bumi bahagia / Glückliche Erde

Startseite » WELT / VERGANGENHEIT » 33 - 45 / 2.WK » Wilhelm Landig: Wolfszeit um Thule

Wilhelm Landig: Wolfszeit um Thule

Vorwort des Verfassers

Manchmal wird es schwerfallen, die Grenzen zwischen Tatsachen, Möglichkeiten und Phantasie zu finden. Aber auch Überschneidungen führen letztlich in die Wirklichkeit zurück.
Dieses Buch beginnt mit einer harten Wirklichkeit und mit Dingen, die im allgemeinen bisher verborgen blieben. Mit der fortschreitenden Handlung rückt es mehr und mehr in das Reich des scheinbar Phantastischen vor. Aber ebenso laufen auch weit ausgreifende Pläne hintergründiger Kräfte mit dem Ziel der Errichtung eines
Weltstaates.
Wie in meinem vorausgegangenen Buche „GÖTZEN GEGEN THULE“, überschneiden sich auch hier Begriffe
und gegenübergestellte Symbole, deren Deutung jedoch nicht schwerfallen dürfte.
Das jetzige Zeitalter eilt mit Riesenschritten einer Supertechnik, manipulierten Biologie und damit auch einer
Gigantomanie im politischen Denken entgegen. Hier liegt der Schlüssel zum absoluten Machtstreben von
Großstaaten und überstaatlichen Gesellschaften.
Die Handlung dieses Buches liegt im Sog der kommenden Entscheidungen, die bereits sichtbar ihre Schatten
werfen. Einige handelnde Personen sind stellvertretend für lebende. Die hier aufgezeigten deutschen Waffenentwicklungen  waren oder sind vorhanden. Die Schauplätze und entlegenen Szenerien sind nicht willkürlich. Das Buch versteht sich als Übergang zwischen der Kapitulation der deutschen Wehrmacht an den Fronten des Zweiten Weltkrieges und der nahenden neuen Umwälzung mi dem Ende des Fischezeitalters.
Die großen Entscheidungen fallen erst. In diesem Sog und im Wettlauf der Kräfte zum Kommenden endet die
scheinbare Phantasie der Gegenwart in der Wahrheit der Zukunft . . .
Der Verfasser
.
Inhaltsverzeichnis
.
ERSTES BUCH
Vorspiel
Die verheimlichte Schlacht
Das weiße Rätsel
Ein Licht geht aus
Kein Weg führt zurück
Im Schatten der Anden
Gongschläge der Zeit
.
ZWEITES BUCH
7.
Mimes Schmiede
Die Weisen von New York
Der zweite Tag
Die Schwarzmagier
Abschied vom Hort
Der Colonel von Hongkong
.
DRITTES BUCH
Die Klauen des Hon Lon
Wissen am Weg
Der singende Wind
Feuer im Osten
Blutende Erde
Zeichen und Mächte
Erläuterungen
.
KARTEN UND PLÄNE
Karte von Neuschwabenland
New Swabia Amerikanische Ausgabe
American activity in Antarctica
Flugscheibenaufriß der deutschen V7
.
ISBN 3 85342 033 8
Copyright 1980
by Volkstum Verlag/Wilhelm Landi
A 1040 Wien
Umschlagentwurf: Ingrid Baldauf
Gesamtherstellung: Wiener Verlag
Printed in Austria
.
Das Buch ist als Pdf herunterladbar.
.
Der Verfasser hat das Gespräch zwischen den Exponenten als Hauptausdrucksmittel gewählt. Es ist nicht mein bevorzugter Stil, doch habe ich mich nach ein paar Dutzend Seiten daran gewöhnt, da der eigentliche Inhalt des Buches doch recht dicht aus den Gesprächen hervorgeht. Das Deutsch des Verfassers ist makellos, und…er wusste 1980 vom Weltgeschehen mehr als ich heute.
Thom Ram, 03.04.06
.
Appetittanreger I
.
Eyken machte eine Kunstpause. Der kleine Raum der Messe war von einer spürbaren Spannung erfüllt. Die Zuhörer hatten starre Gesichter und mimten Beherrschtheit.
.
„Poleinwärts fallen diese Gebirgsgruppen steil zur Wegener Hochfläche ab“, setzte der Major wieder fort. „Diese abfallenden Hänge tragen den Namen ,Neumayer Steilwand‘.
Die bis zu einer Höhe von viertausend Metern reichenden Gipfel der Gebirge lassen die bereits zuvor genannte Wegener Hochfl äche bis
zu einer Weite von zweihundert Kilometern in das Landesinnere einsehen. Ich möchte dabei noch eine besondere Merkwürdigkeit erwähnen: Nördlich vom
Wohlfahrtmassiv liegt eine Seengruppe, welche nach Schirrmacher benannt wurde und deren Wässer trotz der überall herrschenden großen Kälte niemals
zufrieren. In diesem Gebirgsmassiv liegt auch das Conrad Gebirge mit den höchsten Bergspitzen, die bisher noch keine Namen haben. Hier fallen schmale
Täler stellenweise bis zu zweitausend Meter tief ab. Im Norden gibt es bei dieser Gruppe hochliegende Eckpfeiler, wie den Mentzel Berg und den etwas
halbrund liegenden Zimmermann Berg. Über einen nadelförmigen Basaltgipfel, den sogenannten Zuckerhut, geht die Gebirgsformation dann in die hohe Zackenreihe des Ritschergipfels über. Wer das alles einmal gesehen hat, weiß, daß hier die Natur unser bester Verbündeter ist. Hier haust jetzt der große Drache
aus dem Norden und wird Feuer aus dem Süden speien, wenn man ihm zu nahe kommt! „
.
„Demnach wäre dies ein Stützpunkt, für den es bisher keine Vergleiche gibt“, sagte Formutt mit etwas kratziger Stimme. „Diese Darstellung halte ich für ausreichend.“
.
„So ist es“, bestätigte Eyken. „Ich denke, daß Einzelheiten über Waffen und Stellungen unwesentlich sind. Man rechnet damit, daß über kurz oder lang die
Alliierten einiges herausbekommen werden und daß man einen Angriff versuchen wird. Dabei werden wir, ebenso wie die Welt, dann mehr erfahren. Bis dahin wollen wir von kommenden Überraschungen nichts vorwegnehmen. Und da wir zudem mit besonderer Order in eine Welt zurückkehren müssen, die
allerorts jetzt von den Alliierten zumindest kontrolliert wird, ist es allein schon aus Sicherheitsgründen zweckmäßig, nicht allzu viele Einzelheiten zu wissen!
.
„Das ist klar wie Gletschereis“, meinte Hellfeldt. „Es ist schon fast das zuviel, was wir jetzt wissen.“
.
.
Appetittanreger II
.
Eyken winkte. ab. „Die Dinge liegen anders, als es vom Ausland her gesehen
den Anschein hat. Das eigentliche Offi zierkorps war stockkonservativ und der
nationalsozialistischen Idee gegenüber ablehnend. Für sie war Hitler nur ein
billiger Gefreiter aus dem Ersten Weltkrieg, und der alte Standesdünkel ertrug
dies nicht. Die alten Offi ziere hatten das Heft fest in der Hand, und die jungen
Nachwuchsoffi ziere konnten mit ihrer Begeisterung keinen Schaden anrichten.
Die waren gewissermaßen der Paravent der Junker.“
„Mit der Zeit mußte doch Hitler dahintergekommen sein „, meinte Hollmann.
„Warum tat er nichts gegen eine nach und nach erkennbare Entwicklung?“
„Womit? =‘ erwiderte Eyken. „Die SS allein war zu schwach, die Wehrmacht
zu ersetzen. Aber diese Frage blieb, als sich Hitler am 30. Juni 1934 selbst
entmachtete und seinen Rückhalt verlor. Genau besehen, war nämlich dieses
Datum der Todestag des Dritten Reiches!“
„Das verstehe ich nicht“, bekannte Hollmann.
„Das ist sehr einfach. Bis vor kurzem sollte eigentlich nie darüber gesprochen
werden. Aber heute muß man zugeben, daß es nie eine Wehrmachtsverschwörung
gegeben hätte, wäre Röhm am Leben geblieben.“
Verdutzt sahen die Männer Eyken an. Hollmann beugte sich vor. „Röhm hatte
hier bei uns in Bolivien einen guten Namen! Er kam nach dem Ersten Welt-
krieg hierher und reorganisierte die bolivianische Armee zu einer modernen und
schlagkräftigen Truppe. Als er nach Deutschland zurückkehrte und Oberster SA
Führer wurde, haben die Bolivianer sein Weggehen sehr bedauert. Er hatte ja,
wie wir wissen, überragende organisatorische Fähigkeiten.“
Eyken nickte abermals. Plötzlich wandte er sich an Hellfeldt, der als einziger
ziemlich gelassen dreinsah. „Wenn ich nicht irre, weißt du auch etliches zur
Röhm Affäre“
„Stimmt“, gab der Wiener ruhig zu. „Der seinerzeitige Wiener SA Führer
während der sogenannten Kampfzeit, Franz Thür, war ein alter Bekannter von
mir. Von ihm erfuhr ich mancherlei, was kaum in Berichten aufscheint. Thür
kannte Röhm. Und es ist meine Ansicht, daß mit Röhms Ende praktisch auch
das nationalsozialistische Reich aufhörte. Der Wiener SA Führer berichtete mir,
daß Röhm den Ausspruch getan hat, daß die nationale Revolution nun abge-
schlossen sei, aber die sozialistische noch ausstehe. Und das war im eigentli-
chen Sinne sein eigenes Todesurteil!“
Die Zuhörer saßen ganz still da. Krall und Hollmann wußten nichts über die
ganze Sache, Eyken überließ dem Wiener das Weitererzählen.
„Röhm plante zwei Dinge: die Fortführung der Revolution zur Erfüllung der
sozialen Forderungen, um im Sinne der propagierten Gemeinschaft die Grund-
lagen einer wirklichen Volksgemeinschaft zu sichern. Dabei lag ihm auch ins-
besondere die Verwirklichung des Parteiprogrammpunktes von Gottfried Feder,
die Brechung der Zinsknechtschaft, am Herzen. Das bedeutete allerdings ein
Ausbrechen aus der internationalen Währungsdecke und eine völlige Freima-
chung von einem direkten und indirekten Einfl uß der Hochfi nanz. Mit diesem
Streben hatte Röhm begreifl icherweise auch im Inland die mächtig gebliebenen
kapitalistischen Wirtschaftskreise gegen sich, unter denen sich noch insgeheim
alte, hohe Freimaurergrade befanden, deren Exponent bei der Regierung Hit-
lers der Hochgradfreimaurer Schacht war. Dank seinem Einfl uß hatte Schacht
das diplomatische Kunststück zuwege gebracht, einerseits für Hitler und ande-
rerseits für die Wallstreet eine Reichsmark international anerkennen zu lassen,
die sich vom Goldstandard gelöst hatte und auf dem Wert der deutschen
Arbeit beruhte. Dafür hatte er aber der Partei den Verzicht auf den Programm-
punkt Feders abgerungen, was wiederum die Hochfi nanz zufriedenstellte. Hitler
konnte ohnedies nicht aus der Schlinge heraus, die ihm durch die Finanzquel-
len in der Kampfzeit gelegt worden waren. Samuel Untermeyer hatte bereits
im Jahre 1933 über den Sender WABC in Amerika ausposaunt, daß die
Hochfi nanz das Hitler Unternehmen mit 128 Millionen Reichsmark fi nanziert
habe. Die Wallstreetspekulationen sind voll aufgegangen und wurden eine
der gewinnreichsten Unternehmungen der Geschichte. Sidney Warburg hatte
seine Verhandlungen mit Hitler und die daraufhin erfolgten Geldtransaktionen
in Protokollen festgehalten und nachher über einen holländischen Verlag im
Jahre 1933 veröffentlicht. So fand Schacht von Haus aus eine zwangsläufi ge
Kompromißatmosphäre vor, die Hitler mehr an die Wirtschaft band als an
Röhm. Auf der gleichen Linie bewegte sich auch Göring, der voll und ganz
einen bürgerlichen Konservativismus vertrat. Er war ein gutbürgerlicher Macht-
politiker, mit vielen in und ausländischen Millionären befreundet und konnte
von diesem Milieu nicht loskommen. Göring wußte zudem genau, daß die Gold-
standardfrage und das Zinsensystem der Lebensnerv der Hochfi nanz waren, und
er dachte seinerseits nicht daran, den Schacht Frieden durch Röhms Ambitio-
nen stören zu lassen. Er hegte deshalb auch ein großes Mißtrauen gegen Gregor
Strasser, von dem er wußte, daß er sehr zu Röhm neigte. Der Oberste SA Führer
verkörperte für Strasser und seine Freunde die Erfüllung der antikapitalisti-
schen Sehnsucht und des Planwirtschaftsgedankens. Da sich die alten Kämpfer
der SA vorwiegend aus Arbeiterkreisen rekrutierten, war begreifl icherweise der
soziale Gedanke ein maßgeblicher Faktor ihres politischen Drängens. Schon
vor der Machtübernahme revoltierte in den harten Kampfjahren bei den Ausein-
andersetzungen mit den kommunistischen Stoßtrupps ein Großteil der Berliner
SA unter ihrem Führer Stennes, und dann sprang Otto Straßer ab. Er gründete
mit seinen Anhängern die ,Schwarze Front‘ der revolutionären Nationalso-
zialisten, doch vermochten diese Absplitterungen letzten Endes nicht gegen
Hitler aufzukommen. Die uneinnehmbare Bastion vor dem Führer war Röhm.
Aber dies konnte Spannungen auch innerhalb der Partei nicht verhindern. Die
gehemmte Linie der ursprünglichen nationalsozialistischen Vorstellungen ver-
hinderte gesellschaftspolitische Umwälzungen und ein Ausbrechen aus dem
kapitalistischen System der Weltwirtschaftsbindungen. Die Machtübernahme
der Partei lief in demokratisch bürgerlichen Formen ab und sicherte mit
Ermächtigungsgesetzen die alleinige Regierungsgewalt der Partei. Politische
Gegner, vorerst nur Kommunisten und auch Asoziale, wurden in Sicherheitsver-
wahrung genommen und in Lager gebracht. Das alles weiß man. Aber was so
schnell vergessen wird, war die damalige Lage in Deutschland. Weimar hatte
als Regierungssystem bankrott gemacht, die Demokratie hatte völlig versagt
und die Arbeitslosigkeit eine Rekordhöhe erreicht. Der Parteienstreit vermochte
mit keinem Problem mehr fertig zu werden. So stand Deutschland nur vor der
einzigen Alternative: entweder eine Regierungsübernahme durch Hitler und
seine Partei oder ein kommunistischer Rätestaat unter Thälmann zu werden.
Was letzteres bedeutet hätte, hatte man aber noch in ziemlich guter Erinne-
rung, wenn man an die Räteregierung unter Kurt Eisner in München mit den
Geiselerschießungen oder das Blutregime von Bela Kun in Ungarn dachte. Die
weitere politische Folge war ebenso erkennbar: Ein kommunistisches Deutsch-
land mit einer liquidierten Intelligenzschichte hätte den Auftakt zu einer kom-
munistischen Machtübernahme in Europa gegeben und Lenins These erfüllt, daß
ein kommunistisches Deutschland der Weltrevolution zum Sieg verhelfen würde.
Das sind historisch harte Tatsachen! Eine dritte Möglichkeit gab es in Deutsch-
land nicht mehr. Unter dem Aspekt des Entscheidungskampfes um Deutsch-
lands Schicksal zwischen den beiden geschichtlich zwangsläufi gen Alternativen
wird die Sicherheitsverwahrung der auf einen gewaltsamen Umsturz gedrillten
Rot Front Kräfte verständlich, und es ist sehr anzuzweifeln, ob sich im ande-
ren Falle, also bei einer kommunistischen Machtübernahme, Thälmann damit
begnügt hätte, die Nationalsozialisten und die gesamte Bourgeoisie nur in Lager
zu bringen. Die vorangegangenen geschichtlichen Beispiele zeigten erschrec-
kende Bilder. Schon zur Zeit der französischen Jakobinerrevolution schleppte
ein entfesselter Pöbel Bürger und Adelige scharenweise zu den Guillotinen.
Stand und Herkunft genügten als Hinrichtungsgrund. Ebenso watete die bol-
schewistische Oktoberrevolution in einem Meer von Blut. Auch hier genügten
der adelige oder bürgerliche Herkunftsstand und der Intelligenzquotient für
ein formloses Todesurteil. Dies alles traf nach der nationalsozialistischen
Machtübernahme nicht zu. Wer sich außerhalb der Partei ruhig und loyal ver-
hielt, hatte nichts zu fürchten. Erst einundeinhalb Jahre später fraß das Regime
des Reiches einen Teil der alten Väter aus den eigenen Reihen. Und Röhms
Tod konnte den Gegnern des Regimes nur gelegen kommen. Diese Gegner, von
denen sich ein großer Teil steter Freiheit erfreute, waren besser daran als die
Opfer vergangener Revolutionen oder gewesener Räteregierungen; sie gaben
sich nachher als Dulder aus und schrien lauthals nach Rache. Sie waren ja
besser daran als die Opfer der Jakobiner, der Bolschewiken und Räte. Die von
den roten Systemen Liquidierten konnten bestenfalls mit klappernden Gebei-
nen, umhüllt von schemenhaften Schleiern, in der Geisterstunde nach Mitter-
nacht in den alten Gemäuern der Hinrichtungskeller oder über eingefallenen
Massengräbern herumschweben, ein Gespensterstöhnen von sich geben und
spuken.“
„Das ist nur allzu wahr“, mußte Hollmann nachdenklich zugeben.
.
Appetittanreger III
.
Seite 449
Young Chul, der noch in der Nähe stand, hatte die Worte des Wieners mitgehört. Jetzt, wo er nicht mehr den Druck des Partisanenlagers verspürte, war er selbstbewußter und freier geworden. Ernst fügte er hinzu: „Ich habe erkennen müssen, daß das koreanische Volk um die Erhaltung seiner Freiheit gegen die schlimmste Tyrannei, die je in der Geschichte der Menschheit erfunden wurde, kämpfen muß. Es geht hier nicht mehr um Unterschiede von Systemen, sondern um Freiheit oder Sklaverei. Die Ssoryon Saram, die Russen, haben mit dem Kommunismus das Böse nach Asien gebracht und die Völker unseres Erdteils vergiftet. Und der Westen hat ihnen noch geholfen und die Ssoryon Saram unterstützt. Stimmt das nicht?“ „Leider“, gab Eyken sofort zu. „Aber dahinter stehen Kräfte, die von den asiatischen Völkern noch nicht klar erkannt wurden. Hütet euch davor, Logen Fuß fassen zu lassen oder andere verwandte internationale Organisationen. Unter dem Tarnmantel einer kranken Demokratie zersetzen sie eure Freiheit und Unabhängigkeit. Nicht die Völker des Westens, sondern deren Zersetzer halfen den Ssoryon Saram zu überleben und stärker zu werden.“
.
.
.

12 Kommentare

  1. Pieter sagt:

    spannend zu lesen, Danke Thom

    Gefällt mir

  2. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

    Gefällt mir

  3. thom ram sagt:

    Der Verfasser hat das Gespräch zwischen den Exponenten als Hauptausdrucksmittel gewählt. Es ist nicht mein bevorzugter Stil, doch habe ich mich nach ein paar Dutzend Seiten daran gewöhnt, da der eigentliche Inhalt des Buches doch recht dicht aus den Gesprächen hervorgeht. Das Deutsch des Verfassers ist makellos.

    Gefällt mir

  4. Ein Leser sagt:

    Guten Abend thom ram,

    da hast Du dir ein „heißes Eisen“ vorgenommen. Hab alle 3 Bücher gelesen, harter Tobak;-)

    Grüße

    Gefällt 1 Person

  5. Texmex sagt:

    Wilhelm Landig dürfte den Plot für die Bücher der „Stahlfront“-Reihe geschrieben haben.
    Diese Bücher stehen ebenfalls auf dem Index, der Grund dürfte klar sein.
    Alle 6 Bände lesen sich sehr flüssig, natürlich sind Wiederholungen zum Verständnis der vorherigen Bände enthalten.
    Zu finden über Suche: Stahlfront+ Torn Chaines in archive.org
    Alle als PDF.
    Aber Obacht!
    Der Inhalt ist Spekulatius und verleitet den Leser zum Nichtstun, da die Kämpfer um Thulemarschall Bittrich, Generalmajor Geyer, Marc Mc Bain und Magnus Wittmann schon alles regeln werden. Selbst im Kanzelbrunzeramt räumen sie auf, klar, dass sie auch Manhattan in Schutt und Asche legen!
    Wenn es denn nur so wäre. Die Hoffnung stirbt ja angeblich zuletzt.

    Gefällt mir

  6. thom ram sagt:

    Appetittanreger II
    .
    Eyken winkte. ab. „Die Dinge liegen anders, als es vom Ausland her gesehen
    den Anschein hat. Das eigentliche Offi zierkorps war stockkonservativ und der
    nationalsozialistischen Idee gegenüber ablehnend. Für sie war Hitler nur ein
    billiger Gefreiter aus dem Ersten Weltkrieg, und der alte Standesdünkel ertrug
    dies nicht. Die alten Offi ziere hatten das Heft fest in der Hand, und die jungen
    Nachwuchsoffi ziere konnten mit ihrer Begeisterung keinen Schaden anrichten.
    Die waren gewissermaßen der Paravent der Junker.“
    „Mit der Zeit mußte doch Hitler dahintergekommen sein „, meinte Hollmann.
    „Warum tat er nichts gegen eine nach und nach erkennbare Entwicklung?“
    „Womit? =‘ erwiderte Eyken. „Die SS allein war zu schwach, die Wehrmacht
    zu ersetzen. Aber diese Frage blieb, als sich Hitler am 30. Juni 1934 selbst
    entmachtete und seinen Rückhalt verlor. Genau besehen, war nämlich dieses
    Datum der Todestag des Dritten Reiches!“
    „Das verstehe ich nicht“, bekannte Hollmann.
    „Das ist sehr einfach. Bis vor kurzem sollte eigentlich nie darüber gesprochen
    werden. Aber heute muß man zugeben, daß es nie eine Wehrmachtsverschwörung
    gegeben hätte, wäre Röhm am Leben geblieben.“
    Verdutzt sahen die Männer Eyken an. Hollmann beugte sich vor. „Röhm hatte
    hier bei uns in Bolivien einen guten Namen! Er kam nach dem Ersten Welt-
    krieg hierher und reorganisierte die bolivianische Armee zu einer modernen und
    schlagkräftigen Truppe. Als er nach Deutschland zurückkehrte und Oberster SA
    Führer wurde, haben die Bolivianer sein Weggehen sehr bedauert. Er hatte ja,
    wie wir wissen, überragende organisatorische Fähigkeiten.“
    Eyken nickte abermals. Plötzlich wandte er sich an Hellfeldt, der als einziger
    ziemlich gelassen dreinsah. „Wenn ich nicht irre, weißt du auch etliches zur
    Röhm Affäre“
    „Stimmt“, gab der Wiener ruhig zu. „Der seinerzeitige Wiener SA Führer
    während der sogenannten Kampfzeit, Franz Thür, war ein alter Bekannter von
    mir. Von ihm erfuhr ich mancherlei, was kaum in Berichten aufscheint. Thür
    kannte Röhm. Und es ist meine Ansicht, daß mit Röhms Ende praktisch auch
    das nationalsozialistische Reich aufhörte. Der Wiener SA Führer berichtete mir,
    daß Röhm den Ausspruch getan hat, daß die nationale Revolution nun abge-
    schlossen sei, aber die sozialistische noch ausstehe. Und das war im eigentli-
    chen Sinne sein eigenes Todesurteil!“
    Die Zuhörer saßen ganz still da. Krall und Hollmann wußten nichts über die
    ganze Sache, Eyken überließ dem Wiener das Weitererzählen.
    „Röhm plante zwei Dinge: die Fortführung der Revolution zur Erfüllung der
    sozialen Forderungen, um im Sinne der propagierten Gemeinschaft die Grund-
    lagen einer wirklichen Volksgemeinschaft zu sichern. Dabei lag ihm auch ins-
    besondere die Verwirklichung des Parteiprogrammpunktes von Gottfried Feder,
    die Brechung der Zinsknechtschaft, am Herzen. Das bedeutete allerdings ein
    Ausbrechen aus der internationalen Währungsdecke und eine völlige Freima-
    chung von einem direkten und indirekten Einfl uß der Hochfi nanz. Mit diesem
    Streben hatte Röhm begreifl icherweise auch im Inland die mächtig gebliebenen
    kapitalistischen Wirtschaftskreise gegen sich, unter denen sich noch insgeheim
    alte, hohe Freimaurergrade befanden, deren Exponent bei der Regierung Hit-
    lers der Hochgradfreimaurer Schacht war. Dank seinem Einfl uß hatte Schacht
    das diplomatische Kunststück zuwege gebracht, einerseits für Hitler und ande-
    rerseits für die Wallstreet eine Reichsmark international anerkennen zu lassen,
    die sich vom Goldstandard gelöst hatte und auf dem Wert der deutschen
    Arbeit beruhte. Dafür hatte er aber der Partei den Verzicht auf den Programm-
    punkt Feders abgerungen, was wiederum die Hochfi nanz zufriedenstellte. Hitler
    konnte ohnedies nicht aus der Schlinge heraus, die ihm durch die Finanzquel-
    len in der Kampfzeit gelegt worden waren. Samuel Untermeyer hatte bereits
    im Jahre 1933 über den Sender WABC in Amerika ausposaunt, daß die
    Hochfi nanz das Hitler Unternehmen mit 128 Millionen Reichsmark fi nanziert
    habe. Die Wallstreetspekulationen sind voll aufgegangen und wurden eine
    der gewinnreichsten Unternehmungen der Geschichte. Sidney Warburg hatte
    seine Verhandlungen mit Hitler und die daraufhin erfolgten Geldtransaktionen
    in Protokollen festgehalten und nachher über einen holländischen Verlag im
    Jahre 1933 veröffentlicht. So fand Schacht von Haus aus eine zwangsläufi ge
    Kompromißatmosphäre vor, die Hitler mehr an die Wirtschaft band als an
    Röhm. Auf der gleichen Linie bewegte sich auch Göring, der voll und ganz
    einen bürgerlichen Konservativismus vertrat. Er war ein gutbürgerlicher Macht-
    politiker, mit vielen in und ausländischen Millionären befreundet und konnte
    von diesem Milieu nicht loskommen. Göring wußte zudem genau, daß die Gold-
    standardfrage und das Zinsensystem der Lebensnerv der Hochfi nanz waren, und
    er dachte seinerseits nicht daran, den Schacht Frieden durch Röhms Ambitio-
    nen stören zu lassen. Er hegte deshalb auch ein großes Mißtrauen gegen Gregor
    Strasser, von dem er wußte, daß er sehr zu Röhm neigte. Der Oberste SA Führer
    verkörperte für Strasser und seine Freunde die Erfüllung der antikapitalisti-
    schen Sehnsucht und des Planwirtschaftsgedankens. Da sich die alten Kämpfer
    der SA vorwiegend aus Arbeiterkreisen rekrutierten, war begreifl icherweise der
    soziale Gedanke ein maßgeblicher Faktor ihres politischen Drängens. Schon
    vor der Machtübernahme revoltierte in den harten Kampfjahren bei den Ausein-
    andersetzungen mit den kommunistischen Stoßtrupps ein Großteil der Berliner
    SA unter ihrem Führer Stennes, und dann sprang Otto Straßer ab. Er gründete
    mit seinen Anhängern die ,Schwarze Front‘ der revolutionären Nationalso-
    zialisten, doch vermochten diese Absplitterungen letzten Endes nicht gegen
    Hitler aufzukommen. Die uneinnehmbare Bastion vor dem Führer war Röhm.
    Aber dies konnte Spannungen auch innerhalb der Partei nicht verhindern. Die
    gehemmte Linie der ursprünglichen nationalsozialistischen Vorstellungen ver-
    hinderte gesellschaftspolitische Umwälzungen und ein Ausbrechen aus dem
    kapitalistischen System der Weltwirtschaftsbindungen. Die Machtübernahme
    der Partei lief in demokratisch bürgerlichen Formen ab und sicherte mit
    Ermächtigungsgesetzen die alleinige Regierungsgewalt der Partei. Politische
    Gegner, vorerst nur Kommunisten und auch Asoziale, wurden in Sicherheitsver-
    wahrung genommen und in Lager gebracht. Das alles weiß man. Aber was so
    schnell vergessen wird, war die damalige Lage in Deutschland. Weimar hatte
    als Regierungssystem bankrott gemacht, die Demokratie hatte völlig versagt
    und die Arbeitslosigkeit eine Rekordhöhe erreicht. Der Parteienstreit vermochte
    mit keinem Problem mehr fertig zu werden. So stand Deutschland nur vor der
    einzigen Alternative: entweder eine Regierungsübernahme durch Hitler und
    seine Partei oder ein kommunistischer Rätestaat unter Thälmann zu werden.
    Was letzteres bedeutet hätte, hatte man aber noch in ziemlich guter Erinne-
    rung, wenn man an die Räteregierung unter Kurt Eisner in München mit den
    Geiselerschießungen oder das Blutregime von Bela Kun in Ungarn dachte. Die
    weitere politische Folge war ebenso erkennbar: Ein kommunistisches Deutsch-
    land mit einer liquidierten Intelligenzschichte hätte den Auftakt zu einer kom-
    munistischen Machtübernahme in Europa gegeben und Lenins These erfüllt, daß
    ein kommunistisches Deutschland der Weltrevolution zum Sieg verhelfen würde.
    Das sind historisch harte Tatsachen! Eine dritte Möglichkeit gab es in Deutsch-
    land nicht mehr. Unter dem Aspekt des Entscheidungskampfes um Deutsch-
    lands Schicksal zwischen den beiden geschichtlich zwangsläufi gen Alternativen
    wird die Sicherheitsverwahrung der auf einen gewaltsamen Umsturz gedrillten
    Rot Front Kräfte verständlich, und es ist sehr anzuzweifeln, ob sich im ande-
    ren Falle, also bei einer kommunistischen Machtübernahme, Thälmann damit
    begnügt hätte, die Nationalsozialisten und die gesamte Bourgeoisie nur in Lager
    zu bringen. Die vorangegangenen geschichtlichen Beispiele zeigten erschrec-
    kende Bilder. Schon zur Zeit der französischen Jakobinerrevolution schleppte
    ein entfesselter Pöbel Bürger und Adelige scharenweise zu den Guillotinen.
    Stand und Herkunft genügten als Hinrichtungsgrund. Ebenso watete die bol-
    schewistische Oktoberrevolution in einem Meer von Blut. Auch hier genügten
    der adelige oder bürgerliche Herkunftsstand und der Intelligenzquotient für
    ein formloses Todesurteil. Dies alles traf nach der nationalsozialistischen
    Machtübernahme nicht zu. Wer sich außerhalb der Partei ruhig und loyal ver-
    hielt, hatte nichts zu fürchten. Erst einundeinhalb Jahre später fraß das Regime
    des Reiches einen Teil der alten Väter aus den eigenen Reihen. Und Röhms
    Tod konnte den Gegnern des Regimes nur gelegen kommen. Diese Gegner, von
    denen sich ein großer Teil steter Freiheit erfreute, waren besser daran als die
    Opfer vergangener Revolutionen oder gewesener Räteregierungen; sie gaben
    sich nachher als Dulder aus und schrien lauthals nach Rache. Sie waren ja
    besser daran als die Opfer der Jakobiner, der Bolschewiken und Räte. Die von
    den roten Systemen Liquidierten konnten bestenfalls mit klappernden Gebei-
    nen, umhüllt von schemenhaften Schleiern, in der Geisterstunde nach Mitter-
    nacht in den alten Gemäuern der Hinrichtungskeller oder über eingefallenen
    Massengräbern herumschweben, ein Gespensterstöhnen von sich geben und
    spuken.“
    „Das ist nur allzu wahr“, mußte Hollmann nachdenklich zugeben.

    Gefällt mir

  7. thom ram sagt:

    Ein Leser 02:48

    Ich bin auf Seite 140.
    Ich geniesse die Lektüre in vollen Zügen. Ich liebe kulinarisch fette Gerichte nicht, beim Lesen schon.
    🙂

    Gefällt mir

  8. Ein Leser sagt:

    Guten Abend thom ram,

    wenn Du die restlichen ca. 2600 Seiten gelesen hast bitte ich um eine intensive Diskussion;-)
    Danke.

    Grüße

    Gefällt mir

  9. thom ram sagt:

    Leser 03:58

    Ich schliesse aus deinem Vorschlag, dass du des Landigs gesamtes Werk gelesen hast. Mit der Wolfszeit bin ich fast durch. Was empfiehlst du als Folgelektrüre?

    Gefällt mir

  10. Ein Leser sagt:

    Guten Abend thom ram,

    die 2 weiteren Teile „Götzen gegen Thule“ und „Rebellen für Thule“ Du hast das 2.Buch zuerst gelesen.
    da habe ich was ganz romantisches für dich „Z-Plan“ von Ralf Ettel

    Gefällt mir

  11. ALTRUIST sagt:

    Nun , diese Appetittanreger haben auch meinen Appetit angeregt .

    Ich habe einen regelrechten Hunger auf Wilhelm Landig bekommen …….

    Gefällt mir

  12. thom ram sagt:

    Leser 03:13

    Danke 🙂

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: