEN, die Verbundenheit zum Ausdruck bringen,  wie Freude, Liebe, Dankbarkeit und  EMOTIONEN, wie Angst, Wut, Hass, Neid, Die Sucht nach Anerkennung  und noch einige mehr. Eine Emotion haftet sich im Gegensatz zu einem Gefühl  immer an eine Story an, das ist ihr Kennzeichen.

Sämtliche Süchte  lassen  sich als eine Angewohnheit  definieren, womit der Einzelne nicht aufhören kann, Der Süchtige ist unfähig, seine Bedürfnisse zu kontrollieren, trotz Einsicht fällt er immer wieder in sein altes Verhalten zurück.

Warum ist das so?

Es gibt eine ganz einfache Erklärung, der Süchtige regt durch sein Verhalten einen neurologischen Vorgang in seinem Gehirn ständig neu an.

Im Körper  gibt es  Rezeptoren, die eigentlich für die physische Selbstregulierung gedacht sind. Beim Beispiel Heroin dockt dieser Stoff an die vorhandenen Opiatrezeptoren der Zellen an, welche  von Natur aus für die Aufnahme von Endorphinen, also natürlichen Botenstoffen des Gehirns, vorgesehen sind. Doch anstelle von Endorphinen nimmt die Zelle dann Heroin auf und wird süchtig danach. Dadurch entsteht ein fataler Kreislauf.

Dasselbe passiert bei der Sucht nach NEGATIVEN EMOTIONEN. Der Körper bildet ständig chemische Stoffe, aus, welche für Emotionen zuständig sind. Emotionen produzieren Peptide, (Moleküle der Emotionen), welche an die Zellrezeptoren andocken.  Der Körper beginnt, dieses Peptid bei ständiger Wiederholung zu erwarten und  dadurch werden gleichartige Situationen angezogen .

Ständiger Ärger, die Sucht nach Anerkennung, das Streben nach Macht und das Bedürfnis „das arme Ich“ zu spielen, um Zuwendung zu erlangen,- sind Beispiele für diesen Mechanismus.  Die Süchtigen  bleiben in alten Mustern stecken und können nichts Neues mehr denken oder erleben.

Je mehr Suchtmittel von außen und aus unserem Denken  kommen, desto weniger ist der Körper imstande, eigene Endorphine zu bilden und die Anzahl der Zellen verändert sich. Das Wachstum neuer Gehirnzellen ist blockiert.

Bei sehr vielen Menschen beruhen alle ihre Schöpfungen auf emotionalen Süchten und weniger auf freibestimmten positiven Gefühlen, wie Freude, Liebe und innerem Frieden.  Das erklärt, warum viele Menschen immer die gleichen missbrauchenden Beziehungen oder die belastenden Lebenssituationen wiederholen. Ebenso hängen rund 60-80 Prozent aller Verbrechen mit irgendwelchen Süchten zusammen.

Obwohl viele es vehement abstreiten würden, sind sie einfach süchtig nach gewissen Erfahrungen und Kicks und erschaffen mit ihren Gedanken und unbewussten Wünschen die Realität ihres Lebens.

Da wir in der gleichen Frequenz wie unsere Emotionen schwingen, ziehen wir gleichgesinnte Menschen in unserem Umfeld an.

Die Menschen, die wir lieben, sind diejenigen, die vielfach bereit sind, unsere emotionalen Bedürfnisse zu teilen.

Es ist nicht die eigentliche Aufgabe unseres Gehirns, eine anfängliche Erfahrung immer und immer wieder nachzuspielen.  Wir haben uns hier inkarniert, um Schöpfer zu sein, um etwas Neues in unserem Leben zu erfahren und zu erschaffen, um frei zu sein,  und nicht all die alten Gedanken und Erfahrungen wieder aufleben zu lassen.

Doch es gibt Hoffnung, aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Bewusstwerdung ist der erste und wichtigste  Schritt.

Auch können wir lernen, unseren Atemrhythmus ins Gleichgewicht zu bringen, denn eine falsche Atmung blockiert unsere Energie und lässt uns nicht über negative Emotionen hinauswachsen.

Danach könnten wir die 21-Tage-Regel anwenden. Verhaltensforscher haben herausgefunden, dass der Mensch mindestens 21 Tage braucht, um altes, als falsch erkanntes Verhalten abzulegen und Neues einzuüben. Das wird am Anfang nicht leicht sein, denn das alte Programm kämpft ums Überleben, da gilt es, standhaft zu bleiben.

Nach 21 Tagen nimmt die Widerstandskraft der alten Gewohnheit allmählich ab, ihre Energie erlahmt, die Zelle wird wieder frei für neue, höhere Bewusstseinsinhalte.

Dr. Joe Dispenza, ein amerikanischer Arzt und Wissenschaftler sagt dazu Folgendes:

„…. Emotionen, von denen wir so lange abhängig waren, werden der Zelle nicht mehr zur Verfügung gestellt. Wenn wir standhaft bleiben, – und so überwinden wir jede Sucht, – dann  durchbrechen wir die Reaktion, weil wir nicht auf die Stimme in unserem Kopf reagieren. Gleichzeitig durchbrechen wir die Reaktion auch chemisch, weil die chemischen Bedürfnisse der Zelle nicht erfüllt werden.

Schließlich wird die Zelle von ihrer chemischen Sucht befreit und wenn sie sich nun teilt, „reguliert sie sich nach oben. Sie lässt all die Rezeptorstellen los, die für diese emotionalen Zustände verantwortlich waren; jetzt befindet sie sich in einem harmonischen Zustand und der Körper erlebt Freude. …….. „

Wir leben auf der Erde, um „Das Unbekannte bekannt zu machen“ ( Michael Ledwith) und  durch ewige Wiederholung einer anfänglichen Erfahrung, mag sie auch noch so Lust- oder leidvoll  gewesen sein,  werden wir niemals Reife erlangen. Füllen wir unser Leben wieder mit neuen Ideen, wagen wir es, neue Träume zu verwirklichen , neues Wissen zu erlangen.  Liebe zu allem, was existiert, zu empfinden, dann kann die Transformation von einem von vielen Dingen abhängigen Menschen zu einem freien Schöpfergott gelingen.

Angela

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11 Kommentare

  1. Ishani Diana sagt:

    Diesem Text kann ich nur Zustimmen 🙂
    Nachdem ich meine inneren Süchte aufgelöst hatte, wurde ich Kritiklos und konnte mein „vis à vis“ besser akzeptieren.
    Während diesem Prozess lernte ich auch, dass es so viele Wahrheiten gibt wie es Menschen gibt. Denn jeder Mensch hat seinen eigenen Blickwinkel, auf ein und das selbe Ereignis.
    Diese Erkenntnis lehrte mich nicht mehr zu Werten.
    Ich sehe es den Menschen an der Körperhaltung an, wie schwer ihr Rucksack ist, den sie in die Inkarnation mit gebracht haben.
    Da bin ich schon Dankbar, dass mein Reisegepäck einiges leichter war und ist 😉

    Gefällt 2 Personen

  2. PEGASUS sagt:

    Lieber Thom
    Ganz einfach, an dieser Stelle, herzlichen Dank für die vielen, genialen, sehr hilfreichen Informationen hier auf Deiner Plattform!!!!!!
    HERZLICHE GRÜSS
    Bernhard

    Gefällt 2 Personen

  3. thom ram sagt:

    Pegasus 14:31

    Vielen Dank fuer dein anerkennend‘ Wort, Pegasus.
    Grad gut gebrauchen kann ich es…:-)

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  4. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  5. Sehr guter Beitrag, liebe Angela, zum Thema Süchte.
    Und das ist noch weiterhin erweiterbar.. 🙂
    Danke dafür.

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  6. MaryPoppins sagt:

    Wenn’s gelegen kommt, dann hindert auch mich nix daran, kurz danke zu sagen. Man tut’s viel zu selten, weil man ja pausenlos die möglichkeit dazu hätte… Blablabla… Jetzt also, weil’s dir grad gut tut: vielen herzlichen dank dafür, dass ich in bb jeder zeit ein kleines zuhause für meine tägliche mental hygiene vorfinde. Sowas ist wichtig! Und du guter tom ermöglichst uns allen dieses stück frieden. Gute nacht in bb

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  7. Angela sagt:

    Vielen Dank für Eure Zustimmung zu meinem Artikel. Ich fand dieses Thema interessant, weil es den biologischen Mechanismus der Süchte und emotionalen Abhängigkeiten erklärt und den Teufelskreis aufzeigt, aus dem der Süchtige nur sehr schwer wieder herauskommt.
    Petra, Du hast recht, das Ganze könnte um vieles erweitert werden. Die Ursache der Abhängigkeiten , die psychische Komponente wären auch ein großes Thema.

    LG von A n g e l a

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  8. Reiner Ernst sagt:

    Der Mensch ist ein Geistwesen. (Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde)
    Geist formt Materie. Erwiesen.
    Unsere Gedanken erschaffen unsere Wirklichkeit, unsere eigene Realität (die dadurch einmalig ist)
    Unser Gehirn formt unsere Gedanken – und zwar pausenlos – durch unsere Sinne, Eingebungen, Gedächtnis, Traum . . .
    Und – das Wichtigste: Unser Bewusstsein ist nicht-lokal!
    D.h. es sitzt nicht nur im Kopf/Hirn, sondern ist – quantenbiomäßig – überall im Raum präsent.
    *
    So hab ich’s mir zurecht gelegt. Und lebe dadurch angst- und schmerzfrei. Ja, und auch glücklich.

    Gefällt 1 Person

  9. thom ram sagt:

    Vielen Dank fuer deine Anerkennung, Mary Poppins.

    Und ja. Die Lebenden ehren und den Lebenden danken, jetzt. 🙂

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  10. eckehardnyk sagt:

    Ich habe mich dank der Zwangslage im Uniklinikum auch von der – letzten ? – Sucht befreit, die Meldungen hier oder anderswo lesen zu müssen. Das waren ungefähr 3 Wochen Abstinenz. Jetzt schau ich nur gelegentlich rein, wenn mich ein Thema besonders angeht. Dies mit allem Respekt, Dank und Anerkennung für Thom Ram, der das hier großartig meistert und wie der gute Hirte immer seine Präsenz signalisiert und das Bewusstsein „der Nation“ anhebt.

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  11. dellejack sagt:

    Kommt wida hinterher wie die alt Großmutter. Sucht kommt von Suche; daß die Leutchen was suchen ist bei diesem ver-popo-isierungs-Süßtem völlig klar. Die Meisten wissen allerdings nicht wen, oder was, besser daß sie was suchen und greifen somit nach Hilfsmitteln welche sie aus ihrer Situation rauskatapultiert……älläs Bsüchologie, um die allseits bekannten w-Fragen die jeden bewegen, mit meist hinterlistigen Folgen der totalen Ver-Irrung und gleichzeitiger ‚Kundenbindung‘, welche gewährleistet, das der Rubel rollt und die Fragen nimmermehr beantwortet wird. -alea jacta est-
    Habe genug von solch armen Seelen kennengelernt, chauffieren in die Notaufnahme, in dieSicherheitsverwahrung, oder den Spezialisten überbringen. Selbst im privaten gab es so einige Leut, deren Abstürze bis zur goldenen Nadel reichten__zu meinem bescheidenen Glück beruht(e) meine persönlich gefährlichste Sucht ’nur‘ im äußerst gewagten bewegen meines Eisenhaufens (Moped) ……tja,ja die Endorphine, nette Biene……..bbboss kennt dette,nich?
    schöner Beitrag, gut beschrieben dat Ding mit den Rezeptoren_Seroto,_Melato,_viele,viele (60?)tonine.—mischelmaschel Lebenssaft (Blut)

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