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Gedacht, gesagt, gemeint, gefühlt

Offenbar ist es an der Zeit, die Aufmerksamkeit der geschätzten Leserschaft erneut auf einige Zusammenhänge zu lenken, die so oder anders schon einige Male in Artikeln und Kommentaren hier auf bb dargelegt wurden, aber gern „ausgeblendet“ werden.
Luckyhans, 2. November 2017
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Die meisten Menschen denken in Worten, manche auch in Bildern, andere sind mehr ein „akustischer“ Typ und haben für Gehörtes ein phantastisches Gedächtnis – man merkt das an der Ausdrucksweise eines jeden Menschen, wie er bestimmte Gedanken äußert.
Ungeachtet aller Unterschiede hat sich jedoch herausgestellt, daß klare Gedanken zu klaren Worten führen. Und wer bei sich Schwierigkeiten entdeckt, sich klar und deutlich auszudrücken, der hat meist auch mit dem strukturierten Überlegen so seine Probleme.
Da wäre dann Einsicht der erste Schritt zur Besserung.

Denn jeder Mensch lebt in einer eigenen Welt, das ist hier schon mehrfach detaillert nachgewiesen worden: alles, was wir sehen, hören und sonstwie empfinden, wird erst in unserem Gehirn zu Bildern, Tönen und anderen wahrgenommenen Empfindungen.
Und zwar „wahrgenommen“ im Wortsinne: „für wahr angenommen“.
Denn tatsächlich nimmt jeder die Signale mit seinen Sinnesorganen „pur“ auf, aber JEDER hat eine eigene Wahrnehmung davon, was sein Gehirn aus diesen elektrischen Impulsen, die es von den Sinnesorganen bekommt, „herausliest“.

Das Gehirn ist also ständig dabei zu interpretieren.

DAS ist auch genau der Grund dafür, daß wahre Zeugenaussagen vor Gericht stets voreinander abweichen, weil jeder das Geschehen auf seine Weise wahrnimmt.
Völlig übereinstimmende Aussagen sind fast immer abgesprochen und einstudiert.

Die Grundlage für diese Interpretationen bilden diejenigen Strukturen, die das Gehirn im Verlaufe seiner Herausbildung (in Mutterleib, Kindheit und Werdegang) „verschaltet“ hat, d.h. diejenigen Neuronenverbindungen, die besonders häufig benutzt wurden und werden, sind stärker ausgebildet und „dominieren“.
Und nach den Erkenntnissen der modernen Hirnforschung, soweit man diesen glauben mag, verändert sich das Gehirn bis ins hohe Alter ständig, auch in seiner Struktur, d.h. in den Neuronenverbindungen.

Und DAS ist der Grund dafür, daß die Zeugenaussage vor Gericht sich stets, je nach seitdem vergangener Zeit, in Nuancen vom Protokoll der polizeilichen Befragung derselben Person unmittelbar nach dem Geschehen unterscheidet.

Nun haben sehr viele Menschen die Angewohnheit, ihr Denken unstrukturiert zu lassen, d.h. sie sind sich selbst nicht darüber im Klaren, welche ihrer Gedanken reine Wahrnehmungen = Interpretationen, welche Bewertungen (gut/schlecht, angenehm/unangenehm usw.) sind, und welche Beurteilungen („ein nettes Mädel“, „ein fieser Typ“) beinhalten – sie vermischen das alles nach eigenem Gutdünken und sind dann baß erstaunt, wenn ein anderer Menschen da so ganz anders über dieselben Geschehnisse denkt und sich äußert.

Teilweise werden dann auch nur die Beurteilungen als Wahrnehmung gespeichert, d.h. nicht die Handlung oder Aussage wird „gemerkt“, sondern die Bewertung, oder gar die Beurteilung.
Das kann jeder leicht an sich selbst überprüfen, indem er sich mal fragt, was ihn gestern am meisten aufgeregt oder begeistert hat. Entweder wird ein Geschehnis vor dem geistigen Auge auftauchen, oder er wird sich an eine Bewertung oder eine Beurteilung erinnern. Probiert es einfach mal aus…

Diese Unterschiede in der alltäglichen Denkweise führen nun dazu, daß verschiedene Menschen auf dasselbe Ereignis oder Wort oder Geschriebene sehr unterschiedlich reagieren – mancher fühlt sich angesprochen, andere fühlen sich „angemacht“, und einen Dritten läßt es einfach kalt.
Hinzu kommt noch die emotionale Vorgespanntheit zum jeweiligen Zeitpunkt, die einen gewichtigen Einfluß hat – wenn mir jemand „sympathisch“ ist, dann neige ich eher dazu, seine Worte und Taten als „positiv“ zu empfinden.
Und umgekehrt.

Wie richtig gesagt, sind das die eigenen Gefühle, die mit dem Ereignis und erst recht mit dessen Akteur rein gar nichts zu tun haben.
Denn sie beruhen auf meinen eigenen Interpretationen, die mein eigenes Gehirn aufgrund seines bisherigen „Lebensweges“ vorgenommen hat.

Nun haben es sich manche Menschen angewöhnt, stets andere für ihre eigenen Unstimmigkeiten verantwortlich zu machen, das berühmt-berüchtigte, vielen sattsam bekannte „Du bist schuld!“.
Was nicht nur den untauglichen Versuch des unkritischen „Verwischens“ der eigenen Handlungen und der damit verbundenen Verantwortlichkeit beinhaltet, sondern den anderen oft mit völlig unerwarteten Anschuldigungen konfrontiert.
Die dann seinerseits wieder zu emotionalen Reaktionen führen können…

Denn diese Menschen „vergessen“, daß es in Wirklichkeit gar keine „Schuld“ gibt, sondern daß dies nur ein Unterdrückungkonzept ist, das sie gerade dafür benutzen, einen anderen Menschen zu manipulieren.
Was in vielen Fällen leider auch funktioniert…

Es ist jedoch tatsächlich unmöglich, anderen Verantwortung „zuzuschieben“ – das funktioniert nur scheinbar.
Verantwortung kann auch keiner „übertragen“ oder “übernehmen“ – jeder hat sie ganz einfach – oder eben nicht!
Keiner kann für mich und mein Handeln die Verantwortung übernehmen – das geht nicht. Ich bin für mich und mein Leben ganz allein und in vollem Maße verantwortlich.

Denn was ist Verantwortung?
Das sind die Antworten, die ich ständig auf die Fragen, die das Leben mir stellt, gebe – ob ich das bewußt tue oder unbewußt, spielt dabei gar keine Rolle.

Also kann auch niemand sich vor der eigenen Verantwortung drücken – alle Versuche in dieser Richtung sind wenig hilfreich, denn es gelingt immer nur scheinbar, und sie führen irgendwann zum Zusammenbruch – entweder zum eigenen, oder dem der „Beziehung“.

Jeder Mensch ist für sich und sein Leben voll verantwortlich – für seine Gedanken, Worte, Taten und sein Nichthandeln – denn all das wirkt!
Auch Worte sind Taten! Auch Gedanken sind Taten!
Und je emotionaler sie geäußert werden, desto wirksamer sind sie!
Nichts, was gedacht, gesagt oder getan wird, bleibt ohne Folgen – wir werden zu gegebener Zeit stets mit diesen Wirkungen konfrontiert werden – ob es uns nun „paßt“ oder nicht.

Natürlich sind das keine linearen Ursache-Wirkungs-Beziehungen: siehe, vorgestern habe ich meinen Nachbarn dumm angeredet, und heute meckert er mich an, weil ein Loch im Zaun ist.
Nein, jede „Ursache“ hat vielfältige „Wirkungen“, darunter Haupt- und Nebenwirkungen, aber auch Rückwirkungen usw., und alle diese „Wirkungen“ werden ihrerseits wieder zu „Ursachen“ – mit denselben Folgen…

So sind wir mit vielfältigen Fasern und feinstofflichen Verbindungen miteinander und mit allen Wesen dieser Welt verbunden, ein vielfältiges Geflecht von gegenseitigen Abhängigkeiten und Folgeerscheinungen durchwirkt unser ganzes Leben, und niemand möge sich dazu aufschwingen, dies vereinfacht interpretieren zu wollen.
Alle diese Versuche, auch von promovierten Psychologen, sind zum Scheitern verurteilt – daher können sie auch unterbleiben.

All das Dargelegte spiegelt sich in der Kommunikation unter den Menschen wider – diese wäre sehr viel einfacher, wenn die oben genannten Verhältnisse jederzeit bedacht und berücksichtigt werden würden – von jedem…
Klar, kein Mensch ist vollkommen, jeder hat seine kleinen Schwächen – aber das Bemühen zählt. Erkennen wir es doch einfach an…


„Unsere größte Verirrung besteht darin, daß wir meinen, wir hätten noch viel Zeit…“

Noch ein Wort zu den Meinungen.
Es heißt nicht umsonst MEINung – nicht DEINung oder SEINung.
MEINung ist also MEINe ganz eigene Reaktion auf das Erlebte, Gesehen, Gehörte usw. – und das trifft für jeden zu.

Daher ist Meinungsaustausch auch ein Irrwort: ein Austausch wäre es, wenn ich dir meine und du mir deine Meinung geben würdest – sowas kommt nur bei schlechten Managern vor (man geht mit seiner eigenen Meinung zu ihm rein und kommt mit der Meinung des Chefs wieder heraus).
Es werden also keine Meinungen ausgetauscht, sondern bestenfalls vorgebracht, gegenseitig vorgestellt. Und daraus können dann wieder neue Meinungen entstehen…

Aber:
Wenn das Gesagte nicht das gemeinte ist, darf sich keiner wundern, wenn er nicht richtig verstanden wird.
Wenn ich also eine Meinung äußere, dann ist es sinnvoll, diese so präzise zu formulieren, daß sie bei den meisten Menschen genau so ankommt, wie ich sie meine.

Klar, jedem Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.
Daher ist es nicht verwunderlich, wenn Einzelne diese Meinung so weit weg vom Gesagten interpretieren, daß etwas ganz anderes herauskommt.
Kann passieren.

Nun wäre das nicht weiter tragisch, aber einige Zeitgenossen haben es sich zur Angewohnheit gemacht, nicht auf das vom anderen Gesagte zu reagieren, sondern ihre eigene Interpretation des „anscheinend gemeinten“ zum Gegenstand des Gesprächs zu machen.
Da sind Mißverständnisse programmiert und kommen – mit gesetzmäßiger Präzision…

Gehen wir also bitte sorgsamer mit dem um, was uns andere Menschen mitteilen – egal ob sie es als „ist nur meine Meinung“ verpacken oder ob sie lange überlegte Beweisketten aufbauen und darlegen.
Wenn ich also mit etwas nicht zurechtkomme, dann wäre doch das erste und natürlichste, daß ich erstmal den Aussendenden frage, ob ich denn das Gesagte auch richtig verstanden = interpretiert habe… viel Aufregung über meine Interpretation könnte ich mir so oft ersparen…
😉


10 Kommentare

  1. palina sagt:

    vielen Dank für den Beitrag.
    Wir lernen alle immer dazu. Sofern wir es zulassen.
    Wenn es um ein Thema geht und ich dann noch Antworten bekomme, die ich gar nicht verstehen kann, weil sie derart verschwurbelt formuliert sind, dann platzt mir die Hutschnur. Und nein, das ist nicht in mir als etwas Verborgenes.

    Mitten im Thema und sich dann „esoterisch“ verabschieden, das geht überhaupt nicht.
    Bin immer für klare Ansage und war das schon immer gewesen.

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  2. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  3. Drei Anfragen an den Betrachter von *gedacht-gesagt-gemeint-gefühlt*:

    Gäbe es eine kommunikative Annäherung, wenn grundsätzlich meine Meinung meine und nur meine ist und sein darf?
    Könnte dies eine (erstmalnicht-)Kommunikationsbasis werden?
    Und dürfte diese grundsätzlich n e b e n einer anderen Meinung [erst einmal] stehen bleiben ohne zu-recht-weisung?

    Drei (für mich) klare Fragen, die meiner Meinung nach z.B. mit drei Wörtern beantwortet sein könnten…..

    ich stelle die Fragen wegen der Antwortung eines mir unbekannten anderen *Meiners*………….
    allerdings brauche ich keine Antwort, da ich meine Meinung habe. 🙂

    Könnte eventuell eventuell interessant werden, falls der andere Meiner völlig anders meinen würde als meine Meinung sich zeigt………….

    Zitat: Das einzig Objektive in der Welt ist das Subjektive!

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  4. Hawey sagt:

    Meine Kommentare landen anscheinend schon wieder im Spam und auch das Layout wird regelmäßig zerhauen. Man kann das so einstellen das der das Layout übernommen wird dann muss man nicht immer die Abstände neu setzten was ärgerlich ist und Zeit kostet hier also noch mal der richtige Kommentar.

    @Luckyhans

    Hallo Luckyhans vielen Dank für Deinen Artikel wie Du es beschreibst lebt jeder in seinem eigenen Universum. Wenn wir zwei jetzt zusammen säßen hätten wir auf jedenfall eine interessante und aufbauende Diskussion.
    Gerne würde ich meine Sichtweise, Einblicke, Blickwinkel und Meinungen zu Deinen Aussagen mit Dir und den anderen Lesern teilen. Keinesfalls ist meine Beschreibung, deines Artikels eine Kritik an Dich. Also bitte so verstehen wie Du es beschrieben hast als anderen Blickwinkel.

    Um nicht durcheinander zu kommen werde ich Deine Aussage als Zitat hier wiederholen, und meinen Blickwinkel oder Verständnis dazu äußern.
    Zitat: Die meisten Menschen denken in Worten, manche auch in Bildern, andere sind mehr ein „akustischer“ Typ und haben für Gehörtes ein phantastisches Gedächtnis – man merkt das an der Ausdrucksweise eines jeden Menschen, wie er bestimmte Gedanken äußert.

    Meine Erfahrung zu dem Abschnitt ist folgende. Es ist richtig das die allermeisten westlichen Menschen in Worten denken für mich richtig ist, sie denken (wenn überhaupt meistens werden sie heut zu tage gedacht) in toten leeren Worten. Mir ist aufgefallen bei meinen vielen Life Studien das gerade die Sprachen der weißen Rasse systematisch so verändert worden sind, das Sie denken wie sie lesen in toten leeren Worten.
    Während im Chinesischen in Bildern gedacht wird was noch eine gewisse Lebendigkeit beinhaltet, beim Mandarin ist das noch viel lebendiger. Allein das Zeichen Ki oder Chie beinhaltet 150 Zeichen genaue Zahl weiß ich heute nicht mehr.

    Beim Hebräischen entstehen die Dinge im Augenblick. Der nimmt zum Beispiel, deine Hand, wenn Du Tisch sagst, und berührt den Tisch damit. Es dauert eine Weile, bis Du darauf kommst was da in Dir vorgeht. Alles Existiert und entsteht im Augenblick. Wenn Du jemals die Hebräische Sprache lernst muss Du aufpassen das Du auch die Sprache der Männer lernst. Bei Frauen ist das ein anderer Rhythmus in der Aussprache. Klingt wie eine aufgeregte Frau die auf Stöckelschuhen vor Dir hergeht. Die Asiaten haben also eine lebendige Bildersprache und die Hebräische Sprache entsteht im Augenblick bzw. dir wird das im Augenblick lebendig. Ist eine Bewusstseins Sache. Wenn Du Juden beobachtest dann wirst Du feststellen, dass die sehr wach sind. Dafür sorgen auch ihre Gesetze. Zum Beispiel, beim gang auf die Toilette da dürfen die nicht drücken, nur fallen lassen. Das drücken ist Sünde bei denen. Oder sie dürfen Fleisch und Milchspeisen nicht mit einander mischen. Was viele nicht wissen bei den Römischen Legionen waren die Köche meistens Juden, wenn die Juden also wollten das die gewinnen dann gaben sie ihnen Fleisch und Blut zu essen und sie gewannen die Schlacht. Wenn sie aber verlieren sollten dann bekamen sie Mehl und Milchspeisen.
    Heute kann man diese Informationen kaum noch finden, wenn überhaupt. Ich hatte viele alte Bücher wo das sehr gut beschrieben war.

    Zitat: „Ungeachtet aller Unterschiede hat sich jedoch herausgestellt, dass klare Gedanken zu klaren Worten führen. Und wer bei sich Schwierigkeiten entdeckt, sich klar und deutlich auszudrücken, der hat meist auch mit dem strukturierten Überlegen so seine Probleme.
    Da wäre dann Einsicht der erste Schritt zur Besserung.
    Da gebe ich Dir voll recht und ergänze dazu noch, je mehr Wissen und Erfahrung man hat umso klarer kann man eine Sache beschreiben. Habe aber auch schon erlebt das Menschen das hatten aber trotzdem in Denken oft unstrukturiert wie auch ich. Bei mir hat das mit meinem Problem zu tun was ich in einem der Kommentare in meinem letzten Artikel, Vergebung hier beim Thom beschrieben habe.

    Zitat: „Teilweise werden dann auch nur die Beurteilungen als Wahrnehmung gespeichert, d.h. nicht die Handlung oder Aussage wird „gemerkt“, sondern die Bewertung, oder gar die Beurteilung.
    Das hat damit zu tun das die meisten Menschen in Meinungen leben und gehalten werden.

    Zitat: „Diese Unterschiede in der alltäglichen Denkweise führen nun dazu, dass verschiedene Menschen auf dasselbe Ereignis oder Wort oder Geschriebene sehr unterschiedlich reagieren – mancher fühlt sich angesprochen, andere fühlen sich „angemacht“, und einen Dritten lässt es einfach kalt.
    Hinzu kommt noch die emotionale Vorgespanntheit zum jeweiligen Zeitpunkt, die einen gewichtigen Einfluss hat – wenn mir jemand „sympathisch“ ist, dann neige ich eher dazu, seine Worte und Taten als „positiv“ zu empfinden“.

    Meine Erklärung dazu ist das es generell bei den Menschen unterschiedlich ist auch wenn es so scheint, das Übereinstimmung herrscht. Hat damit zu tun das wir alle Unterschiedlich Verknüpft sind und unser Gedächtnis vergangene Erlebnisse und Erfahrungen dazu mischt. Andere Schwerkraft andere Farben anderes Wetter usw. usw. Ich glaube es gibt keine Menschen auf der Erde die genau gleich Ticken. Selbst eineiige Zwillingen haben immer einen Unterschied in ihrer Wahrnehmung.

    Zitat: „Nun haben es sich manche Menschen angewöhnt, stets andere für ihre eigenen Unstimmigkeiten verantwortlich zu machen, das berühmt-berüchtigte, vielen sattsam bekannte „Du bist schuld!“.
    Was nicht nur den untauglichen Versuch des unkritischen „Verwischens“ der eigenen Handlungen und der damit verbundenen Verantwortlichkeit beinhaltet, sondern den anderen oft mit völlig unerwarteten Anschuldigungen konfrontiert.
    Die dann seinerseits wieder zu emotionalen Reaktionen führen können…
    Denn diese Menschen „vergessen“, dass es in Wirklichkeit gar keine „Schuld“ gibt, sondern dass dies nur ein Unterdrückungkonzept ist, das sie gerade dafür benutzen, einen anderen Menschen zu manipulieren.
    Was in vielen Fällen leider auch funktioniert…
    Es ist jedoch tatsächlich unmöglich, anderen Verantwortung „zuzuschieben“ – das funktioniert nur scheinbar.
    Verantwortung kann auch keiner „übertragen“ oder “übernehmen“ – jeder hat sie ganz einfach – oder eben nicht!
    Keiner kann für mich und mein Handeln die Verantwortung übernehmen – das geht nicht. Ich bin für mich und mein Leben ganz allein und in vollem Maße verantwortlich.

    Das nun habe ich schon in vielen Artikeln beschrieben ich nenne das immer den ausgestreckten Finger zeigen. Man muss auch nur zuhören wie die Menschen sprechen, selbst in ihren Erklärungen sehe ich den Ausgestreckten Finger.

    Das meine ich auch immer mit meiner Frage, mit wem oder was liegst du im Clinch. Finde es heraus und mach Frieden damit und du wirst erleben wie sich deine Umgebung verwandelt, wenn man weiter denkt wird man vielleicht auch drauf kommen mit seiner Einstellung kann man die Welt verändern und nicht dadurch das man andere Völker in Schuld bringt und sie dann auch noch bekämpft.

    Zitat: „Klar, jedem Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.
    Daher ist es nicht verwunderlich, wenn Einzelne diese Meinung so weit weg vom Gesagten interpretieren, dass etwas ganz anderes herauskommt.
    Kann passieren“.

    Das stimmt und je mehr man das versucht umso mehr rennt man gegen die Wand. Wie oft sehe ich wie Menschen irgendwo dazugehören wollen und welche Anstrengung sie unternehmen um das zu erreichen und das trotzdem zu nichts führt. Sie bleiben der Prügelknabe um es mal so krass wegen des Verständnissen auszudrücken.

    Zitat: „Nun wäre das nicht weiter tragisch, aber einige Zeitgenossen haben es sich zur Angewohnheit gemacht, nicht auf das vom anderen Gesagte zu reagieren, sondern ihre eigene Interpretation des „anscheinend gemeinten“ zum Gegenstand des Gesprächs zu machen.
    Da sind Missverständnisse programmiert und kommen – mit gesetzmäßiger Präzision…

    Ja auch hier hast Du richtig beobachtet, bei der Kommunikation kannst du heute immer wieder beobachten und deswegen warne ich auch immer in meinen Kommentaren vor. Das ich niemanden persönlich meine, Sondern nur meine Ansicht, Meinung usw. dazu beschreibe so gut ich eben kann.

    Viele Kommunizieren nicht Sachlich, sondern Emotional beziehen alles auf sich. Das sind die dauernd beleidigten. Oder wie im Volksmund ausgedrückt die dauernd Verschnupften. Während ich von der Sache rede reden sie von sich und beziehen alles auf sich.
    Wenn ich in meinem Reisebus unterwegs war und wir abends im Restaurant zusammen saßen habe ich manchmal Wetten abgeschlossen an dem und dem Tisch gibt es gleich Streit und obwohl es nicht erkennbar war dauerte es keine 5 Minuten und es ging los. Das konnte man an den Bewegungen, an der Mimik und natürlich wie sie miteinander Sprachen immer vorher ahnen. Wie oft habe ich die Frage gehört bist du Hellseher. Natürlich nicht.

    Zitat: „Gehen wir also bitte sorgsamer mit dem um, was uns andere Menschen mitteilen – egal ob sie es als „ist nur meine Meinung“ verpacken oder ob sie lange überlegte Beweisketten aufbauen und darlegen.
    Wenn ich also mit etwas nicht zurechtkomme, dann wäre doch das erste und natürlichste, dass ich erst mal den Aussendenden frage, ob ich denn das Gesagte auch richtig verstanden = interpretiert habe… viel Aufregung über meine Interpretation könnte ich mir so oft ersparen…

    Ja, das ist ein schöner Wunsch, leben wir so, dass wir niemanden und nichts schaden. Leider nur ein frommer Wunsch sonst hätten wir Mutter Erde nicht soweit krankgemacht wie sie jetzt ist.

    Ja und es ist wirklich Zeit das wir neue Strategien entwickeln um besser mit einander klar zukommen. Sich auch mal zurücknehmen. Wie oft habe ich schon erlebt und beschreibe das auch immer wieder und das ist kein Spruch. Lächle die Welt an und sie wird zurück lächeln. Ich habe da tausendfache Erfahrung. Das funktioniert so ein kleines unscheinbares Verhalten kann die Menschen und damit die Welt ändern.

    Wie willst Du leben, in einer gesunden Welt voller Freude und Liebe davon gehe ich mal aus, zu mindestens bei denen der Geist noch einigermaßen gesund ist. Dann verhalte dich auch so. Ja denke man darüber nach aber nicht, weil ich das will, sondern weil du vielleicht das selbe willst und schon ziehen wir am gleichen Strang in dieselbe Richtung.

    Ja wie oft habe ich den Menschen die Hand gereicht. Ich habe mal meinen Autobiografischen Artikel auf die Seite gestellt.
    Schaut ihn Euch an und denkt darüber nach. Natürlich nur wenn ihr das wirklich wollt nicht weil ich das sage.
    11.02.2017-21.41.29

    Lieber Luckyhans, ich hoffe Du nimmst mir meine eigenen Ansichten, Einblicke und Meinungen dazu nicht übel. Es ist nur die Beschreibung wie ich das erlitten und erlebt habe.
    Einen schönen Abend noch Hawey

    Dies, meine Freunde ist natürlich nur meine Sichtweise, mein Blickwinkel, meine Überzeugung, meine Meinung. Du darfst gerne eine andere Sichtweise, einen anderen Blickwinkel, eine andere Überzeugung, eine andere Meinung haben. Nur weil Du eine andere Meinung hast, bist du nicht mein Feind und ich will nicht der Deine Sein! Verstehe bitte, dass ich nie einen Feind bzw. ein Feindbild erschaffen will, das ist nie meine Intention und vergib mir, wenn ich das in Dir ausgelöst haben sollte.

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  5. “ … ist das Meinen ein Fürwahrhalten, dem sowohl subjektiv als auch objektiv eine hinreichende Begründung fehlt …“ (wiki)

    Für alle, die stolz auf Ihre Meinungen sind. Selbige auszutauschen ist ein Spiel des Gefühls. Aus dem Aufeinandertreffen von Meinungen kann also nichts anderes als Gefühl entstehen, da diese ja nur selbiges sind. Einlullende „Beweiräucherung“ wie krasse Aggressivität und das gesammte Spektrum dazwischen.
    Ein Spiel um Zeit und vor allem die eigene Selbsterkenntnis totzuschlagen, nicht mehr und nicht weniger.

    Denken ist der Prozess um Wissen zu generieren. Es findet im Kopf statt, hat also im Schriftverkehr nichts zu suchen, so man ein produktives Ziel hat.

    Wertvoll für die Kommunikation ist ausschließlich Wissen. Dabei spielt es keine Rolle worauf es gründet, nur dass es ein individuelles Fundament besitzt. In der Kommunikation wird dann dieses Fundament verstärkt, verändert, oder mitsamt des (derzeitigen) Wissens abgerissen, um mit neuem Fundament erweitert oder völlig neu zu entstehen.

    Das ist mein derzeitiges Wissen, welches ich hiermit gern teile und zum Aufbau oder Abriss zur Verfügung stelle.

    Wissen spart Kraft, Worte und Energie für ein aktives, begeisterndes Leben.

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  6. Pace sagt:

    petravonhaldem
    03/11/2017 um 05:30

    „Gäbe es eine kommunikative Annäherung,
    wenn grundsätzlich meine Meinung…….[+ Äusserung, Einstellung, Gedanken, Geistesblitze, Inspiration, vorläufige Überzeugung, Vorlieben]
    meine und nur meine ist und sein darf…[sind und sein D Ü R F E N]?“

    -> JA! Denn: „Projektion ist das Verfolgen eigener Wünsche in anderen.“ Sigmund Freud

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  7. Kunterbunt sagt:

    Bevor du sprichst, lasse deine Worte durch drei Tore schreiten.
    Beim ersten Tor frage: „Sind sie wahr?“
    Am zweiten frage: „Sind sie notwendig?“
    Am dritten Tor frage: „Sind sie freundlich?“
    Mevlana Dschelaluddin Rumi

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  8. Kunterbunt sagt:

    Das Wort, das aus der Seele kommt,
    das setzt sich ganz bestimmt ins Herz!
    Mevlana Dschelaluddin Rumi

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  9. thom ram sagt:

    Hawey

    Dein autobiografischer Artikel ist nicht lesbar. Schicke ihn mir doch als jpg oder im pdf, dann häng ich ihn lesbar rein.

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  10. Vollidiot sagt:

    Ich nehme mal Wahrnehmung heraus.
    Wahrnehmen – das ist Aufforderung das Wahre zu nehmen,
    und ist Ziel – eben nur das Wahre nehmen.
    Wir sollten Wahrnehmungs“workshops“ abhalten.
    Erste Übung, nur mit dem Sehsinn arbeitend: Ein kleiner Würfel auf einem weißen Tuch.
    Erfahrungen und Empfindungen sind auszuschalten.
    Irgendwann sind sich die Teilnehmer einig, einig was sie mittels Sehsinn wahrnehmen.
    Zweite Übung: z.B. ein Spitzahorn, 15 Jahre alt, im Sommer.
    Irgendwann sind sich alle einig was sie sehen, auch, weil im gemeinsamen Tun die Erfahrungen und Empfindungen deutlich gemacht werden können!!
    Am Ende steht eine einheitliche Wahrnehmung mittels und ausschließlich über den Sehsinn.
    3. Übung: Eine Ulme 20 Jahre, Sommer. Keine Erfahrung, keine Empfindung.
    Auch hier der gleiche Prozeß.
    Danach nimmt man anders wahr.
    In der Wahrnehmung begegnen sich hier äußere physische Materialisationen und das Wesen Mensch. Über optische Reize wird eine Fülle von Reaktionen im Gehirn ausgelöst. Es gilt in den Übungen nur das herauszufiltern was dem gewünschten Anspruch entspricht, in der Gruppe kann ganz präzise herausgearbeitet werden, frei von Erfahrungen und Empfindungen und weiteren Störvariablen. Das geschieht mittels Verstand und Denktätigkeit. Es entsteht Bewußtsein. Nur für genaues Wahrnehmen mit dem Sehsinn, frei von interpretierenden und sonstigen Einflüssen.
    Unser Denken wird geschult, reflektierend und analytisch. Wir lernen Empfindungen und weiteres das genaues Wahrnehmen stört zu erkennen.
    Wer möchte darf dann in den Folgetagen weitere Laubbäume verschiedener Arten betrachten und „genau wahrnehmen“.
    Dann auch Fichten und Tannen und Kiefern.
    Vielleicht entsteht dann der Wunsch deren Gemeinsamkeiten „wahrzunehmen“ und warum das sein könnte.
    Dann wären wir auf dem Weg, um unserem bis dahin nur als physische Materialisationen Wahrgenommenen, eventuell geistig-ideelle Teile hinzuzufügen. Dann könnte sich auch das Denken in einen erweiterten Raum gelangen.

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