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Das Ende Babylons

Vielen ist der „Turmbau zu Babel“ oder auch „die Hure Babylon“ als Begriff bekannt, ohne daß bei jedem dahinter eine „Geschichte“ steht, die er sogleich zusammenhängend erzählen könnte… Mal schauen, was unser „Megalithen“-Autor Andrej uns zu ersterem mitteilt.
© für die Übersetzung aus dem Russischen by Luckyhans, 31. März 0006
Kommentare und Hervorhebungen von mir.
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Das Ende des babylonischen Märchens –
Конец бабилонской сказке

Autor kadykchanskiy – 26. Januar 2018

Eines der in der Welt populärsten Märchen ist der Mythos vom Turmbau zu Babel. Davon wissen wohl mehr Leute als vom Raumflug Gagarins. Ich denke, wenn man auf der Straße zufälligen Passanten 2 Fragen stellt, zum Beispiel: wer war Karbyschew, und was ist der Turm zu Babel, dann wird die erste Frage wohl nicht mal die Hälfte beantworten, aber den Turmbau zu Babel wird die absolute Mehrheit kennen.

Der Grund für dieses Phänomen steckt wohl eher in der natürlichen Neugier der Vertreter aller Stämme und Völker. Jeder sucht Antwort auf die Frage darüber, wo der Mensch herkommt, wofür er lebt, warum in verschiedenen Ländern und verschiedenen Sprachen gesprochen wird und warum die einen Völker eine Heimat haben und die anderen benötigen keine, sondern leben verstreut, dort, wo man etwas „abstauben“ kann.
Und der Mythos vom Babylonischen Turm ermöglicht die Antwort auf einige brennende Fragen des Lebens.

Wahrlich nicht alle werden mit meiner Meinung einverstanden sein, daß ein solches Ereignis in der Realität nie stattgefunden hat.
Ja, ich will auch nicht bestreiten, daß es etwas ähnliches in der Wirklichkeit gegeben hat, nur wurde es absolut analphabetisch interpretiert. Und der moderne Mensch mit seiner standardisierten mittleren Bildung muß einfach am Wahrheitsgehalt der Legende zweifeln, aber…
Aus irgendeinem Grunde geschieht das nicht und alle glauben vorbehaltlos den Historikern, Theologen und Archäologen.
Dann laßt uns mal schauen, woher der Wind weht.

Traditionell gilt, daß die ersten Daten über den babylonischen Turm aus dem Alten Testament stammen. Seien wir nicht faul und lesen nach, was in der Bibel steht:

1 Und die ganze Erde hatte eine einzige Sprache und dieselben Worte.
2 Und es geschah, als sie nach Osten zogen, da fanden sie eine Ebene im Land Sinear, und sie ließen sich dort nieder.
3 Und sie sprachen zueinander: Wohlan, laßt uns Ziegel streichen und sie feuerfest brennen! Und sie verwendeten Ziegel statt Steine und Asphalt statt Mörtel. 4 Und sie sprachen: Wohlan, laßt uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, daß wir uns einen Namen machen, damit wir ja nicht über die ganze Erde zerstreut werden!
5 Da stieg der Herr herab, um die Stadt und den Turm anzusehen, den die Menschenkinder bauten. 6 Und der Herr sprach: Siehe, sie sind ein Volk, und sie sprechen alle eine Sprache, und dies ist [erst] der Anfang ihres Tuns! Und jetzt wird sie nichts davor zurückhalten, das zu tun, was sie sich vorgenommen haben. 7 Wohlan, laßt uns hinabsteigen und dort ihre Sprache verwirren, damit keiner mehr die Sprache des anderen versteht!
8.
So zerstreute der Herr sie von dort über die ganze Erde, und sie hörten auf, die Stadt zu bauen. 9 Daher gab man ihr den Namen Babel, weil der Herr dort die Sprache der ganzen Erde verwirrte und sie von dort über die ganze Erde zerstreute.“
(1. Buch Moses 11. Kapitel Vers 1-9)

Nun, was kann man aus diesen wenigen Zeilen entnehmen?
Woher wurden die Einzelheiten dieses Ereignisses geschöpft, die ganze Bände füllen?
Wie sich zeigt, kommen sie aus Wörterbüchern, den Werken von A.P. Lopuchin („Die biblische Geschichte im Lichte der neuesten Forschungen und Entdeckungen“, Ausgabe 1902) und der Herren Luken („Traditionen des Menschengeschlechts“, 1869) und Lenormant („Origines de l’histoire“).
Und woher haben diese ihr Wissen über das antike Babylon geholt?

Na, wie gewöhnlich. Ohne Herodot ging es nicht ab, wie ihr schon erratet, und dann haben noch Strabon, Kurzij Ruf und einige andere „antike“ Autoren darüber geschrieben, deren originale Handschriften nie jemand gesehen hat, weil diese unmittelbar nach dem Erscheinen der Bücher plötzlich und unerwartet verloren gingen, wie auch die handschriftlichen Listen der Listen von den Listen.

Somit gibt es allen Grund zu der Vermutung, daß der Mythos nicht früher als in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden ist. Nicht ganz ohne Grundlagen, nein.
Ähnliche Legenden wurden von Mund zu Mund in verschiedenen Teilen der Welt und unter den unterschiedlichsten Völkern und Stämmen weitergegeben.
Aber die Gelehrten beschlossen irgendwie, genau die babylonische Variante als einzige auszuwählen, die Anspruch auf Glaubwürdigkeit habe.
Und es wurde auch schon ein Fundament ausgegraben, im Irak, unweit des Tartar-Sees, und die Touristen fahren in endlosem Strom dorthin.

г. Хилла. ИракDie Stadt Hilla, Irak

So hat der Berg eine Maus geboren. Genauer, die Legende hat ein Zikkurat geboren. Für die Verfestigung des Mythos genügt es, daß irgendwer, der einen wissenschaftlichen Grad hat, am besten Doktor der historischen Wissenschaften, Professor einer Universität mit klangvollem Namen, einen beliebigen passenden Backsteinhaufen als Turm zu Babel verkündet, und die Sache ist geritzt.
Aber was war denn nun wirklich los?

Alle Weltreligionen erinnern sehr stark an eine Sammlung von Erzählungen der Neandertaler darüber, wie sie im 21. Jahrhundert weilten. D.h. ein beliebiger Kult ist ein Megakult-Cargo.
Mythen und Legenden sowie Bräuche und Rituale erscheinen dem modernen Menschen wie Spiele für kleine Kinder, welche die Erwachsenen nachmachen.
Zum Beispiel erinnert das Gebet vor der Ikone an ein Gespräch per Skype mit Hilfe eines Tablet-Computers oder an eine Antwort auf den Anruf über die Haussprechanlage.

Und die Legende über die Kupferrohre, mit deren Schall die Mauern von Jericho zerstört wurden, sind nichts anderes als ein Artilleriebeschuß.
Irgendein wilder Mensch hat die Kanonen gesehen und bemerkt, daß nach deren „Krachen der Rohre“ die Wände der Festung zerfielen. Er konnte nichts davon wissen, daß aus jedem Rohr eine Kugel beim Abschuß herausfliegt, deshalb hat er in seiner Ungebildetheit entscheiden, daß die Mauern vom Krach der „Wunderrohre“ zerfallen.
So ist der biblische Mythos von der Zerstörung Jerichos entstanden.

Und solche Beispiele kann man in unendlicher Zahl anführen.

Und der Mythos von Bau des babylonischen Turmes weist nach meiner Ansicht genau solch eine Herkunft auf.
Irgendwer, der sehr zurückgeblieben und ungebildet war, wurde der Zeuge dessen, wie eine erdölchemische Fraktionier-Kolonne aufgerichtet wurde, und hat diesen Prozeß in Übereinstimmung mit seinem Wissensniveau beschrieben, so gut er konnte und wie er es verstanden hat, und eben diese unsinnige Erzählung eines Wilden diente als Grundlage für die Entstehung eines ganzen Unterzweiges der Geschichte, der sich mit der Erforschung und Rekonstruktion dessen befaßt, was es im Wesen gar nicht gegeben hat.

Es wurden waggonweise Referate, Dissertationen und Monografien dazu geschrieben.
Es wurde eine zahllose Menge von Expeditionen und Sucharbeiten durchgeführt. Ebenso Expertisen, Übersetzungen und noch eine undenkbare Zahl von Maßnahmen, die aus dem Haushalt verschiedener Länder und Fonds finanziert wurden.
Für die verbrauchten Gelder der Steuerzahler und Sponsoren hätte man schon drei Türme bis in den Himmel bauen können, aber ein Ergebnis gab und gibt es nicht.

Und wird es nicht geben! Weil das, was die Grundlage des Mythos darstellt, eine banale und vulgäre Beschreibung einer Baustelle ist. Freilich einer ungewöhnlichen, umfangreichen, ähnlich jener, während der völlig ungebildete Menschen anwesend gewesen sein könnten, die gar nicht kapierten, WOVON sie da unwillkürlich Zeugen geworden waren.

Aber nun das allerwichtigste. Wenn ihr bemerkt habt, ist das Wort „Säule“ bisher nur einmal vorgekommen, in Verbindung mit Petersburg. Ich habe nur ein Frage an alle vernünftigen Menschen: warum meint man in der ganzen Welt, daß in Babylon ein Turm gebaut wurde, und nur die Russen sind überzeugt davon, daß die Rede vom Bau einer Säule ist?

Die Antwort „weil im der kirchlich-slawischen Sprache Säule eben Turm bedeutet“ nehme ich nicht an. In allen Wörterbüchern der altrussischen Sprache hat das Wort Säule (столб bzw. стълпъ) nur eine einzige Bedeutung: „Holzstamm, dicker Balken, gestützt aufrecht stehend“.
Deshalb ist das uralte Wort „Turmbau“ («столпотворение», wörtlich „Säulenerschaffung“) auch mit dem Buchstaben „Pä“ («П») geschrieben, wie es zu allen Zeiten war.
Nach der Reform der russischen Sprache im Jahre 1918 (!) galt es als richtig, das Wort Säule mit dem Buchstaben „Bä“ («Б») zu schreiben («столб»), aber der Prozeß des Aufrichtens eines Holzstammes oder dicken Balkens schreibt man weiterhin mit „Pä“ («П»).
(ist es nicht interessant, daß nur wenige Monate nach der „Revolution“, wo die neuen Herrschenden doch in ihrem Kampf um den Erhalt ihrer frisch eroberten Macht so ganz andere Sorgen haben sollten als sich um die Sprache zu kümmern, genau solch eine Reform der Sprache durchgeführt wurde? vom Nichtrussen Lunatscharskij?
Und welche „Revolution“ haben wir in der BRvD „übersehen“, daß auch hier eine „Rechtschreibreform“ genannte tiefgehende Verfremdung der deutschen Sprache stattfinden mußte?)

Heute existieren in modernen Nachschlagewerken beide Wörter gleichzeitig, das Wort «столб» mit „Bä“ wird genauso ausgelegt, wie ich oben beschrieben habe, und das Wort «столп» mit „Pä“ hat die Bedeutung „Turm, Kolonne“.
Allerdings wird präzisiert, daß dieses Wort aus dem Gebrauch gekommen ist und meist figural verwendet wird, bezüglich etwas unverrückbarem, fundamentalem, zum Beispiel die „Stützen der Wissenschaft“ in Anwendung auf verdiente Gelehrte.

Aber man sollte wissen, daß vor der Revolution und der Reform der russischen Sprache, die vom Nichtrussen Lunatscharskij durchgeführt wurde, es nur ein Wort gab – „столп“ (mit Pä“).
Sogar bei Puschkin sagt im Original des „Märchens vom Fischer und dem Fischlein“ die Alte zum Alten: „Ich möchte eine Säulen-Hofdame werden!“ («Хочу быть столповою дворянкой!»)
Hier ist zu erklären, daß als Säulen-Hofleute diejenigen bezeichnet wurden, deren Namen in den „Säulen“ verzeichnet war, also im Wesen war das ein Register der Bojaren-Geschlechter, das in alphabetischer Reihenfolge erstellt und in einzelnen „Säulen“ (Spalten) aufgeschrieben wurde.

Daher kann man mit aller Überzeugung feststellen, daß noch im 19. Jahrhundert unsere Vorfahren in keiner Weise die Begriffe Turm und Säule miteinander verbunden hatten. Der Turm hieß auf altrussisch „Tura“ oder „Byk“. Die Stützen an den Brücken werden noch heute als „Byk“ (Ochsen) bezeichnet, und die Engländer nennen alle Türme bis heute Tur. Denn was ist „tower“? Eben auch Tur. (oder im deutschen „Turm“) Man kann die Aussprache ver“fremden“ soviel man will, die Schreibung zeugt von der Herkunft des Wortes.

Genau deshalb hat in allen Sprachen der Welt der Begriff „Turmbau“ nichts mit einem Durcheinander zu tun, mit einem Chaos und einer Ansammlung von Leuten, die nicht wissen, womit sie sich beschäftigen sollen.
In der englischen Sprache wird dieser Begriff als „pandemonium“ geschrieben. Und in mehreren anderen Sprachen auch. Und er ist in keiner Weise mit dem Begriff „Erschaffung eines Turmes“ verbunden. Und nur dem russischen Menschen ist klar, daß der heutige Begriff vom Turmbau den Prozeß der Erschaffung einer Säule meint. Eben einer Säule und nicht eine Turmes.

Folglich hat derjenige, von dem aus der Mythos vom Turmbau zu Babel seinen Marsch um die Welt begann, genau dasselbe beschrieben, was auf dem Palastplatz in den Jahren 1831-1833 geschah.

Конец бабилонской сказке kadykchanskiy

Allerdings hat er nicht begriffen, was da vor sich geht. Eine zeitweilige Anlage, die zum Gießen der Säule darinnen aufgebaut wurde, hat er für einen unvollendeten Turmbau gehalten.

Somit können wir mutig die Legende vom Turmbau zu Babel in eine Reihe mit so populären Werken stellen, wie der Legende vom Ikarus, Weles, Prometheus usw. Das Wesen ist das gleiche, und das Ziel der globalen Verbreitung einheitlich.

Im Bewußtsein der Herde ist der Gedanke zu verwurzeln, daß „das, was Jupiter darf, ein Ochse nicht darf“. In der Übersetzung ins Russische bedeutet dies: „Schiebe dich nicht mit deiner Schweineschnauze in die Kaleschenreihe“.
(in der Basis überall derselbe schöne „römische“ Spruch: „quod lizet Jovi, non lizet bovi“)

Ikarus wollte das Heilige versuchen und beschloß, daß er ähnlich den Göttern fliegen kann, wofür er bestraft wurde. Übrigens gibt es hinreichend viele Zeugnisse dafür, daß der Deltaflieger (oder Hängegleiter) überhaupt nicht im 20. Jahrhundert erfunden wurde, und es gibt sogar experimentelle Nachweise, daß im Altertum die Leute tatsächlich Vorläufer der modernen superleichten antriebslosen Fluggeräte benutzt haben, und zwar durchaus nicht zu Vergnügungszwecken. Sie haben auf diese Weise die Luftaufklärung durchgeführt und die Umgebung kartografiert.

Weles hat aus Irien die Kühe geklaut und hat die Sterblichen die Kunst der Haustierhaltung gelehrt. Dafür wurde er aus Irien vertrieben. Das spricht dafür, daß die Götter eifersüchtig über die Nichtweiterverbreitung der Technologien, die nicht für die Sterblichen erlaubt waren, gewacht haben.

Prometheus hat die Menschen gelehrt, das Feuer zu nutzen und wurde ebenfalls von den Göttern dafür bestraft. Er wurde an einen hohen Felsen geschmiedet und die Adler haben dem Armen die Leber weggefressen.

Die Moral der Fabel vom Babylonischen Turmbau hat denselben Sinn: der Mensch soll nicht das Wissen und die Fertigkeiten haben, über die jene verfügen, die ihn beherrschen.
In dieser Hinsicht verstößt die Legende nicht gegen den realen Sachstand. Wenn du als einfacher Arbeiter geboren wurdest, dann stirbst du auch als einfacher Arbeiter. Der Sohn eines Gemeinen wird niemals Marschall werden, denn der Marschall hat ja auch einen Sohn.
Und Fakten der Verzerrung von Namen und Bezeichnungen, mit deren Hilfe der Sinn der Darlegungen verändert wird, sind uns mehr als genug bekannt.

Zum Beispiel gibt es in der Bibel die Erinnerung an den Herrscher der Khaaniter Iawin, gegen den Jesus Nawin Krieg geführt hatte. Die überwiegende Mehrheit hat überhaupt keine Gedanken dazu, wovon hier die Rede ist.
Und nur diejenigen, denen bekannt ist, daß als Khaaniter oder anders benannt als Khananäer von den Juden die Russen benamst wurden, die verstehen, daß hier nicht von irgendeinem unbekannten Iawin die Rede ist, sondern von keinem geringeren als Iwan dem Großen, bekannter als Preswiter Johann.
Und er war tatsächlich der Herrscher der Russen, bevor Tschingis-Khan ihn tötete. Und die Bezeichnung Khaaniter kam wahrscheinlich daher, daß die Herrscher auf dem Territorium von Tartarien-Skythien die Khans waren.
Und Khan ist nicht der Titel eines tatarischen Herrschers, wie viele meinen.
Khan ist die Bezeichnung für ein Entwicklungsniveau der Persönlichkeit, bei dem der Mensch die Fähigkeit erlangt, die Zukunft vorauszusehen.
In die moderne Sprache übersetzt: ein Stratege höchsten Niveaus.

Weiter. Uns ist bekannt, daß vor dem Feldzug Alexanders von Mazedonien sowohl Kleinasien (die Türkei), wie auch Iran und Persien (Syrien und Irak) den Skythen gehörten. Und bei den Skythen war bekanntlich der am meisten verehrte Gott Weles, oder auch Tur, und auch Waal oder Baal. Mit einfachen Worten – der Bulle.
Und wenn meine Vermutung richtig ist, daß Waal-Baal die südliche Verkörperung unserer Legende vom Weles ist, dann kann leicht vermutet werden, daß auch das Wort „Babylon“ vom Wort „Baal“ herstammt.
Denn wird auch der Städtename Baalbeck im Libanon verständlich – dies ist auch die Stadt Baals.

Принесение младенца в жертву Ваалу
Opferung eines Kindes dem Baal

Nun zu Marduk. In der Beschreibung des Turmes des Nimrod ist davon die Rede, daß auf der Spitze das Heiligtum des Gottes Marduk angebracht wurde. Wenn man jedoch den Kulturologen glaubt, dann ist Marduk auch eine Gottheit, welche die Form eines Stieres hat. Genauer wird er als Sonnenkalb bezeichnet.

Marduk (akkad. MAR.DUK ‚Sohn des reinen Himmels‘, in anderen Auslegungen MAR DUKU = ‚Sohn des Welthügels‘ oder AMAR UTUK = ‚Kalb des Sonnengottes Utu‘) — in der sumerisch-akkadischen Mythologie die oberste Gottheit des Pantheons Babylons nach 2024 v.u.Z.; Sohn des Enki und der Damkina (Damgalnuna), Gatte der Zarpanit (Militta Bilit), Vater des Nabou, des Gottes der Kataster-Kunst. Wurde mit dem Planeten Jupiter in Verbindung gebracht.“ (russ. Wikipedia übersetzt – die deutsche ist verlinkt)

Aber eine ganze Reihe von Forschern zieht direkte Parallelen zwischen dem sumerischen Marduk und der jüdischen Legende vom Goldenen Kalb.
Und wahrscheinlich gibt es dafür Gründe. Somit stoßen wir auf eine ganze Reihe von erstaunlichen Übereinstimmungen:

Bei uns Weles, bei den Babyloniern Marduk, bei den Juden Baal, Moses und das Goldene Kalb, bei den Römern Jupiter. Sie alle sind durch ein Kennzeichen verbunden: sie sind entweder Menschenstiere oder einfach Stiere/Bullen.
Die Beschreibungen der Götzenbilder des Baal, Jupiter und Weles stimmen bis ins Detail überein. Das ist ein Mensch, der auf einem Thorn sitzt, an dessen Kopf Stierhörner sind, zwischen denen ein heiliges Feuer glüht. Solch eine Personage gab es auch bei den Ägyptern:

Священный бык Апис
Der heilige Stier Apis

Wie man es auch dreht, überall stoßen wir auf eine gehörnte Sonnengottheit, deren Symbol das Feuer, das Gold, die Sonne und das Rindvieh sind. Aus der Reihe der positiven Personagen fallen nur die jüdischen heraus, und das ist normal: in der jüdischen Mythologie gibt es überhaupt keine positiven Helden.

Auf eine undenkbare Weise sind auch die Architekturbegriffe miteinander verwickelt. Ich erinnerte schon daran, daß die Türme in der Ruß als Tur oder Byk (Ochse) bezeichnet wurden. Heute werden diese Worte nur noch für die Schachfiguren in Form des Turms und für die Stützen der Brücken verwendet, die Ochsen genannt werden.
Sehr sonderbar klingt vor diesem Hintergrund die Ähnlichkeit der Worte „Tur“ und „Tower“ (und im deutschen Turm).
Und noch sonderbarer scheint es, daß die New Yorker Zitadelle der Bankiers, die Wall Street, ein solches Totem hat:

Jetzt stellen wir uns die Frage, ob es so zufällig sein kann, daß das Goldene Kalb in der Wall Street steht.
Man kann so oft man mag das Mantra vom „stürmenden Ochsen“ auf der „Mauer-Straße“ wiederholen. Das wirkt nur auf den Verbraucher der Seifenopern.
Aber uns miteinander ist doch klar, daß die New-Yorker Bankiere allesamt ausnahmslos Juden sind, und wem von ihnen wäre nicht das Kulttier ebenjenes Goldene Kalb nötig?
Und die Bezeichnung der Straße verstehen sie nicht wie die Atheisten, Christen, Muslime usw. Für sie ist das nicht Wall Street, sondern Waal Street.

Solche unerwarteten Versionen erscheinen, wenn man einfach nach dem Sinn des russischen Wortes „Säule“ («столп») sucht.

(Quelle tart-aria.info)


16 Kommentare

  1. Security Scout sagt:

    Danke LH, Du hast da etwas sehr wichtiges angesprochen.
    Marduk ist DER Herrscher der materiellen Welt.

    ER hat viele Namen.

    Ich denken, die Masse WILL so etwas garnicht wissen.

    Das ist sooooooo heiß, ich schreibe da nicht mehr zu!!!

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  2. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  3. Ergänzend noch die Überlegungen/Recherchen von B. Freytag:

    http://www.gottwissen.de/themen/turm.htm

    und

    die Ausführungen/Erkenntnisse von Rudolf Steiner:

    Turmbau babylonischer

    Gerade das babylonische Volk hatte die Aufgabe, den lebendigen spirituellen Zusammenhang des Menschen mit der geistigen Welt herunterzuführen in das Persönliche, da wo die Persönlichkeit auf sich gestellt ist in ihrer Einzelheit, in ihrer Sonderheit.

    Das war die Aufgabe der Babylonier, die spirituelle Welt in den physischen Plan hinunterzuführen und verbunden damit ist, daß dieses lebendige, dieses spirituelle Gefühl für die Sprache (siehe: Ursprache) aufhört und die Sprache sich richtet nach Klima, nach geographischer Lage, nach der Volksrasse und dergleichen.

    Daher schildert uns die Bibel diese wichtige Tatsache in dem babylonischen Turmbau, wo alle eine gemeinsame Sprache sprechenden Menschen der Erde zerstreut werden. Auch diesen babylonischen Turmbau können wir spirituell verstehen, wenn wir wissen, wie in alten Zeiten gebaut wurde. Solche Gebäude, welche zu dem Zwecke gebaut wurden, gewisse der heiligen Weisheit gewidmete Handlungen vorzunehmen, oder welche Wahrzeichen sein sollten für die heiligen Wahrheiten, solche Gebäude wurden in alten Zeiten in den Maßen gebaut, die entweder vom Himmel oder vom Menschen genommen waren. Und das ist im Grunde genommen dasselbe.

    Wenn wir also in alte Zeiten zurückgehen könnten, in verhältnismäßig frühe Zeiten, da würden wir bei den Kultbauten überall finden symbolische Nachahmungen der Menschen- oder Himmelsmaße. Länge, Breite und Tiefe, die Art und Weise, wie das Innere architektonisch gestaltet wurde, alles das war nachgebildet den Himmelsmaßen oder denen des menschlichen Leibes.

    Aber es war das eben so geschehen: Wo man ein lebendiges Bewußtsein hatte von dem Zusammenhang des Menschen mit der spirituellen Welt, da waren die Maße heruntergeholt aus der spirituellen Welt.

    Wie mußte es denn in der Zeit werden, in welcher heruntergeführt werden sollte die menschliche Erkenntnis sozusagen vom Himmel auf die Erde? Von dem allgemeinen Spirituell-Menschlichen zu dem Menschlich-Persönlichen?

    Da konnten die Maße nurmehr genommen werden vom Menschen selbst, von der menschlichen Persönlichkeit, insofern sie der Ausdruck ist der einzelnen Ichheit.

    Das aber mußte der babylonische Turm werden, die Kultstätte derjenigen, die nurmehr von der Persönlichkeit die Maße hernehmen sollten. Aber zu gleicher Zeit mußte gezeigt werden, daß die Persönlichkeit erst nach und nach reif werden muß, wieder hinaufzusteigen in die geistigen Welten. Es mußte erst durch den vierten und fünften Zeitraum durchgegangen werden, um wiederum hinaufzusteigen.

    Damals war es nicht möglich gewesen, in die Welt der spirituellen Regionen einfach wieder hinaufzusteigen. Das ist damit gemeint, daß der babylonische Turmbau eine mißglückte Sache sein mußte, daß man den Himmel noch nicht mit dem erreichen konnte, was aus der menschlichen Persönlichkeit genommen werden konnte. [1]

    http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA126/GA126-073.html

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  4. jpr65 sagt:

    Wir Menschen sind hier als Verbindung von Himmel und Erde, genauer von den höheren Dimensionen und der 3-D Welt der größten Dichte.

    Das symbolisiert der Turm, der bis in den Himmel wächst. Und mit dieser Legende soll uns diese Eigenschaft abgesprochen und verdrängt werden.

    „6 Und der Herr sprach: Siehe, sie sind ein Volk, und sie sprechen alle eine Sprache, und dies ist [erst] der Anfang ihres Tuns! Und jetzt wird sie nichts davor zurückhalten, das zu tun, was sie sich vorgenommen haben.“

    Aber was ist denn ihr Tun? Und warum missfällt es „dem Herrn“ denn so, ihr Tun?

    Denn wenn sich alle Menschen wieder zusammenschließen und „eine Sprache sprechen“, dann ist es vorbei für „den Herrn und sein Gefolge“. Jahwe und sein Volk, das ihm folgt.

    Praktischerweise kann man dann hier als „Tun“ alles einfügen, was einem beliebt.

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  5. Internetzel sagt:

    Hat dies auf 👽 INTERNETZEL rebloggt.

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  6. rechtobler sagt:

    Danke LH. Ich konnte beim Lesen nur lachen. Lachen ob all der (einmal mehr erkannten) Verarxxxxx die seit Urzeiten(?) mit uns gemacht wird und die wir ‚dummen‘ Menschen annehmen und glauben. Glauben heisst bekanntlich ’nicht wissen‘. Und das ist es genau – die Menschen WISSEN nicht und weil Viele nicht hinterfragen (habe auch dazu gehört) GLAUBEN sie, was von vermeintlich Wissenden erzählt oder gar behauptet wird. 😉

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  7. Vollidiot sagt:

    Das Schöne an der „Bibel“ und besonders am NT ist diese markante Unverständlichkeit.
    Da wird törichterweise ein Turm in den Himmel gebaut, wo wir doch wissen, daß weiter oben kein Sauerstoff ist zum Mauern. Und dann redet jeder auch noch in seinem Dialekt. Selten so einen Quatsch gelesen.
    Da lob ich mir die Bildzeitung oder Blick.
    Na ja, der Wachturm ist auch noch einigermaßen Realitätsnah.
    Bald haben wir als Weltsprache Englisch, dann hat sich dieser Unsinn defakto auch erledigt..
    Das ist dann die Überwindung des Turmbauzubabelprinzipes.
    Wie heißt es auf dem blickklaren Nockherberg: „Hoch die Gläser!“.

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  8. jpr65
    03/04/2018 UM 15:39
    Denn wenn sich alle Menschen wieder zusammenschließen und „eine Sprache sprechen“ …..
    —————————————————————————————————–

    Siehe dazu auch URSPRACHE

    zu finden unter A-Z hier: http://steinerdatenbank.de/Titelseite/Titelseite_Frameset.php?SID&Weiterleitung=lexikon/alex_t.html

    TextAUSZUG zu der [6] unter obigem Ursprachen-Text :

    Die Sprache ist in der Tat ein universelles Ausdrucksmittel der menschlichen Seele. Und derjenige, der unbefangen in Urzeiten der Menschheitsentwickelung auf Erden hineinschauen kann, der kann sehen, daß in gewissen alten Ursprachen tatsächlich ein tief künstlerisches Element in der Menschheitsentwickelung waltete.

    Nur waren diese Ursprachen viel mehr als die heutigen Zivilisationssprachen aus
    dem ganzen Menschen herausgeholt.

    Wir kommen sogar, wenn wir unbefangen diese Entwickelung verfolgen, zu Ursprachen, die sich
    äußerten fast wie ein Singen, aber so, daß der Mensch lebendig begleitet dasjenige, was er spricht, mit Bewegungen seiner Beine, mit Bewegungen seiner Arme, so daß eine Art von Tanzen dann zum
    Sprechen hinzutrat bei gewissen Ursprachen, wenn irgend etwas in gehobener Form oder in beabsichtigt kultusartiger Form zum Ausdrucke gebracht werden sollte.

    Man empfand die Begleitung des aus der Kehle dringenden Wortes mit der menschlichen Gebärde gerade in Urzeiten der Menschheitsentwickelung als etwas wie Selbstverständliches. Und richtig beurteilen wird man das, was da waltete, nur dann, wenn man sich Mühe gibt, darauf hinzuweisen, wie in der Tat dasjenige, was sonst nur als begleitende Gebärde beim Sprechen auftritt, selbständig Leben gewinnen kann.

    Man kommt nämlich dann darauf, daß die Gebärde, die
    durch Arme und Hände ausgeführt wird, in künstlerischer Beziehung
    nicht nur geradeso ausdrucksvoll, sondern sogar viel ausdrucksvoller sein kann als die Sprache.

    —————————————————————

    Hier noch ein „anschauliches“ Kurz-Video zum Thema: Die Sprache Tanz. Eine Körpersprache

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  9. jpr65 sagt:

    Renate Schönig
    03/04/2018 um 16:44

    Die Gebärde/Bewegung, die ein Wort/Ausspruch begleitet, ist nicht nur ein schöner Tanz.

    Ich nehme mal an, dass dadurch früher die Energie gelenkt wurde, die mit den Worten gerufen wurde. Oder der Ruf wurde dadurch verstärkt.

    Deswegen werden auch sich heftig gebärdende Redner heutzutage als unseriös dargestellt. Damit diese Eigenarten möglichst vergessen werden.

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  10. Luckyhans sagt:

    zu Vollidiot 03/04/2018 um 16:43
    „Das Schöne an der „Bibel“ und besonders am NT ist diese markante Unverständlichkeit. Da wird törichterweise ein Turm in den Himmel gebaut…“ –
    täusche ich mich oder stammt das Zitat vom Babbel-Turm-Säule aus dem AT?

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  11. Texmex sagt:

    Der Turm und jeder andere auch Nichtturm, jedes Pferd, jeder Hund, ja sogar jeder Elefant wandelt im Himmel.
    Wo beginnt der Himmel?
    Direkt unter meinen Schuhen.

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  12. Vollidiot sagt:

    Luck

    Wo habe ich gseit, daß der Babelsche im NT abgehandelt wird?
    Du bist auf meine hinterhältige Ausdrucksweise reingefallen………..
    Setzen!

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  13. Vollidiot sagt:

    Als ob Sprache immerwährend sei.
    Sie ist temporär in der Entwicklung.
    Denn wenn der Hörsinn sich verabschiedet wird die tonbasierte Sprache völlig sinnlos.
    Wir klammern uns nur an bestehende Konfigurationen.
    Dabei ist alles im Fluß – kommen und gehen, werden und vergehen.
    Der Mensch benötigt ein gerüttelt Maß an Statik in seinem Leben.
    Er läßt sich nur ungerne auf die Erkenntnis ein, daß alles Prozeß ist – und Metamorphose.
    Hier ist rigides Denken am Start, auch wenn man mit dem Herzen dächte.
    Ohne Weisheit keine Wahrheit.
    Gemmer lieber ins KADEWE oder in den Oberpollinger und schoppen, das ist eindeutig hier und jetzt.
    Und wenns schön voll ist dann sind wir dort alle eins……………………….

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  14. Wolf sagt:

    Rinder haben/hatten in vielen nomadisch geprägten Kulturen und Hirtenvölkern eine religiöse Bedeutung. Schließlich hängt(e) das Überleben dieser Völker einst von diesen Tieren ab.

    – Tutsi und Massai kennen einen Rinderkult.

    – Der Herero-Aufstand begann, als deutsche Kaufleute die heiligen Rinder der Hereros beschlagnahmen ließen.

    – Bei den alten Italikern soll es einen Stierkult gegeben haben.

    – Die Stierkämpfe in Spanien sowie im französischen Baskenland sind auf alte Mythologien zurückzuführen.

    – In den Schriften den Veden kommt in der bildhaften Sprache die Kuh als Göttin vor, die Verkörperung der Erde.

    – Für viele Hindus sind Kühe heilig bzw. unantastbar. Artikel 48 der Verfassung Indiens verpflichtet alle Mitgliedsstaaten dazu, das Schlachten von Kühen und Kälbern zu verbieten.

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  15. jpr65 sagt:

    Noch etwas zur Sprache:

    Wir haben uns angewöhnt, alles intellektuell zu zerreden, mit Worten zu interpretieren und dadurch in Begriffe zu pressen. Von denen jeder eine andere Vorstellung hat, von den Begriffen.

    Vor allem unsere Gefühle versuchen wir in Worte zu pressen.

    Hier auf bb können wir natürlich nur mit Worten kommunizieren. Oder mit Fotos. Wirklich gute Fotos und Filme transportieren Gefühle besser als Sprache.

    Tanzen und vor allem Fühlen sind schwierig, im Web.

    Wir müssen wieder lernen, uns auf Herzebene zu verbinden und die Gefühle frei fließen zu lassen. Das geht. Völlig ohne Worte. Tanzen mit Partnern – wie z.B. Tango Argentino – ist da ein guter Anfang.

    Denn wir sind (fast) die einzigen Lebewesen hier auf dem Planeten, die sprechen können. Außer den Walen und Delphinen. Aber die singen mehr, als das sie sprechen.

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  16. luckyhans sagt:

    zu jpr65 04/04/2018 um 22:48
    Man könnte die Wichtigkeit der Kommunikationswege auch daran ablesen, wie intensiv und umfassend sie von den Parasiten bekämpft werden.

    Nehmen wir die Musik:
    es ist nachgewiesen, daß Musik, die auf dem sog. Kammerton „a“ mit 432 Hertz beruht, eine heilende Wirkung auf die Zellen des Menschen hat.
    Und daß das „a“ kurz vor dem sog. WK2 (1939) auf „internationale Vereinbarung“ (wer waren damals vor allem Musiker und Musik-Lenker?) auf nicht heilsame 440 Hertz verändert wurde.

    Sodann wurde mit jenem Krieg die sog. U-Musik (Unterhaltungsmusik) von der E-Musik (ernster Musik) abgespalten und mit Vehemenz „entwickelt“ – die Schallplatten-Verkaufzahlen von U zu E gingen immer weiter zugunsten U in die Höhe; die Vielfalt von U wurde künstlich aufgeblasen (Jazz-Arten, Pop, Rock, Beat usw. – bis heute hunderte „Stilrichtungen“), während man versuchte, die Vielfalt von E auf wenige „Spitzenleute“ und von denen auch nur wenige Werke zu reduzieren.
    Versuch doch heute mal, noch irgendwo einen Klassik-Sender im Radio zu finden, der in einigermaßen guter Qualität „ankommt“… und dann vergleiche mit der Sendeleistung der U-Sender… und der E-Sender wird immer mehr für Jazz und anderes „Zeuch“ mißbraucht…

    Frag mal heute jemanden – außer vielleicht ehemalige Profis wie Thomram – welche Stücke sie noch kennen, die Themen summen können oder anhand eines Ausschnittes sicher wiedererkennen könnten usw.
    Es ist noch nicht gar so lange her, da gehörte es „zum guten Ton“ (!), daß jeder einigermaßen sich gebildet nenen wollende Mensch anhand eines Musikbeispiels in der Lage war, den Komponisten oder zumindest dessen Zeit einigermaßen richtig bestimmen zu können…

    Ähliches könnte man über Tanz und alle anderen Arten der Kunst (Theater, Gemälde, Plastiken/Denkmäler usw.) sagen… Versuche mal ein Theater- oder Konzert-Abo zu bekommen – fast überall kein Problem: es interessiert kaum noch jemanden, vor allen kaum noch Jüngere…

    Und auch die Sprache, besonders die extrem klare deutsche, wird – ganz im Orwellschen Sinne, der damit eine direkte VORLAGE geliefert hat – seit vielen Jahrzehnten systematisch verhunzt und zerstört.

    Das ging los mit dem vom „Führer“ verfügten (!) Übergang von den deutschen Schriftzeichen auf die sog. „lateinischen“ Buchstaben – heute bieten die „modernen“ Computerschriften gar keine deutschen Zeichensätze mehr an! – das war vor gut 25 Jahren noch anders, da gab es noch diverse Zeichensätze in deutsch, gedruckt und sogar „handgeschrieben“.
    Aber mit der Integration der Zeichensätze in das Betriebssystem wurde alles (angeblich) „überflüssige“ weggelassen… so auch die deutschen Buchstaben, die noch auf den Runen beruhten.

    Über die gezielte Begriffsverwirrung haben wir hier schon oft genug geschrieben, das ist alles schon „Neusprech“, oder „politisch korrekt“, wie die Propaganda (oder PR = PiAr) oder neuerdings die „strategische Kommunikation“ (die so „reingewaschene“ Lüge) das vorschreiben…

    Merken wir eigentlich noch, an wie vielen Stellen – ob Bewerbungsschreiben, -gespräch, Besprechungen im „Job“ usw. – uns von irgendwelchen „Experten“ vorgeschrieben wird, was wir sagen dürfen und was nicht?
    Welche Worte und Sätze man auf jeden Fall oder auf keinen Fall benutzen darf?
    Was wir anziehen dürfen und was nicht?
    Welche Bewegungen wir noch machen dürfen und welche nicht mehr?
    Nur noch reden wie vorgeschrieben?
    Nur noch tun wie vorgeschrieben?
    Nicht mehr singen, tanzen, lachen, sondern FUNKTIONIEREN?

    Wie wir zielgerichtet zu Robotern abgerichtet werden, die brav genau das tun, WAS MAN EBEN TUT?

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