bumi bahagia / Glückliche Erde

Islam / Extremismus / Die 300 Imame

Schwarz-weiss malen ist so leicht. Klassebeispiel in der Szene:

„Der“ Jude sei es. Alle Juden seien talmudistische Heuschrecken, Vampire und einfach Abschaum.

Und ähnlich läuft es mit dem Islam:

„Der“ Islam sei es. „Der“ Islam sei Ursache für einen schönen Teil der aktuellen Tumulte in Afrika, Arabien, Europa.

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Ich kenne eine Muslima sehr gut, seit 7 Jahren. Ich kenne ihren muslimischen Mann gut. Ich kenne hier den Lebensstil von sehr vielen Muslimen, allesamt sogenannt einfache Menschen. Also die, welche Köpfe abschneiden und Gürtel mit Sprengsätzen tragen. Es ist solch Hirnverbrennung, zu sagen, dass „der“ Islam halt Gewalt postuliere. Diese Menschen haben ganz andere Sorgen, als dass sie den Nachbarn um 20cm verkürzen oder jemanden in die Luft jagen wollten.

Die Wahrheit ist: Ja, es gibt fanatisierte Muslime. Ja, in der BRD werden mittlerweile der Grossteil von Brutalitäten an Zivilisten von Muslimen begangen. Ja, in Arabien gibt es Muslime, welche gerne zur Abwechslung auch mal einem Knaben den Kopf abschneiden, lustig, einfach mit einem etwas grösseren Messer, weil er vom falschen Stamme gebürtig ist. Deswegen aber zu sagen, dass „der“ Islam von A bis Z gestaute und ausgeübte übergriffige Gewalt verkörpere, zeugt von mangelndem Unterscheidungsvermögen und ist exakt das, was die (noch) Mächtigen im Schloss am Kaminfeuer sich zuprosten lässt.

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Wenn Putin von „Kampf gegen Terror“ spricht, dann denke ich, er weiss, was Sache ist, das heisst, er meint nicht den fanatisierten Bärtigen, sondern er meint die, welche dafür sorgen, dass der Bärtige fanatisiert worden ist.

Er spricht es nicht aus, weil er, es ausgesprochen habend, übermorgen die Pilze von unten anschauen würde, dagegen hülfe auch sein schwarzer Gürtel (für den ich ihn bewundere) nichts. Und die Pilze von unten betrachtend ist es schwierig, Russland ordentlich zu führen.

Wenn nun 300 Imame öffentlich kundtun, dass sie sich von Extremismus und damit von Terrorakten distanzieren, so ist das, so meine ich, nicht auf der gleichen Ebene angesiedelt. Ich vermute, diese 300 guten Leute wissen wenig, wissen nicht, wie Religionen bewusst gesteuert werden, wie sie sind selber gesteuert sind – doch rechne ich ihnen hoch an, dass sie so selbständig fühlen und denken, dass sie sich gegen die Auswirkungen der Fanatisierung in der Praxis wenden. Das ist einfach nur richtig und gut.

thom ram, 09.06.05 Beginn des Neuen Zeitalters, da Menschen auf allen Erkenntnisstufen beginnen, den Arsch zu verrühren und sich vom Vampirismus abwenden.

 

 

Ein Beitrag von Bernhard Ichner

06.06.05 (2017)

in kurier.at
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In einer Deklaration verurteilen die Geistlichen jeglichen Extremismus. Gipfeltreffen am 14. Juni in Wien.
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Paris, Nizza, Istanbul, München, Manchester oder zuletzt London. Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) verurteilte bis dato jeden einzelnen Terroranschlag. Bei jeder Gelegenheit – auf ihrer Homepage, in den Moscheen oder in öffentlichen Erklärungen.

Bei der Mehrheitsgesellschaft komme dies aber nicht ausreichend an. Die Bevölkerung wisse nicht, was in den Moscheen gepredigt wird, „zwischen Terror und der friedlichen Religion Islam wird zu wenig differenziert“, meint IGGÖ-Präsident Ibrahim Olgun. Darum setzt die offizielle Vertretung der Muslime nun auf Aktionismus: Zum ersten Mal werden alle 300 Imame, die bundesweit für die Glaubensgemeinschaft arbeiten, eine Deklaration gegen Terror und Extremismus unterzeichnen. Am 14. Juni kommen die Geistlichen dafür im Islamischen Zentrum in Floridsdorf – Österreichs größter Moschee – zusammen.

Imame verweigern Terroristen von London das Totengebet
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Gegen Stigmatisierung
„Wir haben mit Terroristen, die unsere Religion für ihre Zwecke missbrauchen nichts zu tun, wir gehören nicht zueinander“, erläutert Imam Ramazan Demir, Gefängnisseelsorger und der Organisator der Deklaration. „Aber weil uns die Menschen mit den Terroristen in einen Topf werfen, müssen wir aktiv und deutlich sichtbar Stellung beziehen.“ Die Initiative sei von den Imamen selbst ausgegangen. Einer der Vorreiter war Salim Mujkanovic, der im Islamischen Zentrum predigt.

Dass Menschen nach Anschlägen Angst haben, sei natürlich, sagt Demir. Es gelte aber „nicht in Panik zu verfallen, zu verallgemeinern und alle Muslime kollektiv für den Terror verantwortlich zu machen“. Zumal sich die Gewalt ja auch gegen diese richte – bei Anschlägen in der Türkei oder in Syrien etwa. Wie der KURIER berichtete, verhöhnte der sogenannte Islamische Staat (IS) in seinem Magazin Rumiyah nicht zuletzt die Imame der „Unislamischen Glaubensgemeinschaft“ und rief sogar zum Mord an drei Mitgliedern der IGGÖ auf.

„Wir sitzen alle in einem Boot. Wir leben hier in Österreich und daher müssen wir einen Beitrag für ein friedliches Zusammenleben leisten“, betont Demir. Die Imame sämtlicher Ethnien – Ultraorthodoxe, wie Liberale – positionieren sich daher in ihrer Deklaration eindeutig und verurteilen dezidiert „jegliche Art des Terrors“.

Im selben Atemzug warnen sie „vor einer pauschalisierten Stigmatisierung des muslimischen Bevölkerung“. Die dadurch entstehende aufgeheizte Stimmung sei „der perfekte Nährboden für radikale Tendenzen. Diese polarisierte Stimmung in Österreich erschwert die Arbeit der Imame im Kampf gegen die Radikalisierung immens“. In der aktuellen Situation sei es „wichtiger denn je, klar zu differenzieren und religiöse Minderheiten vor populistischem Missbrauch und Anfeindung zu schützen“. All dies, so erklären die Geistlichen, müsse von Politik und Medien unterstützt werden.

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Weiterlesen hier.
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3 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. Besucherin sagt:

    Da gab es voriges Jahr schon ein interessantesTreffen

    http://politik-global.com/islamkonferenz-in-grosny-ausschluss-der-saudis-aus-der-sunnitischen-gemeinschaft.html
    „ausgeschlossen als irregeleite Sekten wurden: „Wahhabiten, Habaschis, Muslimbruderschaft, Hizb ut-Tahrir, der IS…“ und weitere.“

    „Naturgemäß führte diese Konferenz zu lauten Reaktionen, vorallem im Königreich Saudi-Arabien. Man fühlt sich eingekreist und bedroht. Neben den schiitischen Angriffen bringt nun Putin einen weiteren religiösen Block gegen das Königreich in Stellung.“

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  3. Besucherin sagt:

    „Er spricht es nicht aus, weil er, es ausgesprochen habend, übermorgen die Pilze von unten anschauen würde, dagegen hülfe auch sein schwarzer Gürtel (für den ich ihn bewundere) nichts. “

    Atatürk war da weniger zimperlich, er bezeichnete den Islam als „faulen Kadaver voller Gift“, hat Reformen durchgesetzt, und bis vor kurzem galt er ja fast als Heiliger. Heute würde er sich das nicht einmal denken trauen.

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