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Kriegsveteranen und Eingeborene / Vergebungsszene am Standing Rock

Also da heule ich schon nur beim Durchsehen der Fotografien. Wenn das nicht eines der Zeichen der anbrechenden neuen Zeiten sind, dann weiss ich nix mehr. Ich schicke meinen innigen, meinen Herzensdank an alle Beteiligten, an alle, welche ihr damaliges unseliges Tun wieder gut machen wollen, und an alle, welche offenen Herzens die Hand zur Vergebung reichen. Ich fühle mich tief verbunden mit ihnen.

Hier vorweg die zentrale Botschaft, gedacht und geschrieben und gesprochen von Wesley Clark Jr., Sohn des ehemaligen Oberbefehlshabers der NATO, Wesley Clarc Sen:

„Viele von uns, besonders ich, stammen aus Einheiten, die euch über die vielen Jahre verletzt haben. Wir kamen. Wir haben Euch bekämpft. Wir nahmen Euer Land weg. Wir unterzeichneten Verträge, die wir brachen.

Wir stahlen Mineralien aus Euren heiligen Hügeln. Wir sprengten das Gesicht unserer Präsidenten auf Euren heiligen Berg. Dann nahmen wir noch mehr Land weg, und dann nahmen wir Eure Kinder weg, und dann versuchten wir, Eure Sprache zu beseitigen, die Gott Euch gab, und der Schöpfer Euch gab. Wir haben Euch nicht respektiert, wir haben Eure Erde verunreinigt, wir haben Euch auf so viele Weisen verletzt, doch wir sind nun gekommen zu sagen, dass es uns leid tut. Wir stehen Euch hier zu Diensten und bitten um Vergebung.“

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Ich zelebiere stets die Botschaft der kleinen Feuer, verkünde, dass sich weltweit Menschen im Sinne des Neuen Zeitalters, im Sinne von bumi bahagia, zusammentun. Sie tun dies in unzähligen, verschiedenen Formen. Und ist das hier eines der kleinen Feuer?

Ja oder ja?

Nein!! Das ist kein kleines, das ist bereits eines der grossen Feuer. Das strahlt aus. Ha, mein Herze lacht.

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Danke an Petra für den Hinweis.

Danke an Transinformation für die Berichterstattung.

Danke an Antares für die Uebersetzung.

thom ram, 08.12.0004 NZ, Neues Zeitalter, da Menschen fruchtbringend zusammenarbeiten.

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Vergebungszeremonie vereinigt Veteranen und Eingeborene am Standing Rock

So häufig wird gegenwärtig über die Bedeutung der Vergebung gesprochen, und hier möchten wir ein eindrucksvolles aktuelles Beispiel zeigen:

Offensichtlich wurde am Standing Rock bei den Protesten gegen den Bau der Dacota Access Pipeline gerade ein Sieg errungen. Die Ankündigung des U.S. Army Corps of Engineers, sie würden der Firma Energy Transfer Partners die Bohrerlaubnis  verweigern, erfolgte, als tausende indigene und nicht-indigene Militärveteranen nach Standing Rock kamen. Sie äusserten, ein ‚menschliches Schutzschild‘ für die Wasserschützer zu bilden, die seit Monaten von sehr massiver Polizeigewalt betroffen sind.
Im letzten Interview hatte sich auch Cobra auf Nachfrage zur DAPL geäussert. Siehe in diesem Link.

Bitte lest am Ende des Artikels in den Links über den Hergang des Baus.

Quelle – Huffington Post by Jenna Amatulli, 5. December  2016, übersetzt von Antares

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Gen. Wesley Clark Jr., middle, and other veterans kneel in front of Leonard Crow Dog during a forgiveness ceremony at the Four Prairie Knights Casino & Resort on the Standing Rock Sioux Reservation on Monday, Dec. 5, 2016.

Wesley Clark Jr., Mitte und andere Veteranen knien vor Leonard Crow Dog während einer Vergebungszeremonie im Four Prairie Knights Casino & Resort im Standing Rock Sioux Reservat am Montag.

„Wir kamen. Wir haben euch bekämpft. Wir nahmen euer Land weg. Wir haben Verträge unterzeichnet, die wir brachen.“

Am Montag führten Indianer mit US-Veteranen im Standing Rock Casino eine Vergebungs-Zeremonie, in der sie den Veteranen die Möglichkeit gaben, militärische Aktionen, die gegen die Natives im Laufe der Geschichte durchgeführt wurden, wiedergutzumachen.

In der Feier der Standing Rock Demonstranten über den Sieg am Sonntag im anhaltenden Bau der Dakota Access Pipeline, vergab Leonard Crow Dog offiziell Wesley Clark Jr., dem Sohn des pensionierten US Armeegenerals und ehemaligen Oberbefehlshabers der NATO, Wesley Clark Sr.  <—-(Hier scheint sich beim Layout ein Fehler eingeschlichen zu haben. thom ram)

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Hier lest ihr die veröffentlichte Entschuldigung von Clark an die Eingeborenen:

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Viele von uns, besonders ich, stammen aus Einheiten, die euch über die vielen Jahre verletzt haben.

Wir kamen.

Wir haben Euch bekämpft.

Wir nahmen Euer Land weg.

Wir unterzeichneten Verträge, die wir brachen.

Wir stahlen Mineralien aus Euren heiligen Hügeln.

Wir sprengten das Gesicht unserer Präsidenten auf Euren heiligen Berg.

Dann nahmen wir noch mehr Land weg und dann nahmen wir Eure Kinder weg und dann versuchten wir, Eure Sprache zu beseitigen, die Gott Euch gab, und der Schöpfer Euch gab.

Wir haben Euch nicht respektiert, wir haben Eune Erde verunreinigt, wir haben Euch auf so viele Weisen verletzt, doch wir sind nun gekommen zu sagen, dass es uns leid tut.

Wir stehen Euch hier zu Diensten und bitten um Vergebung.

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Dies war eine historisch symbolische Geste, um Jahrhunderte der Unterdrückung gegen die Eingeborenen zu verzeihen und ihre Partnerschaft zur Verteidigung des Landes der Dakota-Zugangspipeline ehrte.

Chief Leonard Crow Dog bot die Vergebung an und drängte dahingehend, den Weltfrieden zu bringen und antwortete, dass ‚ nicht wir das Land besitzen, sondern das Land uns besitzt.‘

Auch die Natives Faith Spotted Eagle und Ivan Looking Horse sprachen bei der Zeremonie.

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Der Fotograf Josh Morgan war bei der Szene im Casino dabei und sammelte die folgende Reihe intimer Fotos:

Maria D. Michael, a Lakota elder from San Fransisco, Calif., embraces veteran Tatiana McLee during an emotional forgiveness ceremony at the Four Prairie Knights Casino & Resort on the Standing Rock Sioux Reservation on Monday, Dec. 5, 2016.

Maria D. Michael, eine Lakota-Älteste aus San Fransisco, umarmt die Veteranin Tatiana McLee während einer emotionalen Vergebungszeremonie. Quelle – Josh Morgan for The Huffington Post

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Leonard Crow Dog, a Lakota elder and highly-regarded activist, left, places his hand over Gen. Wesley Clark Jr.'s head during a forgiveness ceremony for veterans at the Four Prairie Knights Casino & Resort on the Standing Rock Sioux Reservation on Monday, Dec. 5, 2016.

Leonard Crow Dog, ein Lakota-Älterster und hochangesehener Aktivist, links, legt seine Hand über Wesley Clark Jr.’s Kopf während der Vergebungszeremonie für die Veteranen. Quelle – Josh Morgan for The Huffington Post

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Veteran Tatian McLee wipes tears from her eyes as she films Lakota elders speak during a forgiveness ceremony for veterans at the Four Prairie Knights Casino & Resort on the Standing Rock Sioux Reservation on Monday, Dec. 5, 2016.

Veteranin Tatiana McLee wischt Tränen aus ihren Augen, als Lakota-Älteste während der Vergebungszeremonie sprechen. Quelle – Josh Morgan for The Huffington Post

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More than 500 people participate in a forgiveness ceremony for veterans at the Four Prairie Knights Casino & Resort on the Standing Rock Sioux Reservation on Monday, Dec. 5, 2016.

Mehr als 500 Menschen beteiligen sich der Zeremonie für die Veteranen im Four Prairie Knights Casino & Resort im Standing Rock Sioux Reservat am Montag. Quelle – Josh Morgan for The Huffington Post

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Veterans receive a blessing of sage during a healing ceremony hosted by the Standing Rock Sioux tribe as "water protectors" continue to demonstrate against plans to pass the Dakota Access pipeline near the Standing Rock Indian Reservation, in Fort Yates, North Dakota, U.S. December 5, 2016. REUTERS/Stephanie Keith

Veteranen erhalten einen Segen mit Salbei während der heilenden Zeremonie, die vom Standing Rock Sioux Stamm gefeiert wird, während „Wasserschützer“ weiterhin gegen die Pläne demonstrieren, die Dakota Access Pipeline in der Nähe des Standing Rock Indian Reservats in Fort Yates, North Dakota durchzuleiten. REUTERS/Stephanie Keith

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Gen. Wesley Clark Jr. hugs a man participating in a forgiveness ceremony for veterans at the Four Prairie Knights Casino & Resort on the Standing Rock Sioux Reservation on Monday, Dec. 5, 2016.

Wesley Clark Jr. umarmt einen Mann während der Zeremonie. Quelle – Josh Morgan for The Huffington Post

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Virginia McIntyre, a U.S. Air Force veteran from Buffalo, N.Y., wipes tears from her eyes during an emotional forgiveness ceremony for veterans at the Four Prairie Knights Casino & Resort on the Standing Rock Sioux Reservation on Monday, Dec. 5, 2016.

Virginia McIntyre, eine US-Luftwaffen-Veteranin aus Buffalo, N.Y., wischt die Tränen aus ihren Augen. Quelle – Josh Morgan for The Huffington Post

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Gen. Wesley Clark Jr. and other veterans kneel in front of Leonard Crow Dog during a forgiveness ceremony at the Four Prairie Knights Casino & Resort on the Standing Rock Sioux Reservation on Monday, Dec. 5, 2016.

Wesley Clark Jr. und andere Veteranen knien vor Leonard Crow. Quelle – Josh Morgan for The Huffington Post

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U.S. Air Force veteran Virginia McIntyre, left, shakes hands with chief Arvol Looking Horse during a forgiveness ceremony for veterans at the Four Prairie Knights Casino & Resort on the Standing Rock Sioux Reservation on Monday, Dec. 5, 2016.

US Air Force Veteranin Virginia McIntyre, links, schüttelt sich mit Chief Arvol Looking Horse die Hände. Quelle – Josh Morgan for The Huffington Post

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U.S. Army Veterans Tih Kobolson, left, and Aloysious Bell, walk around with a ceremonial smudge stick and feathers during a forgiveness ceremony at the Four Prairie Knights Casino & Resort on the Standing Rock Sioux Reservation on Monday, Dec. 5, 2016.

US Army Veteranen Tih Kobolson, links und Aloysious Bell, gehen mit einem feierlichen Räucherstab und Federn. Quelle – Josh Morgan for The Huffington Post.

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U.S. Army veterans Aloysious Bell, left, and Tie Kobolson, hold ceremonial feathers and a smudge stick during a forgiveness ceremony for veterans at the Four Prairie Knights Casino & Resort on the Standing Rock Sioux Reservation on Monday, Dec. 5, 2016.

Die US-Armee-Veteranen Aloysious Bell, links und Tie Kobolson, halten die Zeremonienfedern und einen Räucherstab. Quelle – Josh Morgan for The Huffington Post

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Veterans from all branches of military service participate in a forgiveness ceremony at the Four Prairie Knights Casino & Resort on the Standing Rock Sioux Reservation on Monday, Dec. 5, 2016.

Veteranen aus allen Zweigen des Militärdienstes beteiligen sich an der Vergebungszeremonie.Quelle – Josh Morgan for The Huffington Post

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Doug Good Feather, a U.S. Army veteran, claps as Ivan Looking Horse gives a speech during a forgiveness ceremony for veterans at the Four Prairie Knights Casino & Resort on the Standing Rock Sioux Reservation on Monday, Dec. 5, 2016.

Doug Good Feather, ein US-Armee-Veteran, klatscht, als Ivan Looking Horse eine Rede hält. Quelle – Josh Morgan for The Huffington Post

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Hier nun ein Bericht, weswegen die Proteste stattfanden und über zahlreiche Hintergründe dazu:

USA: Der Kampf der Sioux von Standing Rock gegen die Öl-Lobbyisten

… und etwas zu dem gerade erreichten Baustopp:

Sieg der nordamerikanischen Ureinwohner


36 Kommentare

  1. Heidelore Terlep sagt:

    Überaus berührend!!!
    Ein Zeichen der Zeitenwende.

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  2. Da ich eh seit gestern abend am Rumheulen bin, setze ich mich gern dazu……mich hat das erste Bild sehr gerührt, wo sie vor dem Stammesältesten knien oder dem Häuptling ( ? ), da kullerten bei mir die Tränen schon…..und die Szene wo der Häuptling dem Veteranen die Hand auf den Kopf legt…….heule schon wieder, menno, was ist nur los zur Zeit, bin sensibel wie rohes Ei.

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  3. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  4. Renate Schönig sagt:

    Nicht wundern mariettalucia….geht VIELEN SO 🙂

    Heulen = LOSlassen

    Herzelsgrüsse
    Renate

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  5. Hilke sagt:

    Lieber Thom Ram,
    auch mir fließen die Tränen. Die Indigenen haben in mir lange Zeit das Wissen der Heiligkeit der Erde aufrechterhalten. Dafür danke ich ihnen von ganzem Herzen.
    Für mich ist dieses Ereignis, oh, ich hab gar keine passenden Worte dafür, merk ich jetzt, dreimal geschrieben und wieder gelöscht.
    Danke, daß ihr dieses Material übersetzt und zusammengefügt habt. Danke für all die Fotos und deine Thom Rams Worte.

    „Wohin ich auch gehe, umgibt mich Harmonie. Soweit ich auch schaue, breitet die Erde ihre Schönheit vor mir aus.“ (Navajo Indianer)

    Hilke

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  6. Danke Renate…..fühl ich mich nicht so allein damit ❤

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  7. Garten-Amselina sagt:

    . ❤ Danke ! ❤
    *JaH!*
    Laßt uns singen !
    Das *Hohe Lied* von der Liebe !
    in *Herz-Sprache*!
    *JaH!*
    und:
    Don Kosaken Chor: "Die zwölf Räuber" (mit dt. Übersetzung)

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  8. haluise sagt:

    „Chief Leonard Crow Dog bot die Vergebung an und drängte dahingehend, den Weltfrieden zu bringen und antwortete, dass ‚ nicht wir das Land besitzen, sondern das Land uns besitzt.“
    UND
    die TIERE besitzen uns
    UND
    die STEINE … UND die EDELSTEINE
    UND
    ALLES-WAS-IST … das UNIVERSUM IN UNS

    mariettalucia
    … da kullern bei mir die Tränen schon…. BIN LUISE

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  9. teggytiggs sagt:

    Hat dies auf meinexperimentlebenblog rebloggt und kommentierte:
    …wenn ich das lese, wird mein Herz zu einer warmen Quelle der Dankbarkeit, Liebe und hoffnung…

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  10. Yoku sagt:

    Was diese „Vergebungsszene“ angeht, bin ich sehr vorsichtig.

    Menschen, die anderen Menschen das Land rauben und weltumspannend für grösstes Elend sorgen, sind in der Regel nicht zu echter Reue fähig. Das hat nichts mit Pessimismus zu tun, sondern das ist mehr oder weniger Fakt. Sie sind aber fähig, Reue und „um Vergebung bitten“ als ein weiteres Instrument für ihre Ziele zu nutzen.

    Echte Reue beinhaltet weniger ein gebärdenstarkes Ritual zwischen Winnetou, einigen Althippies und dem Sohn des Nato Oberbefehlshabers, mittels schönen Worten. Echte Reue setzt ALLES daran, für das Ausmass des gesamten Schadens Verantwortung zu übernehmen. Es bedeutet, der geschädigten Menschheit ihr Land wieder zurückzugeben, die Beute zurückzugeben, und selber in den Knast zu gehen. Dazu sind diese Menschen nicht fähig.

    Es ist noch nicht lange her, da wurden in der Schweiz Unterschriften gesammelt, um den Verdingkindern, welche im vergangenen Jahrhundert von Schweizerischen Behörden den Eltern entrissen wurden, um diese dann als billige Arbeitshilfen auf Bauernhöfen zu missbrauchen … man wollte ihnen jetzt eine finanzielle Entschädigung zukommen lassen.

    Tönt ja alles unterstützungswürdig, wenn nicht von den Selben weiter Kinder geklaut werden!

    Diese Verdingkinder sind mittlerweile fast ausgestorben oder uralt. Das Ganze gaukelt auch Reue, Einsicht und den Wunsch nach Wiedergutmachung vor. Allerdings geht es gleichzeitig von selbigen Stellen mit anderem Aushängeschild genau gleich weiter. Kinder kommen heute genauso weg, wie anno dazumal.
    Diesen „Pseudo-Widergutmachungsaktionen“ traue ich nicht.

    Die wirklich Kriminellen von denen wir hier reden, haben keine echten Gefühle. Aber sie können sehr sentimental sein. Und das Ganze wirkt auf mich wie sentimantaler Kitsch, sorry.

    Wunschdenken trübt den Blick.

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  11. Yoku sagt:

    Meiner Ansicht nach, nutzt Vergebung meistens dem Täter.
    Vergebung ist für die Heilung der Opfer nicht nötig. Oft erschwert sie
    die Heilung sogar. Das Thema Vergebung ist schon lange „in“. Vergebungsbücher-Rituale-Workshops boomen. Auch die Religionen haben diesbezügliche Hirnwäsche geleistet.

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  12. thom ram sagt:

    Ha, Yoku behauptet, dass Vergebung für die Heilung von Opfern nicht nötig sei, die Heilung oft sogar erschwere.

    Da bin ich nun äusserst neugierig auf Reaktionen. Ich halte mich erst mal still, hehe.

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  13. thom ram sagt:

    Sehr sehr heisser Impuls, den du da gibst, Yoku.

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  14. Garten-Amselina sagt:

    Ehr-Lichte *Herzens-Ver-Gebung* und -An-Nahme machen das Opfer frei von Schuld-Fest-Halte-Zwang-Haltung.
    *Vergebung* ist ein Geschenk an das eigene Opfer-Ich.
    Wieder-gut-mach-Wille und Tat! können dem Täter dann aus dem Schulden-Loch helfen.
    Ehr-Lichte Vergebung Macht frei.
    => Das *Hohe Lied der Liebe*
    kann dann wieder neu auf-klingen,
    laßt uns endlich wieder doch zusammen singen !!!

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  15. Ya sagt:

    Vergebung und Erlösung kann man nur selber tun. Der Spiegel kann weder vergeben noch erlösen. Deshalb heisst es im Huna folgerichtig: „Ich vergebe dir in mir“. Aber wenn man das nicht weiß, kann ein Ritual wahrscheinlich helfen…

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  16. …und manchmal ist es auch gut und stimmig, wenn Menschen fühlen dass ihrerseits Unrecht getan wurde, dieses auch wieder geraderücken zu wollen…..wie weit das möglich ist, hängt zudem von der Reaktion des Gegenübers ab, ob er / sie gewillt sind das Bereuen anzunehmen.

    Mir persönlich ist es lieber es geschieht überhaupt etwas in dieser Richtung, dass Menschen ihre Fehler und Fehlentscheidungen zugeben…..die Vergangenheit können sie eh nicht rückgängig machen.
    Auf ewig Schuld mit sich rumtragen und von einer Generation auf die Andere zu verteilen…..hmmm, ich weiss nicht, finde ich nicht so prickelnd……vielleicht weil genau das unsere Generation gerade erlebt, wir müssen immer noch für etwas büssen, wofür wir nichts konnten.
    Sie haben erkannt dass es totaler Mist war, wofür sie eingestanden sind, haben erkannt dass seit Jahrhunderten diese indigenen Stämme gequält, missbraucht und ausgebeutet wurden und werden von ihresgleichen und sie möchten um Entschuldigung bitten…..

    Hoponopono ist gut, ich schätze es…..doch ist es nicht alles……mir fehlt dabei das „Verantwortung für sein Tun übernehmen“

    Ich habe vor einigen Jahren ein kleines Erlebnis gehabt welches mich sehr berührt hat.
    Eine gute Freundin von mir stand mir gegenüber, schaute mir in die Augen und sagte:
    „Ich möchte Dich um Entschuldigung bitten, dass ich damals so garstig zu Dir war, Dir soviel Leid und Schmerzen zugefügt habe“
    Abgesehen davon, dass es für mich gar nicht mehr so schlimm war, da ich mit der Thematik abgeschlossen hatte, tat sich jetzt etwas ganz Neues auf……es ist nicht immer nur ein Part der an etwas beteiligt ist, meist hat es sich hochgeschaukelt, man wird selber garstig, unangenehm, verletzend.
    Nun war ich gefordert der Freundin zu vergeben, was auf einmal präsent war.
    Ich hatte zwar zuvor abgeschlossen mit dem Thema, aber ich hatte nicht vergeben.
    Dieses laut auszusprechen machte etwas mit uns Beiden.
    Schliesslich hielten wir uns in den Armen und weinten gemeinsam.

    Das war Heilung.
    So sehe ich es in diesem Falle mit den Indianern und Kriegsveteranen auch.

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  17. Yoku sagt:

    Hier wird von einer „Entschuldigung“ geredet, ausgesprochen von jenen, die Menschen chronisch, vorsätzlich verletzen, bekämpfen, berauben, töten, usw….

    Jene, die solches tun, kennen in der Regel kein Gefühl von Scham, Schuld, oder Reue. In ihrem Gehirn sind die Schaltkreise, solche Emotionen zu verarbeiten, nicht angelegt. Deshalb können sie Menschen bedenkenlos betrügen, bedrohen oder ihnen Leid zufügen. Sie tun alles, was ihrem Selbstinteresse dient, auch wenn es anderen schadet.

    Ich unterscheide zwischen solchen Menschen und solchen, die zu Gefühlen der Empathie etc. fähig sind.

    In der Therapie von Opfern kann es ein Behandlungsfehler sein, dem Täter verzeihen zu sollen(zum Bsp. à la Hellinger (Familienaufstellungen)).

    Wem nützt die Täter-Verzeihung? Auf jedem Fall nützt sie dem Täter.

    Falls Opfer zur Vergebung subtil oder offen zur Vergebung überredet werden sollten, muss man sich fragen, wessen Partei da in Wirklichkeit ergriffen wird.

    Oft kann sich der Täter durch die Verzeihung wieder in sein Machtterritorium einschleichen, sodass der Weg für Wiederholungen geebnet ist.

    Es ist erwiesen, dass erzwungene „Versöhnung“ den Heilungsprozess oft um Jahre zurückwerfen kann. Oft ist es pures Gift!

    Nochmals: Täter-Verzeihung ist zur Heilung NICHT notwendig! Dies wird von mehreren Therapie-Richtungen ausdrücklich bestätigt (u.a. Alice Miller!, Urula Enders,….)

    Die meisten Opfer sind und bleiben stabiler, wenn sie ihrem Peiniger NICHT verzeihen.

    Nebst dem gesellschaftlichen, religiösen Verzeihungs-Indoktrinationen gehören auch die New-Age/ esoterisch-und spirituellen Gehirnwaschprogramme dazu.

    Nach katholischer Lehre sind vor der Vergebung mehrere Vorbedingungen zu erfüllen, damit Gott jemandem verzeihen kann. Die wichtigsten davon sind Einsicht in die Schuld (Bereuen), das (im Urchristentum sogar öffentliche) Bekennen der Schuld, und das Wiedergutmachen des eingetretenen Schadens. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, dann ist nach katholischer Lehre keine sakramentale Absolution möglich. Dies scheint wohl den Leuten nicht bekannt zu sein, die immer wieder fordern, Opfer müssten ihren Tätern bedingungslos aus freien Stücken verzeihen!

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  18. Es war kein Einfordern erkenntlich, sondern es war eine freiwillige Zusammenkunft aus oben benanntem Grund.
    Was soll daran so verwerflich sein ?

    Wenn ich höre dass von chronisch geredet wird, impliziere ich damit, dass jegliche Möglichkeit genommen wird um etwas zu ändern. Chronisch heisst dass es sich manifestiert hat und Schaden angerichte, der nicht wieder zurückbildungsfähig ist.

    Da sich aber in der Natur selbst grosse Zellschäden wieder zurückbilden können, das gesprochene Wort allein ausreichen kann um im Unterbewusstsein einen positiven oder negativen Impuls zu senden, fände ich es fein, wenn es möglich wäre es nicht in die chronische Schublade zu tun.

    Ich denke da gibt es unterschiedliche Sichtweisen zur Vergebung und Heilung.
    Auch Psychotherapeuten haben nicht die Weisheit für sich gepachtet, sind selbst oft genug an ihren eigenen Themen dran und können sich nicht immer freimachen von den Themen des Klienten.

    Von daher sehe ich gerade Aussagen dieser Berufsgruppe sehr kritisch mir an.

    Mein Focus liegt auf Heilung.

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  19. Yoku sagt:

    @ mariettalucia

    Wenn ich den Begriff chronisch verwendet habe, dann diesem Kontext:
    Es geht ja um den Sohn des Nato-Oberbefehlshabers mit all den Verbrechen diese Ranges und um nichts weniger. Die Liste ihrer Verbrechen zählt er ja eigens auf, und ist über einen langen Zeitraum geschehen. Deshalb bediene ich mich der Formulierung: chronisch.

    Meine Kommentare zu diesem Thema beziehen sich NICHT auf zwischenmenschliche „Zusammenstösse“, wo man sich versehentlich Schmerz zufügt, so wie es im Alltag unter Menschen vorkommt, und um Heilung/Vergebung bittet, so wie Du es mit einer Freundin erlebt und beschrieben hast.

    Ich möchte mich schlichtweg nur mitteilen, dass ich angesichts der Grössenordnung der Verbrechen und meiner Einschätzung der Täterschaft gegenüber, höchst kritisch diesem Vergebungsritual gegenüber stehe.

    Meist geht dies mit dem Versuch einher, die berechtigte, lebenswichtige(!) Wut und den Zorn, zu unterdrücken und allzu schnell „Schwamm drüber“ zu postulieren. Dies schadet den Opfern.

    Man bedient sich verschiedener Techniken, z. Bsp. visualisiert man
    Frieden, meditiert, übt sogenannte Vergebung oder positiv denken, etc… etc.

    Nicht nur meiner Erfahrung nach funktioniert das nicht, weil sich Gefühle nicht weg manipulieren lassen.

    Vergebung solcher Art, sehe ich als eine Art des Selbst-Verrates.

    Wer Vergeben soll, ist in der Freiheit, sich über die Grausamkeiten zu empören eingeschränkt. Wut wird tabuisiert. Heile Welt wird suggeriert. Für mich, eine Falle.

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  20. thom ram sagt:

    Das Ereignis war ein Anfang.
    Menschen, welche wissen, dass sie Unrecht getan haben, sind zu den Indianern gereist. Sie sind hingereist.
    Und sie haben gesagt, dass es ihnen bewusst ist, Unrecht getan zu haben.
    Und sie waren überwältigt von den grossen Herzen der Indianer.

    Da kann man nun drüber reden so viel man will. Ich sage: Es ist sehr sehr gut.

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  21. thom ram sagt:

    Die echte Vergebung des Opfers besteht darin, dass das Opfer das innerliche Herumgeharke auf dem hässlichen Erlebnis auflöst.
    Das Opfer kann dem Täter null nichts „vergeben“. Doch tut es das eben Gesagte, hat es den Täter karmisch freigegeben und sich selber innere Freiheit verschaffen.

    Der Täter hat auch zu vergeben, und zwar sich selber. Das Opfer kann 1000 mal sagen, die Sache sei gegessen, das hilft dem Täter nichts.
    Der Täter hat in sich selber aufzuräumen. Er muss vor sich selber dazu stehen, anderen Schmerz zugefügt zu haben, und er muss, ähnlich wie das Opfer, das innerliche Herumgeharke auf dieser ihn beunruhigenden Tatsache auflösen. Tut er das (eine anspruchsvolle Aufgabe, sehr sehr läuternd), löst es das durch die Tat verursachte Karma bis zu vollständig auf. Er kann auch dem Opfer frei begegnen.

    Mein Eindruck ist, dass bei dem Ereignis etwas vom Resultat solcher Arbeit zu erkennen war.

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  22. Garten-Amselina sagt:

    Joku 03.33
    „Ich unterscheide zwischen solchen Menschen und solchen, die zu Gefühlen der Empathie etc. fähig sind.“

    => KANN man (?) das überhaupt so einfach „von außen“ unter-scheiden ???

    „In der Therapie von Opfern kann es ein Behandlungsfehler sein, dem Täter verzeihen zu sollen(zum Bsp. à la Hellinger (Familienaufstellungen)).“

    => Es kann Sinn-und Logig-scher-voller-weise kein „nützliches“ *SOLLEN* hierbei geben.
    Aber ein *MUT-Machen* zu einer FREI-WILLIGEN Eigen-Ent-Scheidung ist sehr kostbar. Ebenso eine Begleitung dabei im Falle eines Falles … 😉 … Das Geschenk: ERFAHRUNGS-KOMPETENZ erwerben können.

    „Wem nützt die Täter-Verzeihung? Auf jedem Fall nützt sie dem Täter.“

    => s.o. (vor längererZeit): => „Bedingungslose Vergebung“

    „Falls Opfer zur Vergebung subtil oder offen zur Vergebung überredet werden sollten, muss man sich fragen, wessen Partei da in Wirklichkeit ergriffen wird.“

    => „wessen Partei“ … ~jaaaaa….~ möglicherweise … vor-erst.

    „Oft kann sich der Täter durch die Verzeihung wieder in sein Machtterritorium einschleichen, sodass der Weg für Wiederholungen geebnet ist.“

    => Das kann er auch „ohne“ schaffen … wenn nicht „frei-willig“, dann eben mit „Druck“ uäm.

    „Die meisten Opfer sind und bleiben stabiler, wenn sie ihrem Peiniger NICHT verzeihen.“
    => NEIN. 😉
    Bist du selber zum Verzeihen bereit ?
    Es be-freit.
    Hast du jemals damit angefangen
    und bist du diesen *Weg* dann auch weiter gegangen ?

    Woher ich das wohl alles weiß ?!?
    . 😉 .


    Marietta-Licht 03.46:

    „Von daher sehe ich gerade Aussagen dieser Berufsgruppe sehr kritisch mir an.“
    => Es läßt sich sicher damit oft auch so manches ver-dienen…

    „Mein Focus liegt auf Heilung.“

    *JaH!*
    . 😉 .
    Wir fangen erst wieder an, wirklich NEU zu leben,
    wenn wir die *Liebe* in unsere Herzen aufnehmen
    und sie auch bei eignem Versagen
    weiter liebend in uns behüten und tragen.
    Aber DAZU müssen wir
    unserem ICH und IHR
    erst einmal die TÜR
    zu unserem Herzen öffnen,
    auch wenn sie dabei scharrt und knarrt.

    puhhh… harte „Arbeit“ oft …
    😉


    Thom:
    ❤ Danke ❤ DIR und Wunder-Voll !!! Deine *Glücklichte Erde* !!!
    Auf ein Neues *ES WERDE LICHT!*
    *JaH!*
    . 😉 .

    ~Singe~ gerade …

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  23. Garten-Amselina sagt:

    Ps.:
    Die Veteranen (ua) *machen* ja durchaus auch noch meehr … Ver-Ant-Wortung (=> Antwort geben uam) zu über-nehmen … ebenso der/die Ein-Geh-Borenen …
    Das zieht mehr als nur (?) Schwingungs-Kreise ! 😉

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  24. Hilke sagt:

    Ich denke, es geht um das Annehmen der eigenen Täterschaft, um das „Ja, ich habe es getan“, v.a. vor sich selbst. Wer das kann, hat sich aus der Opferschaft befreit. Wer dann noch weiter gehen will, der tut etwas, um bewußt auszugleichen. Z.B. die Indigenen zu unterstützen, was die Veteranen hier ja anscheinend getan hatten, indem sie sich zu ihnen als Schutzwall gesellt haben und damit gesagt haben: Wir gehören zusammen.
    Und somit hat sich derjenige aus dem Karusell der BEIDEN Pole befreit und damit auch die anderen.
    Wer leugnet, sich als Opfer zu FÜHLEN, oder wer leugnet, ein Täter gewesen zu sein, was z.B. viele Eso’s tun (oft beides), der kann das nicht auflösen und nicht zur Einheit gelangen.
    Sich aufrichten und sagen: ‚Ja, ich habe es getan und jetzt geh ich einen anderen Weg‘, das ist groß.
    Manche Gruppen, z.B. religiöse, hatten einen zu großen Stolz und der mußte weichen. Sich auflösen.
    Da denk ich an die (Ego-)köpfende Kali.
    Die Weisheit der Indigenen steht wahrscheinlich über all dem, gemäß dem Herzsutra von Buddha:
    „Gegangen, gegangen, drüber gegangen. Über drüber hinüber gegangen. Heil dem Gegangenen.“

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  25. kat+susann sagt:

    Danke, dass du diesen Bericht hier einstellst.
    Ich persönlich glaube, dass man als Mensch durchaus vergeben kann, aber nie vergessen.
    Und den Menschen von Angesicht zu Angesicht gegenüber zu stehen und um Vergebung zu bitten ist sicher nicht einfach mal so zu machen. Ich sehe es als Geste, als Möglichkeit und vor allen Dingen wird damit gesagt, ja, das haben wir getan und nein das war nicht gut und wir bitten um Vergebung. Das Zugeben erscheint mir da das Wichtigste.. und die Bitte..
    Gruss von S.

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  26. thom ram sagt:

    Willkommen, Kat und Susanne

    Zugeben ist Grundlage.
    Um Vergebung bitten, bitte verzeihe meine Widerrede, ist Schlag in den Schaum. Weiter oben habe ich meine Meinung darüber gesagt, im Kommentarstrang.

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  27. Die Lakota sind sehr weise, sie müssen nicht Reden, sie Tun, zelebrieren eine Vergebungszeremonie……(siehe oben Erklärungen unter dem Bild wo der Stammesälteste der Lakota Hand auf den Kopf des Veteranen legt )
    Sie wissen um den besonderen Moment.

    Deshalb hat mich dieses Bild auch besonders berührt.

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  28. gkazakou sagt:

    außer Tätern und Opfern gibt es diejenigen, die sich zum Richter aufwerfen und bestimmen, wer Täter, wer Opfer ist und was die beiden dürfen (vergeben? weiterhassen? Wiedergutmachung verlangen?) Ich lese hier viel Richterliches.
    Warum urteilen? Warum nicht einfach das in sich wirken lassen, was hier gezeigt wird? Ein Akt der Versöhnung, der offenbar den Beteiligten gut tut und der auch mir gut tut, die ich es mitansehen darf.

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  29. thom ram sagt:

    gkazakou

    Ich heisse dich hier willkommen, gkaza.

    *Warum urteilen? Warum nicht einfach das in sich wirken lassen, was hier gezeigt wird? Ein Akt der Versöhnung, der offenbar den Beteiligten gut tut und der auch mir gut tut, die ich es mitansehen darf.*

    Ja und ja.

    UND sich seine Gedanken darüber machen und auch äussern – es ist nicht verkehrt.

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  30. kat+susann sagt:

    Wie geschrieben, sehe ich das anders. Das hat mir der Geschichte meiner Familie zu tun, was aber hier zu weit führt.
    Und meinen Vorfahren hat es nicht geholfen zu vergessen, aber ! es war gut. So wie sie mir vor Jahren noch berichten konnten.
    Insofern habe ich einen anderen Hintergrund als du und kann und will auch kein pauschales Urteil abgeben, was richtig und was falsch für andere sein kann.
    Verschiedene Ansätze..
    Gruss S.

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  31. thom ram sagt:

    kat u. susanne

    Ich bin mir nicht sicher, wen du auf was ansprichst.
    Ich von meiner Seite möchte sagen: Nie geht es darum, Geschehenes zu vergessen. Es geht immer darum, Geschehenes in sein Leben so einzubauen, dass es Teil eines harmonischen Ganzen ist.

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  32. Garten-Amselina sagt:

    „Ver-Gebung“ heißt nicht (!) Aus-Löschung des Geschehenen,
    ist aber/könnte sein/werden
    ein erster (?) Schritt in die Freiheit des Wieder-Neu-Auf-Lebens …
    Könnte da was dran sein ?

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  33. thom ram sagt:

    Amselina 17:12

    Ich meine, das was du da fragend äusserst – da ist sehr viel Fleisch am Knochen.

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  34. Bettina sagt:

    Ich habe auch geweint und war berührt während es auf mich einflutete.

    Auch hatte ich so gedacht wie @gkazakou und wollte gar nichts darüber schreiben, aber nach dem Einverleiben eurer sehr wertvollen Gedankengänge, möchte ich doch auch was dazu äußern.

    Gewaltig gestört hat mich bei diesem wie ich finde sehr emotionalem Ritual diese „Schaulustige Bande“ von Paparazzis. (Bild eins)
    Und auch diese Neumodischen Kranken, die immer ständig mit ihren Smartphones rumfuchteln müssen.
    Dieses nimmt ganz viel raus aus der Kraft.
    (das erinnert mich grad an Frankreich mit dem Bataclan, davon gibt es ja auch keine Filmaufnahmen Fotos usw.. Vielleicht war das ein (satanisches) Ritual? Und die anderen Sachen sollten nur davon ablenken?)

    Für mich stellt es sich auch ähnlich dar wie so eine Hellinger Familienaufstellung.
    Und wer an sowas schonmal teilgenommen hat, wird bestätigen können, wie die Ahnen da heftigst dabei aggieren.

    Was meine Erfahrung ist bei diesen solchen Vergebungsszenarien, dass man damit eine rießengroße Welle lostritt, die leider sehr oft nach hinten losgehen kann und zum Tsunami werden kann.
    Und dass es vor allem sehr behutsam, achtsam vor sich gehen muss, nicht mit einer Horde von solchen Welchen drumrum.
    Ich habe es selbst erlebt bei solchen Aufstellungen, dass nachher welche in Psychiatrien eingeliefert werden mussten, Selbstmordversuche und ein Selbstmord war dabei.

    Dann muss ich @Yoku recht geben mit dem: „Falls Opfer zur Vergebung subtil oder offen zur Vergebung überredet werden sollten, muss man sich fragen, wessen Partei da in Wirklichkeit ergriffen wird.“
    Und: „Es ist erwiesen, dass erzwungene „Versöhnung“ den Heilungsprozess oft um Jahre zurückwerfen kann. Oft ist es pures Gift!“

    Zuallererst sollten die Ureinwohner Amerikas nicht mehr diskriminiert werden!
    Heute noch werden sie behandelt wie Menschen dritter Klasse, jeder dunkelhäutige Bewohner des Kontinents hat mehr Rechte wie diese.
    Sie werden gerne in der Armee verheizt, sie dürfen ganz viele Berufe nicht ausüben usw..

    Das ist halt etwas, was die Ahnen auch mitbekommen und dadurch nun eventuell ihre Rechte einfordern könnten.

    Mir haben auch welche Schlimmes angetan und erst als ich mich nicht mehr genötigt fühlte ihnen Verzeihen zu müssen konnte wirkliche Heilung geschehen.
    Dazu musste ich aber fünf Jahre durch die Hölle gehen, bis ich einen Menschen traf der mir folgendes sagte:

    Es gibt halt Dinge im Leben die muss,kann und sollte man auch nicht Verzeihen, auch nicht vergessen, sie dürfen einfach sein, weil sie geschehen sind und man die Vergangenheit nicht ungeschehen machen kann.
    Vielleicht wäre es gut, sie einfach als Vergangenheit zu betrachten.

    Bei mir wurde dadurch der Hass immer weniger, heute ist an der Stelle nur noch eine kleine Traurigkeit, wie eine Narbe die von innen heraus heilen musste.

    Alles liebe
    Bettina

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  35. Liebe Bettina…..
    Natürlich kann ein Jeder das nur aus seiner eigenen Position betrachten, und für jedes Individuum ist seine eigene Geschichte ganz besonders damit reinspielend.

    Ich mag zum Beispiel die Hellinger Aufstellungen so gar nicht, habe ihn persönlich mal erlebt und war gelinde gesagt erschüttert, wie wenig die Menschen , bei denen etwas aufgebrochen ist, dabei aufgefangen wurden, einfach so in die Welt entlassen wurden, nachdem er seinen Part getan hatte……das fand ich ziemlich daneben.

    Deshalb habe ich meine Aufstellungen nach Vargas Llosa gemacht, in der Frauen nicht so abwertend wie bei Hellinger behandelt werden…….bei Hellinger hatte ich das Gefühl, dass grundsätzlich Frauen sich entschuldigen müssten und verzeihen.

    Aber auch da mag ein Anderer andere Erfahrungen mit ihm gemacht haben.

    Auch muss man nicht Dinge verzeihen, wenn es nicht angesagt ist.
    Für mich ist es ein wichtiger Punkt auch verzeihen zu können, egal was Psychologen auch dazu sagen mögen.
    Für mich ist es auch wichtig gemachte Fehler oder Unfreundlichkeite zugeben zu können…..was mir oft genug noch schwer fällt……und manchmal mag mein Gegenüber auch nicht verzeihen, dann ist es meine Lernaufgabe damit klarzukommen.

    In meiner Hospiztätigkeit habe ich ein ganz anderes Verhältnis zum Verzeihen bekommen, konnte feststellen, dass es einfacher für die Menschen zu gehen wenn alte Angelegenheiten angesprochen, Entschuldigungen ausgesprochen wurden und Verzeihen stattgefunden hat.
    Ihr könnt Euch vielleicht nicht vorstellen wie sich nach so einer Begegnung sich die Stimmung im Raum anfühlte.

    Sie war klar, war gereinigt von all dem was zuvor im Hintergrund schwebte.
    Wir spürten die Erleichterung der Seele, war sowas wie Ballast abwerfen, der notwendig war um gehen zu können.

    Das möchte ich jetzt als Letztes meinerseits noch dazu einbringen.

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  36. Ernesto Che sagt:

    …“Wir sind nun gekommen zu sagen, dass es uns leid tut.
    Wir stehen Euch hier zu Diensten und bitten um Vergebung.“

    Was wird diesem Ritual folgen?

    Das lange Leiden der Lakota:
    Das indigene Volk der Lakota leidet sehr unter den gesundheitlichen Folgen radioaktiver Strahlung aus 3272 Altlasten des Uranbergbaus auf ihrem Stammesterritorium. Schutzlos ist die Gesundheit dieser Menschen durch die hochgradige Verseuchung von Grundwasser, Flüssen und Seen betroffen. Sie kämpfen für die Anerkennung ihrer Stammesrechte gegenüber den USA, gegen den Uranabbau, und fordern die umfassende Renaturierung der Minen und die Bezahlung von Entschädigungen. Uranabbau − der 1. Schritt der nuklearen Produktionskette − hat jedoch nicht nur lokale, sondern auch globale Folgen.

    Das Leben in Reservaten:
    Den Lakota wurden sechs Reservate zugewiesen, die nur einen Bruchteil ihres einstigen Territoriums ausmachen.
    Die Lebensbedingungen in den Reservaten sind verheerend, die Lebenserwartung beträgt 44 Jahre. Die Sterblichkeitsrate der Lakota ist die höchste in den USA. Allein die Kindersterblichkeit ist dreimal so hoch wie deren Durchschnitt in den Vereinigten Staaten, und die Selbstmordrate von Jugendlichen ist 1,5 x so hoch wie der Durchschnitt für diese Altersgruppe. Die schlechte Gesundheitsvorsorge trägt ihren Teil zur frühen Sterblichkeit bei. Die Rate der an Tuberkulose Erkrankten ist in den Reservaten der Lakota 800% höher als im Durchschnitt der Vereinigten Staaten, während die Versorgung der Bewohner mit Nahrungsmitteln mit einem hohen Zuckeranteil Diabetes und Herzkrankheiten bewirkt. In den Reservaten werden Lebensmittel mit abgelaufenen Verkaufsdaten und Unmengen an Alkohol angeboten, obwohl die Ureinwohner diesen schlecht verstoffwechseln. Die sozialen Umstände erschweren eine normale Entwicklung. Die Rate der inhaftierten Kinder von Natives ist 40 % höher als die der Weißen. Mehr als die Hälfte der Erwachsenen sind alkohol- und/oder drogenabhängig, 8 von 10 Familien sind von Alkoholismus betroffen. 97% der Lakota leben unterhalb der Armutsgrenze, das durchschnittliche Jahreseinkommen beträgt 2600 $ – 3500 $. In den Reservaten ist die Arbeitslosenquote 85% höher als außerhalb. Das Leben in Armut bedeutet für viele Familien, dass sie sich kein Heizöl, Holz oder Gas leisten können, und viele Bewohner benutzen Öfen zum Heizen ihrer Wohnungen. Jeden Winter sterben Menschen an Unterkühlung.
    Die Wohnsituation ist katastrophal, nach Schätzungen teilen sich im Durchschnitt 17 Personen eine nur aus zwei oder drei Räumen bestehende Wohnung. In manchen Wohnungen, die für 6 bis 8 Personen gebaut wurden, leben bis zu 30 Menschen. Einem Drittel der Wohnungen mangelt es an sauberem Wasser und an Abwasserkläranlagen und 40% an elektrischem Strom.

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