bumi bahagia / Glückliche Erde

Startseite » AUTOREN » ADMIN THOM RAM » Sinfonieorchester Tatarstan / Shostakovich Sinfonien / Spezis unter den Spezis

Sinfonieorchester Tatarstan / Shostakovich Sinfonien / Spezis unter den Spezis

Weniger denn ein Promille der Menschheit gibt sich der Musik von Pachhelbel bis Wagner, von Dandrieu bis Messiaen hin. Von diesem weniger als einem Promille ist es nocheinmal ein Bruchteil, der sich für Schostakowitschs Kompositionen interessiert.

Für dieses Kaumpromille des Kaumpromilles habe ich hier etwas gefunden, was mich überrascht hat. Ich habe minimal hineingehört nur, doch verspreche ich  mir auf Grund dieser kleinen Häppchen eine ganzen neuen Kuchen, eine ganze neue Welt! Saagenhaft, was sich mir angekündigt hat.

Früher wäre ich in den Laden gelatscht und hätte mir die Sammlung bestellen lassen. Heute bin ich dankbar, dass eine freundliche Seele sämtliche 15 Symphonien in die Duröhre gehängt hat, dann noch mit Minutenangaben, was wann wo.
Hier.

Ich wünsche dir, guter Leser, ein weibliches herrliches Wochenende.

Thom Ram, 15.06.06

.

Quelle

.

Nationales Sinfonieorchester Tatarstan: Schostakowitsch Sinfonien

.

Auf seiner neuesten CD-Box widmet sich das Nationale Sinfonieorchester Tatarstan unter seinem Chefdirigenten Alexander Sladkovsky allen 15 Sinfonien von Dmitri Schostakowitsch. Damit knüpft es an seine erfolgreiche Gesamtaufnahme von Schostakowitschs Solokonzerten an, die vergangenes Jahr ebenfalls beim russischen Label Melodiya erschienen ist.

Auf seiner ersten Europatournee begeisterte das Nationale Sinfonieorchester Tatarstan, das in Kasan (Russland) beheimatet ist, 2016 sein Konzertpublikum mit einem russischen Programm. Dass es Experte für das russische Repertoire ist, zeigt auch die Neuaufnahme der sinfonischen Werke von Schostakwitsch unter Chefdirigent Alexander Sladkovsky. „Alexander Sladkovsky entdeckt mehr Farben und mehr tatarisch-tänzerische Rhythmik in Shostakovichs Musik als andere Dirigenten“, meinte Pizzicato über die Einspielung der Solo-Konzerte. Schostakowitschs Oeuvre ist eine musikalische Chronik seiner Epoche und die 15 Sinfonien haben nicht nur seine eigene Entwicklung festgehalten. Es scheint, als ob das gesamte 20. Jahrhundert mit seinen großen Entdeckungen, beispiellosen Fortschritten und schrecklichen Katastrophen – im politischen wie im persönlichen Rahmen – in seinen Partituren atmet.

Das 1966 gegründete Nationale Sinfonieorchester T atarstan zählt zu den musikalischen Aushängeschildern Russlands. Beheimatet ist es in der 1996 gebauten Konzerthalle in Kasan, die 2015 renoviert und den modernen Standards angepasst wurde. Seitdem der aus Taganrog (Südrussland) stammende Alexander Sladkovsky 2010 die Leitung übernommen hat, konnte der Klangkörper sein Profil weiter schärfen und feierte national wie international große Erfolge. So schrieb das Musical Life Magazine: „In Russland spricht man von dem ‚Wunder von Kasan‘. Unter Maestro Sladkovskys Hand hat sich das Orchester an die musikalische Spitze gespielt.“ Das Orchester hat CDs für Sony Classical und RCA Seal eingespielt und seine Konzerte werden regelmäßig von Rundfunkanstalten im In- und Ausland übertragen.

.

Alexander Sladkovsky und das Nationale Sinfonieorchester Tatarstan

Das Nationale Sinfonieorchester Tatarstan spielt rund 100 Konzerte pro Jahr. Im Konzerthaus, das nach dem tatarischen Komponisten und Dirigenten Salih Saidashev benannt ist und von Architekt M. Agishey entworfen wurde, befindet sich ein großer Konzertsaal mit 700 Plätzen sowie ein Kammermusiksaal mit 70 Plätzen. Regelmäßig ist das Orchester in den großen russischen Metropolen und im Rahmen ausgedehnter Tourneen auf internationalen Bühnen zu hören. Der ehemalige Vorsitzende des Komponistenverbandes von Tatarstan und Dekan der Musikhochschule Nazib Zhiganov gründete den Klangkörper. Er erhielt 1966 von den Behörden der UdSSR die offizielle Genehmigung, ein Orchester in Tatarstan ins Leben zu rufen. Sein Debütkonzert gab es am 10. April 1967 mit Werken von Bach, Schostakowitsch und Prokofjew unter der Leitung seines damaligen Chefdirigenten Natan Rakhlin.

Der dynamische Dirigent Alexander Sladkovsky gilt als der neue „Aristokrat“ unter den russischen Maestros. Seit 2010 ist er Künstlerischer Direktor und Chefdirigent des Nationalen Sinfonieorchesters Tatarstan, das sich unter ihm zu einem der besten Orchester Russlands entwickelt hat. Alexander Sladkovsky ist Gründer und künstlerischer Leiter vieler verschiedener Festivals in Kasan, die er mit den Nationalen Sinfonieorchester Tatarstan ausrichtet: darunter das Rachmaninow Festival „Weißer Flieder“, das Open-Air-Opernfestival „Kasan Herbst“, das „Denis Matsuev Meets Friends“ Festival und das Gubaidulina-Festival „Concordia“.

Im Oktober 2013 wurde Alexander Sladkovsky von der Accademia Nazionale di Santa Cecilia eingeladen, Werke von Rachmaninow im Rahmen der Jubiläumskonzerte des Komponisten zu dirigieren. In der gleichen Saison bekam Sladkovsky eine Wiedereinladung, mehrere Konzerte mit einem Tschaikowski-Programm durchzuführen. Außerdem arbeitete er u.a. mit dem Orchester des Bolschoi-Theaters, dem Philharmonischen Orchester St. Petersburg, dem Orchestra Sinfonica Siciliana, der Dresdner Philharmonie, dem Niedersächsischen Staatsorchester Hannover, dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, der Sinfonia Varsovia, dem Orchester von Theatro Municipal de São Paulo und dem Concerto Budapest Orchestra zusammen.

.

Dmitri Schostakowitsch (1906–1975)

“Shostakovich – Complete Symphonies” Sinfonien Nr.1-15

Natalia Muradymova, Sopran
Pyotr Migunov, Bass
Masters of Choral Singing
Nationales Sinfonieorchester Tatarstan Alexander Sladkovsky, Dirigent

13 CDs, MEL

.

Quelle

.

.


12 Kommentare

  1. Wie sich dieser Gesichtsausdruck ändert von dem Klavierspieler…..

    Vor dem Auftritt noch der kleine Junge, der aufgeregt ist, sicherlich Fracksausen hat……und während des Spielens kommt eine Stärke hinein, ein komplett anderer Ausdruck.

    Wirklich genial, auch das Stück was gespielt wird.

    Gefällt mir

  2. Vollidiot sagt:

    Ich liebe Schostakowitsch.
    Ja.
    Auch weil er sich kein Spiel von Zenit St. Petersburg entgehen ließ………………………

    Gefällt mir

  3. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

    Gefällt mir

  4. haluise sagt:

    danke DANKE VIELEMALE …………….. luise

    Gefällt mir

  5. thom ram sagt:

    …ich habe eben nochmal in den Sinfonien rumgestöbert, danach mir das von Marietta erwähnte Klavierkonzert angehört.
    Wie so oft fehlen mir die Worte. Genius des Komponisten, Genius der Musiker, es schüttelt mich immer wieder aufs Neue wohlig. Ich kommentierte dort so:
    Ich war ja Musiker, Organist, doch gestehe ich, Shostakovichs Werke lerne ich erst jetzt kennen, da ich ein alter Mann bin. Oh, da tun sich mir neue Gärten auf. Ganz wunderbar.
    Nach erstmaligem Hören der Wiedergabe dieses Werkes sage ich Dank. Allen Musikern. Dem Dimitri, wo auch immer er sich heute aufhält, dem Toningenieur, dem freundlichen Menschen, der das Konzert hochgeladen hat.
    In Satz zwei, oh Wonne, schon denke ich: „Jetzt wird es banal“, und nix banal, eine überraschende Wendung zeigt Dimitri. Und auch im zweiten Satz, oh Wonne, welch wunderschöner Klang, den das Orchester unser russischen Brüder formt!
    Und natürlich generell…immer und immer bin ich erstaunt und erfreut und der Bewunderung voll, dass es Menschen gibt, welche solch schwierige Sachen überhaupt spielen können, und dann noch, haha, mit 16 Jahren. Ich wünsche Evgeny herzerfreuenden Lebensweg und grossen Erfolg.

    Ja, das Konzert fand Mai 2018 statt. Welch Welt wir bewohnen! Zu gleicher Zeit schiessen andernortes Menschen auf Menschen, denken sich schwarze Hirnis Strategien aus, die Erde und die Menschheit doch noch fertig zur Sau zu machen. Und hier sprüht Leben, Leben pur! Das spendet Trost. Nichts ist verloren. Menschen, welche diese Bezeichnung verdienen, werden die Zukunft schaffen, die Zerstörer werden abgehalftert, die Erde wird wieder zum strahlend blauen Planeten werden.

    Gefällt mir

  6. ALTRUIST sagt:

    Schostakowitsch , die 7. Sinfonie , die Leningrader, war Bestandteil des Unterrichts an den Schulen , jedenfalls war das in der DDR so .

    Gefällt mir

  7. Nobody sagt:

    Gelöscht.
    Inhalt entbehrt jeden Zusammenhanges und ist Werbung.
    Lass solch Schwachgesinn, noubodi. Imperativ.
    Thom Ram

    Gefällt mir

  8. ALTRUIST sagt:

    Die 7. Sinfonie,

    – das Anzeichen einer Bedrohung
    – die Bedrohung und das Leben in Ihr und mit ihr
    – Sammeln des Widerstandes
    – die Befreiung .


    Lebensmittelkarte für Brot in Leningrad, 125-Gramm-Rationen, Dezember 1941

    Die Sinfonie unterstreicht das immer waehrende Spiel , welches die Menschheit ausreichend in sich aufgenommen hat und es bis heute unwidersprochen zulaesst und hinnimmt .

    Frau Merkel kennt die Sinfonie , denn sie besuchte das gleiche Schulsystem wie ich auch .
    Vielleicht hoert sie ja am Wochenende mal mit rein ……

    Gefällt mir

  9. ALTRUIST sagt:

    auf
    https://www.br-klassik.de/themen/klassik-entdecken/schostakowitsch-leningrader-siebte-symphonie-100.html

    ist zulesen :

    Schostakowitschs Siebte Symphonie
    Die „Leningrader“ – Überzeitliche Anklage
    wer mag , muss in die Quelle schaun .

    Gefällt mir

  10. ALTRUIST sagt:

    Dmitri Schostakowitsch in seinen „Memoiren“

    „Ich empfinde unstillbaren Schmerz um alle, die Hitler umgebracht hat. Aber nicht weniger Schmerz bereitet mir der Gedanke an die auf Stalins Befehl Ermordeten. Ich trauere um alle Gequälten, Gepeinigten, Erschossenen, Verhungerten. Es gab sie in unserem Lande schon zu Millionen, ehe der Krieg gegen Hitler begonnen hatte […] Ich habe nichts dagegen einzuwenden, dass man die Siebte die ‚Leningrader‘ Symphonie nennt. Aber in ihr geht es nicht um die Blockade. Es geht um Leningrad, das Stalin zugrunde gerichtet hat. Hitler setzte nur den Schlusspunkt.“

    aus der obigen Quelle

    Gefällt mir

  11. Vollidiot sagt:

    Alt

    Man sollte erwähnen, daß Stalin (ich entschuldige mich jetzt wieder was gegen Josip zu sagen) Leningrad nicht liebte.
    und so hat er sich auch verhalten (siehe Memoiren des Dimitri).
    Wahrscheinlich ist auch er, der Dimitri, der Propaganda aufgesessen.
    Oder?
    (Ich hab sie in DER Philharmonie gehört).

    Gefällt mir

  12. ALTRUIST sagt:

    Vollidiot

    Ich kann das mit Stalins Hass auf Piter , so nennen die Leningrader ihre Stadt nicht nachvollziehen .
    Leningrad war auch immer freier und internationaler als das grosse Dorf Moskau .
    In Piter findest Du Frankreich , Holland , Deutschland und Italien . Man muss nur aufmerksam durch die Stadt gehen .
    Das wird sich aktuell verschoben haben .
    Das der Dimitri der Propaganda aufgesessen war , ist schon moeglich .

    Als ich in meiner Jugend mit einigen Russen tiefere Beziehungen hatte und sich ein Vertrauensverhaeltnis entwickelt hatte , denn der KGB war immer mit dabei , war ich erstaunt ueber den Hass auf Stalin .
    Einen Hass auf Deutsche habe ich grundlegend nicht feststellen koennen .

    Die 7. Sinfonie ist bei mir so verinnerlicht , allein wenn der Name faellt , laufen die markantesten Saetze der Sinfonie in meinem Kopf ab .

    Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: