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Thomas Hürlimann / Die Schweiz / Europa /EU

Ich schätze mich glücklich, einen Menschen mehr zu finden, der Sätze mit Inhalt zu äussern imstande ist. Dass er Schweizer ist, und ich auch, das macht mich zweifelsfrei nicht besser, und doch freut es mich, törichterweise wohl.

Was ich, vom Schreibtisch aus, mitkriege, was und wie unsere Landesväter mit dem Thema EU umgehen, freut mich wenig. In Verhandlungen muss klar sein die eigene Absicht. Diese Absicht muss lauter sein. Wenn die Möglichkeiten zur Konkretisierung der lauteren Absicht abgelehnt werden, dann können Kompromisse betrachtet werden. Es kommt vor, dass ein Kompromiss die eigene lautere Absicht nicht kratzt.

Doch, so will mir scheinen, fehlt bei unseren Leuten in Bern gelegentlich Standhaftigkeit. Nicht überzeugt bin ich von ihrer Integrität. Vertreten sie die Interessen der Schweizer oder vertreten sie den Klüngel derer, welche beim Spiel „Geld fliesst von Fleissig zu Reich“ so herzlich aktiv sind?

Ich bitte um Verständnis, dass ich hier verallgemeinere. Ich bin zu wenig informiert, dass ich namentlich nennen könnte, wer denn wieviel Prozent eigennützig, bzw. dem Volke verpflichtet denkt und handelt.

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Ich sage es anders.

Landesväter müssen sich informieren. So sie sich informieren, wissen sie, dass die EU geschaffen wurde, um Westeuropa zu einem unkenntlichen Brei zu  machen. Die Vielfältigkeit der Kulturen und Traditionen sollen zerstört werden. Der Mensch soll vollends zum kleinen Arschloch zusammengequetscht werden, welches hamsterradelt wie von Sinnen, um Dinge, die es nicht braucht, berappen zu können, auf dass mächtig happiger Anteil seiner Arbeit nach oben fliesse zu denen, welche eh schon wie Dagobert Duck im Golde baden.

Zudem müssten sie wissen, dass die EU eine der Vorbedingungen zur Schaffung der NWO (Neue Weltordnung) ist.

So Landesväter das wüssten, und so sie das Wohl ihrer Schutzbefohlenen im Auge hätten, würden sie ruhig und selbstsicher jede Verhandlung mit dem Unding in Bruxelles ablehnen.

Wie tief ist der Schlaf der Väter?

thom ram, 29.04.5, NZ, Neues Zeitalter, da Menschen Situationen klar einzuschätzen in der Lage sind.

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Die Schweiz, Europa und die EU

Dank an die Quelle! 

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Am 23. April 2017 hat der Schriftsteller Thomas Hürlimann der «NZZ am Sonntag» ein Interview gegeben. Sein Positionsbezug zur Stellung der Schweiz in Europa und gegenüber der EU gibt seither allenthalben zu reden.

>> EU-NO Newsletter vom 27. April 2017 im PDF-Dokument herunterladen (hier klicken)

Thomas Hürlimann hat in diesem umfangreichen Interview zu verschiedenen Sachbereichen prägnant Stellung genommen. Das EU-No-Bulletin vermittelt daraus nachstehend einige Zitate aus seiner Beurteilung der EU einerseits, zu den gegenwärtigen Auseinandersetzungen zwischen Bern und Brüssel über das bisherige und das zukünftige Verhältnis zwischen der Schweiz und der Europäischen Union andererseits. Mehrere dieser kurzen Beurteilungen – teilweise auf einen einzigen Satz konzentriert – treffen die gegenwärtige Situation treffender als ganze Gutachten und umfangreiche Abhandlungen.

Das von Brüssel vermittelte Menschenbild

Zunächst eine Aussage Hürlimanns zum von der EU als massgeblich für Europa formulierten Menschenbild:

«Um sich eine Art Identität zu geben, vertritt dieses supranationale Gebilde mehr und mehr ein bestimmtes Menschenbild, das ich nicht verordnet bekommen möchte.»

Zur Aufforderung, dieses Menschenbild näher zu charakterisieren:

«Es ist der Toleranzler bzw. die Toleranzlerin. Dieses Wesen ist areligiös, antifaschistisch, antikapitalistisch, ökofixiert, sozialistisch, homophil, feministisch, raucherfeindlich, ausländerfreundlich, multikulturell, aber der eigenen Kultur, der eigenen Geschichte gegenüber sterilisiert.»

Die Schweiz

Die Schweiz als Bundesstaat charakterisiert Thomas Hürlimann wie folgt:

«Der Bundesstaat von 1848, von den Freisinnigen geschaffen, war ein Meisterwerk. … Damals war die Schweiz der Zeit voraus.»

Dilettantisches Verhandeln

Denen, die für die Schweiz mit der EU verhandeln, stellt Hürlimann kein gutes Zeugnis aus:

«Figuren wie mein Vater (der Bundesrat Hans Hürlimann – Ergänzung Red. EU-No), Willy Ritschard oder Kurt Furgler würden uns in den Verhandlungen mit der EU besser vertreten als die heutige Besetzung. Unsere Verhandler sind doch nur darauf aus, das Lob von EU-affinen Journalisten zu ergattern.»

Das Verhandlungsgeschick von Schweizer Unterhändlern überzeugt Thomas Hürlimann überhaupt nicht:

«Wenn ich zuweilen mitbekomme, wie Schweizer Politiker in Berlin auftreten, dann kann ich nur sagen: Gute Nacht! Diese Einschätzung höre ich hie und da auch aus deutschen Kreisen. Man wunderte sich zum Beispiel, wie ungeschickt die Schweiz in den Verhandlungen rund um den Flughafen Kloten vorgingen. Zum Erstaunen des Auswärtigen Amtes hatte niemand in Bern daran gedacht, sich die süddeutschen Grossfirmen, die gern via Zürich fliegen, zu Verbündeten zu machen. Wäre die Schweiz gemeinsam mit Daimler aufgetreten, hätte die deutsche Regierung sofort gekuscht. Dieser Verlust des politischen Handwerks ärgert mich.»

Die Schweiz und die EU heute

Das heutige Verhältnis zwischen der Schweiz und der EU charakterisiert Hürlimann, der viele Jahre in Leipzig und in Berlin gelebt hat, mit folgenden Worten:

«Ich bedaure, dass wir in einer absolut unfruchtbaren Dauerdebatte über die EU stecken und dabei völlig erstarrt sind.»

Und zur Zukunft der EU meint er:

«Die EU wird sich ohnehin von selbst erledigen.»

Das bedeutet aus Sicht Hürlimanns für die Schweiz:

«Hören wir auf, wie Kaninchen auf die Schlange Brüssel zu glotzen! Diese wird sowieso an der eigenen Monstrosität ersticken, ob nun mit oder ohne uns.»

Eigenständigkeit oder Unterwerfung

Zur Schweiz in Europa sagt Hürlimann:

«Wenn wir unsere Herkunft verraten, haben wir keine Seele mehr und werden zu Recht von der Geschichte eliminiert. Darüber sollten wir diskutieren, dafür ist die Schweiz der richtige Platz.»

Anmerkung der Redaktion

Zu den Verhandlungen zwischen Bern und Berlin bezüglich des Flughafens Kloten:

Die Gemeinden im Norden sowohl des Kantons Zürich als auch des Flughafens Zürich-Kloten, die seit Jahren gute Beziehungen pflegen mit den Nachbargemeinden jenseits der Landesgrenze in Baden-Württemberg, ergriffen seinerzeit die Initiative, die Grenzgemeinden einerseits, süddeutsche Persönlichkeiten, welche Zürich-Kloten als Flughafen regelmässig nutzen andererseits, in die Verhandlungen mit Berlin miteinzubeziehen. Die damalige Vorsteherin des EDA, Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, nahm diesen Vorschlag positiv auf und veranlasste rasch eine Sitzung zur Präzisierung solcher Zusammenarbeit, an welcher der damalige Staatssekretär Michael Ambühl in prägender Rolle teilnahm.

Die Initiative wurde danach indessen abgeblockt vom Verkehrsdepartement, seinerzeit unter Leitung von Bundesrat Moritz Leuenberger. Dieser setzte damals im Bundesrat durch, dass die gesamte Verhandlungsführung allein seinem Departement zukomme. Von Miteinbezug der (vom Fluglärm am stärksten betroffenen) Grenzgemeinden sowie süddeutscher Nutzer des Flughafens Zürich wollte Leuenberger nichts wissen.

Zitate aus: «Die EU wird sich von selbst erledigen». Interview in der «NZZ am Sonntag», 23. April 2017.

EU-No/US

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Quelle: hier.

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7 Kommentare

  1. Vollidiot sagt:

    Der Mo ritz und der Kavalleriehäuptling Peer haben sich gut ergänzt.
    Schwamm dr über die Fabianisten.
    Was kann man von solchen Nichtsen innerhalb von Ringmuskeln erwarten?
    Daß sie gute Redenhonorare erhalten………………….

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  2. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  3. haluise sagt:

    «Die EU wird sich von selbst erledigen» – SO SEI ES – SO IST ES

    und die rothschild-vasallen sind allerorten geschmiert, bedroht, verunsichert …WEIL .., ihre funktionen sind gleichrangig, gleichwertig und alle sind gleichermassen in die dummheit gerutscht >>> KANN nicht SEIN, SAG ICH
    BIN LUISE

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  4. Gernotina sagt:

    Mir gefällt Thomas Hürlimann auch. Schon seinen Artikel vom Herbst 2016 fand ich genial.

    «Wo früher das Kreuz hing, hängt heute das Rauchverbot»
    Der Krebs hat Autor Thomas Hürlimann für den Glauben neu sensibilisiert. Die Verweltlichung der Gesellschaft bereitet ihm Sorge.

    http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/Wo-frueher-das-Kreuz-hing-haengt-heute-das-Rauchverbot/story/30928065

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  5. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  6. Rafreider Heinz sagt:

    Die EUDSSR wird scheitern. Was Hitler nicht gelang, wird diesen Technokraten in Brüssel auch nicht gelingen. Ein Reich, eine Regierung, eine Währung und ein Gerichtshof. Schon Napoleon fand das Ende in Waterloo. Warum macht der BR der EU nicht klar, dass die Schweiz der grösste
    Exporteur in die EU ist. Und zwar wird mit Cash bezahlt. Die Anschaffung von Waffen Griechenlands werden im Target2 der EZB verbucht!
    Der grosse Knall wird kommen, sollte die gemeinsame Verschuldung (EU-Bonds) zunehmen. Deutschland trägt dann die Schulden der ärmeren
    EU-Länder. Zuerst werden aber Millionen Gelder der EZB nach Amerika zu den FED-Banken-Kartell verschoben.
    Die EU-Bürger dürfen ja nicht abstimmen wer in dem EU-Parlament, EU-Kommission sitzen, sie nennen das in Brüssel Demokratie.
    Ein Rahmenabkommen wird ganz genau zur Akzeptanz eines EU-Gerichts führen, dank dem Stiefellecker Burkhalter. Der wird dann einmal
    vielleicht für einen Posten in der UN erkoren. Leider ist die Schweiz auch von Freimaurern, Illuminaten occupiert.
    Alle Macht geht vom Volk aus ist obsolet, die Demokratie ist nur die Fassade der Plutokratie.

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  7. luckyhans sagt:

    zu Ra-nz um 20:12
    „Alle Macht geht vom Volk aus“ – klar, stimmt doch: die Macht geht aus…
    … und wenn einer mal ausgegangen ist, dann kommt er doch so bald nicht wieder… 😉

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