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Putins sozialer Kapitalismus

(LH) Es sind immer wieder dieselben Wunschträume, welche manche Menschen bewegen, wenn sie sich nicht aus ihrem Gedanken-Ghetto der Konditionierungen und Indoktrinierungen lösen: ein „sozialer“ Kapitalismus…
Der
Kapitalismus heißt so, weil er eine Gesellschaft darstellt, welche voll und ganz den Interessen des Kapitals und seiner Eigentümer untergeordnet ist.
Für „soziales“ ist darin kein Platz.
Gäbe es diesen Platz, wäre das kein Kapitalismus mehr…

Ja, ich weiß, jetzt kommen gleich wieder manche ebenso im geistigen Ghetto steckenden mit Erhardts sog. sozialer Marktwirtschaft…
Liebe Freunde, bitte lest unsere Wirtschaftsartikel und schaut euch einen der Vorträge von Prof. Berger an: eine solche „soziale Marktwirtschaft“ funktioniert nur kurz nach einem weitgehenden Zusammenbruch, solange ein stetes Wachstum erfolgt, das wertmäßig über den Zinsforderungen des „raffenden“ Kapitals liegt; wenn die Exponentialfunktion des Zinses-Zinses nach einigen Jahrzehnten die Wachstumsgerade durchstößt und in ihren steil ansteigenden Bereich eintritt, ist schlicht nichts mehr da, um „soziales“ zu finanzieren – das ist der Zustand des „normalen“ Raubtier-Kapitalismus wie er leibt und lebt, seit knapp 300 Jahren…
© für die Übersetzung aus dem Russischen by Luckyhans, 5. Mai 0006Kommentare und Hervorhebungen von mir.
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Putins sozialer Kapitalismus – Социальный капитализм Путина

Autor: Огонь – 28. April 2018 19:07

Die staatliche „Privatisierung“ der „Magnit“-Kaufhauskette ist nichts anderes als eine leise Rückkehr der systembildenden Unternehmen unter die Kontrolle des Staates.

Ehre und Lob dem Herrn Galizkij, der so ein großartiges Geschäft in Rußland aufgebaut hat! Sein „fataler“ Rechenfehler war, daß der Gewinn der „Magnit“-(Supermarkt-)Kette ins Ausland transferiert wurde, in diesem Falle nach Zypern. Dann Galizkij betrachtete als seine einzige finanzielle Zufluchtsstätte den „segensreichen Westen“, und so gar nicht Rußland.

Jetzt, da der Westen allem Russischen den Krieg erklärt hat, ist die Wahl für Galizkij augenblicklich beendet.

Entweder er nimmt das Angebot zum Verkauf seiner Anteile am „Magnit“ (zu deutsch: Magnet) an, oder er verbleibt mit gar nichts mehr, denn die Flucht in den Westen bedeutet im Lichte der letzten Ereignisse nicht die Garantie des Erhalts des Eigentums.

Galizkij hat kapiert, daß es sich nicht lohnt, das Angebot der VTB (Vneshtorgbank) auszuschlagen, denn mehr wird ihm sowieso keiner bieten. Und im Falle einer Ablehnung wird der „Magnet“ in ein paar Monaten mit hunderten administrativen (und wenn’s klappt auch strafrechtlichen) Ermittlungen konfrontiert sein, und dann wird sein Anteil außerordentlich an Wert verlieren.

Was und wer steht hinter solchen kommerziellen Angeboten, die man nicht ablehnen kann?

Die staatliche Kontrolle

Hinter diesen steht der Wunsch des Staates, die Geschäfte des Galizkij unter seine Kontrolle zu nehmen. Und man braucht sich nicht zu belügen, hinter dem „Wunsch des Staates“ steht der Wunsch Putins und „seiner Gruppe“.
(eine sehr „mutige“ Schlußfolgerung, die im weiteren nicht nachgewiesen wird… also erneut ein Postulat)

Es ist kein Geheimnis, daß der heutige Retail in Rußland wie ein riesiger Finanz-“Staubsauger“ wirkt. Egal welches Handelsnetz ihr auch ansprecht, es ist unbedingt im Ausland registriert.

Розничные торговые сети устроили в России настоящий продовольственный террор
(Liste der Länder, wo die großen Ladenketten mit Hunderttausenden Läden in Rußland registriert sind: 21x Niederlande, je 2x Frankreich und Deutschland, je 1x Luxemburg, Österreich, Zypern, Jungferninseln, Österreich, Zyperns Off-shore)

(oder es sind gleich Tochterunternehmen eines transnationalen Großkonzerns)

Розничные торговые сети устроили в России настоящий продовольственный террор

Der Gewinn praktisch aller bekannten Einzelhandelsnetze fließt in die Off-shores.
(mit Off-shores sind die Steuerflucht-Paradiese gemeint, wie Zypern, die britischen Kanalinseln usw.; übrigens ist „off shore“, d.h. „außerhalb der Ufer“ ein Begriff aus dem – richtig: „maritimen Recht“ oder „admiral law“ – oder einfacher: aus der Seeräuberei…)

Steuern werden auch dort gezahlt. Das sind kolossale Gelder, die aus unserem Land abfließen, was unter den heutigen internationalen Realien unzulässig ist.
(dazu Fakten: der Abfluß von Geldern aus Rußland zwischen den Jahren 2000 und 2017 wird von unterschiedlichen Quellen zwischen 430 Milliarden – Senator Bondarew – und 1 Billion bewertet – FED-Dollars, natürlich! Allein in die britischen Jungfern- und Cayman-Inseln sollen im vergangenen Jahrzehnt 152 Mrd. USD Russengelder geflossen sein!
Und da täglich neue Sanktionen zum Einfrieren beliebiger russischer Aktiva im Westen führen können, läuft dieser Export der Gelder auf ein Aussaugen Rußlands hinaus)

Außerdem existiert noch ein unsichtbarer Aspekt dieser Tätigkeit. Dieser Aspekt besteht in Folgendem.

Geheime Finanzströme

Erinnert euch an Oberst Sachartschenko. Milliarden Rubel (in bar!) in den Wohnungen. Woher kam dieses Geld?
Ganz einfach.

Beim Kauf von (industriell produzierten, chemisch und gentechnisch vergifteten) Importwaren aus dem Westen durch unsere Handelsnetze können die westlichen Lieferanten, da sie durch ihre Regierungen subventioniert werden, völlig „unanständige“ Rabatte gewähren, und zwar genau dafür, daß „diese Rabatte“ in Rußland verbleiben, zur Fütterung der Opposition und unterschiedlicher halbkrimineller, krimineller und terroristischer Zellen.

Продовольственный террор торговых сетей

Wenn man also solch „tägliches Bargeld“ zur Verfügung hat, dann konnte so mancher aus der Riege der Chef-Aktionäre enorme Summen für die (Bestechung von Beamten und die) Anfütterung des Protest-Elektorats „freimachen“.
(und damit hätte der jeweilige „Oligarch“ das „stille Einvernehmen“ mit Putin: „ihr haltet euch aus der Politik heraus, und ich halte mich aus der Wirtschaft heraus“ verletzt …)

Ich behaupte nicht, daß es (bei Sachartschenko) so war, aber diese Vorgehensweisen sind einfach da. Diese Finanzströme sind hinreichend schwierig zu kontrollieren, denn sie befinden sich ja „innerhalb des Handelsnetzes“.

Die Pflicht des Staates war es, diese Ströme „nachzurechnen“. Dennoch hat man Herrn Galizkij ein kommerzielles Angebot gemacht, ausgehend davon, daß er „weiß und flauschig“ (also „unschuldig“) ist.

Galizkij hat sich natürlich als Opfer der Umstände dargestellt, aber er wird niemals die ganze Wahrheit über diese Geschichte erzählen. Obwohl er vielleicht tatsächlich ein talentierter Manager ist und ein mächtiges Handelsunternehmen schaffen konnte, das zu strategischer Größe gelangt ist.
(auch hier wieder der kindliche Glaube an die „talentierten Könner“, die „rechtlich sauber“ in der Lage sind, in kürzester Zeit solche großen Handelshäuser zu „erschaffen“ – Leute, wer noch an sowas glaubt, der hat noch viel zu lernen: von Betrug als Methode, von Seilschaften, Logen, Statthaltern, Geheimgesellschaften und vielem mehr)

Das Strategische Unternehmen

Das ist keine Übertreibung. Stellt euch nur mal vor, daß plötzlich innerhalb einer Stunde im ganzen Land die „Magnit“-Märkte aufhören zu tun. In den Großstädten können die Leute in andere Länden gehen, aber in den kleinen Ortschaften wird das gleich zu einem Riesenproblem.
(wieder nicht zu Ende gedacht: wenn der „Magnet“ in vielen kleineren Ortschaften eine Monopolstellung hat, dann hat er dort auch die Preise diktiert und massig Extra-Profite eingestrichen… da braucht man kein „talentierter Manager“ zu sein…)

Розничные торговые сети устроили в России настоящий продовольственный террор

Wir müssen anerkennen, daß die großen Handelsnetze und vor allem der „Magnit“ und „Pjatjorotschka“ schon lange zu strategischen Unternehmen geworden sind, die fähig sind, das Problem der Lebensmittel-Sicherheit des Landes zu lösen.
(Moment mal: mit den oben beschriebenen Import-Tricks „lösen sie das Problem der Lebensmittelsicherheit des Landes“? Wie das? Sind denn nicht eher die inländischen Produzenten diejenigen, welche die Lebensmittelsicherheit des Landes gewährleisten? Was haben die Händler damit zu schaffen? Ist der Autor so naiv oder woher nimmt er seine Behauptungen? Nach meiner Ansicht gefährden die Supermarkt-Ketten durch ihre teilweise Monopolstellung eher ebendiese „Lebensmittelsicherheit“ in Rußland…)
Folglich (???) wird früher oder später der Staat still und heimlich sie unter seine Kontrolle nehmen.
(kaum vorstellbar, wie sich diese sonderbaren Schlußfolgerungen so aufeinander aufbauen, oder? neoliberale Geistesverwirrung scheint nur schwer heilbar zu sein…)

Ich denke, daß in nächster Zeit keine „Angriffe“ auf die „Pjatjorotschka“ (zu deutsch: Fünferlein) zu erwarten sind. Aber ein heftiges Signal an die russischen Retailer ist damit gegeben.Vor allem in der Frage des Geldverbringens in den Westen.
Derjenige, der weiser und flinker ist als die anderen, der wird es schaffen, seine Geschäfte zu erhalten.
(eine recht doppeldeutige Formulierung, nicht wahr?)

Der Staat in Gestalt der oberen Beamten hat begonnen, vom „Big Business“ ein Spiel nach seinen Regeln zu fordern. Das erste sind die Steuern, das zweite die Finanzströme.
Wer nicht einverstanden ist, der wird langsam weggedrückt und dessen Anteile am Eigentum auf beliebige annehmbare Weise dem Staat zugeführt werden.
(Moment mal: ist es nicht eher so, daß sich offenbar ein Teil des „Big Business“ nicht an die „stille Vereinbarung“ gehalten hat und als finanzierenden Kraft in die Politik eingegriffen hat? Und dementsprechend der Staat nun „zurückschlägt“, indem er sich bezüglich dieser „Oligarchen“ auch nicht mehr an die Abmachung hält?)

Es scheint, daß in Rußland eine Ära des staatlichen sozialen Kapitalismus anbricht.
(schon der Begriff ist ein Widerspruch in sich- siehe Einführung)

Ich habe fertig. Огонь

( Quelle )
—————

Und das beliebte Bonus-Video, das es leider in deutsch nicht gibt im Netz: FOOD Inc.


20 Kommentare

  1. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

    Gefällt mir

  2. mkarazzipuzz sagt:

    Hallo Lucky,
    guter Beitrag zu den gesellschaftlichen Zwängen und der zwar im Hintergrund agierenden aber doch weltbestimmenden Finanzmacht.
    Vor allem hat mich gefreut, dass der Kapitalismus, welcher ohne äußere Zwänge existieren darf immer zum Raubtier wird.
    1990 bei der sogenannten Wiedervereinigung ist mir das schon bewußt gewesen.
    Meine Frage damals: was wird aus den Resten der Sozialen Marktwirtschaft werden, wenn der sogenannte Sozialismus im Ostblock nicht mehr existiert? Ich gab mir damals die Antwort allein. Er wird zum puren Kapitalismus.
    Es hat ja dann auch nicht lange gedauert…
    Lieben Gruß vom
    krazzi

    Gefällt mir

  3. luckyhans sagt:

    zu mkarazzipuzz 06/05/2018 um 16:47
    „Er wird zum puren Kapitalismus.“ –
    Lieber Krazzi,
    das ist gewiß die eine Seite der Medaille, die ideologische – die ist vorhanden, spielt aber im Kapitalismus eher die „zweite Geige“ – Ideologie ist Instrument, Werkzeug.
    Die erste Geige spielen die kurz dargelegten finanztechnischen MECHANISMEN mit „Wachstum“ und Zinseszins… man hat damals in den 1980ern mit viel Aufwand und Geschick den drohenden Zusammenbruch des Kapitalismus verhindert, indem man sich Teile des sog. Ostblocks (der NIE ein „Block“ gewesen ist, sondern immer eine heterogene Mischung verschiedener „Modelle“ des sog. real existierenden Sozialismus!), anfangs sogar Rußland selbst, unter den Nagel reißen wollte; hat teilweise ja auch geklappt.
    Zum Glück hat man sich am großen Brocken Rußland verschluckt… aber sich dann auf die Anleitung „wie verspeise ich einen Elefanten“ besonnen…

    Das ist doch der Grund für den jetzigen brutalen Wirtschaftskrieg gegen Rußland (euphemistisch „Sanktionen“ genannt): ohne neue Sklaven geht das Geldsystem irgendwann endgültig den Bach runter.
    Momentan werden die ehemaligen Sowjetrepubliken (das erpreßte Kasachstan, das farbenrevoltierende Armenien usw.) „nachverdaut“, aber diese sind zu klein, um den Absturz des „Westens“ auffangen zu können – wie auch Osteuropa sich als „zu klein“ erwiesen hat in den 90ern und „Nullern“.
    Schon seit über 20 Jahren wird hektisch immer wieder neues (Computer-)Geld „gedruckt“ – die real vorhandenen Werte stehen inzwischen einem Vielhundertfachen an Schein-„Geldwerten“ (die sog. „Wertpapiere“) gegenüber.

    Und wenn es mit Rußland nicht gelingt, wird als nächstes EUropa endgültig versklavt werden, die VSA werden fallengelassen werden und „man“ wird versuchen, in China (oder anderswo? Australien?) eine neue „sichere“ Bleibe zu finden.
    Was meinst du wohl, warum die Aufrüstung Rußlands „jenen“ so schwer im Magen liegt? Wenn nach Putzi ein Zhiri oder ähnliches „zufällig“ an die Macht käme? Ein zweites Mal werden sich die „Silowiki“, die Machthaber Rußlands nicht vom Westen einlullen lassen…

    Gut, das alles sind Vorgänge hinter dem zweiten Vorhang hinter der Bühne – dahinter sind weitere Vorhänge, die andere Prozesse verbergen… 😉

    Gefällt mir

  4. mkarazzipuzz sagt:

    Ja und?:
    habe ich das hier nicht bereits gesagt?:
    ++++++++++++++++++++++++
    guter Beitrag zu den gesellschaftlichen Zwängen und der zwar im Hintergrund agierenden aber doch weltbestimmenden Finanzmacht.
    —————————————
    Russlands „Nationalbank“ hängt doch wohl am Tropf der City of London, Oder??
    Ich meine in meinem Beitrag nur die schmalen, völlig unzureichenden Erkenntnisse, die ich in meiner -zeitlich fernen- Jugend sammeln und aufbereiten konnte.
    Über das Finanzsystem, welches all dieses Ungemach, die unendlichen Verbrechen langer Zeiten bis heute hin zu verantworten hat, konnte und habe ich damals nichts gewußt.
    Glücklicherweise sehe in deinem Text fast völlige Übereinstimmung mit meinem Denken…
    Nur, ich war im Osten domestiziert. Und dort hat man diese Pfründe (das Finanzsystem) leider nicht für meine Bildung angebracht. Auch wir hatten ein verzinstes Geldsystem mit unserem „Schluten-Dollar“.

    Lieben Gruß
    krazzi

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  5. luckyhans sagt:

    zu mkarazzipuzz 06/05/2018 um 17:57
    Was meinst du wohl, wo ich die erste Hälfte meines Lebens verbracht habe?
    😉
    Und deinen Kom wollte ich nur etwas ergänzen… Klar läßt sich in einen Kom nichts annähernd umfassend darlegen; ich habe ja nicht umsonst über 1200 Artikel hier verfaßt, und darunter über 100 zum Thema Wirtschaft… 😉

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  6. Besucherin sagt:

    Sergej Karaganov zur Lage

    Ich glaube, Russland wird sich eins grinsen, wenn die Superreichen, auch nicht – Russen, damit rechnen müssen, dass ihnen der Westen die Kohle vom Konto klaut, da wäre ein „save haven“ in Russland ja eine Idee.

    Karaganov hat Recht, der Vertrauensverlust im Westen ist groß, und mit lauter mimimi Themen wird man das nicht übertünchen können.

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  7. Jochen sagt:

    @ Luckyhans

    „ich habe ja nicht umsonst über 1200 Artikel hier verfaßt“

    Aber wer hat Zeit und Lust die alle zu lesen?

    Der 160 Buchstaben-SMS-Handy-Mensch da draußen, will’s lieber kurz und knapp. Und gilt es nicht vor allem diese Leute zu erreichen? Denn die bilden die große Masse, die zur Veränderung des bestehenden Systems in Bewegung versetzt werden müssen. Das sind nämlich derzeit die „glücklichen“ Sklaven, die gar nicht begreifen, daß sie von anderen als deren Sklaven gehalten werden.

    Wie würdest du, sagen wir mal, alle deine 1200 Artikel zusammenfassen in einem und so die Sache auf den Punkt bringen, so daß es auch sofortige Wirkung auf die Masse da draußen zeigen könnte?

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  8. luckyhans sagt:

    zu Jochen vor 20 min
    Wer hat die 160-Buchstaben-Knappheit, die geistige Verknappung denn eingeführt?
    Wer hat ein Interesse daran, daß ausführliche Darlegungen von den meisten gar nicht mehr wahrgenommen werden können?
    Was ist das Ziel all dieser „Bewegungen“?

    Das ist doch genau der Punkt: daß das Leben nicht in Kürze und knapp dargelegt werden KANN – es ist vielschichtig und vielseitig, hat hunderte Aspekte, und jeder Mensch kann dazu berechtigterweise seine eigenen Anschauungen haben.
    Wer nicht bereit ist zu lernen und sich dabei auch zu bemühen, der bleibe doch lieber „glücklicher Sklave“.

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  9. mkarazzipuzz sagt:

    @ luckyhans 06/05/2018 um 18:06
    Ja Lucky, dein Russisch halt…
    Ich hatte es blockiert in meiner geistigen Umnachtung. Was meinst, was ich heute dafür geben würde, die Zeit des Unterrichts genutzt zu haben.
    Dessen ungeachtet noch mal: ausgezeichneter Beitrag. Ist bei dir ja nichts Besonderes.
    Manche sind nur ein wenig lang (dieser hier nicht) und überfordern mich im Zeit-Kontingent. Dann muss ich passen.
    Also dann
    krazzi

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  10. Langer61 sagt:

    Die Deutschen taumeln in den Untergang, weil sie nicht wissen, was auf Aufwachblogs wie diesem hier steht. Deswegen bitte ausdrucken (kopieren) und in deinem Dorf/deiner Stadt verteilen. Wer wenn nicht du? Wann, wenn nicht jetzt?

    Die Menschen werden mit den Informationen kontrolliert, die sie kennen, oder nicht kennen!

    Netzadressen Zum Aufwachen Gegen Die Umvolkung:

    Gern bitte reuploaden.
    (Sicherung: .https://i.imgur.com/BhYA96P.png)

    Gutes und schnell lesbares Buch um deine Heimat und dein Volk zu retten:

    https://archive.org/details/AutorenkollektivGotzVonBerlichingenHandbuchZumSelbsterhaltVonDirUndDeinemDeutsch

    Tu das, was du kannst, mit dem was du hast, wo du auch bist.

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  11. Texmex sagt:

    Also ich habe am Schluss des Artikels aufgezuckt. Da steht in Fettschrift „staatlich sozialer Kapitalismus“.
    Da hab ich aber etwas anderes assoziiert.
    Kapitalismus gibt es eigentlich kaum noch, denn das Hauptmerkmal ist, dass das Kapital in der Lage ist, mehr Kapital aus sich zu generieren. Das sind die Zinsen.
    In weiten Teilen der Welt nicht mehr möglich. Darum ja die Erpressereien mit den Oligarchen. Wachstumszwang.
    Also dann wohl eher wieder Sozialismus im Mäntelchen des Kapitalismus.
    Staatlich = national?
    Jetzt fehlt nur noch der Verweis auf Gottfried Feder und ein “ Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft „!
    Dem Morgenröte entgegen, ihr Kampfgenossen all….

    Gefällt mir

  12. thom ram sagt:

    Jochen 18:39

    Uebersetzt und kommentiert einer einen Artikel. Beides verd gekonnt.

    Kommt ein Anderer und sagt:“Liest ja doch keiner.“

    Mir geht Defaitismus sowas auf den Sack. Lass solchen überflüssigen Seich.

    Danke.

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  13. thom ram sagt:

    Lücki, danke für deine Kommentare in deiner Uebersetzung. Für mich als viel weniger Wissender sind sie, wie so oft, erhellend.
    🙂

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  14. luckyhans sagt:

    zu Texmex 06/05/2018 um 21:39 und alle

    Dieser „staatliche soziale Kapitalismus“ ist das so ziemlich einzige, was einem neoliberal denkenden Menschen noch einfällt, als „Alternative“ zum gegenwärtigen Raubtier-Kapitalismus.
    Natürlich ist das Quatsch, wie du richtig bemängelst: entweder Kapitalismus ODER sozial.
    Wobei es staatlichen Kapitalismus ja auch schon gegeben hat – wir erinnern uns an die Japan AG oder die Deutschland AG in den 1970er Jahren.
    War wohl für die Obertanen nicht „effizient“ genug…

    Was „das Kapital“ betrifft, so dürfen wir das „schaffende Kapital“, d.h. die vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmer, also die sog. Realwirtschaft, nicht mit dem „raffenden Kapital“, den Banken und Finanzmagnaten, in einen Topf werfen – das sind zwei durchaus sehr unterschiedlich interessierte Gruppen.
    (Großkonzerne stehen gesondert: dort gibt es keine Unternehmer mehr, sondern nur noch reditegeile Aktionäre, deren einzige Aktion das „Kuponschneiden“ ist, und angestellte Manager, die heute hier und morgen dort angestellt sind – und sich dementsprechend auch anstellen… 😉 Vor allem den Großkonzernen arbeitet das raffende Kapital zu, sie sind als „juristische Personen“ bereits gänzlich verantwortungslos und damit ideale Ausbeuter von Natur und Mensch)

    Die Unternehmer haben das Interesse am eigenen Profit, klar – aber nicht um jeden Preis.
    Sie wissen sehr gut, daß ein echter Mehrwert, also eine echte Wertsteigerung der Produkte NUR durch menschliche Arbeit (selbstverständlich auch an und mit Maschinen) entstehen kann.
    Allerdings sind die Maschinen steuerlich „vorteilhafter“, da die Arbeit (der Mitarbeiter) sehr hoch (über 40%) besteuert wird, während das Kapital (das „scheue Reh“) vergleichsweise so gut wie gar nicht besteuert wird bzw. entsprechende „Gestaltungsmöglichkeiten“ zur Minimierung der tatsächlich zu zahlenden Steuern hat, bis hin zu den sog. Off shores.
    Dennoch weiß der gute Unternehmer sehr genau, daß es ohne seine Mitarbeiter nicht geht.

    Ganz anders der Banker, der Finanzhai, der Oligarch – ihm ist alles egal, nur sein Kontostand ist wichtig. Er hat weder eine Heimat noch wertvolle Mitarbeiter, sondern „Human Ressourcen“ – der Mensch als reiner (teurer!) Kostenfaktor. (das lernt übrigens jeder Ökonom, so zu denken)
    Wer also als Manager kurzfristig „wirtschaftliche Erfolge“ ausweisen muß, der kann einfach ein paar Mitarbeiter entlassen, und schon gehen die Kosten runter und der Gewinn hoch.
    Was später passiert, ist drittrangig – die JETZIGEN Quartalzahlen sind wichtig.

    Kennst du alles, Tex, habe ich nur für alle nochmal kurz „memoriert“.

    Nun ist es in Rußland so, daß immer mehr Menschen erkennen, daß der auf dem puren Egoismus aufbauende Raubtier-Kapitalismus sich mit der kollektiven Mentalität der Russen überhaupt nicht verträgt. Wie er eigentlich auch für die deutschen Volksstämme, die auch eher in „Gemeinsinn geht VOR Eigensinn“ denken, nicht so richtig paßt.
    Und nun sucht man in Rußland ziemlich verzweifelt nach dem „dritten Weg“…

    Und da kommt der Neolib eben nur auf solche grauenhaften Mischungen, die nicht gehen, aber er will doch unbedingt „seinen“ angeblich freiheitlichen Kapitalismus erhalten.
    Der Alt-Kommunist ist immernoch bei Karlchen Murx, begreift aber die „blinden Flecken“ in dessen Lehre (Geldentstehung, Naturverbrauch, Frauenrechte) nicht. Der Jung-Kommunist will nicht zurück zu UdSSR-Verhältnissen, aber doch ganz gern eine Planwirtschaft, weil diese als einzige stabil und vorausschaubar ist. Natürlich ohne deren Gebrechen (die übrigens soooo groß gar nicht waren).

    Putzi muß erstmal seine politische „innere“ Neuordnung, die er für diese Amtszeit angekündigt hat, personell umsetzen: nach seiner Inauguration gibt es gleich ein neues Kabinett, wahrscheinlich MIT DAM als Premier, aber auch mit zwei neuen Stellvertretern für ihn – anstelle von Schuwalow und Dworkowitsch werden 2 Manager von Staatskonzernen erwartet: Setschin von „Rosneft“ und Tschemesow von „Rostech“.
    Und je nachdem, welche Stellen die Neolibs wie Kudrin, Gref, Siluanow und Tschubais im weiteren einnehmen werden, kann man auf den neuen Wirtschaftskurs schließen… 😉

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  15. Texmex sagt:

    Danke Lucky, Du gibst mir etwas „Licht“ in eine für mich weit entfernte Welt, die eigentlich den hiesigen Verhältnisen gar nicht soooo unähnlich sind. Passt auch zum Rubelfaden. Der mex. Peso ist ja auch ein Spielball. Und die Wirtschaft auch weitgehend in fremden Händen.
    Vielleicht noch ein paar Daten.
    Arbeit wird hier nicht hoch besteuert, von 0% ( Leon, Tagelöhner, Haushaltshilfe, etc.) bis ca.19% in der Industrie. Ganz viel passiert in der Nettoliga. Kann man schwer schätzen, ich denke 50%, so mein Eindruck. Vielleicht sogar mehr.
    Märchensteuer 16%, Landwirtschaft offiziell 0%, stimmt aber nicht, da Otto Staat sich weigert, entrichtete Steuern auf Treibstoffe, Ersatzteile etc. zurück zu erstatten.
    Subventionen auf Strom ( Landwirtschaftstariv 28 ct.\kWh nachts und 56 ct. tags vs. 5$ Haustarif!!!!!), Traktorenzuschuss ( gleichzeitig verteuert sich der Traktor um genau den Betrag), Saatgutzuschuss ( nur Hybride, hilft also nur Monsanto u.a.), Maschinenzuschuss (siehe Traktor) usw.
    Gleichzeitig werden Gelder an Dorfbewohner gezahlt, die diese dann vom Arbeiten abhalten. Lohnt sich nicht…
    Neuerdings tritt eine Partei auf, die allen alles bezahlen will. Woher sie das Geld dafür nehmen wollen???? Aber der Samen ist gelegt. Ansonsten der Marltbeschiss wie überall sonst auch.
    Beispiel, letzte Woche kam mal wieder der Traktorenvertreter mit einem tollen Angebot, wenn ich ihm einen neuen abkaufe. Er nimmt dann einen meiner alten in Zahlung, zum damaligen Preis. Nur dass der Peso ($) damals 12 und heute 19 steht.
    Der Traktor tut. Ich brauche zum Glück keinen neuen. Was aber nicht tut, ist der Preis für unser Produkt, wenn Du es nicht maximal veredelst. Z.B. Fleisch.
    Produktion 1 kg kostet mich 15 kg Mais o.ä. heute 4-4.5$\kg. Plus Fiber, Wasser, Eiweiß, Arbeit, etc.
    Ohne Gewinn kalkuliert ca.75-80$.
    Aufkaufen wollen sie es für 45, max.50$.
    Veredelt als Barbacoa kostet das Kilo aber 400 – 500$. Wer mir die Spanne von 30, 40 oder 50$\kg zahlt, sollte ich blöd genug sein, mein Produkt so herzugeben, hat mir der Traktorfuzzi nicht verraten. Und solange er mir das nicht verrät, verkauft er mir auch keinen Traktor.
    Die Tiere brauche ich für die Mistproduktion. Ich kaufe keinen Kunstdünger. Ich muss also nicht dringend schlachten. Und dann vakuumieren wir ein und frieren ein, verkaufen das Fleisch dann an Leute, die es wertschätzen. Im eigenen Laden. Restaurant machen wir keines auf. So gerne hab ich fremde Leute nicht.
    Aber so werden eben die Bauern unter Druck gesetzt und viele können nicht dagegenhalten. Wie lange es bei uns funktioniert, weiss ich auch nicht. Schaumer mal, dann sehmer schon.
    Bisher ist uns noch immer etwas eingefallen. Vielleicht kommt ja mal wieder einer, der dem Nährstand Anerkennung zukommen lässt, genau wie den Müttern.
    Muss ja nicht gleich das Mutterkreuz in Gold sein.;-)

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  16. luckyhans sagt:

    zu Texmex 07/05/2018 um 05:33
    Lieben Dank für deine ausführliche Darstellung – es zeigt sich, daß die Mißachtung und Ausbeutung des Herstellers und die Hochachtung und Hofierung des (großen) Händlers System hat, und daß die Monopolstellung von Händlern bzw. deren Ketten eines der großen Probleme der gegenwärtigen Verzweigungen ist.
    Um so mehr sind alle produzierenden Unternehmer weltweit unsere Verbündeten, wenn es um eine künftige menschliche Gemeinschaft geht.
    Wie bekommen wir diese Menschen einbezogen in den Umwandlungsprozeß? Geht wohl nur lokal oder maximal regional…

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  17. mkarazzipuzz sagt:

    @ Texmex 06/05/2018 um 21:39
    ich will hier mal zu deiner Antwort etwas sagen:
    ++++++++++++++++++++++++++++++++++++
    Also ich habe am Schluss des Artikels aufgezuckt. Da steht in Fettschrift „staatlich sozialer Kapitalismus“.
    Da hab ich aber etwas anderes assoziiert.
    ———————————————————-
    Ich auch…
    ++++++++++++++++++++++++++++++++++++
    Kapitalismus gibt es eigentlich kaum noch, denn das Hauptmerkmal ist, dass das Kapital in der Lage ist, mehr Kapital aus sich zu generieren. Das sind die Zinsen.
    ———————————————————-
    „Kapital“ reichert sich in genau zwei extrem unterschiedlichen Zweigen der „Gewinnenden“ an:

    1) der „erwirtschaftende Bereich“. Er produziert etwas zu seinen Konditionen und verkauft es mit Gewinn, er nimmt also im Idealfall soviel Gegenwert ein, wie er für den Produktionsprozess benötigt, zuzüglich der Abschreibungen für diesen Prozeß, zuzüglich den Rücklagen fürs Alter und für die Anschaffung weiterer Produktionsmittel. Nimmt er mehr ein, bleiben Andere auf der Strecke. Er bescheißt sie schlichtweg.

    2) den „unproduktiven Bereich“. Er setzt sich aus den geldschöpfenden und zinsgenerierenden, sowie dem ehrbaren dienstleistenden Gewerbe zusammen. Letzterer sind auch unsere „Organisatoren“, die heute leider komplett käuflich sind.

    Das Geldsystem spielt die Hauptrolle.
    ++++++++++++++++++++++++++++++++++++
    In weiten Teilen der Welt nicht mehr möglich. Darum ja die Erpressereien mit den Oligarchen. Wachstumszwang.
    Also dann wohl eher wieder Sozialismus im Mäntelchen des Kapitalismus.
    Staatlich = national?
    ———————————————————-
    Nee, natürlich nicht, denn die eigentlichen „Bestimmer“ im Hintergrund ist immer der „unproduktiven Bereich“. Das sind die Herren des Geldes.
    Ihrer müssen wir uns entledigen. Sollten jetzt einige meinen, das wäre Antizionismus, mag ich denen nicht widersprechen…
    ++++++++++++++++++++++++++++++++++++
    Jetzt fehlt nur noch der Verweis auf Gottfried Feder und ein “ Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft „!
    Dem Morgenröte entgegen, ihr Kampfgenossen all….
    ———————————————————-

    Na ja, so falsch ist das gar nicht, wenn nicht die Kommunisten auch noch die Zionisten gewesen wären.
    Lieben Gruß
    krazzi

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  18. Texmex sagt:

    @ krazzi
    Röhms Todesurteil war, als er feststellte, die nationale Revolution sei erfolgt. Es fehle die soziale!
    Deshalb der Verweis auf Gottfried Feder!
    Der war kein Kommunist.
    Dessen Manifest ist nicht „kommunistisch“.
    Es ist antivampiristisch. Mein Telefon kennt das Wort nicht. Komisch. Wurde das Wischfon doch im Auftrag der Vampire entwickelt.
    Ansonsten widerspreche ich Deinem Beitrag nicht.

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  19. Texmex sagt:

    Vor wenigen Tagen war der 1. Mai, hier rein theoretisch ein Feiertag, praktisch nicht. In einigen Gesprächen habe ich mit Leuten hier auf den Initiator und das Motiv des Tages hingewiesen.
    Die Gesichter waren sehenswert.

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