bumi bahagia / Glückliche Erde

Wie nun?

Der nachfolgende Artikel ist dreizehn Monate alt, enthält aber (leicht überarbeitet) für meine Begriffe einige interessante Denkstupser, die ihn aktuell halten.

Zu unserem Blick in die Zukunft gehört es auch, sich mal an die Stelle derjenigen zu versetzen, welche die Nutznießer des jetzigen Systems sind.
Um zu verstehen, wie diese „ticken“…
Luckyhans, 3. Dezember 2017
—————————————–

Neulich sagte meine Frau zu mir, sie könne sich gut vorstellen, mit welch breitem Grinsen die Superreichen dieser Welt jeden Morgen aufwachen und sich gegenseitig freudig einen „Guten Morgen“ wünschen – ist doch die gesamte Menschheit für sie tätig – und zwar zum übergroßen Teil freiwillig, ohne direkten äußeren Zwang.

„Na, tun sie’s noch?“ – „Klar doch!“ – Lang anhaltendes Gelächter…

Warum sind wir alle immernoch jeden Tag – bis auf zu wenige Ausnahmen – im Hamsterrad tätig?

Weil uns eingeredet wurde, und wir haben es bereitwillig angenommen, daß wir nur auf unseren eigenen Vorteil bedacht sein brauchen, um der ganzen Gemeinschaft zu nützen.

Dementsprechend fühlen wir uns sogar noch gut, wenn wir in diesem immer schneller rotierenden Ding unseren Frondienst ableisten.
DAS ist die Grundlüge, der wir jeden Tag wieder folgen.

Der ungebremste Egoismus.

Der angeblich allen nützt.

Wobei auch nur wenige Minuten nachsinnen darüber uns sehr schnell daran zweifeln läßt.

Wie soll es allen nützen, wenn ich andere betrüge um meines eigenen Vorteils willen?
Damit sie auch das Betrügen lernen? Und „cleverer“ werden?
Ehrlich?

Wie wird man am schnellsten Millionär? – Ehrlich währt am längsten…“ (Volker Pispers)

Und was dann, wenn alle das Betrügen gelernt haben?
Möchte ich in einer Welt leben, wo jeder jeden betrügt?
Wäre das eine schöne Welt, in der ich jeden Moment aufpassen muß, daß mich nicht eine/r „über’n Tisch zieht“?
Wo es keine Oase der Ruhe und Geborgenheit gäbe, weil ich niemandem vertrauen kann?
Denn jeder, der uneigennützig handelt, wäre doch für alle „der Depp“…
Ist das wirklich die Welt, in der du leben willst, lieber „cleverer“?

Das ‚clever sein‘ lernen ja sowieso nicht alle – die meisten sind eh zu dumm dazu…“

Kann man das als „Dummheit“ bezeichnen, wenn Menschen einfach menschlich miteinander umgehen wollen?
Vertrauen haben wollen? Lieben wollen? Mitfühlen wollen?

Macht es dir Freude, in der eigenen Familie „geschäftsmäßig“ miteinander umzugehen?
Ausschließlich nutzensorientiert?
Dann dürftest du allerdings keinen Nachwuchs haben, denn dieser ist ein schlechtes „Geschäft“ – er erfordert über 20 Jahre nur Investitionen, und ob dann wirklich das herauskommt, was man sich gewünscht hat, ist immer noch nicht sicher…

Und worauf gründet sich diese aufgeblasene Überheblichkeit, daß andere dümmer oder unfähiger seien als man selbst?
Auf die Gnade der „richtigen“ Geburt?

Klar, die haben halt Pech gehabt, sind in der falschen Familie geboren, am falschen Ort…“

Ja, sicher, du bist in der „richtigen“ Familie geboren und möchtest das auch auskosten.
Ob du in den Fähigkeiten auch besser bist, ist nebensächlich…

Und – was ist schon dabei?“

Nichts – tu es. Die nächste Inkarnation wartet schon auf dich – eine Geburt in den Favelas von Sao Paolo, als fünfzehntes Kind einer armen Metissin, mit der entsprechend kurzen Lebenserwartung und den zugehörigen „Umständen“…

Um so mehr werde ich das jetzige genießen…“

Nur zu, wenn die Leere dieses Daseins dich nicht stört… als Parasit am Leibe des Volkes…

Was heißt hier Leere und Parasit – es hat immer welche gegeben, die oben waren, und immer viele, die unten geblieben sind…“

Richtig – hat es bisher immer.
Das bedeutet aber noch lange nicht, daß es so bleiben muß.
Und warum willst du den vielen das Recht absprechen, auch glücklich zu sein?

Geht doch nicht – alle können nicht in Saus und Braus leben – dazu reichen die Ressourcen nicht…“

Hast du denn mal überlegt, ob ein Leben in bescheidener Fülle, das für alle erschwinglich ist, nicht besser wäre als ein Leben in Saus und Braus für wenige, während viele kaum Freude haben?

Sollen sie halt das Beste draus machen aus dem, was ihnen gegeben ist – mach ich ja auch…“
– – – –

Wie soll es allen nützen, wenn ganz wenige die vielen ausbeuten und auf deren Kosten leben?

Kapitalismus ist wie Lotto – JEDER kann Millionär werden, aber doch nicht ALLE…“
(Volker Pispers)

Kann es der Sinn eines Lebens sein, sich auf Kosten anderer zu bereichern?
Das mag zwar im ersten Moment ganz lohnend erscheinen, aber würde ich mich dabei auf Dauer gut fühlen können?

Einfach so sinnlos in den Tag hinein leben? Meine Zeit mit Pseudo-Beschäftigungen („Geldvermehrung“ und Machtspiele) totzuschlagen, ohne irgendjemandem einen tatsächlichen Nutzen zu bringen? Ohne Gegenleistung ein verhältnismäßig hohes Einkommen zu beziehen?

Wieso – andere kriegen doch auch unverdient hohe Einkommen: Politiker-Darsteller, Manager u.a.?“

Ja, wenn man dein Tageseinkommen mit deren Monatseinkommen vergleicht… und die PoDa’s haben aber auch zum großen Teil einen Tagesablauf, den ich nicht geschenkt haben möchte – und das bei völliger geistiger Leere.
Und das Risiko, daß irgendwann das ausgepreßte Volk ihnen den vaterländischen Verdienstorden mit Laterne um den Hals hängt – weil sie eben täglich auf den Bildschirmen erscheinen und die systemimmanenten Schlechtigkeiten den Massen „verkaufen“ müssen…

Und die Manager sind schon allein dadurch gestraft, daß sie alle irgendwann ihre eigene Nutzlosigkeit und das krasse Mißverhältnis zwischen ihrem Tun und ihrer Bezahlung erkennen – und damit leben müssen. Von deren zu 90% zerstörten Familien ganz zu schweigen…

Naja – ist halt nur das Feigenblatt für die Deppen, daß der allfällige Egoismus allen nützt – in Wahrheit nützt er nur uns wenigen…“

Da kommen wir der Sache schon näher.
Den Nutzen aus dem Egoismus-Prinzip ziehen nur die wenige Superreichen – alle anderen machen sich und ihrer Umgebung damit das Leben zur Hölle: Konkurrenz, Betrug, Ausbeutung, Unterdrückung in dieser oder jener Form…

Wann wollen wir vielen endlich erkennen, daß es unsere falschen Überzeugungen und Denkschablonen sind, die dieses System so stabil machen?
Und diese endlich aufgeben?

Denn:
Mit unserem
täglichen Handeln, Reden, Wollen und Denken im Sinne der Superreichen füttern wir ununterbrochen und in ungeheurem Maße das morphische Feld, welches die Blaupause ist für die grobstoffliche Materie: diese kann sich erst verändern, wenn sich die feinstoffliche Vorlage geändert hat.

Es ist also zuerst unsere Denk- und Redeweise dahingehend zu verändern:
Gemeinsinn geht vor Eigensinn, Gemeinschaft vor Feindschaft, Kooperation vor Konkurrenz, Liebe vor Angst, Mitgefühl vor Berechnung, usw.

Sodann ist unser Wollen zu verändern: Fülle, Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit für ALLE.

Und gleichzeitig strebt unser Handeln nach der Umsetzung all dieser neuen Grundsätze.

Ja, das ist alles nicht einfach, denn wir alle stecken voller Vorurteile, Prägungen und Konditionierungen aus dem bisherigen Leben vieler Generationen – und sogar aus unseren vorherigen Inkarnationen.

Was uns aber nicht davon abhalten darf, JETZT damit zu beginnen, unsere Gedanken, Reden und Schriften, unser Wollen und Tun auf eine bessere menschliche Gemeinschaft auszurichten und Schritt für Schritt die wahren Volksweisheiten von den manipulierenden zu trennen und nur noch nach den „richtigen“ zu leben.

Ich wünsche uns allen dabei Geduld, Hingabe und das erforderliche Quentchen Glück.


12 Kommentare

  1. Richard d. Ä. sagt:

    FÜHRT BEDINGUNGSLOSER EGOISMUS ZU ALLGEMEINEM WOHLSTAND?
    Die „BIENENSTOCKFABEL“ VON BERNARD MANDEVILLE

    Zu diesem Thema paßt Bernard Mandevilles (BM)(1670-1733) „Die Bienenfabel, oder Private Laster, öffentliche Vorteile“. BM wurde in den Niederlanden geboren, entstammte einer Hugenottenfamilie und siedelte nach Philosophie- und Medizinstudium schließlich nach London um. Offenbar beeindruckt durch den „Welterfolg“ des britischen Empire betätigte er sich nicht nur als Magen- und Nervenarzt, sondern auch als Philosoph und Dichter. Das britische Empire transformierte er in seiner Fabel in einen Bienenstaat:

    „Trotz all dem sündlichen Gewimmel
    War’s doch im Ganzen wie im Himmel.
    In Krieg und Frieden warb mit Kunst
    Manch fremde Macht um ihre Gunst;
    Ihr Überfluß an Geld und Leben
    Ließ immer sie den Ausschlag geben. –
    Wie hat’s ein solches Land doch gut,
    Wo Macht ganz auf Verbrechen ruht!“

    Kommt einem doch auch heute nicht völlig unbekannt oder danebengegriffen vor.

    Allerdings zogen nur die Oberschichten den Gewinn daraus:

    „Manch Reicher, der sich wenig mühte,
    Bracht’ sein Geschäft zu hoher Blüte,
    Indes mit Sense und mit Schaufel
    Gar mancher fleißige arme Teufel
    Bei seiner Arbeit schwitzend stand,
    Damit er was zu knabbern fand.“

    Als Arzt kannte er sich auch bei deren Tätigkeit aus:

    Den Ärzten, wurden sie nur reich,
    War ihrer Kranken Zustand gleich.
    Aufs Heilen gaben sie nicht viel,
    Sie setzten sich vielmehr zum Ziel,
    Durch eifriges Rezepteschreiben
    Des Apothekers Freund zu bleiben.

    Die Bienen besaßen allerdings noch einen Rest an Tugend und Reue und baten „den lieben Gott“, er möge sie zu Ehrbarkeit, Tugend und Nächstenliebe zurückführen, was dieser auch tat.

    Doch, oh Schreck, von nun an ging es bergab:

    Die Winkeladvokaten hatten nichts mehr zu tun, Prozesse wurden nicht mehr geführt, die Kunstschmiede fertigten keine Fenstergitter und keine Türschlösser mehr, Politiker, Priester und Ärzte gaben kein Geld mehr in teuren Restaurants oder für teure Mode aus, die Kunst wurde nicht mehr gefördert, Luxus und Völlerei verschwanden, Schneider, Schuster, Diener, Dienstmädchen hatten nichts mehr zu tun, weil kaum noch Nachfrage bestand.

    Kurzum, die Wirtschaft kommt zum Erliegen, der Bienenstock stirbt aus, die wenigen Überlebenden werden aus dem Stock vertrieben.

    Jedoch ist dem Beobachter nicht unverborgen geblieben, daß es neben der sogenannten „unsichtbaren Hand“ des Ökonomen Adam Smith (1723-1790), die aus einer Gesellschaft von Selbstsüchtigen und Verbrechern ein Wohlstandsparadies zaubert, auch die UNSICHTBARE oder auch SICHTBARE FAUST braucht, damals wie heute in Form der britischen / angloamerikanischen Militärmacht.

    Vgl. http://homepage.univie.ac.at/charlotte.annerl/texte/mandeville1.pdf
    http://www.zeit.de/2014/25/bernard-mandeville-bienenfabel-wirtschaftsliteratur

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  2. luckyhans sagt:

    zu Richard d. Ä. 03/12/2017 um 18:45
    … ja, die Mächtigen haben sich zu allen Zeiten die besten Dichter und Denker kaufen können, die es für Geld zu haben gab, um ihre falschen Vor- und Zielstellungen nur schön viefältig ins Volk hineintragen zu können – da bildet der huren-nuttige, pardon, hugenottische Freund BM keine Ausnahme.

    Und wohl auch deshalb, weil es mit allen Mitteln so tief in uns verankert wurde, fällt es manchem sehr schwer, die Falschheit dieser „Grundüberzeugung“ zu erkennen – und sich davon zu lösen…

    Es darf jedenfalls sicher davon ausgegangen werden, daß „private Laster“ auch nur zu privaten Vorteilen führen werden… 😉
    (privare lat. = berauben)

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  3. Security Scout sagt:

    Zitat: Kann es der Sinn eines Lebens sein, sich auf Kosten anderer zu bereichern?

    Verlassen Wir doch die Vorwürfe der Welt „wer ist schuldig“.

    Es gibt Menschen die sind stinkfaul und nach 30 Jahren immer noch arm.
    Dann gibt es sehr fleißige Menschen die arbeiten fleißig 30 Jahre lang.

    Nach 30 Jahren ist der Fleißige reich und der Faule arm.
    Soll jetzt der Fleißige ein schlechtes Gewissen haben???

    Ich sehe das überall auf der Welt.

    Auch heute bin ich der festen überzeugung, daß JEDER der es möchte (und den WILLEN hat
    es zu WOLLEN) reich an materiellen Gütern werden kann.

    Es gibt im „profanen Volk“ falsche Vorstellungen von der Elite.
    Dabei stelle ich klar, ein Lohn-Sklave gehört niemals zur Elite,
    auch wenn dieser 1 Million pro Jahr verdient.

    Den Deutschen geht es schlecht, weil sie sich alles gefallen lassen, in der Masse degeneriert sind.

    Sorry LH,
    da habe ich kein Mitleid mit.

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  4. jpr65 sagt:

    https://www.cpan.org
    —-
    Welcome to CPAN

    The Comprehensive Perl Archive Network (CPAN) currently has 194,231 Perl modules in 35,903 distributions, written by 13,319 authors, mirrored on 258 servers.

    The archive has been online since October 1995 and is constantly growing.

    —-

    Viele Web-Seiten basieren auf der Programmiersprache „Perl“ und das CPAN enthält das beste, was die allerbesten Perl-Programmierer der Welt schenken möchten. Völlig ohne Bezahlung in irgendeiner Form. Da will auch keiner Ruhm einstreichen. Und so wächst das Archiv, nur mit ein paar Grundregeln ausgestattet, aber ohne Plan und ohne Kontrolle immer weiter. Ich habe auch einen kleinen Teil dazu beigetragen.

    Jeder darf sich alles auf seinen Computer herunterladen und verwenden. Ohne Kosten, Spenden oder sonstiges. Es gibt nur wenig, was er nicht machen darf, z.B. die kostenlosen Module an andere verkaufen und dafür Geld verlangen. Und es liegt alles offen, jeder kann sich alles ansehen. Wenn er denn versteht, was er da sieht. Aber er darf.

    Die Menschen, die sich hier versammeln, haben sind quasi schon ausgestiegen oder dabei. Jedenfalls sind sie das genaue Gegenstück zu den Egoisten, die oben beschrieben werden. Ich kenne viele von ihnen persönlich.

    „Ja, das ist ja auch nur eine kleine Nischen-Software.“ Weit gefehlt, die BBC (was auch immer man von dieser Institution halten mag) stellt gerade ihr Internet-Portal von Java auf Perl um. Und es ist eines der größten Portale der Welt.

    Dann gibt es da noch die Kiter, die Kletterer, die jedem sofort helfen, der in Not geraten ist. Das ist bei diesen Extremsportarten so üblich. Da wird vorher nicht nach einer Krankenversicherung gefragt…

    Also, es gibt überall schon Ansätze, die erfolgreich sind. Macht einfach irgendwo mit! Und achtet dabei genau darauf, wie die Grundschwingung dieser Gruppe ist. Wie ist das Gefühl, wie wird mit den Menschen innerhalb und außerhalb der Gruppe umgegangen?

    Viele dieser Gruppen entziehen der Matrix die Substanz. Und erschaffen dabei Neues.

    Gefällt 2 Personen

  5. luckyhans sagt:

    zu Security Scout 04/12/2017 um 00:14
    „Verlassen Wir doch die Vorwürfe der Welt „wer ist schuldig“.“ –
    wo bitte hast du einen solchen Satz in einem meiner Beiträge oder Kommentare gelesen?

    „Auch heute bin ich der festen überzeugung, daß JEDER der es möchte (und den WILLEN hat
    es zu WOLLEN) reich an materiellen Gütern werden kann.“ –
    offenbar willst du nicht anerkennen, daß die bürgerliche Ökonomie ein Betrugssystem ist – dies habe ich auf über 60 Seiten detailliert nachgewiesen – hier auf bb für jeden nachlesbar (im Suchfenster eingeben „wiwiwi“), deshalb steht das für mich außer Frage.
    Und ich kann jeden Menschen verstehen, der das erkennt und die bewußte Entscheidung trifft, nicht weiter daran mitzuarbeiten, daß andere auf seine Kosten reich werden und er arm bleibt.

    Und das Märchen von der vorgeblichen Chancengleichheit brauchst du hier nicht zu wiederholen – das hängt uns allen schon zum Halse raus.
    Wenn dem Menschen die Möglichkeiten nicht gegeben werden, ehrlich und anständig seinen Lebensunterhalt zu verdienen – und das ist nun mal die Gegebenheit -, dann brauchen wir über den Rest nicht zu diskutieren.
    Pflege deine Eliten-Vorstellungen und fühle dich gut dabei – auch dazu gibt es genug auf bb zu lesen (Suchwort „Eliten“).

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  6. Texmex sagt:

    @Secsco
    Grundsätzlich würdest Du recht haben, wenn die Welt gerecht eingerichtet wäre, ist sie aber nicht. Der Fleißige in BRdistan drückt 75-80% seines Fleißes in Form von Steuern ab, der Schweizer etwa 32-33%, der arme im Liechtenstein etwa 10% – alle gleich fleißig. Dazu muss man keine Steueroptimierung betreiben. Wenn Du jetzt diese noch bemühst, kannst Du den schweizer Satz auf etwa 7-8% senken. Dazu musst Du aber Richtung faul umlenken. Lebst dann aber „reicher“.
    Ich habe im Jahr 1983 (20.12.) mit 30 DM angefangen, war am Anfang fleißig und dumm, dann weniger dumm,dann noch weniger dumm, dann viel weniger fleißig und jetzt lebe ich in Fuelle und bin faul, solange es spannend und nicht langweilig ist.

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  7. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  8. thom ram sagt:

    Scout 00:14

    ***Es gibt Menschen die sind stinkfaul und nach 30 Jahren immer noch arm.
    Dann gibt es sehr fleißige Menschen die arbeiten fleißig 30 Jahre lang. Ich sehe das überall auf der Welt.

    Auch heute bin ich der festen überzeugung, daß JEDER der es möchte (und den WILLEN hat
    es zu WOLLEN) reich an materiellen Gütern werden kann.***

    Da lehnst du dich zu weit aus dem Fenster und zwar damit, dass du deine Behauptung, dass Fleiss zu Reich führe, verallgemeinerst.

    In der Schweiz zu Beispiel war es möglich. Mein Grossvater gehörte dazu. Fleissiger Metzgersmann, kam zu Wohlstand. Seine drei Söhne auch, Aerzte und Musiker, kamen zu Wohlstand. Geschäfte im Dorf auch: Schreiner, Schlosser, Zahnarzt, Bäckersmann, Dorfbeiz, alle kamen sie zu Wohlstand weil seriös fleissig arbeitsam.

    Doch holla, Junge, aufgepasst. Schon damals ging es mit den Bauern bergab. Der Bauer konnte noch so fleissig sein. Es ging materiell bergab. Danach kamen die Kleinunternehmer: Der Gerber, der Sattler, die Schmiede war eh schon weg. Danach die Holzsägerei (allesamt sehr fleissige Leute), dann der vormals gut laufende Laden für Bausachen, dann die Schreiner (hervorragende Schreinereien!!).

    Die Kundschaft blieb aus. Warum sie ausblieb, ist ein eigenes Kapitel, doch eines steht fest: An mangelndem Fleiss der Leute lag es nicht. Wie willst du von der Kartoffel und von der Kuh leben, wenn die Leute nicht bereit sind, sie angemessen zu bezahlen, weil sie zu dumm sind, zu erkennen, dass sie selber am Schlusse blöd dastehen werden, wenn sie einheimisches Gewerbe vernichten, indem sie Billigprodukte kaufen.

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  9. SecurityScout sagt:

    thom ram
    04/12/2017 um 08:08
    Scout 00:14

    Thom Ram, ich stimme Deinen Worten zu 100% zu.

    Fleißig sein alleine genügt natürlich nicht.
    Wenn ich eine Firma, einen Betrieb habe, muß ich aufmerksam darauf achten, ob sich die „Umgebungs-Bedingungen“ verändern.
    Wenn sich die (Geschäfts)-Umwelt ändert und ich nicht flexibel bin und mich nicht ändere, werde ich immer verlieren.

    Derjenige überlebt in der Natur/Welt NUR, wer sich der Umwelt anpaßt.

    LH hat natürlich recht wenn er schreibt, daß Wir in einem Betrugs-System leben.
    NUR die Menschen NÄHREN dieses System mit Einstellungen wie „Geiz ist geil“.
    Dafür zahlen die Menschen eine Preis und der heißt Versklavung bzw. (finanzielle) Vernichtung.

    Der Trick ist doch, daß der weit überwiegende Teil der Menschen sich vom Teufel FREIWILLIG verführen läßt.
    Den meisten geht es nur noch ums Geld. Ein gutes Beispiel ist für mich die folgende Seite wo ca. 200.000, meist junge Damen,
    einfach nur Geld wollen:

    mysugardaddy.eu

    Läuft alles ganz legal in Deutschland! Das wird noch extrem zunehmen. In Asien läuft sowas mehr unter dem Radar, vor allem in Japan.

    Zitat: Wie willst du von der Kartoffel und von der Kuh leben, wenn die Leute nicht bereit sind, sie angemessen zu bezahlen, weil sie zu dumm sind, zu erkennen, dass sie selber am Schlusse blöd dastehen werden, wenn sie einheimisches Gewerbe vernichten, indem sie Billigprodukte kaufen.

    Als Geschäftsmann suche ich mir entweder ANDERE Kunden die bereit sind für meine Leistung zu bezahlen ODER wenn dies nicht möglich ist,
    ändere meine Geschäftsrichtung.

    Es ist das Problem in Unserer Zeit, daß die wenigsten Menschen flexibel auf Änderungen in ihrem Leben reagieren können.
    Beim Re-Agieren ist es oft zu spät, weil ich erst auf einen Reiz Re-Agiere.

    Ich muß AGIEREN und absehbare Entwicklungen verfolgen, sodaß ich bereits im Vorfeld wenn das Problem nicht akut ist, AGIERE.
    Alte Geschäftsfelder brechen zusammen und neue Geschäftsfelder öffnen sich.

    Nothing last forever!

    Darum sehe ich die Entwicklung sehr positiv und als einen Reinigungsprozeß.

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  10. thom ram sagt:

    Scout 08:08

    Dein Kommentar hat WP durch seinen durchschlagenden Wahrheitsgehalt geschüttelt, dann noch Absendezeit 0808, und hat ihn inn Spamm geschmossen.
    Gut kann ich dort fischen.

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  11. Vollidiot sagt:

    Noch immer gilt (Brecht):
    Armer Mann und reicher Mann,
    standen da und sahen sich an
    sprach der Arme bleich
    wär ich nicht arm, wärst Du nicht reich.

    Jeder der will kann reich werden.
    Ja.
    Wenn das einer WILL, dann weiß er auf wessen Kosten.
    Prost!

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  12. Luckyhans sagt:

    „Kapitalismus ist wie Lotto: da kann jeder Millionär werden – aber doch nicht ALLE!“ (V.Pispers) – dieser Spruch ist leider auch falsch.
    Es kann nicht JEDER geldreich werden, selbst wenn er sein Verhalten den allgemeinen“ Ellenbogen-Normen“ anpaßt und „fleißig“ (und auch „clever“) ist bis dorthinaus.
    Es kommt stets darauf an, in welchem Zustand sich die Gesamtwirtschaft befindet.

    Liegt der Zuwachs an BSP über der Gesamtsumme der Zinseszinsen, gibt es etwas zu verteilen („soziale Marktwirtschaft“ usw.), und es kann ein wenig Wohlstand (NICHT für alle, aber für viele) abgezweigt werden.

    Sobald jedoch der Zinseszins-Hunger der Geldigen immer größer wird – es ist eine Exponential-Funktion -, wird der Verteilungsspielraum immer kleiner, bis schließlich die Zinseszins-Kurve die BSP-Kurve von unten durchstößt – dann sind ab sofort MEHR Zinsen gefordert als Werte durch den BSP-Zuwachs erzeugt werden.
    Das ist global Anfang der 90er Jahre geschehen.
    Seitdem muß ständig VERMÖGEN von den Menschen „abgezogen“ werden, um den Zinshunger des globalisierten Kapitals zu befriedigen.
    Was ganz offensichtlich auch geschieht: Reallohnsenkung seitdem durchgängig, Firmenpleiten, Mini-Jobs, Zeitarbeit, H4 usw. bringen immer größere Teile der Mittelschicht in das Präkariat – in jene 75 – 80 % (!!!) der Bevölkerung, die schon heute kein nennenswertes Vermögen mehr haben oder wo dem Vermögen fast gleich große „Schulden“ gegenüberstehen („Eigentum“ gibt es im „Vereinigten Wirtschaftsgebiet unter alliierter Verwaltung“ nicht – ja, nicht mal der Besitz ist „gesichert“!).

    Es hat also mit den Menschen nur bedingt zu tun, wenn durch Rationalisierung und Robotereinsatz (angeblich gerade bevorstehend noch viel schlimmer durch die Digitalisierung) immer mehr produktive Arbeitsplätze (an denen echter Mehrwert geschaffen wird) wegfallen, die durch „unproduktive“ (Dienstleistungen, die keiner wirklich braucht) nicht ausgeglichen werden können.
    Schon heute sind über 80% der Bevölkerung im Westen mehr oder weniger vom jeweiligen Verwaltungs-Unternehmen („BRvD“ usw.) abhängig – sicher auch kein „Zufall“…

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