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Vertraue deinen Augen

Die herrschende Geschichte ist die Geschichte der Herrschenden, sprach der Klassiker – er meinte damit, daß die Geschichtsschreibung von den jeweiligen „Siegern“ der Geschichte so umgeschrieben wird, daß gerade die „Erfolge“ der Sieger herausgehoben werden und die Verlierer in möglichst miesem Licht dargestellt werden. Und so haben es alle „Sieger“ stets gehalten…
Was aber tun? Wie kommen wir zu wahren Aussagen über die Geschichte?
Luckyhans, 29. März 0006
————————————–

Es ist relativ einfach: indem wir die eigenen Augen offenhalten.
Das Schöne am Weltnetz ist die Möglichkeit, viele alte Filmaufnahmen und Fotos jetzt bei sich zu Hause ansehen zu können, die man sonst nur mühsam in Bibliotheken und Archiven suchen müßte.

Natürlich gilt wie immer: nichts glauben, alles überprüfen, und auf die wichtigen „Nebensächlichkeiten“ achten, Widersprüche nicht sich von „Fachleuten“ ausreden lassen, sondern ihnen nachgehen, nachforschen…

Daher rufe ich alle auf, ihren eigenen Augen mehr zu glauben als dem Gerede und den hochweisen Theorien der Fachleute, Gelehrten, Experten und Wissenschaftler.

Was sich nicht mit dem gesunden Menschenverstand verstehen und erklären läßt, ist nicht natürlicher Herkunft.

Und um nicht beim Aufruf stehen zu bleiben, möchte ich beispielhaft gut eine Stunde eurer Zeit gestalten, indem ich 10 Videos anbiete zu betrachten.
Dabei bitte auf Details achten, auf Unterschiede, auf Widersprüche, auf Feinheiten.

Zur Einstimmung:
1. Moskau 1852 in Fotos – 5 min

https://www.youtube.com/watch?v=S7sH5hysgUA

Dort sehen wir einen weißen (!) Kreml – aus Kalkstein – und den „Schönen Platz“ (Krasnaja Ploschtschadh – „krasnaja“ altrussisch: die schöne), der so gar nicht rot sein will…

2. Die Weltausstellung in Paris von 1878 – Fotos, die man einzeln betrachten sollte

https://www.youtube.com/watch?v=zLdHXXQZuWA – knapp 6 min

Es fällt auf, daß viel mehr Kunstwerke (dar. viele barbusige Damen und Mädchen) als „betrachtenswert“ ausgestellt sind als 22 Jahre darauffolgend gezeigt werden:

3. Die Weltausstellung in Paris von 1900 – ein Dok-Film – 14 min

https://www.youtube.com/watch?time_continue=853&v=N77j6yDZi8w

Fast rein technisch – aber auf welch hohem Niveau!
Und bitte auch die „normalen“ Straßenszenen beachten!

4. aus demselben Jahr: Berlin 1900 in Farbe und HD, Doku-Aufnahmen

https://www.youtube.com/watch?v=eOM1y4_gjX8 – knapp 5 min

Bitte beachte den Unterschied zu Paris im Straßenverkehr!

5. zum Vergleich: San Franscisco 1900 – Doku-Aufnahmen vom Straßenverkehr

https://www.youtube.com/watch?v=IJfTa5SjDCY – knapp 12 min

Wieder große Unterschiede zu Paris und Berlin!

6. Moskau 1908 – Film-Doku – 7 min

https://www.youtube.com/watch?v=ZIcfsj6_Iw0

Eingangs ist ebenfalls der weiße (!) Kreml zu sehen. Und ein ganz „anderes“ Leben… wie auch nachfolgend:

7a. Das Russische Imperium in Farbfotos von 1890 – 1912

https://www.youtube.com/watch?v=y7iIxEvJ6JQ – knapp 9 min

und kaum Überschneidungen mit:

7b. Das vorrevolutionäre Rußland in Farbfotos 1905 – 1916

https://www.youtube.com/watch?v=epnCU2iVL4g – 10 min

8. Ein Foto-Rundgang durch Moskau 1920, also 3 Jahre nach der „Revolution“

https://www.youtube.com/watch?v=ROdAoR3LAjs

Und als „Bonbon“ zum Abschluß etwas Feines:
9. Kinder im Jahre 1896 – Film-Dok – 5,5 min

https://www.youtube.com/watch?v=A1wyGj0rOfc

Viel Spaß beim Anschauen und selbst interpretieren!
Ich freue mich auf eure Beobachtungen… 😉


12 Kommentare

  1. Security Scout sagt:

    Danke LH, sehr interessant.
    Das war die „Belle Epoque“ bis der 1. Weltkrieg alles zerstörte.

    Erschreckend wenn man sich die Gesichter der Menschen heute auf der Straße ansieht und vergleicht
    diese mit Bildern, Vids vor rund 100 Jahren.

    Von der Kleidung heute und früher in Deutschland spreche ich erst garnicht!

    Ein Teil der Menschheit steigt geistig auf, aber die Masse verroht und wird zum Tier bzw. animal-isch.

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  2. Security Scout sagt:

    LH, ich stieß heute auf diesen Blog.
    Macht einen sehr guten Eindruck!

    https://www.rusfunker.com/2018/03/kurz-vor-dem-abgrund.html

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  3. thom ram sagt:

    Danke für die Ausstellung!

    Gefällt 1 Person

  4. no one sagt:

    Security Scout um 10:57

    „Ein Teil der Menschheit steigt geistig auf,…“
    Ja richtig… musste mich auch erst reflexARTig „frei“ vöglen,
    um wieder runterzukommen… aus den geistigen Aufstiegs-Illusionsblasen und Memen.

    Animus vs. animal, in erstrebenswert „ausgeglichener“ Kombination, wäre ein lenbenswertes Leben, wie es in der Natur wunderbar zu beobachten ist. Der Mensch verhält sich allerorts widernatürlich, und das im zunehmenden Maße, und durch Leugnung der eigenen Perversität, vermutlich bis zur eigenen Ausrottung.
    Ebenso ist die Leugnung des animalischen in uns widernatürlich, weil völlige „Vergeistigung“ dem Tod gleichgesetzt werden kann. Dieses ganze Gesäusel von „Aufstieg“… macht mich ganz schwummerig verwirrt, es ist de facto EVOLution, deren Ziel kein Mensch in Erkenntnis bringen kann, weil es, dass Ziel (wenn es denn überhaupt ein Ziel gibt) immer in der Zukunft leigt!

    Da ist primär dem gegenwärtigen Auge zu vertrauen, als spekulativ in die abgründige oder verheißungsvolle Zukunft zu schauen, oder wehmütig bzw. schockiert in die weit zurückliegende Vergangenheit, die außerhalb der eigenen Selbsterfahrung/erleben, vielmehr der eigenen Selbstwirksamkeit(!) liegt. Das sind alles Bereiche die eine unterschwellige Handlungsunfähigkeit implementieren… dabei könnte man(n)/frau vermutend meinen, es sei „Programm“.

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  5. Pieter sagt:

    yupp, genau so no one , fast krieg ich einen Schreikrampf wenn mir jemand was von Aufstieg reindrücken will

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  6. no one sagt:

    Korrektur…
    …“vögeln“ und „lebenswertes“…
    habe vorgebeugt im Stehen geschrieben, da rutscht man schon mal auf die falschen Tasten 😉

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  7. @no one
    Du bist einfach herrlich in deiner Ausdrucksweise…….und ich gehe konform damit.
    Wenn ich meine animalischen Triebe nicht akzeptieren und als zu mir gehörig betrachten und leben kann, dann wird das nischte mit dem „Aufstieg“

    Aufstieg hört sich immer so schwierig an, so nach Bergkraxeln, Muskelkater und Kurzatmigkeit.

    Für mich isses eine Horizonterweiterung……des Bewusstseins.

    Auf dem Berg stehen, hinunter schauen ins Tal, wunderbare Landschaften ( auch gefährliche ) vor mir sehen, in die Weite schauen können bis hin zum Horizont und manchmal auch dahinter……und dann hineingehen in diese wunderbare, unbekannte, schöne aber auch gefährliche Welt……..den Bereich am Horizont erreichen, wieder schauen, weiter gehen……und immer wieder erschliessen sich neue Welten.

    Ich hatte während meiner sehr meditativen Zeit mal ein schönes Bild in der Meditation.
    Ich stand vor einem Spiegel und schaute hinein.
    Darin sah ich mich im Spiegel.
    Irgendwann merkte ich daß sich dieser Aspekt wiederholte und ich ging tiefer und tiefer in die Spiegelungen hinein…..mei war das spannend.

    Da fällt mir ein BIld zu ein, von der Göttin Kanya Kumari in Südindien.
    Bei dem Bild waren viele kleine Öllämpchen die leuchteten und man konnte immer tiefer gehen wie bei meinem SpiegelBild und den vielen Lichtern in die Tiefe folgen.
    Hätte gern einen link zum Bild beigetan, aber nischt Passendes gefunden.

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  8. thom ram sagt:

    Nicht Eine 15:33

    „Da ist primär dem gegenwärtigen Auge zu vertrauen, als spekulativ in die abgründige oder verheißungsvolle Zukunft zu schauen, oder wehmütig bzw. schockiert in die weit zurückliegende Vergangenheit, die außerhalb der eigenen Selbsterfahrung/erleben, vielmehr der eigenen Selbstwirksamkeit(!) liegt. Das sind alles Bereiche die eine unterschwellige Handlungsunfähigkeit implementieren… dabei könnte man(n)/frau vermutend meinen, es sei „Programm“.“

    Verstehe ich erst nach siebenmaligem Lesen.

    Mein abgetakteltes, lediglich orgelgeschlagenhabendes Hirni würde ersetzen wollen „Da ist primär dem gegenwärtigen Auge zu vertrauen“ durch schlichteres: „Besser wäre es, hier jetzt bewusst genau hinzuschauen“.
    Doch ehre ich hoch dein Deutsch. Keine Hähme. Ernst gemeint.

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  9. Luckyhans sagt:

    zu Security Scout 30/03/2018 um 11:03
    „Macht einen sehr guten Eindruck! https://www.rusfunker.com/2018/03/kurz-vor-dem-abgrund.html“ –
    ja, scheint eine qualitativ gute Übersetzung zu sein, also ruhig weiter dort lesen… 😉

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  10. luckyhans sagt:

    zu no one 30/03/2018 um 15:33
    „dabei könnte man(n)/frau vermutend meinen, es sei „Programm“.“

    Liebe „Nicht alleine“,
    es wird Zeit, daß jeder „sein“ Programm selbst bestimmt… 😉
    Ich gebe gern zu, daß auch mir dieses ganze Gerede von 3D und 5D und „Raumzeit“ (als 4D?) sehr suspekt ist.

    @ alle:
    Und den Blick in die einigermaßen „objektiv“ dokumentierte „tiefe“ Vergangenheit habe ich deshalb gewählt, weil das die Zeit VOR allen überideologisierten Dogmen war – und gerade daran kann jeder erkennen, wie stark verschroben sogar diese Zeit „vor allen Ereignissen“ heute dargestellt wird … 😉

    Es fällt mir ehrlich gesagt sehr schwer, jene Menschen noch ernst zu nehmen, die heute anhand dieser oder jener „Story“ (egal ob Skripal oder was auch immer) „erkannt“ haben, daß sie von den Medien belogen werden – und schon morgen regen sie sich wieder auf, was denn dieselben Medien ihnen da wieder an „Nach Richten“ servieren über Kroko, Affen-für-D-Marx und so weiter – „Vergeßlichkeit“ von jetzt auf gleich?
    Aber so san’s halt…

    Euch allen noch schöne Ostertage! 😉

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  11. no one sagt:

    ThomRam um 20:10

    Es fällt mir zugegebenermaßen schwer, meine Speed-Gedanken, in allgemein verständlicher Weise auszudrücken. Genau genommen wollte ich sagen, dass ICH zuerst/vorrangig im Jetzt, in der Gegenwart, nur dem v e r t r a u e n kann, welches ich mit meinen eigenen Augen gesehen, mit meinen eigenen Ohren gehört usw. … sprich mit meinen eigenen Sinnen WAHRgenommen habe.

    „Filme/Bilder“ aus der Vergangenheit/Geschichte oder hypothetische Zukunftsszenarien anschauen, sowie dem ganzen „Hörensagen“ Vertrauen schenken, ist immer mit Glauben müssen verbunden. Ich aber will wissen! Das geht nur, wenn ich es selbst aktiv erlebe und erfahre. Wenn ich mich überwiegend mit der Vergangenheit/Geschichte und Zukunft beschäftige, dann bewirke ich im Hier und Jetzt nichts. Es erzeugt eine Passivität, eine unterschwellige Handlungsunfähigkeit, ein geistiges Kreisen.

    Ich kann dir noch so viel darüber erzählen wie es sich anfühlt auf der Bühne zu tanzen, mit dem Heißluftballon zu fahren, mit dem Mountainbike Downhill zu rasen, im Ozean zu tauchen, oder einem Lebewesen zu helfen… Du wirst es niemals w i s s e n, wenn Du es nicht selbst gemacht hast! Demzufolge sind die weit außerhalb meiner Lebenszeit erzählten Geschichten und die Zukunft sekundär, und in Bild und Wort wenig vertrauenswürdig, weil immer die Möglichkeit der Manipulation gegeben ist und zudem den Pragmatismus hemmt.

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  12. no one sagt:

    Lucky um 04:36

    Ja „Nicht alleine“… deshalb bleibe ich ja auch an/auf „bb“ kleben, um meinem Programm zu einem „Reboot“ zu verhelfen. Und um auch im Austausch, etwas über mich, von anderen zu lernen. Im geschriebenen Wort findet sich so manches Tiefgründiges hier auf „bb“, dass ich woanders so noch nicht gefunden habe. Es (be-)trifft mich im wesentlichen und persönlichen in oft erstaunlicher Weise, dass es so einiges in mir Bewegung bringt.

    Gefällt 3 Personen

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