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Zum Wochenende / Rachmaninov 2 / Die geballte Ladung

Das Zwote von Rachmaninov ist alleine schon die geballte Ladung. Nun aber bin ich wieder einmal verschiedene Interpretationen durchgegangen und hänge die geballte Ladung, voll verrückt, gleich fünf mal raus. Es ist erhebend, unglaublich auch, denn bei jedem Einzelnen dieser fünf Konzerte denke ich: Das ist das Beste.

Es gibt kein Bestes. Bei jedem gibt es besonders Begeisterndes, angefangen vom Tonmeister, der mehr oder weniger genial aussteuert, über die Ausstrahlung des Dirigenten, die Beziehung des Dirigenten zum Orchester, der Freudigkeit der 100 Orchestermusiker, nicht Töne zu spielen, sondern mit Herz und Seele und Emotion und Gefühl zu musizieren, bis natürlich gelandet bei den verschiedenen Arten der Solisten, dies Monsterwerk hinzulegen.

Technik? Meine Güte. Was jeder einzelne Orchestermusiker und alle Solisten an Perfektion hinlegen, es ist für mich immer wieder atemberaubend. Da gibt es so sackdiffizile Stellen, da müssen alle Instrumentengruppen haarklein ineinanderverzahnt spielen, patzt ein Einziger, ist ein Klacks drin. Nicks Klacks.

Lang Lang spielt am romantischsten. Er geht mit romantischer Agogik bis an die Grenze dessen, was einen Bogen reissen lassen würde. Es gibt Hörer, die lehnen das ab, sagen, es sei nicht mehr Chopin, nicht mehr Rachmaninov. Ich liebe es. Lang Lang hat einen Millimeterzacken mehr Technik drauf als der Rest der Welt, ausgenommen die unvergessliche Martha Argerich, von der ich heute das dritte Rach mir angehört.

Alle anderen Viere aber sind ebenso inspiriert wie LangLang, zeigen eben andere Finessen, legen andere Schwerpunkte des hervorhebens.

Es ist, wie wenn man ein Gemälde mit etwas verschieden gefärbten Brillen anschauen würde.

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Tipp. Mach dir den Spass! Lass die erste Aufnahme laufen bis zu einer Stelle, die dich besonders beeindruckt. Dann gehe mit dieser Minutenzahl auf die andern Aufnahmen! Ungefähr wirst du die gleiche Stelle damit treffen. Also für mich ist das ein Generalvergnügen!

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Herzlich.

thom ram, 11.03.05 NZ, Neues Zeitalter, da Menschen keine als Musik verkleidete Satansbotschaften senden und reinziehen, sondern Musik machen und hören, welche den Namen Musik verdient.

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13 Kommentare

  1. Archivar sagt:

    Nun, die üblichen Verdächtigen 🙂

    Mein menschlicher Favorit ist *trommelwirbel*

    Valentina Lisitsa

    Kleine Anmerkung: Hat nichts mit dem Kanal zu tun. Weil, was draufsteht, muß nicht unbedingt drin sein. Aber in diesem Falle. Vor allem ist es eine Aufnahme ohne Frackzwang.

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  2. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  3. Was für eine schöne Sammlung Thom…..

    Meine Favoriten sind Helene Grimaud und LangLang, die Anna Federova spielte mir zu hart, der Evgeni Kissin irgendwie ohne besonderen Ausdruck, und Yuja Wang muss ich noch einmal mir anhören

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  4. Valentina Lisitsa hat aber auch was…..und ich glaube auch, dass man in Privatklamotten noch besser sich selbst mit einbringen kann ins Musikstück

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  5. thom ram sagt:

    Archivar

    Die üblichen Verdächtigen, hihi, ja, lach.

    Valentina Lisitsa, yepp, ich habe hineingehört. Brilliantestens, nie hart, auch unendlich viele Details herausgespielt. Und schnell…trotzdem nie gehetzt, das mag ich sehr, die Haltepunkte sind stabil, weder sie noch Orch fallen drauf hin.

    Na ja, um etwas dazu gesenft zu haben. 😉

    Ich war ja Orgelelist, und Klavünf hab ich natürlich auch spegielt. Darum weiss ich, was da über die Bühne geht und versinke immer vor Ehrfurcht, wenn ich solch Extremkönner hören und sehen darf.

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  6. thom ram sagt:

    marietta 19:21

    Hm, gäbe es noch Steigerung begünstigender Umstände? Badehosen vielleicht?

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  7. haluise sagt:

    OOOH ,,, ICH SCHWELGE …. RACHMANINOFF
    der einst in der SCHWEIZ am VIERWALDSTÄTTER-SEE in WEGGIS lebte … haaaooee seufz

    BIN LUISE

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  8. thom ram sagt:

    Wusst ich nicht. Kann ich verstehen. Wenn Schweiz, dann in abgelegenem Ticino, oder dann in Weggis. Dort regnet es so viel, dass das Trailzeugs stark verdünnt runterkommt, LoL.

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  9. Tabburett sagt:

    Lieber Thom,

    mal abgesehen von der (guten) Musik; kannst Du mir ev. erklaeren, wieso es diesen Mann mit der „Lismernadel“ braucht? Ersetzt der die nicht vorhandene Licht-Effektshow? – Die guten Musiker lesen doch ab Notenblatt und haben auch alle Ohren?!! Fuer was braucht es denn diesen „Fuehrer“ in der „klassischen“ Musik?!? – Vielleicht dazu, dass die Audienz nicht vollstaendig ins Koma verfaellt?! – LOL :-G

    (Ernstgemeint, diese meine Frage, da ich aus nem andren Winkel der Musikkunst komme und ich mich immer schon ueber diese Hansels Obiges gefragt habe..!)

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  10. thom ram sagt:

    Taburettli

    Ich sass am kleinen Continuo – Oergeli links hinten vom Orchester. Ich war um die Lismernadel pferdami froh, denn ich hörte kaum, was die Hauptmassgeblichen, gefühlt 100m weiter vorne, sangen. Damals war mein Gehör noch gut, doch ist es, wenn du im Orch hinten hockst, irre schwer, rhythmisch exakt zu sein nach Gehör, je lauter dein eigenes Insecktrumett, desto schwuriger.

    Die Lismernadel dient also einzig allein dem Zwecke, dass Orch Musikusse den Schlag optisch leichter wahrnehmen können.

    Ich meinerseits frage mich immer, wie die Orchester einem Karajan folgen konnten. Dessen Schlag wäre für mich nicht definierbar. Der Schlag des Celibidache hingegen haarmillisekundengenau. Es gab und gibt Stardirigenten, die schlagen voraus. Mir ist schleierhaft, wie das Orchester dessen trotz haargenau zusammenspielt. Stell dir vor, du bist Horn oder Trompete hinten. Du spielst, es ist in deinem Ohr schier nur dein Spiel hörbar, und du sollst mit der ersten Geige zusammen sein, akustisch 200 Meter entfernt, und der Dirigent schlägt eine halbe oder eine Sekunde voraus. Wie soll das klappern? Ich weiss es nicht – aber ich weiss es nicht, weil ich nicht Orchestermusiker war.

    Also wenn ich diri Gier te, dann war meine Eins die Eins auf der Zeitschiene, nämlich jetzt, und nicht irgendwann mal. Aber weisst, ich war Lokalstierkämpper, nicht Kar aj An.

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  11. @Thom Ram

    Ooooch, Badehosen und ein schönes Badeoutfit der Damen, das hätte was…..

    Ich mag Beides, Schlabberlook, aber auch einen guten Anzug und Abendkleid.
    Frage mich nur ob dieses „Eingesperrtsein“ in Anzug und Krawatte beim Manne, und im doch sehr engen Corsagenoberteil beim Weibe, eine gewisse Lockerheit / Natürlichkeit im Spiel abhanden kommt….

    Da ich selbst kein Instrument spiele, kann ich da nix zu sagen.

    Wie war das bei Dir, wenn Du Orgel gespielt hast ?
    Oder hast du immer in lockerer KLeidung spielen können ?

    Meine Frage geht natürlich auch an alle anderen Musiker(innen) hier, wie sie am liebsten musizieren.

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  12. thom ram sagt:

    marietta

    Mir war die Kleidung so wurscht, wie sie mir überhaupt wurscht ist, Hauptsache leicht, wenn’s heiss ist und mollig, wenn Kälte mir an die Knochen will.

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  13. Tolle Sammlung, dankeschön

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