bumi bahagia / Glückliche Erde

Ossiblock

…..habe ich ihn doch wahrhaftig gaenzlich aus den Augen verloren, fast 4 Jahre lang, den Ossiblock.

Ich raetsele, woran das liegen mag. Hatte er damals Sendepause, und ich verpasste den Wiedereinstieg? Ging damals mit dem Verlust meines Maecks mittels Beklautwerden der Verlust seiner Adresse einher?

Egal. Jedenfalls bin ich Jauhu von Muss Mann wissen saudankbar, denn durch ihn habe ich heute geschnallt, dass der Ossiblocker so erheiternd bitterboese auch heute am Werkeln ist.

Ich empfehle. Schau ma rinn, insbesondere dann, wenn du dich nach deutschem Deutschland sehnst.

Ossiblock

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Kostprobe von heute:

Müller litt besonders unter der Diktatur in der DDR. Wir haben etliche Zeitzeugen befragt, die das bestätigten.

Müller hatte nie einen Arbeitsvertrag und auch keine Wohnung. So wie ihm ging es allen, die sich weigerten in die SED einzutreten. Müller lebte also auf der Straße und dealte mit Drogen. Der zuständige ABV drückte beide Augen zu – vielleicht wurde er auch bestochen.

Generell steht Müller für alle seiner Generation, die nie eine Chance hatten. Die Diktatur unterdrückte jeden und alles. Müller durfte nie seine Meinung denken. Er mußte ein kümmerliches Leben führen.

Mit dem 3. Oktober 1990 änderte sich das alles. Müller ist jetzt ein erfolgreicher Unternehmer und genießt sein Leben in einer Demokratie. So wie Müller sind auch die unzähligen Arbeits- und Obdachlosen der DDR von der Straße verschwunden.

Laßt uns diesen 3. Oktober feiern!

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Thom Ram, 13.05.06

(Wer es immer noch nicht geschnallt haben sollte…2012 war Wendepunkt. Alte Kraefte und neue Kraefte waren im Gleichgewicht. Seit 2012 sinkt die Waagschale der neuen Kraefte. Fuer junge Glaswischer, welche keine Waage kennen: Die Seite, welche mehr wiegt ist es, die sich senkt. Uffa. Heute muss man 20 – Jaehrigen erklaeren, was frueher ein 5-Jaehriger wusste)

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14 Kommentare

  1. Wehemeyer, Renate sagt:

    Das zum OSSI-Müller soll wohl eine Satire sein? Selbst jeder Straffällig gewordene in der DDR hatte einen Arbeitsvertrag. Arbeitslosigkeit tendierte gegen Null. Obdachlose und Drogentote gibt es erst nach der Wende. Allerdings Volltreffer bei der Meinungsfreiheit, die nicht geduldet wurde. Dieses und die Hallsteindoktrin unserer westdeutschen Brüder und Schwestern verhalf uns zum Untergang. Wer wollte nicht mal zur Abwechslung eine Banane essen?

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  2. thom ram sagt:

    Renate W 00:02

    Ich gratuliere. Du hast es herausgefunden. Schwarze Satire isses, an der Grenze zu Zynismus.

    Und Meinungsfreiheit? Heute in der BRD? Du bist auf dem Laufenden was da laufend laeuft?

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  3. Luckyhans sagt:

    … leider heute nicht mehr verfügbar: in den 1970er Jahren gab es einen recht „bissigen“ Sänger – Dieter Süverkrüp, neben dem bissigen Mund von Dietrich Kittner und Franz-Josef Degenhardt einer der auch im Osten bekannten „Systemkritiker“ der BRvD, die keine „artigen Lieder“ wie Reiner May damals sangen, sondern inhaltlich eher „Floh de Cologne“ nahestanden.

    Allerdings besteht inzwischen die Chance, daß Süverkrüps satirische Stücke (z.B. seine „DD-Ärgernisse“) von der heutigen jungen Generation für wahre Beschreibungen der Verhältnisse in der DDR gehalten werden… wenn die heutige Jugend überhaupt davon Kenntnis nimmt, daß es mal eine „sogenannte“ DDR gegeben hat…

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  4. ALTRUIST sagt:

    Die DDR befand sich gezwungener Massen in einem geschlossenem Markt .
    Die Flugzeugindustrie war noch Anfang der 50 iger Jahre eine der fortschrittlichsten der Welt .
    Genau so in der Elektonik , das weltweitweit beste Tonbandgeraet war der KB 100 .

    Alles und vieles andere Ist platt gemacht worden .

    Walter Ulbricht wird die Mauer zugeschreiben , doch er wurde selbst verwundert vor vollenendeten Tatsachen gestellt . , alles andere ist Taueschung .

    In der niederen Kindersterblichkeit war die DDR weltweit mit Spitze .
    Toetungsdelikte gab es maximal 1 jaehrlich . Die Kriminalstatistik war auf einem sehr niederem Level .
    Arbeitslose und Obdachlose gab es definitiv nicht .

    Das Ende der DDR war in der Sylvester Nacht im Jahre 1978 absehbar und die Warner um Honecke fanden sich bestaetigt .
    Ein Jahrhundertschneesturm legte im wahrsten Sinne des Wortes die DDR flach .
    Innerhalb von 12 STunden fiel das Thermometer von plus 12 auf minus 15 Grad .
    Die Kohle fuer die Kraftwerke war zugefroren .
    Kein Strom , keine Waerme .
    Das Vieh verreckte und erfror in den Staellen .

    Erich Honecker befand sich zu dieser Zeit auf eine Afrikareise , paradoxer weise .
    Seine Genossen sind eine Woche vor desem Schneesturm mehr gewarnt worden .
    Alles ist ignoriert worden , denn Weihnachten stand vor der Tuer …….

    Bedingt durch den geschlossenen Markt existierte eine Schattenwirtschaft – das Golodkowsky Imperium .
    Nicht um Honecker und Getreuen persoenliche Vorteile zu verschaffen , sondern um wie auch immer , auch kriminell , Devisen zu beschaffen .

    Devisen fuer Bananen , Apfelsinen usw,

    Immer und immer wieder sind in Berliner Betrieben diese Dinge direkt am Handel vorbei , den Malochern direkt verkauft worden , um zumindestens in Berlin zu versuchen den sozialen Frieden zu erhalten .

    Ein groesser Fehler war die Enteignung der restlichen privaten Kleinbetriebe .

    Eine weitere Schattenwirtschaft favorisierte sich , gibst Du mir das , so gebe ich Dir das .
    Dieser Handel florierte mehr und mehr .
    Wer Kontakte hatte , konnte sich in diesem bargeldlosen Markt vieles beschaffen auch unter Ausnutzung der sogenannten Westverwandschaft .

    Eine dritte Schattengesellschaft waren die Datschen Besitzer .
    Am Wochenende verbrachte man dort seine Zeit und konnte sich frei und ungehindert unter seines Gleichen austauschen und DDR leck mich mal am Arsch Marie . Die meisten waren Mitglieder der SED .
    Eine verlogenen Gesellschaft , wie heute auch .

    Die in der Balfour Deklaration 1917 fixierten Ziele als Bedingung fuer den Kriegseintritts der Holding VSA in den Weltkrieg besiegelte scheinbar das Ende der 26 deutschen Bundesstaaten .

    Jetzt sind seit dem 100 Jahre vergangen und das Endziel des Britischen Empires , die Vernichtung Deutschlands hat die Endphase erreicht .

    DDR hin , DDR her , es war nur eine kleine Szene im globalem Illustrationstheater .

    Putin wartet auf einen Handschlag wohl vergebenst .

    Er hat Bismarck mehr verinnerlicht als die Deutschen selbst .

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  5. Texmex sagt:

    @LH

    Der Reinhard Mey hat nicht nur artige sondern sogar einzigartige Lieder gemacht, man muss nur in Ruhe zuhören.
    Und – vieles , was heute aktuell ist, vorweggenommen.
    Aktueller denn je.

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  6. Texmex sagt:

    Hab ich grad gefunden:

    Man kann von ihm nach der Telekom-Aktienverarsche von ihm halten, was man will, damals (1979) war er noch recht klar im Hirn und nicht so offensichtlich durch Schein-Geld versaut wie später.

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  7. dellejack sagt:

    Ossiblogg s Senf ist gar köstlich und muuß uff jeden sarkasTisch

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  8. luckyhans sagt:

    zu Texmex vor 19 Std.
    … richtig lesen – ich schrieb „damals artige Lieder“… R.Mey hat erst später begonnen, richtig ernste Lieder zu singen… 😉

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  9. luckyhans sagt:

    zu Texmex vor 14 Std.
    „damals (1979) war er noch recht klar im Hirn und nicht so offensichtlich durch Schein-Geld versaut wie später.“ –
    ob er wohl bis an sein Ende noch kapiert hat, wie verlogen all die „Freiheit“s-Sprüche IMMER waren in der BRvD?
    Und ich glaube, auch damals hat er nicht den Durchblick gehabt, was die BRvD angeht, sondern er war ein „gelernter DDR-Bürger“ wie wir alle.
    Und er hat (wie die meisten) das Westfernsehen ernst genommen und die stets dahinterstehende Manipulation für „SED-Propaganda“ gehalten…
    😉
    Ich habe mir sein Hörbuch „Abgehauen“ (4 CDs) Ende der 90er Jahre in Ruhe angehört und würde das jedem empfehlen, der sich wirklich für diese Zeit und den Menschen Manfred Krug interessiert.

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  10. ALTRUIST sagt:

    In der DDR gab es noch ein Unterrichtsfach : HEIMATKUNDE

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  11. ALTRUIST sagt:

    Immer lebe die Sonne – Пусть всегда будет солнце

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  12. ALTRUIST sagt:

    Im schoensten Wiesengrunde“ von Viktor Nikitin

    Originalaufzeichnung von 1948 in Berlin , Stalin reicht den deutschen Voelkern die Hand zur Versoehnung

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  13. luckyhans sagt:

    zu ALTRUIST 16/05/2018 um 05:32
    „In der DDR gab es noch ein Unterrichtsfach : HEIMATKUNDE “ –
    ja, mit mindestens 2 sog. Wandertagen im Jahr – je 1 Tag Ausflüge in die nähere Umgebung: eine Ziegelei, eine Molkerei, ein Landwirtschaftliches Gut, eine Schiffswerft, der Hafen, eine Armee-Einheit, ein Sägewerk, das örtliche Theater usw. usf.

    Oh, ich erinnere mich auch noch an ein Fach „Schulgarten“, wo wir einen Tag in der Woche 2 Stunden die Anfänge des Gartenbaus ganz praktisch „erlernt“ haben, leider nur ein Jahr lang, in der 4. Klasse.

    Und an das Fach UTP – Unterrichtstag in der Produktion -, wo wir ab 6. Klasse in einem örtlichen Großbetrieb, dem Dieselmotorenwerk das riesige Schiffsdiesel herstellte, einen Tag alle 2 Wochen in einer extra eingerichteten Baracke selbst was drehen, feilen und montieren konnten und am anderen Tag alle 2 Wochen in die „richtige“ Produktion gelassen wurden, wo wir bei einem Arbeiter als „Handlanger“ mitarbeiten durften…

    Danach habe ich, sobald ich 14 war, jede Schulferien irgendwo gearbeitet, meist bei unserer Patenbrigade auf dem Bau – hab mir so mein Taschengeld (als Schüler steuerfrei) selbst verdient und „reingeschmeckt“ in das Arbeitsleben…

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